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  1. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #1
    Mitreisende: Libertist
    So, heute gibt es den letzten Teil meiner diesjährigen Alaska-Serie. Dies ist die Fortsetzung von Teil 1 und Teil 2.



    Es war schon Ende September, als Becky und ich von Palmer zum Paxson Lake Campgound aufbrachen. Wie den vorangegangenen Reiseberichten zu entnehmen ist, lernte ich Becky, die etwas älter ist als ich und aus Colorado stammt, bei gemeinsamen Freunden in Palmer kennen. Nun ging mein Sommer in Alaska zu Ende, die Herbstfarben waren verschwunden und es wurde kühler. Mir blieb noch eine reichliche Woche Zeit, die ich einerseits mit Becky, andererseits aber auch gern in meinem Packraft verbringen wollte.

    Ich informierte mich über einen möglichen Rafting-Trip, dessen Startpunkt und Ende gut von den Highways zu erreichen sind und entschied mich letztendlich für den Gulkana River. Dieser nah bei Paxson entspringende Fluss ist bis auf einen Canyon nicht schwer zu raften und konnte mich für ein paar Tage beschäftigen.

    Gemeinsam mit Becky trampte ich also zum Paxson Lake. Dort gibt es einen Campingplatz, der offiziell jedoch schon geschlossen war. Camping war nicht verboten, es gab bloß keine Möglichkeit mehr, zu bezahlen – das kam uns natürlich nicht ungelegen.
    Allerdings brach ich am nächsten Morgen nicht direkt zu meiner kleinen Raftingtour auf, sondern trampte gemeinsam mit der Dame weitere 70 Meilen nach Norden zum „Donnelly Dome“, einem an der Straße gelegenen Hügel. Eigentlich kamen wir in der Erwartung, einen kleinen Berg zu besteigen, tatsächlich belief sich der Aufstieg dann lediglich auf 500 Höhenmeter. Trotzdem verbrachten wir dort oben einen schönen Nachmittag und fanden uns gegen Abend wieder am Paxson Lake ein.



    Guten Morgen ...





























    Nach Sonnenuntergang saßen wir noch lange am Lagerfeuer und unterhielten uns. Als wir bereits schlafen gehen wollten, entdeckte ich aus nordöstlicher Richtung ein schwaches grünes Licht am Horizont: Nordlichter. Binnen einer halben Stunde wurden sie immer intensiver und schließlich waren sie direkt über uns und bewegten sich im Minutentakt. Ich hatte die Nordlichter bereits im Jahr zuvor gesehen, allerdings längst nicht in dieser Intensität: es war einfach unglaublich! Ich experimentierte ein wenig mit der Kamera und machte mehrere Aufnahmen, die mir mehr oder weniger gelungen sind. Um Mitternacht war der Spuk dann fast vorbei und wir gingen schlafen. Das Thermometer zeigte -11°C.



    Es geht los...
















    Das nächste Mal werden die Nordlichter-Aufnahmen hoffentlich etwas besser... ich hatte mich vorher leider nicht darüber informiert, wie man die optimal fotografiert. Ich hätte die Belichtung etwas kürzer wählen und dafür etwas größzüger mit der ISO umgehen sollen...


    Am Morgen darauf verabschiedeten wir uns voneinander. Während Becky weiter nach Fairbanks und später zurück nach Palmer trampte, paddelte ich auf dem Paxson Lake in südwestlicher Richtung, wo dieser in den Gulkana River übergeht. Es begann mit relativ einfach zu bewältigenden Stromschnellen und immer wieder galt es, den großen Felsen auszuweichen, die im Wasser liegen. Das Packraft stieß hier noch lange nicht an seine Grenzen und obwohl der Wasserstand vergleichsweise niedrig war, kämpfte ich eigentlich nie mit Grundberührungen.
    Am Nachmittag begann es zu schneien. Ich entdeckte eine verfallene Hütte zu meiner Linken am Fluss, die wahrscheinlich noch aus den Goldgräberzeiten dort stand und entschied, die Nacht darin zu verbringen. Da die Hütte weder Tür noch (schließbare) Fenster hatte, zog stets ein leichter Wind durch den Innenraum. Außerdem gab es keinen Fußboden, also baute ich mein Zelt in der Hütte auf, anstatt mich einfach in den Dreck zu legen. Eigentlich war es eine recht wohlige Atmosphäre: draußen schneite es und ich saß warm angezogen an einem kleinen Feuer in der Hütte. Die Szene erinnerte mich an eine Nacht im Taurus-Gebirge, Türkei, wo ich im Februar einmal in ein starkes Unwetter geriet und mein Zelt dann irgendwo in den Bergen in einem verfallenen Stall aufbaute.









    Aus den Inneren der Hütte heraus fotografiert.





    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, lag dichter Nebel über dem Fluss, alles andere war leicht verschneit. Es sah so aus, als stünde mir ein klarer Tag in bestem Wetter bevor, nur konnte die Sonne noch nicht ganz durch die Nebeldecke dringen. Jedenfalls herrschte eine interessante, beinahe märchenhafte Stimmung, die ich für ein paar Fotos nutzte.

    Noch bevor es aufklarte, saß ich im Boot und ließ mich durch die verschneite Landschaft treiben. Ich war warm angezogen und durch den Drysuit vor ins Boot eindringendem Wasser geschützt. Da der Fluss nun für einige Kilometer weit und langsam vor sich hin mäanderte – es war kaum ein Laut zu hören – lehnte auch ich mich zurück und genoss die Schönheit der Natur und die Stille, die nur von den umher schwimmenden Bibern und den Vögeln unterbrochen wurde. A-propos Vögel: immer wieder sah ich majestätische Weißkopfseeadler auf den Baumwipfeln sitzen, einige von ihnen ließen sich auch fotografieren. Zwei mal sah ich Adler etwa 20 Meter vor mir im Sturzflug herabsinken und einen Fisch aus dem Wasser ziehen – so etwas konnte ich dann nicht fotografieren, sondern „nur“ genießen!























    Als längst die Sonne schien und ich bereits einige Stunden unterwegs war, erreichte ich die „Canyon Rapids“, die in die Raftingklassen III und IV eingestuft werden. Zunächst schaute ich mir die Stromschnellen an, entschied dann aber, sie nicht zu raften. Sie waren doch deutlich heftiger als alles, was ich zuvor in meinem Packraft gefahren war und ich entschied, irgendwann mal mit einem zweiten Packrafter hierher zu kommen und diesen Canyon zu raften. Allein war mir das Risiko zu hoch.
    Also trug ich mein Boot um und errichtete etwa zwei Stunden später mein Camp. Inzwischen war es bewölkt, ich blieb jedoch trocken.








    Der Folgetag verlief relativ ereignislos. Es gab wieder ein paar unschwierige Stromschnellen zu überwinden und in den Bäumen einige Seeadler zu entdecken.


























    Nun stand mir meine letzte Nacht in der Wildnis Alaskas bevor –bezogen auf dieses Jahr, natürlich. Zur Feier des Tages verbrachte ich einige Stunden am Lagerfeur und dachte über die vergangenen Wochen nach. Alles in allem konnte ich mit meinem Alaska-Sommer zufrieden sein. Der Denali-Trip war sicher das Highlight dieses Jahres, allerdings nur deshalb, weil ich meine Brooks Range Tour abgebrochen hatte, was mir zu akzeptieren immer noch nicht so ganz leicht fiel. Dafür ergaben sich neue Perspektiven und große Pläne für den Somemr 2012, die mich schon wieder in starker Vorfreude schwelgen ließen. Und so ging ich irgendwann schlafen.











    Nach einer frostigen Nacht, in der das Thermometer wieder unter die -10°C Marke rutschte, waren es nur noch etwa zwei Stunden, bis ich am Sourdough Campground ankam, mein Raft wieder im Rucksack verstaute und zurück nach Palmer trampte. Es war der 1. Oktober, drei Tage vor meinem Heimflug. Natürlich freute ich mich auf die Heimkehr, auf das Wiedersehen meiner Familie in Deutschland und sogar ein bisschen auf den Alltag, der sich in Wien wieder einstellen würde. Im Wesentlichen ging es mir aber genauso, wie schon im letzten Jahr... Bis bald, Alaska, ich werde dich vermissen.








    Gut, damit ist meine Reiseberichts-Serie für dieses Jahr beendet. Wie üblich sind Kommentare und Kritik gern gesehen, Fragen werde ich zügig beantworten.
    Geändert von Libertist (07.06.2012 um 18:44 Uhr)

  2. AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #2
    Echt cool dein Urlaub! Wieder Wahnsinns Bilder!!! Bist ein cooler Typ! Respekt!!!

  3. Gerne im Forum
    Avatar von vinne90
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #3
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Im Wesentlichen ging es mir aber genauso, wie schon im letzten Jahr... Bis bald, Alaska, ich werde dich vermissen.
    Ich hoffe für dich und für alle hier im Forum, die sich an den Berichten erfreuen können, dass deine Pläne für nächstes Jahr in Erfüllung gehen. Wieder mal einfach spitze, dein Bericht deines Urlaubs mit super Bildern.
    Danke für die Antwort im anderen Thread.

    Vincent

  4. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #4
    1A

  5. AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #5
    Super Bilder - und ein echter Genuss - ich Weichei paddel bisher ja nur wenns warm genug ist ;)
    Die Porträts sind wieder einzigartig. Alleine ist man doch viel "leiser" im Auftreten da draussen.
    Ich habe keine grossen Ambitionen. Still sitze ich und betrachte wohlgemut das Gewimmel der Welt.
    Ich benötige nur so viel, wie ich mir ohne Anstrengung und Demütigung beschaffen kann. (György Bálint)

  6. Ehemaliger
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #6
    Top und danke.

    Hoffentlich schaffe ich es in 2012 auch nach Alaska ...

  7. Gerne im Forum

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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #7
    absolut nicht zu empfehlen deine Berichte zu lesen - die wecken eindeutig zu viel Fernweh Darf ich fragen was du derzeit treibst? Studieren? Und wenn ja darf man erfahren was?

    Wikrlich ganz ganz tolle Bilder. Die Aufnahmen der Nordlichter und der Adler sind wirklich beeindruckend. Wie in einem anderen Bericht von dir schon gefragt wurde: Wann kann man dich als Reiseführer buchen?

  8. Gesperrt Erfahren

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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #8
    Ich bin sehr beeindruckt von deiner Tour. Herrliche Fotos und allergrößten Respekt vor deinem knowhow und deinem Mut

  9. Fuchs
    Avatar von fjellstorm
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #9
    Sehr schön und Danke für das Finale deiner Alaskatriologie!

    Das nächste Mal werden die Nordlichter-Aufnahmen hoffentlich etwas besser...
    Ach komm, die sind doch gelungen! Vor allem Bild 2,3 und 4 der Nordlicht-serie gefallen mir sehr gut
    ..ich glaub ich brauchn' T-shirt damit

    Was hattest du unter dem Drysuit eigentlich an?

  10. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #10
    Zitat Zitat von Starkbier Beitrag anzeigen
    Darf ich fragen was du derzeit treibst? Studieren? Und wenn ja darf man erfahren was?
    Ja, ich studiere Psychologie auf Diplom. Mein Studium macht mir schon Spaß, berufstechnisch habe ich momentan aber ganz andere Pläne und Aussichten. Insofern: falls die Guiding-Frage halbwegs ernst gemeint ist, kannst du dich gern per PN melden. Dann basteln wir für den nächsten Sommer was Schönes zusammen.

  11. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #11
    Zitat Zitat von fjellstorm Beitrag anzeigen
    Ach komm, die sind doch gelungen! Vor allem Bild 2,3 und 4 der Nordlicht-serie gefallen mir sehr gut
    Naja, in der 100%-Ansicht sieht man einfach die Erdrotation zu stark: jeder Stern ist dann ein Strich. Beim nächsten mal halte ich einfach die Belichtungszeiten kürzer. Das geht ganz sicher noch besser ...


    Zitat Zitat von fjellstorm Beitrag anzeigen
    ..ich glaub ich brauchn' T-shirt damit



    Zitat Zitat von fjellstorm Beitrag anzeigen
    Was hattest du unter dem Drysuit eigentlich an?
    Zwei paar Socken, kurze Unterwäsche, T-Shirt, komplette lange Unterwäsche. War echt ziemlich kühl, selbst tagsüber bei Sonnenschein.

  12. AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #12
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Naja, in der 100%-Ansicht sieht man einfach die Erdrotation zu stark: jeder Stern ist dann ein Strich. Beim nächsten mal halte ich einfach die Belichtungszeiten kürzer. Das geht ganz sicher noch besser ...
    Kennst du den Artikel von Joery?
    Ich habe keine grossen Ambitionen. Still sitze ich und betrachte wohlgemut das Gewimmel der Welt.
    Ich benötige nur so viel, wie ich mir ohne Anstrengung und Demütigung beschaffen kann. (György Bálint)

  13. Fuchs
    Avatar von fjellstorm
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #13
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Naja, in der 100%-Ansicht sieht man einfach die Erdrotation zu stark: jeder Stern ist dann ein Strich. Beim nächsten mal halte ich einfach die Belichtungszeiten kürzer.
    Die Leuchtspuren der Sterne sind aber durchaus ein interessanter Effekt bei Langzeitbelichtungen der auch oft geziehlt herbeigeführt wird. Aber je nach Geschmack kannst du ja in Zukunft herumexperementieren.
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Das geht ganz sicher noch besser
    Vielleicht ja, allerdings muss man eben manchmal mit der Ausbeute die man hat zufrieden sein, vor allem bei Aurora borealis.. Und immerhin hast du es mit recht kräftiger Farbgebung abgelichtet..

  14. Dauerbesucher
    Avatar von Mortias
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #14
    Einfach nur Hochachtung was Du da geleistet hast (das bezieht sich jetzt auf Deinen gesamten Alaska Aufenthalt). Sowohl von der Strecke als auch Bildertechnisch. Finde Deine Nordlichtbilder echt wunderschön. Und Deine Tierbilder beeindrucken mich echt. Aber Du triffst es gut aufn Punkt, wenn Du sagst, dass man den Aldler nicht beim Fischen fotografieren, sondern lieber den Moment genießen sollte. Die Bilder die Du hochgeladen hast sind zwar sehr beeindruckend, aber letzendlich doch nur ein schwacher Abglanz dessen was Du wirklich dort erlebt hast. Die Stimmungen und Emotionen in einzelnen besonderen Momenten in der Natur lassen sich nur schwer auf Bild festhalten. Das sind einfach Eindrücke die sich in der Seele festbrennen. Nochmal Hut ab!!!

  15. Gerne im Forum
    Avatar von alptraum
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #15
    Hallo Libertist!

    ..wieder mal ein ausgezeichneter und extrem gelungener Reisebericht von dir, angereichert mit exzellenten Bildern.

    Applaus, applaus, mit der Bitte um ZUGABE!!!

    Wie hat ist sich das Boot eigentlich mit dem Riesen Rucksack gefahren und wie war damit die Sicht nach vorne?
    Es hat ja den Anschein, das der Bug mehr Tiefgang als das Heck hat.
    Damit dürfte es ja ganz gut gerade aus gefahren sein, aber im verblocktem Wildwasser...hmn...

    Was hat sich bewährt, was weniger?
    Würdest du das nächste mal z. B. wieder zwei Paar Schuhe mitnehmen?

  16. Erfahren
    Avatar von Wildniswanderer
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #16
    Wieder ein sehr beeindruckender Bericht zum Ausklang deiner diesjährigen Alaskatour. Großartig und inspirierend.

    Vielen Dank!

  17. Dauerbesucher
    Avatar von Mr.Sunrise
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #17
    Da kann man mal wieder nur eins sagen - ganz großartiger Bericht und wunderschöne Bilder!

    Habe gerade alle drei Berichte von deiner Alsakatour verschlungen - allergrößten Respekt für deine Touren in diesem Jahr!

    Da werde ich ganz dringend ein Tourenziel in meine ToDO-List aufnehmen müssen!

    Gruß,
    Daniel
    Mr.Sunrise`s Outdoor Blog
    Gründungsmitglied der ABF - Autonome Buff Fraktion

    Da ist Purpur drin - Purpur ist auch ein Obst!

  18. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #18
    Zitat Zitat von heron Beitrag anzeigen
    Kennst du den Artikel von Joery?
    Nein, kannte ich noch nicht. Vor dem nächsten Somemr werde ich mich ganz bestimmt damit beschäftigen!


    Zitat Zitat von fjellstorm Beitrag anzeigen
    Die Leuchtspuren der Sterne sind aber durchaus ein interessanter Effekt bei Langzeitbelichtungen der auch oft geziehlt herbeigeführt wird. Aber je nach Geschmack kannst du ja in Zukunft herumexperementieren.
    Vielleicht ja, allerdings muss man eben manchmal mit der Ausbeute die man hat zufrieden sein, vor allem bei Aurora borealis.. Und immerhin hast du es mit recht kräftiger Farbgebung abgelichtet..
    Ja, kräftig waren sie in der Nacht. So kräftig, dass die Leuchtspuren meiner Meinung nach eben gar nicht nötig gewesen wären. Ja, das kann schon ein interessanter Effekt sein, mir gefällts aber nicht so.


    Zitat Zitat von alptraum Beitrag anzeigen
    Wie hat ist sich das Boot eigentlich mit dem Riesen Rucksack gefahren und wie war damit die Sicht nach vorne?
    Es hat ja den Anschein, das der Bug mehr Tiefgang als das Heck hat.
    Damit dürfte es ja ganz gut gerade aus gefahren sein, aber im verblocktem Wildwasser...hmn...
    Was hat sich bewährt, was weniger?
    Würdest du das nächste mal z. B. wieder zwei Paar Schuhe mitnehmen?
    Hallo Alptraum, das Boot lag sehr stabil im Wasser, ich hatte keinerlei Probleme. Ich fand es sogar noch relativ wendig, allerdings ist zum schnellen Ausweichen deutlich mehr Kraftaufwand nötig. Man muss halt vorrausschauender fahren. Das Boot dreht sich nicht mehr bei jedem Paddelschlag, läuft etwas gerader. Wie es bei größeren Verblockungen ausschaut, kann ich nicht sagen, solche Stellen gab es auf dem Fluss eigentlich nicht. Wüsste auch gern, wie der Bug dann reagiert... wird aber schon möglich sein. Im starken Wildwasser wird es vielleicht an Wendigkeit und Auftrieb am Bug mangeln, aber das sind nur Vermutungen... bin selbst schon gespannt auf's nächste Jahr. Da habe ich schon etwas in Planung, was der Sache auf den Grund gehen wird ... hoffentlich nicht im Wortsinn.
    Ansonsten hat sich eigentlich alles bewährt: XXL-Drybag für den Rucksack, Befestigungssystem, Drysuit und Isolationsschichten darunter... alles gut.
    Was meinst du mit zwei paar Schuhen? Beim Trekking habe ich immer meine Stiefel und die Crocs dabei. Und Crocs sind beim Raften ideal, durch die Schnalle hinten sitzen sie auch recht fest am Fuß (wichtig bei eventuellen Ausstiegen ). Man könnte auch Neoprenschuhe oder -Socken anziehen, aber für Trekking-/Rafting-Kombinationen nehme ich das, was ich sowieso dabei habe.
    Mit Trekking-Stiefeln will ich nicht ins Boot steigen und ganz ohne Schuhe ist mir erstens zu kalt, zweitens brauche ich beim Ein- und Ausstieg eine Schutzschicht um die wasserdichten angenähten Socken vom Drysuit.

  19. BubiBohnensack
    Gast

    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #19
    OT: Um die Erdrotation nicht sichtbar zu machen, gibt es die Faustformel Belichtungszeit (s) = 420/Brennweite. Das rührt einfach von der Winkelgeschwindigkeit der Erdrotation und dem Bildwinkel der Optik. Genauso wie bei Faustformeln für z.B. Hyperfokaldistanz-Schärfeausdehnung, spielt die Auflösung der Kamera aber eine erhebliche Rolle. Je größer diese ist, desto kürzer muss die Belichtungszeit sein, um den gewohnten Schärfeeindruck zu bekommen. Auch ändert sich die mögliche Belichtungszeit mit dem Aufnahmewinkel (hier gemeint die Deklination). Sprich, wenn du nah am Himmelsäquator knippst (also mit Bäumen drauf), kannst du weniger lang belichten, als wenn du die Kamera nach zum Himmelspol hälst.
    Und falls du Lust hast, dich in die recht komplizierte Welt der Himmelsfotorgafie einzuarbeiten, kann ich dir dieses Buch empfehlen: Klick. Insbesondere die Aufarbeitung der Fotos in Photoshop ist doch sehr speziell (Himmelshintergrund abdunkeln, Gemitteltes Rauschen entfernen etc.pp.) und unterscheidet sich deutlich von der gewohnten Foto-Aufhübschung.

    Ein kleiner Tipp, um den richtigen Fokus zu finden ist übrigens auf manuelle Scharfeinstellung zu gehen und den Liveview-Modus mit maximaler Vergrößerung zu aktivieren. Dann kannst du bei offener Blende (idealerweise natürlich an hellen Planeten, geht aber auch gut an Sternen) wunderbar präzise die Schärfe einstellen (wähl die ISO so, dass du gut was siehst). Der AF versagt bei solchen Lichtwerten in der Regel. Bzw. ist selbst bei sehr guten Kameras bei derart fokuskritischen Aufnahmen zu unpräzise.


    Ansonsten: Geil.
    Geändert von BubiBohnensack (05.11.2011 um 13:59 Uhr)

  20. Fuchs
    Avatar von Libertist
    Dabei seit
    11.10.2008
    Ort
    Wien
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    AW: [US] Alaska 2011 (3/3): Packrafting Gulkana River

    #20
    Zitat Zitat von Jan Vincent Beitrag anzeigen
    Um die Erdrotation nicht sichtbar zu machen, gibt es die Faustformel Belichtungszeit (s) = 420/Brennweite.
    Okay, das war einfach! Danke.


    Mit dem Fokus hatte ich übrigens keine Probleme. Das ging über Live-View, digitaler Zoom, und manueller Fokussierung recht gut. Was mir abgesehen von der Belichtungszeit nicht klar war, ist die Blende. Fotografiert man Nordlichter in der Regel mit Offenblende? Das würde halt die Belichtungszeiten kürzer halten, aber auch die Schärfentiefe verringern. Wobei das bei einer Brennweite von (in meinem Fall) 17mm ja eigentlich marginal ist.
    Geändert von Libertist (05.11.2011 um 15:32 Uhr)

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