Nordkalottleden

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Poster des Nordkalottleden, das in vielen Hütten hängt.

Der Nordkalottleden ist ein ca. 800 km langer, internationaler Fernwanderweg im Norden Skandinaviens. Nordkalottleden ist der schwedische Name, im Norwegischen heißt er Nordkalottruta, auf Finnisch Kalottireitti. Er startet in Kautokeino in Norwegen, führt durch Finnland zum Dreiländereck, verläuft dann im Grenzgebiet Norwegen/Schweden, passiert dabei mehrfach die Grenze und endet wieder in Norwegen in Sulitjelma. In manchen Beschreibungen findet man für die letzten Tagen eine alternative Route, die dann in Kvikkjokk in Schweden endet.

Viele Etappen des Nordkalottleden sind identisch mit Abschnitten anderer bekannter Wanderwege wie dem Grenzpfad von Troms, Kungsleden und Padjelantaleden.

Durch die Lage im hohen Norden - der Nordkalottleden verläuft komplett oberhalb des Polarkreises - ist die typische Landschaft skandinavisches Fjäll. Das bedeutet größtenteils wandern oberhalb der Baumgrenze mit Aussicht auf Berge, Flüsse, Seen und (Hoch)täler.

Der Nordkalottleden eignet sich sowohl für Sommer- als auch für Wintertouren. Typische Zeit für Wintertouren ist März/April. Die Sommersaison startet Ende Juni (Vorsicht, zu dieser Zeit gibt es teilweise noch Schnee und die Flüsse führen viel Wasser) und geht bis in den September. Im September kann es schon wieder den ersten Schnee geben, die herbstliche Landschaft ist aber einfach grandios. Es ist problemlos möglich, Abschnitte zu wählen, die man als Hüttentour gehen kann. Auf anderen Etappen (und somit auch bei dem Plan, den Weg komplett zu gehen) ist ein Zelt notwendig.

Die Schwierigkeit des Nordkalottleden ist (auch dadurch) recht unterschiedlich. Durch die passende Wahl der Strecke kann er also für Anfänger geeignet sein, bietet aber auch Abschnitte über Pässe, Blockfelder, Furten und einsame Tage mit Zelt und sehr wenig anderen Wanderern.

Streckenverlauf

Blick auf den Skuogejaure zwischen Pauro und Røysvatn. (3. Abschnitt: Abisko - Vaisaluokta)
So manche Brücke in Norwegen ist ziemlich wackelig - aber immer noch besser als nasse und dabei sehr kalte Füße. Zwischen Pauro und Røysvatn. (3. Abschnitt: Abisko - Vaisaluokta)

Der Weg ist als Sommerweg komplett markiert. Die Markierungen sind gut zu finden, lediglich in sumpfigen Abschnitten kann es manchmal etwas schwieriger sein, die nächste Markierung zu sichten.

Die Beschreibung der Strecke ist in diesem Artikel konsequent von Nord nach Süd. Das heißt aber nicht, dass man den Weg nicht genauso gut und gerne von Süd nach Nord laufen kann.

Start & Ziel

Im Norden endet der Nordkalottleden in Kautokeino, im Süden in Sulitjelma. Beide Orte liegen in Norwegen, der Weg passiert unterwegs aber die Grenze zu Finnland und mehrfach die Grenze zwischen Norwegen und Schweden.

Bei einer Gesamtstrecke von ca. 800 km wird der Nordkalottleden im Allgemeinen in kleinere Abschnitte aufgeteilt. Dabei haben sich folgende Teilabschnitte als typisch herausgestellt:

1. Abschnitt: Kautokeino - Kilpisjärvi, ca. 195 km, 10-12 Tage, Abstecher zum Halti möglich (Finnlands höchster Berg, 1324 m, dadurch ca. 25 km zusätzlich)

2. Abschnitt: Kilpisjärvi - Abisko, ca. 180 km, 10-12 Tage (teilweise deckungsgleich mit dem Grenzpfad von Troms)

3. Abschnitt: Abisko - Vaisaluokta/Ritsem ca. 260 km, 13-16 Tage (teilweise deckungsgleich mit dem Kungsleden)

4. Abschnitt: Vaisaluokta/Ritsem - Sulitjelma bzw. Vaisaluokta/Ritsem - Kvikkjokk, ca. 100 km bzw. 170 km, 7-12 Tage, je nach Wahl der Route (teilweise deckungsgleich mit dem Padjelantaleden)

Diese Abschnitte werden im Folgenden näher erläutert. Es gibt zwischendurch immer wieder Möglichkeiten, die Route leicht zu variieren oder über Quereinstiege zu- oder abzuwandern.

1. Abschnitt: Kautokeino - Kilpisjärvi

  • Kautokeino - Cuonovuoppi 19 km
  • Cuonovuoppi - Raisjavrre 29 km
  • Raisjavrre - Nedrefosshytta 36 km
  • Nedrefosshytta - Saraelv 30 km
  • Saraelv - Somashytta 34 km
  • Somashytta - Pihtsusjärvi 13 km
  • Pihtsusjärvi - Meekonjärvi 12 km
  • Meekonjärvi - Kuonjarjohka 10 km
  • Kuonjarjohka - Saarijärvi 9 km
  • Saarijärvi - Kilpisjärvi 12 km

Aufstieg zum Halti

Pihtsusjärvi ist der typische Ausgangspunkt für einen Ausflug zum Halti, dem höchsten Berg Finnlands. Von hier sind es 12 km bis zum Gipfel (und dann nochmal 12 km zurück).

Ein-/Ausstieg über Sappen

Von Sappen aus kann man zum Nordkalottleden stoßen. Wanderung dann nach Saraelv oder Somashytta.


2. Abschnitt: Kilpisjärvi - Abisko

Dieser Abschnitt wird teilweise auch Grenzpfad von Troms genannt. Zu Beginn der Wanderung passiert man das Dreiländereck Finnland, Norwegen, Schweden - Treriksröset.

  • Kilpisjärvi - Kuohkimajärvi 14 km (alternativ die ersten 10 km mit dem Boot)
  • Kuohkimajärvi - Pältsa 15 km
  • Pältsa - Rosta 19 km
  • Rosta - Dærta 17 km
  • Dærta - Dividalshytta 24 km
  • Dividalshytta - Vuoma 19 km
  • Vuoma - Gaskas 17 km
  • Gaskas - Altevass 17 km
  • Altevass - Lappjord 28 km
  • Lappjord - Abisko 25 km

Alternativen

Wie schon erwähnt, kann man das erste Stück mit dem Boot zurücklegen. Hier gibt es viele Tagesausflügler zum Treriksröset.

Die finnische Kuohkimajärvi Hütte liegt in der Nähe von Treriksröset, daher findet man oft das Dreiländereck als Etappenziel. Auch nicht weit liegt die norwegische Hütte Golda und bietet eine Alternative zur Übernachtung.

Von Pältsa nach Rosta kann man einen 'Umweg' über die norwegische Hütte Gappo machen. Alternativ könnte man auch Pältsa links liegen lassen, von Treriksröset über Golda nach Gappo gehen und dann wie gehabt weiter über Rosta.

In Altevass lohnt sich ein Abstecher zur Huskyfarm von Bjørn Klauer. Hier kann man auch sehr gut übernachten.

Das letzte Stück nach Abisko verläuft über den Rallarvägen. Dieser Weg führt immer mehr oder weniger an der Bahnstrecke entlang, er ist entstanden aus dem früheren Versorgungspfad entlang der Erzbahn. So kann man evtl. das letzte Stück von Björkliden nach Abisko mit der Bahn fahren. Alternativ kann man auch an der Straße wandern und sein Glück mit Trampen versuchen.

3. Abschnitt: Abisko - Vaisaluokta/Ritsem

Dieser Abschnitt des Nordkalottleden ist am Anfang identisch mit dem Kungsleden. Ein Grund dafür ist ganz einfach: Der Kungsleden ist wunderschön. Eine anderer Grund mag darin liegen, dass es etwas weiter westlich zwar tolle alternative Routen gibt, der Gesamtpfad dadurch aber zu 'Norwegen-lastig' geworden wäre. Sowohl die Route über den Kungsleden als auch die Alternativen sind empfehlenswert.

Hier erst einmal der 'offizielle Pfad', danach werden dann Alternativen beschrieben.

  • Abisko - Abiskojaure 15 km
  • Abiskojaure - Alesjaure 20 km
  • Alesjaure - Tjäkta 13 km
  • Tjäkta - Sälka 12 km
  • Sälka - Hukejaure 20 km
  • Hukejaure - Gautelis 17 km (Hier geht es von Schweden nach Norwegen.)
  • Gautelis - Skoaddejávri 17 km
  • Skoaddejávri - Sitas 22 km (Nicht mit dem schwedischen Sitasjaure am anderen Ende des Sees verwechseln. Das liegt einen Tagesmarsch von Hukejaure entfernt.)
  • Sitas - Pauro 24 km
  • Pauro - Røysvatn 25 km (Der DNT gibt die Strecke sogar mit 28 km an.)
  • Røysvatn - Vaisaluokta 53 km (Diese Strecke bringt einen wieder zurück nach Schweden.)

Beendet oder startet man seine Wanderung hier, bringt ein Boot einen über den Akkajaure nach Ritsem.

Variante über Unna Allakas, Cunojávri und Cáihnavággi

Eine nette Alternative führt über Unna Allakas. Entweder über die Strecke Abisko, Abiskojaure und dann nach Unna Allakas (Abiskojaure - Unna Allakas 24 km) oder mit Start in Katterjåkk und von dort nach Unna Allakas (Katterjåkk - Unna Allakas 30 km).
Von Unna Allakas geht es dann über Cunojávri nach Cáihnavággi (Unna Allakas - Cunojávri 8km, Cunojávri - Caihnávaggi 16 km).
Das letzte Stück zum Anschluss an den Nordkalottleden hat es dann in sich: Der Cáihnavággi-Pass ist steinig und jeder flucht über den Anstieg durch die Blockfelder. Die Hüttenbücher spiegeln das sehr gut wider. Entweder geht man nach Gautelis oder gleich nach Skoaddejávri (Cáihnavággi - Gautelis 12 km, Cáihnavággi - Skoaddejávri 21 km).

Einstieg über Katterat

Noch weiter westlich gibt es weitere interessante Alternativen. Bei einem Start in Katterat wandert man zuerst nach Hunddal (Katterat - Hunddal 12 km). Von dort geht es entweder wieder nach Cunojávri (Hunddal - Cunojávri 22 km) oder aber man wandert über Losi nach Cáihnavággi. Letztere ist eine anspruchsvolle, aber wunderschöne Strecke (Hunddal - Losi 22 km, Losi - Cáihnavággi 17 km oder 19 km, je nach Strecke).

Infos über die Wege und Hütten westlich des Kungsleden findet man auf der Homepage des NOT.

Ausstieg von Gautelis/Hukejaure nach Ritsem

Es gibt die Möglichkeit, von Hukejaure über Sitasjaure direkt nach Ritsem zu wandern. Damit verkürzt man den Weg und kann die Wanderung eventuell als Hüttenwanderung laufen (Hukejaure - Sitasjaure 19 km, Sitasjaure - Ritsem 22 km über Straße).

Gränsleden

In Røysvatn schneidet der Nordkalottleden den Gränsleden/Grenseleden. Dies ist ein recht neuer Wanderweg, der von Sørfjorden in Norwegen nach Akkajaure in Schweden führt. Auch hier bieten sich interessante Alternativen, allerdings waren bisher beide Endpunkte auf einen Bootstransport angewiesen, der arrangiert werden muss. Von Ritsem aus ist mittlerweile ein Weg nördlich des Akkajaure markiert, mit zusätzlicher neuen Brücke kann man jetzt von hier den Gränsleden starten. Auch die Norweger planen eine Verlängerung der Strecke.

4. Abschnitt: Vaisaluokta/Ritsem - Sulitjelma bzw. Kvikkjokk

Hier die ersten (gemeinsamen) Etappen:

  • Vaisaluokta - Kutjaure 18 km
  • Kutjaure - Låddejåkkå 19 km
  • Låddejåkkå - Arasluokta 13 km
  • Arasluokta - Staloluokta 12 km
  • Staloluokta - Staddajåkkå 12 km

Für die Variante nach Sulitjelma:

  • Staddajåkkå - Sårjåsjaure 6 km
  • Sårjåsjaure - Sorjushytta 9 km (von Schweden nach Norwegen)
  • Sorjushytta - Ny-Sulitjelma 7 km
  • Ny-Sulitjelma - Sulitjelma 3 km

Für die Variante nach Kvikkjokk:

  • Staddajåkkå - Pieskehaure 29 km
  • Pieskehaure - Vaimok 18 km
  • Vaimok - Tarrekaise 22 km
  • Tarrekaise - Njunjes 6 km
  • Njunjes - Kvikkjokk 16 km (Die letzten Kilometer legt man allerdings mit dem Boot zurück.)

Abkürzung über den Padjelantaleden

Als Alternative kann man auch von Staloluokta dem Padjelantaleden folgen und 'direkt' nach Kvikkjokk gehen. Hier die dazugehörigen Etappen zwischen Staloluokta und Tarrekaise.

  • Staloluokta - Tuottar 18 km
  • Tuottar - Tarraluoppal 11 km
  • Tarraluoppal - Såmmarlappa 13 km
  • Såmmarlappa - Tarrekaise 13 km

Start über Änonjalme, Akka und Kisuris

Steigt man im Boot von Ritsem in Änonjalme statt Vaisaluokta aus, bietet sich ein Alternativweg bis Låddejåkkå an.

  • Änonjalme - Akka 2 km
  • Akka - Kisuris 14 km
  • Kisuris - Låddejåkkå 23 km

Übernachtung

Auf großen Teilen des Nordkalottleden gibt es Hütten im Abstand eines Tagesmarsches. Hier ist es möglich, den Nordkalottleden als Hüttentour zu gehen. Auf anderen Teilen sind die Abstände zwischen den Hütten zu groß (25 km - 55 km) und ein Zelt ist unbedingt notwendig. Schöne Zeltplätze in der Nähe eines Flusses oder Sees zu finden ist aber eigentlich nie ein Problem.

Die Hütten in Norwegen werden von lokalen Gruppen unterhalten, die aber alle dem DNT (Den Norske Turistforening) angehören: Alta och Omegn Turlag, Troms Turlag TT , Narvik og Omegn Turistforening NOT und Sulitjelma og Omegn Turistforening SOT. Die Hütten sind unbemannt und verschlossen, man muss sich vorher den DNT Universalschlüssel besorgen, um Zugang zu den Hütten zu haben. Bezahlt wird bevorzugt mit Einzug per Kreditkarte, man kann aber auch Bargeld in dem dafür gedachten Kasten in der Hütte lassen. Anscheinend nahmen es in den letzten Jahren die Leute mit dem Zahlen nicht so genau, vereinzelt fangen die Norweger an, einen Hüttenwart vor Ort zu haben, der unter anderem dafür sorgt, dass bezahlt wird.

Die Hütten in Schweden gehören zum großen Teil dem STF (Svenska Turistföreningen) , hier ist immer ein Hüttenwart vor Ort, der einen begrüßt, die Betten einteilt und natürlich auch kassiert. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte oder bar.

Auf dem Padjelantaleden gehören die meisten Hütten dem BLT (Badjelánnda Laponia Turism) http://www.padjelanta.com/, diese Hütten werden von den Mitgliedern der Samendörfer Tuorpon, Jåhkågasska und Sirges betrieben. Auch hier ist ein Hüttenwart vor Ort. Aufpassen, hier kann nur bar bezahlt werden.

Die finnischen Hütten haben einen offenen, frei zugänglichen Teil (Autiotupa) und einen verschlossenen, der reserviert werden muss (Varaustupa). Für letzteren muss dann auch bezahlt und der Schlüssel besorgt werden. Im Gegensatz zu den Hütten in Norwegen und Schweden gibt es aber keine Betten/Matrazen, man muss also selbst eine Matte dabeihaben.

Versorgung

Die Hütten unterwegs sind alle Selbstversorgerhütten. Lediglich an Start/Ziel der 4 Teilabschnitte gibt es Wanderheime/Fjällstationen/Hotels, die Verpflegung anbieten. Hier gibt es auch die Möglichkeit zum Proviantkauf. Unterwegs ist Einkaufen eigentlich nicht möglich, mit Ausnahme einiger weniger Hütten, die ein kleines Sortiment mit dem Notwendigsten haben. Zwischen Kilpisjärvi und Abisko evtl. in Innset, auf dem Kungsleden in Abiskojaure, Alesjaure und Sälka (Unna Allakas bei Wahl der Alternativroute) und auf dem Padjelantaleden in Staloluokta und mittlerweile wohl auch in den meisten der anderen Hütten des BLT (und Såmmarlappa bei Wahl der Alternativroute).

Wasser ist kein Problem. Das Wasser aus Bächen, Flüssen und Seen kann ohne Bedenken getrunken werden und gibt es reichlich. Nur bei kleinen Tümpeln ohne Zu-/Ablauf und ähnlichen stehenden Gewässern sollte man vorsichtig sein und einfach eine bessere Wasserquelle suchen.

Ausrüstung

Eine besondere Ausrüstung wird nicht gebraucht, man orientiere sich hier an der Basispackliste. Furten ist eigentlich auf jedem Abschnitt notwendig, deswegen unbedingt ein paar Watschuhe einpacken. Hier eignen sich leichte Schuhe wie Crocs, Teva & Co, die auch als (Hütten)schuhe für den Abend sehr angenehm sind.

Schwierigkeit

Im Allgemeinen ist der Nordkalottleden nicht schwer zu wandern und kann auch von Anfängern begangen werden. Man sollte aber vielleicht mit einem eher einfachen Abschnitt wie dem Padjelantaleden beginnen. Je nach Etappe erwarten einen ansonsten etliche Höhenmeter, steinige Pässe, wackelige Brücken oder knietiefe Furten.

Allerdings sollte man die Anforderungen nicht unterschätzen, insbesondere wenn man mit Zelt und Proviant für 10 oder mehr Tage unterwegs ist.

Anfahrt und Rückreise

Um überhaupt nach Lappland zu kommen, sind zwei Methoden gängig. Fliegen oder Zug fahren, manchmal auch die Kombi aus beidem, da es aus Deutschland keine Direktflüge gibt, sondern man sowieso in Stockholm bzw. Oslo umsteigen muss. Für beide Reisearten gibt es kostengünstige Angebote, dazu findet man im Forum etliche Threads. Wer ausreichend Zeit hat, kann auch mit dem Auto nach Lappland fahren, allerdings sollte man die Fahrt nicht unterschäzten und schon als Urlaub mit netten Übernachtungen sehen und planen.

In Lappland sind die meisten Anbindungen mit dem Bus. Die Start/Zielorte sind recht gut zu erreichen, nur außerhalb der Saison sind die Busverbindungen sehr eingeschränkt. Außerdem muss man in Ritsem darauf achten, dass das Boot über den Akkajaure noch fährt. Der Padjelantaleden macht vergleichsweise früh zu, evtl. muss/kann man einen alternativen Transport über den See organisieren.

Bustransport in Schweden

Bustransport in Norwegen

Bustransport in Finnland

Boot über den Akkajaure

Fauna und Flora

Fauna

Neben verschiedenen Vogelarten sieht man vor allen Dingen Rentiere, manchmal auch in größeren Herden. Die Rentiere werden von den Samen halbwild gehalten, sie weiden im Fjäll. Manchmal quert man auf seiner Wanderung einen Rentierzaun, Gatter unbedingt wieder schließen.

Elche, Bären und Vielfraße gibt es, die Wahrscheinlichkeit, eines dieser Tiere zu sehen, ist aber gering. Ein Lemming kann einem schon eher mal über den Weg laufen.

Und natürlich gibt es auch hier Mücken. Je höher man sich befindet bzw. je später in der Saison man wandert, desto weniger Mücken plagen einen aber.

Flora

Das Fjäll ist geprägt durch Moose und Flechten, Gräser und teilweise Zwergsträucher. In den (wenigen) Waldabschnitten findet man vor allen Dingen Krüppelbirken.

Im Herbst gibt es eßbare Pilze und viele leckere Beeren. Blaubeeren, Preiselbeeren und die nur im hohen Norden wachsenden Moltebeeren.

Karten und Literatur

Karten

Hier das wichtigste Kartenmaterial. Für die norwegischen Abschnitte kann das ergänzt werden durch die 1:50.000 Karten, für das Stück durch Finnland evtl. durch eine finnische Karte.

Kautokeino - Kilpisjärvi

  • Turkart 717: Nordreisa 1:100.000

Kilpisjärvi - Abisko

  • Turkart 2599: Bardu 1:100.000
  • Fjällkarta BD01: Treriksröset - Råstojaure 1:100.000
  • Früher konnte man statt diesen beiden Karten die Turkart Indre Troms nutzen, die es aber nicht mehr gibt.

Abisko - Vaisaluokta

  • Fjällkarta BD06: Abisko - Kebnekaise - Narvik 1:100.000
  • Fjällkarta BD07: Sitasjaure - Ritsem 1:100.000
  • Turkart 712: Radjebalges 1:100.000

Vaisaluokta - Sulitjelma/Kvikkjokk

  • Fjällkarta BD09: Padjelanta - Sulitelma 1:100.000
  • Fjällkarta BD10: Sareks Nationalpark 1:100.000

Literatur

Folgende zwei Bücher beschreiben den Nordkalottleden:

Nordskandinavien: Nordkalottleden, Kungsleden, Padjelanta. Der Wanderführer von Peter Bickel, Verlag Edition Elch

Lange der einzige Führer, der den Nordkalottleden komplett beschreibt. Gleichzeitiger Vor- und Nachteil des Buches ist die Tatsache, dass die Etappen in einer Mischung aus Sommer- und Wintertour beschrieben sind.

Homepage des Autors, Infos zum Buch: http://www.nordskandinavien.de/

Skandinavien: Nordkalottleden von Michael Hennemann, Conrad Stein Verlag, Der Weg ist das Ziel

Fokus des Buches sind die Abschnitte Kautokeino - Kilpisjärvi und Kilpisjärvi - Abisko.

Homepage des Autors, Infos zum Buch: http://www.michael-hennemann.de/wordpress/?page_id=697

Reiseberichte

Ganze Strecke

Kautokeino - Kilpisjärvi

Kilpisjärvi - Abisko

Kilpisjärvi - Vaisaluokta

Abisko - Vaisaluokta

Vaisaluokta - Sulitjelma/Kvikkjokk

Weitere Informationen

Noch ein paar Infos

Der Nordkalottleden wurde am 2. September 1993 am Grenzstein im Dreiländereck feierlich eröffnet. Das Dreiländereck heißt auf Schwedisch Treriksröset, auf Norwegisch Treriksrøysa und im Finnischen Kolmen Valtakunnan Rajapyykki. Der Grenzstein ist ein runder, gelb gestrichener Betonklotz, der ca. 10 m im See liegt. Es führt aber ein Holzsteg zum Grenzmal und drum herum. So kann man mit ein paar Schritten von Finnland nach Schweden nach Norwegen oder andersrum. Ein Gedenkstein am Seeufer erinnert an die Eröffnung, zu der damals das schwedische und norwegische Königspaar und der finnische Staatsminister anwesend waren. Treriksröset ist ein beliebtes Tagesausflugsziel von Kilpisjärvi, insbesondere durch die Möglichkeit, den größten Teil der Strecke mit dem Boot zurückzulegen.

Von den 800 km Nordkalottleden befinden sich nur 70 km in Finnland, 350 km in Schweden und 380 km in Norwegen.

Das Zeichen des Nordkalottleden hat die Form eines N, in den Farben rot, gelb und blau. Dies sind gleichzeitig die Farben der Nationalflaggen der drei Länder als auch typische samische Farben. Die Form des N soll an einen Wanderweg erinnern.

Auf Englisch wird der Nordkalottleden als Arctic Trail bezeichnet.

Weblinks

Informationsseiten

Reiseberichte