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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bushbuddy Eigenbau



senex
10.12.2009, 21:07
Moin,

ich bin neu hier und habe bis jetzt fleißig eure Beiträge gelesen. Großes Lob an das Forum!

Nun möchte ich das Forum mit meinem neusten Projekt bereichern:
Nämlich mit meinem Bushbuddy/ Bushcooker Marke Eigenbau.
(Falls ich hier falsch bin, könnt ihr es gerne an die richtige Stelle verschieben.)

Ich war neulich auf einem Flohmarkt auf der Suche nach einem kleinen Grillrost für meinen Räucherofen. Aber statt dem Rost habe ich einen halbfertigen Bushbuddy gefunden. Er sah aus wie das Orginal. Nur hatte der Hersteller die Lüftungslöcher vergessen. Das Teil war also in diesem Zustand absolut unbrauchbar und ich habe es deswegen für schlappe 4 Euro bekommen. Vor meinem geistigen Auge sah ich schon einen schicken, nagelneuen Bushbuddy.
Zuhause angekommen habe ich mich auch sofort ans Wek gemacht. Das Ergebnis versuche ich gleich mal hochzuladen. (Hoffentlich klappt es)
Und bevor ihr rätselt, wozu das Teil eigentlich zu gebaruchen ist: Es ist/ war ein Eiswürfelbehältnis. Das Ding sah aus wie eine Riesige doppelwandige Edelstahltasse, mit Deckel.
Mein Bushbuddy ist 13 cm Hoch und hat einen Durchmesser von 13 cm. Ist also größer als das Orginal und bestimm auch schwerer. Dafür ist er unglaublich stabil! Der erste kurze Test war positiv und es kamen tatsächlich schöne Flammen aus den oberen Löchern.
Aber jetzt genug gequatsch: hier die Fotos

Schöne Grüße,

euer senex

p.s. falls ihr Fragen haben solltet, nur her damit. Aldi hat übrigens ab dem 10.12 einen halbfertigen Bushbuddy im Angebot. Ist allerdings deutlich höher und ist ein Flaschenkühler, wenn er doppelwandig ist, wäre das Teil auch interessant!?!

Harry
10.12.2009, 21:18
hi,
so ein Einstand bei dem ersten post. Top.
dafür haben wir ein eigenes Unterforun MYog.
Dort tummeln sich lauter Bastler.
Fotos kannst du in der Galerie am einfachsten Hochladen.
Aber ein Mod wird das schon verschieben.

Einen Getränkekühler werd ich mir jetzt auch noch besorgen.

Chouchen
10.12.2009, 21:45
Hähä, nett, so einen halbfertigen Bushbuddy habe ich auch noch in der Vitrine. Er hat sogar eine Zange, um stilvoll Holz nachlegen zu können. Ich bin mir allerdings noch unsicher, ob ich ihn anbohre oder weiter für mein Pastis-Eis benutze. ;-)
Wie gesagt, nette Idee und den Fotos nach saubere Ausführung.

Lodjur
11.12.2009, 11:29
Hi senex,
sauber gemacht. Wie hast du die Löcher da reinbekommen? War das Ding zerlegbar?
CU Bernd

hotdog
11.12.2009, 11:49
Praktisch, so ein halbfertiger BushBuddy. Und wo kaufe ich den dazu passenden halbfertigen Topfständer? Der fertige BushBuddy besteht ja aus zwei Teilen.

senex
13.12.2009, 17:12
Moin!
Schön, dass er euch gefällt. Das Teil ist nicht zerlegbar, Lodjur.

Ich habe vorher mal einen Bushbuddy aus zwei Konservendosen gebaut, was viel einfacher war und auch funktioniert. Allerdings sieht diese Variante aus, wie ein Haufen Müll, wackelt und rostet irgendwann weg.

Mein Bushbuddy besteht nun aus einem Teil und ist somit viel stabiler.

Es war etwas kniffelig die inneren Löcher zu bohren.
Darum sind es auch "nur" 8 Innere, statt geplante 16 Löcher geworden. Ich habe erst mit einem dünnen Bohrer und viel Geduld vorgebohrt. Natürlich habe ich mich oft aufgeregt :motz: , wenn der Bohrer aufgrund des flachen Winkels ständig abgerutsch ist, aber irgendwann waren die 8 Löcher drinn. Dann noch schnell die äußeren Löcher auf der Höhe des Inneren Bodens vorgebohrt und anschließend mit einem größeren Bohrer geweitet.

Anschließend musste der Innere Boden entfernt werden. Um es einfach zu halten, habe ich beide Böden gleichzeitig entfernt. Dies geschah, indem ich viele Löcher im Kreis gebohrt und diese dann mit einer Kneifzange "herausgeprokelt" habe, was bestimmt auch eleganter geht. Dabei sollte ein kleiner Rand im Inneren stehen bleiben, damit ein Gitter (Kaninchendraht) eingelegt werden kann.

Jetzt wäre der Bushbuddy fertig, wären da nicht die scharfen Kanten, die noch geschliffen werden mussten

Zum Schluss hatte ich noch ein Teil übrig. Damit die Eiswürfel nicht im eigenen Schmelzwasser ertrinken, gab es noch einen Abstandhalter zum Boden. Mit diesem habe ich das "herausgeprokelte" äußere Bodenloch wieder geflickt. Zu sehen auf dem Foto mit der "Von-oben-ansicht", oder wie man es auch nennen mag.

Damit ich auf meinem Bushbuddy auch kochen kann, brauch ich natürlich noch einen Topfständer. (gut beobachtet, hotdog ;-) )
Vor meinem geistigen Auge ist der auch schon fertig.
Vielleicht kommt davon auch noch ein Foto, eventuell mit ersten Kochversuchen!?!

Ich hoffe ich konnte alles verständlich erklären!?! Kritik und Vorschläge erwünscht!

Viele Grüße,

Euer Senex!

meisterJäger
13.12.2009, 17:21
klingt ja sehr interessant, nur leider scheinen die Bilder gerade offline zu sein.
Werds mir dann später nochmal anschauen.

Herzlich Willkommen im Forum :)

senex
14.12.2009, 21:20
die fotos sind irgendwie weg! wer hat sie mir geklaut? ;-)

wurden wieder zurück gebracht, danke! :p

senex
19.01.2010, 17:58
Moin,

ich schulde euch noch die Lösung für den Topfständer.
Ich denke ich werde es wie im Ikea-Hobo-Thread machen und Stangen/Heringe als Abstandshalter nehmen. Das ganze funktioniert, nur muss ich wenn ich Brennholz nachlegen will den Topf anheben. Mal sehen, ob ich noch einen Topfständer baue, der dem Original nahe kommt.

Leider habe ich noch keinen passenden Topf. Da haben die Ikea-Hobo-Bauer echt mehr Glück. Da Passt Topf und Hobo, wie Ar... auf Eimer.
Entweder brauch ich einen Topf der in den Bushbuddy passt (Durchmesser Topf kleiner 12 cm), oder der Bushbuddy passt in den Topf (Durchmesser Topf größer 13 cm) Da muss ich mich noch umschauen, vielleicht lauf ich irgendwann einem passendem Topf über den weg.

Gruß,
senex

pekosurf
23.01.2010, 10:54
Hallo,
sieht gut aus. Aber helft mir bitte gerade mal...

Was ist der Unterschied zwischen einem "normalem" Hobo und diesem hier?
Ja ich sehe das der dopplewandig ist, aber was bringen die Löcher oben und die Löcher unten??

Vielen Dank
Peter

senex
23.01.2010, 23:30
Moin,

ich werd es mal versuchen. (Andere dürfen gerne ihren Senf mit dazu geben)

Ein Hobo erzeugt einen Kamineffekt. Die Luft strömt von unten durch die Löcher ins Innere und versorgt das Feuer mit Sauerstoff. Je stärker das Feuer brennt, desto größer ist der Kamineffekt. Somit ist er schonmal effektiver als ein normales Feuerchen.

Bei dem Bushbuddy kommen jetzt die Doppelwand und die oberen Löcher hinzu. Anfangs läuft der Buchbuddy wie ein normaler Hobo. Bei genügend Hitze strömen dann die Gase aus dem Holz von unten durch die Doppelwand in den Innenraum und verbrennen dort an den oberen Löchern. Hier entstehen, wie beim Spiritusbrenner, "Jetflames". Ist der Innenraum mit Holz gut gefüllt, sind dann nur noch "Jetflames" zu sehen.

Manche machen daraus eine große Wissenschaft und Philosophieren über Holzvergasung, Sekundärluft und und und. Vielleicht wird da viel heiße Luft um nichts gemacht und beide sind gleich effektiv!?! Im Prinzip verbrennen beide die Gase die aus dem Holz austreten - eben nur an unterschiedlichen Stellen. Der Hobo verbrennt sie direkt am Holz und der Bushbuddy weiter oben an den oberen Löchern.

Ein direkter Vergleich würde mich da mal sehr interresieren. Mein Bushbuddy brennt auf jeden Fall gleichmäßig und raucharm, was ich wichtig finde! Ob er durch die Jetflames nun auch heißer und sparsamer brennt weiß ich nicht.


Ich hoffe ich konnte dir damit schonmal helfen,

Gruß

OliverR
11.01.2012, 13:20
Hi Folks,

ich habe diesen Thread ausgegraben, weil ich gestern im örtlichen Farbengeschäft zufällig auf leere, unbenutzte Lackdosen gestoßen bin und mich an diesen Thread bei BushcraftUSA (http://www.bushcraftusa.com/forum/showthread.php?t=6270) erinnerte. Ich habe mal vorsorglich zwei innen unbeschichtete Lackdosen (0,5 l und 0,75 l) für zusammen rund 2,50 Euro mitgenommen. Die passen ganz gut ineinander. Nun bin ich mir aber gerade nicht mehr so sicher, ob ich die Bauweise genau so übernehmen möchte. Der Thread-Eröffner trennte ja den ganzen Boden der äußeren Dose heraus und die beiden Dosen waren anscheinend nur ineinandergeklemmt. Das erscheint mir zu instabil. Nun habe ich überlegt, ob ich die innere Dose einfach umdrehe. Sie ist ja auch mit so einer nach innen gezogenen Öffnung versehen. Das wäre doch von innen eine prima Auflage für ein Metallgitter. Wenn ich dann den Boden dieser Dose entferne und am so entstandenen Rand Laschen einschneide und nach außen biege, könnte ich sie schon mal in die große Lackdose stecken (Ich hoffe, Ihr könnt mir noch folgen ;-). Bleibt noch die Frage, wie ich diese Laschen dann mit dem Rand der äußeren Lackdose verbinde. Kann man sowas hartlöten? Wäre Auspuffreparaturband o.ä. evtl. eine Alternative zum Verkleben? Ich wäre für alle Anregungen und Ideen dankbar.

Viele Grüße in die Welt

Oliver