Trekking Ultralight

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Beim Ultraleichten Trekking versucht man sein Ausrüstungsgewicht ohne Verzicht auf Sicherheit und Komfort zu minimieren. Dies ist natürlich sehr subjektiv, da jeder unterschiedliche Ansprüche hat. Ziel ist es jedoch nicht aus einer Trekkingtour einen Überlebensmarsch zu machen. Ganz im Gegenteil! Ein leichter Rucksack ist die beste Methode für mehr Komfort und Genuss in der Natur. Schließlich trägt man ihn den ganzen Tag auf dem Rücken. Neben diesem offensichtlichem Vorteil gibt es noch andere positive Effekte. Mit einem leichteren Rucksack kann man schneller wandern und damit längere Strecken zurück legen. Man ist sicherer unterwegs und vor allem auch gesünder. Vor allem die typischen Knieschmerzen und auch Rückenprobleme lassen sich durch leichtes Gepäck reduzieren, oder sogar vermeiden.

Ab wann zählt man als Ultraleicht?

Eine genaue Definition gibt es nicht. Allgemein gilt bewegt man sich bei einem Ausrüstungsgewicht von unter 5,5 kg im Ultraleicht-Segment. Das heißt jedoch auch, das alles mitgewogen ist, was man auf dem Rücken trägt. Lediglich das Gewicht für Nahrung und Brennstoff wird nicht mitgerechnet, da dieses im Laufe einer Tour ja stark schwankt. Am meisten verbreitet ist die folgende Einteilung:

Super Ultralight
unter 2,5 kg (< 5 pounds)
Ultralight
unter 5,5 kg (12 pounds)
Light Weight
5,5 - 9 kg (20 - 30 pounds)
Traditionell
über 9 kg (> 30 pounds)

Wieviel Gewicht läßt sich denn einsparen?

Im Vergleich zu herkömmlicher Trekkingausrüstung ist es möglich, mit ultraleichtem Equipment sein Ausrüstunggewicht zu halbieren. Viele Trekker sind auf typischen Touren (1-2 Wochen, Temperaturen bis hinunter 0°C) mit 20 kg und mehr unterwegs. Ohne Verzicht auf Komfort und Sicherheit lassen sich solche Unternehmungen aber auch mit einem Gesamtgewicht (Ausrüstung und Proviant) von ca. 10 kg durchführen.

Wie spart man Gewicht?

Am leichtesten ist das, was man zu Hause lässt. Das meiste "Gewicht" sollte im Kopf getragen werden. Je mehr Ausrüstung eingespart wird, desto mehr Wissen und Erfahrung sollte man um Umgang mit Natur und eigener Ausrüstung haben. Keinesfalls sollte man Gewicht sparen mit Leichtsinn verwechseln. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, welcher Ausrüstungsgegendstand für welchen Zweck der leichteste ist. Das muss jeder für sich selbst heraus finden.

Eigentlich gibt es nur zwei Grundregeln:

  • Reduktion auf das Wesentliche - nur das mitnehmen, was man wirklich benötigt.
  • Multiuse - Ein Ausrüstunggegenstand der mehrere Zwecke erfüllt ist immer vorzuziehen.

Der Phantasie und Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Ist es nicht ziemlich teuer, auf leichte Spezialausrüstung umzusteigen?

Nein. Ultraleichtes Equipment kostet in der Regel nicht mehr als konventionelle Trekkingausrüstung. Manche Ausrüstungsgegenstände lassen sich ohne großen Aufwand selbst bauen und sparen somit viele Gramm und Euro. Ultraleicht beginnt im Kopf, es ist eine Philosopie. Es geht nicht darum viel Geld in teure Ausrüstung zu stecken. Es geht darum, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Zu erfahren mit wie wenig man in der Natur unterwegs sein kann. Eine neue Freiheit und Leichtigkeit des Wanderns zu erleben.

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