Visumformalitäten

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Visum für Russland

Allgemeines zu Visumformalitäten

Wer weit reist fragt sich oft, wie denn die Einreisebestimmungen für das Wundschland aussehen. Ein erster (Internet-)Besuch sollte dem Auswärtigen Amt (Länderinformation) gelten, wo schonmal das Wichtigste zu finden ist. Trotzdem sollte man im Zweifelsfall bei der relevanten Botschaft nachfragen. Die Adressen findet man ebenfalls beim Auswärtigen Amt.

Nach dieser obligatorischen Recherche weiß man zwar nun, ob man ein Visum braucht oder nicht - wie man es bekommt ist dadurch aber noch nicht geklärt. Auch die Seiten der Botschaften lassen einen manchmal im Ungewissen wie die Visumvergabe genau abläuft oder verlangen Formulare wie Einladungen oder Bestätigungsnummern des Aussenministeriums des Wunschlandes, die man nicht vorweisen kann. Das sollte einen alledings nicht abschrecken, da es einige "Helfer" (Visumagenturen /Reisebüros) gibt, die einem zu so einem Visum verhelfen können.


Meistens möchte man ein Touristenvisum für einen Monat haben, was einem meist einen Grenzübertritt in das Land und aus dem Land heraus erlaubt (single entry). Ein Visum für mehrere Grenzübertritte (multiple entry) kostet meist mehr. Ausserdem gibt es auch Transitvisa wenn man nur kurz durchreisen will. Manche Länder wie Saudi Arabien stellen keine Touristenvisa aus, wodurch man dann genötigt ist ein Geschäftsvisum (mit Einladung einer Firma) oder ein Pilgervisum (der Imam freut sich) zu beantragen.

Oft kann man auch ausserhalb des Heimatlandes ein Visum zur Weiterreise bekommen aber nicht immer. Das sollte man unbedingt bei der relevanten Botschaft erfragen. Normalerweise muss man sein Reiseland spätestens 3 Monate nach Visumvergabe besuchen, sonst verfällt das Visum. Vom Einreisedatum an hat man dann die auf dem Visum angegebene Besuchszeit zur Verfügung.

Visumvergabe

Dass man Geld (entweder bar oder überwiesen), endliche Anzahl an Passphotos sowie ein ausgefülltes Visumformular für ein Visum benötigt dürfte klar sein. Falsche Angaben sollte man nicht machen - aber gewisse Dinge zu vergessen schadet nicht. So wird man z.b. für Syrien kein Visum bekommen, wenn man den Israelbesuch vor 10 Jahren unter der Kategorie "Reiseländer" angibt. Ausserdem sehen nicht alle Länder eine großartige militärische Vergangenheit als Pluspunkt für eine Visumvergabe an. Generell sollte man so unscheinbar wie möglich erscheinen. Eben als normaler Tourist. Oft wollen die Botschafen die Reiseroute in etwa wissen. Wer da bei seinem Chinavisumantrag "Osttibet" als Ziel angibt braucht sich nicht über intensive Fragen wundern. In den allermeisten Fällen sind diese Angaben sowieso nicht bindend. Wer keine Zeit für den Botschaftsgang hat oder sich unsicher ist, sollte bei einer der vielen Visumagenturen wie z.b. die Visumzentrale anrufen oder ihnen für etwas Geld die Arbeit überlassen. Oft besorgen diese Agenturen einem auch eine nötige "Einladung" aus dem Reiseland. Nach dem Visumantrag braucht man nurnoch etwas Geduld für das Visum - das kann von einem Tag bis mehrere Wochen dauern. Es empfiehlt sich also rechzeitig nachzuschauen wie lang die Bearbeitungszeiten dauern. Viele Länder stellen auch ein Visum am Flughafen oder wichtigen Grenzübergängen aus. Das sollte allerdings von der Botschaft bestätigt werden.

Visumvergabe ausgewählter Länder

Iran

Für ein iranisches Visum braucht man neben Zeit auch unbedingt die Hilfe eines Spezialisten. Hier ist nämlich eine Überprüfung durch das Auswärtige Amt in Teheran notwendig. Bei allem kann einem sehr zuverlässig Orientexpress helfen. Ist mal einmal im Land kann man das Visum problemlos verlängern.


Russland

In Russland besteht nach wie vor Registrierungspflicht. Das bedeutet, dass man sich ab einem Aufenthalt von 3 Nächten an einem Platz registrieren sollte. Insgesamt sollte man das aber mindestens einmal auf der gesamten Reise machen, damit wenigstens etwas in den Computern der Behörden zu finden ist... Beim Grenzübertritt bekommt man ein Papier ausgehändigt, das man bei der Ausreise UNBEDINGT abgeben muss - also nicht verlieren. Eigentlich braucht man hier keine Registrierungsstempel mehr drauf sammeln, viele machen es aber trotzdem noch. Registriert wird man meist von den Unterkünften in denen man lebt oder man tut es selbst bei der Post. Da sowas allerdings immer ziemlich anstrengend ist wird es gerne weggelassen. Für Russland braucht man eine Einladung, die einem eigentlich jede Unterkunft (auch Jugendherbergen) in Russland ausstellt. Hier muss der Reiseverlauf angegeben werden, der relativ bindend ist. Allerdings wird man auch hier nicht gelyncht, wenn man plötzlich woanders reist. Es kann halt nur sein, dass man einen Beamten "aussitzen" muss (so lang lieb grinsen, bis er keine Lust mehr hat auf ein "Geschenk" zu warten). Oft wissen die Behörden in Russland selbst nicht was Gesetz ist - v.a. in den abgelegeneren Gebieten. Aktuelle Informationen findet man in Russlandforen. Es ist aber alles viel problemloser als es sich auf den ersten Blick anhört.

Weitere Informationen:

Waytorussia Visuminformationen

Ostportal Russlandinfos mit Forum

Weitere Informationen

  • Autor(en): Simeon Lange (Buschtrommler)
  • Informationsseite(n):

Auswärtiges Amt

Visumzentrale