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  1. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #21
    Mitreisende: Suomalee, Beyond
    Ja, Salzwasser ist dichter und schwerer als Süßwasser und trägt daher besser. Hinzufügen muß man aber: bei gleicher Temperatur. Auch die Temperatur bestimmt die Dichte von Wasser. Bekanntlich hat ja Wasser mit +4° die höchste Dichte.
    Wie lange eine Durchmischung dauert und ob ein Regenguß ausreicht, auf dem Salzwasser eine Süßwasserschicht zu bilden, weiß ich auch nicht.
    Ditschi

  2. Erfahren
    Avatar von Suomalee
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #22
    Hallo Ditschi und PWD, danke für Eure Ergänznug!

    Ich finde es zwar auch unwahrscheinlich, dass Regen eine Süswasserschicht auf Salzwasser bilden kann.
    Andererseits weiß ich ja nicht, ob es tatsächlich sehr viel Niederschlag gab in dieser Nacht?
    Ich kann nur meine Beobachtung schildern.
    Und auf jeden Fall war es ein flüchtiger Eindruck, der bald schon wieder verschwunden war.

    Es roch um uns herum süsser, als an den anderen Tagen und das Wasser hatte irgendwie eine andere Qualität. Süßwasser hat auch eine andere Haptik als Salzwasser.
    Salzwasser bremst mehr zwischen den Fingern, Süßwasser ist glatter.
    Macht ja auch keine Rückstände.

    Wie gesagt, dort zwischen den Landmassen der großen Inseln hatte das Wasser nicht so viel Austausch, wie auf freieren Flächen und: wegen des Unwetters sind keine Boote und Schiffe unterwegs gewesen, die ihrerseits Bewegung hinein gebracht hätten.

    Es ist auf jeden Fall interessant darüber nachzudenken.
    Geheimnisse, die sich lüften, oder welche bleiben.

    Lieben Gruß, Lee

  3. Erfahren
    Avatar von Suomalee
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #23
    17.08.2015
    KAFFEETRINKEN AUF LAVDARA

    Wir schöpften neuen Mut und hielten nach der Passage Dugi Otok/Granaten auf eine kleine vorgelagerte Insel von Lavdara zu.
    Dieses Mal wollten wir die Ostseite der beiden Inseln entlang, um schließlich an einem weiteren bekannten Platz in Lavdaras Norden zu gelangen.
    Dort war ein Möwenbrutplatz, den wir vor vier Jahren entdeckten, als ich von dem schmerzendem Salzwasser in meinen Wunden dringend eine Auszeit brauchte.
    Aufmerksam paddelten wir voran und versuchten unsere Stelle schon von Weitem auszumachen.
    Ich entdeckte sie, aufgrund ihrer kleinen, doch markanten Felsenreihung, die ich in ein Sonnenaufgangsfoto einbezogen hatte.
    Es ging uns ähnlich, wie zuvor auf Dugi Otok.
    Wieder mussten sich unsere Augen erst einsehen in die Landschaft, so, wie bei einem guten Freund, den man jahrelang nicht gesehen hat.
    Man erkennt ihn erst so richtig wieder, während miteinander die ersten Worte gewechselt werden...
    Diesmal war die kleine Felsenplatte auf der wir genächtigt hatten noch stark mit Möwenkot verschmutzt und hinterließ eine Geruchsvisitenkarte.
    Wir waren ja auch früher im Jahr dran als damals.
    Ungefähr eineinhalb Monate zeitiger diesmal.
    Da bedurfte es noch einiger starker Regengüsse, bis der Platz hier akzeptabel für eine Übernachtung wurde.
    Wir hatten jedoch Lust auf einen Kaffee!
    Schnell war der Sturmkocher aufgebaut und schon duftete das aufgebrühte Pulver in der warmen und endlich mal frischen Mittagsluft.
    Wir entschieden uns dazu weiter zu ziehen, doch zuvor hatte ich noch etwas zu erledigen.
    Ich suchte Möwenschädel!
    Denn ich hatte einem Freund versprochen, ihm einen mitzubringen und es schadet auch so nicht, welche in Reserve zu haben, denn manchmal geht halt was kaputt.
    Ich hatte noch gut in Erinnerung wo ich suchen musste und begab mich ans Werk, das heißt auf einen Spaziergang.
    Doch die bekannten Plätze gaben nichts her.
    Ja hatte denn einer hier vor mir aufgeräumt?
    Fast unverrichteter Dinge kehrte ich um und inspizierte noch einmal den Saum der Maccia und die Felsenvorsprünge bis zum Wasser hinunter.
    Einzig ziemlich derangierte Möwen-noch-nicht-ganz-Skelette konnte ich finden.
    Enttäuschung.
    You can´t allways get what you want...
    Dieser Song war irgendwie so ne Art Motto für den gesamten Trip, merke ich gerade.
    ...but if you try sometimes, you get what you need...
    Dann hatte doch noch der Möwenschädelgott Erbarmen mit mir und ich brauchte nicht mit leeren Händen zurück zu kommen. Während ich Walter mit meiner Beute entgegen kam, hielt er mir seinerseits seine Ausbeute hin.
    Hasi bekam endlich Gesellschaft auf seinem Brett.
    Jetzt konnte es weitergehen.
    Die nette Wirtin hatte uns einen Tipp gegeben, wo ein größerer Kiesstrand sein könnte.
    Die Yachtler, die bei ihr einkehrten, erzählten öfter davon.
    Das wollten wir uns jetzt ansehen.
    Es war ein Inselchen oberhalb von Sali, nah an Dugi Otok. Auf der Strecke dorthin befanden sich noch zwei weitere Inselchen im weiten Blau.
    Die peilten wir zunächst an.
    Die vordere Insel hatte zwei Häuser auf ihrer westlichen Seite und die hintere einer wunderschönen großen Felsenplatte!
    Wir vertagten unser Anliegen auf den morgigen Tag und setzten an zum Ausbooten.


    Zwischen Himmel und Erde auf Tukoscak


    Tukoscak

    DER SEIGL RUFT

    Unerwartet hatten wir einen Traumplatz auf der kleinen Insel Tukoscak gefunden.
    Ihr müsst Eure Fantasie walten lassen, denn auf den Inselnamen sitzen natürlich lauter Häkchen, die entscheidend sind, aber meine Tastatur gibt das nicht her.
    Eine schöne große Fläche konnten wir für heute Abend unser Eigen nennen und schon breiteten wir uns aus.
    Nun konnten selbst die letzten Utensilien trocknen, die zuvor in unserer bescheidenen Unterkunft weder einen Kleiderbügel, geschweige denn eine Stuhllehne gefunden haben.
    Es war noch früh genug für einen Spaziergang und ich hatte den Such-und-Find-Modus noch inne.
    Deshalb forderte ich mein Glück gleich noch einmal heraus und ließ Walter allein.
    Es gab große Felsenbänder, die sich wie eine umgestürzte Dominosteinkette mit einer Steigung von ungefähr 30%, um die Insel herum legten. Sie waren mehr oder weniger zerklüftet und ausgeschwemmt.
    Mal ging ich leicht dahin, mal musste ich gut aufpassen, wohin ich meinen Fuß setzte.
    Herum lag hier erstaunlich wenig.
    Eine sehr saubere kleine Insel zu Abwechslung.
    Ab und zu sah ich ein paar Federn von ehemals risikofreudigen oder noch unerfahrenen Möwen, die es von der Brandung in die Felsen gedroschen hatte, sonst nichts.
    Halt, auch hier fand ich Überreste eines schon sehr verwitterten Federkernmatrazenskelettes.
    Vor mir flogen immer wieder schreiende Möwen auf, die mein Kommen allen Bewohner von Tukoscak ankündigten.
    Und tatsächlich bewegten sich die verwachsenen Olivenbäume oberhalb von mir.
    Ich beschloss nachzuschauen.
    Nur ein paar Schritte brauchte ich Insel einwärts zu klettern, schon hörte ich das Trappeln und Stampfen einer kleinen, jedoch stattlichen Herde von Karakulschafen.
    Inzwischen war ich gut ein Drittel im Uhrzeigersinn um die Insel herumgelaufen, da war ER in meinen Gedanken.
    Wenn, dann ist genau hier ein Seigl zu finden.
    Ich sah mich um, wo sollte das sein?
    Der einzige Mini-Kiesstrand lag unter dem Felsenband, auf dem ich gerade stand.
    Ich stieg hinunter, meiner Eingebung folgend.
    Nichts.
    Es war alles sehr übersichtlich hier und die Fläche schnell abgecheckt.
    Die Begrenzung des Strändchens war das soeben von mir verlassene Felsenband, das tiefe Auswaschungen hatte.
    Ich blickte in die dunklen Spalten hinein.
    Meine Augen mussten sich erst an die schattige Optik gewöhnen.
    Ich erkannte Stöckchen und Kiesel und ein großes rundes Etwas und brauchte einen Moment, bis ich verstand, dass es ein Seigl war!
    Ich hatte ihn nicht gleich erkannt, denn er war viel größer als die bisher überhaupt jemals gefundenen, dass er meine Sehgewohnheiten diesbezüglich sprengte.
    Vorsichtig versuchte ich ihn mit Schwemmholzstöckchen aus den ihm zum Verhängnis gewordenen Felsen zu befreien.
    Nicht um ihn zu retten, denn er war schon lange nicht mehr unter uns, sondern um ihn zu bergen.
    Sicher hatte ihn eine große Welle in die Spalte gespült und er konnte aufgrund seiner Größe nicht mehr heraus.
    Armer, armer Seigl.
    Bis auf seine abgebrochenen, lilafarbenen Stachel war er tatsächlich unversehrt. Sogar die riesige Laterne des Aristoteles war noch vollständig!
    Wohl, weil ihn die Möwen in der Tiefe seines Gefängnisses nicht erreichen konnten.
    Sonst wäre auch sein Gehäuse bestimmt kaputt.
    Ach du schöner, armer Seigl!
    Andächtig nahm ich den Abglanz des großen Seigl in meine Obhut, entfernte die gebrochenen Stacheln und holte die Laterne heraus.
    Kennt Ihr das, wenn man nicht weiß, ob man sich freuen soll oder nicht?
    Auf jeden Fall sah ich mich verpflichtet ihn mitzunehmen und in Ehren zu halten.


    Der Riesenseigl mit Dugi Otok-Kulisse


    Auf meinem Rückweg sprang mir dann doch noch ein Möwenschädel in die imaginäre Tasche...
    Der restliche Abend verlief nach einem gewohnten Muster.
    Kochen, essen und Himmel bei Sonnenuntergang orakeln.
    Inzwischen gab es schon wieder mehr Bewölkung, als uns lieb war.
    Daher kletterten wir zum Finale auf die Westseite, um besser sehen zu können.
    Wir verkürzten uns die Wartezeit mit Ahoibrause, wie es echten Seeleuten gebührt.
    Es muss ja nicht immer Hochprozentiges sein.
    Der Himmel hielt uns zum Narren, wir wurden nicht schlau aus ihm, nur misstrauischer.
    Trotzdem legten wir uns nur auf unsere Matten unter den freien Nachthimmel, denn irgendwann muss man ja auch mal Sterne gucken.
    Schön.
    Schön müde.
    Schön schlafen.
    Schöne Bescherung!
    Walter weckte mich drängend, denn er hatte Regentropfen abbekommen.
    Schlaftrunken wurschtelte ich mich aus meinem Schlafsack und kramte Plane, Zelt und Stangen aus dem Boot.
    Diese sind aus platzspartechnischen Gründen natürlich nicht in der selben Luke verstaut, sondern ergonomisch in den Bootsrumpf eingepasst.
    Wir bauten auf und lagen mal wieder in einem stickig warmen Zelt und der nächtlichen Sternenweite beraubt.
    Ein paar kurze Schauer streiften uns, dann schlief ich ein.


    Abendstimmung
    Geändert von Suomalee (02.05.2016 um 23:16 Uhr)

  4. Erfahren
    Avatar von Suomalee
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #24
    18.08.2015
    S(CHW)EIN ODER NICHTS(CHW)EIN


    Knochiges Schattenspiel

    Anderntags schien zwar die Sonne, doch war das Meer bewegter als uns lieb war.
    Nachdem ich meine neuen Fundstücke fotografiert hatte und wir reisefertig waren, mussten wir verdammt gut die hohen drei Wellen abpassen, um einen vor allem für mein GFK-Boot, einen sicheren Einstieg hin zubekommen.
    Da reicht echt nicht viel und so ein beladenes Boot schlägt quer und treibt in der Brandung wie ein Baumstamm gegen die Felsen. Wenn man sich dazwischen stellt, also zwischen Boot und Felsen, läuft man Gefahr sich die Beine zu brechen.
    Hatte ich mal auf Elba an einem Kieselstrand erlebt, seit dem habe ich einen Heidenrespekt davor.
    Doch hier sind ja noch die Felsen zu beachten.
    Dort, wo sie meist im Wasser sind, sind sie mit einer rutschigen Schicht überzogen.
    Hinfallen wäre hier nicht ratsam, denn sie schneiden tief, diese Felsen.
    Abgesehen von den lebenden Seigl, die in dieser Zone wohnen oder grasen. Will man also mit einem beladenen Tourenboot den Transfer vollziehen, muss man schrittweise das Boot zu zweit anheben und 30 Zentimeter weiter wieder absetzen, einen neuen Stand suchen auf glitschig-scharfen Felsen und so weiter und so weiter.
    Bei über 5 Meter Bootslänge eine Prozedur für sich. Wir behalfen uns manchmal mit kleinen Hölzern, Schwimmern oder Plastikflaschen, um eine Puffer zwischen Boot und Felsen zu haben.
    Ich bin nicht schwach, doch ich frage mich manchmal bei ganz besonders ungünstigen Ausstiegen, wann es mir bei so einer Aktion eine Bandscheibe raushaut.
    Bisher ging jedoch immer alles gut.
    Auch diesmal ging alles gut und wir setzten unser Vorhaben fort, die Empfehlung der Frau Wirtin zu erkunden.
    Gut, dass wir auf Tukoscak geblieben sind.
    Der Tipp war nicht besonders spektakulär, vielleicht für Yachtler, aber nicht für Kajaker.
    Weiter ging’s nochmal über Sali zum Proviant nachladen, vor allem Wasser und Bier; wir waren seit der Apokalypse auf Leichteres umgestiegen, da vertat man sich nicht so schnell...
    Unser Plan war noch mal die Ostseite von Lavdara hinunter zu ziehen, denn wir hatten dort zuvor zwei passable Felsenplatten geortet.
    Auch stiegen wir kurz an der Möwenbrutstelle aus.
    Dort hatte ich noch ein Brett um Trocknen hinterlegt, welches darauf wartete einen Daumen nach oben zu bekommen.
    Der Daumen ging aber dann doch nach unten.
    Stattdessen schleifte Walter den größten Möwenschädel unserer gesamten Sammlung an.
    Mein Brett war voll mit Hasi und seinen vier Möwenfreunden.
    Nun musste Walter auch mal zupacken.
    Doch der Schädel stand ihm gut.
    Mit seiner weißen Mütze sahen er und der Schädel aus, wie ein eingeschworenes Team.
    So Sein oder Nichtsein-mäßig.
    Die zuvor von uns georteten Lagerplätze waren belegt und mir stand der Sinn nach mehr Strecke machen und so zogen wir weiter, an Mali Lavdara vorbei in Richtung Süden.
    Walter hatte in der Touristeninfo von Sali einen Ausdruck des lokalen Wetterberichts für die kommenden drei Tage mitgenommen. Der beschäftigte uns.
    Wahrscheinlich haben wir deshalb den sicheren Schlafplatz aufgegeben, weil wir über die Wetterprognose schon wieder beunruhigt waren.
    In den folgenden Tagen sollte es neben Gewitter und Regen auch stärkeren Wind geben, und zwar entgegengesetzt unserer Fahrtrichtung.
    Sah nach Arbeit aus.
    Daher überredete ich Walter dazu, ein Plätzchen weiter unten im Süden zu suchen, damit wir das Paddeln bei starkem Gegenwind mehr eingrenzen konnten.
    Durch eine kleine Überfahrt tauschten wir die Ostseite der Inselchen gegen die Westseite neuer Inselchen ein und gelangten weiter östlich in Richtung Festland, von welchem uns noch diverse kleinere und größere Landmassen trennten.
    Noch immer überragten die Granaten und Dugi Otok das gesamte westliche Panorama, vom Norden bis zum Süden, wie zwei riesige schlafende Dinosaurier die den Weg zur Adria versperrten.
    Alles Vorgelagerte in unserem rechten Sichtbereich passte sich diesen imposanten Gebirgszügen wie Chamäleons an.
    Kurz bevor wir den Saum von Kurba Mala erreichten, bewegte sich das Wasser heftig.
    Hier... und dann da... mit einer dunkeln Finne in den hellblauweißen Spritzerstrudeln.
    Eine Delphinschule! Leider haben sie sich nicht weiter gezeigt.
    Vielleicht auch Gott sei Dank, denn wie ich neuerdings erfuhr, gibt es in der Adria auch Haie.
    Da hätte ich mich bestimmt wieder erschrocken.
    Jedoch vier Jahre zuvor, beobachteten wir tatsächlich nicht unweit von hier bei Lavdara, Delphine beim morgendlichen Spiel in den Wellen.
    Weiter gings um mehrere aufeinanderfolgende Inselchen, die allesamt keinen Lagerplatz hergeben wollten.
    Wir kamen in deutlich erschlossenere Gebiete.
    In kleinen Buchten gab es Feriendomizile oder Wochenendwohnsitze.
    Auch sahen wir eine Insel von höchstens 70 Metern Länge mit einer Steinmauer umgeben.
    Drin ein Haus und ein Olivenhain.
    Außen eine Mole, Kies und Felsen.
    Ein starkes Bild. Arnold Böcklins Toteninsel-mäßig.
    Aber kein Schlafplatz für uns dabei.
    Dezente Verzweiflung in unseren Gemütern.
    Wurde das heute wieder so ein Härtefall?
    In unserer Ratlosigkeit hatten wir die Entscheidung zu treffen, ob wir die nächstgrößere Insel Sit westlich oder östlich entlang paddeln sollten.
    So etwas ist bei längeren Strecken gravierend, denn dann gibt es kein Zurück mehr.
    Schon gar nicht zu vorgerückter Stunde.
    Wir hatten nicht mehr viel Zeit und der Küstensaum von Sit sah nicht vielversprechend aus.
    Wir nahmen die Ostseite. Bewohnte Buchten ohne weitere Lagermöglichkeit.
    Höchstens 10 Meter grober Kies, der nicht die Tiefe hergab, sich vor höheren Wellen zu schützen.
    Mittlerweile hatte ich Hunger und überredete Walter zu einem Notstop.
    Für eine Zwischenmahlzeit war es zu spät.
    Es war eine echte Tortur selbst im Wasser auf diesem Untergrund Halt zu finden.
    Auf messerscharfen, ausgewaschenen Felsen zogen wir unsere Boote halb aus dem Wasser und lagerten diese punktuell auf kleineren Hölzern, damit diese nicht mehr als nötig zerkratzten.
    Wir aßen müde und ratlos im Stehen, zum Sitzen gab es vor lauter stacheligem Gestrüpp und Fakir-Felsen keine Möglichkeit.
    Wir waren angespannt und gereizt und gleichzeitig auf einander angewiesen.
    Wenn man könnte, würde man in so einem Moment gern alles hinschmeißen.
    Aber man kann nicht.
    Wie es so schön heißt: auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
    Die Sonne stand schon nahe am Horizont und ihre Wärme lies deutlich nach, als wir noch immer die Felsen von Sit vom Wasser aus absuchten.
    Ganz unerwartet falteten sich die Felsenbänder zu einer Waagerechten, um wenige Meter dahinter schon wieder zum Meer hin abzufallen.
    Es war die einzige Chance, die wir hatten.
    Schwein gehabt!
    Nichts wie raus hier, um in der letzten Abendsonne schnell die täglichen Standards zu verrichten.
    Wenigstens einmal untertauchen, wenn schon nicht schwimmen, das Salz von der Haut reiben, damit der Schlafsack nicht so viel Wasser zieht.
    Die Paddelklamotten im Meer ausspülen und auswringen, damit sie nur eine dünne Lage Salz haben.
    Zum ersten Mal sahen wir unsere Kajaks nicht unmittelbar von unserem Lager aus, denn der Ausstieg gelang uns nur ca. vierzig Meter von der ebenen Fläche entfernt.
    Rasch alles an seinen Platz, nur das Nötigste zum Schlafen dabei und die Lukendeckel sorgfältig geschlossen, damit wir uns im Dunkeln nicht unnötig auf den Felsen bewegen zu mussten.
    Ein Sturz hier wäre echt verheerend gewesen!
    Trotzdem nahm ich den Sturmkocher mit, um noch eine Suppe oder einen Tee auf dem Nachtlager zu trinken.
    Ihm machte ja Nässe nichts aus.
    Während dessen durchdachten wir minutiös, wie wir im Falle eines früher einsetzenden Regens oder Schlimmeren hier in den Felsen vorgehen konnten.
    Inklusive des anschließendem Abwetterns.
    Dazu wollten wir die große Plane benutzen und uns wie eine Nautilus-Schnecke darin einwickeln.
    Sie aufzuspannen war hier absolut nicht möglich. Im Dunkeln sowieso undenkbar.
    Zum Gute-Nacht-Tee hatten wir noch für ein paar Minuten schön beleuchtete Quellwolken über Pasman und einen sich zuziehenden Himmel hinter uns im Westen über Sit.


    Schwein gehabt auf Sit
    Geändert von Suomalee (10.09.2015 um 08:01 Uhr)

  5. Erfahren
    Avatar von Suomalee
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #25
    19.08.2015
    DEN SEINEN NIMMT DER HERR DEN SCHLAF

    Ich träumte mit Leichtigkeit eine Straße hinunter zu laufen.
    Geldnoten flogen um mich herum...
    Es geht jetzt los!
    Walter riss mich aus dem Schlaf.
    Ich setzte mich auf und versuchte mich zu sortieren.
    Glücklicher Weise hatte der Regen noch nicht eingesetzt und wir genügend Zeit die Schlafsäcke und Isomatten einzupacken. Automatisch erledigte ich die Handgriffe und folgte Walter zu den Booten.
    Es war noch stockdunkel, vielleicht 4:00 Uhr morgens.
    So vorsichtig wir konnten, stolperten wir über die Felsen. Eine Taschenlampe nützt in so einer Situation nur begrenzt, weil sie Schatten schlägt und spitze Felsvorsprünge unsichtbar lässt.
    Ich zog mir eine Wunde am Fußgelenk zu.
    Doch mehr Schaden entstand nicht.
    Wir hatten sogar noch gerade Zeit eine ordentliche Tasse Kaffee und ein eiliges Notfrühstück zu uns zu nehmen, denn was man hat, das hat man.
    Dann setzte der Regen ein und wir verwandelten uns in eine Planennautilusschnecke, die mehr breit, als hoch war.
    Ich verharrte in einer unbequemen Haltung und ließ meine Augen geschlossen.
    Inzwischen dämmerte es leicht über Pasman.
    Donner war in der Ferne zu hören und Wetterleuchten zu sehen.
    Wir hofften von Schlimmeren verschont zu werden.
    Eine gute Stunde später war es vorüber.
    Noch eine Weile blieb ich sitzen, da ich so müde war und ich mich nicht durchringen konnte, meine Augen konstant offen zu halten.
    Noch im Zwielicht zogen wir los und glitten durch die unwirklichen Lichtverhältnisse.


    Morgens nach dem Einbooten zwischen Sit und Pasman

    Wir paddelten in dunkelfarblosem Wasser, das dieselbe Tönung wie der Himmel besaß.
    Die Sonne schaffte es nicht sich zu zeigen.
    Das Panorama von Nord nach Süd zu unserer Rechten sah durchweg bedrohlich anthrazit aus und wurde nur ab und zu von Wetterleuchten und Fallstreifen aufgelockert.
    Es wurde erst am Abend wieder richtig taghell, zuvor begleiteten uns ständig schwere bleigraue Wolken mit und ohne Regen.
    Erst paddelten wir ohne Paddeljacken in diesem unwirklichen Szenario.
    Dann fielen die ersten Tropfen, während wir uns bereits mitten auf der Überfahrt von Sits südlichem Ende rüber zu Pasmans Westen befanden.
    Im Gedächtnis den starken Südwind für heute Nachmittag, wollten wir diese Passage rechtzeitig hinter uns bringen.
    Allerdings blieb der angesagte Starkwind auch den restlichen Tag aus.
    Doch dieser eigenartigen Szenerie nicht genug, tauchten am Horizont im Süden kleine Kappen, wie Pilzhauben auf.
    Auch die untersten Ausläufer der Granaten sahen anders aus, wie die Tage zuvor.
    Was war los?
    Erst mit der Zeit verstand ich, dass wir uns nah an der Wasseroberfläche und heute gerade in einer wärmeren Luftschicht befanden.

    FATAMORGANA


    Kornatenufos


    Verformte Kornaten

    Die Granaten glichen Ufos, die auf der Wasserlinie gelandet waren.
    Selbst die große Insel Kornat hatte mehrere Unterbrechungen und täusche Meerespassagen vor.
    Die Pilzkappen gaben uns Rätsel auf. Inseln hier waren in der Seekarte nicht verzeichnet.
    Beim Näherkommen wurden die Pilzhauben immer höher und nahmen zeitweise die Form von Kinderspielzeug, empfohlen für 0 bis 10 Monate, an.
    Undifferenzierte und weiche Formen.
    Erst als wir bis auf ein zwei Kilometer nah kamen, erkannten wir, dass es Fischfarmen waren, deren Netzkuppeln in unserer Fantasie diese Gebilde hatten entstehen ließen.
    Das war eigentlich die einzige Abwechslung während des gesamten Tages.
    Dämmrig ging es weiter den unteren westlichen Teil von Pasman entlang, mit Regen und ohne eine Ausstiegsmöglichkeit.
    Gegen gefühlten Mittag hatte ich Hunger.
    Das zeitige Notfrühstück war aufgebraucht und zudem fand ich es sinnvoll Kraft nachzutanken, denn wir wussten ja nicht, was heute noch auf uns zukam.
    Die Küste war gesäumt von kleinen restaurierten Schmuckstücken.
    Hier konnte man sich noch verwirklichen, oder konnte man sich hier wieder verwirklichen, weil der Krieg neue Verhältnisse geschaffen hatte?
    Es gab zu jedem Grundstück eine kleine Mole und dazwischen steilen Kiesstrand, zu steil, um gut herauszukommen.
    Die meisten Molen waren mit Menschen versehen.
    Die ungewöhnliche Wetterlage hatte die Bewohner aus ihren Häusern gelockt.
    Sie genossen sichtlich die ungewöhnliche Abwechslung.
    Am Ende der Siedlung befand sich so etwas wie ein kleiner öffentlicher Hafen.
    Den belegten wir.
    Nass und mit knurrendem Magen, machte die Pause weder gute Laune noch Mut auf einen erfolgreichen Abschluss der Tagesetappe.
    Wieder aßen wir im Stehen, mit Paddeljacke und Spritzdecke, da dies am meisten Schutz vor dem Regen bot. Die neue Grundlage im Bauch tat auch moralisch gut.
    Wer schon bei anhaltendem Regen gepaddelt ist, kennt das: Von innen und von außen nass, setzten wir unser Reise ins Ungewisse zeitig fort, um nicht allzu sehr auskühlen.
    Wir gelangten in die letzte große Bucht von Pasman, ohne eine passenden Lagerplatz zu finden.
    Zwar gab es einen ganz zuletzt, doch Walter fand ihn zu klein für zwei.
    Im feuchten, grauen Oben und Unten dümpelten wir einen Moment, mit Blick auf die sich vor uns auftuende freie Wasserfläche. Vrgada lag im Süden vor uns und war, außer dem Festland am weitesten entfernt, jedoch mit Lagerplatzoptionen ausgestattet. Wind frischte auf, nicht unerheblich, doch von Norden kommend!
    Dies gab den Ausschlag die ca. 6 Kilometer lange Überfahrt zu wagen.
    Der Wind schob mächtig von hinten und schnell baute sich eine Dünung auf.
    Wir schwappten in Schüben vorwärts.
    Trotzdem hatten wir genug für heute, als wir in Vrgadas großer Bucht in einem weitgehend unbefestigten Naturhafen angelangten.
    Ein paar Häuser waren um die Bucht angeordnet, auch die Kirche und der Friedhof lagen direkt am Wasser.
    Walter fragte in einer Bar nach Übernachtungsmöglichkeiten. Man bot uns welche, jedoch auch das örtliche Badesträndchen, zum Zelten an.
    Wir blieben bei den Booten und schlugen im Dauerregen das Zelt nahe einer Mole auf.
    Besonderer Weise gab es zu dem öffentlichen Strändchen einen nagelneuen Luxussanitärbereich, unweit im angrenzenden Wald gelegen. In ihm stehend, hatte ich den Eindruck, ich käme direkt aus einem noblen Hotelzimmer.
    Ob hier öffentliche Gelder mal eben verbraucht, bzw. investiert wurden, weil man sich für die Zukunft Größeres versprach? Drumherum gab es skurrile Bruchbuden und Pressspanbretterverschläge, die eher wie Obdachlosenabsteigen, als wie Ferienhütten aussahen.
    Viel Müll lag drum herum.
    Wir duschten richtig warm und legten uns sofort schlafen.
    Es war erst mittags gegen zwei Uhr, doch das war uns einerlei.
    Bei dem Regen war der Ort völlig ruhig.
    Drei Stunden später erblickten wir wieder das Licht der dalmatinischen Welt.
    Die Sonne hatte ihren Weg zurück gefunden, riss die schweren Wolken beiseite und wir den Stoff vom Zelteingang.
    Die Bewohner von Vrgada entdeckten uns und wir sie.
    Immer belebter wurde die Stelle an der wir unser Zelt aufgeschlagen hatten.
    Menschen kamen zur kleinen Steinmole, um sich darauf zu sonnen.
    Andere trafen sich, um ein Schwätzchen miteinander zu halten.
    Die Jugendlichen des Dorfes zogen in kleinen Grüppchen und sich selbst genug, überall und nirgends um uns herum.
    Wir waren sozusagen in der örtlichen Fußgängerzone gelandet.
    Sofort nutzten wir jede sich bietende Gelegenheit unsere Sachen zum Trocknen aufzuhängen und dann kochten wir erst einmal so richtig ein deftig, solides Mahl.
    Trotz Nickerchen wurden wir nicht mehr alt an diesem Tag, krochen zeitig mit einer 2 Literflasche Bier in die Schlafsäcke und ließen das Erlebte Revue passieren.


    Auf Vrgada
    Geändert von Suomalee (10.09.2015 um 08:06 Uhr)

  6. Neu im Forum

    Dabei seit
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #26
    Hallo Suomalee,
    ich habe eine Frage zum Paddeln in den Kornaten, da ich da Ende September auch mit meinem Seekajak hin möchte.
    Im Internet ist nachzulesen, dass die Kornaten nur mit einem Ticket für ein oder mehrere Tage betreten bzw. befahren werden dürfen (gilt anscheinend auch für Kajaks). Das Zelten im Nationalpark ist grundsätzlich verboten.
    Wie habt ihr das gemacht? Wird da kontrolliert und habt ihr diesbezüglich was mitbekommen?

    Grüße, Mufus

  7. Erfahren
    Avatar von Suomalee
    Dabei seit
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #27
    Hallo mufus und herzlich willkommen!
    Wenn ich das richtig kombiniere, bist Du brandneu hier im Forum.
    Ich antworte Dir über eine PN (Privatnachricht).
    Schau mal dort nach.
    Gruß, Lee

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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #28
    Hej hej,

    da mich die Antwort auch interessiert, könntest Du vielleicht gleich hier antworten, ist ja vielleicht ne nützliche Info für alle die da hin wollen.

  9. Erfahren
    Avatar von Suomalee
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #29
    20.08.2015
    ECHT HAMMER DIE WOLKEN

    Als ob nie etwas gewesen wäre, begrüßte uns der neue Tag mit Sonnenschein vom Feinsten.
    Schnell ein Frühstück, diesmal Müesli, und dann noch einmal zum örtlichen Einkaufsladen, um anschließend fast parallel zur Insel Murter, gute 17 Kilometer über die offene See wieder zur Geburtstagsinsel zu gelangen.
    Dort wollten wir zu guter Letzt noch einmal so richtig ausspannen und genießen, um anderntags in ein, zwei Stunden an unseren Campingplatz zu gelangen.
    Es war ein extrem klarer Tag, ringsherum gab es verschiedenste Wolken und Wölkchen zu beobachten und der Wind hatte noch keine Idee, was er mit sich heute anstellen sollte.
    Das gesamte Velebitgebirge war von Nordost bis weit hinunter nach Südost zu erkennen.
    Walter machte mich auf die Wolkenbildung darüber aufmerksam.
    „So sieht es aus, wenn sich eine Bora über dem Velebit bildet“, sagte er, “ kann sein, muss aber nicht. Ich habe ihre Bildung noch nie beobachten können, da der Velebit ja meist im Dunst bleibt“.


    Die Bora kündigt sich an

    Wie überkochende Milch hing über etliche Kilometer eine Wolkenwalze in den Bergspitzen des Gebirgszugs.
    Am restlichen nördlichen Himmel gab es lockere Schäfchenbewölkung und östlich über den Granaten, die die äußere langgezogene Begrenzung unseres Panoramas bildeten, plusterte sich auch Etliches auf.
    Es machte Riesenspaß in der frisch geputzten Atmosphäre zügig dahin zu gleiten, trotz der starken Strömung, die uns nach Nordwesten abtrieb.
    Um nicht eine riesige Hundekurve zu paddeln, veränderten wir unseren Kurs und hielten unsere Bugspitzen viel weiter rechts von unserem Ziel.
    Der Ausgleich funktionierte gut und nun hatten wir viel Zeit zu sinnieren und zu beobachten.
    Sehr zügig bildeten sich über den unteren Granaten aus den tuftigen Schäfchenwolken, mehrere Hammerwolken, die sich zu einem Verbund formierten und sowohl oben als auch unten blockartig wurden.
    Das Wolkenpaket begann auch bald darauf Fallstreifen zu zeigen.
    Weiter nördlich geschah in zeitlicher Versetzung das Gleiche!
    Noch waren die Riesenschäfchen zu erkennen, schon verwandelten sie sich in echt krasse Megahammer-Ambosswolken und nahmen schließlich eine liegende Blockform an.


    Ambosswolke


    Auf offener See vor Murter

    Unglaublich beeindruckend zu beobachten und wie im Lehrbuch für Meteorologen.
    Schließlich booteten wir auf Tetovisnjak aus und kamen zu der erwünschten Ruhe.
    Es war wunderschönes, heißes und klares Wetter.
    Walter baute einen schönen Planenkatamaran, um Schatten zu haben.
    Die Wellen spielten eine großartige Musik auf oder in? den Felsen.
    Ja, wirklich, Wellen können sehr verschieden klingen, je nach Küstenbeschaffenheit, Windstärke und Wasserstand.
    Heute Nachmittag gaben diese Wellen hier ihr allerschönstes Konzert und erzählten, ähnlich wie das musikalische Stück Peter und der Wolf, mit verschiedenen Themen und Tonlagen ein Wassermärchen vom Feinsten.
    So liebe ich das Meer ganz besonders.
    In der Sonne meine Aufzeichnungen vervollständigend, lauschte ich diesem riesigen Orchester bei seiner gefühlvollen Jam Session und genoss dies in vollen Zügen.
    Es war das einzige Mal während des ganzen Trips, wo wir tagsüber mehrere Stunden Müßiggang an Land haben durften.


    Planenkatamaran oder Nomadenzelt

    Abends verschwand die Sonne hinter unserer Insel und spendete noch ein wenig rosarotes Licht.
    Kaum hatte sie jedoch den Horizont unterschritten, frischte der Wind derart auf und die exquisite Jam Session brach jäh ab. Weiße Schaumkronen bildeten sich im Nu ringsherum und im Handumdrehen legte das Meer seinen lieblichen Charakter ab und zeigte uns die Zähne.
    Noch entspannt von dem schönen Nachmittag sagte ich zu Walter: „ Und kaum ging die Sonne unter, begannen sie zu beten“. Es sollte ein Spaß sein, doch es wurde bald es ernst.
    Wir kombinierten schnell: Wir hatten Bora!
    Während unseres stürmischen Abendessens, gingen wir unsere Vorräte durch. Wasser hatten wir noch für drei Tage, doch Proviant nur noch für morgen.
    Eine Bora dauert im Sommer durchschnittlich bis zu drei Tage, legt Unterbrechungen ein und hat verschieden starke Ausprägungen.
    Eigentlich wollten wir hier noch einmal Walters Geburtstagsfackeln abbrennen und unseren Urlaub damit ausklingen lassen...
    In einer Felsennische setzten wir unser Vorhaben um, jedoch tauschten wir das Gemütlich gegen eine Andacht zu Ehren des Wettergotts, unserer Unversehrtheit und dem, was wir noch alles in diesem Leben zu tun gedachten.
    Es war zwar nicht aussichtslos, aber dennoch alles andere als sicher.
    Je nachdem, wie sich die Bora weiter entwickelte, mussten wir noch tagelang auf der Insel bleiben.
    Hingegen vorzeitiges oder unbedachtes Handeln bedeutete das totale Aus für uns.
    Gute Nacht, Marie.

    DIE HÖHLE IST BESETZT

    Den Planenkatamaran baute Walter mitten in der Nacht wieder ab.
    Der Sturm zerrte zu sehr daran.
    Wir zogen auf eine andere Felsenplatte um, die etwas geschützter lag und mummelten uns so gut wie möglich ein.
    Ich hatte meinen Mumienschlafsack bis auf ein Handteller großes Atemloch zugezogen und zusätzlich mit meinem Tuch eine Art Krater innerhalb davon gebaut.
    Mir ging es soweit gut.
    Das Einzige, was mich beunruhigte waren meine Erinnerungen an die neugierige und völlig unscheue Ratte!
    Sie sind ja intelligent, diese Tierchen und ich traue deshalb so einer Ratte ohne weiteres zu, dass sie bei dem einmaligen Versuch mich zu erklimmen, gleich begriffen hat, dass ich kein Fels bin.
    Doch nun lag ich nicht mehr an derselben Stelle und hatte etwas Neues zu bieten: Was, wenn sie mich zwar nicht mehr für einen Fels, doch diesmal für eine Höhle hielt?
    Ich schlief bereits, da wurden meine Überlegungen bestätigt.
    Mich weckte ihr weiches und von der Bora kaltes Kurzhaarbäuchlein, durch eine flüchtige Berührung an meiner Wange.
    Natürlich quietschte ich auch dieses Mal, obwohl ich ja mental vorbereitet war.
    Nachträglich rührt mich jedoch die Vorstellung an ihr durchgepustetes Fell sehr.
    Folgendes Bild habe ich dazu im Kopf: Ihr kennt Druckluftkompressoren?
    Stellt Euch einen Schreiner mit staubigen Klamotten vor, der sich abends den Holzstaub mit dem Kompressor raus pustet...
    Auf die Ratte übertragen ist die Bora der Kompressor und der Holzstaub sind die kleinen Parasiten...
    Geändert von Suomalee (10.09.2015 um 08:08 Uhr)

  10. Erfahren
    Avatar von Suomalee
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #30
    21.08.2015
    ORA ET LA BORA

    Ja ich weiß, ich habe diesen Titel im letzten Bericht auch schon verwendet.
    Ich überlegte eine Weile, fand jedoch einfach nichts Besseres.
    Manche Dinge kann man eben nicht toppen.
    Zumal das Ora diesmal mental mehr Gewicht bekam.
    Durch den Wind im doppelten Sinne, wachten wir am nächsten Morgen auf.
    Es stürmte unablässig und die Wellen hatten sich entsprechend aufgebaut.
    Nichts deutete auf eine baldige Überfahrt hin.
    Zunächst frühstückten wir und berieten uns.
    Ich kombinierte laut mitteilend meine bisherigen Erfahrungen mit der Bora.
    Vor zwei Jahren hatten wir sie auch über mehrere Tage als Begleiterin.
    Doch sie blies unbeständig.
    Damals ließ sie, daran erinnerte ich mich, auch einmal mittags nach, machte eine Verschnaufpause und setzte ein paar Stunden später wieder ein.
    Warum bläst die Bora in Schüben?
    Hing das mit dem ablandigen und auflandigen Wind zusammen?
    Also mit der Erwärmung der Landmassen, die zum Mittag ihren Höhepunkt erreicht, um dann wieder abzukühlen.
    Ist der einsetzende Mittagswind ein Gegenspieler zur Bora und beide heben sich für kurze Zeit ein bisschen auf?
    Kann auch völlig unerheblich sein, gern lasse ich mich belehren, nur zu...
    Inzwischen habe ich nachgelesen, dass die Bora vor allem im Winter in Kroatien vorkommt und dann auch bis zu zwei Wochen bläst.
    Eine ausgewachsene Bora kann Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h erreichen und sie gehört zu den stärksten Winden dieser Welt.
    Dagegen hatten wir dann noch ein Borababy...
    Doch war das Baby stark genug, um uns auf Tetovisnjak fest zu halten.
    Psychologisch ist ja immer besser einen Plan zu haben und sei es nur, um ihn verwerfen zu können:
    Also, wir warten auf den Mittag um zu schauen, ob sich die Bora etwas beruhigt.
    Ist das der Fall, warten wir immer noch, damit sich auch die Wellen etwas beruhigen können.
    Beruhigen sich die Wellen, booten wir ein, weil das die größte Hürde ist.
    Anschließend können wir dann überlegen, wie wir in der Kreuzsee, die sich hinter der Insel entgegengesetzt zur Blasrichtung der Bora gebildet hat, am besten Fahrt aufnehmen können.
    Im Zweifelsfall paddeln wir erst mit der Bora, damit unsere Kajaks dann in die Bora gestellt, stabiler in den Wellen liegen und nicht quer treiben.
    Auch über den Trimm haben wir nachgedacht.
    Ich habe mein Boot daraufhin hinten schwerer beladen, damit es über die kurzen Wellen steigt, anstatt zu bohren.
    Soweit so gut.
    Wieder hatten wir eine geraume Zeit an Land, doch keine entspannte.
    So ein Sturm ist anstrengend.
    Das ständige Gepuste zerrt an den Nerven.
    Auch wird es einem irgendwann kühl, denn der Wind ist letztlich doch stärker als die Sonnenkraft.
    Ich entdeckte in den umliegenden Felsen noch eine viel schönere Nische, als jene, in welcher wir gestern die Fackeln abbrannten. Sie sah täuschend echt künstlich aus.
    An ihrer Hinterwand war der Stein rostbraun gefärbt und wirkte wie ein unkenntlich gewordenes Fresko.
    Der Sturm und das Warten drängten mich zur kreativen Beschäftigung.
    Ich sammelte alles, was ich finden konnte, um diese natürlich-unnatürliche Wirkung zu erhöhen.
    Es machte mir Spaß, mich archaisch mit meiner Umgebung auseinanderzusetzen.
    Dabei entstand so etwas, wie eine nachempfundene Opfernische, mit einem Möwenschädel als Reliquie und dem Schulp eines Tintenfischs als Mandorla dahinter, Federn, einem Ziegenkochen und getrockneten Blumen.
    Und natürlich den drei Fackelstümpfen als angedeutete Opferkerzen.
    Eine schöne Alternative zu den für alle Ewigkeit in Stein geritzten Hänsels und Gretels dieser Welt.
    Es darf auch etwas Vergängliches sein, finde ich.
    So Andy Goldsworthy-mäßig.


    Der Boraopferaltar

    Gegen Mittag ließ die Bora tatsächlich nach.
    Wir horchten auf und beobachteten die Wellen.
    Als auch diese reagierten, wollte Walter lieber jetzt als gleich aufbrechen.
    Doch er hatte nicht mit meinem Pragmatismus gerechnet.
    Ich bestand darauf die Insel erst zu verlassen, wenn wir beide etwas Ordentliches gegessen hatten.
    Je nachdem wie lange wir gegen die Wellen anpaddeln mussten, gerade wenn die Bora erneut einsetzen würde, brauchten wir viel Kraft.
    Jedenfalls ich.
    Außerdem würden wir in der Zwischenzeit beobachten können, ob sich die Lage weiter verbessert oder nicht...
    Bei nicht hieße das, eine weitere Nacht auf der Insel zu verbringen.
    Zwar würden wir dann erst recht hungrig paddeln müssen, doch im Zweifelsfall hätte ich noch einen weiteren Tag gewartet und wäre bei Ententeichbedingungen zwar total hungrig, aber sicher an der Küste von Murter angekommen.
    So meine Strategie.
    Ich kochte uns die letzte Mahlzeit und der Sturmkocher machte seinem Namen noch einmal alle Ehre.
    Wir aßen mit Andacht.
    Der Wind blieb tatsächlich weiterhin schwächer als zuvor, dasselbe galt für die Wellen.
    Wir packten hurtig, denn nun hatten wir es eilig aufs Wasser zu kommen.
    Wunderbarerweise gelang uns das Einbooten geschickt und ohne Komplikationen zwischen den hohen Drei, sodass der Endspurt beginnen konnte.
    Doch kaum hielten wir Kurs Nordost auf Murter, heulte die Bora wieder auf.
    Nun gab es kein Zurück mehr.
    Ich war überaus glücklich darüber, zuvor so herzhaft gegessen zu haben.
    Das gab mir psychologischen Support.
    Knappe zwei Wochen hatten wir trainiert, um uns jetzt der Bora mit unseren Paddeln entgegen zu stemmen.
    Wir schaufelten uns langsam und stetig die rund 7 Kilometer hinüber ans Festland.
    Da die Windverhältnisse nicht schlimmer wurden, hatten wir sogar auch Spaß bei diesem letzten Kraftakt, obwohl eine Grundanspannung blieb bis wir unter Land kamen.
    Die See hatte eine sehr dunkle Farbe angenommen, tiefes Indigo.
    Das näherkommende Festland lag klar im hellen Sonnenlicht wie eine Verheißung.
    Auf unserer Tour war dies die intensivste Paddelerfahrung überhaupt.
    Wir erreichten schließlich die Küste und im Lee paddelnd, suchten wir die Bucht mit dem kleinen Campingplatz und meinem Auto.

    DA MÜSSEN WIR DURCH

    Die nun folgende Routine war auf jeden Fall angenehmer als die anderen Male, wenn so ein schöner Trip zu Ende geht.
    Wir fühlten uns wie Sieger und hatten ein zufriedenes, breites Grinsen im Gesicht stehen.
    Obwohl hier auf der Westseite von Murter die Bora keinen direkten Zugriff hatte, war die Temperatur ihretwegen angenehm zurück gegangen.
    Nachdem wir die Boote geleert und unser Equipment im Auto verstaut hatten, gönnten wir uns, frisch mit Süßwasser gereinigt, ein gekühltes Getränk auf der Restaurantveranda des Campingplatzes und schauten über das bewegte Wasser bis zu den Granaten...
    Ein schöner Abschied, das war es mal wieder.
    Nachdem auch die Kajaks reisefertig verzurrt waren, kehrten wir der Seeseite den Rücken und fuhren zunächst nach Tisno. Auch hier alles friedlich im schützenden Lee der vorgelagerten Bergrücken.
    Wir machten letzte Erledigungen für unsere Heimreise und spazierten mit zwei vollen Tüten aus einer Bäckerei heraus.
    Einen solchen Hunger hatten wir!
    Dann gings los in Richtung Autobahn, um das Velebitgebirge zu erklimmen und ins Landesinnere abzutauchen.
    Der Wind war mäßig.
    Doch das änderte sich von Kilometer zu Kilometer.
    Allmählich realisierten wir, dass wir mit der Bora noch nicht abgeschlossen hatten, oder sie noch nicht mit uns.


    Hinein

    Fast hätten wir geglaubt die Einfahrt eines Autokinos zu passiert zu haben, anstatt die der Mautstation.
    In den nächsten zwei Stunden konnte ich während des Wagenlenkens einem atemberaubenden Schauspiel folgen, ohne den Blick von der Fahrbahn nehmen zu müssen.
    Mittig die Straße vor uns, fand zu unserer Linken ein mächtiger, sich von gelb-orange über rot-lila, verfärbender Abendhimmel samt seinen Sonnenuntergang statt.
    Oben eine dunkelgraue Wolkendecke, darunter die, sich in allen Zwischentönen verfärbende, klare Luft.
    Unten das weite Meer mit seinen anthrazitfarbenen Inselketten, wie ein überdimensionaler Scherenschnitt, den der liebe Gott höchstpersönlich gebastelt hatte!
    Rechts von der Straße zog sich der Velebit, was sinngemäß großes Wesen bedeutet, über etliche Kilometer entlang.
    Auf ihm thronte die Bora, ebenso als kilometerlange Wolkenschlange und fauchte unablässig und stetig zunehmend ihren kalten Wind die Berghänge hinunter.
    Und uns entgegen.
    Je mehr an Höhe wir erreichten, desto gigantischer wurde unsere Aussicht!
    Durch den geschwungenen Straßenverlauf konnten wir das sphärische Spektakel aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Noch einmal konnte ich über mehrere Stunden nicht anderes sagen, als, das ist unglaublich!
    Wie der Weg nach Mordor, bewegten wir uns auf das Zentrum des Bösen zu.
    Mehrmals hielten wir an, damit ich die Boote nachsichern konnte.
    Jetzt kam es noch mal drauf an, sie heil nach Hause zu bringen. Auf der Autobahn gab es eine digitale Geschwindigkeitsbegrenzung, die erst 100, dann 80 und schließlich 60 km/h anwies! Mehr als 60 km/h fuhr ich auch sicher nicht, denn die Kajaks waren in den Serpentinen einem enormen Windwiderstand ausgesetzt.
    Noch einmal zogen wir langsam und stetig, diesmal mit Motorkraft und im heimeligen Auto, gegen die Bora an.
    Im Dunkel der Nacht tauchten wir oben am Pass in den Tunnel ein, der ins Hinterland und auf die Hochebene führte.
    Dort wieder ausgespuckt, ließ die Bora, wie von Zauberhand von uns ab.
    Noch einmal habe ich die Boote kontrolliert und bin dann müde bis nach Slowenien zum Friedhof gefahren...
    Tags drauf Walter in Bayern abgesetzt.
    Dann selbst in Berlin angekommen...
    So, nun bin ich am Ende meiner Reise angelangt.
    Es war tatsächlich eher ein anstrengender Trip und ich verstehe inzwischen besser weshalb.
    Doch:
    Es war trotz aller Aufregung und Unsicherheit wieder einmal total großartig gewesen, über Tage hinweg auf dem Meer zu paddeln.
    Vor allem aber ist die Erinnerung an die mächtige Bora und an das unglaubliche Donnerwetter in meine Synapsen eingraviert!


    Selfie mit Bora
    Geändert von Suomalee (10.09.2015 um 07:26 Uhr)

  11. Erfahren
    Avatar von elBarto
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #31
    Und da isser schon wieder vorbei, der Urlaub - auch wenn es nur eine Gedankenreise mit Euch Beiden hier in den outdoorseiten war :-)
    Ich habe Deinen einzigartigen Schreibstil wieder sehr genossen, Lee!
    Bei den Passagen, die mir exklusiv am Telefon vorab vorgelesen wurden war das Kopfkino noch größer.
    Mir wäre es da am Mittelmeer zu warm, aber ich hoffe auch irgendwann mal eine längere und so erlebnisreich Tour machen zu dürfen (...in einer kühleren Gegend).

    Danke fürs "mitnehmen"!

  12. Erfahren
    Avatar von Suomalee
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #32
    Ja, da isser wieder vorbei...

    Walter und ich haben uns nach unseren Neigungen bzw. Bedürfnissen aufgeteilt:

    Ich schreibe den literarischen-gefühlten und er den technisch-praktischen Teil.
    So weit ich weiß, wird er nächste Woche anfangen, weitere Infos und Tatsachen über den Trip, in seinem Mammutthread zu posten.
    Da kann man dann das nachlesen, was es in diesem Bericht eher nicht gab, die Fakten.

    Lieben Gruß und so,

    Lee

  13. Fuchs
    Avatar von Rainer Duesmann
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #33
    Klasse.

  14. Erfahren
    Avatar von sejoko
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #34
    Hallo

    Danke für den schönen Bericht!!!

    Lässt auch bei mir direkt wieder Urlaubsgefühle hochkommen. Ich war ziemlich genau einen Monat vor euch an der kroatischen Küste unterwegs und habe die Inseln Cres und Losinj umrundet und noch ein paar kleinere Inseln ringsum "mitgenommen".

    Bei mir war die größte Naturgewalt allerdings nicht der Wind sondern die Hitze. Die Temperaturen lagen tatsächlich dauerhaft bei 35° bis 38° C. Wind gabs maximal in Windstärke 2. Angenehmes paddeln war eigentlich fast nur bis 8 Uhr morgens möglich, danach wurde es rasend schnell immer heißer. Dementsprechend früh klingelte der Wecker

    Aber egal was einem die Natur auf so einem Seekajaktrip zu bieten hat, diese Art zu reisen ist einfach einzigartig und wunderschön.

    In diesem Sinne

    Gruß
    Sebastian
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  15. Erfahren
    Avatar von Suomalee
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #35
    Hi sejoko,

    ja das ging uns auch so.
    Einerseits kann diese Hitze, und heuer war sie bestimmt extrem, schon sehr mühsam und abturnend sein.
    Und dann erlebt man so viele einmalige Dinge in dieser kargen Gegend.
    Nur Himmel, Wasser Fels und Wärme...Die vier Elemente pur.
    Und Du selbst mit Deiner Nussschale mitten drin.

    Man ist sehr aufmerksam und sensibel für jede Abwechslung und Veränderung.
    Klar, man muss das irgendwie mögen.

    Drücken wir uns die Daumen, dass wir so etwas noch oft erleben können.

    Lee

  16. Erfahren

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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #36
    Danke, für eine schöne Lesestunde. Ich habe mich gedanklich gerne in den Süden entführen lassen.

    schönen Gruß

    Thomas



    P.S. du solltest über ein besseres Zelt nachdenken!?

  17. Dauerbesucher
    Avatar von Beyond
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #37
    Hallo Lee,
    hej Outdoor-Gemeinde, Seekajak-Freaks,

    endlich, nach einem dreiviertel Jahr ist es mir gelungen, Dir nachzueifern und habe auch meinen Teil des Reiseberichts zu unserer Kornaten-Tour 2015 ins Forum eingestellt.

    Er ist aber nur als eine Ergänzung zu Deiner Reisebeschreibung

    „[HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz“

    hier in Deinem Thread anzusehen, mehr die technische Variante unserer Tour, wie zum Beispiel:



    Bild: Die Gesamtzusammenstellung unserer Tour 2015 auf einer Übersichtskarte, die ich mit „google-earth“ erstellt habe.

    Wenn Ihr, also Du und/oder die Forengemeinde, an meinen Daten interessiert seid, dann schaut einfach in den Thread „Seekajaking: Küstentörn und Inselsprung - Tipps & Tricks“ rein. Ab dem Post #1077 beginnt meine Darstellung unserer gemeinsamen Reise 2015 – oder klickt einfach “hier“.

    Ich hoffe, Du hast nichts dagegen, wenn ich den „Picasso“ in Deinem Thread reingeschmuggelt habe.

    Liebe Grüße
    Walter

    PS: Als ich meine Seiten zusammengebastelt hatte, konnte ich wieder in Erinnerungen schwelgen und über unsere Seekajak-Reisen nachdenken. Es wäre schön, wenn wir noch einmal all die Highlights rund um die Kornaten auf einer Rundfahrt und in aller Ruhe abklappern könnten.

  18. Erfahren
    Avatar von Suomalee
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    AW: [HR] Zum Donnerwetter mit dem Seekajakherz

    #38
    Hallo Walter,

    schön, dass Du meinen Bericht endlich ergänzt hast.
    Ich hab ja diesmal lange drauf warten müssen.


    Ja die Highlights der letzten drei Touren zu vereinen wäre echt prima.
    Mal sehen, wann wir das umsetzen können.

    Lieben Gruß,
    Lee


    Fragment eines Seiglgebisses
    Geändert von Suomalee (01.05.2017 um 15:31 Uhr)

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