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    AW: [DE] Rheinsteighäppchen

    #21
    Mitreisende: Taunuswanderer
    Ich weiß nicht, was soll es bedeuten...
    von Sankt Goarshausen nach Kaub - 07.10.2017

    ...ist der Anfang des Gedichtes von Heinrich Heine. Das Gedicht und die Loreley ist der „Dauerbrenner“ auf der sogenannten Königsetappe des Rheinsteiges. Die Frage stelle ich mir ja auch hin und wieder....

    ...auf jeden Fall verspricht die heutige Etappe größere Menschenmassen. Um denen so halbwegs zu entgehen, ging es wieder früh los. Um acht Uhr habe ich die erste Anhöhe in Sankt Goarshausen erreicht...


    Blick auf Burg Katz und die Loreley

    Die ersten Kilometer sind noch recht ruhig, aber auch wenig königlich, und als ich noch vor zehn auf dem Loreley-Plateau ankomme sind auch nur vereinzelt Leute unterwegs. Liegt wohl auch daran, dass hier gerade alles umgestaltet wird und alles voller Baukräne und Absperrungen ist. Den Aussichtspunkt habe ich sogar für mich alleine...



    ...allerdings konnte ich noch nie verstehen, warum es ausgerechnet alle hierhin zieht. Der Ort lebt vom Mythos, der m.E. schon lange Zeit verflogen ist. Die umliegende Natur ist dort, wo noch nicht so stark eingegriffen wurde tatsächlich sehenswert, aber die Touristenmassen verleiden einem dann schon den Genuß. Gut. Ich selbst bin natürlich auch Tourist...

    Während ich um zehn auf dem Rheinsteig weiterziehe, tauchen die ersten Busse auf....



    Aber auch auf dem Rheinsteig ist auf diesem Abschnitt einiges los, wenngleich ich einen Tag mit eher moderatem „Wanderverkehr“ erwischt habe. Die nächsten paar Kilometer kann ich noch gut genießen...





    Auf der Rheinsteig-Seite wird eine anspruchsvolle Wanderung angekündigt, da ist sogar von „schwierig“ die Rede. Naja. Es ist zwar etwas mehr als der handelsübliche Mittelgebirgsweg, aber der Vergleich mit dem hochgebirgswanderungen dient wohl doch eher Marketingzwecken. Nichtsdestotrotz ein schöner Wanderweg...







    ...und neben zahlreichen Einkehrmöglichkeiten, gibt es auch Self-Service-Möglichkeiten...



    ...welche ich allesamt auslasse. Kurz nach vierzehn Uhr befinde ich mich dann im Abstieg nach Kaub...


    rund um Kaub findet man überall Abraumhalden des (Untertage-)Schieferabbaus.

    Die Stadt betrete ich durch das Tor am Leiterberger Turm...



    ...und steuere meine Unterkunft an. Nachmittags besichtige ich noch die Burg Pfalzgrafenstein im Rhein und mache ein Stadtrundgang...


    Kaub. Kleinste Stadt in Rheinland-Pfalz



    ...und, wer schon immer mal wissen wollte, wozu die außen angebrachten Holz-/Steinbauten dienen...



    ...da diese heute nicht mehr in Betrieb sind, erlaube ich mir auch einen Rundgang auf der Insel und bin überrascht, wieviele Muschelschalen hier so rum liegen...



    Den Abend widme ich dann dem Konsum des einen oder anderen traubenhaltigen Getränks lokaler Provenienz.
    Wir haben uns verirrt, kommen aber gut voran. (Tom DeMarco)

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    #22
    Mit einem Riesling lässt sich leichter Wandern, mit zwei oder drei ...
    von Kaub nach Assmannshausen Lorch - 08.10.2017

    ...werden die Beine dann doch etwas schwerer. Vor allem dann, wenn der Riesling auch noch in destillierter Ausführung konsumiert wird. War wohl ein Gläschen zu viel gestern (in meinem Wandertagebuch steht ‘leichter Kater’ ). Entsprechend geht es auch eine gute Stunde später los als gewohnt. Und mein Etappenziel für heute passe ich ich auch direkt an. Anstatt nach Assmannshausen (29 km) geht es nur bis Lorch (14 km). Der letzte Trester vom Vorabend wird dann alsbald am ersten Anstieg zur Burg Gutenfels verbrannt und ausgeschwitzt...


    ...heute mal ein Päuschen mehr im Aufstieg...


    Burg Gutenfels oberhalb von Kaub - es geht aber noch weiter hoch...

    zunächst geht es über einige Abraumhalden vom (Untertage)Schieferabbau und alsbald komme ich durch sehr schöne Eichenwäldchen...


    herbstlicher Eichenwald am Rhein auf Schiefer - alleine dafür gehe ich gerne am Rhein wandern...

    ...mit Aussichtspunkt auf den Rhein...


    Blick zurück nach Kaub

    Pünktlich zur Mittagszeit erreiche ich die hessische Grenze...


    Bye bye Rheinland-Pfalz... das Schild hing schon so schief. Ich bin unschuldig. Ich schwör

    Beim Grenzvogt habe ich mich dann noch ins Rheinsteig-Wanderbuch eingetragen...



    Die Grenzsteine sind hier so gar nicht hessisch. Kur-Mainz und Kur-Pfalz lassen grüßen...





    Nach einer kleinen Mahlzeit und ner großen Apfelschorle an der Grenze geht es nun in Hessen weiter....


    Lorchhausen


    Burenziege - sieht man hier öfters. Sie wurden als Ausgleichsmaßnahme zu Hangsicherungsmaßnahmen der Bahntrasse “engagiert” und sind steilhangtauglich. Dort sollen sie die Magerwiesen offen halten

    Gegen zwei Uhr erreiche ich die Burgruine Nollig oberhalb von Lorch...



    Jetzt sind es nur noch wenige Meter zum Ziel. Steil und geröllig geht es bergab...


    stahlseilgesicherter Abstieg nach Lorch

    …richtig gefährlich ist allerdings die nachfolgende Hohlgasse, zumindest wenn es nass ist. Und heute ist es nass...


    ...braucht den Vergleich mit Wandern auf Schmierseife nicht zu scheuen ...

    ...mehrfach gerate ich ins Schlittern, kann mich aber jedes Mal wieder abfangen. Puuuh...

    In Lorch hätte ich gerne noch ein Weingut besucht. Das hatte leider noch nicht geöffnet. Und da starker Regen aufzieht, geht es dann ohne Riesling in den Zug nach Frankfurt...


    ... Bahnhof Lorch. Noch schnell untergestellt. Regen kommt. Ich fahre nach Hause.
    Wir haben uns verirrt, kommen aber gut voran. (Tom DeMarco)

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