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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trainingsplan oder Laufen nach Gefühl



hezekiel
19.11.2004, 12:54
Hallo Leute,

Laufe nun auch schon ne Zeitlang, aber eher nach Lust und Gefühl als nach Trainingsplan.
Bin auch kein Ausdauerfanatiker, geh lieber in die Berge, a biserl Kondi muß aber schon sein, um die dann auch etwas genießen zu können. :ill:

Bin nun irgendwann im großen weiten WWW auf ein paar Triathlon- und Ausdauertrainingsseiten gestoßen. Zum einen erschreckend zum anderen interessant, wie minuziös und mit welchem Aufwand da Trainingspläne erstellt werden.

Hab dabei etwas für mich interessantes endeckt:
Wenn ich mein perönliches Lauftagebuch mit einem Lauftrainingsprogramm vergleich, kommt ungefähr das gleiche raus. :shock:

Tagebuch hat ich mal angefangen, als ne art Material-Chekliste, wollt wissen wie lange verschiedene Verschleißteile wirklich halten. anfangs nur beim Rad, nach her dann auch beim Laufen.


Würd mich mal interessieren wer ähnlicher Erfahrungen gemacht hat?
Oder besser, wer Läuft mit Plan oder nach Gefühl?


Und dann, is ja vielleicht ein schlauer Sportwissenschaftler zugegen der mir erklären könnte, wie so ein Trainingsplan konkret zustande kommt?
Hat vielleicht irgendwann einmal ein cleveres Kerlchen beim erstellen solcher Pläne von Mutter Natur abgeguckt, oder ist das einfach nur try and error?


Hab das Thema auch mal in nem Laufforum angeschnitten, die sind aber wohl schweigend in Ihre Trainingspläne vertieft. :ignore:

Eisbär
19.11.2004, 15:43
Ich laufe einfach eine nette Runde und wenn ich merke das ich gerade nicht so gut kann dann höre ich einfach auf und gehe gemütlich weiter.

Ich laufe nach Laune und mache mir keinen Stress.

Aber was ich planen sollte und wozu ich mich zwingen muss ist 2-3 mal die Woche zu laufen ...
Aber ich bin morgens stinkfaul und ein müder träger Sack der jede Minute zum schlafen auskostet vorallem in dieser Jahreszeit. :(

Morgens vor der Arbeit auf 30 min Schlaf verzichten um zu laufen ist mein einziger Plan. Vorallem zu dieser Jahreszeit. :roll:

Tobias
19.11.2004, 18:50
@Hezekiel

Also ich laufe auch 2- 3 mal die Woche ne knaooe Stunde nach Gefühl.

Die Entstehung solcher Trainingspläne ist meist der Erfahrung zuzuordnen.
Trainer und Aktive verbessern durch fortlaufende Erfahrung diese Trainingspläne. Hin und wieder fließt auch mal ne wissenschaftliche Erkenntnis mit ein, kommt immer auf den Trainer an.
Gruß
Tobias

Lemming
19.11.2004, 23:57
Hihi,

Wie Tobias schon geschreiben hat, beruhen die meisten Trainingspläne auf Erfahrungen. Nur im absoluten Spitzensport wird ab und zu mal mit neuen Methoden experimentiert. Mittlerweile ist recht gut bekannt, welche Trainingarten welche Wirkung auf die Leistungsfähikeit haben und je nach Ziel, wird dann entsprechend was zusammengebastelt....

Ob sich's für dich lohnt, nach Plan zu trainieren hängt davon ab, wieviel du trainierst und welches Ziel du hast. Ein richtig aufbebauter Trainingsplan sorgt dafür, daß über die Wochen/ Monate verteilt, verschiedene Reize gesetzt werden und so ein größerer Trainingseffekt erreicht wird. Du wirst wahrscheinlich in den Trainingplänen gesehen haben, daß dort in verschiedenen Bereichen trainiert wird. Außerdem soll er vermeiden, daß man sich durch zuviel oder falsches Training überlastet.

Für den normalen Fitnesssportler mit 2-3mal die Woche Training sicher nicht so wichtig, wenn's mehr wird, macht's schon Sinn, etwas Ordnung in das Training zu bringen. Bei uns im Triathlon läßt sich's bei teilweise 8-14mal Training die Woche nicht vermeiden, daß man mit Plänen arbeitet.

Unabhänging davon lohnt sich sicher immer ein Trainingstagebuch. Einfach um zu sehen, ob man Fortschritte macht. Wenn man sich überlastet hat oder verletzt ist, kann man Rückschlüsse ziehen, was man in Zukunft lieber vemreiden sollte....

Hoffe, etwas geholfen zu haben....

Matthias

hezekiel
22.11.2004, 14:36
Ok, ist dann so, wie ich mir das schon gedacht hab, try and error und ab und zu von einander abgucken. :lol:

Damit's mal etwas konkreter wird,
lauf so 3-4 mal die woche (40-50km) und mit dem rad so 2-3 mal die woche (120-180km). reglemäßig seit '01 (also mit tagebuch).
vorher fast nur rad.

alles mehr oder weniger planlos (also nur ohne trainingsplan :wink:).
dabei hab ich im vergleich zu 'nem richtigen trainingsplan, ähnliche trainingsmuster entdeckt.
ich laufen an verschiedenen tagen in verschiedenen ausdauerbereichen, hab ruhephasen, und von jahr zu jahr steigert sich der umfang.
was ich nicht hab, ist ein konkretes ziel (wettkampf oder so, mache ich nit)

ich find das auch vorallem deshalb interessant, wegen dem ganzen fitness-boom, da steckt ja doch schon etwas kohle dahinter.
also ich mein sowas wie von 0-42 in nem jahr, oder das ganz nordic walking gedöns... :bash:

also jetzt nur nix falsch verstehen, will niemand von seinem trainingsplan abbringen und hab auch nix gegen nordic walking. :wink:

meiner meinung / beobachtung nach kann man eben ähnliche resultate erzielen, wenn man nach seinem körpergefühl geht.

waldläufer05
27.07.2005, 23:32
Wenn du dich nicht für ein konkretes Ziel (Wettkampf usw.) vorbereitest, ist es doch o.k. wenn du nach Gefühl trainierst. Ich jedenfalls hab so gute Erfahrungen gemacht. Solange du dich immer ein wenig steigerst und nicht auf einmal nur immer die gleiche Strecke machst. (Gewohnheitsfäule)


Viel Erfolg noch

Flachlandtiroler
28.07.2005, 09:31
"Auf den Körper hören" ist eigentlich auch mein Trainings- / Tourenprinzip. Die Methode hat aber eine Schwäche: Wie unterscheide ich, ob das Signal vom Körper oder vom Schweinehund kommt? :roll:

Gruß, Martin

Christoph1972
28.07.2005, 09:51
Hi Martin!

Mit einer Pulsuhr! Wenn du nicht in fit bist fängt sie an zu piepen. Wenn der Schweinehund nicht laufen mag bleibt der Puls unten:-)

Christoph

Flachlandtiroler
28.07.2005, 10:05
Wenn der Schweinehund im Kreislauf sitzt (ich wirklich untrainiert wäre) ok. Bei Muskelkater oder irgendwelchen Gelenkproblemen (die ich nicht habe *fingerkreuz*) piepst da wahrscheinlich nichts.
[edit: Ok., das ist vielleicht nicht das, was man gemeinhin unter Schweinehund versteht aber die Frage "Soll ich oder soll ich nicht?" ist die gleiche.]

Gruß, Martin

Christoph1972
28.07.2005, 10:09
Der Schweinehund täuscht aber nur Müdigkeit und Schwäche vor, Gelenkschmerzen und Muskelkater hat der noch nicht drauf :bg:

chrysostomos
28.07.2005, 10:50
Hallo Hezekiel

IMHO ist es überhaupt kein Widerspruch, ein Trainingstagebuch zu führen und nach "Gefühl" zu trainieren. Im Tagebuch kannst Du ja festhalten, welches Training Du nach Gefühl für richtig betrachtet hast. Warst Du von den Vortagen zu müde, dann hast Du was Leichtes gemacht. Stellst Du fest, dass Du beim dreistündigen lockeren Radeln nie an den Riegel musstest, dann ist das auch eine Aussage. Der beste Trainer bist immer noch Du selbst! Nur Du kannst letztlich wissen, ob Du nach einer Trainingseinheit bereits wieder so erholt bist, dass Du den nächsten Reiz setzen kannst. IMHO gehört dazu, dass jeder Athlet sich möglichst viel Wissen über die Trainingslehre aneignet. Als Trainer mag ich keine "ferngesteuerten" AthletInnen, die genau das tun, was man ihnen sagt. Das schafft nur Abhängigkeiten & am Schluss ist der Trainer schuld, weils nicht geklappt hat... Trainingspläne sind daher bloss mehr oder weniger grobe Vorgaben, welche durch die momentane körperliche Verfassung, Zeit, Wetter, Verletzungen, Motivation etc. angepasst werden müssen. Ach ja: Jahre später kann es ungemein spannend sein, in den alten Trainingstagebüchern zu blättern...

Grüsse aus dem Süden, Marc

Phipus
05.08.2005, 13:09
Hi Hezekiel,

ich laufe auch seit Jahren und habe in dieser Zeit mit vielem experimentiert, u.a. Pulsuhr, diversen Trainingsplänen, Uhrzeiten, Kilometerumfängen, Tempotabellen und bin am Ende dort angelangt, wo ich anfing, nämlich beim puren Laufvergnügen, entkoppelt von Notizblock (meinetwegen auch Excel) und Tabellenrechnerei.

Eine Pulsuhr mag eine scheinbare Orientierung bieten und gerade Anfängern etwas Sicherheit vermitteln, allerdings lernt man dann auch nicht, für viele andere Körpersignale sensibel zu werden, also z.B. zu erspüren, wenn man an einem Tag nicht fit ist und daher besser keinen Tempodauerlauf unternimmt usw.

Sicherlich ist es am schwersten frei von allem "Gedöns", was da auf dem überschwemmten Fitnessmarkt angepriesen wird, zu trainieren und die eigene Selbstwahrnehmung auszubilden bzw. wieder zu entdecken, denn es ist immer leichter sich an irgendwelchen Vorgaben zu orientieren und es so zu machen, wie es andere tun oder für richtig halten - sich selbst gerecht zu werden ist die Kunst, welche mich fasziniert - und das nicht allein auf den Laufsport bezogen.

Ich trainiere derzeit im Schnitt 4x die Woche und entscheide mich immer erst während dem Laufen, wie ich den Lauf von Intensität und Länge einteile - ich lege mich vorher nie fest. Wenn ich mich energiegeladen fühle, dann mache ich gerne eine Tempoeinheit oder aber einen langen langsamen Lauf (z.B. zur Marathonvorbereitung). Fühle ich mich eher antriebslos, dann pausiere ich oder mache einen lockeren Lauf. Bei gesundheitlichen Problemen - z.B. Gelenksproblemen - gilt es, frühzeitige Signale zu beachten und entsprechend vorzubeugen, also nicht auf Gedeih und Verderb einem Plan zu folgen und alle Risiken dabei in Kauf zu nehmen.

Wichtig ist, dass man nicht unter Zeitdruck traininert - also z.B. morgens vor der Arbeit noch schnell 30min. um den Block zu hetzen halte ich für wenig sinnig.

Viele Grüße,

Phipus

dike
05.08.2005, 15:40
Hallo,

wie oben schon angesprochen wurde, ist die Frage der "Planung" immer zielabhängig. Der "Ausschließlich-Naturerlebnis-Jogger" ohne Fitnessziele sollte sicherlich auf eine Planung verzichten, da sie seinem ausschließlichem Ziel des Naturerlebnis nicht förderlich ist.

Jeder der mit begrenzter Zeitressorce möglicht effizient bzw. mit höchster Effektivität seine Kondition verbessern möchte, wird um eine Planung nicht herum kommen. Dieses ist nicht von der absoluten Trainingsmenge abhängig. Als berufstätiger Familienvater habe ich in der Woche nicht die Möglichkeit unbegrenzt Stunden im Park zu verbringen. Um jetzt mit meinen konstant drei Einheiten einen möglichst hohen Konditionsnutzen zu erziehlen, muss geplant werden. Das gilt natürlich noch verstärkt, bei Leistungssportlern, bei denen nicht der Zeitaufwand das Limit darstellt, sondern die körperliche Leistungsfähigkeit.

Die Planung basiert sicherlich auch auf Erfahrungswerten. Sie ist auch umfangreich erforscht und ihr liegen wissenschaftliche Studien zugrunde. Ferner ist sie nicht einfach von einem auf den anderen übertragbar. Es bedingt also Voruntersuchungen und Parameterkontrollen im Rahmen der Planung. Auch ist die Herzfrequenz kein allgemeiner Parameter. Erst in Verbindung mit der Leistungsdiagnostik und dem korrelierenden Laktatwert gibt die Herzfrequenz für jeden einzelnen eine Bedeutung ab. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die anäroben Trainingsbereiche um wesentliche Herzfrequenzen verschieden sein können.

Es bleibt dabei, Planung ist eine Frage des Ziels.

dike

Markus~sukraM
05.08.2005, 16:18
Hallo,

Trainingspläne gehören in der Regel individuell erarbeitet und das unter berücksichtigung vieler Faktoren, pauschal einem x-beliebigen Plan zu folgen dürfte grundlegend falsch sein.
Wer just for fun läuft und sich langsam steigern möchte sollte seinen Schwerpunkt auf's einfache Laufen legen und die Zeiteinheiten langsam erhöhen, zwischendurch immer mal wieder variieren (z.B. mehrere Intervalle als Kurzstrecke mit erhöhtem Tempo).
Konstant hohe Geschwindigkeiten zu erzielen ist meist der Grund eines Trainings nach Plan und richtet sich eher an ambitionierte Triathleten und Marathonläufer.
Die Grundlagenausdauer steigert man aber durch einfaches ausdehnen der Laufzeiten (z.B. von 60min. auf 90min. steigern).

Gruß Markus

Shadow_Warrior
01.03.2006, 14:52
Hallo,

ich persönlich laufe so zwischen 3-7 mal die Woche. Mal nur mit normaler Kleidung, dann mit Gewichten an den Armen und Beinen, oder mit Rucksack (am Anfang nur mit Rucksack, später füllt man ihn mit PET-Flaschen, mit Wasser gefüllt).
Aber immer je nach Laune. Wenn mir nach Austesten meiner Kraft und Kondition ist, muss alles mit und dann durch's Gelände (tiefe Pfützen und so). Manchmal um nur die Gegend zu genießen und Ruhe vor dem Alltag zu haben, langsames Joggen in Turnschuhen (Mancher würde das Ganze als Workout bezeichnen; bei mir ist es aber eben keine Modeerscheinung).

Entfernung zwischen 3 und 10 km. Je nach Lust und Laune. Wenn man lange genug läuft, also zeitlich gesehen (mehrere Jahre bei mir), fehlt einem sogar irgendwann was, wenn man mal 3 Tage nichts gemacht hat. (Ist wohl wie beim Rauchen, damit hab' ich aber keine Erfahrung ;))

Jaeng
19.03.2006, 11:12
Ich habe von Herbst 2001 bis 2005 14 Marathonläufe bestritten. Den Ersten davon im zarten Alter von 46 Jahren Aus der Erfahrung heraus weiß ich, dass Trainingspläne ganz schnell Makulatur sein können. Es braucht nur mal ne Sehne zu ziepen, ein Knie weh tun oder ein Infekt zur Trainingspause zwingt. Mein bestes Laufergebnis (2004 in Berlin) habe ich erreicht, als ich ohne Stoppuhr am Arm nur nach Gefühl gelaufen war. Ich bin nie mit Pulsuhr gelaufen. Ich führe seit Jahren ein Trainingstagebuch (Datum, Laufzeit, Laufstrecke, Zeit/km, Text mit Angaben zum Körpergewicht, Wetter, sonstige Befindlichkeiten wie Stress, Wut, Glücksgefühle). Derzeit laufe ich nur noch just4fun 2 - 3x/Woche im Bereich 6 - 15 km. Ob ich im Mai 2006 an einem Halbmarathon teilnehme, lasse ich offen. Angemeldet bin ich zwar, aber nur deshalb um mich zur Bewegung zu motivieren. Weil über das Joggen ich mein Körpergewicht reguliere.
:popcorn:

Jaeng
19.03.2006, 11:12
Ich habe von Herbst 2001 bis 2005 14 Marathonläufe bestritten. Den Ersten davon im zarten Alter von 46 Jahren Aus der Erfahrung heraus weiß ich, dass Trainingspläne ganz schnell Makulatur sein können. Es braucht nur mal ne Sehne zu ziepen, ein Knie weh tun oder ein Infekt zur Trainingspause zwingt. Mein bestes Laufergebnis (2004 in Berlin) habe ich erreicht, als ich ohne Stoppuhr am Arm nur nach Gefühl gelaufen war. Ich bin nie mit Pulsuhr gelaufen. Ich führe seit Jahren ein Trainingstagebuch (Datum, Laufzeit, Laufstrecke, Zeit/km, Text mit Angaben zum Körpergewicht, Wetter, sonstige Befindlichkeiten wie Stress, Wut, Glücksgefühle). Derzeit laufe ich nur noch just4fun 2 - 3x/Woche im Bereich 6 - 15 km. Ob ich im Mai 2006 an einem Halbmarathon teilnehme, lasse ich offen. Angemeldet bin ich zwar, aber nur deshalb um mich zur Bewegung zu motivieren. Weil über das Joggen ich mein Körpergewicht reguliere.
:popcorn:

Thunderbird
20.03.2006, 23:59
Hmm für die Radfahrer gibt es da was ganz tolles aus meiner Heimatstadt *G*

Die SRM-Systeme, die einfach alles aufzeichnen und nachher am Computer ausgewertet werden können. Fast jeder Profifahrer hat immer so ein System am Fahrrad, selbst bei der tour de france *g*

Allerdings ist soetwas für Läufer noch nicht erfunden ;) und selbst für (private) radfahrer noch nahezu unerschwinglich. wäre jedoch mal nett wenn soetwas für Läufer erfunden würde *g*

MfG Dennis

Thunderbird
20.03.2006, 23:59
Hmm für die Radfahrer gibt es da was ganz tolles aus meiner Heimatstadt *G*

Die SRM-Systeme, die einfach alles aufzeichnen und nachher am Computer ausgewertet werden können. Fast jeder Profifahrer hat immer so ein System am Fahrrad, selbst bei der tour de france *g*

Allerdings ist soetwas für Läufer noch nicht erfunden ;) und selbst für (private) radfahrer noch nahezu unerschwinglich. wäre jedoch mal nett wenn soetwas für Läufer erfunden würde *g*

MfG Dennis

hosentreger
16.06.2006, 16:23
Vielleicht bin ich da zu altmodisch oder was auch immer: Ich laufe aus Spaß -weil es mir gut geht, manchmal weil es mir schlecht geht, vor Frust und vor Lust. Muss ich das dann auch noch aufzeichnen, nachvollziehen, ergründen???

Die Oberbayern haben so einen schönen Ausdruck für so einen Technik-Krampf, der immer mehr zum Technik-Wahn wird: "A Schmarrn".

Oder heißt es dann bald nicht mehr: "Kann heute nicht laufen, es regnet zu stark", sondern "Kann heute nicht laufen, der Akku von meinem Laufaufzeichnungsmodul ist leer".

Leute - nehmt doch nicht alles so tierisch ernst, sondern genießt es, dass Ihr Laufen und Euch Bewegen könnt - wie viele können es nicht mehr ...

Eine schöne Laufzeit
wünscht hosentreger

dike
19.06.2006, 13:59
Hmm für die Radfahrer gibt es da was ganz tolles aus meiner Heimatstadt *G*

Die SRM-Systeme, die einfach alles aufzeichnen und nachher am Computer ausgewertet werden können. Fast jeder Profifahrer hat immer so ein System am Fahrrad, selbst bei der tour de france *g*

Allerdings ist soetwas für Läufer noch nicht erfunden ;) und selbst für (private) radfahrer noch nahezu unerschwinglich. wäre jedoch mal nett wenn soetwas für Läufer erfunden würde *g*

MfG Dennis

gibt's auch für Läufer, siehe
hier (http://www.garmin.de/Produktbeschreibungen/Forerunner305.php).

dike

Grabenspringer
20.08.2006, 11:40
In einem Punkt kann ich mich den anderen anschließen: Es ist sicherlich von den Zielen abhängig, ob man einen Trainingsplan braucht oder nicht.
Ich persönlich hab allerdings die Erfahrung gemacht, dass ein Trainingsplan dabei Hilft, wirklich regelmäßig zu Trainieren. Bei mir schleift jedesmal das Training, wenn ich für eine Woche keinen Plan habe ...
Zweitens hab ich, als ich damit angefangen habe, einen riesigen Leistungssprung gemacht. Ohne Planung und Pulsuhr läuft man erfahrungsgemäß meistens die gleiche Strecke im gleichen Tempo, wobei dieses Tempo bei mir immer viel zu hoch ist. Mit einem vernünftigen Trainingsaufbau, d.h. Strukturierung in kurz-, mittel- und langfristigen Trainingsphasen und Anwendung verschiedener Trainingsformen lässt sich IMHO bei gleichem Trainingsaufwand viel mehr Leistung herausholen. Läuft man immer die gleiche oder ähnliche Strecke im gleichen Tempo, dann passt sich der Körper darauf an. Variation von langen Dauerläufen 2-2,5h, Fahrtspielen 1-1,5h, Intervalltrainings und speziellen Formen wie Regenerations-, Berg-, Sprint- und ähnlichen Trainings bringt unheimlich viel.
Einen Plan darf man natürlich nicht als starre Vorgabe betrachten. Man kann ja zur Not mal eine Einheit ausfallen lassen, wenn einem nicht danach ist, weil zB schlechtes Wetter ist. Wenn ich keine Lust zum Laufen hab, ist sowieso etwas faul, das ist bei mir immer ein Anzeichen für Übertraining.