Spirituskocher

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Neben der Nutzung von Gas-, Benzin- und Feststoffkochern lässt sich eine schmackhafte heiße Outdoor-Essenszubereitung auch per Spirituskocher bewerkstelligen.

Denkt man an Spirituskocher, dann fällt einem als erstes der wohl bekannteste und am meisten eingesetzte Spirituskocher der schwedische Firma Trangia ein. Sein praktisches Konstruktionskonzept, die unkomplizierte Handhabung und die meist gute Erhältlichkeit des benötigten Brennstoffes Spiritus (= denaturierter Alkohol) macht diesen Kocher zu einer recht verlässlichen mobilen Kochstation, über die man u.a. im wiki-Artikel »Trangia« Weiteres erfahren kann.


Es gibt jedoch noch weitere Möglichkeiten, Spiritus als Kocher-Brennstoff zu verwenden, z.B.

  • den Spiritus in andere Gefäße einzufüllen (zum Beispiel in einen gewichtsparenden und leicht selbst gebauten Dosenkocher)
  • weitere Brenner, eingebaut in verschiedene Halterungs-Konstruktionen (z.B. der »Simon Stove«)
  • Brenner des Trangia in andere Gestelle einsetzen (zum Beispiel in den sog. »clikstand«)


Funktionsweise

Die Verwendung eines Spiritus-Kochers ist eigentlich ganz einfach:

  • Spiritus in das Brennergefäß einfüllen — anzünden — fertig.
  • Die von manche Spiritus-Varianten begünstigte Rußbildung an den verwendeten Töpfen kann man durch die Zugabe einer geringen Menge Wasser zum Spiritus vermindern.
  • Für den Transport den Spiritus so verpacken, dass er nicht ausläuft: das »Aroma« des denaturierten Alkohols soll ja vom Verzehr abhalten – eine Aromatisierung der mitgenommenen Lebensmittel ist also gleichermaßen kontraproduktiv.


Trotz der simplen Anwendung gilt es jedoch, einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:


Sicherheits-Hinweise

  • Das Gefäß für den brennenden Spiritus kippsicher aufstellen
  • Wenn man den Spiritus anzündet, kann es sein, dass dessen blaue Flamme nicht unmittelbar sichtbar ist, sie ist aber dennoch schon vorhanden. Sie vergrößert sich, sobald sich der Brennstoff stärker erwärmt.
  • Niemals Spiritus nachfüllen, während der Brenner noch in Betrieb ist! Brenner zuerst leerbrennen lassen, dann abkühlen lassen und erst, wenn man ganz sicher ist, dass keine Flamme mehr brennt, weiteren Spiritus nachfüllen.

Einsatzbereiche

Spirituskocher-Verwender schätzen die gute Erhältlichkeit des Brennstoffes sowie dessen Eigenschaft, beim Entzünden keine große Stichflamme zu produzieren. Allerdings ist Spiritus nichts für Eilige. Da seine Wärmeleistung vergleichsweise gering ist, dauert es etwas länger, Wasser zum Kochen zu bringen als zum Beispiel mit einem leistungsstärkeren Gas- oder Benzinkocher. Um keine Wärme zu verlieren, empfiehlt sich ein zuverlässiger Windschutz.

Einsatz bei kalten Temperaturen

Auch bei winterlichen Temperaturen lässt sich ein Spirituskocher verwenden. Um den Kocher in Gang zu bekommen, kann man

  • den Spiritus vorwärmen (durch eine Aufbewahrung des Spiritus-Transportgefäßes z.B. zwischen Kleidungsstücken)
  • sog. »Sturmstreichhölzer« verwenden
  • eine »Vorglüh-Kralle« (Zubehör für den Trangia-Kocher) verwenden

Gewicht

Der leichteste Spirituskocher ist wahrscheinlich der selbstgebaute Dosenkocher. Doch auch der Trangia als Komplett-Küche hat seine Vorteile, die im schon vorhandenen Windschutz und in der guten Ineinander-Stapel-Möglichkeit der einzelnen Teile bestehen. Dafür muss man dann eben ein etwas größeres Gewicht in Kauf nehmen.

Bekannte Hersteller von Spirituskochern


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