[klettern] den kopf beruhigen

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  • gi
    Fuchs
    • 21.08.2002
    • 1711

    • Meine Reisen

    [klettern] den kopf beruhigen

    Hi Leutz,

    mir ist heute folgendes passiert:

    Ich hänge in diesem Riss, der war ca. 6 in der 2. Seillänge im Vorstieg. Es ist schwierig und anstrengend, aber für mich machbar. Am Boden (sprich in der 1. Seillänge) bin ich ähnliche Passagen auch schon geklettert.

    Aber diesesmal streikt mein Körper, es geht einfach nicht mehr weiter. Nicht wegen Erschöpfung und auch nicht wegen Höhenangst oder so. Ich hatte einfach Angst vor dem Sturz.

    Euch gehts / ist es bestimmt auch schon öfters so gegangen?!?

    Wie beruhigt ihr eure Nerven?

    Danke
    -- gi

  • eisvogel
    Fuchs
    • 05.08.2003
    • 1121

    • Meine Reisen

    #2
    Wenn ich mal einen nicht so guten Tag haben sollte, nehme ich mir eine halbe bis 3/4 Stunde Zeit um mich mental auf Vorderman zu bringen ('interne, assoziative Simulationen'). Klappt in den meisten Fällen ganz gut.

    Ich hatte einfach Angst vor dem Sturz.
    Is ja eigentlich recht vernünftig. :wink:
    Mit einem Blick nach unten kannst vielleicht überprüfen was passiert, wennst genau jetzt stürzt...

    Gibts nicht mehr als blaue Flecken und Abschürfungen -> kein Problem.
    Windige Sicherungspunkte? -> Dann hat Dich Deine Angst vielleicht vor besonderen Leichtsinn bewahrt - sehr gut, lass es so! 8)

    Bei diffusen / nicht begründbaren Ängsten -> siehe oben.

    Wenn Du noch nicht besonders oft in grösseren Höhen rumgewerkt hast im Vorstieg, lass einfach ruhig angehen... und gewöhn Dich nach und nach an die Höhe.

    Dieses 'Gewöhnen' kann man zwar u.U. erheblich beschleunigen, verlangt jedoch fachkundige Betreuung/Coaching (kann kostspielig sein). Wirst wohl eher nicht brauchen...
    Zuletzt geändert von eisvogel; 10.12.2009, 20:31.
    Gruß, Eisvogel
    __________________________________

    \"Die Sinne betrügen nicht. Nicht, weil sie immer richtig urteilen, sondern weil sie gar nicht urteilen; weshalb der Irrtum immer nur dem Verstande zur Last fällt.\"
    Kant

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    • akalos
      Erfahren
      • 13.07.2004
      • 350

      • Meine Reisen

      #3
      *g* so gehts mir im vorstieg öfter. fuehlts sich sch** an, aber das is irgendwie ja auch ein grund warum man es macht...

      ich versuch mich so hinustellen dass ich ich dort sicher fuehl (egal was oben oder unten ist) augen zu und sich fragen: wenn ich ruhig wär, wuerd ichs schaffen? wenn ja, dann bin ich auf enmal ruhig (und es ght meist dann) wenn nein -> runtr kletern/umlenkmögl suchen.

      akalos

      p.s.: das kling so wie binsenweisheiten - tut leid
      SemmelNknödelN heisst des!

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      • Thomas
        Alter Hase
        • 01.08.2003
        • 3118

        • Meine Reisen

        #4
        Ich frage mich in solchen Situationen oft: "Wo genau liegt das Problem? Unsicherer Tritt, unsicherer Griff? Im Nachstieg wäre dieser Zug jetzt sicher kinderleicht."
        Dann schaue ich auf meine letzte Zwischensicherung und wenn das nicht gerade nur eine moralische Schlinge ist, dann sag ich mir, außer abrutschen und ein paar Abschürfungen passiert schon nix.

        Habe allerdings auch schon oft genug einen Sack aufgehängt, weil der Kopf den weiteren Anstieg einfach nicht mitgemacht hat. Z.B. eine 30 Meter lange, sehr weite Spreize ohne Zwischensicherungen, ohne Tritte, ohne Griffe. "Was passiert, wenn ich in dieser ungemütlichen Kletterposition einen Krampf bekomme?", diese Frage konnte ich für mich nicht zufriedenstellend beantworten (da ein Sturz von weiter oben mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich geendet hätte) und so bin ich nach 5 Metern wieder runter. V.o.g. bin ich später ohne Probleme in einem Ritt hochgekraxelt.

        Ich denke, ein gewisses Angstpotenzial ist ganz gesund, denn es bewahrt einen auch davor, zu risikoreich vorzugehen.

        Gruß, Thomas.
        Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen.

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        • opa
          Lebt im Forum
          • 21.07.2004
          • 5328

          • Meine Reisen

          #5
          zum abbauen von sturzangst hilft bei mir sturztraining = freiwilliges abspringen ganz gut. allerdings nur fürs sportklettern zu empfehlen - im alpinen bereich ist die sturzangst ganz gut. und nur im sturzfreundlichen gelände praktizieren.

          guten flug!!!

          Kommentar


          • opa
            Lebt im Forum
            • 21.07.2004
            • 5328

            • Meine Reisen

            #6
            zum abbauen von sturzangst hilft bei mir sturztraining = freiwilliges abspringen ganz gut. allerdings nur fürs sportklettern zu empfehlen - im alpinen bereich ist die sturzangst ganz gut. und nur im sturzfreundlichen gelände praktizieren.

            guten flug!!!

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            • gi
              Fuchs
              • 21.08.2002
              • 1711

              • Meine Reisen

              #7
              Hi ihrs!

              Vielen Dank, ihr habt mir sehr geholfen!

              Ich denke, ich hoffe, ich kann mich das nächste mal
              beruhigen, wenn ich mir ins Gedächtnis rufe, dass
              ich nicht richtig stürze, sondern eigentlich rutsche.

              Das habe ich vergessen.


              Danke
              -- gi

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              • Christoph1972
                Erfahren
                • 16.03.2002
                • 403

                • Meine Reisen

                #8
                mir geht es auch oft so
                Je öfter ich trainier, desto weniger Angst habe ich. Ist aber schon ätzend, wenn man in so einer Situation die Hosen voll hat, den meist ist der Rückzug genau so schwierig oder schwieriger, wie der Zug nach oben und je länger man zögert, desto mehr schwindet die Kraft

                Christoph

                Kommentar

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