Tipps und Tricks für Outdoorer

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Dieser Artikel ist die Zusammenfassung dieses Threads aus dem forum.outdoorseiten.net

Bekleidung

  • Ein Hut hat den Vorteil, dass er sowohl das Gesicht als auch den Nacken vor Sonne und Regen schützt. Angefeuchtet bewirkt er eine angenehme Kühlung des Kopfes.
  • Socken, welche nicht asymetrisch geschnitten sind, markiert man am besten mit einem dünnen Wollfaden am Schaft, sodass die linke Socke immer an den linken Fuß kommt. Dadurch dehnt man die Socke seinem Fuß entsprechend und hat später keinen ausgebeulten Stoff über der kleinen Zehe.
  • In dichtbewachsenem Gelände sollte man Schirmmützen immer so aufsetzen, dass der Schirm nach hinten zeigt, da sich sonst beim Hochschauen aus gebückter Haltung oder gesenktem Kopf schnell ein Zweig im Auge verirrt.
  • In Reissverschluss-Schlitten kann man kurze Reepschnurschlingen (ca. 15cm, einfacher Knoten mit parallelen Enden) einhängen - damit sind sie auch mit Fausthandschuhen gut bedienbar.
  • Die Armee hatte früher Wollfingerhandschuhe, unisex (passt re und li); heute im surplus-Shop für CHF 3.00 das Paar erhältlich. Sehr robust und warm, auch wenn nass. 1 Ersatzhandschuh reicht, falls ein andrer verloren geht.
  • Mehr als ein Paar Fingerhandschuhe einpacken, beim Thermoskanne vollgießen wird garantiert des öfteren mal eins nass.
  • Schuhe im Winter nachts immer mit ins Innenzelt nehmen oder die Öffnungen abdecken, da sie bei Sturm sonst sehr schnell mit Schnee füllen können.
  • Bei Bewegung sollte man sich nur so warm anziehen, dass man gerade noch nicht friert.
  • Synthetikfaser mit paar Tropfen Teebaumöl waschen, dann stinken sie nicht so schnell.
  • Wer in den Sueden faehrt und nicht sicher ist ob es vielleicht doch mal regnen wird: Ein Billig-Poncho ist zwar okay, kostet aber auch Geld. Eine große blaue Muelltuete mit Loch fuer den Kopf+Arme tut´s im Notfall auch.

Nässe

  • Wenn man im Dauerregen wandert, sollte man die Gamaschen unter der Hose tragen, so kann das Wasser nicht von der Hose in die Gamaschen laufen - die Füße bleiben länger trocken.
  • Wenn man sich schon vor der Wanderung auf einen langen Regentag einstellen kann: Lange Thermounterhose (z.B. ThermoSwed) und die Regenhose gleich darüber. So hat man ein angenehmes Klima zum Wandern.
  • Um durchnässte Schuhe zu trocknen, legt man Steine (die keine Feuchtigkeit gezogen haben) ans Feuer bis sie gut erwärmt sind und platziert sie dann in den Schuhen.
  • Im allergrössten Notfall kann man seine Bekleidung trocknen, indem man in die Hocke geht und unter seinem Poncho ein kleine Kerze oder ein Stück Esbit entzündet. Vorsichtig sein, damit nichts ankokelt! Die unter dem Poncho enstehende Hitze reicht aus, um sich einigermaßen aufzuwärmen und die Bekleidung etwas zu trocknen.
  • Feuchte Sachen kann man über Nacht im Schlafsack trocknen.
  • Den Schlafsack sollte man, wenn es das Wetter zulässt, am Morgen zum Trocknen lüften.

Kälte

  • Falls man nachts im Schlafsack kalte Füße bekommt oder friert, kann man einen Schokoriegel oder Schokolade essen. Das regt den Stoffwechsel an und erwärmt den Körper.
  • Damit die Füße im Schlafsack nicht zu sehr auskühlen, die Jacke über die Füße und Beine legen. Bei Bedarf die Hose in den Fußraum des Schlafsacks stopfen, sie reduziert das unnötig zu erwärmende Luftvolumen.
  • Nachts im Schlafsack eine Mütze oder Sturmhaube tragen, denn ein hoher Prozentsatz (ca 20%) der Körperwärme wird über den Kopf abgegeben.
  • Einen Pulswärmer kann man einfach selber herstellen, indem man einen breiten Streifen einer alten Wollsocke abschneidet und umnäht. Dieser hält die Hände erstaunlich warm, da über die Gefäße am Handgelenk gewöhnlich viel Wärme abgegeben wird.
  • Eine mit heißem Wasser gefüllte Trinkflasche kann als Wärmflasche bzw. zum Vorwärmen des Schlafsacks benutzt werden. Wenn Brennstoffmangel herrscht kann alternativ auch einfach in die Flasche gepinkelt werden, immerhin hat der Urin fast Koerpertemperatur.
  • Zeitungspapier zwischen den einzelnen Bekleidungsschichten erhöht die Wärmeleistung enorm.
  • Bei extremer Kälte sollte man im Zelt eng aneinander liegen, sodass sich die Schlafsäcke berühren. Bringt noch etwas Wärme zusätzlich.
  • Bei strenger Kälte ist es unter Umständen sinnvoller, nachts zu marschieren und den Schlaf in der Wärme des Tages nachzuholen.
  • ABC Wärmepflaster können als Notresere bei extremer Kälte helfen.
  • Kalte Füße bekommt man wieder warm, indem man sie in kaltes Wasser oder Schnee steckt, abtrocknet und wieder warm einpackt. Diese Maßnahme hilft jedoch nicht, wenn der gesamte Körper bereits unterkühlt ist.
  • Zucker verhindert zu schnelles Einfrieren von Wasser
  • Wer ein Feuer machen kann, hat´s gut! Wer eine Schneehöhle bauen kann, auch!

Wüste

  • In Sandstürmen ist zum Schutz der Augen eine Schwimmbrille oder Skibrille nützlich und als Atemschutz der abgeschnittene Ärmel eines T-Shirts, den man über den Kopf zieht.

Komfort

  • Fleece-Jacke in die Hülle vom Schlafsack stecken, ergibt ein praktisches Kopfkissen, das nicht so leicht verrutscht wie die Jacke allein.
  • Wer noch die erste Serie der Therm-a-Rest-Matten besitzt, die Dinger sind sehr rutschig. Wenn man also nicht immer neben der Matte aufwachen will, einfach ein Baby-Badewannen-Gummi-Strips (Fischchen oder Sternchen) auf die Matte kleben, hält bombenfest und sieht gut aus
  • Als Sitzkissen unterwegs eignet sich ein großes MousePad (die liegen hier nur so rum) - sind zwar nicht ganz so groß wie meine Sitzfläche aber recht praktisch, auch als Unterlage für alles mögliche. Z. B. im Winter unter den Kocher, und im Rucksack damit den Kocher einwickeln als Schutz.
  • Und noch ein Nutzen für die neoprenartigen Mousepad's: weiche Einlegesohlen für die Schuhe, einfach die Fußform ausschneiden, fertig.
  • Zeltkopfkissen: Ich habe für die Wechselklamotten einen leichten Packbeutel innen einseitig mit Microfeece gedoppelt. Zum Schlafen pack ich den aus, krempel Ihn um und packe ihn wieder ein. Fertig ist mein bequemes Kopfkissen. Die am Tage getragenen Sachen kommen bei mir immer ins Fußende des Schlafsackes. Natürlich nur, sofern sie nicht nass sind.
  • Fleecepulli abends auf der Isomatte mit den Ärmeln nach innen gezogen (so das die Ärmel am Rand des Pullis innen liegen), so unter den Schlafsack legen, daß Rücken und Nieren noch besser gepolstert sind. Durch die nach innen gezogenen Ärmel entsteht ein Art Rinne. Gerade bei Daune ist der Randbereich der Körperauflage etwas kälter. Die Rinne aus dem Fleecepulli wirkt dem sehr entgegen. Bringt richtig Wärme und Polsterung.
  • Ich habe immer ein Kaninchenfell mit auf Tour, abends am Feuer in den Rücken gelegt, sehr angenehm, eignet sich auch noch mal super zum Schlafsacktuning an kalten Körperstellen.
  • man kann sich ein leichtes Kopfkissen aus einem Kinderschwimmflügel machen, einfach zwischen zwei Luftkammern die verschweißte Stelle durchschneiden und das wars. Kostem garnichts, einfach beim nächsten Schwimmbadbesuch mal im Nichtschwimmerbecken nachsehen oder besser für ein paar Cent auf nem Flohmarkt kaufen.

Feuer

  • Birkenrinde eignet sich sehr gut als Feuerstarter.
  • Trockenen Zunder findet man auch nach längerer Regenzeit an den unteren vertrockneten Zweigen von Tannen.
  • Mehrere Wattebälle werden in Petroleumgelee (vom Fondue) (vaseline) getaucht und in einer leeren Filmdose aufbewahrt. Es passen leicht 20 Stück rein. Zum Anzünden die Watte auseinanderziehen und unter das kleine Holz vom Lagerfeuer legen.
  • Kartoffelchips sind gute Feueranzünder. Je billiger und fettiger desto besser.
  • Wasserfeste Streichhölzer erhält man, indem man normale Streichhölzer in flüssiges Wachs eintaucht und trocknen lässt. Vor dem Anzünden schabt man das Wachs wieder von der Zündkuppe. Das Reibepapier am besten in einer kleinen Plastiktüte oder einer Filmdose aufbewahren. Eine Alternative stellen Überallzünder dar.
  • Werbestreichhölzer, die überall ausliegen, sammeln! Kann man immer brauchen.
  • Birke besteht aus einen Holz, das auch frisch gefällt hervorragend brennt.
  • Mit Ersatzgestängesegmenten kann man wunderbar jedes Feuer/jede Glut gezielt und effektiv anblasen.
  • Eine ausgediente Wäschetrommel ist ein hervorradender Feuertopf, auch in einer Kothe. Wenn man einen Ständer druntersetzt, bleibt der Boden verschont.
  • Die Glut des abendlichen Lagerfeuers schiebt man auf einen Haufen. So hat man am Morgen meist noch genügend Restglut, um das Feuer neu zu entfachen.
  • Ein Feuer brennt unterschiedlich lange, je nachdem wie man es schichtet.
  • Nasses Holz stapelt man zum Trocknen neben das Feuer.
  • Ein Feuerzeug kann man mit einem Bändchen, welches man mit Klebeband befestigt, um den Hals tragen. Dadurch bleibt es griffbereit und ist dennoch vor Verlust geschützt.

Werkzeug & Reparaturen

  • Messer sebst bauen spart Geld und ist mit den richtigen Werkzeugen an einem Tag erledigt. Hat den Vorteil, dass man Klinge und Griffgröße und Form genau auf die persönlichen Bedürfnisse abstimmen kann. Kosten für das Material liegen je nach Klinge und so weiter ab 25 Euro, rauskommen kann ein Messer, für das ihr im Laden bis zu 300 Euro latzen dürftet. Habe selbst mittlerweile 2 Stück, das erste ist eine 7 cm Klinge aus Norwegen mit einem Griff aus einem Stück Rentierhorn, mit Messingstück zwischen Klinge und Griff. Das 2. ist ebenfalls norwegische Klinge, 8 cm, der Griff ist mehrteilig aus Apfelholz, Rentierhorn und Leder mit genageltem Messingabschluss.
  • Behelfswaffen aus Holz werden im Feuer gehärtet.
  • Für kleinere Näharbeiten kann man einfach eine Rolle Zahnseide mitnehmen, sie ist sehr stabil und haltbar.
  • Nähzeug, also Nadeln, Sicherheitsnadeln und Angelschnur/Drachenschnur kann man in einer Filmdose aufbewaren.
  • Für das Nähen von Trageriemen und anderen hochbelasteten Teilen empfiehlt sich die Verwendung von Angelschnur.
  • SeamGrip eignet sich für alle möglichen Reparaturaufgaben. Von der zerfetzten Gamasche über Zelte bis hin zu Jacken und Platypusschläuche kann man so ziemlich alles damit abdichten.
  • Reparaturen mit SeamGrip funktionieren viel schneller, wenn man die zu reparierende Stelle vorher gut anfeuchtet, dann SeamGrip und den Flicken drauf und einen Topf mit heißem Wasser drauf, nach 15 min ist alles fest, sonst bis 24 Std.
  • Verbeulte Siggflaschen kann man bis zu einem gewissen Grad wieder ausbeulen, wenn man sie mit Wasser füllt und entweder in die Gefriertruhe gibt oder im Wasserbad zum kochen bringt.
  • Mit dem Stiel eines Kochlöffels können Siggflaschen von innen ausgebeult werden. Dabei sollte ein Geschirrtuch um den Stiel gewickelt werden, um die Innenbeschichtung der Flasche nicht zu beschädigen.

Feldküche

  • Von der Firma Aladin gibt es eine Thermotasse mit Deckel. In dem Deckel ist ein Loch zum Trinken, so muß man den Deckel nicht abnehmen beim Trinken. Auf Wintertouren einer meiner liebsten Ausrüstungsgegenstände.Die Tasse ist aus schwarzem Kunstoff und daher sehr leicht, dadurch besser als diese Metallthermobecher. In Verbindung mit einer Thermokanne, kann man durch den Becher auf Wintertouren in zwei Minuten Pfanni Püreesnack zubereiten. Becherinhalt 0,3l. Die schnellste warme Mahlzeit auf dem Kungsleden.
  • Ketchup, Mayo, Asia-Sauce oder Senf in Portionsbeutelchen aus dem Fastfood-Lokal sammeln - ist sehr praktisch für unterwegs.
  • In manchen Bars, Cafes, Hütten, Restaurants, etc. gibt es kleine abgepackte Tüten mit Zitronensäure für den Tee. Diese mitnehmen. Kann man unterwegs ins Trinkwasser schütten oder zum Kochen benutzen.
  • Ein paar Reiskörner im Salzstreuer (Filmdose) verhindern ein Verklumpen bei Feuchtigkeit.
  • Suppenwürfel mitnehmen - weniger Platz nimmt kein Essen weg ! und man kann es als Gewürz zum verfeinern fast aller Speisen nutzen.
  • Gekochtem Regenwasser kann man Elektrolyt hinzufügen indem man ganz wenig Asche hinzusetzt (wenn kein Salz vorhanden ist).
  • Wasserminze, gibt einen hervorragenden Tee ab.
  • Stockbrot: rohen Brotteig um einen Stock wickeln und über dem Lagerfeuer backen. Wenn es durch ist abziehen und das Loch mit Nutella oder Marmelade füllen. -> siehe Guten Appetit
  • Fichtenspitzentee: Im Frühjahr, wenn die Fichten diese Grellgrünen Spitzen tragen, diese auf der Wanderung sammeln, im Kessel aufkochen, Zucker, fertig ist der Fichtenspitzentee.
  • Cous-Cous: Couscous (Auslandsabteilung in jedem Supermarkt) kann man mit Brühwürfeln, Zwiebeln, Käse, Hartsalami, und allem möglichen Verfeinern. Alternativ dazu auch mit Zucker als Nachspeise.


Getrocknetes

  • Fertigsaucen (Pulver) in Weithalsflaschen umfüllen. Durch die Alubeschichtung reiben sich die Tüten sonst gerne auf. Mit den Weithalsflaschen lässt sich super portionieren, falls die Sauce mal wieder etwas dünner geworden ist
  • Getrocknetes mitnehmen: z.B. getrocknete Pfifferlinge oder Tomaten - vacuumverpackt in Portionsbeuteln einschweissen - super für die Sauce! Außerdem: Sojagranulat mitnehmen, hat richtig Biss und peppt die Napoli oder Bolognesesauce richtig auf.
  • Pro Person eine Tütensoße, sonst schmeckts zu dünn.
  • Tütennudeln morgens mit Wasser in eine Weithalsflasche füllen, dann sind sie abends schon eingeweicht. Spart abends Zeit und allgemein Brennstoff.
  • Nicht mehr so "staubig" schmeckt es, wenn man Milchpulver schon abends ins (i.d.R. kalte) Wasser einrührt. Dann haben sich auch evt. vorhandene Restklümpchen aufgelöst.
  • Lieber zu viel als zu wenig Milchpulver nehmen. Angst ums Gewicht ist unbegründet, man kann soviele Haferflocken weglassen - Energieinhalt ist etwa gleich (bei Magermilchpulver).
  • Pudding kochen ist ganz einfach, wenn man Milchpulver und Puddingpulver und Zucker erst gut verrührt, dann mit wenig kaltem Wasser zu Pampe macht und das dann in das kochende Wasser (das brennt ganz von alleine auch gar nicht an) tut. Wenn man die Pulver erst vermischt, dann macht es auch nichts, wenn es Klümpchen gibt - sie sind trotzdem essbar.
  • Magermilchpulver ist länger haltbar, und meiner Erfahrung nach auch viel einfacher einzurühren als Vollmilchpulver.
  • Milchpulver kann mit Kaffeeweißer gestreckt werden.
  • billigeres Mousse au Chocolat: billiges Pulver Mousse au Chocolat nehmen (z.B. von Ruf) und mit viel Milchpulver mischen (evtl. noch Kabapulver dazugeben). Da es zu gut schmeckt, braucht man sich um die Haltbarkeit unterwegs keine Sorgen machen.

Backen, Braten, Grillen

  • Vielleicht kommt es selten vor, aber wer gerade eine Alu-Schneeschaufel dabei hat, kann am Lagerfeuer darauf wunderbar brutzeln oder Brot toasten, Eier in die Pfanne hauen usw.
  • eine alter Fussabtritt ergibt einen guten Grillrost
  • aus einer alten Blechtonne lässt sich ein guter Backofen bauen, einfach quer legen und in einer Kuhle darunter Feuer entfachen und einen Zwischenboden in der Tonne inprovisieren (flacher Stein, Gitterrost...)
  • Minibackofen für unterwegs: 2 Töpfe die in einander passen, übereinanderstülpen. Vorher Brotteig rein, dann in die Glut damit . Bei Aldi gibt es den Brotteig-Backmischung schon fertig. Einfach Wasser dran, kneten und ruhen lassen. -> Guten Appetit
  • wenn man Fleisch über offenem Feuer am Spieß brät, diesen immer am Rand des Feuers aufbauen, niemals direkt darüber

Kocher

  • Um das Rußen eines Spirituskochers zu reduzieren kann man den Spiritus mit etwas Wasser verdünnen. Auch gut: Tenol - Mischung aus Ethanol und Methanol.
  • Trangia Kaltstart: Zum Anzünden des Trangia bei Kälte gebe ich einen winzigen Schuss Spiritus in den Brennerring und zünde es an. Wenn er verbrannt ist, hat auch der Brenner die nötige Startwärme. Bei großer Kälte ist es sinnvoll, den Brennstoffbehälter mit in den Schlafsack zu nehmen. Kein Problem, wenn der Behälter absolut dicht ist.
  • Beim Starten vom Benzinkocher im Zelt eine Pfanne/Topf über den Kocher halten um evtl. Stichflammen abzuschirmen.
  • Eine verstopfte Kocherdüse kann man auch mit der ausgerissenen Borste einer Zahnbürste reinigen. Noch besser geht es mit der Borste einer Drahtbürste.

Reinigung

  • Wer outdoors keine Lust auf Abspülen hat - oder so klebriges Zeug isst, daß der Topf ewig nicht sauber wird: Es gibt so Bratfolien-Beutel von Melitta und Co. Das Essen in den Bratbeutel und gut verschließen, den Topf mit ein paar cm Wasser füllen, den Bratbeutel rein und normal kochen lassen - spart sogar den Deckel auf dem Topf
  • Sigg Flaschen bekommt man mit heißem Wasser und Backpulver oder Gebißreiniger sauber, Zahnspangenreiniger tuts auch
  • Spülen: wenns eh regnet, abends das benutze Geschirr raustellen, das ist morgens schön eingeweicht und man verbraucht nicht so viel Wasser beim spülen.
  • Stark verschmutzte Töpfe mit Salzwasser auskochen, das bekommt alles sauber.
  • Fettiges Geschirr bekommt man wunderbar mit Kaffeesatz und einem Grasbüschel sauber! Oder auch mit Asche und Sand!
  • Schlauch von Camelbak reinigen: kleine Bürste, die gerade durch den Schlauch passt, mit Blumendraht von Länge des Schlauches + 10 cm so um die Bürste wickeln, dass es hebt. Dann diesselbe mehrmals mit Wasser und evtl. Seife durch den Schlauch ziehen. Kostet max. 2-3 Euro

Körperpflege & Wäsche

  • Eine leere TicTac-Box ist ein idealer Schutz für den Zahnbürstenkopf. Deckel runtermachen, Kopf in die Dose und den Deckel über den Griff wieder aufstecken.
  • Wäschewaschen mit Schnee: Kleine Plastetüte mit einem "Schuß" Bioseife und zwei Handvoll Schnee füllen. Alles gut vermengen. Dann die Wäschestücke (nicht zu viele auf einmal) dazu. Tüte zu und alles gut miteinander verreiben. Schnee raus und neuen Schnee rein. Wieder reiben und das Ganze noch zweimal wiederholen
  • Transporttonne unterwegs als Waschmaschine benutzen: Wäsche morgens rein, Wasser rein, evtl. etwas Seife (nat. biologisch verträglich) Deckel drauf, Abends Wäsche spülen.
  • Teerflecken lassen sich nicht mit Wasser und Seife entfernen, wohl aber mit Salatöl.
  • Koerperbehaarung fuehrt nur dazu, dass sich dem Gestank eine groeßere Oberflaeche bietet. Deswegen: Mindestens die Achselhaare sollten vor der Tour ab. Es Hilft erstaunlicherweise verdammt viel, außerdem kann man sich leichter waschen.

Medizin

  • die kleinen schwarzen Brocken, die in der Asche übrigbleiben sind Holzkohlt und man kann sie bei Vergiftengen und Durchfall essen.
  • wenn man Verstopfung hat ein kleines Stück Kernseife oder einen Löffel Olivenöl... ,dann bleibt nicht's mehr zurück.

Orientierung

  • Wer am Kompaß den Mißweisungsschraubendreher verschlampt hat, bastelt sich einen Neuen aus dem Pol einer Blockbatterie (gleich ein Loch reinbohren und an die Kompaßkordel hängen)
  • Wer ne kleine Stirnlampe wie die Tikka hat, nachts einfach um den Hals gehängt lassen, so hat man sie immer sofort griffbereit.

Rucksack

  • Beutel-Prinzip anwenden. Beim bepacken des Rucksacks sich vorher überlegen: Was brauche ich wann? So kann man dann z.B. einen Morgenbeutel, einen Waschbeutel und einen Abendbeutel packen. Wenn man mit mehreren unterwegs ist trägt nicht jeder seinen waschlappen und Zahnbürste etc. sondern es wird ALLES in einen Beutel gepackt und nur einmal gezogen. Schafft Übersicht und spart die lästige Kramerei im Rucksack.
  • Kinderturnbeutel als Packsäcke verwenden. Gibt es in verschiedenen Farben mit Namensfenster bei z.B. Kloppenburg. Kosten so gut wie nichts, sind Wasserfest und schaffen Ordnung.
  • Die Trinkflasche, die seitlich irgendwo im Rucksack steckt, kann leicht rausrutschen und ist im schlimmsten Fall weg - mit einer Kordel am Rucksack befestigt, lang genug, daß man bequem noch trinken kann ist das Problem gelöst.
  • Verschiedenfarbige Packbeutel benutzen, so weiß man was wo drin ist. An die Strippen mach ich immer mit Panzerband und Edding ein Etikett dran, so weiß man schon anhand der Strippe welchen Beutel man gerade hat.
  • Damit man nachts Dinge wie die Taschenlampe, das Bärenspräy , oder ähnliches besser findet, klebt man einen Streifen reflektierenden Klebestreifen drauf.
  • Reflektierende Schuhbänder für Kinder-Schuhe (gibts bei Jako-o etc.) sind praktische Schnüre für alles was nachts zu sehen sein sollte.
  • Die Spannriemen von eurer Isomatte bindet man am Besten an die Rucksacktrageschlaufe. So findet man sie morgens immer wieder.
  • Wasserdichte Packbeutel: Gefrierbeutel sind besser als Plastiktüten.

Zelt

  • Beim Zelt an den Reißverschlüssen der Apsiden dünne Schnüre dranknoten. Das ermöglicht das Öffnen des Eingangs vom Innenzelt aus ohne zuerst mit seinen Klamotten unfreiwillig das Kondeswasser zu sammeln.
  • Um Schuhe in der Apsis vor herabtropfendem Kondenswasser zu schützen legt man einen Packsack drüber.
  • Beim Zelten im Winter etwas Schnee in den Zeltsack, dann denselben durch eine der Schlaufen an einer Zeltecke stecken und nochmals Schnee rein, Sack schliessen und beide Sackhälften in ein Schneeloch, dasselbe mit Schnee zumachen und -stampfen. Einwandfreie Zeltverankerung, sturmfest.
  • Schneemauern mit ausreichendem Abstand zum Zelt aufbauen (3-4m) sonst lagert sich bei Sturm der Schnee auf dem Zelt ab (nen Tunnel wird da recht schnell recht klein )
  • robuste Isomatte unter Zeltboden (würde Unterlegplane sparen)
  • aus Stricknadeln lassen sich schöne, günstige Leichtheringe bauen, meine sind aus 20 cm langen, ca. 5 mm dicken Nadeln und wiegen pro Stück 7 gr, reichen für 2 Personenzelte oder Tarp aus.
  • Die Kondensfeuchtigkeit des Innenzeltes morgens läßt sich abends schneller beseitigen, in dem man durch Erhöhung der Innentemperatur, z.b. durch eine "Candle-Lantern" einen schnelleren Feuchtigkeitsabbau schafft.
  • Eine Alternative zu Leinenspannern stellt der Topsegelschotstek dar
  • "Inner Tent First" bei Regen ist kein Problem, wenn man das Gestänge zum Aufbau in den Boden steckt oder per Schnüre die Gestängebögen auf Spannung bringt. Das Außenzelt wird nun über das Gestänge gelegt und das Innenzelt eingehängt. (Funktioniert nicht bei Gestängekanälen/Schlaufen)

Ungeziefer

  • Aus Moskito-Netz eigene Packbeutel nähen. Aber groß genug, wenn die Viecher kommen kann man den Packbeutel auch (über der Mütze) über den Kopf ziehen als Schutz - vorher ausleeren.
  • in südlichen Ländern niemals die Schuhe am Morgen anziehen ohne sie vorher auszuklopfen (Skorpione)
  • Blutegel: Abreißen weniger empfehlenswert (Nachbluten), entfernen mit Salz oder fluorhaltiger Zahncreme. Hitze (Feuerzeug) geht auch, aber etwas unpraktisch. Auch nicht wirklich ratsam, wenn sich welche im Mund oder am Auge festgesaugt haben.

Foto & Film

  • Filmaufbewahrungsdosen. Haben den schönen vorteil, dass man die Filme nach Nummern einstecken kann und so eine bessere Übersicht hat, was, wann, wo war. Weiterhin ist sie vor Schmutz, Wasser und Stöße geschützt.
  • Filmdosen oben zukleben, dann weis man immer wo ein unbelichteter Film drin ist.

Spezielles

  • Das Etrex-GPS passt perfekt in eine billige, lederne Handy-Tasche vom Flohmarkt und kann dann mit dem Clip beim Wandern am Brustgurt festgesteckt werden. Die Antenne des Gerätes bekommt noch genügend Empfang für die Track-Aufzeichnung und für Kontrollen ist das Gerät schnell in die Hand genommen.
  • Beim Mushing: Messingkarabiner sind für Geschirrung / Leinen besser als Stahlkarabiner, weil die Fingerchen weniger schnell daran festfrieren
  • Für alle MSRler: Eine Büroklammer (blank) hilft den Windschutz zu fixieren, dann spart man sich das ewige gedrücke...

Vielseitiges

  • Backpulver kann outdoors für vieles verwendet werden: als Zahnpasta mit etwas Zimt mischen, als Fuß-Deo einfach in die Schuhe streuen, gegen Insektenstiche - etwas Backpulver mit Wasser mischen und die Paste auf den Stich streichen, zum Abspülen - Backpulver in ein bischen Wasser und im schmutzigen Topf nochmal aufkochen
  • Immer ein Stück Alufolie mitnehmen, es lassen sich z. B. damit provisorische Töpfe herstellen: einfach über einem Stück Holz oder einen Stein formen.
  • Die eierlegende Wollmilchsau: das BERGHAFERL! Einfach mit kleinem Karabiner & Bänzel außen am Rucksack befestigen. Morgends für den Kaffee und Müsli, unterwegs um aus Bächen/Quellen zu trinken und mittags für die Brühe. Leicht und unkaputtbar - günstig dazu!
  • Filmdosen gehören nicht in den Müll, Filmdosen sind praktische, wasserdichte Behälter für Gewürze, Cremes, Streichhölzer oder anderen Kleinkram und eignen sich auch als Reiseaschenbecher.
  • Ducktape. Ist vielseitig verwendbar. Z.B. zum (provisorischen) Reparieren von Zelt, Schlafsack, Rucksack etc.
  • Für Outdoor-Reparaturen immer praktisch - Duct-Tape. Aber nicht die ganze Rolle mitnehmen, sondern ein großzügig bemessenes Stück um das obere Teil des Trekking-Stocks wickeln, spart an Gewicht und ist immer zur Hand.
  • Alte Isomatte zuschneiden und um Sigg Flasche wickeln. Mit starkem Gummiband umwickeln. Fertig ist die Thermosflasche. Bei Nichtgebrauch als Sitzunterlage verwenden. Beim Schlafen auf Höhe der Nieren an der TAR fixieren oder darunter legen.
  • Müllsäcke. Gibts in allen Gößen und sind universell einsetzbar (Regenkleidung zum Selbermachen, Packsack, Regenschutz für Rucksack, Zusatzisolation für den dünnen Schlafsack...)
  • sehnengarn (z.b. fastflite) aus dem bogensportgeschäft ersetzt nähgarn und wäscheleine. und superleicht und extrem reissfest ist es ausserdem (ein einziger faden reicht aus um 15m wäscheleine zu ziehen und klamotten dran aufzuhängen.
  • Faltschüssel von Ortlieb -> Waschschüssel, Eimer, Hundenapf, Kopfbedeckung und natürlich für das Fussbad abends

Tourenplanung

  • Vor der Tour genau aufschreiben was man mitgenommen hat (am besten mit Gewicht + Anzahl) und direkt nach der Tour ergänzen was man vermisst hat, Mengenangaben korrigieren, überflüssigen Kram rausschmeißen und evtl. zu ersetzende Ausrüstung vermerken. Ist zwar etwas Arbeit, die Mühe macht sich aber spätest bei der nächsten Tour sowohl beim Packen als auch beim Rucksackgewicht sowie dem Komfort auf Tour bezahlt.
  • Wenn man wissen will, was für Temperaturen man an einem bestimmten Ort erwarten kann, dann sind die relativ unbekannten Thermoisoplethendiagramme viel nützlicher als die wohlbekannten Klimadiagramme.

Ultimative Weisheiten

  • Fettflecke bleiben länger frisch, wenn man sie regelmäßig mit einem Stück Butter einreibt.
  • Grießbrei schmeckt am allerbesten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr gegen ein saftiges Steak eintauscht.