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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spritverbrauch Primus Multifuel MFS



Neil
06.11.2006, 17:14
Hallo,

ich habe den Primus Multifuel MFS und bin mit dem sehr zufrieden. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Tabelle die mir den ungefähren Brennstoffverbrauch des Gerätes angibt. Da er ja verschiedene Brennstoffe kann wollte ich mal die einzelnen vergleichen was Volumen und Gewicht angeht. Das kann ich aber nur machen wenn ich das auf die gleiche Menge Gekochtes beziehe. Auch hilft so eine Tabelle eine Tour zu planen.

Gruß

Neil

-wf-
07.11.2006, 17:02
Auf dem Karton steht außen drauf, wie viel Wasser du mit einer Brennstofflaschenfüllung Benzin oder Petroleum bzw. einer Gaskartusche kochen kannst. Nicht sehr aussagekräftig, da drei verschiedene Größen angegeben sind, aber wenn mans umrechnet auf einen Liter ganz hilfreich. falls du die Kiste weggeschmissen hast: Kartusche 225 g 15 L Wasser, Benzin 530 ml Flasche 16-20L, Petroleum 890 mlFlasche 28-32 L.

-wf-
07.11.2006, 17:02
Auf dem Karton steht außen drauf, wie viel Wasser du mit einer Brennstofflaschenfüllung Benzin oder Petroleum bzw. einer Gaskartusche kochen kannst. Nicht sehr aussagekräftig, da drei verschiedene Größen angegeben sind, aber wenn mans umrechnet auf einen Liter ganz hilfreich. falls du die Kiste weggeschmissen hast: Kartusche 225 g 15 L Wasser, Benzin 530 ml Flasche 16-20L, Petroleum 890 mlFlasche 28-32 L.

Neil
07.11.2006, 19:43
falls du die Kiste weggeschmissen hast

Ja genau, das habe ich getan. Nach 2 Jahren war ich der Überzeugung das ich den nicht mehr brauche :bg: wie man sich täuschen kann :roll:
Erstmal danke für die Infos. Das ist genau das was ich gesucht habe. Okay das muss ich jetzt noch auf jeweils einem Liter um rechnen, aber das Sollte auch kein Problem darstellen. Auch wollte ich die Behältergröße der Brennstoffe angeben. So ist ja eine Gaskartusche durch den Boden der Kartusche recht voluminös.
Das Ergebnis kommt dann hier rein.

Gruß

Neil

Neil
07.11.2006, 19:43
falls du die Kiste weggeschmissen hast

Ja genau, das habe ich getan. Nach 2 Jahren war ich der Überzeugung das ich den nicht mehr brauche :bg: wie man sich täuschen kann :roll:
Erstmal danke für die Infos. Das ist genau das was ich gesucht habe. Okay das muss ich jetzt noch auf jeweils einem Liter um rechnen, aber das Sollte auch kein Problem darstellen. Auch wollte ich die Behältergröße der Brennstoffe angeben. So ist ja eine Gaskartusche durch den Boden der Kartusche recht voluminös.
Das Ergebnis kommt dann hier rein.

Gruß

Neil

Neil
08.11.2006, 11:52
Hi,

ich habe jetzt mal was ausgerechnet. Das Ergebnis liegt als PDF vor. Wie kann ich das hier einbringen?
Wer will kann es auch per EMail bekommen. Einfach dann eine PM an mich und ich verschicke es.
Vorab so ein paar Informationen.
Ich habe mir zuerst zu den einzelnen Brennstoffen Kennwerte aus dem Internet besorgt und damit den Wirkungsgrad auszurechnen. Das kam dabei raus:

Campinggas: 48%
Benzin: 32,5-40,6%
Petroleum: 31,1-35,5%

Die Tabelle enthält Werte von 5-180l. Jeweils für die die Brennstoffe. Da es wichtig ist zu wissen wieviel kg man da mit schleppt, habe ich Benzin und Petroleum auch in kg angegeben. Durch Farben ist gekennzeichnet welche Kartusche ideal ist. Bei größeren Mengen habe ich markiert wieviele von dem größten Einzelvolumen ich mit nehmen muss. Beispiel:
Für 160l Wasser müßte man 6x 450g Gaskartuschen, 5x 1,5l Benzin oder 4x 1,5l Petroleum mit nehmen.
Schaut man auf das Gesamtgewicht, ist Gas vom Gewicht her am besten. Das kommt von dem besten Wirkungsgrad und weil ich keine Angaben über die Kartuschen gefunden habe.
Für die Berechnung liegen die Coleman Kartuschen sowie die MSr Brennstoffflaschen zu grunde. Angegebn ist die reine Brennstoffmasse. Die Masse der Behälter muss man noch dazurechnen.

Gruß

Neil

Neil
08.11.2006, 11:52
Hi,

ich habe jetzt mal was ausgerechnet. Das Ergebnis liegt als PDF vor. Wie kann ich das hier einbringen?
Wer will kann es auch per EMail bekommen. Einfach dann eine PM an mich und ich verschicke es.
Vorab so ein paar Informationen.
Ich habe mir zuerst zu den einzelnen Brennstoffen Kennwerte aus dem Internet besorgt und damit den Wirkungsgrad auszurechnen. Das kam dabei raus:

Campinggas: 48%
Benzin: 32,5-40,6%
Petroleum: 31,1-35,5%

Die Tabelle enthält Werte von 5-180l. Jeweils für die die Brennstoffe. Da es wichtig ist zu wissen wieviel kg man da mit schleppt, habe ich Benzin und Petroleum auch in kg angegeben. Durch Farben ist gekennzeichnet welche Kartusche ideal ist. Bei größeren Mengen habe ich markiert wieviele von dem größten Einzelvolumen ich mit nehmen muss. Beispiel:
Für 160l Wasser müßte man 6x 450g Gaskartuschen, 5x 1,5l Benzin oder 4x 1,5l Petroleum mit nehmen.
Schaut man auf das Gesamtgewicht, ist Gas vom Gewicht her am besten. Das kommt von dem besten Wirkungsgrad und weil ich keine Angaben über die Kartuschen gefunden habe.
Für die Berechnung liegen die Coleman Kartuschen sowie die MSr Brennstoffflaschen zu grunde. Angegebn ist die reine Brennstoffmasse. Die Masse der Behälter muss man noch dazurechnen.

Gruß

Neil

jackknife
08.11.2006, 12:11
ES wundert mich aber die Angabe des höheren Brennwerts bei Petroleum, da Reinbenzin einen um ichglaube 200 Joule höheren Brennwert hat. Wird wohl kocherspezifisch sein. Wobei ich das immer mal bei uns im Gefrierhaus austesten wollte. Bei konstanten -20° mal die Brennzeit einer bestimmten Menge Brennstoffs zu messen.

jackknife
08.11.2006, 12:11
ES wundert mich aber die Angabe des höheren Brennwerts bei Petroleum, da Reinbenzin einen um ichglaube 200 Joule höheren Brennwert hat. Wird wohl kocherspezifisch sein. Wobei ich das immer mal bei uns im Gefrierhaus austesten wollte. Bei konstanten -20° mal die Brennzeit einer bestimmten Menge Brennstoffs zu messen.

Neil
08.11.2006, 12:29
Hi,

denke auch das es vom Brenner abhängt. Ich habe die Rechnung des Wirkungsgrades wie folgt gemacht:

Wärmekapazität von Wasser = 4,18kJ/kgK =4,18kWs/kgK
Da man ja Wasser auf fast 100°C erhitzt beim kochen und nicht das Wasser komplett verdampfen läst, reicht die Wärmekapazität aus. Die Verdampfungsentalphie habe ich nicht berücksichtigt. Müßte man im Prinzip machen. Aber dann muss auch noch die Kochzeit angegeben werden.
Ich bin davon ausgegangen das Wasser von 20 auf 100 °C zu erhitzen also 80K. Macht dann für ein kg Wasser 334,4kWs/kg. Das Kelvin fällt hier weg. Das sind dann 0,093kWh/kg
Campinggas ist bei Wikipedia mit 12,9kWh/kg angegeben. Das reicht dann für 138,71kg Wasser.
Wir haben aber nicht 1kg angegeben bekommen sondern 225g. Also nochmal damit verrechnet ergibt 31,2kg Wasser für 225g Gas.
Die angabe war aber 15l anstatt 31,2kg. Da grob gerundet 31,2kg gleich 31,2l sind habe ich das ins Verhältnis gesetzt und bekomme 0,48 oder 48% raus.

Es wird ja bei dem Betreiben des Gerätes dazu geraten einen Windschutz zu benutzen. Auch spürt man wieviel warme Luft um den Topf strömt ohne diesen zu heizen. Würde man 100% erreichen wollen, müßte man ja alles in eine Kiste packen die keine Wärme abgibt.

Gruß

Neil

Neil
08.11.2006, 12:29
Hi,

denke auch das es vom Brenner abhängt. Ich habe die Rechnung des Wirkungsgrades wie folgt gemacht:

Wärmekapazität von Wasser = 4,18kJ/kgK =4,18kWs/kgK
Da man ja Wasser auf fast 100°C erhitzt beim kochen und nicht das Wasser komplett verdampfen läst, reicht die Wärmekapazität aus. Die Verdampfungsentalphie habe ich nicht berücksichtigt. Müßte man im Prinzip machen. Aber dann muss auch noch die Kochzeit angegeben werden.
Ich bin davon ausgegangen das Wasser von 20 auf 100 °C zu erhitzen also 80K. Macht dann für ein kg Wasser 334,4kWs/kg. Das Kelvin fällt hier weg. Das sind dann 0,093kWh/kg
Campinggas ist bei Wikipedia mit 12,9kWh/kg angegeben. Das reicht dann für 138,71kg Wasser.
Wir haben aber nicht 1kg angegeben bekommen sondern 225g. Also nochmal damit verrechnet ergibt 31,2kg Wasser für 225g Gas.
Die angabe war aber 15l anstatt 31,2kg. Da grob gerundet 31,2kg gleich 31,2l sind habe ich das ins Verhältnis gesetzt und bekomme 0,48 oder 48% raus.

Es wird ja bei dem Betreiben des Gerätes dazu geraten einen Windschutz zu benutzen. Auch spürt man wieviel warme Luft um den Topf strömt ohne diesen zu heizen. Würde man 100% erreichen wollen, müßte man ja alles in eine Kiste packen die keine Wärme abgibt.

Gruß

Neil

DocViper
08.11.2006, 13:02
Diese Box nennt man Kalorimeter :bg: - Und damit werden u.a. Verbrennungs- bzw. Bildungsenthalpien gemessen *Klugscheißmodus*

Aus diesem Grund sind Systeme wie Jetboil erfunden worden um den Wärmeübergang von der Brennerflamme zum Wasser zu optimieren (Wärmeüberträger)
48 % thermischer Wirkungsgrad ist schon nicht so schlecht.
Einflussgrößen sind u.a. :
- Wärmeübertragerfläche
- Material (Art und Dicke)
- Oberflächenfarbe (bei Strahlungswärme entscheidend=> MSR Blacklite Serie)


Also an die Richtwerte halten ist sicher nicht ganz verkehrt :roll:
ansonsten: Kochervergleich

Hab die Werte dort mal durchs Excel gejagt und mit dem Brennwert von Benzin gerechnet Wirkungsgrad im Mittelwert 42 % d.h. ca. 18 g Benzin / Liter Wasser (von 20 auf 100 °C) .
Für das Schmelzen von Eis/Schnee benötigt man nochmals zusätzlich ~ 18 g Benzin / Liter Wasser

Joe

DocViper
08.11.2006, 13:02
Diese Box nennt man Kalorimeter :bg: - Und damit werden u.a. Verbrennungs- bzw. Bildungsenthalpien gemessen *Klugscheißmodus*

Aus diesem Grund sind Systeme wie Jetboil erfunden worden um den Wärmeübergang von der Brennerflamme zum Wasser zu optimieren (Wärmeüberträger)
48 % thermischer Wirkungsgrad ist schon nicht so schlecht.
Einflussgrößen sind u.a. :
- Wärmeübertragerfläche
- Material (Art und Dicke)
- Oberflächenfarbe (bei Strahlungswärme entscheidend=> MSR Blacklite Serie)


Also an die Richtwerte halten ist sicher nicht ganz verkehrt :roll:
ansonsten: Kochervergleich

Hab die Werte dort mal durchs Excel gejagt und mit dem Brennwert von Benzin gerechnet Wirkungsgrad im Mittelwert 42 % d.h. ca. 18 g Benzin / Liter Wasser (von 20 auf 100 °C) .
Für das Schmelzen von Eis/Schnee benötigt man nochmals zusätzlich ~ 18 g Benzin / Liter Wasser

Joe

ich
08.11.2006, 13:30
Bei konstanten -20° mal die Brennzeit einer bestimmten Menge Brennstoffs zu messen.

Vor allem mit ner Campinggaskartusche :bg:

ich
08.11.2006, 13:30
Bei konstanten -20° mal die Brennzeit einer bestimmten Menge Brennstoffs zu messen.

Vor allem mit ner Campinggaskartusche :bg:

Neil
08.11.2006, 13:53
Einflussgrößen sind u.a. :
- Wärmeübertragerfläche
- Material (Art und Dicke)
- Oberflächenfarbe (bei Strahlungswärme entscheidend=> MSR Blacklite Serie)

Da kommt noch mehr hinzu, sowas wie Topfform und Füllgrad. Sind halt nur Näherungswerte.
Die Tabelle beruht auf die Angaben des Herstellers. Ich habe das nur für mehr Mengen mal ausgerechnet und zusätzlich noch verschiedene Brennstoffbehälter eingefügt.

Gruß

Neil

Neil
08.11.2006, 13:53
Einflussgrößen sind u.a. :
- Wärmeübertragerfläche
- Material (Art und Dicke)
- Oberflächenfarbe (bei Strahlungswärme entscheidend=> MSR Blacklite Serie)

Da kommt noch mehr hinzu, sowas wie Topfform und Füllgrad. Sind halt nur Näherungswerte.
Die Tabelle beruht auf die Angaben des Herstellers. Ich habe das nur für mehr Mengen mal ausgerechnet und zusätzlich noch verschiedene Brennstoffbehälter eingefügt.

Gruß

Neil

Nicht übertreiben
08.11.2006, 18:45
Teste es mal in der Realität, ich kann nicht so recht glauben, dass Gas besser als Benzin sein soll... Die Dichte von Benzin hast du auch bedacht?

Nicht übertreiben
08.11.2006, 18:45
Teste es mal in der Realität, ich kann nicht so recht glauben, dass Gas besser als Benzin sein soll... Die Dichte von Benzin hast du auch bedacht?

Neil
09.11.2006, 08:22
Hi,

ja habe ich. Wenn ich die Dichte von alle drei Brennstoffen verwende um auf eine Einheit zu kommen, so bekomme ich:
Gas 12,9kWh/kg
Benzin 12 kWh/kg
Petroleum 11,9 kWh/kg

Kann es sein, das der Brennwert mit Zunahme der Kettenlänge der Moleküle abnimmt? Bei kurzen Molekülen haben wir einen größeren Anteil von Wasserstoff im Molekül als bei längeren.

Gruß

Neil

Neil
09.11.2006, 08:22
Hi,

ja habe ich. Wenn ich die Dichte von alle drei Brennstoffen verwende um auf eine Einheit zu kommen, so bekomme ich:
Gas 12,9kWh/kg
Benzin 12 kWh/kg
Petroleum 11,9 kWh/kg

Kann es sein, das der Brennwert mit Zunahme der Kettenlänge der Moleküle abnimmt? Bei kurzen Molekülen haben wir einen größeren Anteil von Wasserstoff im Molekül als bei längeren.

Gruß

Neil

DocViper
09.11.2006, 08:51
bei längeren kettenlängen ist es statistisch weniger häufig das alle C- Atome vollständig "verbrennen" bzw. Oxidieren (führt zur Rußbildung) d.h. weniger Energie wird frei.

Im Normalbenzin sind zusätzlich noch Aromaten drinnen die eine noch höhere Aktivierungsenergie benötigen (um den Ring zu knacken) um dann verbrennen zu können.

Je heißer die Flamme brennt desto effektiver sollte die Verbrennung sein.
Deshalb wird ja der Benzin/Petroleum fein verdüst um genügend Oberfläche zu schaffen (dass der Sauerstoff einmischen kann). Sonst würde der Wirkungsgrad noch viel schlechter sein.
Blaue Flamme => Sauerstoffüberschuss
Gelb-Orange Flamme => Sauerstoffmangel (beim Vorheizen)

Bei Flüssiggas wird ja der Sauerstoff mittel Venturidüse (durch Unterdruck) mit dem Gas vorgemischt. Daher die höhere Verbrennungstemperatur und der bessere Wirkungsgrad. (bei entsprechendem Druck)
Wenn die Temperatur fällt (der Kartusche) fällt auch der Druck => schlechtere Sauerstoffeinmischung => Schlechterer Leistung

Chemie und Physik am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen :bg:

DocViper
09.11.2006, 08:51
bei längeren kettenlängen ist es statistisch weniger häufig das alle C- Atome vollständig "verbrennen" bzw. Oxidieren (führt zur Rußbildung) d.h. weniger Energie wird frei.

Im Normalbenzin sind zusätzlich noch Aromaten drinnen die eine noch höhere Aktivierungsenergie benötigen (um den Ring zu knacken) um dann verbrennen zu können.

Je heißer die Flamme brennt desto effektiver sollte die Verbrennung sein.
Deshalb wird ja der Benzin/Petroleum fein verdüst um genügend Oberfläche zu schaffen (dass der Sauerstoff einmischen kann). Sonst würde der Wirkungsgrad noch viel schlechter sein.
Blaue Flamme => Sauerstoffüberschuss
Gelb-Orange Flamme => Sauerstoffmangel (beim Vorheizen)

Bei Flüssiggas wird ja der Sauerstoff mittel Venturidüse (durch Unterdruck) mit dem Gas vorgemischt. Daher die höhere Verbrennungstemperatur und der bessere Wirkungsgrad. (bei entsprechendem Druck)
Wenn die Temperatur fällt (der Kartusche) fällt auch der Druck => schlechtere Sauerstoffeinmischung => Schlechterer Leistung

Chemie und Physik am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen :bg: