Portugal - Die Küstentour

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Portugals lange Atlantikküste bietet sich fast von selbst für eine Weitwanderung an, so wenigsten beim ersten Blick in eine Landkarte. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern ist die Küste bis auf die mittlere Algarve und die Ballungsräume um Lissabon und Porto nahezu unverbaut. Beim genauerern Hinsehen schieben sich doch noch ein paar Siedlungen mehr ins Blickfeld, besonders an der Küste zwischen Lissabon und Porto. Dazu kommen noch ein paar natürlich Hindernisse, wie Lagunen, die bis an den Strand reichen und Flussmündungen, etwa die vom Tejo und Rio Sado.

Jedoch das mit weitem Abstand größte Problem sind fehlende Wege für Wanderer und Informationen über einen möglichen Streckenverlauf. Wer die Trampelfpade oberhalb der Steilküste der Algarve zwischen Lagos und Sagres verlässt, betritt nahezu Neuland. Auf vielen Etappen kann man nur über Autostraßen sein Tagesziel erreichen. Als Ausgleich gibt es tagelange Strandwanderungen entlang der touristisch kaum erschlossenen Sandküste nördlich von Sines, die Ria von Aveiro, das Museumsdörfchen Obidos, die endlose Kiefern- und Sandeinöde nördlich Figueira da Foz und die archaischen Boote der Strandfischer von Praia de Mira. Mit etwas Planung, den richtigen Karten und der Bereitschaft, alles zu nehmen was einem unter die Füße kommt, ist eine Tour entlang der Atlantikküste keine Unmöglichkeit. Allerdings sollte man sich vom Gedanken einer Wanderung verabschieden. Eine Küstentour, eine Fußreise passt besser.

Grundlegende Informationen übers Wandern in dem Land am Atlantik sind im Artikel Portugal zu finden.

Darauf sollte man sich einstellen:

- es gibt so gut wie keine Wanderwege, wenn dann ein paar Küstenpfade, meist an der Algrave,
- es gibt keine Wanderkarten,
- bis auf kurze lokale Wanderwege gibt es fast keine Markierungen,
- bis auf die Algarve sind keine Webeschreibungen erhältlich,
- die Bereitschaft auf Straßen auszuweichen ist eine Grundvoraussetzung für eine Tour nahe an der Küste,
- wegen fehlender Brücken und Fähren muss gelegentlich gefurtet werden,
- einige größere Gewässer müssen auf teils großen Umwegen, manchmal weit hinter der Küste, umgangen werden,
- Lissabon kann aus dem Süden nicht zu Fuß errreicht werden. Beide Brücken sind für Fußgänger gesperrt.


Bitte beachten.

Dieser Artikel kann nicht mehr als grobe Anhaltspunkte für eine Wanderung entlang der Küste Portugals liefern. Wer detailierte Tipps, Empfehlungen, minutiöse Streckenbeschreibungen und Ähnliches erwartet, wird enttäuscht werden. Das gilt auf für die Etappenbeschreibungen!

Der Artikel basiert auf den Erfahrungen aus 3 Weitwanderungen durch Portugal.

  • Juni 2008: Caminho Português von Porto nach Santiago de Compostela (Spanien)
  • Oktober 2008: Lagos bis kurz vor Lissabon
  • April 2009: (Lissabon) Sintra bis kurz vor Porto

Bis auf den Weg über den Caminho Português (für den muss jedoch noch weniger geplant werden) wurde sehr viel dem Zufall überlassen. Die Planung bestand nur aus dem Beschaffen der Militär- und Satelittenkarten, dem Wanderbuch für die Algarve und dem Übertragen der Campingplätze und Jugendherbergen in die Karten.

Alles andere wurden dem Zufall überlassen! Meist wurde morgens entschieden, welcher Weg gegangen wird. Nach mehreren Irrwegen und Sackgassen, die oft am Meer endeten, hatte eine gesicherte Wegführung Vorrang vor der Suche nach naturbelassenen Wegen. Hauptsache nach Norden, war die Devise.

Mit sorgfälltiger und aufwendiger Planung, Liebe zum Detail, vielleicht sogar mit Ortskenntnissen einer Region, lässt sich mit Sicherheit eine Wegführung finden, die etwas weniger auf Straßen aufbaut.

Wer solche Wege kennt, sollte diesen Artikel ergänzen. Dieses Wiki ist wie alle Wikis auf die Mitarbeit aller angewiesen.

Wege, Karten, Übernachten, Infos

Das Wanderwegenetz in Portugal ist sehr dünn. Netz ist schon ein Übertreibung. Wie schon erwähnt, ist es nicht möglich, für eine Wanderung entlang der kompletten Küste auf Wanderwege zurückzugreifen. Sogar Feld- und Wirtschaftswege die länger in Nord-Süd-Richtung verlaufen sind Mangelware. Neben vereinzelt anzutreffenden Trampelpfaden, hier sei besonders die Algarve genannt, besteht die Möglichkeit in vielen Regionen auf den Strand auszuweichen. Außerhalb der Sommersasion und abseits der Ferienorte sind die Strände menschenleer. An der Küste reihen sich kilometerlange Sandstrände in dichter Folge aneinander. Auf dem harten Sand nahe am Wasser lässt sich halbwegs vernünftig gehen - sofern der Wind das zulässt.

Sehr oft ist man auf einem der unendlich erscheinenden Abschnitte der portugiesischen Sandküste unterwegs. In der Regel findet sich dort die "Kombination" Wasser, Strand, weicher Sandboden, Kiefern, Straße. Zwischen Strand und Straße verlaufen meist tiefgründige, "weiche" Wirtschaftswege oder Zufahrten zu den Stränden. Das Gehen darauf ist mehr als mühsam und alles andere als eine Wohltat für die Gelenke.

Fußgänger sieht man auf den Straßen des Landes realtiv selten, gelegentlich zwischen zwei nahe beianander liegenden Orten oder auf dem Weg zum Acker. Noch seltener trifft man Pilger auf dem Weg nach Fatimá. Aber wer in Portugal zu Fuß geht nimmt die Straße, es sei denn, es ist einer der ganz wenigen Wanderer aus diesem Land. Oftmals wird man sogar auf den Seitenstreifen 4-spuriger Schnellstraßen verwiesen. Auch in Portugal ist das wie überall in Europa verboten. Trotzdem stört sich niemand daran, sogar die Polizei nicht, sofern man nicht auf einer stark befahrenen Straße unterwegs ist.

Das soll keine Empfehlung fürs Wandern entlang der National- und Schnellstraßen sein. Entscheiden muss das jeder für sich selbst.

Gemessen an den Maßstäben mitteleuropäischen Verkehrsaufkommens ist die Verkehrsdichte auf dem Land sehr gering. Trotzdem kommt es immer wieder zu tötlichen Unfällen mit Fußgängern, die auf freier Strecke unterwegs waren. Das war einer der Gründe, warum die Portugiesen begonnen haben, die Pilgerwege nach Fatimá von den National- und großen Verbindungstraßen auf wenig befahrene Sträßchen oder Wirtschaftwege zu verlegen.

Wer den Weg weiter nach Norden, bis zu Grenze mit Spanien, verlängern möchte, sollte auf dem Caminho Português ausweichen. Eine Wegsuche direkt an der Küste ist im Norden Portugals nicht zu empfehlen. Dichte Bebauung, teils durch große Industriegebiete, und erhöhtes Verkehrsaufkommen sind genug Gründe für den Wechsel auf den Pilgerweg.

Alles zum Thema Wege, Wanderkarten, Übernachten und allgemeine Informationen findet sich im nachstehend verlinkten

Beste Reisezeit

Bis auf den Hochsommer bietet sich jede Jahreszeit für eine Küstenwanderung an. Gegen den Hochsommer sprechen nicht nur die hohen Temperaturen, noch mehr sind es die explodierenden Besucherzahlen in den bekannten Touristenregionen. Das gilt nicht nur für die in Mitteleuropa überwiegend bekannte Algrave. Portguiesen und Spanier verbringen ihren Sommerurlaub sehr oft an der Westküste zwischen Lissabon und Porto, in bei uns meist unbekannten Ferienorten. Ganz besonders macht sich das am Autoverkehr bemerktbar; denn auf Nebenstraßen, die außerhalb der Hauptsaison so gut wie autofrei sind, reihen sich im Sommer oft die Autos dicht an dicht.

Im Winter kann es an der Altantikküste kalt, nass und sehr stürmig werden. Lange anhaltende Winde aus zumeist nordwestlichen Richtungen treiben hohe Wellen ans Land, aus denen salzige Gicht bis auf den Strand weht. Der fliegende Sand, der auf den endlosen Stränden keinen Widerstand findet, erinnert zu dieser Jahreszeit oft an ein Sandstrahlgebläse.

Ideal sind das Frühjahr und der Herbst. Der Verkehr kommt fast zum Erliegen, oder ist noch nicht erwacht. Es gibt genügend Unterkünfte, die Strände sind menschenleer und die Temperaturen bewegen sich in einem angenehmen Bereich. Im Frühjahr ist das Wetter an der Westküste Portugals etwas unbeständiger als im Herbst. An vielen Tagen weht zwischen Februar und April fast täglich ein frischer bis starker Wind aus nordwestlichen Richtungen, der das Fortkommen auf Sand in Richtung Norden erschwert, teils unmöglich macht, so dass ein vernünftiges Fortkommen nur über Straßen möglich ist.

September und Oktober sind geprägt von einer meist stabilen Wetterlage. Regentage sind eher selten, der Wind hält sich ebenfalls in Grenzen. Zudem ist das kalte Wasser des Atlantiks um diese Jahreszeit wärmer als im Frühjahr. Wassertemperaturen wie am Mittelmeer werden nirgends erreicht. 18 Grad Celsius werden nur in geschützen Lagunen hin und wieder überschritten.

Südküste

"Algarve“ Rother Wanderführer Ulrich Menzel, Bergverlag Rother ISBN 3-7633-4276-1

Trotz aller Kritik ein brauchbares Buch, wenn man im Bereich der Küste bleibt. Die Wegbeschreibungen sind sehr generalisiert und aufgrund der regen Bautätigkeit in dieser Region nicht immer aktuell. Im Hinterland, wo das Orientieren am Küstenverlauf entfällt, ist das Buch wegen einiger ungenauer Angaben für Wanderanfänger vermutlich problematisch.

"Walking in the Algarve - 40 Coastal and Mountain Walks ", Julie Statham, Cicerone Guide ISBN 9781852844370

Etappen

Faro - Quarteira

Am Flughafen der Straße hinter der Tankstelle Richtung Meer folgen. Nach ca. 3 km führt eine Brücke zum Strand der Halbinsel Ilha de Faro. Hier rechts in Richtung Nordwesten immer über den Strand bis zu den Hochhäusern von Quarteira.

  • Länge: ca. 15 km
  • Wegbeschaffenheit: Fast komplett über breiten Sandstrand.
  • Wegführer: siehe Einleitung Südküste.
  • Besonderheiten: Auf Höhe des Vale do Lobo mündet am Golplatz ein Bach ins Meer. Wenn der Zugang zum Golfgeländeverweigert wird (Wachpersonal), ist Furten erforderlich.
  • Unterkunft: Campingplatz in Quarteira (ca. 1km landeinwärts).

Quarteira - Albufeira

Etwas leidige Umgehung des Yachthafens, danach bieten sich 2 Alternativen an. Die erste zweigt direkt hinter der Brücke, die den Ribeira de Quarteira (Bach) überquert, nach rechts ab und führt gut 4 km durch die Dünen, um danach auf den Strand zu treffen. Die zweite Route wendet sich am Strand nach rechts und führt ohne Umschweife nach Nordwesten. Die letzten 9 km verläuft der Weg unter- oder oberhalb der Steilküste.

  • Länge: ca. 22 km
  • Wegbeschaffenheit: Anfangs geteerte Wege, dann Sandstrand, zum Schluss Pfade oberhalb der Steilküste.
  • Wegführer: siehe Einleitung Südküste
  • Besonderheiten: Der Yachthahfen Quatreira/Vilamoura muss komplett umgangen werden. Einige Abschnitte sind bei Ebbe oder auflandigem Sturm nicht passierbar. so zwischen der Praia Ohlos de Agua und Santa Eulália. Hier muss man gegebenfalls auf die kleinen Straßen kurz hinter der Steilküste ausweichen.

Albufeira - Lagos

Mündungsdelta bei Alvor Quelle: www.openstreetmap.org

Der Streckenverlauf ist nicht bekannt. Es wird auf den Wanderführer "Algarve" von Ulrich Menzel und auf die verlinkten Internetseiten verwiesen. Siehe Einleitung.

  • Länge: ca. 70 km
  • Besonderheiten: Kurz vor Lagos ist das Mündungsdelta des Rio de Alcor und des Ribeira de Odiaxere ein unüberwindliches Hindernis. In den Sommermonaten fährt eine Personenfähre oder Ausflugschiff. Leider gibt es keinen festen Fahrplan. Wenn nicht anders möglich, muss ein Bogen bis zur N 125 weit im Hinterland gemacht werden.
  • Unterkunft: In Lagos gibt es eine Jugendherberge. Campingplätzenordöstlich der Ponta do Altar und bei Alvor. Der in vielen Karten noch verzeichnete Platz südlich von Lagos existiert nicht mehr.


Lagos - Salema

  • Länge: ca. 23 km
  • Wegbeschaffenheit:
  • Wegführer: siehe Einleitung Südküste
  • Besonderheiten: Variante möglich.
  • Unterkunft: Campingplatz in Salema

Salema - Sagres

  • Länge: ca. 22 oder 24 km
  • Wegbeschaffenheit: Meist schmale Küstenpfade. Die Variante führt über Bürgersteige und schmale außerhalb der Saison wenig befahrene Straßen.
  • Wegführer: siehe Einleitung Südküste
  • Besonderheiten: Variante möglich.
  • Unterkunft: Campingplatz bei Sagres

Westküste zwischen Sagres und Setúbal

Etwa ab Mitte 2012 soll zwischen Sagres und Porto Covo (südlichen Sines) die Rota Vicentia fertiggestellt sein.

Etappen

Westküste zwischen Setúbal und Lissabon

Etappen

Westküste zwischen Lissabon und Porto

Etappen

Siehe auch

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