Time Lapse - Wie und womit?

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Gast-Avatar

    Time Lapse - Wie und womit?

    Ich habe mal mit Lightroom und LRTimelapse einige Versuche angestellt.

    Die Aufnahmen (Wolken, Landschaft usw.) erfolgten per 5 Sekunden Intervall. Das Video wurde dann mit LR/LRTimelapse gem. dem dort beschriebenen workflow durchgeführt. Ausgabe dann 1080p @ 25 FPS. Deflicker per LRTimelapse.

    Das Resultat ist ganz ok. Aber wie macht Ihr es?

    1.
    Wenn Ihr Himmel/Wolken/Nordlichter ablichten wollt, setzt Ihr dann auch das Intervall auf 5 Sekunden?

    2.
    Wie lange lasst Ihr die Kamera laufen? Bei o.g. Workflow reichen 10 Minuten für nur ein paar Sekunden Video.

    3.
    Ich finde den Workflow mit LR und LRT nicht gerade intuitiv. Gibt es etwas Besseres?

    4.
    Welche Kamera ist für sowas zu empfehlen? Eine DSLR sicher nicht, da der Verschluss dann bald kaputt sein dürfte, wenn jedes Mal ein paar 1000 Fotos pro Timelapse Session gemacht werden. Hat die HD Hero 2 einen elektronischen Verschluss, der sowas abkann? Wie sieht es mit einer Kompaktkamera a la Canon SX220 aus?

    Danke.
    Zuletzt geändert von Bergtroll; 16.06.2012, 16:21.

  • Libertist
    Fuchs
    • 11.10.2008
    • 2061

    • Meine Reisen

    #2
    AW: Time Lapse - Wie und womit?

    Habe spaßeshalber mal ein Timelapse Video probiert, ist aber nicht besonders gut geworden --> LINK

    Jedenfalls sind mir im Nachhinein viele Fehler aufgefallen; der Lerneffekt war recht groß. Die beiden wichtigsten Erkenntnisse:

    1. Bei viel Bewegung im Bild (Menschen in unmittelbarer Nähe) kürzere Intervalle nehmen. Ich habe bei den meisten Sequenzen aller 3 Sekunden ein Bild gemacht, was bei meinen Szenen deutlich zu wenig war.
    2. Graufilter benutzen. Dadurch werden die einzelnen Bilder zwar unbrauchbar, aber im Zeitraffer sieht das dann wesentlich flüssiger aus, schätze ich.

    Zu deinen Fragen:

    1. Fünf Sekunden klingt gut. Allerdings würde ich bei Nordlichtern so kurze Intervalle wie möglich wählen.

    2. Ich hab mir das ganz einfach ausgerechnet. Wie lange soll die Sequenz im Video dauern, wieviele Bilder pro Sekunde möchte ich haben und welches Aufnahme-Intervall wähle ich? Den Rest macht der Taschenrechner.

    3. Geht doch ruckzuck. Ein Bild im Raw-Konverter bearbeiten, Bearbeitung auf alle anwenden, in LRT öffnen, deflickern lassen, wieder im Raw-Konverter öffnen, als JPGs abspeichern und im Videoschnitt-Programm als Zeitraffer ausgeben lassen.

    4. Ach was, mein Verschluss schafft mindestens 150.000 Auslösungen, davon habe ich nach gut einem Jahr gerade mal 1/5 "verbraucht". Um sowas würde ich mir gar keine Gedanken machen. Aber ich fertige auch nicht andauernd solche Timelapse Videos an... Bist du etwa so davon begeistert, dass du die Wahl der Kamera davon abhängig machen willst?
    Regelmäßige Updates auf Facebook: Outventurous || Galerie und Weltkarte gibt's auf der Outventurous Webseite.

    Kommentar


    • Gast-Avatar

      #3
      AW: Time Lapse - Wie und womit?

      Danke. Hier habe ich inzwischen auch noch brauchbare Tips (inkl. Zeitempfehlungen) gefunden:

      http://www.youtube.com/watch?v=W4SzZ...eature=related

      http://www.youtube.com/watch?v=U_MG_...watch_response

      Kommentar


      • Echnathon
        Fuchs
        • 20.02.2012
        • 1270

        • Meine Reisen

        #4
        AW: Time Lapse - Wie und womit?

        Bei ziehenden Wolken nehme ich immer 3 Sekunden.

        Und um den Verschluss mache ICH mir keine Gedanken. Ich nehme an, dass der sowieso länger hält als ich die Kamera nutze.

        Kommentar


        • Komtur
          Alter Hase
          • 19.07.2007
          • 2812

          • Meine Reisen

          #5
          AW: Time Lapse - Wie und womit?

          Der Verschluss einiger DSLR-Kameras hält sicherlich länger ... ist aber mein Verkauf oftmals ein wichtiges Kriterium.
          Eine 5D mit 40.000 Auslösungen wird man erheblich schwerer verkaufen können als eine mit 15.000, auch wenn der Verschluss nur 1/3 seiner theoretischen Lebensdauer erreicht hat.


          Für Timelaps-Aufnahmen verwende ich immer eine Panasonic SD707. Ist eine Full-HD-Videokamera und sie hat die Funktion bereits eingebaut. Auch wird dabei automatisch ein Film daraus erstellt. Also nicht erst mit einer zusätzlichen Software verkleinern und zusammenbasteln der Einzelfotos.
          Ich würde mal davon ausgehen, dass auch andere Videokameras zumindest von Panasonic dies können. Einfach mal in die Technischen Daten schauen.
          Gebraucht gibt es die Kameras sicherlich auch recht günstig und so muss man keine DSLR dafür verwenden.

          .
          Der Sinn des Reisens ist, an ein Ziel zu kommen, der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein.

          Kommentar


          • morit.z
            Dauerbesucher
            • 16.03.2009
            • 647

            • Meine Reisen

            #6
            AW: Time Lapse - Wie und womit?

            Mein Senf dazu:

            1. Ich würde die Intervallzeit davon abhängig machen was man aufnimmt. Menschen und (schnellziehende) Wolken 2-3 Sekunden. Bei Sternenhimmel odr Nordlichtern einfach so schnell wie es geht
            Als grobe Faustregel auch nicht verkehrt: 180° Verschluss http://en.wikipedia.org/wiki/Rotary_disc_shutter Entspricht in etwa dem was Libertist mit dem Graufilter schon angesprochen hat.

            2. Würde auch von dem gewünschten Resultat ausgehen und dann zurückrechnen.

            3. Bei kurzen bzw. unaufwändigen Sequenzen (z.B. 10 Minuten Wolken) komplett manuell und mit Offenblende (bzw. bei Canon Blende arretieren) fotografieren, dann kann man sich das Deflickern meistens sparen. Bulb Ramping kann bei längeren Sequenzen auch das Deflickern überflüssig machen. Ansonsten ist LRT schon nicht schlecht.
            Für Quick and Dirty Sachen aus Jpegs nehme ich meistens VirtualDub.

            4. Die Hero 2 müsste einen elektronischen Verschluss haben, dafür ist man dann aber in den Möglichkeiten sehr begrenzt (feste Brennweite(n), kein RAW, kein manueller WB, keine Kontrolle über Aufnahmeparameter,..).
            Ansonten würde ich mir um den Verschluss nicht zu viele Gedanken machen, die Kamera ist schließlich ein Werkzeug. Wenn Du öfters Zeitraffer machst, ist vielleicht ein Zweitbody zum "verfeuern" eine Lösung (muss ja kein neues Topmodell sein).
            Bilder.

            Kommentar


            • sigggi
              Dauerbesucher
              • 22.04.2011
              • 553

              • Meine Reisen

              #7
              AW: Time Lapse - Wie und womit?

              Ich nehme dafür eine Canon Billigknipse. Hauptsache sie ist CHDK-fähig.
              Meine Spiegelreflex wäre mir dazu zu schade.
              Hier mal ein Video von einer Canon Powershot 450 die ich für 8,5 Euro geschossen habe.
              Die Videos erstelle ich mit VideoPad - ein super einfaches und ausreichendes Videoprogramm.
              Zuletzt geändert von sigggi; 27.06.2012, 23:04.

              Kommentar


              • MarkusA
                Erfahren
                • 10.01.2007
                • 283

                • Meine Reisen

                #8
                AW: Time Lapse - Wie und womit?

                Hallo Moritz,

                Wie meinst das mit "Sternenhimmel odr Nordlichtern einfach so schnell wie es geht"?

                Der Link funktioniert bei mir nicht und ich habe auch keine Ahnung was du damit meinst. Kannst das vl nochmals erklären, so dass auch wir es verstehen?

                Warum soll man mit Offenblende fotografieren?


                Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
                Mein Senf dazu:

                1. Ich würde die Intervallzeit davon abhängig machen was man aufnimmt. Menschen und (schnellziehende) Wolken 2-3 Sekunden. Bei Sternenhimmel odr Nordlichtern einfach so schnell wie es geht
                Als grobe Faustregel auch nicht verkehrt: 180° Verschluss http://en.wikipedia.org/wiki/Rotary_disc_shutter Entspricht in etwa dem was Libertist mit dem Graufilter schon angesprochen hat.

                2. Würde auch von dem gewünschten Resultat ausgehen und dann zurückrechnen.

                3. Bei kurzen bzw. unaufwändigen Sequenzen (z.B. 10 Minuten Wolken) komplett manuell und mit Offenblende (bzw. bei Canon Blende arretieren) fotografieren, dann kann man sich das Deflickern meistens sparen. Bulb Ramping kann bei längeren Sequenzen auch das Deflickern überflüssig machen. Ansonsten ist LRT schon nicht schlecht.
                Für Quick and Dirty Sachen aus Jpegs nehme ich meistens VirtualDub.

                4. Die Hero 2 müsste einen elektronischen Verschluss haben, dafür ist man dann aber in den Möglichkeiten sehr begrenzt (feste Brennweite(n), kein RAW, kein manueller WB, keine Kontrolle über Aufnahmeparameter,..).
                Ansonten würde ich mir um den Verschluss nicht zu viele Gedanken machen, die Kamera ist schließlich ein Werkzeug. Wenn Du öfters Zeitraffer machst, ist vielleicht ein Zweitbody zum "verfeuern" eine Lösung (muss ja kein neues Topmodell sein).

                Kommentar


                • morit.z
                  Dauerbesucher
                  • 16.03.2009
                  • 647

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: Time Lapse - Wie und womit?

                  Sorry, ich bin nur noch sporadisch hier im Forum unterwegs, aber vielleicht nutzt ja eine um zwei Monate verspätete Antowrt trotzdem noch jemandem (und im Zweifelsfall ne PN schicken, dann werd ich per E-Mail informiert)

                  - 180° Verschluss: Bedeutet, dass die Belichtungszeit genauso lang ist wie die Zeit zwischen den einzelnen Aufnahmen. Führt in vielen Fällen zu einer ausgeglichenen Bewegungsunschärfe. Vielleicht klappt der Link ja so: http://en.wikipedia.org/wiki/Rotary_disc_shutter

                  - Bei Sternenhimmel, wo man häufig Verschlusszeiten von 20-30 Sekunden hat, würde ich mir um die 180° Verschluss weniger Gedanken machen, sondern eher Versuchen so viele Bilder wie möglich zu bekommen (im Zweifelsfall kann man dann immer noch jedes zweite Bild weglassen). Auch wenn es im Gegensatz zu den 180° steht (man sollte die Regeln schließlich auch nicht zu ernst nehmen und selber ein bisschen ausprobieren was einem am ehesten zusagt ): Bei mehr Bildern als eigentlich nötig wären, lässt sich Flickern leichter vermeiden (i.d.R. durch Bilder die anders belichtet sind, als das Vorhergehende und das Nachfolgende). Als Beispiel: ich will 7 Sekunden fertiges Video vom Sternenhimmel, also brauche ich 7*25=175 Bilder. Um Flickern zu vermeiden, würde ich versuchen das zu verdoppeln --> 350 Bilder. Würde ich jetzt nach jedem Bild 30 Sekunen warten, käme ich auf 350 Minuten insgesamt, also knapp 6 Stunden. Je nachdem wo man sich aufhält, kann die Nacht da schon fast zu kurz sein.
                  Und wie gesagt: es handelt sich eher um grobe Orientierungshilfen, die den Anfang etwas erleichtern. Der eigenen Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

                  - Offenblende ist nicht generell angebracht. Bei kurzen Zeitraffern, die man im Manuellen Modus macht (bzw. machen kann, weil sich die Lichtsituation nicht so schnell ändert), vermeidet man zwar das Flickern dass durch unterschiedliche Belichtungszeiten (z.B. im Av-Modus) entsteht, aber man kann trotzdem noch "Blendenflicker" kriegen. Das bedeuet, dass sich die Bilder trotz identischer Aufnahmeparameter in ihrer Helligkeit unterscheiden können (nicht sehr viel, aber im fertigen Film kann es auffallen), weil sich die Blende nicht immer exakt gleich weit schließt. Das kann man umgehen, wenn man die Blende einfach offen lässt oder bei Canons die Blende arretiert (Blende wählen, Abblendtaste drücken und Objektiv gleichzeitig ein wenig lösen).

                  Hoffe das hilft weiter.

                  Viele Grüße, Moritz
                  Bilder.

                  Kommentar

                  Lädt...
                  X