24/7 draußen mit Einjährigem

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  • Nitsrek
    Erfahren
    • 30.07.2006
    • 163

    • Meine Reisen

    24/7 draußen mit Einjährigem

    Hallo zusammen,

    wir sind im Oktober/Anfang November für einige Zeit 24/7 draußen (Auto/Zelt). Wir Erwachsenen sind das gewohnt, das Zwergenkind kennt das zu dieser Jahreszeit nicht, da er da erst ein Jahr alt sein wird

    Ich frage mich nun, ob es für Babys DAS non-plus-Ultra gibt? Oder wie üblich zwiebelprinzip mit möglichst viel wolle/Seide oder pure Wolle?
    Aber was drüber ziehen? Der Kleine krabbelt und ich glaube nicht, dass er bis dahin stabil läuft. Wenn er da einen Wollwalk-Anzug anhat und krabbelt ist er doch innerhalb kürzester Zeit hinüber, oder nicht?

    Was für Schuhe? Vor diesem Thema habe ich echt Respekt. Ich hab selbst schwierige Schuh-Füße und hab überhaupt keine Idee wie wir herausfinden ob die Schuhe nicht nur passen - im Sinne von zu groß/zu klein - sondern auch gut für den Fuß sind.
    Derzeit ist er ein absolutes Barfußkind, hat aber so Lederschuhe von Alana (die er aber nicht anhat :mrgreen: )

    Bezüglich Regenklamotte muss ich mich auch noch schlau machen. Bisher wurde er einfach immer getragen, aber sein Bewegungsdrang nimmt logischerweise deutlich zu.

    Am liebsten hätte ich ihn bei mir im Schlafsack, da ich bei einem eigenen Schlafsack ständig das Gefühl habe die Temperatur kontrollieren zu müssen. Was findet ihr da praktisch?

    Ich gehe so von Temperaturen so um die 5 Grad nachts und 15 Grad tagsüber aus.

    Schwarmwissen gefragt!

  • rumpelstil
    Fuchs
    • 12.05.2013
    • 2302

    • Meine Reisen

    #2
    AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

    Jedes Kind ist anders...

    Erfahrungen einsammeln und flexibel bleiben, wie du es zu planen scheinst, hilft vermutlich am meisten.

    Meine Erfahrung: Super wichtig ist, Schlafroutine zu etablieren. Dh. wo, wie und etwa zu welchen Zeiten kann das Kind schlafen.
    Damit meine ich rein logistische Themen:
    Als meine Kinder ganz klein waren, fand ich es nachts, wenn es kalt wurde, ideal unsere (Eltern) Schlafsäcke zu koppeln und das Kind mit darin unterzubringen.
    Aber: Im Herbst kann es kalt werden und ich nehme mal an, das Kind wird früher als die Eltern schlafen. Was macht ihr dann? Wie und worin soll/kann das Kind einschlafen? Ist dazulegen eine Option? Will man als Eltern sich ev. auch früh hinlegen, dafür vielleicht noch lesen? (-> das Kind muss bei Beleuchtung und wachen Eltern neben sich einschlafen können).
    Falls das Kind alleine einschläft: Wo halten sich die Eltern in der Zeit auf, z.B. bei Regenwetter? Wacht das Kind auf, wenn ihr euch hinlegt?
    Das Schlafverhalten würde ich ausprobieren und ev einüben (meine Kinder mussten zB von Geburt an auch bei Helligkeit einschlafen können, ich habe nie verdunkelt, damit das auch beim zelten geht. Ist im Okt/Nov nicht so das Thema)

    Kleidung: Wollwalkanzug klint chic, ist sicher gut für drunter (wenn das Kind Wolle verträgt), aber drüber unbedingt Matschhose/-overall. Meiner Meinung nach unabdingbar.
    Ich habe meinen Kindern so "Stiefelchen" aus Leder genäht im Krabbelalter bei kühlem Mistwetter. Mit Ledersohle wie diese Schlupfschuhe ("Lauflernschuhe"). Die Lederdinger recht hoch bis zur Wade hinauf mit Klettverschluss, damit man sie unter die Matschhose schieben und mit dem Gummiband derselben einigermassen befestigen kann.
    Wollsocken drunter, die sich allerdings oft auch auf erstaunliche Weise innerhalb der Schuhe von den Füssen verabschieden.
    Selbige Stiefelchen kann man auch aus Lammfell nähen, wenn es kälter wird. Bevor sie sicher laufen, würde ich eher nichts mit fester Sohle anziehen, weil es beim krabbeln unpraktisch ist (in Kraxe/Wagen etc. natürlich ok)

    Es gibt Kinder, die mit einem Jahr schon laufen, meine gehörten bei weiterm nicht dazu.
    Meiner Meinung nach ist krabbeln/sonst bewegen super wichtig und gut, deswegen halte ich nichts davon, ein Kind in dem Alter ständig (!) herunzutragen oder täglich stundenlang im Fahrradanhänger/Kraxe/Autositz stillzulegen. Entsprechend würde ich an eurer Stelle die Kleidung eher für "dreckigen Boden" planen. Und Waschmöglichkeiten einplanen...

    Meiner Meinung nach ist das "intensive Krabbelalter" das unpraktischste Kinderalter, um bei Mistwetter/Kälte viel Zeit draussen/im Zelt zu verbringen. Das Kind steckt ständig in Regenklamotte und schiebt sich Erde in den Mund. Es kann leicht passieren, dass es ihm ständig zu heiss oder zu kalt ist. Wickeln ist immer ein Aufriss.
    Wenn, dann würde ich versuchen, einigermassen stationär mit einem grossen Zelt zu sein (hier finde ich für einmal z.B. ein grosses "Tipi" cool).

    Was ist den eure Intention für die Zeit, wollt ihr herumreisen, was anschauen, oder einfach "draussen leben"? Und welche Gegend so grob?

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    • Mus
      Freak

      Vorstand
      Liebt das Forum
      • 13.08.2011
      • 12408

      • Meine Reisen

      #3
      AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

      Wichtigstes Kleidungsstück dürfte in dem Fall eine Matschehose+Jacke sein bzw. gleich einen Matscheanzug (Overall). Nimm einen, der weit genug ist, dass man auch mit mehreren Schichten gut reinkommt und robuster Stoff.
      Wenn der Zwerg eh noch nicht läuft, sondern krabbelt, dann schau, dass du die passenden Matschesocken dazu bekommst. Entweder mit doppeltem Gummi oder ggf. zum Anknöpfen am Anzug, damit sie nicht verloren gehen.

      Für untendrunter nimm verschiedene bequeme Leggings/Jogginhosen und Langamshirts/Jacken mit. Eng anliegend ist nicht verkehrt, damit man gut in den Anzug reinkommt. In diesem Fall wäre ich mit Baumwolle etwas sparsam, weil die einmal nass nicht gut trocknet und nicht mehr wärmt. Wolle/Seide für die unterste Schicht ist nicht verkehrt, ggf. auch einfach Skiunterwäsche. Obendrüber was dickeres. Fleece oder halt auch wieder Wolle. Auf jeden Fall mehrere Garnituren in verschiedenen Ausführungen, damit immer noch etwas trocken oder zumindest wärmend ist und ihr immer je nach Situation kombinieren könnt.
      Was sich für uns für untendrunter als perfekt erwiesen hat, waren die Ullfrottee/Woolpowerklamotten. Die trocken in einigermaßen guter Geschwindigkeit, kratzen selbst bei Kindern mit empfindlicher Haut kein bisschen und dürfen sowohl in die Waschmaschine als auch zur Not in den Trockner.

      Wegen des Schlafsacks könnstest du dir ja mit dem Zwerg einen Doppelschlafsack teilen, wenn ihr das von zu Hause her so gewohnt seit, in einem Bett zu schlafen. Ich hatte meinen Zwerg im ersten Jahr auch bei mir im Schlafsack, wobei ich das so kombiniert habe:
      Einen dünnen Sommerschlafsack mit einem etwas dickeren drei Jahreszeiten Schlafsack. Der Zwerg hatte außerdem seinen normalen Babyschlafsack von zu Hause und je nach Temperatur darunter noch eine Fleecejacke und ein Mütze auf dem Kopf. Jenachdem hab ich in der warmen Hälfte gelegen und eventuell sogar den Reißverschluss aufgemacht und den Zwerg halb aufgedeckt, wenn es mir zu warm erschien oder wir haben beide auf dem dünnen Sack gelegen und den dicken nach oben gedreht (Kapuze auf meiner Seite) oder umgekehrt oder wie es halt sonst so gerade gut war.

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      • Mus
        Freak

        Vorstand
        Liebt das Forum
        • 13.08.2011
        • 12408

        • Meine Reisen

        #4
        AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

        Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
        Meiner Meinung nach ist das "intensive Krabbelalter" das unpraktischste Kinderalter, um bei Mistwetter/Kälte viel Zeit draussen/im Zelt zu verbringen. Das Kind steckt ständig in Regenklamotte und schiebt sich Erde in den Mund. Es kann leicht passieren, dass es ihm ständig zu heiss oder zu kalt ist. Wickeln ist immer ein Aufriss.
        Da hat rumpelstil wirklich recht.
        Auch wenn man gegen Kälte und Nässe einiges tun kann, ist es für die Zwerge nicht so angenehm sich immer nur so dick eingepackt bewegen zu können. Aber wenn ihr nicht völlig in der Pampa seid und ein Auto dabei habt, könnt ihr auch gelegentlich Abhilfe schaffen.
        Museen sind übrigens hervorragende Einrichtungen für solche Familien. Vorallem wenn sie breite Treppen mit abgerundeten Stufen haben (alte Gebäude). Werktags vormittags stört ihr niemanden und je langweiliger das Thema, um so besser, denn um so weniger ist los. Das kann so manchen verregneten Tag retten.
        Ansonsten ist ein gelegentlicher Hallenbadbesuch eine gute Gelegenheit für das Kind sich frei bewegen zu können. Alle wärmen sich auf und richtig sauber ist man danach auch wieder. Also vergesst nicht die Badeklamotten und so ein Kapuzen-Cape-Handtuch für den Zwerg (kann man auch leicht selbst nähen aus so einem dünnen Mikrofaserhandtuch).
        Mit dem nötigen Fingerspitzengefühl kann man auch mal eine Kirche zum trockenen Krabbeln nützen, wenn halt grade niemand dort ist, den man stören könnte, katholische haben unter der Woche tendenziell eher geöffnet als evangelische.
        Und dann wären in größeren Orten noch Bibliotheken und falls die geschlossen haben Rathäuser und andere öffentliche Gebäude. Bis man da alle Gänge mit suchendem Blick abgelaufen/durchgekrabbelt ist, ist auch schon wieder der halbe Vormittag vorbei.

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        • Buck Mod.93

          Lebt im Forum
          • 21.01.2008
          • 8827

          • Meine Reisen

          #5
          AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

          Zitat von Nitsrek Beitrag anzeigen

          ...das Zwergenkind...
          Nenn ihn einfach nicht „das Zwergenkind“. Das macht es ihm draußen schon um einiges leichter.
          Les Flics Sont Sympathique

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          • Vegareve
            Freak

            Liebt das Forum
            • 19.08.2009
            • 13981

            • Meine Reisen

            #6
            AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

            Es gibt so Matschsaloppetten zum drüber ziehen mit integrierten Socken, denn Schuhe in dem Alter sind nicht so drin (höchstens diese Lederpatschen zum krabbeln indoor). Und grosses Zelt wo er auch drin krabbeln kann.

            Thema Schlafsack ist schwierig, habe ich in meinem Thread/Reisebericht auch debattiert.
            "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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            • codenascher

              Alter Hase
              • 30.06.2009
              • 4280

              • Meine Reisen

              #7
              AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

              Wolle, Wolle/ Seide drunter, Wollwalk in X Schichten in der Mitte, Matschhose/ Overall drüber. An den Füßen beim nicht laufenden Wurschtel kann man auch wunderbar Überziehschuhe über die Füße ziehen. Auch hier wieder in verschiedenen Schichten: selbstgestrickte Socken, Wollwalk Schuhe und dann noch Regen-Überschuhe.

              Wolldecke zusätzlich zum Daunenschlafsack der Eltern als Decke. Mir reicht beim genannten Temperaturbereich nen 260er Longsleeve drunter und dann der geöffnete Schlafsack drüber.

              Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

              meine Weltkarte

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              • Mus
                Freak

                Vorstand
                Liebt das Forum
                • 13.08.2011
                • 12408

                • Meine Reisen

                #8
                AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                OT:
                Zitat von Buck Mod.93 Beitrag anzeigen
                Nenn ihn einfach nicht „das Zwergenkind“. Das macht es ihm draußen schon um einiges leichter.

                Ganz im Gegensatz dazu, wenn ich hier den echten Namen nennen würde, hat mein Zwerg überhaupt keine Probleme damit, im ODS "Zwerg" genannt zu werden. Und sei versichert, wenn es ein Problem wäre ich würde es erfahren, sehr schnell, sehr nachdrücklich und mit ausführlicher Begründung
                Welche Art Problem sollte es also einem Einjährigen bereiten? Man nennt ihn ja nicht im echten Leben so, sondern des Datenschutz wegen.

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                • Nitsrek
                  Erfahren
                  • 30.07.2006
                  • 163

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                  Zitat von Mus Beitrag anzeigen
                  OT:

                  Ganz im Gegensatz dazu, wenn ich hier den echten Namen nennen würde, hat mein Zwerg überhaupt keine Probleme damit, im ODS "Zwerg" genannt zu werden. Und sei versichert, wenn es ein Problem wäre ich würde es erfahren, sehr schnell, sehr nachdrücklich und mit ausführlicher Begründung
                  Welche Art Problem sollte es also einem Einjährigen bereiten? Man nennt ihn ja nicht im echten Leben so, sondern des Datenschutz wegen.
                  OT: Riiiichtig!

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                  • Nitsrek
                    Erfahren
                    • 30.07.2006
                    • 163

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                    Danke euch für eure Antworrten!

                    Tja, ich geb euch völlig recht: weder die Reisezeit noch das Alter sind so pralle. Aber mein Männe hat da Elternzeit und da ich aus verschiedenen Gründen nicht wie geplant im November in den Job zurückkehre haben wir nun eine Elternzeit zu dritt.
                    Verschieben geht nicht wirklich, als nutzen wir sie so.

                    Wir bleiben wohl in Deutschland und neben 24/7-Tagen draußen könnten wir noch Verwandtschaftsbesuche ‚abhaken.‘. Ich freue mich da auch drauf, das Zwergenkind (!) braucht das alles nicht - der wäre mindestens genauso glücklich zu Hause mit uns zweien. Aber auch glückliche Eltern sind nicht unwichtig und deshalb wird’s ein Kompromiss zwischen drinnen/stationär und draußen/stellplatzwechselnd.

                    Museen und Schwimmbad sind eine gute Idee, danke für die Erinnerung!

                    @Schuhe: prima, dann kann ich das Thema ‚festes Schuhwerk‘ ja noch rausschieben. Nach Matschsalopetten (gibts das Wort wirklich?) schaue ich; Wollsocken gibts dank strickwütiger Verwandtschaft in Hülle und Fülle. Selber nähen...öhm...müsste ich mir anschauen. Braucht man feste Schuhe sobald ein Kind läuft? Meins muss einfach in Mokassins groß werden...

                    @Bewegung: wer weiß, was in zwei Monaten so ist... momentan rennt er am Sofa und an den Wänden entlang. Sehr süß! So oder so soll/kann/will der Kleine aber nicht stundenrund irgendwo festgeschnallt sitzen: weder KiWa noch Auto. Aber ganz ehrlich: bis weiß-der-Kuckuck-wann wollen Kinder sich doch viel bewegen und Gewohnheit/Routine/Bekanntes brauchen Kinder einfach auch lange.
                    Da müssen wir so oder so eine passende Urlaubsformein finden. Und zwei Hunde haben wir auch noch zu versorgen

                    Ab wann fandet ihr (bzw. subjektiv eure Kinder) Reisen mit Kindern sinnvoll?


                    @Schlafen: Baby schläft überall wo wir sind und wenn es müde ist. Ich sehe ihn eigentlich nicht im Zeit wenn wir draußen sind. Entweder mit ins Zelt oder Baby mit uns draußen. Wir haben aber auch ein sehr entspanntes fröhliches Zwergenkind - zumindest hier zuhause. Wie es unterwegs wird werden wir sehen und dann eben anpassen.

                    @Behausung: wird dann wohl doch eine Mischung aus ‚schnell mal schlafen im Dachzelt‘, für länger im Keron aufm Zeltplatz und Haus-Zeiten bei Freunden und Familie. Mööööp, das klingt blöd unruhig und gar nicht so Natur-Familienzeit-mäßig wie ich das dachte...

                    Mann, wieso ist es im November nicht angenehm warm und trocken!?

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                    • Mus
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                      Liebt das Forum
                      • 13.08.2011
                      • 12408

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                      Zitat von Nitsrek Beitrag anzeigen
                      Ab wann fandet ihr (bzw. subjektiv eure Kinder) Reisen mit Kindern sinnvoll?
                      Ich fande es ehrlich gesagt sogar einfacher mit Baby/Kleinkind loszuziehen, als heute mit einem Pubertier, von daher nutzt die Zeit
                      Wenn sie klein sind, kann es nervig sein, weil sie schlecht schlafen, immer in jedes Dreckloch hüpfen müssen (und man ja keine Waschmaschine parat hat) und alles in den Mund stecken, aber es muss nicht. War bei uns ein riesen Unterschied von Kind zu Kind. Mit dem einen waren auch im Krabbelalter verregnete, kalte dreieinhalb Wochen im Sommer kein Problem, mit dem anderen ist es bis heute noch nicht wirklich ein Vergnügen - sollten wir deshalb zu Hause bleiben bis es auszieht?

                      Erst plärren sie nachts den Zeltplatz zusammen, dann stecken sie alles in den Mund, dann rennen sie weg, vorzugsweise auf die Straße, dann pinkeln sie Tags in die Bux und nachts in den Schlafsack - natürlich immer genau dann wenn es grad drei Tage dauerregnet und obwohl das seit ewig nicht mehr passiert ist, dann vermissen sie die Spielkameraden, zicken weil es kein richtiges Klo gibt und vor Allem kein WLAN
                      Dafür wird aber erstmal jeder Mistkäfer und jeder Tümpel zum Event. (Später ist dann dafür jede noch so tolle Aussicht nicht halb so spannend wie paar Zoll Bildschirm )

                      Wenn man also das Kind einigermaßen kennt, wenn man akzeptiert hat, dass es nicht exakt so wird wie vorher, wennman flexibel genug ist um die Bedürfnisse aller immer neu aufeinander abzustimmen, wenn man einen Plan B hat oder notfalls auch heimfahren kann, dann sollte man losziehen.
                      Wenn man warten will, bis es keinen Hinderungsgrund mehr gibt, sitzt man sonst ewig daheim.

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                      • Vegareve
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                        • 19.08.2009
                        • 13981

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                        Zitat von Nitsrek Beitrag anzeigen
                        Nach Matschsalopetten (gibts das Wort wirklich?) schaue ich;
                        Ich habe die BMS Babybuddy Softskin Matschhose gekauft, wurde noch nicht eingesetzt, macht aber einen sehr guten Eindruck.

                        November in Deutschland würde ich mir, ehrlich gesagt, nicht antun, fahrt doch mal in den Süden. Kraxe für Wanderungen ist vorhanden?
                        "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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                        • rumpelstil
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                          • 12.05.2013
                          • 2302

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                          Zitat von Nitsrek Beitrag anzeigen
                          Ab wann fandet ihr (bzw. subjektiv eure Kinder) Reisen mit Kindern sinnvoll?
                          Was verstehst du unter "reisen"?

                          Reisen wird nie wieder so sein wie ohne Kinder, ausser ihr könnt sie mal woanders in die Ferien schicken.

                          Fahrradtouren kann man viele Jahre lang nur mit sehr kleinen Abschnitten machen, und wenn sie dann ausreichend Kondition haben, finden sie es total doof (mit den Eltern). Wandern finden sie brechend langweilig, ausser es sind mindestens 5 ähnlich alte Kinder/Jugendliche dabei (was generell zu empfehlen ist - man muss "nur" passende Familien finden ). Herumfahren im Auto ist eigentlich in jedem Alter doof, erst schreien sie, dann kotzen sie das Auto voll, dann quengeln sie, dann sind sie ruhig, aber stundenlang ins Handy vertieft... Beim paddeln halten sie vorwiegend das Paddel so ins Wasser, dass das Kanu irgendwohin fährt und spritzen dafür gerne die Eltern nass.. dafür helfen sie dann nicht so gerne beim Zeltaufbau ab dem dritten Tag Klettern ist nicht so ihre Sportart, aber einen Strand braucht es und eigentlich was zum flanieren
                          Klingt jetzt sehr negativ, ist es natürlich absolut nicht immer, aber die Vorstellung, dass man einfach reisen kann wie gehabt und dabei das Kind mitnehmen geht nun mal nicht auf.

                          Ferien sind halt Kompromisse, je mehr Menschen dabei sind, desto mehr Kompromiss für den einzelnen. Und bei (kleinen) Kindern gibt es halt viele Dinge, die sind nicht verhandelbar (Kälte aushalten, Hunger, Windeln...).

                          (Und natürlich werden jetzt viele Berichte kommen im Stil von "mein 7jähriger Sohn fand die zweiwöchige Wanderung fern der Zivilisation, wo er all sein Gepäck selber tragen musste, ganz grossartig, er hat sogar jeden Abend das Zelt aufgebaut und das Abendessen gekocht..." ... und natürlich habe ich auch grossartige Episoden auf Lager... aber halt meist nicht das, was man sich mit Babies für die nächsten Jahre so vorstellt).

                          Ich fand "reisen" (also wegfahren auf irgend eine Art und Weise) von Anfang an sehr toll, weil es mich von dem öden Babyalltag wegbrachte. Aber ich habe mit Baby und Kleinkind halt wirklich nicht das unternommen, was mir selber Spass machen würde - oder nur zu sehr kleinen Teilen. Dem Himmel sei Dank haben wir zwei sehr kompatible Familien im Umfeld, mit denen wir bis heute in die Ferien fahren.



                          Zitat von Nitsrek Beitrag anzeigen
                          Braucht man feste Schuhe sobald ein Kind läuft? Meins muss einfach in Mokassins groß werden...
                          Tja, was heisst "brauchen"? Wenns richtig kalt wird ist eine gute Sohle viel wert. Um Pferde herum finde ich feste Schuh ein Gewinn.


                          Ich möchte mich ausserdem Vegareve anschliessen: Wetterbericht gut beobachten und allenfalls spontan südwärts fahren.
                          Zuletzt geändert von rumpelstil; 17.08.2020, 17:05.

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                          • Taffinaff
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                            • 03.01.2014
                            • 795

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                            Zitat von Mus Beitrag anzeigen
                            Wichtigstes Kleidungsstück dürfte in dem Fall eine Matschehose+Jacke sein bzw. gleich einen Matscheanzug (Overall). Nimm einen, der weit genug ist, dass man auch mit mehreren Schichten gut reinkommt und robuster Stoff.
                            Wenn der Zwerg eh noch nicht läuft, sondern krabbelt, dann schau, dass du die passenden Matschesocken dazu bekommst. Entweder mit doppeltem Gummi oder ggf. zum Anknöpfen am Anzug, damit sie nicht verloren gehen.

                            Für untendrunter nimm verschiedene bequeme Leggings/Jogginhosen und Langamshirts/Jacken mit. Eng anliegend ist nicht verkehrt, damit man gut in den Anzug reinkommt. In diesem Fall wäre ich mit Baumwolle etwas sparsam, weil die einmal nass nicht gut trocknet und nicht mehr wärmt. Wolle/Seide für die unterste Schicht ist nicht verkehrt, ggf. auch einfach Skiunterwäsche. Obendrüber was dickeres. Fleece oder halt auch wieder Wolle. Auf jeden Fall mehrere Garnituren in verschiedenen Ausführungen, damit immer noch etwas trocken oder zumindest wärmend ist und ihr immer je nach Situation kombinieren könnt.
                            Volle Punktzahl fuer Matschoverall, Wollunterwäsche und Fleece. Plus Balaclava fuer kalt (da gibt es welche mit einem breiten Kragen bis ueber die Schultern, die kriegt der Zwerg nicht ab) und bei ganz kalt Kapuze drueber.

                            Ansonsten: Gelassenheit und gesunden Menschenverstand. Die Wahnvorstellung der Grosselterngeneration, dass Kinder von Kälte, Nässse oder Dreck ernsten Schaden nähmen, kann man gerne vergessen. Wenn es ihnen ungemuetllich wird, dann gibt es warmen Kakao, wenn das nicht hilft, ist draussen Spielen halt Schluss, mit der Strategie kommt man in neun von zehn Fällen zurecht.

                            Taffi

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                            • Nitsrek
                              Erfahren
                              • 30.07.2006
                              • 163

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                              Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
                              Ich habe die BMS Babybuddy Softskin Matschhose gekauft, wurde noch nicht eingesetzt, macht aber einen sehr guten Eindruck.

                              November in Deutschland würde ich mir, ehrlich gesagt, nicht antun, fahrt doch mal in den Süden. Kraxe für Wanderungen ist vorhanden?
                              Ausrüstung wäre nicht das Problem, aber mein Knie macht das noch nicht mit. Und ganz ehrlich: auf Corona-Theater habe ich so gar keine Lust und da wüsste ich spontan nicht, was da ‚im Süden‘ definitiv problemlos bleibt. Nix.

                              Und nö, natürlich kann man nicht mehr so verreisen oder das unternehmen was man früher gemacht hat. Sagt auch keine/r, oder? Also ich zumindest hab mich ganz gut drauf eingestellt, aber trotzdem darf ja das Bedauern durchkommen, dass die Elternzeit nunmal im November ist und nicht im Juli.

                              Genau, Mus... das meinte ich. Natürlich ist das Krabbelalter nicht das beste und ich glaube, es gibt in jedem Alter etwas, was potenziell nicht passt.

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                              • rumpelstil
                                Fuchs
                                • 12.05.2013
                                • 2302

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                                Ich würde die Option Ferienwohnung/ Ferien auf dem Bauernhof o.ä. im Hinterkopf behalten. Im November in Deutschland bekommt man da sicher auch kurzfristig für ein paar Tage oder mal eine Übernachtung etwas.

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                                • Baummaedchen
                                  Erfahren
                                  • 09.05.2009
                                  • 124

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                                  Meine beiden hatten in ihrem 2. Winter zum Krabbeln immer knöchelhohe Stiefelchen mit Membran und Klettverschluss. Alles andere wie Überzieher, Gummistiefel.. haben sie verloren bzw. hat gestört. Im Herbst kaum gefüttert, im Winter etwas mehr. Sehen irgendwann etwas abgenutzt an den Zehenspitzen aus, waren aber dicht. Ich hatte Noname Produkte vom Flohmarkt. Als sie richtig gelaufen sind dann haben sie Membranbarfußstiefel im Winter von Filli bekommen, vorher zum Krabbeln was anderes. Ansonsten je nach Temperatur mit Fleece gefütterte Matschklamotten oder einen schönen warmen Schneeanzug (der von Jacko o war super- gebraucht gekauft- 2 Kinder noch überlebt, dicht und warm- die sind in Russland im Winter über den Spielplatz damit getollt).

                                  Geschlafen haben sie in normalen Winter- Babyschlafsäcken (dünner langärmliger Innenschlafsack, dicker Außenschlafsack) plus je nach Temperatur Babydecke und/oder warmer Fußsack vom Buggy und verschiedenen Kleidungsschichten (Strumpfhose unterm Schlafoverall, teilweise von Wollhose überm Schlafoverall). Wichtig ist eine Mütze die nicht verrutscht in der Nacht. Zur Temperatutrkontrolle einfach Hand in den Nacken.

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                                  • ShortBrini
                                    Erfahren
                                    • 25.08.2009
                                    • 387

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                                    Wir kommen gerade aus dem Zelturlaub mit 10 Monate altem Krabbelkind und 4 Jahre altem Autonomiekind

                                    Für das Krabbelkind hätte ich mir einen Softshelloverall oder besser noch einen Matschoverall gewünscht. Hose und Jacke hatten wir dabei, aber so ein Overall wäre doch praktischer gewesen, da schneller an und auszuziehen. Morgens war es lange vom Tau noch sehr nass.

                                    Ansonsten trug er nachts bei um 8 Grad einen Wolle/seide Body und eine Wolle /Seide Hose. Darüber eine Schicht Baumwolle und dann einen Yeti Daunenschlafsack für Kinder.

                                    Das Große Kind trug einen Baumwollschlafanzug, eine Fleecejacke und lag ohne Decke herum, weil er sich immer wieder freistrampelte

                                    Ich mag die Regensachen von BMS. Die sind sehr Robust. Darunter gibts auch immer Wollwalk und Wolle/Seide oder Wolle, je nachdem wie kalt es ist.

                                    Wir überlegen übrigens dieses Jahr mal Winterzelten auszuprobieren mit den Beiden, da sie offensichtlich genauso Kälteunemfpindlich und Hitze empfindlich sind wie wir
                                    http://karategurus.wordpress.com/

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                                    • Rhodan76

                                      Alter Hase
                                      • 18.04.2009
                                      • 2987

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                                      Die wenigen erhältlichen Kinderschlafsäcke sind für dieses Alter in der Regel noch viel zu groß und es besteht die Gefahr dass das Kind mit dem Kopf in den Schlafsack rutscht.

                                      Als Alternative für so kleine Leute und kalte Nächte hat sich aber ein daunengefüllter Schneeanzug bewährt. Bis 5 Grad dieses Jahr getestet. Dem Kleinen bleibt damit sogar noch die nächtliche Mobilität erhalten. Für warme Nächte sollte man aber viell. noch eine Alternative parat halten.

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                                      • Bambus
                                        Fuchs
                                        • 31.10.2017
                                        • 1076

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        AW: 24/7 draußen mit Einjährigem

                                        Zitat von Rhodan76 Beitrag anzeigen
                                        Die wenigen erhältlichen Kinderschlafsäcke sind für dieses Alter in der Regel noch viel zu groß und es besteht die Gefahr dass das Kind mit dem Kopf in den Schlafsack rutscht.
                                        ...
                                        Einfach den Sack an der gewünschten Stelle zuknoten oder den unteren Teil ausstopfen.

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