Umweltgerechtes Trekking

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Dieser kleine Leitfaden soll zum Nachdenken anregen, denn das Unterwegssein in der Natur hinterlässt Spuren. Ob diese Spuren vergänglich sind oder bleibenden Schaden verursachen, gar zur bedrohlichen Belastung der Umwelt führen, kann jeder Mensch durch sein Verhalten beeinflussen. Das fängt bei der Wahl des Naturraums, oder auch Urlaubsgebietes, an und hört bei der Mitnahme des Abfalls noch lange nicht auf.

Es sind nicht nur die großen Umweltsünden die der Natur zusetzen. Vielen ist nicht bewusst , dass schon Kleinigkeiten der Umwelt schaden können. Kleinigkeiten, die als singuläres Ereignis der Natur keinen bleibenden Schaden zufügen, werden sobald sie von vielen Outdoorern begangen werden zum Problem für die Umwelt. Oft ist es nur mangelndes Wissen, falsche Informationen oder das Fehlen weitreichender Erfahrung, die den Unterschied zwischen "richtig" und "falsch" ausmachen. Dem soll dieser Artikel entgegentreten. Er will nicht belehren, alles besser wissen oder verteufeln. Es soll zum Nachdenken anregen, die ein oder andere Wissenslücke schließen helfen und vielleicht auch "alte Hasen" zum Überdenken ihres Verhaltenes anregen.

Erweiterungen, Verbesserungen, Anregungen und noch vieles mehr sind immer willkommen. Das hier ist ein Wiki, jede/r kann und soll diesen Artikel vervollständigen.
Dabei ist es egal, ob es sich um ein Vereinsmitglied von outdoorseiten.net e.V. handelt oder um User aus dem Forum. Sogar Menschen, die zufällig hierhin gefunden haben sollen mitarbeiten.

Planung und Vorbereitung

Informiert euch über die Regeln und speziellen Verhältnisse des Gebiets, das ihr besuchen wollt. Bereitet euch auf extremes Wetter, Gefahren und Notfälle vor. Plant eure Reise so, dass ihr Zeiten hoher Frequentierung nach Möglichkeit vermeidet. Geht in kleinen Gruppen, wenn das möglich ist. Zieht in Betracht eine große Gruppe in mehrere kleine aufzuteilen. Das Essen sollte so umverpackt werden, dass auf der Tour möglichst wenig Abfall anfällt. Verwendet Karten und Kompass, damit die Strecke nicht mit Farbe, Steinmännern oder Fahnen markiert werden muss. Wandert und campiert auf belastbarem Untergrund. Darunter versteht man begangene Trails und Lagerplätze, Fels, trockenes Grass oder Schnee. Ihr solltet beim Lagern und Zelten einen Mindestabstand von 60 Meter zum Ufer von Seen und Flüssen einhalten, um diese Bereiche zu schützen. Gute Lagerplätze werden gefunden, nicht „gemacht“. Eingriffe in die Natur sind hierfür nicht notwendig.

Verhalten in vielbesuchten Gebieten

Es es vielleicht sinnvoller solche Gebiete zu meiden. Verwendet nur vorhandene Wege und Lagerplätze. Geht hintereinander und in der Mitte des Wege und Pfade, auch wenn er nass oder schlammig ist. Haltet eure Lagerplätze klein. Konzentriert eure Aktivitäten auf Bereiche, die Vegetationsfrei sind.

Verhalten in unberührten Gebieten

Verbergt eure Spuren so gut wie möglich, um die Entstehung von Trails und Lagerplätzen zu verhindern. Wo sich solche Auswirkungen beginnen abzuzeichnen, sollte man wegbleiben.

Entsorgt eure Abfälle sauber

Was ihr mitbringt, nehmt ihr auch wieder mit. Sucht eure Lager- und Zeltplätze nach Abfall und verdorbenen Essen ab. Nehmt alles, was ihr an Abfall findet, mit. Vergrabt Fäkalien in 15 bis 20 Zentimeter tiefen Löchern, mindestens 60 Meter vom Wasser, Lagerplatz und Trail entfernt. Füllt die Löcher mit Erde auf und tarnt sie, wenn ihr fertig seid. Nehmt Toilettenpapier und andere Hygieneprodukte wieder mit. Wenn ihr euch waschen wollt, dann tut das etwa 60 Meter von Flüssen und Seen entfernt. Dasselbe gilt für das Geschirrspülen. Verwendet dazu kleine Mengen von biologisch vollständig abbaubaren Seifen. Kippt das Schmutzwasser in derselben Entfernung und nicht an einer Stelle aus, sondern verteilt es etwas.

Verändert nichts

Bewahrt das Vergangene: Kulturelle oder historische Hinterlassenschaften sollte man anschauen, aber nicht verändern. Lasst Felsen, Pflanzen und andere natürliche Objekte so, wie ihr sie vorfindet. Vermeidet das Einführen von nicht heimischen Arten. Hinterlasst keine Bauten und legt keine Gräben an.

Minimiert die Auswirkungen von Lagerfeuern

Lagerfeuer hinterlassen bleibende Spuren in der Landschaft. Verwendet leichte Kocher zum Kochen und Kerzenlaternen zur Beleuchtung. Wo Lagerfeuer erlaubt sind, verwendet vorhandene Feuerringe oder Feuerpfannen. Haltet das Feuer und die Fläche, auf der es brennt, klein. Verwendet nur Holz, das am Boden liegt und von Hand zerbrochen werden kann. Verbrennt alles Holz und Holzkohle, bis nur noch Asche übrigbleibt. Löscht das Feuer vollständig und zerstreut dann die abgekühlte Asche.

Respektiert die Tierwelt

Beobachtet die Tierwelt aus der Entfernung. Haltet Abstand zu Tieren und verfolgt sie nicht. Füttert niemals Tiere, es nützt ihnen nichts und kann sie in Gefahr bringen. Es schadet ihrer Gesundheit, ändert ihr natürliches Verhalten und macht sie zu möglichen Opfern von Raubtieren. Schützt die Tiere und eure Vorräte, indem ihr euer Essen und die Abfälle sicher lagert. Haltet eure Haustiere unter ständiger Kontrolle oder lasst sie zu Hause. Stört das Wild nicht, vor allem in Zeiten der Paarung, des Nestbaus, bei der Aufzucht ihrer Jungen und im Winter.

Nehmt Rücksicht auf andere

Respektiert andere Besucher und nehmt Rücksicht, damit auch sie ungestört bleiben können. Seid höflich. Lasst anderen den Vortritt auf dem Trail. Weicht bei Gegenverkehr auf die tiefer gelegene Seite des Trails aus. Lagert und rastet nicht auf dem Trail, sondern im Abstand dazu. Haltet wenn möglich Abstand zu anderen Besuchern. Lasst die Geräusche der Natur dominieren. Vermeidet laute Geräusche, sprecht leise.

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