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    [PT] Etwas Via Algarviana und ein wenig mehr - Weihnachten 2015

    #1
    Mitreisende: HaegarHH
    Prolog 1
    Jetzt also das dritte Jahr, in dem mir im Herbst der Reisebericht von sabine38 Klippen und Hügel, ein Bisschen von dem was die Algarve so bietet in den Kopf kam, also gefühlt zum 42. mal gelesen und Reispläne gemacht.


    Zur besseren Übersicht die Strecke mal als Bild zusammengefasst




    Das erste Jahr würde ich krank, fiese Grippe, nix ging mehr. Letztes Jahr war der Lockruf einer guten Freundin nach ein paar Tagen gemeinsamen Urlaub einfach zu stark. Nun also das 3. Jahr. Der Herbst wurde eine Achterbahn meiner Gefühle und Planungen, also alles fallen gelassen, dann kamen Aufträge dazu ... und irgendwann war klar, egal was, egal warum, ich muss mal raus, wenigstens nur eine Woche. AirBerlin gecheckt, Flug gefunden, gebucht - fertig.

    Der Gregory Baltoro 75 viel zu groß und alleine auch zu schwer, die Suche nach einem kleinen Bruder lief zum Glück schon länger und irgendwann wurde es der Bach Shield 45.

    Auch mein mehrjähriges, treues Zelt, das Exped Venus II Extreme war mir für den Trip und den neuen Rucksack zu groß und vor allem zu schwer. Auch hier lief die Suche schon, als noch lange nicht klar war, dass ich wirklich fliege. Ticket gebucht und ein paar Tage später dann das MSR Hubba NX gekauft.

    Erfahrungen zu der neuen Ausrüstung folgen dann am Ende des Reiseberichtes.




    2015-12-19 Prolog 2
    Bereits einen Abend früher als üblich gibt es die Nacht des langen Packens. Bin ich doch am folgenden Tag Nachmittags noch mit Openend verabredet und man weiß ja nie. Daher kein Packstress, die Verabredung verläuft auch ganz brav und so kann ich stressfrei und recht zeitig noch einmal in mein Bett krabbeln, so begann ein Urlaub glaube ich noch nie.

    Am nächsten Tag läuft alles wie am Schnürchen, nix verschlafen, kein Stau auf der Fahrt nach Hamburg, nicht mal eine Schlange beim Bäcker. So erreiche ich sehr früh eine Freundin zum gemeinsamen Frühstück und weil es nach meiner Rückkehr am 2. Feiertag noch einen Kaffee am Weihnachtsbaum geben soll, eine gute Gelegenheit das Wichtelpaket los zu werden. Das Taxi ist überpünktlich, wieder kein Stau, am Flughafen gähnende Leere, ... ich langweile mich fast 2 Stunden bis zum Boarding und dann noch mal, muss ich doch feststellen, dass es selbst bei AirBerlin keine Zeitschriften mehr gibt.



    Ankunft in Faro
    Das scheint der Tag der Kontemplation zu sein. Wieder warten, erst auf das Gepäck, da tröpfeln die Koffer einzeln auf das Band. Tröpfeln trifft es sehr gut, es ist alles klitschnass, wie gut, dass ich alles für den Flug in mein großes Ortlieb RackPack gestopft habe. Warten auf den Bus, 40 Min. ... die Tasche wiegt 21kg, da will ich nicht laufen.

    Beim Forum Algarve raus aus dem Bus, die Werbung gibt es noch immer, aber Achtung, der Bus hält an deutlich mehr Bedarfshaltestellen, als auf dem Fahrplan angegeben, also nicht zu früh raus, NACH dem Kreisel. Und dann erstmal ab zum Decathlon. Entgegen drei EMails von drei unterschiedlichen Mitarbeitern, die jeweils betonen, sie hätten div. Gaskartuschen aber auf keinen Fall Schraubkartuschen, stehen im Regal ca. 15 rote Primus Power Gas Kartuschen, Glück gehabt.


    Nachdem Brennstoff, erstmal Brennstoff für mich, ein großes Stück Churros mit viel Zimt im Zucker, so muss es sein



    Gerade als ich mich frage, ob ich mir mit der Tasche die ca. 2km bis zur Unterkunft antun will, hält der Bus neben mir. Ich pfeife auf die abermaligen 2,22€ und steige dankend ein. Die 700m vom Busterminal zum Guest House reichen mir dann auch.


    Abends geht es dann eine Runde durch Faro und dann wird der (angeblich) beste Hühnergrill Faros gesucht. Die Wartezeit auf den Bus hat sich gelohnt, die nette Portugiesin aus Hamburg hatte durchaus recht.


    Ich solle mich ja nicht von der „Gegend“ abschrecken lassen und es sähe auch eher armselig aus, aber in dieser Churrasqueira gäbe es das beste Hühnchen Fango piripiri der Stadt und ich denke, sie hatte recht und alles zusammen für unglaubliche 8,40€




    Verdauungsrunde durch die Stadt …

    … und dann heißt es Rucksack packen. Per EMail hatte ich die Erlaubnis, die Tasche mit dem Rest im Haus zu lassen und das hat dann auch so geklappt.
    Geändert von HaegarHH (11.01.2016 um 23:46 Uhr) Grund: geotaggen
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    2015-12-20 Silves: Es geht los

    #2
    2015-12-20 Silves: Es geht los

    Ich entscheide mich für den 9:00 Uhr Zug und werde schon gleich bestraft, in dem Moment, wo ich noch ein paar Fotos von der Dachterrasse machen will, bricht ein heftiger Regen los, der auch bis zum Bahnhof anhält. Dann gleich die zweite Strafe, um die Uhrzeit gibt es in Faro noch gar nix, kein Kaffee, kein Frühstück, ... nix. Selbst McDo hat noch geschlossen.


    10:10 Ankunft in Silves, ich steige aus, der Zug fährt ab und heftiges Prasseln ist zu hören. Na wunderbar, es war zwar etwas Regen angesagt, aber gleich zweimal so ein Guss? Windjacke weg, Regenjacke an, Regenhülle über den Rucksack und los geht es. Bereits 10 Min später ist es vorbei und die Sonne kämpft sich raus. Abgesehen von einem weiteren 5 Min. Wolkenbruch am späten Nachmittag war es das dann aber auch mit Niederschlag in der ganzen Zeit.


    Der Weg vom Bahnhof nach Silves ist anders als erwartet und dann ist da auch noch die Festung, die noch kurz mitgenommen werden will / muss.


    Deutlich später am Tag stelle ich meinen ersten Fehler fest, ich ignoriere die teure Cafeteria in der Festung, ich will auch endlich los.


    Doch sonst hat alles geschlossen, unterwegs in den kleinen Dörfer konnte man offene Minimercados sehen, in Silves nix, zumindest nix, was mir begegnet.


    Nach ca. 40 Min Fußmarsch von der Festung aus erreiche ich nach furten des ersten Baches (Flusses?) …

    …den ersten Markierungspfosten der Via Algarviana.

    Klar sagte die Vorhersage 20 und klar, das ist wärmer als der viel zu warme Dezember in Deutschland, aber kaum sind die letzten Wolken weg, brennt die Sonne richtig. Dank des Regens ist alles so richtig schön feucht und mit jeder Stunde steigt die Luftfeuchtigkeit spürbar an, es wird schwül, sehr schwül.


    Gut 2 Stunden später muss ich feststellen, dass ich ein Problem habe. Essen habe ich eigentlich genug dabei, aber dank fehlendem Einkauf alles nur Trockenzeug, nur Wasser, das ist eher nicht ausreichend. Die 3L in der Trinkblase zzgl. der 0,75l Reserve waren ohne die Schwüle eingeplant und der Schweiß fließt mehr als reichlich. Also helfe ich mir mit ein paar Weihnachtsplätzchen weiter und rationiere das Wasser.



    Die Landschaft ist nett, aber die ersten Stunden gar nicht so abwechslungsreich.



    Möglichkeiten zur Wasserversorgung gibt es keine. Ein paar wenige Häuser oder Höfe, aber alle menschenleer dafür mit um so mehr Hunden.



    Sandige Schotterpisten, ab und an mal ein etwas kleinerer Pfad. Mittlerweile rufen mir meine Schultern auch sehr deutlich zu, dass der Bach Shield mit den gut 22kg etwas überfordert ist, egal wie fest ich den Bauchgurt zerre, er hält einfach kaum auf der Hüfte.

    Laut GPS steht nun der Abstieg zum Ribeira de Odelouca an, als aus einer Böschung über mir ein schwarzer Hund auf die Straße springt. Er stellt sich mir jedoch nicht kläffend in den Weg, wie die bisherigen, sondern läuft mir brav hinterher.


    Schließt immer mehr auf und trabt irgendwann an meiner Seite. Na gut, wandere ich also nicht mehr alleine. Es tauchen ein paar mehr Häuser auf und ich erwarte, dass er irgendwann abbiegen wird. Irgendwann stürzen 5-6 Hunde aus einer Einfahrt heraus und machen recht deutlich und aggressiv klar, dass nur einer von uns beiden weiter darf. Zu meiner Überraschung ist mein Hund keine 5 Min später wieder neben mir, _hello again_. Nächstes Haus, nächste Meute, noch mehr kleine Hunde und die wirken unspassig, aber diesmal macht mein Begleiter schnell klar, dass wir keine Lust auf Diskussion haben.

    An der Hauptstraße weisen die Viaalgarviana-Schilder eindeutig weg von der Brücke und runter zum Fluss. Das Wasser ist eher hüft- als Knöcheltief und gegenüber grinst höhnisch das nächste Schild. Du mich auch, also zurück auf die Straße und trockenen Fußes die Brücke gewählt.

    Eigentlich bin ich fertig, Hinger spüre ich keinen, trinken würde ich gerne mehr und ich weiß, das gesteckte Ziel Monchique ist auf keinem Weg realistisch zu erreichen. Die ersten 2-3 Male bin ich auch schon wieder mit dem linken Fuß umgeknickt, wenn auch nur ganz leicht, aber er schmerzt schon. Erstmal geht es auf der Straße weiter, mittlerweile gehorcht mein Hund auf meine Zeichen und geht direkt an meinem Bein, wenn ein Auto kommt.

    Runter von der Straße werden die Wege kleiner, sehr viel schlechter und vor allen Dingen sehr viel nasser und damit unglaublich glitschig. Zum Glück geht es eben dahin, zahlreiche kleinere Bäche / Nebenflüsse müssen gefurtet werden. Die Kombination Tatra GTX mit eng zugeschnürter Lundhags Authentic Pant reicht zum Glück aus, es kommt Wasser in den Schuh.



    Seit längerer Zeit eine Fläche Stelle, sogar etwas Gras und genau hier steht sogar ein ausgewachsener Picknicktisch, wäre schon ein idealer und bequemer Platz zum Übernachten. Schade nur, das seit einiger Zeit Schilder sehr deutlich vor tödlichen Wassermassen aus dem nahen Staudamm warnen und der Platz liegt nur ca 5m von einem der Wasserläufe entfernt und kaum einen Meter höher. Ich Angsthase(?) lasse es mal lieber bleiben.

    Doch was danach kommt, wird für mich richtig hart und schmerzhaft. Mittlerweile nur noch kleine Pfade, eigentlich sehr schön, endlich keine Straße mehr, aber stellenweise schlammig, stellenweise eher kleine schlammige Bachläufe. Zu meinen Füßen wohl so viel Wasser, wie mir gerade über die Stirn fließt. Es ist so steil, dass ich tlw. die Hände zu Hilfe nehmen muss.



    Irgendwann ist es dann trotzdem so weit und ich knicke mit dem linken Fuß um ... AUA! Luft holen, trinken, Plätzchen, Zähne zusammen beißen und weiter. Zwei Serpentinen weiter rutscht der linke Fuß auf einem großen glatten Stein ab, knickt wieder weg und ich liege endgültig lang. Irgendwann kommt selbst der Hund zurück und leckt mir über die Hand, bevor er im Gesicht angekommen ist, rappel ich mich doch mal hoch und versuche langsam weiter zu kommen.

    Laut GPS soll eine Straße, sogar eine Kreuzung nicht weit sein, also ignoriere ich eine weitere Zeltmöglichkeit und gehe die paar hundert Meter weiter. Es ist mittlerweile nach fünf, bald wird es dunkel. Die ca. 10km Straße bis Monchique sind zu weit, für mich in meinem aktuellen Zustand alle mal. Per Anhalter? Wenn schon nicht durch die Galaxis, dann zumindest nach Monchique? Guter Plan, nur es fährt kein Auto in die Richtung. Statt dessen stürzen sich mehrere Hunde auf uns, gefolgt von einem wild rufenden Besitzer. Der meint übrigens, er kenne dem Hund, gehöre zu einem Hostel in Silves, wo der Inhaber Wandertouren leitet und der habe sich wohl bei der letzten abgesetzt. Aha!

    In der weiteren Diskussion gesellt sich der Besitzer des Hauses dazu und meint, Anhalter solle ich hier mal vergessen, Weiterlaufen sowieso und Zelten können man hier ja wo man will. Aber wenn ich will, dann könne ich auch bei ihm hinterm Haus mein Zelt aufstellen, er habe auch eine eigene Quelle oben am Berg und ich dürfe mir soviel Wasser Zapfen, wie ich will. Kostenfrei! Das gibt den Ausschlag und so baue ich an einem eher unromantischen Platz mein Zelt für die erste Nacht auf, nicht ohne vorher zu versuchen, die Quelle leer zu trinken.



    Mit krampfenden Beinen, auf einem matschigen Untergrund OHNE Unterlage ein ungewohntes Ein-Personen-Zelt einzurichten ist die letzte Herausforderung für heute. Danach noch Sahnenudeln mit Hühnchen und Spinat aus der Tüte als kulinarisches Highlight des Tages, was ziemlich einfach ist, so als erste feste Nahrung überhaupt, runtergespült mit der doppelten Portion Isotabs im Wasser und schon fallen mir die Augen zu.
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    2015-12-21 Monchique: 2 Gipfel

    #3
    2015-12-21 Monchique: 2 Gipfel

    Ich werde früh wach, weiß gar nicht, wann das erste mal. Mal aus dem Zelt schauen, was das Wetter so macht, mein Hund schaut ins Zelt was ich so mache! Mein Hund????? "Keine Sorge, der wird schon nach Hause gehen, wenn er Hunger bekommt!" hatte ich jedenfalls anders aufgefasst, als mein Hund. Er legt sich träge wieder hin und ich drehe mich auch noch mal um.

    Das Wetter ist spitze und ich fühle mich wieder frisch, während ca. 2m neben mir Bauarbeiter weitere Löcher für weitere Pfähle graben, packe ich zusammen und beschließe das "Frühstück" _oben_ einzunehmen, ohne dass mir zu dem Zeitpunkt wirklich klar ist, was oben bedeutet.



    Schon gleich nach dem Start stelle ich zum wiederholten Male fest, dass es tlw. einfacher ist, sich an den "Hier keine viaalgarviana"-Schildern zu orientieren, als an der eigentlichen Beschilderung. Der Weg zieht sich den Berg hoch und gibt wunderschöne Blicke auf den in der Ferne funkelnden Atlantik frei. Gegenlicht macht leider das Fotografieren schwer.





    Irgendwann erreiche ich zu meiner Überraschung keinen Gipfel sondern ein kleine Ansammlung von Häusern,


    der schmale Pfad mündet auf eine Straße. Eine Schlange liegt noch fast regungslos in der Sonne, eine Autofahrerin erkundigt sich nach meinem Hund, schnell ist der kleine Weiler wieder verlassen.



    Auf dem nächsten Gipfel ist der Aussichtsturm zu erkennen, dass muss der Picota sein und so geht es weiter bergauf, die Wege werden wieder breiter und es gibt die ersten Blicke auf die hüglige Landschaft im Norden. An der Abzweigung entscheide ich mich, den orangenen Punkten zum Picota zu folgen und die Via Algarviana zu verlassen. Netter kleiner Pfad, der sich leicht bergan schlängelt. Irgendwann kommt eine Straße in Sicht und zur Überraschung tauchen Via Algarviana Schilder auf. Ein fataler Gedanke schießt mir durch den Kopf "Wenn ich jetzt umknicken würde, wäre es wenigstens mit der Hi... " weiter kommt der Gedanke nicht, denn ein stechender Schmerz aus dem linken Fuß ist nur zu deutlich, einen Sturz kann ich gerade noch verhindern und mit aufkommender Übelkeit lasse ich mich erst mal auf einen liegenden Baumstamm nieder. Selbst mein Hund bekommt mich diesmal so schnell nicht wieder auf die Beine zurück, da hilft selbst Schlecken an der vor Schweiß tropfenden Hand nix.



    Die Straße ist noch ganz gut zu laufen, die folgende leichte Kletterei zum Gipfel eher dank des zunehmenden Hungers erledigt. Geschafft, oben, Rucksack runter, .... Pause!




    Um die Ecke sehe ich eine Frau sitzen, die selbst dann unbeweglich bleibt, selbst als der Hund sie beim Schnuppern anstubst. Dann sehe ich noch eine und noch mehr Leute, eine ganze Gruppe sitzt tief meditierend aus dem Gipfel des Picota, ob mein Hinweis "Entschuldigung, das ist nicht mein Hund und er folgt mir nur seit 2 Tagen und gerade weiß ich nicht, was ich tun soll!" ankommt, weiss ich nicht.


    Jemand schlägt eine Klangschale, es wird irgendwelches Essen verteilt und die Teilnehmer des Yogazirkels legen es neben sich ab. Mein Hund hat jedenfalls sehr schnell und deutlich vor mir sein Frühstück. Später erklärt mir eine Teilnehmerin sie hätten eine ganz wichtige Schweigemeditation gemacht und hätten daher nix sagen dürfen und schon ist die Gruppe verschwunden und ich kann in den windgeschützteren Bereich umziehen.



    Bald gesellen sich noch zwei nette Niederländerinnen auf Tagestour dazu.

    Der Abstieg über die West(?)-Seite Richtung Monchique ist dann wieder auf der Via Algarviana und ich taste mich mit meinem Knöchel nur sehr vorsichtig und langsam herunter, bis ich bessere Wege erreiche.


    Dabei kommt mir auch die einzige Wandergruppe der ganzen Tour entgegen, ca 8 Personen bahnen sich lautstark unterhaltend Ihren Weg. Im tiefer ins Tal geht es bergab und je mehr wir uns in die Stadt bewegen, desto unsicherer und ängstlicher wirkt mein Begleiter.

    Sehr hungrig und durstig, mit schmerzendem Knöchel und ziemlich fertig stehe ich dann vor dem riesig wirkenden InterMarché. Kaum trete ich durch die erste Tür, ist der Hund auch durch. Ich habe keine Ahnung, keine Hilfe in Sicht. Irgendwann bin ich drin und wähne mich allein, da huscht auch schon ein schwarzer Schatten hinter mir Richtung Fischstand. Es gibt Aufstand, Gerede, ich versuche zu erklären, dass das gar nicht mein Hund ist und ganz ehrlich, in dem Moment habe ich nur noch die kalten Getränke im Kopf. Nach über 30 Minuten bin ich dann endlich drin und kann einkaufen und eine Angestellte verbleibt mit dem Hund draußen. Als ich nach dem Einkauf wieder heraus komme, ist von dem Hund nichts mehr zu sehen. So richtig weiß ich nicht, ob ich erleichtert sein soll, oder ob er mir jetzt schon fehlt. Ich mache erstmal am Marktplatz Pause und überdenke, wie es weitergehen soll oder kann. Das schwarze Hund bleibt auch verschwunden.

    Ein kleiner Rundgang durch den Ort und auch bei der Touristinformation vorbei, nun weiß ich auch wann und wohin Busse fahren, dass es wirklich keinen Campingplatz gibt und wie ich aus dem Ort heraus wieder auf die Via Algarviana komme. Auf geht es.

    Am Stadtrand stehe ich nun mit dem Plan der Touristinformation und weiß trotzdem nicht weiter. Zwei ältere Damen, die in Morgenmäntel über ihrer Kleidung eine Hecke am Haus schneiden, meinen, alles Gut und zum Convent einfach da lang.



    Also ab durch den Hintergarten, durch ein Loch in der Mauer, ... irgendwann stehe ich mitten an einem kleinen Feld - Ende! Also alles zurück, die Damen immer noch bei der Arbeit lachen ein wenig, nein, nein, ich muss doch DEN Pfad da nehmen. Ah ja, also gut, die Alternative sehr deutlich zurück ins Dorf ist auch nicht verlockend. Also auf schmalen Pfaden über Mauern und immer weiter den Berg hoch, hinein in den Korkeichenwald, dornig überrankte Mauern stehen im Weg, es wird immer steiler. Doch jeder erkennbare Pfad, der zum Convent führen könnte, endet an massiv gesicherten Zäunen, vor Hundezwingern oder einfach im Nichts. Nach gut einer Stunde bin ich total durchgeschwitzt wieder unten im Dorf, die freundlichen Damen mit den Morgenmänteln habe ich beim dritten Mal dann lieber ignoriert.

    Am Convent führt direkt die Via Algarviana vorbei bzw. hier ist sie wieder ausgeschildert, die Touristinformation meinte noch was von großem Bogen, auch die Info stimmt nicht.




    Auf tlw. kleinen Pfaden geht es den Berg hoch, bis ich irgendwann auf einer Straße heraus komme. Von da aus geht es auf Forstautobahnen immer weiter nach oben. Irgendwann erkenne ich dann, dass heute nicht nur der Picota auf dem Weg lag, sondern auch der Foia auf dem Weg liegen wird.



    Zum Glück gibt es keine weiteren Probleme mit dem Fuß und auch den Rucksack spüre ich trotz reichlicher Wasserzuladung kaum. Ca. 16:45 stehe ich dann oben auf dem Gipfel, reichlich touristisch hier alles, klar führt ja auch eine Straße drüber.



    Ich spüre jetzt schon, wie kalt es hier oben ist und kaufe mir schnell noch einen Galão, bevor die Bar schließt. Hier übernachten? Irgendwo auf den Rasenflächen des Parkplatzes? Weiter unten gab es terrasenartige Flächen, die von Ferne nach Rasen aussahen, aber ehr morastiger Sumpf sind, zumindest aktuell. Direkt an der Straße gab es noch passende Flächen, aber das wäre nur Notlösung. Also stehe ich da oben etwas ratlos herum, während die Sonne untergeht, bekomme zunehmend Schüttelfrost und kann mich nicht entscheiden. Auch wenn die Dame in der Touristinformation meinte, ab hier wäre es nur noch ganz bequem immer runter bis zum Kap und Ihre Handbewegung ein Flugzeug in der Landung simulieren sollte, Weitergehen im Dunkeln will ich heute in meinem Zustand auch nicht mehr. So fällt es einer netten Engländerin, die gerade von einem Tagesausflug zurück kommt, eigentlich recht leicht, mich zu überzeugen, dass sie mir per Auto einen "Lift" gibt. Auch wenn Ihre resolute Art mir wohl keine andere Wahl gelassen hätte.

    So stehe ich also knapp 20 Min später wieder in der Touristinformation und frage nach einem B&B-Zimmer, die Antwort ist selbst für Monchique übersichtlich, eigentlich gegenüber das einzige B&B im Ort, oder bei der Bar mal fragen, die anderen hätten noch Schilder am Haus, aber würden schon länger geschlossen sein. Ob damit dauerhaft (zumindest bei einem wirkt es auf mich so) gemeint ist, oder nur saisonal, weiß ich nicht. Die alte Dame im B&B spricht kaum Englisch, als sie zum Schlüssel greift, stockt sie kurz, denkt nach und meint dann was von 35€ für das Zimmer, aber inkl. Frühstück. Das sind dann doch 10€ mehr, als von der
    Touristinformation vorher gesagt. "Ohne Frühstück?" wird vorgeblich nicht verstanden, sie schreibt noch dreimal die Zahl 35 auf eine alte Zeitung. Ich friere immer noch, will eine heiße Dusche, ... was soll es, 35€.



    Ca. 2h später, nach sehr ausgiebiger heißer Dusche und etwas Ruhe mache ich mich auf den Weg, irgendwo das Kaloriendefizit auszugleichen. Zu meiner Überraschung haben viele Restaurants bereits geschlossen, die noch am Mittag gut besucht waren. So lande ich schließlich in einem völlig überfüllt wirkenden Restaurant, dass etwas abseits des zentralen Platzes liegt. Trotz großer Weihnachts-Wichtel- Feier bekomme ich noch einen netten Platz in der Ecke und mit bestem Blick in die Küche. So bekomme ich schon die äußerst rustikale Art mit, wie hier Patatas Fritas per Hand aus dem Vollen geschlagen werden. Das Abendessen ist wirklich gut, für mich mehr als reichlich und ausgesprochen preiswert.

    Auch bei einer kurzen Verdauungsrunde durch das Dorf entdecke ich schwarzen Hund nicht mehr und bald darauf liege ich bereits im Bett.
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    2015-12-22 Marmalete: Es geht bergab

    #4
    2015-12-22 Marmalete: Es geht bergab

    Das Wetter auf dem iPhone sagt Sonne, 8°, im Zimmer ist es kalt und es fühlt sich sehr klamm an, selbst unter den Decken. Draußen zieht dicker Nebel vorbei, leichter Regen fällt. Eine Stunde später sieht es draußen kaum besser aus und der kleine Radiator hat es auch nicht wirklich wärmer gemacht. Also erstmal das inklusive Frühstück würdigen, dass wirklich gut ist und dann die Sachen packen.

    Auch wenn mir dann ein Stück des Weges fehlen wird, abkürzen muss ich so oder so, will ich wirklich noch am Cabo Sao Vicente stehen. Also habe ich mich entschieden, den Bus nach Marmelete zu nehmen und von dort aus noch bis Bensafrim zu gehen, die erste Hälfte des Weges nach Marmelete auf den Foia hatte ich ja bereits gestern geschafft. Der Bus geht erst um 12:30, also habe ich noch viel Zeit mich ein wenig im Ort rum zu treiben, die Pasteleria zu würdigen und einen kleinen Imbiss einzunehmen.



    Kurz nach 13:00 bin ich in Marmelete und kann dem schließenden Minimarkt gerade noch Wasser und eine Dose Eistee entreißen. Auch wenn damit der Rucksack deutlich über dem Komfortgewicht liegt, die Veesorgungslage ist gesichert, denn nach den letzten Tagen gehe ich nicht davon aus, die 30km am Stück zu bewältigen, schon gar nicht bei verbleibenden 4h Tageslicht.



    Der langgezogenen Weg heraus, zeigt, dass Marmelete größer, als erwartet ist. Das Medronho-Museum lasse ich rechts liegen. Dann geht es erstmal auf der Straße weiter, nicht schön, aber wenigstens schnell.



    An der Kreuzung muss ich mich dann endgültig entscheiden, ob ich wirklich auf dem GR13 bleibe und damit der Via Algarviana die ca. 28km bis Bensafrim folge, oder auf dem "Link" die ca. 16km nach Aljezur. Da ich keine Ahnung habe, wie die Verbindungen von Aljezur aussehen, halte ich an meinem ursprünglichen Plan fest.

    Bald darauf geht es von der geteerten Straße auf eine Art Forstautobahn, von wenigen, meist mäßigen Gegenanstiegen abgesehen, geht es bergab.



    Die Landschaft ist nett, aber verglichen mit den Tagen zuvor auch monotoner und weniger spektakulär.


    Zumindest komme ich heute sehr zügig und ohne weitere Probleme voran. Ich merke auch, dass ich durch die wesentlich dynamischere Bewegung mit dem eher überladenen Rucksack deutlich besser klar komme.


    Der Weg folgt einem Wasserlauf durch ein mehr oder minder breites Tal, es tauchen immer mehr Anwesen auf, tlw. mit Bewohnern, tlw. verlassen und verrammelt, aber immer mir reichlich Hunden.




    Irgendwann taucht dann der Schubkarrenmann auf und die Naturstrasse



    mündet wieder auf der Hauptstraße. Nun folgen mehrere Teerkilometer, einziger Lichtpunkt, hier gibt es ab und an kleine "Bars", in denen man sich verpflegen könnte, ich gönne mir zumindest ein Eis, ansonsten habe ich heute ausreichend an Board.


    Mittlerweile zerrt der Teer an meinen Nerven, zum Glück kommt an passender Stelle kein Auto in meine Richtung, sonst säße ich wohl schon per Anhalter auf dem Beifahrersitz.


    Irgendwann zweigt der Weg Richtung Albufeira da Barragem de Odeáxere ab und folgt mit einem sehr weiten Bogen dem Ufer.


    Nach einer weiteren Furt bediene ich mich frecherweise an einem reich tragenden Orangenbaum .... LECKER!


    Mal geht es weiter über Straßen, mal in Schlenker über Seitenwege. Mit der Dämmerung ist der Aussichtspunkt oberhalb des Albufeira da Barragem de Odeáxere erreicht.


    Vorher waren 1, 2 kleinere Stellen, die für das Zelt gereicht hätten, aber schön waren die nicht. Die Wiese hinter mir, DIE wirkt sehr überzeugend, der Ausblick noch mehr. Ein wenig unschlüssig gehe ich weiter bis zur Straße, die ist zwar relativ nah, aber von hier ist nix zu sehen. Die lauten Glocken kündigen Bewohner der Wiese an, diese sind aber scheinbar heute Abend auf der anderen Seite der Straße unterwegs. Also die paar Meter zurück und ein geeignetes Plätzchen gesucht und mit dem letzten Licht des Tages das Zelt aufgestellt und eingerichtet.

    Das Abendessen besteht aus Brot mit Chouriço und Morcela und etwas Kuchenresten, reicht locker und ist lecker. Später nochmal raus und versuchen ein wenig tentglow Fotos einzufangen, schließlich der Grund das HubbaNX in weiß und nicht in grün zu nehmen.

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    2015-12-23 Bensfarim - Sagres: Zieleinlauf

    #5
    2015-12-23 Bensfarim - Sagres: Zieleinlauf

    Das frühen Schlafengehen hat den Vorteil, dass ich auch früh wieder wach werde, aber um 7:00 ist es mir draußen einfach noch zu kalt. Aus dem Plan, in der Dämmerung abzubauen und mit den ersten Sonnenstrahlen zu verschwinden wird nix.



    Erst nochmal kurz rumdrehen und dann Frühstück mit lecker norwegischem Porridge und Kaffe satt - habe schließlich noch genüg Tütchen dabei und auch noch ausreichend Wasser.



    Kurz nach halb zehn ist dann alles gepackt und es geht weiter.





    12 km noch ... so langsam spüre ich das Ende der eigentlichen Wanderung näher zu kommen.



    Noch ein paar mehr Fotos, aber sowohl die Naturstrassen-Wander-Autobahn, als auch die Landschaft geben nun auch nicht mehr so viel Neues her.




    Ich folge der Beschilderung der Via Algarvina bis zum Hauptpunkt in Bensfarim - "Zielfoto".




    Danach Richtung Bushaltestelle, gegenüber im Minimarkt weiß man, in ca. 35 Min kommt der nächste Bus nach Lagos, prima, da kann ich ja noch ein paar frische, kalte Sachen kaufen und Mittagspause machen.

    Überrascht stelle ich fest, dass Bensfarim quasi ein Vorort von Lagos ist und recht schnell sind wir am Busterminal. Nach ca. 40 Min bekomme ich einen. aus nach Sagres und steige an der Touristinformation aus. Der Mitarbeiter ist so ziemlich der unmotivierteste und unfreundlichste, den ich in Portugal erlebt habe, scheint also der Gleiche zu sein, der bei sabine38 auch Dienst hatte. "Zum Campingplatz? Ja, da hätten sie an der ersten Bushaltestelle aussteigen müssen, aber das konnten Sie ja nicht wissen, weil ich Ihnen das jetzt erst sagen musste! ... Da vorne sind Taxen, ach Sie wollen laufen? .... dann geht es hier lang" Erst später stelle ich fest, dass der markierte Weg nicht nur völlig unsinnig durch Wohngebiete führt, sondern auch noch locker 1-2km Umweg bedeutet.



    Aber erstmal geht es zum Meer, ganz runter, Rucksack ab, Schuhe, Socken, Hose aus und zumindest die Füße ins Meer .... JA, Urlaub pur. Dann zum Campingplatz und Zelt aufbauen und ein wenig Kaffee und Kuchen, sagte ich schon, Urlaub pur?


    In den 3 InterMarches gab es jeweils fette Waschecke

    Dann stelle ich doch fest, dass es zwischen Radurlaub mal eben zum Supermarkt und nach Wanderetappe mal eben zum Supermarkt, doch feine aber wesentliche Unterschiede gibt. Mit dem erwarteten Verlaufen im Wohngebiet erreiche ich aber trotzdem den großen InterMarché und kaufe für das Abendessen ein. Zurück bietet mir das englische Pärchen aus der Nachbarschaft an, doch ihren Grill mit zu nutzen, klingt gut und wird es auch. Auch die Gespräche mit den beiden sind nett, sie sind gerade die Rota Vicentina von Lissabon herunter gelaufen, er will mit dem Rad durch Afrika, sie lieber nach Island.

    So spät wie die ganze Woche nicht, krabbel ich in den Schlafsack und denke noch, morgen KEINE HEKTIK!
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    2015-12–24 Sagres: Steilküste und eine Ecke Europas

    #6
    2015-12–24 Sagres: Steilküste und eine Ecke Europas


    Heiligabend ... dieses Jahr habe ich Zeit, ganz viel Zeit. Ja, ich mag es schon morgens in der Küche schon die ersten Dinge auf den Weg bringen, dabei einen Kaffe, dann so schnell es die Schlangen zu lassen die letzten Dinge abholen oder frische Ware kaufen und dann rein in die Feierei. Aber mal so ganz in Ruhe und in der Sonne Zeit zum munter werden haben, ist auch schön.



    Der Campingplatz bietet jeden Tag - gegen Vorbestellung bis frühen Abend am Vortag! - frisches Backwerk an, so gibt es erstmal frisches Baguette mit Queijo de Cabra e Vaca und noch einen zweiten Kaffee. Dabei fällt dann mein Blick ganz tief entspannt auf den Busfahrplan .... Sch... Der sinnvollste Bus würde in genau 8 Min fahren, ärgere mich über mich selber, ein Blick auf den Fahrplan am Abend vorher oder morgens beim Wachwerden und ich stände jetzt an der Bushaltestelle.



    Also Umplanen, festes Ziel wenigstens zum Sonnenuntergang am Cabo Sao Vicente stehen, also werde ich ab Campingplatz los gehen, runter zur Küste und dort dann Richtung Salema. Mir passend einen Bus nehmen und zurück nach Sagres und von dort aus den "Endspurt" zum Kap.



    Mittlerweile kenne ich auch die direkteren Wege durch das Wohngebiet bzw. an diesem vorbei, quere die Hauptstraße und nur kurze Zeit später bin ich bereits "draußen", …



    … nett hier, deutlich hübscher als befürchtet.



    Dann ist die Ferienanlage Martinhal erreicht, der Pfad nach GPS führt mich quasi über eine Böschung mitten rein auf eine Straße. Dort dann tatsächlich zwischen Pool und Liegewiese die mit Holz ausgelegten Wege nutzend queren



    und für mich eher unerwartet beginnt mit deutlichen Warnungen ein Pfad an den Klippen.




    Ein absoluter Traumweg


    und dank meiner Trödelei gehe ich ihn für den Sonnenstand in der richtigen Richtung ,



    weil so sehe ich alle Fotomotive ins rechte Licht gerückt, die Gegenrichtung glänzt sprichwörtlich im Gegenlicht. Auch wenn es tlw. mehrere Alternativen zu dem Pfad gibt, nach meinem ganzen Umknicken der letzten Tage, wähle ich lieber den Pfad so 2-3m von der Kante entfernt und nicht den direkt an der Kante, und ich dort ein wenig schneller unterwegs sein könnte, aber die Ausblicke sind einfach zu beeindruckend.



    Irgendwann entschließe ich mich dann den etwas größeren Wegen auf der OSM-Karte im GPS zu folgen und komme so tatsächlich direkt an dem "weißen" Bauernhof vorbei, ich würde es eher Anwesen oder Hacienda oder so nennen.



    Damit wird die Strecke aber auch langweilig, tlw. ist noch das Meer zu hören, zu sehen ist nix mehr und die Landschaft bietet nun auch nicht an jeder Kurve neue Eindrücke.



    Kurz vor dem Praia Do Barranco muss ich mich entschieden, entweder wie geplant so dicht wie möglich an der Küste weiter bis nach Salema, oder den Weg hoch nach Raposeira und einen "sinnvollen" Bus noch erwischen.


    Die Wege nach Salema erscheinen mir ähnlich langweilig, wie die zweite Hälfte bis hierhin, einfach so an der Küste weiter, dürfte ich keinesfalls die ca. 7,5km in zwei Stunden schaffen. Würde das nicht klappen, dann würde ich erst einen sehr viel späteren Bus erreichen und damit das Kap nur im Dunkeln erreichen, oder gar nicht mehr. Also die Straße hoch, 4,5km eine Stunde habe ich, bis zum nächsten Bus.



    Eigentlich ist es ganz nett zu laufen, das Tal recht hübsch und ab und an kommen aufmunternde Worte, wenn ein Wohnmobil vorbei fährt. Es gibt sogar Zubringerschilder zur Via Algarviana. Letztendlich bin ich dann so schnell oben. dass ich noch in aller Ruhe einen kleinen Einkauf im Minimarkt machen kann.

    Der Busfahrer vom Vortag scheint mich wieder zu erkennen und wirkt ... ähm ... Überrascht, ich bin es mal wieder vom Fahrpreis. 20 Min. später bin ich wieder in Sagres an der Touristinformation und starte zum Kap.



    Ein kurzer Besuch in einer der zahlreichen Töpferverkaufsstellen und dann bin ich wieder an der Küste.



    Es ist schon ein sehr deutlicher Unterschied zu sehen, denn die Wellen peitschen hier deutlich kräftiger an die Felsen, als am Vormittag. Leider ist der schöne Pfad bald zu Ende und ich laufe entlang der Straße. Irgendjemand scheint allen Sport und Tourismus zu hassen, denn sämtliche Wegweiser der Via Algarviana sind zerschlagen oder verbrannt, die Kilometrierung der Ecovia wirken eher wie gesprengt, zumindest abgeflext und verbrannt. Irgendwann bin ich dann auf dem schnurgeraden letzten Stück, Endspurt, gleich ankommen.



    Vor mir biegt noch eine größere Gruppe von älteren Französinnen auf die Straße ein und marschiert zügig Richtung Leuchtturm.


    Später sehe ich, dass sie alle nur mit (sehr) leichte. Gepäck unterwegs waren und von einem Kleinbus eingesammelt werden, ein Austausch scheitert leider an Sprachbarrieren.



    Irgendwann setze ich mich auf den Felsen …



    … und bestaune Touristinnen in Sandalen, die weit runterklettern, freue mich über eine Gruppe deutscher Frauen mit Weihnachtsmannmützen, lasse mich von Touristen mit Drohnen überraschen und bin nicht von chinesischen Paaren mit riesigen Selfiesticks überrascht, aber eigentlich genieße ich nur den Sonnenuntergang …



    … und sauge die Stimmung an einem der Eckpunkte Europas. Besonders die von den letzten Strahlen erleuchteten Felsen der nordwärts gehenden Küste gefallen mir.




    Kaum ist die Sonne weg, wird es richtig kalt und so nehme ich dankbar den angebotenen "Lift" an, steige aber schon am Schild Richtung Campingplatz vor Sagres aus. Prima, so kann ich noch Frühstück für den 1. Feiertag bestellen und einen Galão trinken. Danach ein wenig ausruhen und mich gesellschaftsfähig machen, na ja, halbwegs, leider lässt die Temperatur keine Alternative zu und so streife ich die mittlerweile selbststehende Trekkinghose wieder über.

    Wenn man weiß, wo es lang geht, ist der Weg in die Stadtmitte deutlich schneller. Leider wirkt tatsächlich alles verrammelt und verriegelt, die Vorhersagen hielten sich etwa die Balance zwischen an Heiligabend alles dicht und recht viel offen, weil die Leute ausgehen. Alles dicht? Nein, etwas weiter hinten leuchten Lichter und tatsächlich hat das "mum's" auf und die Kellnerin meint so in ca. 20 Min wäre dann wohl auch ein Tisch frei. So lange lasse ich die Bar lieber links liegen und genieße den Vollmond unten am Strand - einfach traumhaft. Ich kann gar nicht verstehen, wieso ich ganz alleine hier bin.

    Das Essen ist der absolute Knaller, Cappuccino de Bacalhau, Salada Morna (mit warmen Pulpo) und U Baba' geben nicht nur von der Speisekarte ein Versprechen ab, sondern es wird zu 120% auch eingelöst, begleitet von erstklassiger weihnachtsfreier Jazzmusik und einem feinen Wein aus Silves.



    Danach noch ein wenig am Strand stehen und das Meer genießen und dann zurück zum Zelt und die letzte Nacht in meinem selbst gemachten Weihnachtsgeschenk genießen.
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    2015-13-25 Sagres / Faro: Die Fahrt zurück

    #7
    2015-13-25 Sagres / Faro: Die Fahrt zurück

    Heute bloß keinen Fehler wiederholen und die Busabfahrt verpassen. Nachdem ich zum x-ten Mal auf meinen Fahrplan geschaut und diesen mit dem Zugfahrplan abgestimmt habe, gebe ich auf und fange an zu packen und dann aufzustehen. Leztendlich bliebt immer noch genug Zeit um in aller Ruhe auf der Terrasse des geschlossenen Restaurants die mobile Küche aufzubauen und zu frühstücken.



    Beim Auschecken noch kaltes Wasser gekauft und dann zur Bushaltestelle .. also theoretisch. Denn während es in der Gegenrichtung das übliche Schild und sogar so etwas wie ein Häusachen gibt, ist in Richung Lagos nix, gar nix. Hätte ich das gewusst, dann wäre ich früher los und ins Stadtzentrum gegangen, aber dafür ist es nun zu spät. Doch Anwohner beruhigen mich, das wäre so ok, einfach wenn der Bus kommt, der hier auch wirklich in der Richtung lang fährt, den Arm raushalten und so funktioniert es dann knapp 10 Minuten später auch.

    Der Weg in Lagos von dem Busdepot zum Bahnhof ist denkbar einfach, immer gerade aus, über die Fußgängerbrücke, wieder gerade aus ... da.


    Also nutze ich die restlichen 40 Min für ein Picknick unter Palmen.



    Auf der Zugfahrt nach …

    … fallen mir erst die riesigen Citrus-Plantagen auf und die tlw. sehr hohen und eher heckenartig angelegten Bäume. Hier bin ich auch am Sonntag schon lang gefahren, wieso ich das nicht mitbekommen habe, bleib mir ein Rätsel.



    Die Wartezeit in Faro, bis ich von meinem Guest House erfahre, dass jemand vor York ist, verbringe ich im Kaffee in der Fußgängerzone bei portugiesischer Weihnachtstorte und dem Betrachten der zahlreichen Spaziergänger.



    Abends haben nur wenig Restaurants geöffnet und so gibt es Pizza, auch leckere aber ich hätte lieber was Portugiesisches auf dem Teller gehabt.



    Danach zurück aufs Zimmer und Ausrüstung umpacken und einpacken und nix tun
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    2015-12-26 Epilog: Faro und Rückflug

    #8
    2015-12-26 Epilog: Faro und Rückflug



    Es ist gar nicht so einfach, um 8:10 in einer größeren portugiesischen Stadt einen offenen Bäcker oder so zu finden, bis auf einige (verräucherte) Bars und Zeitungsstände ist alles noch verrammelt. Also erstmal zum Busdepot und den Fahrplan prüfen, danach 2. und 3. Runde durch den Citybereich. Dann kann ich mit entsprechendem Backwerk beladen zurück und die nette Dachterrasse zum Frühstück nutzen.



    Das Zimmer darf ich bis zum Nachmittag behalten, ich scheine ohnehin an beiden Tagen der einzige Gast zu sein und so mache ich mich unbeschwert zu einem kleinen Rundgang durch die Stadt auf, …








    …erste Station Besichtigung der Kathedrale. Wirklich beeindruckend mit den vielen reich verzierten Seitenaltären …


    … und mit einem tollen Blick über die Stadt vom Turm.





    Abschließend nochmal Frago piripiri in der mir bekannten Churrasqueira und danach heißt es langsam und mit Reserven die Rückreise antreten.



    Beim fast wolkenlosen Rückflug gibt es traumhafte Blicke auf Madrid …



    …und Paris.




    Und dann …dann weihnachtet es doch noch

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  9. Fuchs
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    AW: [PT] Etwas Via Algarviana und ein wenig mehr - Weihnachten 2015

    #9
    Vielen Dank für Deinen Bericht aus meiner quasi 2. Heimat - mein erster Kontakt war damals auch zu Weihnachten, aber erstmals 1972, auch bei Hitze. Vieles hat sich verändert im Laufe der Jahre, aber vieles ist auch heute noch pure Natur.

    Es ist doch immer wieder schön zu sehen, dass Planung u. Durchführung bis ins kleine nicht immer kongruent sind; das trifft besonders für Portugal zu.

    Erdbeerbaumschnaps an Weihnachten aus der Adega "Ostern"

    Ich oute mich jetzt mal: PWD = Portuguese Water Dog, die Rasse meiner "Amiga" und Algarve ist ihre Heimat.

    LG, Joachim

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    AW: [PT] Etwas Via Algarviana und ein wenig mehr - Weihnachten 2015

    #10
    Danke für den schönen Bericht, die Fotos sind einfach klasse!

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    Avatar von lina
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    AW: [PT] Etwas Via Algarviana und ein wenig mehr - Weihnachten 2015

    #11
    Ebenfalls besten Dank, das war vorhin eine wunderbare Frühstücks-Begleit-Lektüre

    Was hast Du bei den Hundebegegnungen gemacht? Einfach ignoriert und weitergelaufen oder gewartet, bis sie das Interesse verloren hatten?

  12. Fuchs
    Avatar von PWD
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    AW: 2015-12–24 Sagres: Steilküste und eine Ecke Europas

    #12
    Zitat Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
    2015-12–24 Sagres: Steilküste und eine Ecke Europas
    Irgendwann setze ich mich auf den Felsen …



    … und bestaune Touristinnen in Sandalen, die weit runterklettern
    ... die aber die Erinnerungsplatte, vor der du sitzt, wohl nicht gelesen haben.


  13. Vorstand
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    Avatar von HaegarHH
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    AW: [PT] Etwas Via Algarviana und ein wenig mehr - Weihnachten 2015

    #13
    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Ebenfalls besten Dank, das war vorhin eine wunderbare Frühstücks-Begleit-Lektüre
    Danke Dir und den anderen für das Lob

    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Was hast Du bei den Hundebegegnungen gemacht? Einfach ignoriert und weitergelaufen oder gewartet, bis sie das Interesse verloren hatten?
    Hmmm ... schwere Frage, ich Hunde ist ein durchaus ambivalentes Thema …manche Hunde mag ich und die mögen mich, andere finde ich nervig und vielfach habe ich unterwegs ein sehr doofes Gefühl im Bauch

    OT: Bei einer "Testwanderung" vor 2 Jahren von Lüneburg nach Amelinghausen musste ich an einem Grundstück vorbei, dass ich vom Radfahren schon kannte und wo ich mich auf dem Rad immer schon sehr doof gefühlt habe. Mehrere nicht gerade kleine Hunde, alle frei laufend stürzen sich zumindest für mich aggressiv wirkend aus der Einfahrt.

    Also ich komme darauf zu und weiss, wo ich bin und was kommen wird. Es ist erstaunlich "ruhig" nur ein Hund stürzt aus der Einfahrt, läuft zurück, durch das Grundstück und kommt aus der anderen Einfahrt am Ende auf die Strasse zurück. Rennt wild kläffend und schnell auf mich zu. Ich weiss nicht, was ich tun soll, Besitzer sind nicht zu sehen, bin schon am Strassenrand gequetscht, Weglaufen ist nicht …er auf der rechten Seite, ich ganz links. Ich erwarte jeden Moment seine Zähne in meinem Bein …da biegt ein Auto in die Strasse ein, fährt wohl die erlaubten 70km/h. Der Hund zögert sogar einen Moment, aber dann ignoriert er das Auto komplett, stürzt auf mich zu. Trotz Notbremsung schiesst ihn das Auto mind. 20m ins Feld. So leid es mir tut, aber ich fühle mich sehr erleichtert und in gewissem Sinne gerettet.

    Bevor weitere Frage kommen …der Hund ist nach einem Moment aufgesprungen und ins Grundstück gelaufen, die Besitzer hat das mäßig interessiert, sie waren mehr dabei mir und dem Fahrer Ärger zu machen, immer so 5-6 unangenehme Hunde um uns rum. Polizei gerufen, Sache erledigt.

    Epilog: Nach einem kleinen … ähm …Zwischenfall mit der Steuerfahndung sind mittlerweile ALLE Hund den Besitzern abgenommen worden.


    Auf ungefähr SOWAS hatte ich mich in meinen schlimmsten Befürchtungen eingestellt. Und wenn ich ehrlich bin, war das auch noch ein Grund, warum ich mir ein nettes Spyderco für die innere Beintasche meiner Lundhags gekauft hatte, wohl wissend dass es wohl eher ein gutes Gefühl geben, als wirklich helfen würde.

    Ich habe aber in der ganzen Zeit 2-3 mal "gezuckt" wenn es hoch kam, so richtig doof, fand ich nur eine Situation, wo ich am Ende des ersten Tages zwischen schwarzen Hund und einen Angreifer geriet. Das hatte aber eigentlich NIX mit mir zu tun. Sonst kam tlw. die Meute wirklich raus aus dem Grundstück, tlw. auch auf die Strasse. Aber so lange man gerade aus weiterlief, haben sie das Interesse verloren.

    Unterm Strich fand ich das permanente Gebelle um einen rum deutlich nerviger, als das Zusammentreffen mit den Hunden.
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    AW: 2015-12–24 Sagres: Steilküste und eine Ecke Europas

    #14
    Zitat Zitat von PWD Beitrag anzeigen
    ... die aber die Erinnerungsplatte, vor der du sitzt, wohl nicht gelesen haben.

    Schlimmer noch, sehr viel schlimmer … es sind mehrfach Leute darüber gelatscht, auch mit hochhackigen Sandalen, und zweimal wurden auch Personen von Ihren Fotografen da drauf dirigiert, weil das der beste Platz ist. Bei dem ersten Paar hatte ich noch darauf hingewiesen, weil ich es absolut pietätlos fand, interessierte sie aber überhaupt nicht
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    [PT] Etwas Via Algarviana …gear list

    #15
    Hier mal meine Packliste, Wunsch (wie hier steht) und Wirklichkeit weichen ggf. ein wenig von einander ab , da ich die aber in TaskPaper führe und dann wirklich abstreiche, versuche(!) anzupassen, um sie dann wieder verwenden zu können, sollte es irgendwie stimmen.

    Die Seitentaschen sind z. B. dann im Hotel geblieben, genau wie die Kartuschenadapter oder die Seitentaschen für den Rucksack.

    • Kleidung und so:
      • Regenzeug
      • Haglöfs Boa Hood
      • Bergans Einer Fleecejacke
      • Haglöfs Hemd
      • Ortovox LongSleeve
      • 1x SuperNatural T-Shirt
      • Icebreaker T-Shirt
      • Lundhags Authentic Pants
      • Salewa ODER 3/4???
      • 1x Sport-Slip
      • 1x TK-Boxer
      • SN Boxer
      • Smartwool-Set
      • 3x Socken Wandern
      • Mütze / Handschuhe
      • Buff
      • Hut(???)
      • An/Abreise???:
        • BW T-Shirt
        • Hemd für Faro
        • Jeans oder Hose
        • Unterwäsche BW
        • Schlafshirt
        • Socken
      • Kultursachen & mehr:
        • 2x Handtücher
        • Zahnputzzeug
        • Dusche, Haar, Creme
        • Haargel
        • Medikamente, Verbandszeug
        • Erste Hilfe Packung + Pflaster
        • Blasenpflaster
        • Sport-Brille (????)
      • Küche und Kocher:
        • Kocher
        • Kartuschenadapter
        • Windschutz
        • Titan-Topfset
        • Titan-Teller, 1x Haferl
        • 2x Spork, 1 Messer
        • Feuerzeug
        • Allzwecktuch
        • Spülmittel
        • Klopapier
        • Lebensmittel:
          • Gewürze
          • Öl
          • Flocken oder so
          • Tee, Kaffee, Milchpulver
          • Trekking-Tüten
          • Iso-Tabletten

      • Ausrüstung:
        • MSR Hubba NX
        • Rucksack
        • Trinkblase
        • Wasserflasche
        • Seiten- + Gurttaschen
        • Packsäcke
        • Spanngurte (Exped)
        • Exped Daypack Poncho
        • Exped SynMat UL 7LW
        • Quilt+Spannbetttuch
        • Mini-Wäscheleine
        • Mülltüte + Schaufel
      • Technik:
        • GPS
        • Kopflampe, Taschenlampe
        • 6x Akku, 2x LiIon
        • Ladegeräte, Kabel, Kopfhörer
        • iPad, iPhone
      • Sonstiges:
        • Ringbuch, Stift, …
        • Karten


    Aber ein Bild sagt mehr als 1000 Worte …

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  16. Fuchs
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    AW: [PT] Etwas Via Algarviana …gear list

    #16
    Zitat Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
    Hier mal meine Packliste, ...
    [*] Hut(???)
    Wie, du weißt nicht, wer dein Hut ist

    Das ist doch wohl der Tilley TH4 aus Hanf, das gute Stück - darf man doch sagen; da läßt sich garantiert kein THC raus holen

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    Fuchs
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    AW: [PT] Etwas Via Algarviana …gear list

    #17
    Zitat Zitat von PWD Beitrag anzeigen
    Wie, du weißt nicht, wer dein Hut ist

    Das ist doch wohl der Tilley TH4 aus Hanf, das gute Stück - darf man doch sagen; da läßt sich garantiert kein THC raus holen
    Ich weiss sehr genau welcher Hut das ist und was ich an ihm habe …die Frage war halt, will ich den mitnehmen, oder nur eine dünne Sommermütze und eine wärmere Windstoppermütze, aber unübersehbar hat mein Hut die Entscheidung für sich gewonnen
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  18. AW: 2015-12–24 Sagres: Steilküste und eine Ecke Europas

    #18
    Zitat Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
    Ein absoluter Traumweg
    ... der sich mindestens bis Praia da Luz verlängern lässt.

    Die Bucht bei Raposeira ist deinem Foto nach endgültig in der Hand gut betuchter WoMO-Besitzer aus dem kalten Rest-Europa. Hoffentlich kassieren sie wenigstens Standgebühr auf dem Parkplatz. Die Daueraussteiger hat es wohl nicht mehr gehalten. Schade.

    Deinen Hinweis auf die Bushaltstelle nach dem Kreisverkehr (Decathlon,Faro) habe in den Planungs-Thread geschubst.
    Geändert von Werner Hohn (13.01.2016 um 18:41 Uhr) Grund: Rechtschreibung
    .

  19. Fuchs
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    AW: 2015-12–24 Sagres: Steilküste und eine Ecke Europas

    #19
    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Die Bucht bei Raposeira ist deinem Foto nach endgültig in der Hand gut betuchter WoMO-Besitzer aus dem kalten Rest-Europa. Hoffentlich kassieren sie wenigsten Standgebühr auf dem Parkplatz.
    ... tun sie noch nicht, klick, klack

    Ich sollte das besser nicht machen, aber die WoMo´s suchen sich die Stellplätze anderswo raus als hier.

  20. Gerne im Forum

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    AW: [PT] Etwas Via Algarviana und ein wenig mehr - Weihnachten 2015

    #20
    Schöner Bericht! Danke!
    Mehr Informationen und Fotos zu diesem Beitrag und Japan gibt es hier:

    http://wanderweib.de

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