Rogen Naturreservat

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Der Rogen bei Schönwetter
(c) Heiko Will

Beim Rogen handelt es sich um ein Naturreservat in der historischen schwedischen Provinz Härjedalen (Norrland). Charakteristisch und namensgebend ist der gleichnamige See von dem kleine Teile auch jenseits der norwegischen Grenze liegen. Entwässert wird der Rogen durch den gleichnamigen Fluss in den Norwegischen See Femund. Der See liegt durchschnittlich 758m hoch und ist komplett von niedrigem Nadelwald und einer schroffen Moränenlandschaft umgeben. Mit seinen über 100km² Wasserfläche und hunderten befahrbaren Seen (inkl. Femund) gilt Schwedens höchstgelegenes Paddelrevier als Top-Adresse für outdoorbegeisterte Kanuten. In großen Teilen des umgebenden Naturreservates gibt es weder Wege noch Straßen, weshalb das Gebiet als eines der schwer zugänglichsten im ganzen Land gilt. Der südliche Kungsleden ist eine der wenigen Möglichkeiten das Gebiet zu durchwandern. Neben Bären und Vielfrassen lebt auch ein fester Bestand an Moschusochsen in dem Gebiet.


Outdooraktivitäten

Neben dem Kanufahren eignet sich das Rogengebiet bedingt für Wanderungen und im Winter für Schneeschuhtouren und Scooterfahrten. Die besten Reisemonate für Kanutouren sind von Juni - August, für Wandertouren von Juni - Oktober. Relativ Schneesicher ist das Gebiet von November bis März. Genaue Informationen zu Wetter und Klima der Region sind hier[1] zu finden.Aufgrund der abgeschiedenen Lage ist auch im Hochsommer mit nur wenigen Kontakten zu anderen Menschen zu rechnen.

Allgemeine Hinweise

Bevor man einen Trip in das Rogengebiet unternimmt sollte man sich unbedingt an einem der Infopunkte des Naturreservats über ein evtl. bestehendes Feuerverbot informieren und sich beim vorliegen eines solchen auch tunlichst dran halten. Auch bei nicht bestehen eines Feuerverbots sollte sich auf die schon bestehenden Feuerstellen konzentriert werden und die aufgrund der Höhe und Lage extrem langsam wachsende Vegetation nicht zusätzlich belastet werden.

Sicherheit

Im Gesamten Rogengebiet ist das Feuermachen nur an ausgewiesenen Plätzen erlaubt und es darf ausschließlich das dort bereitgestellte Brennholz verwendet werden! In einigen Regionen ist das Feuermachen ganzjährig untersagt.

Im Gegensatz zu seinen Nordamerikanischen Pendants gelten für den Rogen keine besonderen Verhaltensregeln in Bezug auf Raubtiere. Insbesondere müssen Lebensmittel nicht speziell gelagert werden und können ruhig im Zelt verstaut werden. Vorsicht ist jedoch vor den hier lebenden Moschusochsen geboten. Diesen äußerst gefährlichen Tieren, sollte man sich nicht mehr als 200m nähern und bei Sichtkontakt schnell das weite suchen. Es gibt an den Infopunkten spezielle Infobroschüren zum Thema Moschusochsen, die man sich unbedingt vorher durchlesen sollte. Dennoch ist der Kontakt mit den seltenen Paarhufern wohl eher selten und gerade am Rande des Sees recht unwahrscheinlich.

Übernachten

Einer der Rastplätze am Süd-Ost Ufer.
(c) Heiko Will

Prinzipiell kann im gesamten Gebiet überall ein Zelt aufgestellt und übernachtet werden. Aus Gründen des Naturschutzes sollte jedoch davon abgesehen werden immer überall neue Lagerstätten zu eröffnen und die empfindliche Natur so weiter zu schädigen. Es gibt rund um den Rogen diverse ausgewiesene Lagerplätze, die Neben einer Feuerstelle und Brennholz oft auch einen Windschutz bieten. Außerdem liegen diese Lagerplätze oft in sehr schönen und geschützten Buchten und es spricht somit kaum etwas gegen ihre Benutzung. Auch wer die Einsamkeit sucht, wird an diesen Lagerplätzen nur selten auf Menschen Treffen, da einfach zu wenig Menschen auf dem Rogen unterwegs sind. Einzig auf dem Weg zum Rogen am Rande der kleineren Seen wird man öfter auf Menschen Treffen und gerade in den Abendstunden evtl. etwas nach einem geeigneten freien Platz zum Zelten suchen müssen. Die meisten Kanuten auf dem Rogen sind jedoch schwedische Angler die direkt weiter in den Femund fahren, so dass der Rogen selbst auch in der Hauptsaison nahezu menschenleer erscheint.

Neben den ausgewiesenen Lagerplätzen gibt es auch noch vier bewirtschaftete Hütten im Naturreservat in/an denen man Übernachten kann und auch einen minimalen Grundbedarf an Vorräten kaufen kann. gerade auf letzteres sollte man sich jedoch nicht verlassen.

  • Koordinaten und einen Lageplan dieser Übernachtungsstätten gibt es hier.

Kanutouren im Rogengebiet

Allgemeine Hinweise

Aufgrund der sehr schwierigen Anreise mit sehr häufigen und langen Umtragepassagen, ist eine Solotour nur für sehr erfahrene Kanuten mit entsprechend leichten Booten zu empfehlen. Ein Bootswagen kann aufgrund des absolut unwegsamen Geländes an keiner Stelle benutzt werden und kann deshalb zu Hause bleiben.

Für eine Kanutour auf dem Rogen sollte man mindestens 4 Tage einplanen, da sich sonst die schwierige Anreise nicht wirklich lohnt. Will man den kompletten Rogen umrunden kann man durchaus bis zu 10 Tage hier unterwegs sein. Dehnt man die Tour noch auf den norwegischen Femund aus, sind auch deutlich längere Touren möglich.

Eine Kanutour auf dem Rogen erfordert neben einer geeigneten Ausrüstung und ausreichend Kanuerfahrung vor allem eine solide und ausführliche Planung, da mit einigen Unwegsamkeiten zu rechnen ist. Durch die exponierte geografische Lage ist vor allem das Wetter auf dem Rogen nur schwer kalkulierbar und bedarf einer besonderen Planung bei der Ausrüstung. So kann es im Sommer hier durchaus bis zu 30°C heiss werden, jedoch auch Temperaturen von unter 10 Grad tagsüber sind keine Seltenheit. Aufgrund der Größe des Sees passt sich die Wassertemperatur jedoch nur sehr langsam der Aussentemperatur an und dürfte selten über 12-14°C liegen. Ebenso ist mit plötzlich hinter den Bergen aufziehenden gewittern und damit verbundenen starken regenfällen und Winden zu rechnen. Jenseits der geschützten Ufer können solche Wetterlagen zu einem erheblichen Wellenaufkommen führen.

Da es im Rogengebiet so gut wie keine Zivilisation gibt (vor allem in Ufernähe) ist die gesamte für den Trip geplante Verpflegung von Anfang an mitzuführen. Das Wasser aus dem See ist jedoch nach eigener Erfahrung bedenkenlos auch ungefiltert Trinkbar. Bei der Berechnung der Lebensmittelvorräte sind unbedingt ausreichend Reserven einzuplanen, da wegen der Wetterverhältnisse durchaus einige Extrastunden an Land eingeplant werden sollten.

Zumindest in Ufernähe ist der Rogen sowohl mit Kanadiern als auch mit Kajaks in der Regel problemlos und sicher befahrbar und sollte bei entsprechendem Wetter keine größeren Herausforderungen an die Fahrtechnik stellen. Je nach Route ist jedoch eine Rogenquerung evtl. nicht verhinderbar.

Ob es Sinn machen kann sich vor Ort ein Kanu zu leihen und wenn ja, wo - erörtert dieser Diskussionsbeitrag.

An- und Abreise

Aufgrund der Abgeschiedenheit stellt die Anreise und das Erreichen des Wassers schon die ersten großen Hürden bei der Planung einer Tour auf dem Rogen dar. Bei der Anreise mit dem Auto empfiehlt es sich erstmal auf der Straße 311 bis Tännäs zu fahren und dann Richtung Süden der Ausschilderung folgen. Am ersten Parkplatz nebst Toilette und diversen Infotafeln kann man sich mit einigen nützlichen Broschüren über die Tier- und Pflanzenwelt eindecken und auch eine Übersichtskarte mitnehmen. Vom Parkplatz aus führt ein ca 1km langer Waldweg (nicht mit Bootswagen passierbar) zum Wasser des Öster Vingarnas. Da diese Variante insgesamt eine längere Portagenstrecke hat als die folgende, sei sie nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Für die zweite Variante lässt man den Parkplatz links liegen und fährt die Strasse weiter, bis man an eine als solche auch ausgewiesene Privatstraße kommt. Bei dieser handelt es sich eher um eine Offroad-Piste als um eine Strasse, aber dennoch endet sie nach ca. 8 km an einer kleinen Ansammlung von Häusern. Hier hat man als erstes eine Strassenbenutzungsgebühr zu errichten (2008 25 Sek, Hin- und Rückfahrt) und kann auch sein Auto zu durchaus moderaten Tarifen parken. Die kleine Siedlung ist ganz auf die Kanutouristen ausgerichtet und bietet neben kleineren Snacks auch die unten empfohlene Fjällkarte an, in der auf Wunsch alle Portagen bis zum Rogen genau eingezeichnet werden. Ausserdem kann man sich hier auch die Angelkarten für die einzelnen Abschnitte des Rogengebietes kaufen und mit den nötigen Tipps zum Fischen versorgen lassen.

Zelten mit Blick auf den Uthussjön.
(c) Heiko Will

Vom Parkplatz der kleinen Station geht es über einen ca. 100m langen Bohlenweg zu einer komfortabel ausgebauten Kanu-Ablegestelle am Käringsjön. Bevor man hier losfährt kann man sich noch direkt an der eiskalten Quelle des Klar Älven (Größter Fluß Schwedens) mit ausreichend Trinkwasser versorgen, da je nach Reisegeschwindigkeit für längere Zeit (mindestens ein Tag) nicht mit Wasser zu rechnen ist, was ungefiltert getrunken werden sollte. Vom Käringsjön fährt man nach einer kürzeren Portage über den Kräksjön. Bei warmen Wetter kann man diesen exzellent zum Baden benutzen, da er sich schnell Aufwärmt und nicht so extrem vermoort ist wie die folgenden Seen. Nach einer sehr anstrengenden Portage geht es nun weiter in den Källsjön und nach einer weiteren sehr schweren Portage in den Uthussjön. Ab hier gibt es mehrere Möglichkeiten in den Rogen vorzustoßen, jedoch wird dringend angeraten sich an die aktuellen Tipps (die je nach Wasserstand und Wetterlage variieren können) der Leute von der Station zu halten. 2008 ging es weiter über Nybodtjärnen und Rodjön (Hier herrscht absolutes Angelverbot!). Die Portage vom Ufer des Rodsjön in den Rogen ist die schwierigste der ganzen Tour und führt über 1 km über steiles und steiniges Gelände. Am ufer des Rogen befinden sich am Ende der Portage eine Feuerstelle und eine Müllstation sowie eine kleine Quelle. Auch eine gute Zeltmöglichkeit ist hier vorhanden. Insgesamt sollte für das Erreichen des Rogens mindestens ein ganzer Tag eingerechnet werden.

Nach den Strapazen des eigentlichen Erreichens des Rogens wird man bereits nach einigen Paddelschlägen mit einem geradezu majestätischem Panorama belohnt. Die kleine Bucht weitetet sich zu einem riesigen See und statt Buschwerk und Nadelwald bietet sich ein weitläufiges Panorma aus kargen bergen und der Weite des Rogens. Spätestens hier wird man feststellen das sich die Anstrengungen der Anreise gelohnt haben.

Nach dem Befahren des Rogens kann man den See natürlich auf dem selben Weg wieder verlassen, auf dem na ihn betreten hat, oder eine alternative Route wählen, die sich besonders für eine komplette Rundtour anbietet.

Hierzu fährt man am Nord-Ost Ufer bis kurz hinter die Rogenstugan und geht an einer kleinen Lichtung die durch Steinmännchen markiert sein sollte an Land. Nun hat man eine extrem Lange Portage durch ein Moor (Boote können gezogen werden) vor sich und anschließend durch ein kleines Wäldchen. Danach fährt man über den Hän und einen kleinen Namenlosen Teich um nach einer letzten längeren Portage wieder den Käringsjön zu erreichen.

Sicherheit

Übergang in den Femund - Hier ist Vorsicht geboten.
(c) Heiko Will

Aufgrund der im Sommer hohen Unterschiede zwischen Luft- und Wassertemperatur sei hier nochmals ausdrücklich auf die allgemeine Kanutenweisheit zum Thema Bekleidung verwiesen: "Dress for water not for air!". Auch nach einer Woche mit durchgehend über 25°C Lufttemperatur und praller Sonne im Jahr 2008, wies der Rogen nur eine Wassertemperatur von knapp 12 Grad an der Oberfläche auf. Wer hier ungeschützt und weit ab vom Ufer Kentert begibt sich also unter Umständen in akute Lebensgefahr! Ob speziell im Rogengebiet das permanente Tragen von Neopren nötig ist wird hier diskutiert.

Gerade bei einer Fahrt in offenen Kanadiern sei ausdrücklich vor plötzlich auftretenden Winden und damit verbundenen hohem Wellengang gewarnt. Allerdings ist ein Befahren in Ufernähe, gerade am Nord- und Westufer auch bei schlechterem Wetter Problemlos möglich. Für eine sichere Querung des Rogens sollte auf beständig gutes Wetter gewartet werden.

Im Nordwestteil des Rogens, entlang der norwegischen Grenze liegen Unmengen von Steinen knapp unter der Wasseroberfläche, die bei schlechtem Wetter und Wellengang mitunter nur schwer zu erkennen sind. Beim Übergang vom Rogen See in den Fluß Rogen befindet sich eine steinige Wildwasserpassage mit heftigen Stromschnellen, die vom Weiten nicht zu erkennen ist und einen starken Sog entwickelt. Hier sollte unbedingt umgetragen werden!

Ausrüstung

Als Grundlage für die Ausrüstung einer Rogentour kann die Basispackliste für Kanutouren herangezogen werden. In jedem Fall sollte Neoprenbekleidung und je nach Jahreszeit sogar ein Trockenanzug mitgenommen werden. Dringend ist auch Sonnencreme und etwas zum Schutz vor Mücken anzuraten. Der Bootswagen kann jedoch zu Hause bleiben. Ein Wasserfilter kann insbesondere in den kleineren Seen Sinn machen. Aufgrund der abgeschiedenen Lage und nicht vorhandenen Mobilfunkabdeckung kann besonders bei Solotouren ein Notsignalgeber von Nutzen sein.

Das Tragen einer Schwimmweste ist in Schweden gesetzliche Vorschrift!

Wandern im Rogengebiet

Algemeine Hinweise

Mangels eines wirklichen Wegenetzes in großen Teilen des Rogengebietes, eignet sich dieser Hauptsächlich für Tageswanderungen oder für eine Durchwanderung auf dem Kungsleden Süd. Tageswanderungen startet man am besten von den Parkplätzen die gleichzeitig als Infopunkte mit Karten und kostenlosen Broschüren gelten.

Als eine andere Mehrtageswanderung bietet sich auch eine komplette Umrundung des Rogens an.

Der südliche Kungsleden quert den Rogen auf dem Abschnitt von Fjällnäs nach Grövelsjön. und führt östlich am See vorbei. Nähere Informationen über diese Wanderung finden sich im Artikel zum Südl. Kungsleden bzw. sind dort besser aufgehoben.

An und Abreise

Ausrüstung

Als Grundlage für die Ausrüstung für eine Rogenwanderung kann die Basispackliste für kältere Regionen verwendet werden. Bei Bedarf kann man noch einen Wasserfilter dazu packen. Anzuraten wären auch besondere Vorkehrung für den Mückenschutz wie z.B. ein Mückenhut. Aufgrund der abgeschiedenen Lage und nicht vorhandenen Mobilfunkabdeckung kann besonders bei Solowanderungen ein Notsignalgeber Sinn machen.

Winterwandern im Rogengebiet

Einen Diskussion über die Basics einer Wintertour kann man in diesem[2] Thread nachlesen.

Mangels Erfahrung des Hauptautors in dieser Jahreszeit wäre eine Mithilfe hier besonders erwünscht!

Angeln im Rogengebiet

Für das Angeln im Rogengebiet sind mehrere Lizenzen notwendig, die an den üblichen Verkaufsstellen zu erwerben sind. In Rodsjön herrscht (2008) ein absolutes Angelverbot. Da das ganze Seengebiet alles andere als Fischreich ist, sollte man diese Art der Verpflegung besser nicht in seine Planung fest einbeziehen. Geangelt werden können die üblichen Fische dieser Breitengrade.

Angeltipps und gute Stellen für bestimmte Arten können in der Siedlung am Ufer des Käringsjön erfragt werden (Zufahrt nur über kostenpflichtige Privatstraße). Hier gibt es auch alle Lizenzen zu kaufen.

Sollte man eine Pause oder Übernachtung am Rastplatz am Fluß Bredän (Süd-Ost Rogen) machen, empfiehlt es sich diesen etwas entlang zu wandern und in den kleineren Staustufen auf Forelle zu angeln!

Flora und Fauna im Rogen

Fauna des Rogens

Da die Natur in diesem Gebiet sehr rau und karg ist, leben ausschliesslich an diese Lebensbedingungen angepasste Spezialisten hier. Darunter einige Wassertiere wie Bieber, Fischotter und dierse Wasservögel. Unter ihnen sind besonders Fischadler, Prachttaucher und einige Watvögel nennenswert. Diese Vögel brüten bis Mitte Juli in der Region und dürfen auf keinen Fall gestört werden. in den bewaldeten Regionen leben auch Bär und Vielfrass. Diese seltenen Tiere wird jedoch kaum ein Tourist zu Gesicht bekommen. Das gleiche gilt für die Uhrzeitlichen Moschusochsen für die besondere Gefahrenhinweise gelten.

Häufiger zu bekommen wird der aufmerksame reisende jedoch die unzähligen Rentiere, die als Teile größerer Herden oft in kleinen Grüppchen in sämtlichen teilen des Rogens anzutreffen sind. Auch Elche kommen im Gebiet des Rogens vor und können vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung mit etwas glück beim Trinken beobachtet werden.

Zu den für den Menschen eher lästigen Vertretern der Tierwelt gehören Mücken und Bremsen, die im Rogengebiet zahlreich vorkommen. Vor allem an den Uferstellen, die mit Schilf bewachsen sind und an den kleineren und flacheren Seen können sie sich rasch zu einer Plage entwickeln. Hübscher anzusehen sind da schon die in hoher Artenvielfalt vorkommenden Libellen, die sich gerne auf den größeren Ufersteinen Sonnen.

Am westlichsten Ende des Rogen, bei seinem Abfluss in den Femund kann man mehrere gigantische Ameisenhaufen beobachten (über drei Meter hoch), deren Stämme einen ständigen Krieg gegeneinander führen.

Flora des Rogens

Typisch für den Rogen sind die gedrehten Baumstämme
(c) Heiko Will

Aufgrund der hohen Lage und des rauen Klimas wachsen im Rogengebiet die Pflanzen nur sehr langsam was vor allem an der Baumpopulation zu beobachten ist. Niedrige und lichte Kiefern sowie vereinzelte Fichten bilden die Grundlage für den Baumbestand des Rogens. Trotzdem sind viele dieser Bäume bis zu 500 Jahre alt und können selbst nach ihrem ableben weitere Jahrhunderte Stehenbleiben bevor sie auf den sandigen Boden stürzen und dort weitere Jahrhunderte überdauern. "Diese 1000 Jahre alte Geschichte im Lauf einer Nacht in einem Lagerfeuer zu verbrennen, wäre Vandalismus", heißt es dazu in einer Infobroschüre über den Rogen. Die Stämme der alten Kiefern sind meist mit der grünlich schimmernden Wolfsflechte überzogen.

Karten und Literatur

Neben hauptsächlich eigenen Reiseerfahrungen im Rogengebiet diente die folgende Literatur als Quelle für diesen Artikel.

  • Gudrun Schulte (Hrsg.), Kanuwandern in Schweden, Regenbogen Reiseführer, Edition Elch, 2002, Offenbach am Main, ISBN: 3-85862-159-5
Das Buch enthält einen kurzen, informativen Artikel und nennt neben Übernachtungsmöglichkeiten und allg. Tipps zum Kanufahren in dieser Region auch einen größeren Tourenvorschlag.

  • Nick Wendt und Jasmin Pesla, Kanu Spezial Nordschweden - Wildflüsse des Nordens Reiseberichte, Thomas Kettler Verlag, 2000, Hamburg, ISBN: 3-934014-14-3
Das Buch ist kein klassischer Ratgeber mit Tourenvorschlägen und co, sondern enthält detaillierte Reiseberichte in denen sich jedoch der ein oder andere Hinweis verbirgt. Die Region Rogen wird in einem eigenen Reisebericht ausführlich behandelt.

  • Michael Hennemann und Rüdiger Lohf, Schweden: Kungsleden, Conrad Stein Verlag, Reihe Outdoor, 2008, Velver, ISBN: 978-3-86686-018-6
Das Buch behandelt sowohl den nördlichen als auch den südlichen Kungsleden und beschreibt ausführlich auch die Etappe durch das Rogengebiet. Ausserdem sind alg. Tipps zum Wandern in dieser Region enthalten.

  • Z59 Rogen Fjällnäs Fjällkarta 1:50.000, Wanderkarte Schweden - Lantmäteriet - Kartförlaget, EAN / ISBN: 9789158894846
Die Standardkarte der Region. Schutzhütten, Wanderwege und Scooterpisten sind eingezeichnet.

Reiseberichte

Kanureiseberichte

  • Bericht aus dem Forum über eine 7-Tägige Kanureise im Sommer 2008[3].
  • Kurzbericht aus dem Forum über eine 14-Tägige Kanutour vom Rogen in den Femund im Sommer 2005[4].

Wanderreiseberichte

  • Ein Bericht aus dem Forum über eine 10-Tägige Wandertour rund um den Rogen im jahr 2007[5].
  • Externer Reisebericht von Wolfgang Bürchner über eine 7-Tätige Wandertour im Rogengebiet im Sommer 2002[6].

Winterreiseberichte

  • Bericht aus dem Forum über eine 11-Tägige Wintertour ausschliesslich im Rogengebiet[7].

Weitere Informationen

  • Autor: Heiko Will (willo) --Willo 19:43, 20. Mär. 2009 (UTC)

Quellen/Verweise