Nasses Zelt einpacken - wie handhabt ihr das?

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  • kossiswelt
    Erfahren
    • 18.05.2018
    • 295

    • Meine Reisen

    Nasses Zelt einpacken - wie handhabt ihr das?

    Moin zusammen!
    Wie handhabt ihr eigentlich eure nassen Zelte bei längeren Wanderungen? Trennt ihr Außen- von Innenzelt und transportiert beides separat? Oder pakkt ihr beides zusammen in den Packsack? Hängt ihr das außen an nden Rucksack, oder transportiert ihr das innen?
    Gerade beim HB Akto habe ich den Eindruck, dass es sich vollsaugt wie ein Schwamm, ich hatte das deshalb in eine separate Tüte im Rucksack gepackt, weil mir das sonst mein Gepäck durchnässt hätte. Ideal war das aber nicht.
    Habt ihr bessere Ideen?

  • thomas79
    Dauerbesucher
    • 12.06.2010
    • 961

    • Meine Reisen

    #2
    Ich lasse das IZ immer am Außenzelt. Das Gefummel und Verrenken um das IZ rauszunehmen spare ich mir und packe das ganze Zelt einfach in den Originalpacksack und dann in den Rucksack. Wenn es wirklich mal sehr nass ist wische ich das AZ vor dem Einpacken außen und innen mit den Handtuch kurz ab, will ja bei Mistwetter nicht auch noch extra-Wasser mit mir rumtragen.
    Die anderen Sachen im Rucksack sind eh immer im wasserdichten Rucksackliner verpackt.

    Beim Aufbau am Abend ist das IZ bei ein wenig guter Belüftung i.d.R. eh recht schnell trocken. Und wenn doch nicht wische ich einfach mal kurz über der Boden. Mehr braucht es eigentlich nicht.
    Zuletzt geändert von thomas79; 28.12.2020, 20:08. Grund: Smartphone Autokorrektur ausgebessert
    TrekkingTrails.de: Touren - Ausrüstung - Packlisten

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    • Zz
      Dauerbesucher
      • 14.01.2010
      • 885

      • Meine Reisen

      #3
      Hallo kossiswelt,
      genau so wie Du es beschreibst, mal so und mal so, je nach Situation. Was gerade am besten paßt, also trocken wischen und ausschütteln und gemeinsam in den Packsack; oder Innen- und Außenzelt trennen, Außenzelt außen an der Kraxe, Innenzelt trocken verpackt ins Innere der Kraxe. Oder das klaschtnasse Zelt einfach in den Packsack gestopft und das triefende Teil außen angeschnallt. Bei mir landet das Zelt überwiegend Außen, damit es als Erstes griffbereit ist oder später, wenn mehr Platz in der Kraxe ist, direkt unter dem großen Deckel.
      Bei Zelten, wo der gemeinsame oder der getrennte Auf- und Abbau von Innen- und Außenzelt möglich ist hast du situationsbedingt diese variablen Möglichkeiten, was ja die Idee dahinter ist.
      Gruß Z
      Zuletzt geändert von Zz; 28.12.2020, 10:58.

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      • Fjaellraev
        Freak

        Liebt das Forum
        • 21.12.2003
        • 13817

        • Meine Reisen

        #4
        Es kommt sicher auch etwas auf das Zelt an:
        Wie gut lässt sich das Innenzelt aushängen ohne zuviel Nässe vom Aussenzelt aufzunehmen?
        Wie lange dauert es?
        Und die persönlichen Faktoren:
        Wie fest stört mich ein ansses Innenzelt?
        ...
        Ich habe, unabhängig vom Zelt, eigentlich immer noch eine Plastiktüte dabei in die das nasse Aussenzelt kommt. Das, maximal feuchte, Innenzelt landet dann mit den Heringen im normalen Packsack.
        Klar ist die Plastiktüte nicht 100% dicht, aber viel drückt da eigentlich nicht raus.
        Das so verpackte Zelt wird am gleichen Ort transportiert wie wenn es in einem Packbeutel trocken eingepackt wurde: Zuoberst im Rucksack, so dass ich auch bei Sauwetter nicht erst alles auspacken muss um das Zelt aufzubauen. Aussen am Rucksack sind bei mir nur die Wanderstöcke und sonst nichts!
        Gerade beim Akto hält sich der Aufwand IMHO sehr in Grenzen und ich schätze es doch am Abend meine Sachen in ein trockenes Innenzelt zu räumen.
        Vollsaugen tut sich das Akto eigentlich nicht (Was soll sich da auch vollsaugen?), mit ein-zweimal ausschütteln verabschiedet sich da schon einiges an Wasser und man muss das nicht noch rumtragen.

        Gruss
        Henning
        Es gibt kein schlechtes Wetter,
        nur unpassende Kleidung.

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        • ks
          Erfahren
          • 16.03.2015
          • 163

          • Meine Reisen

          #5
          Ich nutze allein ein HB Anjan 2. Ich hänge das Innenzelt bei Regen/Nässe immer aus. Wie Fjaellraev schon schriebt bleibt das Innenzelt auch über mehrere nasse Tage relativ trocken. Allerdings schnalle ich mein nasses Außenzelt auch außen an den Rucksack. Je nach Witterung in einem Meshsack (zum trocknen) oder Drybag (wenn es regnet).

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          • Bottoey

            Erfahren
            • 15.06.2013
            • 136

            • Meine Reisen

            #6
            Ich handhabe es wie Thomas 79. Meine Klamotten sind im Liner (Mulltüte, die ist gleichzeitig Pumpsack). Was nass ist oder nass werden darf, kommt so in der Rucksack.

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            • kossiswelt
              Erfahren
              • 18.05.2018
              • 295

              • Meine Reisen

              #7
              Beim Akto lässt sich das Innenzelt schon HB-typisch einfach aushängen, wegen des recht kleinen Innenraums ist das bei Regen und nassem Außenzelt aber kein besonders großer Spaß. Bei der letzten Tour damit waren die Bedingungen allerdings auch nicht ideal, da kam zum Regen noch nasser Waldboden, wenig Wind und Temperaturen um die 0 Grad mit entsprechender Kondensation zusammen.
              Separate Tüte für das Außenzelt scheint also tatsächlich die am wenigsten schlechte Lösung zu sein - ich will das Zelt auch griffbereit / oben haben, deshalb muss das nasse Zelt in einer wasserdichten Hülle sein, damit es nicht durch den Rucksack fließt.
              Danke für die vielen Antworten - schön, dass das Forum wieder lebt, hatte es auch vermisst

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              • ApoC

                Fuchs
                • 02.04.2009
                • 1647

                • Meine Reisen

                #8
                Ich trockne beim Akto morgens erst das Innen- (falls nötig) und dann das Außenzelt von innen ab. Das Wasser außen wird abgeschüttelt und dann eingepackt so, dass das trockene Innenzelt auch wirklich innen liegt. Dann ist das Innenzelt abends ziemlich trocken. Doof wird es wenn man das Handtuch nicht mehr trocken bekommt.
                „Luke, auch du wirst noch entdecken, dass viele Wahrheiten, an die wir uns klammern, von unserem persönlichen Standpunkt abhängig sind.“ — Obi-Wan Kenobi

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                • Pfiffie
                  Fuchs
                  • 10.10.2017
                  • 1965

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Ich hab ebenfalls ein HB Nammaji. Wenn es sehr Nass ist hänge ich das Innenzelt aus. Ich will beim nächsten mal das Außenzelt in einen Müllsack zusätzlich tun. In meinem Packsack sabbert es durch und wenn ich es oben auf dem Rucksack habe zieht der Wasser (Ist ein Fjällraven, muss nicht bei allen Rucksäcken so sein). Wenn es halb trocken ist, also nicht so nass lasse ich das Innenzelt drann.
                  "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

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                  • berniehh
                    Fuchs
                    • 31.01.2011
                    • 1756

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Es gibt ja zwei verschiedene Zelttypen:
                    1) Innen- und Aussenzelt sind zusammengekoppelt (Hilleberg)
                    2) Innen- und Aussenzelt sind getrennt (die meisten anderen Marken)

                    Egal welches Zelt ich mit auf Tour habe, ich packe Innen- und Aussenzelt morgens immer zusammen in den Packsack und dann in den Rucksack, egal ob nass oder trocken. Also beim Hilleberg trenne ich das Innenzelt nie vom Aussenzelt.

                    Hier meine verschiedenen Vorgehensweisen bei nassen Zelten am Morgen:

                    1) Entweder warte ich mit dem Zeltabbau bis es von der Sonne entweder ganz oder zumindest einigermaßen getrocknet ist.

                    2) Ich packe das Zelt klitschnass ein und in der Mittagspause zum trocknen wieder aus.

                    3) ich packe das Zelt klitschenass ein und baue es Abends klitschenass wieder auf. Aufgrund der meistens relativ trockenen Spätnachmittags- oder Abendluft trocknet das Zelt dann sehr schnell. Oder ich schmeisse den Kocher im Zelt an, das Innenzelt trocknet dann sehr schnell und alles fühlt sich im Zelt trocken an, auch wenn das Aussenzelt dann zunächst meist noch nass oder angefeuchtet bleibt.
                    Zuletzt geändert von berniehh; 27.12.2020, 16:02.
                    www.trekking.magix.net

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                    • Wanderoma
                      Neu im Forum
                      • 06.06.2020
                      • 6

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Nasser Kram ist leider immer so schwer…

                      Die nassen Sachen kommen bei mir in den RiesenAußenBeutel meines Gossamer und werden im Laufe des Tages bei Pausen hübsch ausgebreitet, oft mit Steinen beschwert und getrocknet. Da mir mal das quatschnasse Zelt hinten die Hosenbeine vollgetropft hat, knote ich es lieber um den Trekkingstock und lass es möglichst weit hinter mir auswehen – trocknet recht schnell. Wenn’s Zeugs trocken ist, in den Liner (Mulltüte) und in den Rucksack – naja, den TarpRegenPoncho habe ich eh meist griffbereit. Das Innenzelt ist immer separat und nur manchmal leicht feucht.

                      Hi, berniehh! Kocher im Zelt? Cool! Ist das nicht etwas viel Risiko?

                      LG
                      Wanderoma

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                      • codenascher

                        Alter Hase
                        • 30.06.2009
                        • 4260

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Ich bin ebenfalls ein komplett Einpacker. Hab gar keinen Bock darauf IZ und AZ zu trennen (noch nie auf Tour gemacht). Wenn Wind und Sonne mein Zelt nicht trocknen, hilft bei mir der (Gas)Kocher oder ignorieren.

                        Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

                        meine Weltkarte

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                        • lina
                          Freak

                          Vorstand
                          Liebt das Forum
                          • 12.07.2008
                          • 36346

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Ich trenne IZ und AZ auch selten. Meistens lässt sich durch Ausschütteln schon recht viel Wasser entfernen, ein Microfasertuch zu nutzen hilft auch erheblich weiter. Wenigstens der Zeltboden sollte IMO trocken sein, bevor ich darauf abends die Isomatte und den Schlafsack darauf lege.

                          Kommentar


                          • DerNeueHeiko
                            Fuchs
                            • 07.03.2014
                            • 2171

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Ich trenne eigentlich nur am letzten Morgen der Tour - damit die Klamotten dann im Auto / zu Hause besser trocknen können.

                            Hängt aber auch davon ab, wie gut das Zelt morgens oder am frühen Abend trocknet. In Lappland im Sommer hab ich damit idR keine Probleme, da weht immer genug leichter Wind, dass das Innenzelt auch bei Schnee trocknet, und wenn die Sonne 18h am Tag scheint, sowieso nicht. Auf Paddeltouren im deutschen April oder September kann das anders aussehen, wenn die Wiese neben dem Fluss klatschnass ist, kein bisschen Wind weht und ich bis Sonnenuntergang auf dem Wasser bin...

                            MfG, Heiko

                            Kommentar


                            • kossiswelt
                              Erfahren
                              • 18.05.2018
                              • 295

                              • Meine Reisen

                              #15
                              Bei ungünstigen Voraussetzungen wie auf der letzten Tour ist dann wohl von allen Vorschlägen die Kocher-Variante die vielversprechendste, wenn auch nicht ganz risikofrei.

                              Kommentar


                              • DerNeueHeiko
                                Fuchs
                                • 07.03.2014
                                • 2171

                                • Meine Reisen

                                #16
                                Kommt auf den Kocher an, im Akto mit dem Trangia mit Spritus hab ich da keine Bedenken. Gerade wenn alles nass ist...

                                Bringt aber nur mäßig viel, zwar wird es durchaus erstaunlich warm (und damit trocknet das Innenzelt) aber die Verbrennungsabgase enthalten auch jede Menge Wasserdampf, der dann am kalten Außenzelt wieder kondensiert.

                                Noch zum Verpacken: Mein Rucksack hat eine relativ große Deckelklappe und darunter einen "Schnürzug". Wenn das Zelt tropfend nass ist (und der Packsack nicht ausreichend dicht - der ist an sich ja auch wasserdicht) dann kann ich das immer noch einfach oben auf den Schnürzug packen statt in den eigentlichen Rucksack und nur mit der Klappe fest machen.

                                MfG, Heiko

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                                • kossiswelt
                                  Erfahren
                                  • 18.05.2018
                                  • 295

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  Ich hab nen Windburner, der ist recht hoch, das wird spannend. Mal schauen, da ich bisher erst einmal so ein Mistwetter hatte, war´s vielleicht nur eine Ausnahme (hatte vielleicht nicht aufgegessen an dem Tag).
                                  Außen hänge ich aber nix Wichtiges dran, die Tüte innen ist da wohl das kleinste Übel.

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                                  • berniehh
                                    Fuchs
                                    • 31.01.2011
                                    • 1756

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    Zitat von Wanderoma Beitrag anzeigen
                                    Hi, berniehh! Kocher im Zelt? Cool! Ist das nicht etwas viel Risiko?
                                    Nein, ich koche auf allen Touren fast täglich im Zelt, mit dem Gaskocher halte ich es für kein großes Risiko.
                                    Mit dem Benzinkocher ist es allerdings deutlich riskanter und nur verantwortbar wenn man seinen Kocher gut kennt, also weiss wie hoch die Stichflamme nach dem Anzünden der Vorheizschale wird und man sehr vorsichtig ist.
                                    Mit anderen Kochern habe ich keine Erfahrung.
                                    www.trekking.magix.net

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                                    • Torres
                                      Freak

                                      Liebt das Forum
                                      • 16.08.2008
                                      • 26354

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      Ich trenne AZ und IZ. Bei einigen Zelte geht das sehr schnell und effektiv und ist gar nicht fummelig. Allerdings mache ich das nur bei durchgehend feuchtkalter Witterung. Im Sommer und an warmen Frühlings- und Herbsttagen ist das entbehrlich, dann trocknet es abends ja noch, falls es morgens nass eingepackt wurde. Wenn aber schon die Mittagssonne nicht mehr hilft, weil die Sonne keine Kraft mehr hat, die Wiesen feucht sind und es windstill ist, dann trenne ich: Innenzelt in den Rucksack, Außenzelt ganz nach oben in eine Tüte oder alleine in den Packsack. Ganz trocken bleibt das IZ mit der Methode auch nicht, aber feucht und nass sind für mich ein großer Unterschied.
                                      Einen Kocher betreibe ich im Zelt grundsätzlich nicht mehr, nachdem ich mich mit einem Hobo VOR dem Zelt mal fast vergiftet habe. Lieber nehme ich ein Groundsheet mit, das auch als Tarp genutzt werden kann. Das reduziert auch Konsens im Zelt.
                                      "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                                      • dooley242

                                        Fuchs
                                        • 08.02.2008
                                        • 2085

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        Zitat von Torres Beitrag anzeigen
                                        Das reduziert auch Konsens im Zelt.
                                        Das Konsens-Problem hat man als Einzelreisender eher weniger.
                                        Meistens lasse ich meine Zelte auch zusammen.

                                        Gruß

                                        Thomas

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