Sörmlandsleden

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Der Sörmlandsleden ist ein über 1000 km langer Rundwanderweg im Bezirk Sörmland in der Nähe von Stockholm. Es ist der längste Weitwanderweg in Schweden und besteht aus mehr als 100 Abschnitten. Diese führen durch die schwedische Wildnis, alte Kulturlandschaften und vorbei an historischen Städten. Eine Übersicht der verschiedenen Etappen findet sich hier.

Besonderheiten, Tipps

Die Übersichtskarte zeigt den kompletten Verlauf den Sörmlandsleden und ist zur Tourplanung sehr hilfreich. Sobald man die Etappen festgelegt hat, kann man über die Webseite detailierte Karten für jede Etappe beziehen. Dazu muss man für 150 SEK Mitglied werden und hat dann ein Jahr lang vollen Zugriff auf die Datenbank. Die Registrierung kann mittlerweilen online erfolgen. Nach Überweisung des Betrages (am besten umgerechneten Euro-Betrag nach oben aufrunden) bekommt man den Zugangscode per Mail.

Der Trail ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Man kann zu fast jeder Etappe mit Bahn oder Bus, zu allen mit dem PKW, anreisen. Es gibt sogar die Möglichkeit direkt vom Flughafen in Skavsta, den u. a. Ryanair anfliegt, zu starten. Der Startpunkt am Flughafen befindet sich ca. 200 Meter links vom Terminalgebäude.

Die englischsprachige Homepage bietet ein paar Mustertouren an, dort gibt es Vorschläge für kurze Wanderungen, 1-Tages-Touren bis hin zur mehrtägigen Trekkingtour.

Der komplette Weg ist gut erschlossen und wird durch orangenfarbene Markierungen um Bäume oder Pfähle gekennzeichnet. Alternativ können auch Schilder "Sörmlandsleden" oder Pfeile mit einem orangenen "S" den Weg weisen. Zusätzlich weisen blaue Punkte auf kurze Rundwege hin, die eine Länge zwischen 2 und 15 km haben können.

Am Beginn jeder Etappe befinden sich Hinweistafeln, die über die nächste Etappe informieren. Dort befinden sich auch Karten auf denen Schutzhütten eingezeichnet sind. Schutzhütten sind auf dem ganzen Weg vorhanden. Leider fallen sie nicht oft mit dem Anfang bzw. Ende einer Etappe zusammen sondern sind irgendwo in der Mitte. Der Zustand ist nicht immer einwandfrei.

Die Wasserversorgung auf der Tour gestaltet sich relativ einfach. Zu einer großen Zahl an natürlichen Quellen, deren Zuverlässigkeit nicht immer garantiert werden kann, kommt man auf dem ganzen Weg an vielen Seen vorbei. Deren Wasser kann abgekocht (mindestens 10 Minuten) oder nach Gebrauch eines Wasserfilters bedenkenlos getrunken werden. Außerdem können Jodtabletten oder andere chemische Stoffe benutzt werden um das Wasser keimfrei zu machen. Eine ausführliche Liste aller Quellen ist hier zu finden.

Die Verpflegung auf der Tour stellt keinerlei Problem dar. Man kommt alle paar Tage in Orte, in denen man Proviant und Vorräte nachkaufen kann. Somit kann man auch relativ entspannt wandern, weil man nicht so viel Gewicht mit sich herumtragen muss.

Boardwalks und Brücken führend den Wanderer durch Sümpfe und über geschützte Gebiete.

Es kümmern sich über 180 freiwillige Helfer um die Instandhaltung des Trails. Finanziert wird die Arbeit durch Zuschüsse der lokalen Behörden und durch private Spenden. Zudem ist die Unterstützung der Grundbesitzer vor Ort wichtig, da der Weg oft über Privatbesitz führt. Deshalb ist es besonders wichtig das Jedermannsrecht zu kennen und sich auch daran zu halten.

Kleine Anmerkung eines Anrainers des Sörmlandsleden (Odin in Nyköping): In letzter Zeit werden dem Sörmlandsleden leider immer mehr öffentliche Fördermittel entzogen mit der Begründung, der Wanderweg hätte seine Bedeutung verloren und werde kaum mehr benutzt. Meine Bitte an alle Wanderer: tragt Euch fleissig in die Gästebücher ein, die in den Übernachtungsunterständen ausliegen, meist in einer Art Briefkasten. Diese Bücher sollen nachweisen, dass der Weg tatsächlich benutzt wird. Der Sörmlandsleden ist wirklich in Gefahr zu verfallen, nachdem auch immer schwerer Freiwillige zum Pflegen der Abschnitte an Land gezogen werden können. Ich selbst kann mir denken nach meiner Pensionierung einen Abschnitt zu übernehmen, aber nicht jetzt schon. Aber bis dann ist es noch weit.

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