Tarp als Zelt-Vordach

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  • Torridon
    Anfänger im Forum
    • 01.10.2020
    • 19

    • Meine Reisen

    Tarp als Zelt-Vordach

    Ich überlege, mir ein Tarp u.a. als Zelt-Vordach zuzulegen.
    Was mich aber stutzig macht, ist dass zwei der üblichen Verdächtigen (Nordisk Voss Diamond & Wechsel Wing M) auf der einen Seite 3m Breit sind und auf den Herstellerseiten ist auf den Bildern immer diese Seite über dem Zelt.
    Nordisk
    Wechsel
    Warum soviel doppelte Abdeckung (Aussenzelt+Tarp)? Meistens sind meine Aussenzelte auch so dicht.
    Das Tarp 5 von HB hingegen ist < 2m breit hinten und deckt tatsächlich nur den Eingang ab.
    Was übersehe ich?

  • Torres
    Freak

    Liebt das Forum
    • 16.08.2008
    • 26354

    • Meine Reisen

    #2
    Zum einen sind es unterschiedliche Schnitte - das Tarpwing quer anzubringen passt nicht, das Ding ist so schon eine Herausforderung, im Grund ist es ein 3x3 Tarp, das an den Seiten zur Gewichtsersparnis abgeschnitten wurde. Das HB 5 soll eine kleine Fläche über ein leichtes Firstzelt spannen, als Außenzelt, es ist nicht dazu da, den ganzen Eingang abzudichten. Jemand hat gerade das 5 gegen ein 10 getauscht, weil das 5 für das Unna (und das Akto?) einfach zu klein war: Wenn es regnet, feucht ist, kalt ist, dann sollte das Tarp ganz auf den Boden gehen. Das reduziert Konsens und man kann das Zelt auch trocken betreten und verlassen oder mal vor dem Zelt kochen ohne nass zu werden. Wenn Zelte keine große Apsis haben, ist es eine Herausforderung, sich umzuziehen, ohne dass das ganze Zelt und die ganze Ausrüstung nass wird. Daher das große Tarp über dem Eingang und gerne über dem ganzen Zelt. Dann kann man das AZ sogar trocken einpacken und nur das Tarp nass mitnehmen.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    • Martin206
      Alter Hase
      • 16.06.2016
      • 3410

      • Meine Reisen

      #3
      Torres hat einiges ja schon erklärt.
      Tarp+Zelt - die größte Herausforderung ist dies zusammen zu bringen, so daß der Wind nicht das Tarp packen und wegreißen kann. Am Zelt ist meist nix dran wo man es ordentlich fest machen kann und wenn dann reißt das Tarp bei Wind am Zelt. Also spannt man es gerne über das Zelt und hinter dem Zelt wird die Schnur im Boden verankert. Das macht dann auch länger oder größere Tarps so praktisch.

      Ich hab jahrelang mit einem 3x3m Tarp rumprobiert - an der Qualität/Vielseitigkeit des Tarps lag es nicht (DD Hammock). Fazit: Ich hab mir vorgestern ein Zelt mit fixer Apsis bestellt (das Vaude Mark XT 3P). Das Tarp werd ich zusätzl. mitnehmen, als Sonnenschutz oder Erweiterung bei Schlechtwetterperiode ...das Mark ist eines der wenigen Zelte wo man das auch gut festmachen kann .
      "Die Tatsache, dass eine Meinung weithin geteilt wird, ist noch lange kein Beweis dafür, dass sie nicht absolut absurd ist." BERTRAND RUSSELL

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      • Torridon
        Anfänger im Forum
        • 01.10.2020
        • 19

        • Meine Reisen

        #4
        So, ich habe mal das HB Tarp 5 an dem Unna festgemacht, welches eh auf der Terasse stand.
        Es hat wirklich gut geklappt, nur haben wir das Tarp 2x nach rechts verrückt und an einem Abspannpunkt auf der rechten Seite einen eigenen Hering gesetzt. So kommen fast keine Tropfen mehr am Zelteingang an, fast aller Regen läuft über die Seite des Zelts ab. Ich habe momentan keine Trekkingstöcke zuhause, deswegen musste ich improvisieren.
        Ich denke, der Platz unter dem Tarp reicht für 2 Personen zum sitzen und zum Kochen am Rand.
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        • ks
          Erfahren
          • 16.03.2015
          • 163

          • Meine Reisen

          #5
          Ich habe mit meinem Anjan 2 das Tarp 5 und 10 genutzt. In der Kombi Anjan 2/Tarp 5 ist der Wetterschutz für eine Person (1,88) bei schlechtem Wetter ausreichend/grenzwertig. Mit dem Tarp 10 oder anderes 3x3 ist es komfortabel. Es kommt aber immer auch darauf an wo und zu welcher Jahreszeit du unterwegs bist. Ich nutze das Tarp 5 nicht mehr in Kombination mit einem Zelt sondern ausschließlich im Sommer für Wochenendtouren mit einem Meshtent.

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          • Torres
            Freak

            Liebt das Forum
            • 16.08.2008
            • 26354

            • Meine Reisen

            #6
            [QUOTE]
            Zitat von Torridon Beitrag anzeigen
            So, ich habe mal das HB Tarp 5 an dem Unna festgemacht, welches eh auf der Terasse stand.
            Es hat wirklich gut geklappt, nur haben wir das Tarp 2x nach rechts verrückt und an einem Abspannpunkt auf der rechten Seite einen eigenen Hering gesetzt. So kommen fast keine Tropfen mehr am Zelteingang an, fast aller Regen läuft über die Seite des Zelts ab. Ich habe momentan keine Trekkingstöcke zuhause, deswegen musste ich improvisieren.
            Ich denke, der Platz unter dem Tarp reicht für 2 Personen zum sitzen und zum Kochen am Rand
            .


            Solange es windstill ist, ja. Dummerweise ist das gerade bei heftigen Schauern selten der Fall, da kommen die Böen zumindest von einer Seite. Dann muss eine Tarpseite auf jeden Fall bis auf den Boden reichen. Entweder man nimmt es dann quer (was vermutlich wegrutscht) oder nimmt ein Größeres. Tentwing und Unna hat mir daher nicht gefallen.
            Beim Taurus mit Fronteingang würde dagegen das 5 reichen, da nehme ich sogar ein schmales Groundsheet. Da kann ich dann aber notfalls auf der tiefgespannten Seite raus (zumal das Taurus wie das Mark s.o. Martins Beitrag Clipse hat und daher die Tarps auch halten). Zu zweit keine Option.
            "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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            • Torridon
              Anfänger im Forum
              • 01.10.2020
              • 19

              • Meine Reisen

              #7
              [QUOTE=Torres;n3009304]
              .
              Solange es windstill ist, ja. Dummerweise ist das gerade bei heftigen Schauern selten der Fall, da kommen die Böen zumindest von einer Seite. Dann muss eine Tarpseite auf jeden Fall bis auf den Boden reichen. Entweder man nimmt es dann quer (was vermutlich wegrutscht) oder nimmt ein Größeres. Tentwing und Unna hat mir daher nicht gefallen.
              Beim Taurus mit Fronteingang würde dagegen das 5 reichen, da nehme ich sogar ein schmales Groundsheet. Da kann ich dann aber notfalls auf der tiefgespannten Seite raus (zumal das Taurus wie das Mark s.o. Martins Beitrag Clipse hat und daher die Tarps auch halten). Zu zweit keine Option.
              Mit dem Abspannen des Tarps auf den Boden wird das Ganze ja zur Quasi-Apsis. Das würde ich mich wegen Böhen nicht trauen. Das Tarp wird ja dann zum Windfang.
              Also wenn das Wetter so mistig ist, dass der Regen horizontal kommt, dann würde ich in der Zelt-Apsis kochen, Cold Soaking machen oder nur an Riegeln lutschen.
              Mir ist mit dem Tarp eher wichtig, das der Platz direkt vor dem Eingang halbwegs trocken bleibt, damit wenn das Zelt mehrere Tage am selben Platz steht sich der Eingangsbereich nicht in ein Schlammloch entwickelt.

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              • Torridon
                Anfänger im Forum
                • 01.10.2020
                • 19

                • Meine Reisen

                #8
                Jetzt das Ganze mal mit einem Wechsel Wing M aufgebaut. Das ergibt mehr Fläche unter dem Tarp, klappt aber auch gut mit dem Abspannen.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4820.JPG Ansichten: 0 Größe: 303,0 KB ID: 3013055
                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4817.JPG Ansichten: 0 Größe: 128,5 KB ID: 3013057
                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4819.JPG Ansichten: 0 Größe: 122,2 KB ID: 3013058

                Wenn ich mit dem Unna fertig bin, kann ich ja mal ausprobieren, ob ich ein Tarp gut an einem Anjan 3 festbekomme.

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                • Enja
                  Alter Hase
                  • 18.08.2006
                  • 4191

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Mit so einer Kombi haben wir unzählige regnerische Radreisetage gut überstandn. Wobei wir dann keine Stange dabei hatten. Wir haben das Zelt so aufgebaut, dass an passender Stelle eine Hecke, ein Baum oder ein Zaun war. Nützlich dabei sind zusätzliche Zeltleinen.

                  Wenn es so windet, dass der Regen horizontal kommt und das Tarp wegfliegt, ist draußen nicht mehr gut sein. Dann würde ich empfehlen, das Zeltinnere aufzusuchen.

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                  • markrü
                    Alter Hase
                    • 22.10.2007
                    • 2862

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Bei mir hat sich so eine Abspannung (ähnlich, wie auf den letzten Bildern) auch bewährt. Und wenn es wirklich stürmt, muss man halt die Spitze runterspannen. Man kann ggf. dann auch noch die nächsten beiden seitlichen Abspannpunkte mit (kürzeren) Stangen stützen und die Spitze runterspannen...
                    Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.
                    Der Pessimist fürchtet, dass das wahr ist...

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