Weiße Wüste Tour

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Zelten in der Weissen Wüste

Die Weisse Wüste ist ein Teilgebiet der Lybischen Wüste welche wiederum an die Sahara grenzt bzw. ein Teil von ihr ist. Unsere Tour führte vom Chrystal-Mountain südlich von Bahariya bis nach Farafra einmal von Nord nach Süd durch die Weisse Wüste.
Diese Tour dauerte (ohne An- und Abreise usw) 10 Tage in denen man völlig auf sich allein gestellt ist und auch unterwegs keine Möglichkeit hat, Proviant und Wasser (ausser eine Oase) aufzunehmen, was einen dazu zwingt, Reserven für 10 Tage selbst mitzuschleppen. Dies ist definitiv nur mit einem Sulky o.ä. möglich ist - 40 Liter pro Mann kann man nicht auf dem Rücken schleppen.

Besonderheiten technischer Art

  • Schwierigkeitsgrad der Tour
  1. Körper und Geist:
    Die Tour ist an sich für körperlich kaum anstrengend, wenn man die Strapazen durch Sonne und Hitze einmal weglässt. Die psychische Belastung wird für einen Neuling in Sachen Wüste die größte Gefahr sein. Solange alles nach Plan läuft ist das kein Problem, sobald jedoch ein Problem inmitten dieser endlosen Weite entsteht, wird man sehr schnell nervös. Wenn man dann nicht einen kühlen Kopf behält, kann es schnell sein, dass man nicht wieder lebend rauskommt.
  2. Naturgewalten
    Richtige Sandstürme halte ich auf unserer Route mehr oder weniger für ausgeschlossen. Dennoch kann es tagsüber teilweise sehr windig werden, was natürlich auch Vorteile hat indem es zur Kühlung beiträgt, aber der Sand kann dann zu einem lästigen Hinderniss werden und die Fortsetzung der Tour behindern. Die Hitze darf man nicht unterschätzen, sie ist erbarmungslos. Im Sommer würde ich daher diese Tour nicht empfehlen. Nachts ist mit Temperaturen um den Gefrierpunkt zu rechnen, was nochmals eine enorme Anforderung an den europäischen Körper ist (Temperaturdifferenz von 30-40 Grad).
  3. Menschliche Gewalt
    Für Ägypten sollte man umbedingt die Hinweise des Auswaertigen Amtes beachten und sich für diese Tour auf jeden Fall bei der deutschen Botschaft in Kairo an- und abmelden. Ansonsten ist gerade die Weisse Wüste hervorragend dafür geeignet, erste Schritte in Wüstengegenden zu machen, da sie trotz der Nähe zur lybischen und sudanesischen Grenze sehr gut bewacht ist. Die Leute sind nett und aufgeschlossen, nicht so wie in den touristisch verseuchten Gebieten am Roten Meer. Übergriffe von Banditen o.ä. sind nicht bekannt.
  4. Kaum gutes Kartenmaterial
    Es gibt für Ägypten allgemein in Deutschland kaum gutes Kartenmaterial. In Kairo ist es zwar möglich, laut Einheimischen, Karten der Weissen Wüsten zu erstehen, diese Informationen sind jedoch nicht bestätigt. Es besteht jedoch die Möglichkeit über Daerr.de entsprechende russische Generalstabskarten zu kaufen. Ein GPS-Gerät ist daher auf dieser Tour unerlässlich.
  • Anfahrt: Man reist am besten per Charterflug aus Deutschland direkt an (100 - 400 Euro). Wohin ist eigentlich relativ egal, da die öffentlichen Verkehrsmittel in Ägypten so gut wie nichts kosten im Vergleich zu Deutschland. Vor Ort setzt man die Fahrt dann per Bus oder Bahn fort und wird in 90% der Fällen in Kairo einen Zwischenstop einlegen, bevor man einen Wüstenbus nach Bahariya oder Farafra nimmt (1-2 am Tag von Kairo aus). Die öffentlichen Verkehrsmittel sind nicht sehr luxurös, aber dafür relativ pünktlich und die Strecken sind gut ausgebaut.
  • Nahrungsversorgung: Nahrungsmittel und Wasser kann man den Umständen entsprechend in Bahariya oder Farafra bekommen. Überteuerte Preise für Trinkwasser sind nicht ungewöhnlich. In Sachen Nahrung wird man auf Kühlschrank- und Tiefkühlnahrung verzichten müssen bzw. ist es nicht zu empfehlen. Auch sonstiger Outdoorbedarf sollte umbedingt in Kairo besorgt werden (Gaskartuschen usw).
  • Karten und Links zu den Kaufhilfen: Shop, wo man unsere Wassersäcke beziehen kann
  • Notwendige Ausrüstung: Auf ein Sulky sollte man nicht verzichten. Oder zumindest eine Art und Weise finden, wie man 40 Liter pro Person durch die Wüste getragen bekommt. Ohne GPS oder Ortskenntnissen ist diese Tour grob fahrlässig. Ebenso ist der Lonely-Planet Egypt sehr zu empfehlen.
  • Klimainformationen:
  1. Bahariya Wetterstation
  2. Farafra Wetterstation
  • Sonstige wichtige Besonderheiten: Man darf niemals vergessen, dass man sich in einem extremen Ort dieser Erde befindet, der einen schneller verschluckt, vor allem wenn man auf eigene Faust losgeht.In der Wüste stirbt man schnell Zitat eines befreundeten Arabers

Wichtige GPS-Koordinaten der Tour

werden noch folgen.

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