Verhalten bei Gewitter draussen!

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  • Mus
    Freak

    Vorstand
    Liebt das Forum
    • 13.08.2011
    • 12728

    • Meine Reisen

    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Zitat von Forest481 Beitrag anzeigen
    Ich frage deshalb weil ich mich viel in der Dünenlandschaft in Südfrankreich am Atlantik rumtummel. Ich campiere da oft aufgrund des stärkeren Windes in den Dünentälern.

    Ausserdem würde mich interessieren ob es von Vor- oder Nachteil ist in ca. 100m Abstand zu einem Meer (oder vielleicht auch See) zu zelten.
    Deine Frage ist hinfällig! In diesen sensiblen Gebieten zu campieren ist verboten. Also ich meine so richtig verboten und nicht nur "nicht erlaubt". Im den Sommermonaten herscht z.T. sogar Betretungsverbot für die meisten Waldwege. Den empfindlichen Dünenstreifen direkt am Mehr darf man sowieso nie betreten, lediglich auf den befestigten Zugangswegen zum Strand
    Und das ist nicht aus Spaß so, sondern hat zwei gute Gründe, die da lauten:

    Küstenschutz
    Waldbrandgefahr

    Also lass es einfach bleiben und übernachte auf einem der unzähligen Zeltplätzen dort und du musst die Frage nicht mehr stellen. Ich kenne die Region seit über 40 Jahren sehr gut und habe Freunde dort. Von auf dem Zeltplatz gegrillten Touris habe ich noch nie gehört.

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    • qwertzui
      Fuchs
      • 17.07.2013
      • 2028

      • Meine Reisen

      AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

      Zitat von Mus Beitrag anzeigen


      Also lass es einfach bleiben und übernachte auf einem der unzähligen Zeltplätzen dort und du musst die Frage nicht mehr stellen. Ich kenne die Region seit über 40 Jahren sehr gut und habe Freunde dort. Von auf dem Zeltplatz gegrillten Touris habe ich noch nie gehört.
      doch da gab es schon einige Gewittertote auf den Canpingplätzen. Die Campingplatzbetreiber machen inzwischen bei jedem angekündigten Gewitter Aushänge und Durchsagen, wonach man im Auto oder Waschhaus bleiben sollte.

      Trotzdem ist die Senke auf der meerabgewandten Seite der Düne deutlich geschützter und sicherer.

      Mus Anmerkungen zum geschützten und sehr empfindlichen Ökosystem Düne, sind natürlich zu 100 % richtig.

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      • Gyttja
        Gerne im Forum
        • 17.04.2014
        • 67

        • Meine Reisen

        AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

        Diese Ansagen auf den Campingplätzen sind ernst zu nehmen. Bei Gewitter/Sturm kommen die unreifen Pinienzapfen von oben. Mein Tipp ist rechtzeitig Zelt niederlegen/abbauen, Helm aufsetzen und schnell den nächsten Baum umarmen oder ein festes Gebäude aufsuchen. Diese unreifen Pinienzapfen sind recht groß und steinhart. Durch die quasi perfekte aerodynamische Form machen die gut Geschwindigkeit und beim Aufschlag richtig was her. Die durchschlagen Zelte und machen schöne Beulen in Wohnwagen und Autos. Das habe ich dort schon 2 mal erlebt (in Conits Plage und an der Dune du Pilat) incl. Schlauchboot (kleines Zodiac) mit 5 PS Motor in der Baumkrone und einigen Toten.
        Man kann nicht immer machen, was man möchte. Manchmal kann man auch machen, was man will.

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        • blauloke

          Lebt im Forum
          • 22.08.2008
          • 6180

          • Meine Reisen

          Wie ist es, wenn ich unterwegs bin und ein Gewitter zieht auf. Macht es Sinn sich unter eine Hochspannungsleitung zu stellen? Der oberste Draht soll ein Blitzableiter sein.
          Oder stelle ich mich gleich in den Masten ohne ihn zu berühren? Schließlich ist er geerdet. Wirkt der Mast als faradayscher Käfig oder sind die Gitterabstände zu groß?

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          Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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          • ApoC

            Moderator
            Alter Hase
            • 02.04.2009
            • 2508

            • Meine Reisen

            Das ist auch keine gute Idee.

            Ja in der Regel hast Du oben einen Blitzableiter. Du holst dir aber mindestens ein andere Problem rein. Um den Bereich des Einschlags oder der Erdung bildet im Moment des Einschlags ein starkes elektrisches Feld. Man nennt das auch "Spannungstrichter". Da deine Füße an anderen Stelle stehen ist auch das elektrische Feld bzw. elektrische Potential verschieden. Du hast also zwischen deinen Füßen eine elektrische Spannung und die kann dich ebenfalls verletzen/töten. Der Effekt ist umso größer, je näher Du dem Einschlagpunkt bzw. an dem Punkt an dem der Strom in die Erde fließt bist. Ich kann das nachher mal skizzieren. Daher kommt die Regen bei Gewitter "Füße zusammen". Hast Du mal an Bahnhöfen gesehen, dass Absperrgeländer unten mit dicken Kabeln verbunden sind? Das gehört ebenfalls zu dem Effekt da man sonst einen gefeuert bekommen könnte wenn man zwei Geländer anfasst. Also: Weg von möglichen Einschlagpunkten.

            Zum Thema faradayischer Käfig. Theoretisch ist das wahrscheinlich so, zumindest teilweise. Freileitungsmasten sind jedoch relativ schlecht leitend und bei so hohen Strömen bildet sich auch am Mast eine beachtliche Potentialdifferenz (Spannung) zwischen zwei Punkten ich würde also nicht ausschließen, dass Du z.B. 180 cm über dem Boden schon eine solche Spannung gegenüber dem Boden hast, dass der Strom wieder aus dem Leiter ausweicht und den Weg über dich nimmt, sich also ein "neuer Blitz" bildet.

            Von daher... Weg von den Dingern!
            Zuletzt geändert von ApoC; 14.05.2021, 07:40.
            „Luke, auch du wirst noch entdecken, dass viele Wahrheiten, an die wir uns klammern, von unserem persönlichen Standpunkt abhängig sind.“ — Obi-Wan Kenobi

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            • Lofwyr
              Gerne im Forum
              • 05.04.2020
              • 70

              • Meine Reisen

              Zitat von ApoC Beitrag anzeigen
              Das ist auch keine gute Idee.

              Ja in der Regel hast Du oben einen Blitzableiter. Du holst dir aber mindestens ein andere Problem rein. Um den Bereich des Einschlags oder der Erdung bildet im Moment des Einschlags ein starkes elektrisches Feld. Man nennt das auch "Spannungstrichter". Da deine Füße an anderen Stelle stehen ist auch das elektrische Feld bzw. elektrische Potential verschieden. Du hast also zwischen deinen Füßen eine elektrische Spannung und die kann dich ebenfalls verletzen/töten. Der Effekt ist umso größer, je näher Du dem Einschlagpunkt bzw. an dem Punkt an dem der Strom in die Erde fließt bist. Ich kann das nachher mal skizzieren. Daher kommt die Regen bei Gewitter "Füße zusammen". Hast Du mal an Bahnhöfen gesehen, dass Absperrgeländer unten mit dicken Kabeln verbunden sind? Das gehört ebenfalls zu dem Effekt da man sonst einen gefeuert bekommen könnte wenn man zwei Geländer anfasst. Also: Weg von möglichen Einschlagpunkten.

              Zum Thema faradayischer Käfig. Theoretisch ist das wahrscheinlich so, zumindest teilweise. Freileitungsmasten sind jedoch relativ schlecht leitend und bei so hohen Strömen bildet sich auch am Mast eine beachtliche Potentialdifferenz (Spannung) zwischen zwei Punkten ich würde also nicht ausschließen, dass Du z.B. 180 cm über dem Boden schon eine solche Spannung gegenüber dem Boden hast, dass der Strom wieder aus dem Leiter ausweicht und den Weg über dich nimmt, sich also ein "neuer Blitz" bildet.

              Von daher... Weg von den Dingern!
              Gut zu wissen. Danke für die Infos.

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              • Mus
                Freak

                Vorstand
                Liebt das Forum
                • 13.08.2011
                • 12728

                • Meine Reisen

                Weg von den Dingern gilt aber nur für die Masten. Die obere (mittige) Leitung ist tatsächlich ein Blitzfangdraht (u.a.) unter dem du einen Schutzbereich hast. Nah beim Mast bleibt das Problem mit der Schrittspannung.

                Wenn man sich also genau unter diesem Draht und zwischen den Masten positioniert, ist man ziemlich gut geschützt. Trotzdem gilt dort ebenfalls: Füße zusammen und Regenschirm weg.

                Nicht geschützt ist man dagegen unter Mittelspannungsleitungen (20 kV) die häufig ohne Blitzfangdraht daher kommen.

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                • AlfBerlin
                  Alter Hase
                  • 16.09.2013
                  • 4155

                  • Meine Reisen

                  Mit Abstand unter der Leitung zwischen den Masten, wird man aber ganz gut geschützt sein, weil Leitungen und Masten als Blitzableiter fungieren.

                  Also: Ich würde mein Zelt in der Mitte zwischen zwei Masten aufbauen und ruhig schlafen.

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                  • atlinblau
                    Alter Hase
                    • 10.06.2007
                    • 2838

                    • Meine Reisen

                    Wenn ich mit Fahrrad und oder Fotoausrüstung (Stativ) unter Freileitungen bin, irritieren mich die dabei auftretenden "Berührungsspannungen".
                    Hier dazu ein Beitrag...

                    Hier drunter würde ich jedenfalls nicht zelten wollen.
                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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                    • Pinguin66
                      Gerne im Forum
                      • 30.12.2018
                      • 79

                      • Meine Reisen

                      ApoC hat das schon gut beschrieben.
                      Wen in der Nähe der Hochspannungleitung ein freies Feld ist, ist es dort ebenfalls ziemlich sicher (hinhocken, mit geschlossenen Füßen). Die Hochspannungsleitung / Masten fangen die Blitze. Mit einem gewissen Abstand zur Leitung (Erdungspunkt) reduziert sich das Problem mit der Schrittspannung erheblich.
                      Der Schutzbereich eines geraden Mastes ist 45° von der Mastspitze und > 1 m vom Mastfuß.
                      Bei einem 20 m Mast also zwischen > 1m und ca. 18 m (Körpergröße < 2 m)
                      https://www.eskp.de/naturgefahren/ri...witter-935964/
                      Zuletzt geändert von Pinguin66; 14.05.2021, 14:13. Grund: link

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                      • ApoC

                        Moderator
                        Alter Hase
                        • 02.04.2009
                        • 2508

                        • Meine Reisen

                        Zitat von Pinguin66 Beitrag anzeigen
                        Die Hochspannungsleitung / Masten fangen die Blitze. Mit einem gewissen Abstand zur Leitung reduziert sich das Problem mit der Schrittspannung erheblich.
                        Ja wobei es der Punkt ist wo der Strom in den Boden fließt. Einschlagpunkt oder eben der Mast bzw. Erder. Denke das meintest Du auch, oder?



                        „Luke, auch du wirst noch entdecken, dass viele Wahrheiten, an die wir uns klammern, von unserem persönlichen Standpunkt abhängig sind.“ — Obi-Wan Kenobi

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                        • LihofDirk
                          Freak

                          Liebt das Forum
                          • 15.02.2011
                          • 13433

                          • Meine Reisen

                          https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schrittspannung


                          mit Bild und allem

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                          • blauloke

                            Lebt im Forum
                            • 22.08.2008
                            • 6180

                            • Meine Reisen

                            Danke für die Tipps.
                            Dann also nicht in den Mast sondern etwa die Mitte zwischen zwei Masten suchen, wenn ich eure Beiträge und den Link von Pinguin66 richtig verstanden habe.
                            Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

                            Kommentar


                            • ldrunner
                              Anfänger im Forum
                              • 10.01.2019
                              • 39

                              • Meine Reisen

                              Ich hab da mal was gefunden ...
                              vde_merkblatt-camping.pdf
                              vde-infoblatt-camping.pdf
                              “The world's big and I want to have a good look at it before it gets dark.”
                              John Muir

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                              • K37
                                Anfänger im Forum
                                • 29.06.2017
                                • 11

                                • Meine Reisen

                                Moin,
                                Gewitter ist ein Thema, das mich nach meiner Paddeltour im Juni 2019 auf der Seenplatte in Meck Pomm doch sehr beschäftigt. Der Grund: 5 Nächte aufeinander folgten heftige Gewitter. Das Erste erlebten wir auf einem Biwakplatz, eigentlich perfekt hohe Bäume und Wasser nebenan. Ich muss sagen, allein wenn so ein Blitz einen halben Kilometer von einem entfernt einschlägt sieht schon mächtig beeindruckend aus. Die dritte Gewitternacht begann ca.19 Uhr und endete 4 Uhr am Folgetag. Dabei war das Gewitter um uns herum und mehrmals direkt über uns, war echt heftig. Der Standplatz war hier in sicherer Entfernung zu den hohen Bäumen am Ufer mitten auf nem Feld wohl die beste Wahl.
                                Mittlerweile erscheinen mir ja Hochspannungsleitungen als sicher, aber die braucht man erst mal. Wie schaut es wohl mit Brücken aus?
                                Was machen eigentlich die Paddler unter euch?

                                Grüße,

                                Sven

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                                • Martin206
                                  Alter Hase
                                  • 16.06.2016
                                  • 3706

                                  • Meine Reisen

                                  Grundregeln einhalten, d.h. nicht draußen rumstehen und höchsten Punkt bilden, sondern ab ins Zelt. Schlafsack, Iso(lierende)Matte drunter, kein Kontakt mit Zeltwand.
                                  Ggf. auch Zusammensitzen im stabilsten/größten Zelt (meist Baumwollzelte), das beruhigt, selbst mit Schauergeschichten von Unwettern.
                                  "Die Tatsache, dass eine Meinung weithin geteilt wird, ist noch lange kein Beweis dafür, dass sie nicht absolut absurd ist." BERTRAND RUSSELL

                                  Kommentar


                                  • Pinguin66
                                    Gerne im Forum
                                    • 30.12.2018
                                    • 79

                                    • Meine Reisen

                                    Zitat von Martin206 Beitrag anzeigen
                                    Grundregeln einhalten, d.h. nicht draußen rumstehen und höchsten Punkt bilden, sondern ab ins Zelt. Schlafsack, Iso(lierende)Matte drunter, kein Kontakt mit Zeltwand.
                                    Ggf. auch Zusammensitzen im stabilsten/größten Zelt (meist Baumwollzelte), das beruhigt, selbst mit Schauergeschichten von Unwettern.
                                    Es mag sein, das das Zelt beruhigt, aber eine Schutz, im Sinne farradayscher Käfig, ist ein normales Zelt nicht.
                                    Der Metallanteil ist einfach zu gering. Den Abstand, der zur Vermeidung von Überschlägen notwendig ist, kann man im Trekkingzelt auch nicht einhalten. Auf freier Flasche kann es sinnvoll sein, Trekkingstöcke oder Paddel senkrecht mit Abstand zum Zelt aufzustellen um höhere Punket zu schaffen.

                                    Kommentar


                                    • TanteElfriede
                                      Moderator
                                      Lebt im Forum
                                      • 15.11.2010
                                      • 5080

                                      • Meine Reisen

                                      ....die sollten aber weit weg vom Zelt stehen... lockst Du den Blitz in der Nähe Deiner Birne in den Boden dann ist das eher kontra produktiv.

                                      Hocken ist besser als Liegen. Stichwort hier wäre "Schrittspannung"

                                      Kommentar


                                      • Lobo

                                        Vorstand
                                        Moderator
                                        Lebt im Forum
                                        • 27.08.2008
                                        • 5856

                                        • Meine Reisen

                                        Ich weiß ja nicht wie du liegst, aber ich bin nicht so knöchern dass nur Kopf und Knöchel den Boden berühren wenn ich liege. Sprich wenn ich auf dem Boden liege, dann ist die "Schrittweite" eher gering.

                                        Und das Zelt schützt freilich nicht vor Blitzschlag, aber vor den sonstigen Elementen.

                                        Kommentar


                                        • Flachlandtiroler
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                                          • 14.03.2003
                                          • 24261

                                          • Meine Reisen

                                          Zitat von Pinguin66 Beitrag anzeigen
                                          Es mag sein, das das Zelt beruhigt, aber eine Schutz, im Sinne farradayscher Käfig, ist ein normales Zelt nicht.
                                          Der Metallanteil ist einfach zu gering. Den Abstand, der zur Vermeidung von Überschlägen notwendig ist, kann man im Trekkingzelt auch nicht einhalten. Auf freier Flasche kann es sinnvoll sein, Trekkingstöcke oder Paddel senkrecht mit Abstand zum Zelt aufzustellen um höhere Punket zu schaffen.
                                          Siehe Seite 1-2 in diesem Uraltfaden
                                          Ein Evergreen offensichtlich...
                                          Meine Reisen (Karte)

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