Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

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  • faule socke
    Dauerbesucher
    • 27.04.2004
    • 898

    • Meine Reisen

    AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

    Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
    Auch wenn es Dein Weltbild sprengt:

    Insofern sind deine Versuche, jetzt das Opfer verantwortlich zu machen inhaltlich eher duerftig, ueber die Moral soll jeder, der Deine Ausfuehrungen liest am Besten selber urteilen.

    P.S: fuer alle. Die Dame stammte aus einem Ortsteil von Bad Duerkheim, zwar kein Rinderzuchtgebiet aber definitive keine Grossstadt sondern laendlicher Raum. also bitte keine Verschwoerung von Grossstaedtern gegen Bauern wittern.
    OT: geht´s noch etwas mehr von oben herab? das ist mansplaining, selbst wenn es "die richtigen" machen ;).
    und dann wurde schon wieder die moralkeule ausgepackt. ist zwar modern und zeitgeistig, aber allen gefallen muss das deshalb noch lange nicht.

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    • simurgh
      Fuchs
      • 02.11.2011
      • 1753

      • Meine Reisen

      AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

      Zitat von reinergeorg Beitrag anzeigen
      Wer sorglos in der Natur unterwegs ist, muss - wie jeder andere, aber eben noch mehr - mit den Folgen klar kommen können.
      Ein zitierenswerter Ausspruch. Ich möchte noch mein letztes Hemd verwetten, daß die Tiere natürlich eingezäunt waren. Wer auf einem Weg/Straße sowas überschreitet, sollte mal nach rechts oder links schauen und dahinter auch mit Kühen rechnen. Die "Ver-Hundelung" auch dieser Lebensräume hat ein tragisches Opfer gefordert. Das ist zwar zu bedauern, aber ich wünsche dem Landwirt einen guten Anwalt für die 2. Instanz, der nicht Ursache und Wirkung verkehrt.

      Tiere sind nicht "unberechenbar"! Sie fordern aber Respekt und ständige Aufmerksamkeit, wenn man "ihr Reich" betritt.

      Wenn ein Unfall mit Kühen passiert, hat man zumindest eine "Teilschuld". Die Anführungszeichen stehen für das Restrisiko, das jeder bereit sein sollte auch selbst zu tragen. Bei mir war's auch schon paar mal mehr als brenzlich ... Berufsrisiko!
      >> Ich suchte Berge und fand Menschen <<

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      • entropie
        Fuchs
        • 09.07.2010
        • 2361

        • Meine Reisen

        AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

        Zitat von faule socke Beitrag anzeigen
        OT: geht´s noch etwas mehr von oben herab? das ist mansplaining, selbst wenn es "die richtigen" machen ;).

        Jetzt gehts wohl los? LihofDirk hat noch wesentlich nettere worte als ich gefunden. Herablassend war es, wie vorher mit halbwahrheiten jongliert wurde und das opfer (bestenfalls) als unerfahren dargestellt wurde.


        Tiere sind nicht "unberechenbar"! Sie fordern aber Respekt und ständige Aufmerksamkeit, wenn man "ihr Reich" betritt.
        Doch sind sie. Zumindest kann niemand alle faktoren die eine rolle spielen könnten mit einbeziehen.
        Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
        -- Oscar Wilde

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        • simurgh
          Fuchs
          • 02.11.2011
          • 1753

          • Meine Reisen

          AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

          Zitat von entropie Beitrag anzeigen
          Doch sind sie. Zumindest kann niemand alle faktoren die eine rolle spielen könnten mit einbeziehen.
          Du kennst Dich mit dem Wesen von Rindern aus? Ja?
          >> Ich suchte Berge und fand Menschen <<

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          • entropie
            Fuchs
            • 09.07.2010
            • 2361

            • Meine Reisen

            AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

            Ich habe mich schonmal auf weiden mit rindern bewegt. Ansonsten hab ich recht viel mit hunden zu tun.

            Als extrembeispiel; hast du ne kuh mit nem tumor oder sonstirgendwelchen krankheiten, will ich sehen wie du irgendwas 100% berechnest.
            Es gibt niemals 100% sicherheit im umgang mit tieren.
            Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
            -- Oscar Wilde

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            • simurgh
              Fuchs
              • 02.11.2011
              • 1753

              • Meine Reisen

              AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

              Wie kompliziert ist der Weg in die Natur?

              Stoff für eine Neuverfilmung der "Piefke-Saga"...
              >> Ich suchte Berge und fand Menschen <<

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              • simurgh
                Fuchs
                • 02.11.2011
                • 1753

                • Meine Reisen

                AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                Zitat von entropie Beitrag anzeigen
                Es gibt niemals 100% sicherheit im umgang mit tieren.
                Ich habe doch nur die "100% Unberechenbarkeit" negiert. So what?
                >> Ich suchte Berge und fand Menschen <<

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                • entropie
                  Fuchs
                  • 09.07.2010
                  • 2361

                  • Meine Reisen

                  AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                  Das hat aber niemand so geschrieben, das drehst du nur gerade so. Abgesehen davon, kann ich das auch. Alles was nicht 100% berechenbar ist, ist unberechenbar. Ganz einfach. Ich fand ditschies post super, mal wieder.
                  Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
                  -- Oscar Wilde

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                  • simurgh
                    Fuchs
                    • 02.11.2011
                    • 1753

                    • Meine Reisen

                    AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                    Zitat von entropie Beitrag anzeigen
                    Alles was nicht 100% berechenbar ist, ist unberechenbar. Ganz einfach.
                    OT: So "einfach" ist aber nicht jedermanns Welt. Zum Glück!
                    >> Ich suchte Berge und fand Menschen <<

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                    • StevePeacewalker
                      Erfahren
                      • 26.06.2011
                      • 247

                      • Meine Reisen

                      AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                      Zitat von simurgh Beitrag anzeigen
                      aber ich wünsche dem Landwirt einen guten Anwalt für die 2. Instanz, der nicht Ursache und Wirkung verkehrt.

                      Wenn ein Unfall mit Kühen passiert, hat man zumindest eine "Teilschuld". Die Anführungszeichen stehen für das Restrisiko, das jeder bereit sein sollte auch selbst zu tragen. Bei mir war's auch schon paar mal mehr als brenzlich ... Berufsrisiko!
                      So isses. Und wem es dort zu gefährlich ist, sollte seine Hunde wo anders ausführen. Kann ja nicht das Problem des Bauern sein dass Horden von Leuten durch seine Weidegründe rennen. Lächerlich wie diese Geschichte aufgeblasen wird. Solche Sachen werden immer passieren, das kann auch keine Versicherung verhindern.

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                      • LihofDirk
                        Freak

                        Liebt das Forum
                        • 15.02.2011
                        • 12795

                        • Meine Reisen

                        AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                        Zitat von StevePeacewalker Beitrag anzeigen
                        So isses. Und wem es dort zu gefährlich ist, sollte seine Hunde wo anders ausführen. Kann ja nicht das Problem des Bauern sein dass Horden von Leuten durch seine Weidegründe rennen. Lächerlich wie diese Geschichte aufgeblasen wird. Solche Sachen werden immer passieren, das kann auch keine Versicherung verhindern.


                        Tante Edit hat geloescht. Auch solche argumentfreien Assuagen sind eher Wert ignoriert zu warden.

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                        • Vegareve
                          Freak

                          Liebt das Forum
                          • 19.08.2009
                          • 13963

                          • Meine Reisen

                          AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                          Zitat von StevePeacewalker Beitrag anzeigen
                          Solche Sachen werden immer passieren, das kann auch keine Versicherung verhindern.
                          Sie dürfen aber nicht passieren. Hunde, die Menschen attackieren, werden eingeschläfert und deren Besitzer angeklagt, aber Kühne dürfen einen Menschen auf einem öffentlichen Weg zu Tode trampeln ohne Konsequenzen? Hier in der Schweiz ist das auch ein Problem, wie man in diesem Thread nachlesen kann, aber zumindest Zäune sollten als Mindestsicherheitsvorkehrung angebracht werden. Es geht ja nur um einen begrenzten Zeitraum, wenn die Kälber klein sind.
                          "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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                          • Piefke
                            Erfahren
                            • 18.05.2016
                            • 166

                            • Meine Reisen

                            AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                            Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
                            Sie dürfen aber nicht passieren. Hunde, die Menschen attackieren, werden eingeschläfert und deren Besitzer angeklagt, aber Kühne dürfen einen Menschen auf einem öffentlichen Weg zu Tode trampeln ohne Konsequenzen? Hier in der Schweiz ist das auch ein Problem, wie man in diesem Thread nachlesen kann, aber zumindest Zäune sollten als Mindestsicherheitsvorkehrung angebracht werden. Es geht ja nur um einen begrenzten Zeitraum, wenn die Kälber klein sind.
                            Wer nicht den Verstand hat, dass man nicht mit einem Hund durch eine Mutterkuhherde läuft, ist selbst Schuld, wenn etwas passiert. Aber für die Städter sind ja immer die "bösen" Bauern die Schuldigen!

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                            • Ziz
                              Administrator

                              Vorstand
                              Administrator
                              Lebt im Forum
                              • 02.07.2015
                              • 7106

                              • Meine Reisen

                              AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                              Zitat von Piefke Beitrag anzeigen
                              Wer nicht den Verstand hat, dass man nicht mit einem Hund durch eine Mutterkuhherde läuft, ist selbst Schuld, wenn etwas passiert. Aber für die Städter sind ja immer die "bösen" Bauern die Schuldigen!
                              Wo hast du das Feindbild denn jetzt ausgegraben?
                              Nein.

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                              • Vegareve
                                Freak

                                Liebt das Forum
                                • 19.08.2009
                                • 13963

                                • Meine Reisen

                                AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                                Das ist sehr billige Polemik. Die Frau ist auf einem ausgeschilderten Zufahrtsweg zu einer Hütte gelaufen.
                                "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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                                • reinergeorg
                                  Erfahren
                                  • 01.06.2014
                                  • 282

                                  • Meine Reisen

                                  AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                                  Hier scheint einiges aus dem Ruder zu laufen, u. a. weil die aus meiner Sicht unglückliche Pressemitteilung des Landes-gerichts Innsbruck den Sachverhalt verkürzt und damit im Ergebnis einer Betrachtung nur anhand dieser Pressemitteilung unrichtig darstellt.
                                  Die betreffende Pennisalm mit der angegebenen Gastwirtschaft erreicht man als Tourist üblicherweise vom Lift aus in 1,5 h bergauf, von der benachbarten Alm aus in 1,75 h jeweils zu Fuß. Nur zu Fuß.
                                  Eine "öffentliche Straße" in unserem Sinne gibt es dort entgegen der Angabe in der gerichtlichen Pressemitteilung nicht. Was vorhanden ist, ist ein Forstweg, der gerade für jeden öffentlichen Verkehr mit Kraftfahrzeugen durch das auch bei uns bekannte Verkehrsschild "Fahrverbot für Kraftfahrzeuge aller Art" gesperrt ist. Ausnahmen gelten für den Hüttenwirt, der neben Versorgungsfahrten im jetzigen Winter einmal täglich um 12:00 Uhr Gäste mit Jeep und angehängten Schlitten hochfahren darf, das kleine sogenannte Pennis-Shuttle im Sommer mit zweimal täglich hoch und runter und naturgemäß den Almbauer sowie den Forst.
                                  Also nix da mit Verkehrstrubel einer öffentlichen Straße. Die Alm und die Wirtschaft liegen über 1.500 m hoch im abgelegenen Seitental.
                                  Ansonsten ist eine Alm im gesamten Alpengebiet seit etwa 3.700 Jahren eine von Almbauern bewirtschaftete freie Bergweide als deren Lebensunterhalt - keine Hundeauslaufzone und, wie der DAV sowie der ÖAV richtig seit vielen Jahren warnend angeben, auch kein Streichelzoo.
                                  Touristen gibt es dort überhaupt erst seit etwa 150 Jahren, viele Touristen überhaupt erst seit den 1960-ern. Die Touris haben sich gefälligst den seit Jahrtausenden bestehenden örtlichen Gegebenheiten anzupassen und almtypische Gefahren wie Kuh-Herden und erst recht Mutterkühe mit Kälbern auf den freien Bergweiden zu beachten. Nicht Kühe sind einzuzäunen, sondern Mensch und Hund haben sich hier an die Realität anzupassen und nicht Zeter und Mordio gegen den Almbauer zu richten. Jeder Hund ist ein Abkömmling des Wolfes - der Schutzinstinkt gegen diese Räuber nicht nur bei Mutter-Kühen ausgeprägt vorhanden. Das muss jeder (!) Hundehalter wissen. Und beachten. Der gerichtsbeauftragte eine Gutachter hat auch noch eingeschätzt, dass eine Mikro-Umzäunung dort konkret nichts bringen würde, weil ein Unglück dann eben Hundert Meter weiter oben oder unten passieren kann.
                                  Nochmals: auf den Almen sind Hunde von Touristen und deren unbedarfte Halter das Problem, nicht die Kühe.
                                  Die Dame hier hat wohl weder die Kuh-Herde (= Mehrzahl einer Kuh mit jeweils 400 - 600 kg) an sich beachtet noch deren mögliches, weil arttypisches Verhalten des Mutterschutzes in ihrem leichtsinnigen Verhalten des "Nicht-im-Blick-behalten" berücksichtigt gehabt. Sonst hätte sie die zunächst langsam heranrückenden Kühe (= Mehrzahl einer Kuh) bemerken müssen, nicht nur bemerken können. Bergnatur ist was anderes als ein Auslauf im Kurpark einer beschaulichen 18.500-Einwohner-Stadt wie Bad Dürkheim. Wenn die Dame tatsächlich schon mehrfach in der Berg-Gegend dort mit den Almen und den Kühen war, hätte sie das erst recht wissen und umsetzen müssen.
                                  Und dann hätte sie eben in der konkret erkennbaren Situation ihren Hund sofort ableinen bzw. freilassen müssen - auch das ist deutliche wörtliche und tatsächlich vielfach veröffentlichte Empfehlung des DAV, des ÖAV und auch der Tourismus-verbände seit vielen Jahren schon vor diesem Unglücksfall. Auch hier in diesem Thread wie in den Post´s 16, 18, 24, 37, 42, 53 schon vor Jahren angegeben. Das Gericht hat zumindest dies auch als Sorgfaltspflichtverletzung der Dame eingeschätzt, jedoch m. E. im Ergebnis unrichtig abgewogen und gewertet. Bei sofortigem Freilassen der Hunde passiert nämlich nichts, weil der Hund davonrennt bzw. die Hunde davonrennen und die Kühe sich sofort beruhigen - im hiesigen Fall sogar dadurch konkret dokumentiert, weil nach Freiwerden des Hundes der Dame und dessen Weglaufen sofort Beruhigung der Kühe erfolgte.
                                  Und ja: wieder mal wird Einzäunung gefordert. Der Kühe. Nochmals: geht´s noch? In Tirol sind 47% der Landesfläche Almen. Es gibt nur in Tirol 24.000 km Berg- und Wanderwege. Am Donnerstag dieser Woche hat ein Bundestagsabgeordneter, der selbst Landwirt und Viehhalter ist, in der Plenarsitzung zur Wolfs-Problematik in vergleichbarem Zusammenhang von "Balkon-Biologen" gesprochen - war auf Phoenix live mitzuerleben. Man kann solche Forderungen nach Einzäunung m. M. nach auch anders formulieren: "lebensfremd" und "doktrinär". Der montägliche Volks-Eintopf lässt grüßen.

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                                  • Ditschi
                                    Freak

                                    Liebt das Forum
                                    • 20.07.2009
                                    • 10710

                                    • Meine Reisen

                                    AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                                    @ reinergeorg, nach Deinen eigenen Ausführungen führen ein Lift und ein öffentlicher Fußweg zur bewirtschafteten Hütte. Es ist unerheblich, daß der Fußweg nicht mit einem PKW befahren werden darf, denn die Dame war zu Fuß unterwegs. Und nicht verpflichtet, den Lift zu nehmen. Mehr hat auch niemand behauptet: zu Fuß auf einem öffentlichen Weg zu einer bewirtschafteten Hütte.

                                    Du hast recht, mit der Bewertung des Urteils vorsichtig zu sein. Es liegt uns zum eigenen Nachlesen ja noch nicht vor, sondern wir kennen nur die Pressemitteilung. Diese Pressemitteilungen sind in der Regel ausgewogen und zumeist genauer als andere Presseartikel, aber natürlich nicht erschöpfend.

                                    Zitat reinergeorg:
                                    Die Touris haben sich gefälligst den seit Jahrtausenden bestehenden örtlichen Gegebenheiten anzupassen und almtypische Gefahren wie Kuh-Herden und erst recht Mutterkühe mit Kälbern auf den freien Bergweiden zu beachten. Nicht Kühe sind einzuzäunen, sondern Mensch und Hund haben sich hier an die Realität anzupassen und nicht Zeter und Mordio gegen den Almbauer zu richten.
                                    ...haben sich gefälligst.... ?? Woher schöpfst Du das? Das ist Deine Meinung! Ich habe da eine andere Meinung. Die Gegend lebt von Fremdenverkehr, der massiv beworben wird. Da kommen massenhaft Touristen, die mit den Sitten , Gebräuchen und Gefahren nicht vertraut sind. Mit ihnen wird viel Geld verdient. Vielleicht mehr als mit der Almwirtschaft ? Nach meiner Meinung übernimmt man damit auch eine Pflicht, diese Touristen vor Gefahren zu schützen und sich damit auch ihnen und ihrer Ortsfremdheit anzupassen. Ganz generell und losgelöst von diesem Fall. Und wenn man dadurch von althergebrachten Sitten Abstand nehmen muß, dann ist das halt die logische Folge eines sich vollziehenden Wandels. Es kann ja nicht sein, daß durch örtliche Begenheiten Touristen ums Leben kommen und sich dort schulterzzuckend niemand hinterfragt, was man selbst dazu beigetragen hat und was man fortan ändern müßte.

                                    Zitat reinergeorg:
                                    Das Gericht hat zumindest dies auch als Sorgfaltspflichtverletzung der Dame eingeschätzt, jedoch m. E. im Ergebnis unrichtig abgewogen und gewertet.
                                    Ja, die Pressemitteilung läßt erkennen, daß das Gericht die Frage eines Mitverschuldens des Opfers gesehen hat und für vernachlässigbar gering erachtet hat. Immerhin am Ende eines langen, umfangreichen Verfahrens. Die Frage wurde also nicht übersehen. Da bist Du anderer Meinung und hast auch " m.E." geschrieben. Letzteres ist gut, denn es geht um Wertungen. Und da muß man manchmal damit leben, daß ein Gericht, das zur Entscheidung berufen ist, anders wertet als man selbst.

                                    Weiß übrigens jemand, ob das Gericht durch einen Einzelrichter entschieden hat oder durch den Dreiersenat? Weil immer von " der Richter " im Singular die Rede ist. Bei den Landesgerichten in Österreich ist die Einzelrichterentscheidung üblich. Bei Streitwerten über 100 000,- € -- und das liegt hier vor--können die Parteien aber die Senatsentscheidung beantragen. Ich habe über die Besetzung bislang nichts herausgefunden.


                                    Ditschi

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                                    • Piefke
                                      Erfahren
                                      • 18.05.2016
                                      • 166

                                      • Meine Reisen

                                      AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                                      Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
                                      Das ist sehr billige Polemik. Die Frau ist auf einem ausgeschilderten Zufahrtsweg zu einer Hütte gelaufen.
                                      Ja, sie ist mit einem Hund in der Nähe einer Kuhherde gelaufen.

                                      Sollte dieses Urteil Bestand haben, wird es weit reichende Folgen haben. Entweder man schafft die Almwirtschaft ab oder untersagt den Touristen das Betreten dieser Flächen. Ist das so gewollt?

                                      Die allgemeine Klagewut, die in Europa schon fast amerikanische Zustände annimmt, finde ich einfach nur zum K...
                                      Zuletzt geändert von Piefke; 24.02.2019, 13:04.

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                                      • Vegareve
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                                        • 19.08.2009
                                        • 13963

                                        • Meine Reisen

                                        AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                                        Wie gesagt, man kann die Mutterkühe einfach einzäunen. Ich sehe das Problem nicht, haben wir hier oft genug (Forstweg, links und rechts Weide, Zaun davor).
                                        "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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                                        • LihofDirk
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                                          Liebt das Forum
                                          • 15.02.2011
                                          • 12795

                                          • Meine Reisen

                                          AW: Kuh und Weide und Herde und Verhalten*

                                          Zitat von Piefke Beitrag anzeigen
                                          Aber für die Städter sind ja immer die "bösen" Bauern die Schuldigen!
                                          Deshalb hatte ich oben geschrieben (und wurde dafuer u.a. des mansplainings bezichtigt), dass die Dame NICHT aus einer Grossstadt kommt. wenn ich die Pressestimmen in der Lokalzeitung richtig erinnere sogar aus einer Winzerfamilie (das sind Landwirte) stammt.

                                          Soviel zu Beissreflexen und Standesverteidigungen. Es geht eben NICHT von boesen Staedtern gegen arme Bauern sondern darum, ob dort ein Landwirt seine Sorgfaltspflicht verletzt hat, wenn seine Kuehe jemand auf einem oeffentlichen Weg attackieren und toeten.

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