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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel Gepäck ist zuviel zum Wandern?



stefhille
29.08.2007, 10:44
Hallo!
Ich beginne nächste Woche eine Skandinavien-Tour mit Rucksack und Zelt, rumreisen mit Bus/Bahn. Da ich allein reise muss ich relativ viel Gepäck mitnehmen. Dinge wie Zelt, kocher o.ä. kann somit nicht auf mehrere Personen verteilt werden. Ich will aber auch auf jeden Fall (teilweise vielleicht mehrtägig) wandern gehen und frage mich jetzt ob das Gepäck vielleicht zuviel wird. Ich habe noch nicht gewogen wieviel es insgesamt wird, aber vielleicht könnt ihr mir sagen was ihr für Erfahrungen habt. Bei wieviel Gepäck ist es noch ok, wieviel ist zuviel?
Zu mir: Ich bin 185cm groß, wiege 70kg, durchschnittliche Kondition.

Ich überlege jetzt ob ich evtl. das Zelt zu Hause lasse und nur in Hostels etc. schlafe, aber das ist auch so ein kleines finanzielles Problem...

Danke!
Steffen

Glen S.
29.08.2007, 10:52
Das ist immer schwer zu sagen, kommt stark auf den Rucksack, die eigene Konstitution und Leidensfähigkeit an und natürlich auf die Tour.

So lange ich (1,80m / 73kg) mich bei knapp 20kg bewege mach ich mir keine Sorgen, bei 25kg würd ich mir ernsthaft Gedanken machen, ob wirklich alles mit muss.

Waldwichtel
29.08.2007, 11:05
Kommt ganz auf deine Ausrüstung drauf an! 12kg Gepäck und ca. 800g Lebensmittel pro Tag brauchen nicht überschritten zu werden.
Aber es gibt ja Zelte für 1500g, andere habe 2500g etc..., da ist der Spielraum recht gross.

Komtur
29.08.2007, 11:26
Bei wieviel Gepäck ist es noch ok, wieviel ist zuviel?


Da wirst Du hier alles finden - von 12 Kilo Komplett bis hin zu 30 Kg.

Suche hier mal nach "Packliste" - dann findest Du einige infos was dabei sein sollte und was nicht nötig ist.

Aber zuerst mal - alles zusammenpacken und wiegen (oder einzeln wiegen und addieren).
So hast Du schon mal eine Vorstellung von "Deinem Gepäck".

Aufgrund einiger neuer Gegenstände war ich letzt Woche bei 33 Kg und bin damit mal 15km durch die Wälder gelaufen ---- oh oh, ich bin doch nicht bl... und habe erst mal reduziert. Bin jetzt bei 28Kg und das ist gerade noch ok.
Wiege aber auch 110kg.

Gruß

Dirk

Mecoptera
29.08.2007, 11:27
Ich (70kg) war zwei Wochen mit 37kg unterwegs, hatte auch keine Spätfolgen, ist aber nicht angenehm; 25-30kg dürften wohl die Schmerzgrenze sein, sollte aber kein Problem sein, darunter zu bleiben.

khyal
29.08.2007, 11:42
Schwer zu sagen, haengt von der eigenen Konstitution und Leidensfaehigkeit :roll: ab...

Bin gut 1,90m, ~ 105 kg, bei Trekkingurlaub in Gegenden, wo ich neben dem Essen auch fuer mehrere Tage das Wasser mitschleppen muss, geht schon mal das Rucksackgewicht auf 35 kg hoch, das ist dann echt die Grenze in gebirgigen Gegenden, wo man auch mal laengere Steigungen hat. Hatte einmal 41 kg und ~ 1000m Steigung an dem Tag, das war echt too much....

Wenn ich Trekking-Newbies mitgenommen habe, haben wir vorher einen laengeren Einkaufsbummel in der Stadt gemacht, dabei haben wir mit Wassersaecken im Rucksack verschiedene Gewichte ausprobiert. Mit 20 kg kamen eigentlich auch alle Frauen klar...ab 30 kg wurde es auch fuer groessere schwerere Maenner eng..

Wuerde auf keinen Fall das Zelt zuhause lassen, da wo es richtig schoen ist, steht meist kein Hostel o.a.

Pack den Rucksack, mit allem was Du mitnehmen willst und wieg ihn, dann kalkulier nochmal fuer deine Wanderung pro Tag 700g Essen und insgesamt 4 kg Wasser, wirst ja in Skandinavien zumindest einmal am Tag an Wasser vorbeikommen...
Pack das Gewicht in Form von Wasser o.a. mit rein und lauf damit mal eine std, dann weisst Du mehr...

Gruss

Khyal

pfadfinder
29.08.2007, 13:40
Für wie viel Gewicht ist denn Dein Tragesystem des Rucksacks vorgesehen?
Wenn ich das vorgesehene Gewicht um ~5kg überschreite (wären dann 30kg), beginnt das Rucksackgewicht den Tragekomfort so sehr einzuschränken, dass ich mich frage, was ich vom Urlaub erwarte...

LG

Christine M
29.08.2007, 13:41
Also zunächst mußt du ja insgesamt nicht allzu viel an Essen und Brennstoff mitnehmen, du da zwischendurch immer bequem nachkaufen kannst. Auf Campingplätzen brauchst du in der Regel nicht mal einen eigenen Kocher.

Wenn die Wanderungen nur über ein paar Tage gehen sollen, brauchst du auch unterwegs keine so großen Mengen an Lebensmitteln und Brennstoff. Wenn deine mehrtägigen Wanderungen Rundtouren sind, kannst du darüber hinaus versuchen, nicht benötigte Ausrüstung irgendwo zu deponieren.

Ansonsten hilft nur noch, konsequent gewichtsbewußt zu packen und sich bei jedem Gegenstand zu überlegen, ob du ihn wirklich brauchst. Mit mittelschwerem Zelt und Schlafsack solltest du es eigentlich gut schaffen, unter 25kg zu bleiben. Die Grenzen sind zwar individuell unterschiedlich, aber das ist für die meisten noch gut tragbar.

Christine

akonze
29.08.2007, 13:54
Hm, habe ich es überlesen oder hat tatsächlich noch niemand die 1/3 bis 1/4 des Körpergewichtes Regel erwähnt? :grins:

Christine M
29.08.2007, 14:29
Kennst du irgend jemanden, der sich schon mal danach gerichtet hat? ;-)

Christine

Komtur
29.08.2007, 15:04
Kennst du irgend jemanden, der sich schon mal danach gerichtet hat? ;-)

"meld" :D

Wie oben geschrieben, habe ich bei 110Kg Körpergewicht mal 33Kg Rucksack getestet und bin damit 15km gelaufen - im Prinzip kein Problem.
Dazu kommt ja noch Kleidung am Körper, eine Hüfttasche und eine Kamera mit ca. 2,5Kg (inkl. Tasche usw.) also Gesamtgewicht dann ca. 150Kg!
Da ich aber damit ab nächste Woche über 20km pro Tag gehen werde, ist es mir dann doch zu viel.

Bin auch mal mal einige Tage mit 40Kg Rucksack unterwegs gewesen, da es dabei aber mehr um Fotografieren als auf Strecke (maximal 10km täglich) ging, war es erträglich.

Gruß

Dirk

Fjaellraev
29.08.2007, 16:51
@komtur: Ja mit 110 kg hat man ja auch kein Problem mit dieser komischen Regel ;-) ich hätte da mit 60 kg schon ein ernsthaftes Problem, zum Glück gebe ich nicht viel drauf und bin locker mit 25 kg+ unterwegs
@Steffen: Schwer zu sagen, was für dich noch erträglich ist es kommt halt ziemlich auf die Gewöhnung an, auch wenn du sonst extrem fit bist, aber noch nie mit 20 kg auf dem Rücken unterwegs warst, wird es dir extrem schwer vorkommen.
Mach dir aber vorerst mal noch nicht zu grosse Sorgen, wenn du nur vom Bus/Zug zum Zeltplatz musst schaffst du es auch mit schwerem Rucksack (ich auch mal mit über 30 kg :() und für eine Wanderung weisst du ja schon was du erträgst und wenn du eine Rundtour machst, kannst du einen Teil des Gepäcks am Start-/Zielpunkt deponieren...

Gruss
Henning

Christine M
29.08.2007, 17:12
@komtur: Ja mit 110 kg hat man ja auch kein Problem mit dieser komischen Regel ;-) ich hätte da mit 60 kg schon ein ernsthaftes Problem, zum Glück gebe ich nicht viel drauf und bin locker mit 25 kg+ unterwegs

Eben. Oder wenn ich da an Becks und Sals GR 20 Tour mit 30kg Rucksäcken denke ... ;-)

Christine

Andreas L
29.08.2007, 17:29
Kennst du irgend jemanden, der sich schon mal danach gerichtet hat? ;-)
Christine

Wisst ihr, was euch fehlt? Einmal so richtige, ernste Probleme mit dem Rücken. Dann haltet ihr euch dran - wetten? Ich hab mich nach diesen Problemen wieder aufgebaut - hat lange Zeit gedauert. Und jetzt ist bei mir bei 24 kg (168 cm / 66 kg) absolut Schluss. :grins:Andreas

Christine M
29.08.2007, 19:24
@Andreas: so hatte ich es eigentlich auch gemeint: ich halte die Regel in beide Richtungen für wenig aussagekräftig. Wenn jemand untrainiert + übergewichtig ist, oder wenn jemand ein Rückenleiden hat, dann können auch ein Viertel bis ein Drittel des Körpergewichts problematisch sein [nur als Beispiel; nicht, daß ich das jetzt gleich setzen wollte]. Und umgekehrt kann jemand ggf. auch wesentlich mehr tragen. Die Statur und damit das eigene Körpergewicht mag einen gewissen Einfluss haben, IMHO ist trotzdem die Grenze ist für jeden unterschiedlich. Wobei es natürlich eine absolute Obergrenze gibt. :grins: Ich würde mal schätzen, daß die Grenze im allgemeinen irgendwo zwischen 20 und 30 oder 35 kg anzusiedeln ist. In meinem Fall übrigens nahe an der 20kg-Marke, einen schwereren Rucksack bekomme ich schon gar nicht auf den Rücken. ;-)

Christine

Erny
29.08.2007, 19:49
Es kommt sicher immer auf einen selber an, ab wann das Gewicht zu viel wird.
Es kommt aber auch darauf an, wieviel du laufen willst. Wenn du am 25 Km laufen willst, kannst du sicher weniger tragen, als wenn du nur 10 laufen willst.

Gruss

erny

Der Foerster
29.08.2007, 21:52
Ohne den rest zu lesen (Zeitmangel, Schlafentzug etc:bg:) kann ich das für mich sagen:
10kg=Spaß
Ab 18-20kg=geht noch ist aber eher Krampf
bis 25kg=furchtbar
25-30kg=der Rucksack ist am Boden festgewachsen:(
Vielleicht hilfts:roll:

Sneaker
29.08.2007, 22:18
Ich schaue eigentlich immer, das ich unter 20kg bleibe. Dann macht die Tour auch noch Spaß.
Bis 25 kg ist noch in Ordnung wenn's sein muss, aber drüber sicher nicht mehr.

Waldwichtel
29.08.2007, 22:48
Es kommt ja auf so vieles drauf an: wie ist der Rucksack gepackt, wie gut sitzt er am Rücken bzw. wird die Last übertragen, wie ist die Körperhaltung, wie die Wegbeschaffenheit, wie die Bein-, Rücken-, Bauch-, Schulter-, Nackenmuskulatur, wie die Maximalkraft,wie die Kraftausdauer, wie ist mein momentaner physischer und psychischer Zustand, wie sind die Wetterverhältnisse und und und...
Und nicht zu vergessen: man muss das Teil ja auch erstmal auf den Rücken bekommen :bg:

Poldi
29.08.2007, 22:52
Und nicht zu vergessen: man muss das Teil ja auch erstmal auf den Rücken bekommen

Ein wahres Wort. Bei meinen ersten größeren Touren war mein McKinley Rucksackungetüm kaum zu bewegen. Aber man lernt ja dazu... :D
Für meine Tour im Oktober (um Storlien, 13 tage) bin ich momentan bei 18kg komplett mit Wasser und Essen. Bin mal gespannt was ich noch alles vergessen habe...

Andreas L
30.08.2007, 06:51
Christine:
Faktoren wie Kondition und Übergewicht spielen keine Rolle, weil die Regel besagt, dass vom (theoretischen) Normalgewicht des Trägers auszugehen sei. Das Übergewicht wird also abgezogen, bevor der Wert ermittelt wird. Denn das Ganze bezieht sich ja auf die Schonung von Gelenken, Bändern und Skelett. Keines von diesen dreien kann man "trainieren". Muskeln stützen und bewegen diesen Apparat, die kann man trainieren. Die spielen bei dem Problem der Abnutzung und dem Verschleiss aber eine eher zweitrangige Rolle.

Die eigentlichen Probleme mit der "Regel" sind doch folgende: Die meisten wissen nicht, wie und worauf sie anzuwenden ist (Beispiel: Übergewicht). Und: Sie geistert durch die Gegend, seit Jahren, ohne das offenbar irgend jemand sagen kann, wer sie aufgestellt hat, worauf sie beruht und sich bezieht usw. Ob sie irgendwie wissenschaftlich fundiert ist, auf Untersuchungen beruht oder nur die Pi mal Daumen-Schätzung der Orthopäden ist. Das würde mich mal interessieren.
Trotzdem halte ich mich an sie - wegen meiner negativen Erfahrungen, die ich andersherum gemacht habe.
Andreas

Komtur
30.08.2007, 07:25
Denn das Ganze bezieht sich ja auf die Schonung von Gelenken, Bändern und Skelett. Keines von diesen dreien kann man "trainieren".

Das stimmt nicht so ganz.
Schau Dir mal die Hände und den Körperbau eines Handwerkes, Maurers, Stahlbauers usw. an. Die Knochen und Sehnen passen sich der jahrelangen Belastung an. Bei Leistungssportlern ebenfalls.
Allerdings dauert es viele Jahre und geht nicht mal eben so in zwei Monaten.

Anonsten stimme ich Dir zu :D

Gruß

Dirk

Andreas L
30.08.2007, 07:38
Komtur: Du hast recht, im Wachstum können sich diese Faktoren der Belastung anpassen. Je älter man wird, desto weniger. Es sind aber auch mehr als genug Fälle bekannt, wo sich Überbelastungen in der Wachstumsphase "lebenslänglich" negativ ausgewirkt haben. Bei meiner Beschreibung bin ich vom ausgewachsenen Menschen ausgegangen.
Ich bin selber so ein "Fall": In der Landwirtschaft aufgewachsen, mit 16 einen Leistenbruch. Bis 30 schlimme Rückenprobleme. Da wird man einfach vorsichtig.
Andreas

lupold
30.08.2007, 07:50
Moin,
meine Maße sind 1,85m x 85kg und ich nehme ca. 15 -17kg mit. Gestartet bin ich mit 20kg die mir doch etwas viel waren(Knie, Gurte...) . Besonders trainiert bin ich nicht und mehr als 20 km laufe ich auch nicht am Stück. Am meisten Gewicht hab ich an den "großen" (Zelt,Schlafsack, Matte, Kochen) Sachen gespart. Viel weiter runter komme ich wohl nicht mehr ohne größere Komforteinbußen und wenn ich etwas Wasser (4,5 Liter beim Start) und Essen weg habe sind die 12-13kg im richtigen Trekking-Rucksack sehr angenehm auch querfeldein zu Tragen.
Wie das im einzelnen aussieht soll die Packliste mal zeigen.
http://img511.imageshack.us/img511/4053/seite111nm5.jpg (http://imageshack.us)

Komtur
30.08.2007, 08:01
Komtur: Du hast recht, im Wachstum können sich diese Faktoren der Belastung anpassen. Je älter man wird, desto weniger. Es sind aber auch mehr als genug Fälle bekannt, wo sich Überbelastungen in der Wachstumsphase "lebenslänglich" negativ ausgewirkt haben.

OK, das stimmt natürlich. Je älter um so weniger Anpassung.
Irgendwann wieder Rückbildung/Abbau.


Ich bin selber so ein "Fall": In der Landwirtschaft aufgewachsen, mit 16 einen Leistenbruch. Bis 30 schlimme Rückenprobleme. Da wird man einfach vorsichtig.

"Vorsichtig" sollte man immer sein - habe durch extrem viel Sport auch schon so manches Problem wie Bauchdeckenbruch, Leistenbruch, Bandscheibenvorfall usw. hinter mir.

Wir sind uns sicherlich so einig:
Wer untrainiert mit extrem viel Gepäck unterwegs ist erhöht die Gefahr seinen Körper zu überlasten!

Die Frage nach dem "Rucksackgewicht" bleibt aber noch offen, da jeder Mensch doch anders darauf reagiert. Das beste ist es wohl mal selbst einen Test durchzuführen. Den Rucksack beladen - Am Anfang mit 15 Kg und 5km gehen - dann sieht man wie man damit zurcht kommt.
Dann zwei oder drei Tage später mal mit 20Kg und 5km gehen.
Wer mehr benötigt noch mal mit 25Kg und wieder 5km gehen.

So hat man doch mal ein Gefühl dafür.

Gruß

Dirk

barleybreeder
30.08.2007, 08:03
@lupold
Interessant finde ich auch was man mittlerweile so an Geldwerten angelegt in Ausrüstung mit sich rumschleppt. (Stach mir gerade so ins Auge bei deiner Tabelle :o). Bei mir kommen da auch Summen zusammen wovon sich mancher ein Auto kaufen würde.

Ahnender
30.08.2007, 08:14
@lupold
Interessant finde ich auch was man mittlerweile so an Geldwerten angelegt in
Ausrüstung mit sich rumschleppt. (Stach mir gerade so ins Auge bei deiner
Tabelle :o). Bei mir kommen da auch Summen zusammen wovon sich
mancher ein Auto kaufen würde.

Da gibts auch nen thread zu, wenn es dich interessiert.

@Lupold: was hast du mit dem Aether 65 gemacht um auf 1200 g Gewicht zu kommen??


Gruss,

lupold
30.08.2007, 08:35
@lupold
Interessant finde ich auch was man mittlerweile so an Geldwerten angelegt in Ausrüstung mit sich rumschleppt. (Stach mir gerade so ins Auge bei deiner Tabelle :o). Bei mir kommen da auch Summen zusammen wovon sich mancher ein Auto kaufen würde.
Hatte ich der groben Übersicht mit drinne. Fand ich auch mal interessant.

lupold
30.08.2007, 08:39
Da gibts auch nen thread zu, wenn es dich interessiert.

@Lupold: was hast du mit dem Aether 65 gemacht um auf 1200 g Gewicht zu kommen??


Gruss,
nix, so 2000g würden besser passen:bg:

stefhille
30.08.2007, 17:26
Dann bedanke ich mich schonmal für die sehr zahlreichen Antworten und fange mal an zu packen...

42929
30.08.2007, 20:50
Ich würde bevor ich weit weg fahre erstmal auf einer Tour in der Nähe testen, wie viel kg ich schaffe. Bzw. habe ich jetzt die letzten 3 Tage gemacht.

Zur Person: 1,75m / 64 kg.

Bin mit 19,1 kg Gepäck (waren aber 4,5 l Wasser dabei) aufgebrochen und die ersten 100 km vom Rothaarsteig gegangen. Hab zwar 2 blaue Flecken an den Hüften, aber ansich war das Gepäck bis zum letzten Meter keine wirkliche Last.

Meine Füße haben mich zum aufgeben gezwungen. (Werden kleine Zehen benötigt, oder kann man diese abschneiden? :bg:

MfG
Martin

ich
31.08.2007, 09:34
Meine Füße haben mich zum aufgeben gezwungen. (Werden kleine Zehen benötigt, oder kann man diese abschneiden? :bg:

Anschneiden! :bg:

Randonneur
31.08.2007, 21:22
Vielleicht ueberfluessig, aber ich gebe noch mal meinen Senf dazu. Ich denke, das Beste ist mit dem Rucksack und vollem Gewicht eine kleine Probetour zu machen. Mit einem meiner Rucksaecke sind 20kg schon unangenehm, mit dem anderen gehen 25kg auch noch ganz bequem (wenn man ihn dann aufhat). Der Unterschied ist aber erst nach einiger Zeit bemerkbar, wenn der Hueftgurt zu rutschen anfaengt. Das Gelaende spielt auch eine Rolle, in Blockfeldern ist ein Rucksack einfach bloed.

Gruesse,
Daniel.

corvus
01.09.2007, 13:39
Also ich bin ~183cm und wieg ~85kg und ich muß sagen, dass ich nicht mit mehr als 20kg unterwegs sein will.. Das ganz soll ja Spaß machen und keine Lastentour werden. Allerdings sind wir auch recht oft in hügeligem Gebiet unterwegs wo man schon ein paar hundert Höhenmeter pro Tag schaffen sollte :)

Jens2001
02.09.2007, 23:59
nun, wieviel man tragen kann und möchte sind zwei Grund verschidene Dinge....
zweiteres macht noch Spaß....
bei ersterem wird es dann (harte) Arbeit, aber es geht.... ich erinnere hier mal an die Scherpas, oder die Lastentäger in der Hohen Tatra, die die Hütten mit Lebensmitteln und Getränken versorgegen.... die tragen weitaus mehr als jeder Trekker..... aber auch solche teilweise ausgestorbenen Berufe wie Kohlenträger oder die Leute die auf dem Bau Zementsäcke, oder die Fliegenden Händler und Bauen die Huckelkörbe voll Kartoffeln geschleppt haben würden uns auslachen....
und natürlich spielt hier auch Training und Statur eine nciht unwesentliche Rolle....
für normale Touren ist bei mir zwischen 20-25kg schluss mit Lustig... bis dahin macht es Spaß....
wenn es mehr werden muß, brauche ich einen triftigen Grund es zu tun....
mein Gewichtsrecord auf Tour liegt bei 45kg + meist 1,5l Wasser mit Trinkschlauch....
warum so schwer.... lebensmittel waren nur ganz wenig dabei, aber ein größeres Luftboot um die 30kg, Foto und Video Ausrüstung, Watkleidung, Angelgerät, Zelt, Kleidung (minimal), Kocher Topfe 2l Benzin (für Tundra), Seil, Wasserfilter, Karten, GPS
das ganze gleichmäßig aufgeteil auf zwei Leute ergab jeweils 45kg....
es ist bestimmt kein Spaß, aber es geht, wir haben uns die Rucksäcke gegenseitig auf den Rücken gehoben.... der Vorteil war aber, wir haben das Boot über die Berge zum Fluss getragen, dann hat es uns lange Zeit getragen....
Entscheidend bei solchen aktionen ist immer der Wille und die persönliche Leidensfähigkeit!!!

lg Jens

hal9000
03.09.2007, 10:23
Hallo Steffen,

ich empfinde es als optimal, bis zu 15 Kg zu tragen. Auf "flachen" Touren +2-3 Kg, auf bergigen Touren eher -2-3 Kg. Jeweils ohne Wasser/Verpflegung gerechnet. Der Tragekomfort haengt aber sicher auch stark vom verwendeten Rucksack ab. Ein guter Rucksack laesst Dich auch 20 Kg und mehr noch ohne Schmerzen tragen. Des weiteren ist es wichtig, den Rucksack richtig zu packen! Wenn die Gewichtsverteilung im Rucksack nicht stimmt, kann das schnell unangenehm werden!

Ich wuerde vor der Tour einfach mal eine Tagestour mit komplettem Gepaeck starten. Dann erfaehrst Du selbst, ob es zu viel ist oder ob noch was geht.

Gruss, Marc

stefhille
03.09.2007, 22:24
Ich hatte leider keine Zeit mehr eine Probetour zu machen, da es morgen Mittag losgeht. Ich habe aber meine Erfahrung mit einbezogen. Auf Korsika habe ich mal eine hügelige Wanderung mit 19 kg gemacht und hätte noch ein bisschen höher gehen können. Jetzt habe ich mit 1,5 l Wasser und ca. 3 kg Essen 21 kg insgesamt. Es ist drin:
Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kocher (Trangia-Nachbau), Unterwäsche und T-Shirts (aufs Minimum reduziert), Regenjacke, Fleece, 1 kurze Hose (auch als Badehose einsetzbar), Kleinigkeiten (wie Kompass, Sonnenbrille, Messer, Lampe etc.), leichte Flipflops (ich kann nicht permanent in Wanderstiefeln rumlaufen. Dazu kommt noch das was ich am Körper trage. Dabei ist eine leichte Trekkinghose, Wanderstiefel, Pulli und alles dadrunter natürlich. Außerdem muss ich mir vor Ort noch Brennstoff für den Kocher kaufen.
Ich habe versucht alles zu reduzieren was nicht unbedingt nötig ist, für noch weniger Gewicht hätte ich Ausrüstungsgegenstände gegen teurere und leichtere austauschen müssen, war aber leider finanziell nicht drin.
Ich werde nach dem Urlaub mal schreiben wie's war...

Steffen

-wf-
06.09.2007, 19:37
Ich als Mitglied der XXL Fraktion möchte trotzdem noch mal meinen Senf dazu geben. Die Hälfte des eigenen Körpergewichts zu tragen ist möglich, zumindest für mich. Wiege 60 kg. Ich habe sogar dann noch Spaß. Aber das geht nur mit einem Rucksack, der auch dafür gemacht ist. Da ich meist allein unterwegs bin habe ich mir so ein Modell zugelegt. Ich muß alles selber schleppen, kann Kocher, Zelt usw. mit niemandem teilen. Daher diese Anschaffung.

Mit 19 kg bist du wirklich leicht unterwegs. Bei der Beladung merke ich fast gar nicht, daß ich den Rucksack trage. Ich trainiere aber regelmäßig mit Rucksack, auch das macht viel aus.Die ersten Tage habe ich gelegentlich Scheuerstellen vom Hüftgurt, aber sonst keine Probleme.

Viel Spaß auf deiner Tour und berichte hinterher mal, ob du mit 19 kg gut zurecht gekommen bist.

ekke
06.09.2007, 20:03
Hallo,
das mit der 1/4 bis 1/3 -regel (20-27 kg bei 80 kg)könnte von mir sein. gilt natürlich nur für gesunde, erwachsene leute (und entspricht ungefähr dem was auch die berufsgenossenschaften als dauerbelastungen (25 kg) ungefähr akzeptieren).
also auf 180 kg hochmampfen klappt nicht.
ab halben körpergewicht geht im übrigen das laufen in ein watscheln über.

khyal
07.09.2007, 05:35
...das mit der 1/4 bis 1/3 -regel (20-27 kg bei 80 kg)könnte von mir sein....also auf 180 kg hochmampfen klappt nicht.
ab halben körpergewicht geht im übrigen das laufen in ein watscheln über.

Joo, bei mir ist auch bei nem 1/3 (35 kg) Schluss.

Bei halben Koerpergewicht (55 kg :shock:) watscheln ?
Nee da kaem ich die Berge, wenn ueberhaupt, hoechstens noch kriechend hoch :bg:

Das mit dem Koerpergewicht ist wieder nen anderes Thema, genau wie sich frueher Freunde drueber amuesiert haben, wie ich muehsam 100g weise Gewicht beim "normalen" Gepaeck gespart habe und dann letztendlich ne Dose Bier mehr mitgenommen habe...denk ich mir heute, die einfachst und vor allem billigste Art beim Gewicht zu sparen, waer ja 2 kg vom eigenen runter :roll:

Gruss

Khyal

Buck Mod.93
07.02.2008, 15:30
OT:Kennst du irgend jemanden, der sich schon mal danach gerichtet hat?


Ja ich das iss natürlich nicht die goldene Regel aber es ist(finde ich)ein guter Anhaltspunkt für die die garnich wissen was der Rucksack wiegen soll.:baetsch:

Ekauh
09.02.2008, 17:08
Ich bin mal mit meinem Freund mit ca 21Kilo losgegangen. Der Weg am zweiten Tag war aber von Pferdehufen zerfurcht, das Gepaeck subjektiv sauschwer und die ersten Blasen kamen auch schon. Am Abend haben wir dann aufgegeben. Nach ca 1 Woche sind wir von der Aufgabestelle noch mal los, nur haben wir Klamotten, 3 ueberfluessige Gaskartuschen und restlichen Krams rausgeworfen. Wir waren dann bei 13Kilo und es ging wunderbar, im Prinzip keine Blase. Wir konnten sogar einen neuen persoenlichen Rekord aufstellen, 30km am Tag.
Also ueberlegt, was man wirklich braucht, jeden Tag ein neues T-Shirt ist relativ nutzlos, weil das neue nach 2 Stunden eh wieder stinkt. Zumindest, wenn ma im Herbst unterwegs ist. Da interessiert es keinen, dass es nur 15Grad oder weniger sind, irgendwann faengt man an zu schwitzen.

Randonneur
11.02.2008, 19:41
Bis etwa 25kg finde ich relativ gut tragbar (181cm lang, 83kg). Die Bedingung ist allerdings ein Rucksack mit einem wirklich gutem Hueftgurt. Sonst ist es eine arge Schlepperei weil die Last langsam nach unten rutscht; ein aelterer Rucksack wurde mir schon ab 18kg unangenehm. Ueber 25kg hat noch kein Gurt gehalten. Leichter ist aber natuerlich immer willkommen.

Jaerven
11.02.2008, 23:13
Für mich ist das Maximum etwa 32 kg. Liegt aber daran dass da die Fotoausrüstung schon min. 5 kg ausmachen und die Touren eben bis 3 Wochen- mit voller Verpflegung - dauern. Und dafür gibts eben einen alten Haglöfs Aussengestellrucksack...

Randonneur
12.02.2008, 06:08
Zur Korrektur: Bei meinem alten Fjaellraeven haelt der Hueftgurt mehr als 25kg (hat den Hueftgurt der Aussengestelle, ist aber eine Mischung aus Innen und Aussengestell). Aber der Rahmen haelt das nicht aus :o , vielleicht haben sie den Rucksack deshalb aufgegeben.