Picogrill 398 Feuerschale

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • khyal
    Lebt im Forum
    • 02.05.2007
    • 8195

    • Meine Reisen

    [Testbericht] Picogrill 398 Feuerschale

    Picogrill 398 Feuerschale


    Ich habe bis jetzt zuletzt den Braendi-Grill mit der Feuerschale Ferrum von EOE benutzt, eine schoene Kombination zu einem guenstigen Preis, fuer das, was sie bietet.
    Allerdings ist das Gesamtgewicht so, dass es eher was fuer Treffen, stationaeres Zelten, evtl noch Paddeltouren, aber nix fuer´s Wandern ist.
    Natuerlich habe ich beim Honey Stove auch eine Grill-Option, das ist dann aber nur fuer eine Person mit nicht allzugrossem Hunger

    Entsprechend habe ich immer die Augen nach einem guten Grill mit geringen Gewicht / Packmass aufgehalten.


    Als ich das letzte Mal bei den Jungs von walkonthewildside in Bonn war, hatten sie gerade die Lieferung mit den neuen Picogrills bekommen.

    Ich kannte ja schon die Hobokocher von Picogrill (85/239), sind ja eigentlich bei fast allen Treffen von unserem koeln/bonner Stammtisch present und die User sind mit den Teilen zufrieden.

    Die beiden Neuen (398/760) sind keine Hobokocher, sondern richtige Feuerschalen mit guter Grill-Moeglichkeit.

    Als ich die kleinere Feuerschale versuchsweise angehoben habe, war ich aufgrund des niedrigen Gewichts hochinteressiert.

    Daniel & Thomas haben mir sofort angeboten, dass ich eine Neue zum Testen / fuer einen Testbericht mitnehme, meinen Einwand, dass ja dann der Grill hinterher gebraucht ist und sich entsprechend nicht mehr als neu verkaufen liesse, wischten sie mit Einem „das ist schon ok“ beiseite.
    Im Nachhinein denke ich, dass sie den Grill und mich gut kennen

    Aber reden wir nun mal ueber die Facts :
    Feuerschale mit Gestell 371 g
    2 Doppel-Grillspiesse 75 g
    Mitgelieferte Huelle 45 g (kann man als Grammjaeger durch einen Ziplock-Beutel ersetzen)
    Packmass ohne Huelle 310 x 220 x 12 mm
    Feuerflaeche 383 x 260 max
    Minimal-Abstand der Feuerflaeche vom Boden 80 mm
    Laenge der Auflagen-Buegel 217 mm
    Nutzbare Laenge der Grillspiesse 215 mm
    Material rostfreier Sahl


    Betrieb

    Der Aufbau ist innerhalb von Sekunden erledigt, Gestell auseinanderfalten, die beiden zusammenhaengenden Bleche der Grillflaeche auseinanderklappen und das Blech in den Grill einsetzen, fertig.

    Ich habe ja schon einige „Reise-Grills“ gehabt, aber noch Keinen, der so gut zieht.
    Kohle drauf, ein paar brennende Anzuender rein, ein paar min spaeter einmal umruehren und kurze Zeit spaeter glueht die komplette Flaeche. Nix Pusten o.A.

    Der Grill ist in sich stabil genug, um das Gestell am unteren Rand, wo es im Betrieb kuehl bleibt, anzupacken und ihn angehoben ohne Probleme umzustellen.

    Wenn man keinen extra Rost (z.B. den vom Ferrum oder einem der rostenden „5 € Grills“) mit nimmt, muss man sich u.U. etwas umstellen, was die Vorbereitung vom Grillgut betrifft. Dickere Steaks sind nicht so ein Problem, wenn man sie der Laenge nach aufspiesst, bei recht duennen Steaks besteht das Risiko, dass die seitlichen Enden so weit runterhaengen, dass sie zuviel Hitze bekommen.
    Derartige Steaks sollte man entsprechend in kleinere Stuecke zuschneiden.
    Dafuer kann man natuerlich auch leckere Gemuese oder Fleischspiesse zusammenstellen.

    Ich war mir vorher nicht sicher, ob ein Grill, bei dem man die Hoehe der Grillflaeche nicht veraendern kann, noch meinen Anspruechen genuegt, bin ja da z.B. vom Snowpeak und dem Braendi ziemlich verwoehnt.
    Aber der Abstand ist ziemlich perfekt, solange man eine rel flache Kohleschicht im Grill hat, was ja auch noch Kohlen spart

    Neben einem gut funktionierenden Grill hat man auch eine rel grosse Feuerschale die durch die flache Form die Hitze gut im Kreis verteilt.

    Fazit
    Nach ein paar „Testeinsaetzen“ bin ich voellig von dem Grill ueberzeugt, ein richtig gut funktionierender Grill mit grosser Feuerschale und richtig kleinem Packmass & Gewicht, so was kann auch im Rucksack oder auf dem Mountainbike mitreisen.

    ***
    Edit

    Hier pflege ich mal meinen letzten Beitrag unten ein, damit alle wesentlichen Informationen direkt im Testbericht stehen

    Inzwischen habe ich den Grill bzw die Feuerschale etliche Male auch z.B. auf Paddeltour benutzt und bin mit jedem Einsatz mehr von dem Ding angetan.

    Ist eine super Feuerschale, um ein kleines Feuerchen zu machen, ohne den Grund zu schaedigen.

    - Nach unten strahlt sie so wenig Hitze ab, dass man auch nach laengeren Betrieb locker die Hand drunter auf den Boden legen kann

    - Es faellt bei Holzbetrieb praktisch keine sichtbare Asche oder Glut nach unten auf den Boden durch

    - Sie hat, vor allem im Verhaeltnis zum Gewicht, eine sehr grosse Flaeche, so dass auch das Auflegen von laengeren Holzstuecken kein Problem ist

    - Durch die rel flache Form
    - - strahlt die Waerme gut zu den Seiten ab, dass man sich auch mit mehreren Leuten gut daran waermen kann
    - - ist es einfach, bei suboptimalem Holz , Dieses durch "Anpusten" in Flammen zu versetzen
    - - ist es einfach, die Asche komplett zu entleeren

    - Die leicht hochgezogene Form reicht aber andererseits um auch bei moderatem Wind zu verhindern, das Glut aus der Schale rausgeweht wird

    - Durch das rel breite / lange Gestell muss man auch beim Aufstellen nicht besonders auf den Schwerpunkt achten

    - Der Stahl biegt sich nicht durch bei normaler Beladung und ich auch die Befuerchtungen von woodcutter, dass "...Meine Sorge wäre höchstens, dass beim Abkühlen und "Flachwerden" nach der Hitzedehnung es zu Verspannungen im Material käme und irgendwie noch glühende Kohle "hinausgeschleudert" werden könnten..." nicht bestaetigen, da rueht sich nix

    - innerhalb von Sekunden aus der Tasche geholt / aufgebaut und wieder verstaut

    ***



    Ich kann also das Teil echt empfehlen, fuer stationaeren Einsatz evtl in Kombination mit einem Grillrost.


    Nun verstehe ich auch, warum mir die Beiden so bereitwillig einen neuen Grill zum Testen mitgegeben haben, die wussten, was passiert. Den bekommen sie nicht mehr wieder, der bleibt bei mir. Vielleicht bekomme ich ja einen Sonderpreis, der Grill ist ja jetzt gebraucht

    Hier noch ein paar Bilder :




    Zuletzt geändert von khyal; 03.11.2016, 13:00.
    www.terranonna.de

  • woodcutter
    Dauerbesucher
    • 13.11.2011
    • 605

    • Meine Reisen

    #2
    AW: Picogrill 398 Feuerschale

    Toller Bericht, danke dafür!

    Zitat von khyal Beitrag anzeigen
    Der Grill ist in sich stabil genug, um das Gestell am unteren Rand, wo es im Betrieb kuehl bleibt, anzupacken und ihn angehoben ohne Probleme umzustellen.
    Stabil genug auch bei Wind? Immerhin wäre der Schwerpunkt bei Beladung oben insgesamt recht weit oben.

    Mit Anpack Punkten meinst du die vertikalen Streben? Also von einer Seite (vorn bzw. hinten), falls ich es richtig verstehe.

    Zum Stahl: ist das eine Art V2A Stahl, biegt der sich durch bei Beladung?

    Meine Sorge wäre höchstens, dass beim Abkühlen und "Flachwerden" nach der Hitzedehnung es zu Verspannungen im Material käme und irgendwie noch glühende Kohle "hinausgeschleudert" werden könnten.

    Ansonsten müsste die Abdeckung mit besagter Alufolie unten alles auffangen, was durch die Ritzen durchfällt. Hat was.

    Kommentar


    • khyal
      Lebt im Forum
      • 02.05.2007
      • 8195

      • Meine Reisen

      #3
      AW: Picogrill 398 Feuerschale

      Zitat von woodcutter Beitrag anzeigen
      Toller Bericht, danke dafür!

      Stabil genug auch bei Wind? Immerhin wäre der Schwerpunkt bei Beladung oben insgesamt recht weit oben.

      Mit Anpack Punkten meinst du die vertikalen Streben? Also von einer Seite (vorn bzw. hinten), falls ich es richtig verstehe.

      Zum Stahl: ist das eine Art V2A Stahl, biegt der sich durch bei Beladung?

      Meine Sorge wäre höchstens, dass beim Abkühlen und "Flachwerden" nach der Hitzedehnung es zu Verspannungen im Material käme und irgendwie noch glühende Kohle "hinausgeschleudert" werden könnten.

      Ansonsten müsste die Abdeckung mit besagter Alufolie unten alles auffangen, was durch die Ritzen durchfällt. Hat was.
      Danke fuer die Blumen

      Also, da der Grill sehr leicht ist, koennte starker Wind bzw Sturm ihn umschmeissen, aber dann wuerde ich eh nicht Grillen, da es dann sehr weiten Funkenpflug gaebe.

      Anfassen beim Umtragen wuerde ich immer 2 Punkte diagonal, also sozusagen den einen Buegel vorne, den Anderen hinten, (weit unten, damit es kuehl bleibt), so entsteht ein moeglichst "kleiner Hebel".

      Verspannung und Herausschleudern passiert eigentlich nicht im Betrieb.

      Klar kann man noch eine Alufolie drunterlegen, um die Asche aufzufangen, ist ja immer gut, sich Gedanken um LNT zu machen.
      Aber auf richtig empfindlichen Grund wuerde man ja eh nicht Grillen und es ist rel wenig Asche (die Aufnahme ist ja am naechsten Tag gemacht).
      Ich wuerde mal vermuten, dass das dem Boden nicht schadet und von der Nachhaltigkeit her, ist ja Alufolie auch nicht gerade astrein, ich wuerde, wenn, dann vielleicht eher ueberlegen, etwas Carbon Felt drunter zu legen, da hat man gleich noch fuer alle Faelle eine Hitze-Isolation.
      www.terranonna.de

      Kommentar


      • khyal
        Lebt im Forum
        • 02.05.2007
        • 8195

        • Meine Reisen

        #4
        AW: Picogrill 398 Feuerschale

        Inzwischen habe ich den Grill bzw die Feuerschale etliche Male auch z.B. auf Paddeltour benutzt und bin mit jedem Einsatz mehr von dem Ding angetan.

        Ist eine super Feuerschale, um ein kleines Feuerchen zu machen, ohne den Grund zu schaedigen.

        - Nach unten strahlt sie so wenig Hitze ab, dass man auch nach laengeren Betrieb locker die Hand drunter auf den Boden legen kann

        - Es faellt bei Holzbetrieb praktisch keine sichtbare Asche oder Glut nach unten auf den Boden durch

        - Sie hat, vor allem im Verhaeltnis zum Gewicht, eine sehr grosse Flaeche, so dass auch das Auflegen von laengeren Holzstuecken kein Problem ist

        - Durch die rel flache Form
        - - strahlt die Waerme gut zu den Seiten ab, dass man sich auch mit mehreren Leuten gut daran waermen kann
        - - ist es einfach, bei suboptimalem Holz , Dieses durch "Anpusten" in Flammen zu versetzen
        - - ist es einfach, die Asche komplett zu entleeren

        - Die leicht hochgezogene Form reicht aber andererseits um auch bei moderatem Wind zu verhindern, das Glut aus der Schale rausgeweht wird

        - Durch das rel breite / lange Gestell muss man auch beim Aufstellen nicht besonders auf den Schwerpunkt achten

        - Der Stahl biegt sich nicht durch bei normaler Beladung und ich auch die Befuerchtungen von woodcutter, dass "...Meine Sorge wäre höchstens, dass beim Abkühlen und "Flachwerden" nach der Hitzedehnung es zu Verspannungen im Material käme und irgendwie noch glühende Kohle "hinausgeschleudert" werden könnten..." nicht bestaetigen, da rueht sich nix

        - innerhalb von Sekunden aus der Tasche geholt / aufgebaut und wieder verstaut
        www.terranonna.de

        Kommentar


        • Martin206
          Alter Hase
          • 16.06.2016
          • 3696

          • Meine Reisen

          #5
          AW: Picogrill 398 Feuerschale

          Echt geiles Teil!
          Aber ziemlich saftiger Preis
          "Die Tatsache, dass eine Meinung weithin geteilt wird, ist noch lange kein Beweis dafür, dass sie nicht absolut absurd ist." BERTRAND RUSSELL

          Kommentar


          • khyal
            Lebt im Forum
            • 02.05.2007
            • 8195

            • Meine Reisen

            #6
            AW: Picogrill 398 Feuerschale

            Zitat von Martin206 Beitrag anzeigen
            Echt geiles Teil!
            Aber ziemlich saftiger Preis
            Ach lieber einmal etwas mehr ausgegeben und dafuer ein vernuenftiges Teil, was gut entwickelt ist, keinen Aerger und in der Benutzung einfach nur Spass macht...

            Man bezahlt ja nicht nur das Material, die Teile werden in rel kleiner Auflage in der Schweiz hergestellt und da steckt nun Einiges an Entwicklungsarbeit drin, die ja nun auch bezahlt werden muss.
            www.terranonna.de

            Kommentar


            • Martin206
              Alter Hase
              • 16.06.2016
              • 3696

              • Meine Reisen

              #7
              AW: Picogrill 398 Feuerschale

              Schon klar.
              Würde den aber nur 1-2x im Jahr (vielleicht) brauchen ...da überlegt man sich ob man so ein Teil für nen Hunderter daheim "rumstehen" haben muß...
              "Die Tatsache, dass eine Meinung weithin geteilt wird, ist noch lange kein Beweis dafür, dass sie nicht absolut absurd ist." BERTRAND RUSSELL

              Kommentar


              • Mus
                Freak

                Vorstand
                Liebt das Forum
                • 13.08.2011
                • 12715

                • Meine Reisen

                #8
                AW: Picogrill 398 Feuerschale

                Ich kann auch nur sagen, dass er, trotz des stolzen Preises, jeden Pfennig wert ist. Wir hatte vorher eine ganze Reihe von kleinen billigen Klappgrills, die alle relativ schnell hinüber waren und immer eine ziemliche Schweinerei beim Verpacken. Beim Pico kommt man außerdem mit einer minimalen Menge an Kohle aus. Wir benutzen ihn mittlerweile als ganz normalen Grill und haben deshalb auch das Grillgitter dazu gekauft. Mit einem alten Backblech und einem Brett als Unterlage geht er auch als Tischgrill durch. Nur die Menge an Fleisch und Würstchen die auf einmal draufpassen, lässt bei vier Leuten ein paar Wünsche offen.

                Kommentar


                • khyal
                  Lebt im Forum
                  • 02.05.2007
                  • 8195

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: Picogrill 398 Feuerschale

                  Zitat von Mus Beitrag anzeigen
                  Ich kann auch nur sagen, dass er, trotz des stolzen Preises, jeden Pfennig wert ist. Wir hatte vorher eine ganze Reihe von kleinen billigen Klappgrills, die alle relativ schnell hinüber waren und immer eine ziemliche Schweinerei beim Verpacken. Beim Pico kommt man außerdem mit einer minimalen Menge an Kohle aus. Wir benutzen ihn mittlerweile als ganz normalen Grill und haben deshalb auch das Grillgitter dazu gekauft. Mit einem alten Backblech und einem Brett als Unterlage geht er auch als Tischgrill durch. Nur die Menge an Fleisch und Würstchen die auf einmal draufpassen, lässt bei vier Leuten ein paar Wünsche offen.
                  Kann ich Dir nur zustimmen...

                  Btw habe ich genau von div besagten 3-5 € Leicht-Billiggrills die Gitter gewogen und das Leichteste zuerst zu dem Grill gepackt.

                  Ich habe aber auch die beigelegten Doppelspiesse ausprobiert und finde die inzwischen sogar angenehmer, wobei 2 (= 4 Spiesse) etwas wenig sind, werde mir nochmal 3 dazu besorgen.
                  www.terranonna.de

                  Kommentar

                  Lädt...
                  X