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    [DE, AT, IT] Goetheweg München - Venedig

    #1
    Mitreisende: wanderhans
    Land: DE, AT, IT
    Reisezeit: Sommer 2009
    Region/Kontinent: Mitteleuropa: - - - grobe Wegeskizze

    * VORGESCHICHTE
    * ABLAUF
    * MÄNGEL UND FEHLER IM BUCH
    * KOSTEN
    * FAZIT
    * TIPPS
    * "NACHLAUF"

    * VORGESCHICHTE:
    Den “Floh im Ohr” bekam ich auf meinem MAXIMILIANSWEG (Lindau - Berchtesgaden). Auf der dortigen *Tutzinger Hütte* unterhalb der Benediktenwand hing (und hängt bestimmt noch) links von der Theke ein schönes Plakat: “München - Venedig”

    Diese eindrucksvolle Strecke gibt es in 2 Varianten:
    a) “Traumpfad München - Venedig”, nach dem Buch aus dem Bruckmann-Verlag. Dies ist die alpine Strecke durch die Alpen über Gipfel und Jöcher, und ist entsprechend anspruchsvoll bezüglich Kondition, Erfahrung und Ausrüstung. Übernachtungen sind meist in urigen Hütten und ebensolchen Betten, bzw. Lagern, was auch ich schon oft erlebte und auch schätzte.
    b) “Goetheweg München - Venedig”, 623 km ( + X !), 28 Tage, nach dem Buch ebenfalls aus dem Bruckmann-Verlag. Diese Variante folgt, ab dem Brenner, Straße, Fluß und Bahn, ist also ohne große Ansprüche an Erfahrung und Ausrüstung, Kondition für laange Strecken sollte man jedoch haben. Im Gegensatz zum “Traumpfad” übernachtet man auf dem “Goetheweg” immer in einem richtigen Zimmer mit einem richtigen Bett - wenn man eins findet, s. u.. Ich entschloss mich für den “Goetheweg” - und habe es nicht bereut!
    Erst zum 70-sten, dem ich natürlich damit auch auf den Kopf treten wollte, bekam ich, als mein schönstes Geschenk, die häusliche “Freigabe” zu der doch ziemlich großen Tour, womit nur 2 Wochen zur Vorbereitung blieben, was “on tour” Probleme machte. Das Buch bekam ich frei Haus von der “Amazone” für € 7,50. Gepackt war schnell, richtig eingelaufen eher nicht.



    * ABLAUF:
    Die Tour läuft ab München, Marienplatz, vorbei am Tierpark Hellabrunn, bis Ort und Kloster Schäflarn.
    .
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    Am Ende des 3. Tages sieht man das prächtige Kloster Benediktbeuern



    und, gleich daneben " ... des Volkes wahrer Himmel" (Faust I, Goethe).
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    Tag 4 bietet den ansehnlichen Kochelsee und den großen Walchensee:





    Da man schon mal hier ist, kann man, per Seilbahn rauf und wieder runter, den bekannten Herzogstand mit schöner Aussicht in mehrfacher Hinsicht erleben.





    Natürlich muss man auch mal als "Regenläufer" mit Mülltüte über der Gitarre ein Unwetter ablaufen bis nach Mittenwald.



    Die Gastronomen dort zierten sich mit faulen Ausreden etwas, einem Wanderer für nur 1 Tag ein Quartier anzubieten, was mir vorher und nachher nicht passierte. Noch ist der Weg schön, Wald-, Feld- und Wiesenwege mit guten Markierungen und lustigen Anweisungen an "Bayern und Preißn"



    In Innsbruck, statt dem quartierarmen "Völs", sehe ich nächtliche Ritterspiele


    .
    von wo ich am nächsten Morgen hoch zum Brenner "wandere". Ja, das geht auch.



    Der allgegenwärtige Jakobsweg, hier bei "Patsch",
    .

    .
    begegnet mir auch und, im "Hotel Post" in Steinach, wo auch Goethe weilte, Prominente sind nicht einfach da, sie "weilen", "Goethes Lebenselixier", nämlich Reisen

    Am Tag 10, kurz vorm Brenner, begegnen mir die ersten von sehr wenigen Goethe-Wanderern, Sebastian und L-L-L-Linda aus München



    Im "Albergo Olimpia" in Brenner ergibt sich durch glückliche Fügung ein netter Abend bei "Wein, Weib (Waltraud) und Gesang"

    mit 5 lustigen Ötztalern, das tat gut.

    Der Tag 11 beginnt mit dem nördlichen (Baustellen-) Ende des
    "RAD- UND WANDERWEG BRENNER - VERONA",



    stetiger Begleiter des Wanderers, der als Exote nur Radlern begegnet, die ihn teils (zu?) freundlich, teils verwundert ansehen, sofern sie nicht "st - st - st" tief über den Rennlenker gebückt, vorbeizischen. Oberhalb Gossensass sehe ich das einzige Stück Schnee



    Klimawandel? Tag 12 führt ab Sterzing über Franzensfeste zum idyllisch gelegenen Vahrner See. Über das imposante Kloster Neustift und Brixen mit dem Fluchverbot im historischen "Gasthaus Finsterwirt"



    kommt man am Tag 14 nach Bozen, wo die Bürger der Empfehlung aus "Focus" 37/2007 "Wasserhahn statt Evian" folgen



    Tag 16, Salurn - Trento:
    “Endlos sind jene (Fahrrad-) Straßen” (Nerother-Lied): 2 Stunden Gemüse, Mais, Spargel, mit eitel Sonnenschein. Ein Schild mahnt: “Die Wanderer dürfen die Radfahrer nicht behindern”. Vermutlich hatten bereits Wanderer die Radler über-fahren, nein, das geht ja nicht, vielleicht “über-laufen”? Es fehlt dagegen: “Die Radler dürfen die Wanderer nicht rasieren”. Da wisst Ihr, woran Ihr seid.

    Endlich begrüßt uns in TRENTO (Trient) die mächtige Burg Buonconsiglio, wo im Mittelalter das Konzil, also die kirchliche Weltmacht, tagte..


    .
    Tag 17: Abends auf der Piazza war mächtig was los, ein wunderschöner lauer Sommerabend vor einem “Torre blue”.



    Mein Quartier: Ostello “Giovane Europa”, also Jugendherberge, direkt am Bahnhof, im 4-Mann-Zimmer, es mieft nur etwas nach Socken, mit Du/WC, F knapp ausreichend, € 18,-, (!) Tel. (0461) 26 34 84.
    .
    Tag 17, Trento - Rovereto:
    Am Kiosk zeigt mir eine liebe Signora ein Exemplar von “L‘ Adige” mit dem Interview von gestern.



    Mein gutes Quartier: Ostello di Rovereto Via Scuole, 16, 38068 Rovereto, blitzsauberes Zi, feines Bad, Tel. (0464) 400 959, oder 486 757, nur € 19,-/5-Bett-Zi, € 30,-/EZ. (Der Buch-Tipp “Hotel Rovereto” kostet € 85,- !)
    .
    Tag 18, Rovereto - Torbole:
    Auf dem "Rad- und" - Weg weiter die Furche runter, dann aber rechts ab bergauf über MORI kommt nach einem schönen Biotop nach kurzem Steilanstieg der Passo San Giovanni mit 2.870 (Dezi-) Metern



    Noch etwas neben der Landstraße bergab, und unter uns liegt der wunderschöne Lago di Garda, wo in der Nordecke bei TORBOLE, wo auch Goethe "weilte", die Surfer hin- und herflitzen.



    Es folgen rund 2 “Wander”-Tage der besonderen Art: mit Ausnahme der schönen Strandpromenaden in den Touristenorten habt Ihr die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder gehts auf tiefem Kies oder Mauern am Strand entlang zwischen freien oder belegten Liegen, oder, wenn man das satt hat, auf der oberhalb gelegenen “B 249” auf dem linken Seiten-Strich, denn
    -streifen ist meist keiner da. Die 2.000 m hohe Gebirgskette lässt dafür auch keinen Platz, die fällt runter bis zum Strand. Die Badegäste staunten über den gitarrensackbewehrten Strandläufer, es war diesmal kein “kalifornischer” (Höneß über Klinsmann).



    Nach 3 Wochen Treten zeigt sich Verschleiß:
    a) am Korpus; erst eine kleine Blase am linken Fersensporn, meine schwache Stelle, eine größere am rechten, die mich noch 3 Tage quält.
    b) am Outfit: der linke Gitarrensack-Tragegurt reißt ab. Ich flicke ihn mit einigen Sicherheitsnadeln (Spengel) und halte ihn mit der linken Hand hinten hoch, was natürlich beim Gehen den natürlich Rythmus behindert.

    Am Tag 21 erreiche ich VERONA mit der riesigen Schüssel aus Römerzeiten, die diesesmal allerdings nicht ich "leergesungen" hatte.



    Am Tag 22 erreiche ich SOAVE, was man hauptsächlich als Weinlage kennt, ein schöner, kleiner, mittelalterisch anmutender Ort der von einer stolzen Scaliger-Burg beherrscht wird.



    Tag 25, “Longare” - PADUA:
    Tiefpunkt der Tour (nicht geographisch):
    * Elefantenfuß,
    * 2 Blasen,
    * Gitarrensackgurt gerissen,
    * 5 km abseits vom Start,
    * es regnet.



    Wie immer piepst um 7 Uhr der Handy-Wecker. Ich betrachte meinen dicken Fuß, knipse ihn mal und denke “Was ist, wenn ...?”: aufgeben und heimfahren, 1 - 2 Tage pausieren oder - erst mal frühstücken. Dort sitzen auch 4 feingekleidete Herren, Kaufleute auf der quartierverschlingenden Gold- und Schmuckmesse in Vicenza, der weltgößten, 11.000 Menschen leben dort vom Schmuck (!), die nehmen mich in ihrem Auto erst mal mit nach Longar-a (!). Nach einem Telefonat mit meinem “Leibarzt”, Danke Heinz!, erwerbe ich dort “Diclofenac”-Tabletten sowie italienischen “Franzbranntwein”, mit dem ich das Gelenk ab und zu einreibe.
    Also versuchen wir’s mal: 7 km Straße treten - mit obigen Handycaps; in der rechten Hand den Regenschirm - linke Hand unterm Gitarrensack, mit dem ich auch meine anderen Ferntouren, s. www--, absolviert habe, und der für solche Sachen halt nicht ausgelegt ist, “genußvoll” zu wandern.



    So “wandere ich genußvoll”, ohne “meinen Hund zu baden” (Buch, S. 109), im Herzen immer noch frohgemut, über endlose Straßen in der Dunkelheit nach PADUA hinein. Der dicke Fuß - ist noch dick, zum hochlegen war keine Zeit.

    Tag 26: Die Glocken der “Basilica di San Antonio” wecken mich, der dicke Fuß ist etwas dünner. Die Kioske vorm Dom bieten verkaufen neben Kerzen und Rosenkränzen 100-fach geklonte Antonius-se in allen Größen. Ich besuche natürlich den berühmten Botanischen Garten der Universität mit dem weltweit ältesten Kräutergarten, riesigen grünen schwimmenden “Backblechen” und der berühmten fast 10 m hohen GOETHE-Palme.



    Tag 27, letzter “Wandertag":
    Gewitter, Regen, Straße treten mit “Seitendusche” oder nasser, hochbewachsener, kaum noch erkennbarer Trampelpfad entlang dem Brenta-Kanal; Pest oder Cholera? Wieder ein beschirmter Blick auf einen Palazzo - und noch ein Lichtblick: plötzlich sehe ich 2 “Mädchen” 100 m vor mir mit großen Rucksäcken. Das werden doch keine Wanderer sein? Da ich zum Rennen weder Lust noch Kondition habe, pfeife ich durch die Finger: “hüitt!”. Die zwei warten und entpuppen sich als ansehnliche junge Frauen aus Hannover. Ich frage “Goethewanderer?” “Ja!” “L - - - !” entfährt es mir, Pardon! Sie sind auf dem letzten Teilstück Gardasee - Venedig. Vorjahre: München - Mittenwald, Mittenwald - Sterzing, Sterzing - Gardasee. Wir wechseln mal, diesmal zu dritt, auf den “Trampelpfad”, nass bis auf die Haut sind wir ohnehin, aber der Pfad endet in hohem Gras, noch schnell ein Foto und wieder auf die Straße mit “Seitendusche”.



    Die zwei haben mich mit ihrer unkaputtbaren guten Laune angesteckt: “Humor ist, wenn man trotzdem läuft”. “Wie fandet Ihr die Navigation?” Sie schauen sich kurz an und lachen. “Irgendwann haben wir es aufgegeben (nach dem Buch) und sind nur noch “so” gelaufen. Wir haben die vielen netten und hilfsbereiten Leute gefragt, das hat meistens gepasst.”

    Tag 28; VENEDIG!!!
    Mit der Fähre ab FUSINA, letztes, quartierloses(!) Etappenziel, erreiche ich Venedig mit seinen weltbekannten Kulturdenkmälern und lege als erstes mal auf der "Piazza San Marco" meine beiden 47-er Füße hoch - schööön!



    Auf einer Kanalfahrt mit dem öffentlichen "Wasser-Bus" sehe ich mal wieder die berühmte Rialtobrücke.



    Nach langer Suche erstehe ich ein (zu) kleines Souvenir für meine Frau,


    ... esse einfach wie immer, obwohl mir meine Frau eindringlich riet, “gudd esse” zu gehn. Ich kann einfach nicht anders und - lege mich müde und glücklich zu Bett; “Ich habe fertig!”

    (Tag 29) VENEDIG - St. Ingbert:
    Ich verabschiede mich vom in der Frühe noch nebelverhangenen Venedig


    ... und fahre in der Frühe mit 3 Fahrscheinen, die ich für zusammen € 183,- (!) natürlich am Vortag gekauft habe, mit 4 Zügen über MILANO > LUZERN > MANNHEIM > nach SAARBRÜCKEN, wo mich meine Frau am Bahnsteig um 23.00Uhr abholt. Das war’s mal für 2009, “Schau’n mer mal!”

    -----------------------------------------------------
    * MÄNGEL UND FEHLER IM BUCH:
    Allgemein (die speziellen Fehler stehen im kompletten Ablauf auf meiner Webseite/Goetheweg, s. u.):
    1) Die KARTEN samt Höhenprofil stehen sowohl im TEXT als auch im “Anhang zum Heraustrennen”. Das macht keinen Sinn, da man mit einer 100.000-er Karte allenfalls Auto fahren, aber ohne ergänzenden Text nicht wandern kann. Besser und mit gleichem Seitenaufwand wäre -eine- 50.000-er Karte.
    2) Die ORTE im Text stehen, aus obigem Grund?, oft nicht auf der Karte, z. B. bei Tag 1: “bis auf die Höhe von Großhesselohe” und “bis nach Buchenhain”, “an Berg Birk vorbei.”
    Tag 2: “Richtung Schützenried”. So weiß man nicht, in welche Richtung man vom bekannten Punkt auf der Karte gehen muss.
    3) Auf der KARTE von Tag 24 steht zwischen Anfang und Ende außer “Vicenza” kein einziger Ort direkt an der Strecke, es gibt jedoch welche, z. B. “Debbra”, s. 1) und 2).
    4) Oft fehlt die HIMMELSRICHTUNG bei Orts- oder Richtungsangaben. Z. B. bei Tag 13: “ ... zur Gaststätte am Ende des Sees”. Es gibt -2- Gaststätten am See, der -zig Enden hat. Besser wäre: “am Südostende des Sees” o. ä.. Schon GOETHE schrieb, Zitat Seite 103, “ ... man fährt Nordostwärts an den Gebürgen hin ...” und Seite auf 109: “Es geht immer in der schönen Plaine
    (= Ebene) süd ostwärts.”, da weiß man, woran man ist.
    5) Oft heißt es “eine wenig befahrene Straße” oder “auf einer kleinen Nebenstraße” (Tag 6), die hat aber auch einen NAMEN: “Riedkopfstraße”. So kann man danach fragen, anstatt “Wo ist denn hier >eine kleine Nebenstraße<?” Oder:, Tag 8, “bis wir die Asphaltstraße”; es ist die “Brennerstraße”, nach der man fragen kann, anstatt bei einem Verlaufer “Wo ist denn hier eine Asphaltstraße?”
    6) Das HÖHENPROFIL wurde vermutlich nachträglich am Schreibtisch erstellt. Z. B.: Tag 2: von “Ebenhausen” nach “Kloster Schäftlarn” sind es mehr als 5 Höhenmeter, das ist ein knackiger Abstieg.
    7) ETAPPENORTE ohne Quartier, u. a. (?) Longare (Tag 24), Treponti (Tag 25), Fusina (Tag 27) sind für Autofahrer oder Radler kein Problem, führ den Wanderer, der schon 20 - 25 km im Kreuz hat, schon eher; eine sehr schlechte Erfahrung! Keine Bahn, Bus selten, Trampen langwierig, Taxi: s. Kosten.

    * KOSTEN:
    Man staunt: obwohl ich bei Speis’ und Trank nicht geprasst und mir immer, nach Möglichkeit, ein günstiges Quartier gesucht habe, kam ein erheblicher Betrag zusammen:
    * “Startgeld” bar abzüglich Restbestand: ............................. € 200,00
    * Bahnfahrt St. Ingbert (bei Saarbrücken) - München: .......... € 130,00
    * Tippen an Automaten für Essen, Trinken, Quartiere usw.: .. € 2.072,00
    * 2 x € 50,00 Handy aufladen von zuhause aus: .................. € 100,00
    * Bahnfahrt Venedig - St. Ingbert: .................................... € 184,00

    Endsumme: € 2.686,00 (!)

    Diese wäre durch Zelten und Selberkochen zu reduzieren, wie es, s. Foto Tag 10, “L-L-L-Linda” und Sebastian aus München und, s. Foto Tag 25, Joe mit Kumpel aus Leipzig praktiziert haben, was nicht “mein Ding” ist.

    * FAZIT:
    Wege:
    * “Wandern” im üblichen Sinn kann man nur bis zum BRENNER.
    * Die Strecke BRENNER - VERONA läuft, mit Ausnahme vom Gardasee, meist auf dem neuen “Rad- und Wanderweg”, wobei man dort fast nur “Rad-”ler sieht, “-und Wander-” habe ich auf dieser ganzen Strecke keinen (!) gesehen.
    .


    * Am GARDASEE entlang läuft man auf schönen Strandpromenaden durch schöne und bekannte Ferienorte, außerhalb derselben jedoch meist zwischen “Pest und Cholera” entweder am Ufer durch tiefen Kies und etwas Gestrüpp -oder- entlang der schmalen “SS 11”, einzige Straße am Seeufer mit viel Verkehr, auf dem linken Seitensteifen, soweit vorhanden, oder auf dem weißen Strich. Beides ist unangenehm.
    .


    * VERONA - VENEDIG läuft, natürlich mit Ausnahme der wunderschönen berühmten Städte, teils auf “Rad- und Wanderweg”, manchmal schwer zu finden, da er neu ist und zum großen Teil entlang der Landstraßen, was lästig und gefährlich ist.
    .


    Wanderer:
    - am Brenner (Tag 10): Linda und Sebastian aus München; Goetheweg, Teilstrecke Mittenwald - Bozen,
    - vor Klausen (Tag 13): Ulla aus Münster; Goetheweg - Teilstrecke Innsbrück - Bozen,
    - am Gardasee, Torri del Benaco, (Tag 19): Vater und Sohn aus Deutschland: “planlos” von den Vogesen bis Verona,
    - in Padua (Tag 25): 2 Geographiestudenten aus Leipzig; Goetheweg - Teilstrecke Gardasee - Padua,
    - vor Fusina, (Tag 27), 2 junge Frauen aus Hannover: Goetheweg - Teilstrecke Gardasee - Venedig,
    - sonst niemanden.

    Allgemein:
    Man erlebt hier nicht atemberaubende Blicke auf nahe schroffe Gipfel und tiefe Schluchten sowie Muffensausen am Seil wie beim alpinen “Traumpfad”, passiert aber eine Menge kultureller Sehenwürdigkeiten in wunderschönen berühmten Städten, die man sonst kaum auf einer einzigen, wenn auch langen, “Wanderung” erlebt.
    .


    Und: der Goethe ist im Geiste immer dabei.
    Ärgerlich sind die vielen ortographischen Fehler im Buch, aber auch fehlerhafte oder fehlende Ortsbezeichnungen, was die Navigation erschwert, siehe D). Andererseits hat die Tour durchaus Charme und einen hohen Erlebniswert, was schöne, vor allem italienische Kulturgüter betrifft. Schön und für einen längeren Bestand des “Goethewegs” meiner Ansicht nach unerlässlich, wäre eine verbesserte Wegführung gegenüber den Straßenstrecken in Zusammenarbeit mit regionalen Tourismusorganisationen. Wandervereine gibt es entlang der Straßen- und Flußroute im flachen italienischen Teil wohl kaum. Dort wandert ja auch sonst keiner.

    * TIPPS:
    a) QUARTIERE: zuhause Infos und Tel.-Nummern auf der Strecke, auch zwischen den Etappenorten (!), notieren und “on Tour” nach dem Frühstück oder in der Mittagspause tel. vorbuchen! Das ärgerlichste auf der Tour war die lästige Quartiersuche mit 25 km in den Beinen, auch, weil einige Etappenorte überhaupt kein Quartier hatten, s. "Mängel ... im Buch".

    * "NACHLAUF":
    3 Wochen später ....
    .... fuhr ich ganz normal mit mit meiner Frau nach VERONA, wir nahmen für eine Woche Quartier in einem guten Hotel und sahen uns all die schönen Städte und Stätten diesmal gemeinsam an:
    * Verona, * Vicenza, * Padua und den wunderschönen * Gardasee, hier mit der Burg Malcesine, wo auch Goehte "weilte":



    Den kompletten ABLAUF mit allen Quartieren, vielen weiteren Fotos und Videos seht Ihr hier:

    http://www.wandernmithans.de/html/go...-_venedig.html
    Geändert von wanderhans (01.01.2012 um 20:36 Uhr) Grund: Geo-Täck gesetzt
    "Die Hütte ist das Ziel"

  2. Erfahren
    Avatar von stoeps
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    AW: Goetheweg München - Venedig

    #2
    OT: Ähm, die meisten Deiner Bilder werden (bei mir) nicht angezeigt. Anscheinend weisen die Links auf den Desktop Deines Rechners zu Hause.

    stoeps, der gerne die Fotos sähe

  3. Dauerbesucher
    Avatar von xe3tec
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    AW: Goetheweg München - Venedig

    #3
    2600€ für 29tage Wanderschaft?!

    ok mit ständiger Hotelunterkunft...

    für 2600€ wander ich paar Monate, aber auch mit Zelt

    soviel würde meine 1,5monatige Japanrundreise kosten
    "You still hope that this war will end with your honor intact? Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask the ghosts if honor matters. The silence is your answer."

  4. Erfahren
    Avatar von wanderhans
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    AW: Goetheweg München - Venedig

    #4
    @stoeps: Joo, das steht auch in einer PN. Andererseits: wenn ich mit
    -meinem- Internet, AOL 9.0 VR, das angeblich (?) Int. Expl. benutzt, auf www-ODS--- --> "Goetheweg" gehe, kann ich alle FOTOS sehen. Ich habe sie mit der ODS-Fotogalerie hochgeladen, die ich allerdings noch nicht komplett hantieren kann. Evtl. hat sie einen Überlauf, der zwar Fotos annimmt, aber sie nicht online stellt?
    Den kompletten ABLAUF findet man unter
    http://www.wandernmithans.de/ --> Goetheweg.
    Die blaue Erdkugel "Link einfügen" funzt auch nicht: wenn ich dort eine URL eingebe und auf OK klicke, verschwindet das Fenster und in der "Nachricht" ist ... nix ... drin. Daher habe ich das mal soo reingeschrieben. Schau'n mer mal?! Gruß - Hans

  5. Alter Hase
    Avatar von thefly
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    AW: Goetheweg München - Venedig

    #5
    Hallo Hans,
    einige der Bilder sind noch auf deinem PC verlinkt. Da steht zwischen [ img ] und [ / img ] was von C:\ .... An den Stellen muss ein Link zu den Bildern hin, entweder in der Galerie oder irgendwo anders im Internet.

    Bei der Weltkugel kommt nur Text wenn du auch was in das Fenster schreibst. Bleibt das Fenster leer, erscheint auch kein Code im Editor.

    Hier: Forum: FAQ -> Wie krieg ich Bilder ins Forum steht eine kurze Anleitung wie das mit der Galerie funktioniert.

    In den letzten beiden Tagen hatten wir einen Fehler in der Galerie, so dass nicht alle Bilder angezeigt wurden. Jetzt sollte aber wieder alles einwandfrei funktionieren

    Grüße

    Fred

    p.s: Dass du alle Bilder sehen kannst liegt daran, dass dein Browser auch auf deine Festplatte zugreifen kann und von dort die Bilder die mit c:\ .. verlinkt sind laden kann, das funktioniert aber natürlich bei keinem anderen Nutzer

  6. Erfahren
    Avatar von wanderhans
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    AW: Goetheweg München - Venedig

    #6
    Danke, thefly und Werner, für Eure freundlichen Hilfen - die ich noch dringend brauche.
    * LINK auf /C: - capito! Es ist aber schon gemein, wenn ich eine Seite aus dem www aufrufe, dachte ich immer: jeder, der diese Webseite aufruft, kriegt den gleichen content, weil es ja aus dem www kommt - weit gefehlt: mein PC geht hintenrum und klaut sich die FOTOS aus meinem PC :-(
    * Ein TIPP, "von keiner Sachkenntnis getrübt"
    Wenn hinter (IMG)/ ein "C" oder sowas kommt, sperrt das Programm und bringt eine Notiz:
    "Link klappt nur-wenn auf >www...< oder auf die >ODS-Galerie< verwiesen wird" o. ä.. (?)
    * Weltkugel - Link: dazu bräuchte ich eine Anleitung, das Fenster verschwindet immer, wenn ich was suche oder auf OK klicke. Im EDIT steht immer - ... nix!
    * Galerie: wieviele FOTOS oder KB kann der User dort einstellen? Ich habe den Eindruck, nachdem ich von meinem MAXIMILIANSWEG etwa 60 Bilder drin habe, dass ich die 20 vom GOETHEWEG da nicht mehr reinkriege?
    Dazu: wenn ich Fotos vom MAXI lösche, um Platz für GOETHE zu schaffen :-)
    verschwinden die dann nur aus meiner GALERIE oder aus meinem MAXI?
    * TEXT-FOTOS - Fluss: Obwohl ich im Editor die Fotos *hinter* den jeweiligen Text gesetzt habe, sind sie im www verschoben;
    Z. B.: "Am Ende des 3. Tages ..... Kloster Benediktbeuren". Daneben steht das Foto vom Kloster Schäftlarn, dasd weiter hoch gehört. Das Foto vom Kloster Bene... kommt dagegen weiter unten, neben einem *anderen* Text. Ich habe versucht, durch Setzen von Punkt (.) und Umbruch x 3 oder 4, das Problem zu lösen, klappte wohl nicht.
    * Noch einen schönen 4. Advent und - bis neulich! Gruß - Hans

  7. AW: Goetheweg München - Venedig

    #7
    Hans, das wird schon. Und soweit ich das überblicke, besteht für den Goetheweg durchaus Interesse. Wenn auch nicht als konkrete Nachfragen hier im Forum, es sind eher die stillen Mitleser, die auf der Suche nach einer München-Venedig, bzw. E5 Alternative sind.

    Werner

  8. Erfahren
    Avatar von stoeps
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    AW: Goetheweg München - Venedig

    #8
    OT: Ich wollte eigentlich vermeiden, hier noch weiter OT zu schreiben Aber da es jetzt ohnehin passiert (ist):

    Ich habe zwar auf die Verlinkung zum Heim-PC hingeweisen, aber eigentlich von alledem keine Ahnung. Ich selbst habe hier noch nie ein Foto reingestellt.
    Und deswegen hast Du meinen Respekt; wegen der Wanderungen sowieso, aber wegen der Auseinandersetzung mit der modernen Technik genauso. (Wenn ich da an meine Eltern denke – was vom Alter her hinkommt – …)

    Chapeau!

    Und ja: Auch mich interessieren "nicht alpine Alpenwanderungen" sehr. Deswegen bin ich auch schon längst auf Deiner Homepage gewesen und habe mir alle Deine Weitwanderungen durchgelesen und angeschaut :-)

    stoeps

  9. Vorstand
    Liebt das Forum
    Avatar von lina
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    AW: Goetheweg München - Venedig

    #9
    Der button für die Bilder, die Du nicht zu Deinem ODS-User-Album verlinkst, sondern zu Adressen auf Deiner Webseite, ist nicht der mit der Weltkugel, sondern der sieht so aus:
    Angehängte Grafiken

  10. Liebt das Forum
    Avatar von Torres
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    AW: Goetheweg München - Venedig

    #10
    Sommer - Menschen im Badeanzug - sowas gibts wirklich? Ich friiiiiieeeeerrrre. Schön, solche Bilder zu sehen, da wird einem ganz warm...

    Torres

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