Skiarten

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Nordische Ski (=Langlauf Ski)

BackCountry Ski

BackCountry-Ski, auch BC-Ski genannt, in Skandinavien auch unter der Bezeichnung Fjellski oder Fjällski geläufig.

Ein dem normalen Langlaufski ähnlicher Ski, der etwas breiter ist und mit Stahlkanten ausgestattet. Durch ersteres wird es ermöglicht, im skandinavischen Fjell oder einfach abseits der gespurten Loipe relativ gut voranzukommen, ohne zu stark einzusinken (wie es mit flacheren Langlaufskiern der Fall wäre). Die Stahlkanten sind sehr hilfreich bei kleineren Abfahrten und schützen nebenbei einfach den Ski auch noch etwas. Meist sind sie auch etwas tailliert, so das Abfahrten im alpinen oder im Telemarkstil besser möglich sind (trotzdem nur eingeschränkt).

Empfohlenes Anwendungsgebiet: Grönland-, Polregions-, und Skandinaviendurchquerung abseits gespurter Loipen. Bekanntetester Vertreter dieser Art ist der Fischer E99. Für gespurte Loipen sind dann die folgenden zu empfehlen:

Loipen Ski

Die Definitionen hierbei sind etwas schwierig, da sich die Anwendungsarten der verschiedenen Ski oft auch überschneiden können. Eine grobe Einteilung könnte in Skatingski und klassische LL-Ski erfolgen.

klassiche LL-Ski

Hierbei handelt es sich im Vergleich zu Skating-Ski um relativ lange und schmale Ski. Sie werden meist für die Parallelschwungtechnik eingesetzt, Skating ist aber auch prinzipiell möglich. Beim Parallelschwung werden die Beine parallel aneinander vorbeigeführt und die Abstoßrichtung (von den Armen unterstützt) ist nach vorn. Dabei ist das Vorhandensein einer Steigzone wichtig, um beim Abstoßen nicht rückwärts zu rutschen. Es gibt verschiedene Arten dieser Ski, mittlerweile geht der Trend zu kürzeren, breiteren Skiern (Nordic Cruising). Im allgemeinen gilt, je schmaler der Ski, desto eher ist er auch für Rennen geeignet. Je breiter der Ski, desto eher geht er in Richtung BC-Ski und umso besser ist er auch für Touren abseits der Loipen geeignet. Für diese sind solche Ski natürlich auch sehr gut geeignet. Je nach Modell mit Schuppen oder als Wachsski.

Skating-Ski

Prinzipiell würde ich den Skating-Ski (und den entsprechenden Stil) eher den Wettkampfgeräten zuordnen, deshalb hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Beim Skating drückt man sich seitlich ab, V-förmig, ähnlich dem Schlittschuh- oder Rollerskaterfahren. Damit man sich nicht verheddert, werden kürzere Ski benutzt, die auch ohne Steigzone mit Wachs oder Schuppen auskommen. Und Skatingski werden über die komplette Länge mit Gleitwachs behandelt, damit sich den Muskeln möglichst wenig Widerstand entgegensetzt (berichtigt mich bitte, falls das falsch sein sollte). Prinzipiell auch für die Loipe geeignet, aber dann muss man den Schub komplett aus den Armen holen, da es naturgemäß keine Steigzone mit Abstoßwirkung gibt. Und genauso naturgemäß nicht für lange Touren mit Rucksack und/oder Pulka geeignet.

CrossCountry Ski

Eine Zwischenform von Fjällski und Loipenski sind CrossCountry Ski. Sie sind breiter als Loipenski, haben jedoch keine Stahlkante.

Sonstiges

Wachs bei Nordischen Ski

Prinzipiell gibt es gerade bei Langlauf und BC-Ski noch den Unterschied zwischen Wachsski und Schuppenski (auch NoWax genannt). Wenn man sich beim Skilaufen abstösst, lastet das Körpergewicht auf einem Ski auf der sogenannten Steigzone unter dem Fuß. Damit man dabei nicht nach hinten wegrutscht, werden verschiedene Mittel benutzt. Die klassische Variante ist das Auftragen verschiedener sogenannter Steigwachse. Diese gibt es für verschiedene Temperaturbereiche, da dann die "Klebrigkeit" verschieden ist. Dann wurden die sog. Schuppen entwickelt, das sind kleine Kerben, die in die Steigzone geschnitten werden und den selben Effekt haben, wie das Wachs. Aus dem alpinen Skibereich kommen noch die Steigfelle. Das sind heutzutage meist Kunststoffgewebe mit kleinen Härchen in eine Richtung. Diese werden auf die Skiunterseite geklebt oder gespannt und verhindern durch ihre Härchen, das der Ski in die falsche Richtung rutscht. Allerdings verhindern sie auch oft, das der Ski in die richtige Richtung rutscht. Sie bremsen, da sie meist über die gesamte Skilänge gehen. Für alpine Aufstiege oder lange Distanzen mit Schlitten und viel Gepäck jedoch zu empfehlen. Mittlerweile gibt es auch Kurzfelle von der norw. Firma Asnes, die diesen Nachteil nicht haben sollen.

Die anderen Mittelchen haben auch ihre verschiedenen Nachteile, so das ich versuchen werde, diese hier kurz darzustellen. Steigwachs wird meist früh nach einer Prüfung der Schneetemperatur aufgetragen, verrieben und dann hofft man meist, das man das richtige erwischt hat. Allerdings reibt es sich z.B. bei Harsch auch schnell wieder herunter, so das man öfters nachwachsen muss. Dafür bremst es bei richtiger Anwendung nur, wenn der Abstoßski belastet ist und gleitet sonst sehr gut. Auch die Auswahl des für die Schneetemperatur geeigneten Steigwachses erfordert einige Erfahrung und bei sich ändernden Bedingungen auch Nachwachsen. Im Normalfall bei schönem Pulverschnee oder leichtem Pappschnee wird Hartwachs verwendet. Eine besondere Form ist das Klister. Es wird verwendet, wenn es nass oder vereist ist. Jedoch ist es durch den flüssigen Zustand und die hohe Klebekraft eine schmutzige Arbeit es auf die Ski zu bringen.

Desweiteren gibt es Gleitwachs. Wie der Name schon sagt, soll damit die Gleitfähigkeit des Skis auf dem Schnee verbessert werden. Deshalb wird es außerhalb der Steigzone aufgetragen und man kann es auch bei Schuppenski benutzen. Namhafte Wachshersteller sind Toko, Swix und Holmenkol.

Kurz zu Schuppen. Prinzipiell funktionieren sie nach dem selben Prinzip. Sie sollen das Zurückrutschen verhindern. Leider passiert es oft, das sie auch bremsen, wenn beide Ski gleichzeitig belastet (z.B. beim Bergabfahren) sind. Dafür muss man sich keine Gedanken über Nachwachsen, Schneetemperatur usw. machen. Und im allgemeinen steigen sie recht gut. Für unerfahrene Skiläufer einfacher bzw. auch für erfahrene Skiläufer unkomplizierter anzuwenden und universeller.

Siehe auch:

Ski mit Steigwachs wachsen