Gefahren durch langes "im Gurt sitzen"

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  • outdoorfreaky
    Erfahren
    • 07.01.2011
    • 116

    • Meine Reisen

    Gefahren durch langes "im Gurt sitzen"

    Hallo miteinander,

    ich habe eine Frage: Durch einen blöden Fehler saß ich gestern Abend knapp 1h in meinem Hüftgurt an überhängendem Fels, kein Kontakt zur Wand möglich. Dies ist auf einem DAV-Gelände geschehen also waren genug fähige Menschen an meiner Seite. Sie meinten ich sollte meine Beine abwechselnd entlasten, da sich sonst Taubheitsgefühle einstellen....ging zwar nicht aber nach der Stunde war auch nichts taub. Jetzt erinnere ich mich an ein Buch das ich gelesen habe in dem der Protagonist eine ganze Nacht im Gurt verbracht hat und danach die Tour zu Ende geklettert ist. Nun verstehe ich das nicht... Liegt es daran "wie" ich in dem Gurt sitze? Von was sonst ist das Befinden nach so langem unbequemen Sitzen abhängig?


    Liebe Grüße,

    Philipp

  • derSammy

    Lebt im Forum
    • 23.11.2007
    • 7274

    • Meine Reisen

    #2
    AW: Gefahren durch langes "im Gurt sitzen"

    ich kann mir ja vorstellen das derjenige ggf, mit seinem Material ( Prusikschlingen o.ä was man ja Alpin so alles am Gurt hat)
    a.) eine Entlastung zum Seil hin gebastelt hat und
    b.) eine oder Zwei Schlaufen für die Füße um seinen Torso zu entlasten.

    Überleben tut man viel wenn man muss
    Zuletzt geändert von derSammy; 19.08.2011, 15:11.

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    • madmax
      Erfahren
      • 18.09.2010
      • 193

      • Meine Reisen

      #3
      AW: Gefahren durch langes "im Gurt sitzen"

      Hi Phillip,

      hier gibt's sehr gute Info's zum Hängetrauma, also der Gefahr durch langes "im Gurt sitzen".

      eine Stunde ist eigentlich gar keine große Zeit.

      wenn ich 2 Nachsteiger sichere, kommt es auch schonmal vor, daß ich 1 Stunde im Gurt hänge, bis ich wieder weiterklettere.
      zuerst schlafen einem einfach die waden ein, aber wenn man sich an der Wand abstützt und etwas trippelt ist das zwar auf lange Dauer anstrengend aber eben der Effekt, das das Blut gpumpt wird bleibt erhalten...

      ganz entscheidend ist auch der Gurt, den du anhast - mit einem bequemen Sportklettergurt ist es sehr bequem und keine große Sache - mit einem Gewichtspar-Alpin-Notfallgurt ist schon das Abseilen unbequem

      M.
      Man vergesse nicht, dass die großen Berge den Wert haben, den der Mensch ihnen zumisst, sonst bleiben sie nur ein Haufen Steine. (Bonatti)

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      • rapidfire22
        Dauerbesucher
        • 11.10.2010
        • 624

        • Meine Reisen

        #4
        AW: Gefahren durch langes "im Gurt sitzen"

        passend zum thema nennen wir mal die sache beim namen: es kann durchaus beim bewegungsmangel zum orthostatischen schock kommen, dem allerdings entsprechend entgegen gewirkt werden kann - somit ist es nicht nur eine sache der sitzposition, sondern vielmehr der bewegung.

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        • Shorty66
          Alter Hase
          • 04.03.2006
          • 4883

          • Meine Reisen

          #5
          AW: Gefahren durch langes "im Gurt sitzen"

          Normalerweise hat man beim eintreten der ersten symptome (eingeschlafene füße/waden) noch genügend zeit durch entlastung und bewegung gegenzuwirken. Das hängetrauma ist hautpsächlich dann gefährlich, wenn der hängede bewusstlos oder entkräftet ist (bspw. beim geltscherunfall).

          Selbstverständlich hängt das auch davon ab was für einen gurt du verwendest. Big-Wall Gurte sind deshalb oft breit und gepolstert. Ultraleichte Gurte sind daher bei Gletscherbegehungen eine zusätzliche gefahrenquelle.
          φ macht auch mist.
          Now there's a look in your eyes, like black holes in the sky. Shine on!

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