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  1. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Mitreisende: Fliehender
    Ich würde es nicht so weit kommen lassen und wenn doch würde ich mich ausruhen.

    Gruß,

    Claudia

  2. Erfahren
    Avatar von Nuklid
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Als es Dir schon dreckig ging im Samidorf Saluhavrre hier am 12.08. (den es in Deinem Bericht zweimal gibt ...), waren es nur 5 km nach Norden zur bewirtschafteten STF-Hütte Kutjaurestugan mit Nottelefon und allem was man vielleicht an Unterstützung braucht ...
    Da beißt die Maus nun mal keinen Faden ab, das ist definitiv ziemlich unverantwortlich gehandelt, imho. Mir stellt sich da auch die Frage nach gesunden Instinkten, eigtl. sucht man doch schon instinktiv die Nähe anderer Menschen und von Kommunikationseinsrichtungen, wenn es einem schon so schlecht geht und zieht nicht unbeirrt weiter ins "Nichts".

    Dass er den Spot dann später gedrückt hat, finde ich in seiner Situation deutlich nachvollziehbarer.

  3. Dauerbesucher

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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Zitat Zitat von Rhodan76 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht was ihr alle habt. Klar der Junge war zu bummelig und zu schwer bepackt im Sarek unterwegs. Aber am Ende hat ihn eine Erkrankung physisch (!) in die Knie gezwungen. Wenn man krankheitsbedingt vor Entkräftung nicht weiterlaufen kann würde ich auch den Knopf drücken.
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    .....
    3. Was ich beim Lesen des Berichts am meisten vermisst habe, ist ein reflektiertes Fazit, von dem andere User hier lernen können. Das bezieht sich vor allem auf das Einschalten der SOS-Funktion an deinem Spot. Für mich ist das ein No-Go, es sei denn, man befindet sich tatsächlich in Lebensgefahr. Als du mir unmittelbar nach deiner Rettung geschrieben hast – ich war gerade in Bishkek – klang es noch so, als hättest du große Schwierigkeiten, diese Entscheidung zu rechtfertigen. In deiner Situation mag es vielleicht harmlos gewesen sein, die Polizei war quasi gerade auf der Durchreise mit ihrem Heli und hat dich unterwegs aufgelesen, aber was machst du in Alaska, wenn es dir schlecht geht und du am Berg in einen Schneesturm gerätst? Es gibt fast immer Möglichkeiten zur Selbstrettung, warst du dir derer bewusst? Ich stelle mir in Situationen solcher Art immer folgendes vor: Ich bin ohne Satellitentelefon und ohne SPOT unterwegs – werde ich sterben müssen, weil ich keine Hilfe anfordern kann? In der Regel nicht. Ich vermute, dass dich allein der Besitz dieses Geräts zu einem leichten Ausweg verleitet hat und das sollte nicht so sein....
    Eigentlich reicht das bereits als Antwort. Bleibt nur noch an zu fügen, dass er wohl doch nicht ganz so entkräftet war. Schliesslich ist er nach dem Drücken der SOS-Taste nochmals weiter gelaufen. Solange ich laufen kann ohne mich in tödliche Gefahr zu begeben, drücke ich keinen SOS-Knopf. So zumindest denke ich. Das Argument der Desorientierung greift ebenfalls nicht, da er zu diesem Zeitpunkt der Reise gemäss Bericht wusste wo er war.
    Grundsätzlich wollte ich ja keine Kritik schreiben. Früher hätte es mich gestresst vom Tod eines mir vertrauten Forumsmitglied zu lesen. Wenn jedoch jemand trotz Hilfe des Forums auch noch bei seiner 5. Tour so fahrlässig handelt, muss das mir einfach egal sein.
    Dass man auch mit einem schweren Rucksack und Solo gut unterwegs sein kann, zeigen die Reiseberichte von Bernie.
    Aber dass jemand 4-5 Tage in einer Wildnis wie der Sarek unterwegs ist, ohne zu wissen wo genau er ist, ist ein absolutes No-Go! Solange man Berge, Seen, Flüsse, eine klare Sicht sowie eine Karte hat, sollte eine klare Orientierung kein Problem sein. Dazu braucht man nicht mal einen Kompass. Wenn ich nicht weiss wo ich bin, gehe ich nicht weiter. Zurück ja, aber bestimmt nicht einfach 4 Tage weiter. Ich meine, er hat ja bereits den Einstieg völlig vergeigt. Ist "einfach mal in den Wald" gegangen. Hier bräuchte ich eigentlich gar nicht mehr weiter schreiben. Wer sich nicht rudimentär anhand von Karten orientieren kann, sollte einen Kurs besuchen oder eben Pauschalurlaub in Griechenland buchen, in der Hoffnung am Morgen das Buffet zu finden.
    Dass er später bei physischen Problemen in Reichweite der Zivilisation noch weiter geht und anscheinend (ich kenne die Region nicht) mindestens eine Ausstiegsmöglichkeit trotz Problemen, nicht wahrnimmt - was soll man da noch sagen?!

    Fliehender hat 4 (rot markiert) von 9 Norwegischen Grund-Regeln für Touren (deren Einhaltung sicher auch in Schweden nützlich ist) nicht eingehalten. Die da währen:
    1. Gehen Sie nie eine lange Tour ohne entsprechendes Training zu haben.
    2. Sagen Sie immer jemandem Bescheid, wohin Sie gehen.
    3. Nehmen Sie die Wettervorhersage und Wetterzeichen ernst.
    4. Hören Sie auf erfahrene Bergwanderer/-steiger.
    5. Seien Sie auch auf kurzen Touren immer für Wetterumschläge ausgerüstet. Gehen Sie nie ohne Rucksack und die für die jeweilige Tour notwendige Ausrüstung los.
    6. Benutzen Sie Karte und Kompass.
    7. Gehen Sie nicht allein.
    8. Kehren Sie rechtzeitig um. Umkehren ist keine Schande!
    9. Sparen Sie Kräfte und suchen Sie Schutz/graben sich im Schnee ein.

    Um genau zu sein, hat er auch Regel 4 nicht befolgt. Also 5 von 9!

    Hier habe ich jetzt nur über Grundlegendes gesprochen. Dazu kommen noch viele Dinge die ich eher als suboptimal für eine Tour ansehe, wie z.B. sehr spätes Losgehen und generelles Zeitmanagement inkl. Vorbereitung. Was ich hier und jetzt nicht unbedingt diskutieren brauche.
    Geändert von Geronimo (19.02.2016 um 13:31 Uhr)

  4. Dauerbesucher
    Avatar von mastersergeant
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Wie ist das zu erklären ???:

    1. Mit einem gebastelten Löffel ungesalzenes Essen hinunterschlingen. (vergessen/verloren?)

    2. meine Tasse hatte einen Sprung in der -Tasse-. (Glas/Ton/Porzellan?)
    Geändert von mastersergeant (19.02.2016 um 16:00 Uhr)

  5. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Zitat Zitat von mastersergeant Beitrag anzeigen
    ...
    Das Gepäck zu deponieren und davon unbeschwert ein bisserl aufzusteigen, um in diesem flachen Gelände einen besseren Überblick über die Topografie zu kriegen, war doch eine gute (und richtige Idee). Und hat ja auch zum Erfolg geführt. Man sollte natürlich nicht so wild drauflos staksen, dass man hinterher das Gepäck suchen muss. Aber das ist er ja nicht. Das einzig schlechte an dieser Idee ist, dass sie ihm erst nach vier Tagen kam, und nicht am ersten Tag, als er die Baumgrenze erreicht hatte.
    Geändert von Sarekmaniac (19.02.2016 um 17:50 Uhr)
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

  6. Dauerbesucher
    Avatar von mastersergeant
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Vielen Dank für den Beitrag zu meinem Beitrag !

    Das war ehrlich (positiv) gemeint, da ich das es falsch gelesen habe:

    "Ich komme gerade rechtzeitig zurück zum Zelt um es vor dem Regen aufzubauen"
    Hatte ich falsch interpretiert, quasi als ob er alles dabei hatte und nicht vorher abgelegt zum Fotografieren.
    Dann ergäbe dieser Satz einen anderen, coolen sinn.

    War ein Verleser.


    Schreib nix mehr
    Geändert von mastersergeant (19.02.2016 um 16:05 Uhr)

  7. Dauerbesucher
    Avatar von Dogmann
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Ja eigentlich ist wirklich alles gesagt-SOS-ist immer eine gerade in der bestehenden Situation und die Handlung die sich daraus ergibt -aber immer in der gerade bestehenden Situation=hinterher,später also-denkt man wieder anders darüber!Kleines Beispiel(eigentlich traue ich mich gar nicht so recht-weil,gleich kriege ich sicherlich auch Backenfett!)Also nach 5 Wochen Sarek-Rückweg nach Kvikkjokk-4 Personen-Auto in Kvikkjokk-durch Sinflut artige Regenfälle,ist der letzte Fluss (sonst schon mit Problemen verbunden)nicht zu Queren!Meine Frau,total am ende-alle Polstertage aufgebraucht-Essen alle-weil letzten Tag vor Kvikkjokk gut gelebt-erste Person hat den Fluss gequert,was total dumm war-da zu hohes Risiko-Karte-Kompass-Kocher-bei der ersten Person,also weg.Ich habe das Zelt aufgebaut-alles in Ruhe durchdacht-sind dann über den Prinskullen und übersetzen lassen!Aber was ich damit nur sagen will-die Psyche,gesamt Zustand in diesem Moment macht das Verhalten aus,jeder reagiert sowieso anders,aber Ende gut alles gut!Ich weiss alle-oder fast alle hätten es besser gemacht!!!Ach beinahe hätte ich das wichtigste in der Eile vergessen!Meine Frau war in dieser Situation(Klatschnass-eigentlich hatten wir in dem Jahr nur Regen,durchgefroren-vor Augen schon Kvikkjokk zum greifen nahe,mit anzusehen wie der erste gequert hat,das Risiko,halt alles das was man im nachhinein belächelt!)wie gesagt zum damaligen Zeitpunkt hatte sie diesen Blick-SOS!
    Geändert von Dogmann (19.02.2016 um 16:28 Uhr)
    Richtig wohl fühle ich mich nur draußen !

  8. Erfahren

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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Lieber Dogman,
    ich habe deinen Beitrag jetzt wirklich nicht verstanden... Könntest du bitte, bitte, ein kleines bisschen strukturierter schreiben, damit auch eine alte finnische Wald-Maahinen dich verstehen kann.

    Ach, deutsche Sprache schwere Sprache.

    Ystävällisin terveisin,
    yksi maahinen vain
    Geändert von maahinen (19.02.2016 um 17:21 Uhr)

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Dogmann
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Zitat Zitat von maahinen Beitrag anzeigen
    Lieber Dogman,
    ich habe deinen Beitrag jetzt wirklich nicht verstanden... Könntest du bitte, bitte, ein kleines bisschen strukturierter schreiben, damit auch eine alte finnische Wald-Maahinen dich verstehen kann.

    Ach, deutsche Sprache schwere Sprache.

    Ystävällisin terveisin,
    yksi maahinen vain
    Ist nicht schlimm - was ich sagen wollte ist lediglich das es wirklich immer auf den Moment ankommt - die Psyche - Körperliche Verfassung - kurz gesagt wie du drauf bist im Notfall ? Was du dann daraus machst ? !
    Richtig wohl fühle ich mich nur draußen !

  10. Erfahren
    Avatar von Fliehender
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    "Morgen" wird sich leider etwas verspäten. Eventuell finde ich heute Abend noch Zeit, aber versprechen mag ich nichts. Bin gerade etwas beschäftigt mit Arbeit, Studium und tanzen.

  11. Erfahren
    Avatar von Fliehender
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Na gut, dann werde ich mich mal meiner Pflicht widmen und noch ein paar Antworten liefen.

    Zuerst Danke an die vielen verschiedenen Tipps und Hinweise. Als angehender Psychotherapeut weiß ich ob der Möglichkeit und Notwendigkeit sich in professionelle Hände zu geben sollte man an einem Punkt im Leben mit einer Herausforderung nicht mehr zurecht zu kommen.
    Ich sehe auch, dass mein Bericht die Vermutung auslösen kann, dass ich mit einem gewissen selbst-verletzenden Touch zu kämpfen habe.
    Ich vermag das nicht abschließend zu beurteilen, aber würde dem erstmal nicht zustimmen, bzw nicht in dem Ausmaße.


    Das rechtzeitige los-kommen: Ja, ich würde mir auch wünschen, nicht erst um Mittag los zu gehen. Das Problem liegt wohl an der mangelnden Motivation morgens den Rucksack zu packen. Das dauert immer und nervt einfach nur. Wenn dann das Wetter auch noch mies ist und ich mir überlege, eigentlich im wohlverdienten Urlaub zu sein, dann ist das umdrehen meist schneller und einfacher zu bewerkstelligen.
    Es wird aber schon besser, einen Wecker werde ich aber dennoch nicht mitschleppen. Lieber früher ins Bett.

    Mangelnde Routine: Ist klar ein Punkt, den ich bei meiner Tourenplanung zu oft vernachlässige. Ich bin niemand, der jedes Wochenende seinen Rucksack schultert und loszieht. Und dafür, dass ich gerade mal 5 Touren gemacht habe, sind meine Ansprüche an diese wohl überdurchschnittlich hoch. Keine Wege, wenig erkundet, unwegsam, lang, usw. Mein Zielgebiet muss diverse Kriterien erfüllen, bevor es für mich interessant wirkt.
    Ob mir dann tatsächlich das Fachwissen, in Form von abrufbarer Information, fehlt, kann ich nicht beurteilen. Dafür diskutiere ich zu wenig über diese Dinge. Ich hatte bisher nicht das Gefühl, dass es an den Informationen fehlt. Erfahrungen, ja. Aber Wissen? Mh.


    Alaska: Alaska ist zwar kein Thema mehr, aber dennoch ein paar Worte dazu. Ein Mythos schwingt bei diesem Wort mit. Jeder hat es mal gehört, jeder weiß in etwa wo es liegt, jeder hat seine eigenen Bilder dazu im Kopf. Dein leiser Vorwurf, ich würde nach Alaska fliegen um in Alaska gewesen zu sein mag ich gar nicht abstreiten. Es hat was, sagen zu können, dass man in Alaska war. Keine Frage. Ob es der Hauptgrund war, warum ich hin wollte? Schwer zu sagen. Dazu passt es zu gut in viele meiner Ansprüche, die Bilder im Kopf suchen nach Bestätigung.
    Was ich nicht ganz verstehe: Was spricht dagegen, in Paris zum McDonalds zu gehen? Oder anders ausgedrückt: Eine Tour zu unternehmen, die vielleicht nicht den Möglichkeiten der Gegend entspricht, aber dafür meinen? Muss jeder Berg bezwungen werden, wenn es der Hügel daneben auch tut? Die Aussicht wird auf beidem schön sein, die Erfahrung sicherlich eine schöne.

    Müll: Hab ich nie gemacht und würde ich grundsätzlich nicht machen. Sieht es bitte als Ausdruck meiner inneren Verzweiflung.


    Warum überhaupt? Ja, ich habe gesagt, ich wollte keine Touren mehr machen, erst recht keine Solotouren mehr. Und dennoch bin ich gerade wieder mitten in der Planung.

    Warum überhaupt so reisen, wie wir reisen? Warum kein Helikopter, 4WD oder National Geography auf der Couch?

    Ich vermute, dass es da u.a. um die Punkte
    -Grenzen suchen
    -Körpererfahrung
    -Narzissmus
    -Gesellschaftskrankheit
    geht.

    Zumindest suche ICH ganz bewusst meine Grenze, will mich möglichst klar spüren, wer ich bin, was ich will, wie ich geworden bin wer ich bin, wie ich mich sehen will, wie ich mich sehe. Und je besser die Tour ist, je außergewöhnlich diese ist, desto besser fühlt sich das an. Es fühlt sich gut an, etwas gerne zu machen, was andere niemals machen würde. Etwas zu machen, was viele Menschen bewundern, aber sich nicht zu machen trauen.
    Und es fühlt sich noch besser an, weg von der Gesellschaft anderer zu kommen. Alleine zu sein. Nicht für ein paar Stunden. Tage. Es geht nicht darum, was irgendjemand anderes gerade von dir will. Es geht nur um dich. Deine Wünsche, deine Bedürfnisse. Tiefe, unentdeckte, verdrängte, überlagerte. Manchmal ist das sehr unangenehm. Aber es entsteht ein Bild, was man, aus meiner Sicht, selten in einer solchen Reinheit sieht. Wenn man sich denn zutraut, hinzuschauen.


    @Waldhexe: Ich finde langsam die Antworten auf die sehr guten Fragen!


    @Kuoika: Entschuldige bitte, das war keine Absicht.
    Ich empfand es als lange Wartezeit, so lang war der Luftweg der umliegenden Bergstationen nicht. Das soll aber keine Beschwerde sein. ;)
    Nein, mir war nicht bewusst, dass bei einem Nottelefon möglicherweise gar keiner kommt. Ich kann den Sinn dahinter verstehen, nicht bei jedem Darmgegrummel ist eine aufwendige Rettung nötig.
    Warum ich nicht vorher abgebogen bin?
    Flug ging in Bodo. Bodo nur über Fauske erreichbar, Fauske nur über Rago. Weiter weiter weiter.
    Man nennt es auch Tunnelblick.


    @Dersammy
    "Nur ein Sithlord kennt nur schwarz oder weiß."


    @Wilbert und andere:


    Ihr schreibt alle was offensichtlich sehr einleuchtendes. Auskurieren, nicht stressen, wird schon wieder werden. Spätestens als mein Fieber wieder soweit runter war, dass ich als medizinisch unbedarfter Mensch annehmen kann, das schlimmste überstanden zu haben, hätte ich einfach nur bleiben sollen wo ich bin und es gut werden lassen.

    Den für mich entscheidenden Faktor hat da aber nicht die körperliche Verfassung gespielt. Es war die Psyche. Das Nicht-erreichen des Zieles, das Verpassen des Fluges, das weiterhin einsam-sein fühlte sich in der Zeit für mich nicht tragbar an.
    Gott, ich fühlte mich so beschissen einsam, dass ich einfach nur zu Mama und Papa wollte.
    Im übrigen war das eine sehr interessante Erfahrung, die mir mehr Antworten als Fragen gab. Aber das würde dann doch den Rahmen des Berichtes hier sprengen.


    Zum Spot: Er war da und ich habe ihn benutzt, ohne alle, objektiv! ( ich muss es nochmals betonen, dass ich verzweifelt! war) Möglichkeiten auszuschöpfen.
    Ich würde das nicht als fahrlässig bezeichnen und will mich deutlich davon distanzieren, die Möglichkeit im vorne herein in Betracht gezogen zu haben. Erst recht nicht bei der Planung. Das Gerät ist für mich so etwas wie die allerletzte Leine in die Zivilisation, keine Leiter die ich mal eben hochkraxeln muss.



    @Geronimo: Besonders interessant finde ich, dass du als selbsternannter Oberhäuptling des Forums, kategorisch ausschließt, dass das Forum nicht mehr "für mich da ist", wenn ich weiter so mache wie bisher.
    Außerdem ist dir hier ein Fehler unterlaufen. Ich habe es mir mal erlaubt, diesen auszubessern.
    Zitat Zitat von geronimo Beitrag anzeigen
    Fliehender hat 7 (rot markiert) von 9 Norwegischen Grund-Regeln für Touren (deren Einhaltung sicher auch in Schweden nützlich ist) nicht eingehalten. Die da währen:
    1. Gehen Sie nie eine lange Tour ohne entsprechendes Training zu haben.
    2. Sagen Sie immer jemandem Bescheid, wohin Sie gehen.
    3. Nehmen Sie die Wettervorhersage und Wetterzeichen ernst.
    4. Hören Sie auf erfahrene Bergwanderer/-steiger.
    5. Seien Sie auch auf kurzen Touren immer für Wetterumschläge ausgerüstet. Gehen Sie nie ohne Rucksack und die für die jeweilige Tour notwendige Ausrüstung los.
    6. Benutzen Sie Karte und Kompass.
    7. Gehen Sie nicht allein.
    8. Kehren Sie rechtzeitig um. Umkehren ist keine Schande!
    9. Sparen Sie Kräfte und suchen Sie Schutz/graben sich im Schnee ein.

    @Masterseargent: Verloren und Hartplastik.

  12. Erfahren

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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    Zitat Zitat von Fliehender Beitrag anzeigen

    Warum überhaupt so reisen, wie wir reisen? Warum kein Helikopter, 4WD oder National Geography auf der Couch?

    Ich vermute, dass es da u.a. um die Punkte
    -Grenzen suchen
    -Körpererfahrung
    -Narzissmus
    -Gesellschaftskrankheit
    geht.

    Zumindest suche ICH ganz bewusst meine Grenze, will mich möglichst klar spüren, wer ich bin, was ich will, wie ich geworden bin wer ich bin, wie ich mich sehen will, wie ich mich sehe. Und je besser die Tour ist, je außergewöhnlich diese ist, desto besser fühlt sich das an. Es fühlt sich gut an, etwas gerne zu machen, was andere niemals machen würde. Etwas zu machen, was viele Menschen bewundern, aber sich nicht zu machen trauen.
    Und es fühlt sich noch besser an, weg von der Gesellschaft anderer zu kommen. Alleine zu sein. Nicht für ein paar Stunden. Tage. Es geht nicht darum, was irgendjemand anderes gerade von dir will. Es geht nur um dich. Deine Wünsche, deine Bedürfnisse. Tiefe, unentdeckte, verdrängte, überlagerte. Manchmal ist das sehr unangenehm. Aber es entsteht ein Bild, was man, aus meiner Sicht, selten in einer solchen Reinheit sieht. Wenn man sich denn zutraut, hinzuschauen.

    ....

    Den für mich entscheidenden Faktor hat da aber nicht die körperliche Verfassung gespielt. Es war die Psyche. Das Nicht-erreichen des Zieles, das Verpassen des Fluges, das weiterhin einsam-sein fühlte sich in der Zeit für mich nicht tragbar an.
    Gott, ich fühlte mich so beschissen einsam, dass ich einfach nur zu Mama und Papa wollte.
    Ach, lieber Fliehender,

    du bist so hart mit dir selbst.
    Wenn ich deine Berichte lese, finde ich da so viel von traurigen, einsamen, deprimierenden Gedanken. Ich spüre da nicht, dass du es schön findest, alleine unterwegs zu sein, eher klingt es mir als... wie soll ich es ausdrücken... fast wie eine Selbstkasteiung.

    Wie wäre es, mal auch eine Reise aus diesen Gründen zu machen:
    -das Leben zu genießen
    -Spaß zu haben
    -sich etwas Schönes zu gönnen
    -Kraft für den Alltag aufzutanken

    Ja, es ist möglich, Outdoortouren auch aus solchen Gründen zu machen.

    Es gibt Menschen, die das Alleinsein wirklich genießen, andere wiederum tun das nicht (oder mindestens nicht immer). Die ersten sind keinerlei irgendwie die besseren, edleren. Es gibt keinen Grund, warum man sich zu Solotouren zwingen sollte, wenn es einem gerade nicht gut tut.

    Lieber Fliehender, sei doch ein bisschen netter zu dir selbst.

    Liebe Grüße
    Maahinen
    Geändert von maahinen (13.03.2016 um 21:16 Uhr) Grund: Deutsche Sprache schwere sprache

  13. Erfahren

    Dabei seit
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    AW: [SE] Ein "bisschen" krank: 13 Tage Trekking in Schweden

    [QUOTE=maahinen;1482702]Ach, lieber Fliehender,

    du bist so hart mit dir selbst.
    Wenn ich deine Berichte lese, finde ich da so viel von traurigen, einsamen, deprimierenden Gedanken. Ich spüre da nicht, dass du es schön findest, alleine unterwegs zu sein, eher klingt es mir als... wie soll ich es ausdrücken... fast wie eine Selbstkasteiung.

    Lieber Fliehender,
    ich glaube, Dein Name ist Programm. Vielleicht wolltest Du gar nicht der Zivilisation entfliehen, sondern in erster Linie Dir selbst? Nun, das ist Dir nicht gelungen - was für eine heilsame Tour.

    Was für ein beeindruckender Bericht! Wundersame Fotos. Sehr schöne Sprache, für meine Begriffe an manchen Stellen etwas zu sarkastisch, aber das ist Geschmacksache.

    Ich war sehr ergriffen. Habe die ganze Zeit mit gefiebert, immer wieder dachte ich: morgen wird es besser, bestimmt wird es morgen besser. Aber es wurde nicht besser. Ich denke auch, geschuldet Deiner Gesamtsituation, frisch verlorene Beziehung etc. - hat diese Reise im Außen sichtbar gemacht, wie es im Inneren in Dir kochte und brodelte. Ein Stück weit zumindest.

    Danke für diese Offenheit! Danke für Deinen Bericht.

    Bleibt mir noch, Dir zu wünschen, dass Du einst sonnige Touren erlebst. Wo Landschaft und Seele heiter schwingen. Und Regen nur deshalb da ist, um den blauen Himmel danach erst Recht zu genießen.

    Lg Sylvie

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