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  1. Fuchs
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    [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #1
    Mitreisende: Libertist
    Land: Grönland
    Reisezeit: Juli 2017
    Dauer: 3 Wochen (die gesamte Reise dauerte 3 Monate)

    Zusammenfassung: Wir ließen uns von meinen belgischen Freunden mit ihrer Segelyacht von Ilulissat nach Norden zur Nugssuaq Halbinsel bringen. Von dort aus traten wir die etwa 180 km lange Route zurück nach Ilulissat an, entlang der Küste und Fjorde von Disko Bay. Die Tour an sich dauerte 15 Tage, wobei wir die Route aufgrund von zu viel Eis in den Fjorden ein wenig anpassen mussten.

    Die geplante Route: Nugssuaq Halbinsel – Isortoq Lake – Anap nuna – Camp Eqi – Sermeq avangnardleq – Ilulissat

    Hier eine grobe Übersicht zur geplanten (gelb) und tatsächlichen (orange) Route: Link zu Google Maps


    Ich glaube, nirgendwo auf der Welt hatte ich bisher so schöne Zeltplätze, wie in Grönland.


    Blick auf einen Fjord um kurz nach Mitternacht.


    Packrafts sind auf stehenden Gewässern zwar recht träge, aber dennoch die beste Möglichkeit, lange Routen in Fjordlandschaften umzusetzen.

    Zur Vorgeschichte: Im Dezember 2016 erhielt ich eine Email von zwei Belgiern, Willem Vandoorne und Sofie Vanmaele, die meine Reisen anscheinend schon ein paar Jahre lang verfolgten und mich für ihr Grönland-Projekt begeistern wollten. Konkret wollen sie ab Sommer 2018 in Grönland geführte Trekking- und Packraftingreisen mit einer Segelyacht als Basis anbieten und mich dafür als Guide beschäftigen. Nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass Willem selbst schon viel unterwegs war, in Belgien einen Packrafting-Verleih betreibt und im Jahr 2015 sogar den „Golden Paddle Award“ für seine Reisen in Skandinavien, Neuseeland und Grönland erhielt.

    Bevor sie ab 2018 kommerzielle Reisen in Grönland anbieten, wollten sie im Sommer 2017 einige Testläufe durchführen und luden Freunde, Bekannte, Fotografen und Blogger ein, mit ihnen um Grönland zu segeln, zu trekken und zu paddeln. All das sollte zum Selbstkostenpreis stattfinden, das heißt, Willem und Sofie machten keinen Gewinn und auch die Bootsmannschaft wurde nicht bezahlt und arbeitete freiwillig.

    Ich interessierte mich für den Job als Guide ab 2018, wollte aber Willem und Sofie nicht unbedingt auf ihre Testtouren begleiten, sondern stattdessen lieber meine eigenen unternehmen. Wir einigten uns darauf, dass ich Grönland für mich selbst bzw. mit eigenen Reisepartnern erkunde und sie mich dabei logistisch unterstützen.

    Willem und Sofie hatten vor, am 5. Juli von Ilulissat nach Norden zu segeln. Darauf baute ich die Idee meiner ersten Grönland-Tour auf: Ich segle einen Tag lang mit, werde an der Nugssuaq Halbinsel an Land gebracht und gehe/paddle zurück nach Ilulissat. Begleitet wurde ich von zwei Freunden: Florian aus Deutschland, der auch im letzten Jahr mit mir in Pakistan war und Atalwin aus den Niederlanden, den ich 2012 im Libanon kennengelernt habe.

    Wie auch meine folgenden Touren in Grönland ließ sich diese Route nur mit Packrafts verwirklichen, weil es einige Fjorde zu queren gab. Die Alternative wäre, abschnittsweise übers Eis zu gehen, das im Sommer aber mitunter extrem verspaltet ist – angesichts der vielen Querungen ein viel zu hohes Risiko. Ich schrieb eine Email an Alpacka Raft und bat um Sponsoring, die Firma freute sich und wenig später waren drei neue Packrafts auf dem Weg von den USA zu mir nach Wien. Zwei sollte ich nach dem Sommer zurückschicken, eins durfte ich behalten.

    Am 3. Juli trafen wir drei uns in Kopenhagen, von da aus ging’s weiter nach Kangerlussuaq, wo wir die Nacht im Zelt zubrachten. Am nächsten Morgen flogen wir nach Ilulissat, entspannten uns von der Anreise und unternahmen am 5. Juli eine kleine Wanderung in der Gegend um Ilulissat, gemeinsam mit Willem, Sofie und der Gruppe, mit der sie in den nächsten zwei Wochen auf Tour sein würden.


    Ilulissat


    Schlittenhunde außerhalb der Stadt.





    Ilulissat Icefjord.


    Da wäre kein Durchkommen.

    Abends gingen wir dann an Bord der Segelyacht, fuhren raus aufs Meer zu den großen Eisbergen und düsten mit dem Beiboot noch ein wenig zwischen den Eisbergen umher, bevor es gegen 22 Uhr dann stur nach Norden ging. Da die Sonne in diesen Breitengraden zu der Zeit nicht untergeht, konnten wir problemlos über Nacht segeln.











    Das ist ein Boot vor einem Eisberg. Ja, die Eisberge um Ilulissat herum sind teilweise gigantisch, mehrere hundert Meter lang und oftmals über 60 m hoch. Wenn man nun bedenkt, dass nur 10% des Eisbergs aus dem Wasser ragen und der Rest unter Wasser ist…







    Am nächsten Morgen um 10 Uhr war es so weit, mit dem Beiboot wurden wir auf die Halbinsel gebracht, ein wenig östlich der Siedlung Saqqaq. Es ist immer ein eigenartiges Gefühl, wenn man irgendwo in der Wildnis abgesetzt wird und es dann kein Zurück mehr gibt – Atalwin standen vor Überwältigung kurz die Tränen in den Augen, ich war voller Erleichterung darüber, dass es nach Monaten der Vorbereitung endlich los ging.


    Abschied.


    Wir werden an Land gebracht.


    An Land angekommen sind wir nun auf uns allein gestellt, das Beiboot fährt zurück zur Yacht.

    In den ersten beiden Tagen marschierten wir nach Norden und schwankten dann nach Osten zum Isortoq Lake. Wir kamen langsamer voran, als ich erhofft hatte. Das Gelände war schwierig, in den höheren Lagen gab es noch viel Schnee und der Boden darunter war meistens steinig. Außerdem war zumindest einer meiner Partner körperlich nicht ganz so fit, wie ich erhofft hatte.











































    Von einer Bergspitze aus sahen wir deutlich, dass die Ostenden der Fjorde, also da, wo wir queren wollten, dicht mit Eis zugesetzt waren. Eigentlich hatte ich vor, den Torssukatak Fjord recht weit östlich (in der Nähe der kalbender Gletscher) mit den Packrafts zu paddeln, aber es schien, also sei dort zu viel Eis, also begannen wir, uns mit Plan B zu beschäftigen: Auf Arve-Prinsens-Insel ausweichen. Doch bevor diese Entscheidung zu treffen war, gab es noch einen Nebenfjord zu queren, wo wir das Paddeln zwischen Eisbergen ein wenig üben konnten.




























    Als wir am großen Torssukatak Fjord standen, war die Entscheidung recht eindeutig: Im Osten war zu viel Eis, da gab es kein Durchkommen. Die 7 km lange Querung rüber zur Arve-Prinsens Insel dürfte schon schwierig genug werden, dachten wir – am Rand sah’s gut aus, aber die Mitte des Fjords war voller Eis.








    Ah ja, wir hatten auch einen Wurst-Sponsor. Kein Witz, eine holländische Fleischerei hat uns 5 kg Wurst mitgegeben, im Gegenzug hab ich ein paar Fotos gemacht.




    Als wir am nächsten Morgen aufstanden und uns bereit zum Paddeln machen wollten, legte ein Fischerboot ganz in der Nähe unserer Zeltplatzes an. Wir gingen schnell hin und kamen ins Gespräch. Die Fischer boten an, uns über den Fjord zu fahren, wir nahmen natürlich dankend an.





    Mit dem Packraft wäre die Fjordquerung möglich, aber gefährlich gewesen. Man stelle sich vor, eine spitze Eiskante schlitzt das Boot auf, mitten auf dem Fjord…

    Diese 7 km lange Querung wäre trotz des vielen Eises auch mit Packrafts machbar gewesen, stellte ich fest, aber wir waren froh, das Risiko nicht haben eingehen zu müssen. Auf der Arve-Prinsens Insel angekommen, kletterten wir zunächst den steilen Hang hinauf, bis wir oben auf einer plateauartigen Hügellandschaft angekommen waren und errichteten unser Nachtlager. Die Aussicht über den Fjord war gigantisch. So ging es dann noch vier Tage weiter, bis wir am Südende der Insel angekommen waren. Das Terrain war relativ beschwerlich, sehr viel auf und ab über Felsen und loses Geröll, Vegetation gab es selten. Am Ende verschlechterte sich dann das Wetter und der Abstieg gestaltete sich schwierig, weil wir zeitweise kaum noch etwas gesehen haben. Aber auch das ging irgendwie.














































    Der 17. Juli war der Tag der großen Fjordquerung, genauer gesagt querten wir zwei Fjorde direkt nacheinander. Insgesamt standen uns ca. 20 km Paddeln bevor, für die wir bei leichtem Gegenwind und Wellengang etwa acht Stunden brauchten. Dann dauerte es noch eine Weile, bis wir einen guten Schlafplatz fanden, weshalb wir die Zelte an diesem Tag erst um Mitternacht herum aufbauten.



















    Nun waren es noch zwei Tagesmärsche nach Ilulissat. Übers Satellitentelefon ließ ich mir sagen, dass das Wetter am 19. Juli sehr schlecht sein würde, was sich bereits am späten Nachmittag des 18. ankündigte. Glücklicherweise fanden wir am Abend eine kleine offene Hütte, in der wir die Nacht zubrachten. Weil es am nächsten Tag ununterbrochen regnete und wir uns den einen Pausentag zeitmäßig noch gönnen konnten, blieben wir auch gleich eine zweite Nacht.

    Am 20. Juli erreichten wir dann Ilulissat.











    Im Inneren der Hütte. Es war nicht das letzte Mal in diesem Sommer, dass ich in einer solchen Unterkunft Schutz finden durfte…










    Florian und Atalwin flogen am darauffolgenden Tag zurück in die Heimat. Für mich ging es nach Kangerlussuaq, wo die nächste Tour anstand – komplett andere Landschaft, warm und trocken.

    Ein Mini-Fazit: Landschaftlich hat mir der Süden Grönlands (Bericht 3/3) besser gefallen, als die Gegend um Ilulissat herum, aber die Eisberge in den dortigen Fjorden sind einfach unwiderstehlich schön. Wer also große Eisberge sehen will, dem sei diese Region sehr ans Herz gelegt. Von Ilulissat aus kann man eine Vielzahl an (Rund-) Touren unternehmen und mit Packraft sind die Routen-Möglichkeiten sowieso äußerst vielfältig. Wenn ich das nächste Mal in der Nähe bin, werde ich mir vielleicht die Nugssuaq Halbinsel und Disko Island genauer anschauen, da gibt‘s sicher noch viele spektakuläre Ecken zu besuchen.

    Für mich war diese Tour jedenfalls ein gelungener Einstieg in den Sommer, auch wenn wir die Route aufgrund der extreme Eis-Situation in den Fjorden etwas abändern mussten.
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  2. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #2
    Wieder einmal sehr schöne Bilder von dir! Dankeschön, freue mich schon auf die weiteren Teile.

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

    meine Weltkarte

  3. Fuchs

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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #3
    Ui, ein neuer Libertist Bericht

  4. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von Markus K.
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #4
    Hallo Libertist,
    das Projekt klingt sehr spannend. Werde das mit dem Segelboot verfolgen.

    Zum Einen bin ich seit der Lovis 2016 mit dem Segeln angefixt. Zum Anderen habe ich mir für die Zukunft die Westküste Grönlands, teils mit dem Seekajak vorgenommen. Da wäre ein Segelboot als Basis natürlich genau richtig. Danke für die Inspiration!

    Zum Bericht und den Fotos kann ich nur sagen:
    Geändert von Markus K. (22.11.2017 um 18:22 Uhr)
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  5. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #5
    Ich glaube, nirgendwo auf der Welt hatte ich bisher so schöne Zeltplätze, wie in Grönland.
    Das unterschreibe ich sofort!
    Landschaftlich mit das großartigste Land, das ich bisher bereist habe!

    Schöne Tour und klasse Bilder wieder!

    Danke dafür!
    Sylvia
    Kalender *Papageitaucher 2019*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  6. Erfahren
    Avatar von geige284
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #6
    Super, regelmäßig als ich deine Fotos auf Facebook gesehen habe, habe ich mich auf den Bericht hier gefreut!

    Da freue ich mich schon auf die erste halbe entspannte Stunde auf Arbeit morgen früh

  7. Erfahren

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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #7
    Vielen Dank für den Bericht. Mal abgesehen von Inlandseisüberquerungen hatte ich von Grönland bislang fast nur Berichte über den Article Circle Trail gelesen, der mir nicht besonders attraktiv erschien. Dein Bericht und die Fotos lassen einem hingegen das Wasser im Munde zusammenlaufen.

    Für wie gefährlich schätzt Du die Packraftingabschnitte ein, mal abgesehen von Eis. Nach meiner Einschätzung kommt man ab 4-5 Windstärken mit dem Paddeln nicht mehr gegen den Wind an. Und auf See kann der Wind ja schnell mal auffrischen. Wo wird man dann hingetrieben?

  8. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #8
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Zum Anderen habe ich mir für die Zukunft die Westküste Grönlands, teils mit dem Seekajak vorgenommen.
    Oh ja, das muss genial sein. Vor allem wenn du ein bisschen Stauraum darin hast (wie bei Klepper) und zusätzlich Trekking-Ausrüstung mitnehmen kannst. Da lassen sich in Grönland die herrlichsten kombinierten Touren unternehmen.


    Zitat Zitat von Shades Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für den Bericht. Mal abgesehen von Inlandseisüberquerungen hatte ich von Grönland bislang fast nur Berichte über den Article Circle Trail gelesen, der mir nicht besonders attraktiv erschien.
    Mir auch nicht, zumal man auf dem ACT eigentlich keine Eisberge sieht, wenn ich mich nicht irre. Für mich ist das viele Eis eigentlich der Hauptgrund, nach Grönland zu reisen, ist einfach total spektakulär.


    Zitat Zitat von Shades Beitrag anzeigen
    Für wie gefährlich schätzt Du die Packraftingabschnitte ein, mal abgesehen von Eis. Nach meiner Einschätzung kommt man ab 4-5 Windstärken mit dem Paddeln nicht mehr gegen den Wind an. Und auf See kann der Wind ja schnell mal auffrischen. Wo wird man dann hingetrieben?
    Genau, der Wind ist das Problem. Jedes Lüftchen macht sich bemerkbar - hat man es im Rücken, spart man sich schon Kraft, bläst es einem entgegen, ist man bereits merkbar langsamer. Alles über Windstärke 4 ist meiner Erfahrung nach schon sehr unangenehm, weil man (bei Gegenwind) einfach kaum noch voran kommt.

    Ab wann es gefährlich wird, weiß ich nicht genau, aber auf der letzten Tour (Bericht 3/3) mussten wir einen Fjord bei starkem Wind queren. Der Wind blies aus Süden, wir paddelten nach Osten.Die Wellen waren so hoch, dass wir die Boote konstant nach SSO ausrichten mussten, um jede Welle "von vorn" zu nehmen, nicht mit der Seite. Mit dieser Technik kamen wir zwar nur sehr langsam voran, aber es war relativ sicher. Welche Windstärke das war, kann ich nicht genau sagen, vielleicht 6, aber es war definitiv mehr Risiko, als mir lieb gewesen wäre. Die Querung war aus Zeitgründen leider unbedingt nötig.

    Allgemein sind es bei diesen Packrafting-Touren in Grönland definitiv die großen Fjordquerungen, die das höchste Risiko mit sich bringen. Nicht, weil man irgendwohin getrieben werden könnte (in der Regel bläst der Wind in Westgrönland Richtung Festland), sondern eher, weil man kentern könnte. Und bei einer 7 km weiten Querung kann es schon mal über eine Stunde dauern, bis man von der Mitte aus das nächste Ufer erreicht hat. Klitschnass, bei 2 oder 3 Grad Lufttemperatur, dazu ein starker Wind...
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  9. Moderator
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #9
    Jep, so stelle ich mir Grönland vor, habe Dich schon auf fb verfolgt . Da ich leider nichts mit Booten am Hut habe, wüsste ich nicht, wie ich an solche Landschaften "rankomme", aber jedenfalls ist GR schon seit ein paar Jahren auf der to do-Liste .
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  10. Feldherrin Fuchs
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #10
    Großartig ! Einfach nur großartig !!!
    Wie bist Du angereist? Wie siehts mit Eisbären aus? Ist das auch rein fußläufig gängig? Gibts auch Möglichkeiten was zu laufen mit Eisbergen ohne das man den Schiffsweg bemühen muss? Fragen über Fragen
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  11. Fuchs
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #11
    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Jep, so stelle ich mir Grönland vor, habe Dich schon auf fb verfolgt . Da ich leider nichts mit Booten am Hut habe, wüsste ich nicht, wie ich an solche Landschaften "rankomme", aber jedenfalls ist GR schon seit ein paar Jahren auf der to do-Liste .
    Naja, auch ohne Packraft kann man da einiges machen. Von Ilulissat oder Narsarsuaq lassen sich beispielsweise ausgedehnte Rundtouren unternehmen. Wenn man allerdings von einem Ort zum nächsten trekken will, wird's schon schwieriger, weil erstens die Distanzen groß sind und man zweitens früher oder später doch auf Fjorde stößt. Manche lassen sich dann eben mit einem Boot abholen oder so, das ist dort oben natürlich ziemlich teuer.

    Freut mich übrigens, dass einige ODS-User meine Facebook-Seite im Auge behalten. Dort landen die ganzen lustigen Kleinigkeiten, die mir hier zu peinlich wären - heute hab ich beispielsweise ein Jodel-Video hochgeladen.


    Zitat Zitat von Karliene Beitrag anzeigen
    Wie bist Du angereist? Wie siehts mit Eisbären aus? Ist das auch rein fußläufig gängig? Gibts auch Möglichkeiten was zu laufen mit Eisbergen ohne das man den Schiffsweg bemühen muss? Fragen über Fragen
    Ich bin nach Kopenhagen geflogen, von da aus mit Air Greenland nach Kangerlussuaq und weiter nach Ilulissat. Alternativ kann man auch mit Air Greenland oder Air Iceland nach Narsarsuaq fliegen, wenn man in den Süden Grönlands will.

    Klar kann man auch reine Trekking-Touren (ohne Boot) in Gegenden unternehmen, in denen Eisberge zu sehen sind. Das sind dann aber meistens kürzere Routen, oder eben Rundtouren. Oder man lässt sich von einem Boot abholen, wie gesagt. TilmannG war in diesem Sommer beispielsweise östlich von Nuuk unterwegs, das wäre so eine Möglichkeit.

    Eisbären gab es in der Gegend, um die es in diesem Bericht geht, keine. Die sind in der Regel weiter nördlich oder, wenn sie im Sommer auf Eisschollen nach Süden treiben, auch ab und zu ganz im Süden Grönlands anzutreffen, wo sie dann den Farmern Probleme bereiten und in der Regel bald erschossen werden. Dazu schreibe ich dann im 3. Bericht noch etwas mehr.
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  12. Feldherrin Fuchs
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #12
    Super, danke schon mal. Noch zu den Bärlis eine kurze Frage.. Hattest Du, sagen wir mal, Sicherheitsmaßnahmen gegen Eisbären dabei?
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  13. Fuchs
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #13
    Zitat Zitat von Karliene Beitrag anzeigen
    Noch zu den Bärlis eine kurze Frage.. Hattest Du, sagen wir mal, Sicherheitsmaßnahmen gegen Eisbären dabei?
    Auf dieser Tour nicht, wie gesagt, da gibt's keine Eisbären. Später dann, ganz im Süden, hatten wir eine Schrotflinte dabei.
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  14. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #14
    Es gibt eigentlich keine Bären in Westgrönland.
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  15. Dauerbesucher
    Avatar von Mortias
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #15
    Beeindruckende Tour. Hab zwar auch schon regelmäßig Deine Einträge auf FB verfolgt (auch das mit dem Jodel Video ) aber so als zusammenhängender Bericht mit den vielen Fotos ist doch nochmal was anderes als ab und zu ein Bild und nen kurzen Text dazu zu lesen. Gröndland finde ich landschaftlich auch extrem reizvoll. Nur halt logistisch schwer, eben weil ohne Packraft oder Gletscherquerungen kaum ausgedehnte Touren machbar sind. Bin auf jedenfall auf die anderen beiden Touren gespannt die noch kommen.

  16. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #16
    Zitat Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
    Nur halt logistisch schwer, eben weil ohne Packraft oder Gletscherquerungen kaum ausgedehnte Touren machbar sind.
    Matthias, wird's für dich nicht ohnehin mal Zeit, ein Packraft anzuschaffen?
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  17. Erfahren
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #17
    Wow, grandiose Bilder und interessanter Bericht

  18. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #18
    Whow,.....eine echt beeindruckende Gegend ist das

    Ich freue mich schon auf den Bericht von Südgrönland

  19. Dauerbesucher

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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #19
    Zitat Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
    Nur halt logistisch schwer, eben weil ohne Packraft oder Gletscherquerungen kaum ausgedehnte Touren machbar sind.
    Das stimmt so definitiv nicht. Zum Beispiel auf der Nussuaq-Halbinsel kann man sich locker 2-3 Wochen ohne Packraft und Gletscherquerungen mit hartem Trekking die Zeit vetreiben. Ich habe seinerzeit keine Menschenseele getroffen. Anreise z.B. mit dem Postboot von Ilulissat nach Sarqaq und los geht's. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Trekking gab es auf Grönland schon lange vor der Erfindung des Packrafts. Letztere eröffnen einfach neue Möglichkeiten.

    Also, nur Mut!

    PS: Toller Reisebericht!
    Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.

  20. Dauerbesucher
    Avatar von Mortias
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    AW: [GL] Grönland 2017 (1/3): Nugssuaq – Ilulissat

    #20
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Matthias, wird's für dich nicht ohnehin mal Zeit, ein Packraft anzuschaffen?
    Hmm, bisher habe ich diesen Gedanken immer geschickt aufgeschoben. Aber ich hatte ernsthaft mit dem Gedanken gespielt mich für eine der Touren anzumelden als Du bei FB rumgefragt hast. Nur hat sich das dann leider mit meinen Alaska Plänen gebissen die ich auf jedenfall durchziehen wollte.

    OT:
    Zitat Zitat von BigKahuna Beitrag anzeigen
    Das stimmt so definitiv nicht. Zum Beispiel auf der Nussuaq-Halbinsel kann man sich locker 2-3 Wochen ohne Packraft und Gletscherquerungen mit hartem Trekking die Zeit vetreiben.
    Interessanter Tip. Diese Ecke hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm. Ein Reisebericht davon würde mich sehr interessieren. Ich hatte bisher immer mal wieder mit der Ecke um Tasiusaq ganz im Süden geliebäugelt. Dort würde ich zumindest für ne zweiwächige Wandertour genug Potential sehen.

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