Matthiasweg

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Schnee in der Eifel

Der Matthiasweg ist ein Fernwanderweg in Deutschland und verläuft komplett durch die Eifel. Er hat seinen Anfang in Aachen und endet nach rund 230km in der Basilika in Trier am Grab des Apostels Matthias. Anders als der Jakobsweg wird er jedoch nicht als traditioneller Pilgerweg durch eine kirchliche Einrichtung gepflegt, sondern wird wie andere Fernwanderwege durch die Eifel vom Eifelverein als Höhenwanderweg Nr. 6 (HWW 6) verwaltet. Folge dieser säkularen Verwaltung ist, dass sich der Verlauf nicht an religiös bedeutsamen Kultstätten orientiert, sondern vielmehr Wert auf eine interessante Streckenführung gelegt wird.

Besonderheiten technischer Art

Dauer: Zeit 8-11 Tage
Länge: rund 230km
Kennzeichnung: Durchgängig durch ein schwarzes, gleichseitiges Dreieck gekennzeichnet, dessen Spitze in Richtung Trier zeigt und unter dem „Matthiasweg (6)“ steht. Die Wegweiser in Form von weißen Pfeilen unter dem Dreieck weisen jedoch meist beide Richtungen aus, so dass der Weg auch in Gegenrichtung gelaufen werden kann.
Anfahrt: Mit der Bahn bis Aachen
Nahrungsversorgung: Zwar durchläuft der Weg häufig Dörfer in der Eifel, viele sind jedoch so klein, dass sie über keine Einkaufsmöglichkeiten mehr verfügen. Man sollte, will man Zelten, für 2-3 Tage Proviant mitführen.
Trinkwasser: Wasserversorgung ist eher unproblematisch. Das Flusswasser sollte man jedoch lieber filtern oder bei Bauern nachfragen.
Karten:
  • Empfehlenswert sind die Karten des Eifelvereins im Maßstab 1:25.000 („WK25 Nr. 1, 3, 14, 15, 17, 26, 27, 28, 29“). Allerdings braucht man davon unnötig viele, da sie ungünstig geschnitten sind.
  • Alternativ gibt es die Wander- und Freizeitkarten von GeoMap im Maßstab 1:50.000, hier reichen drei Karten: „Nationalpark Eifel: Rureifel, Hohes Venn“, „Vulkaneifel, Schneifel“ und „Südeifel: Luxembourg, Trierer Land“

Verglichen mit den Karten des Eifelvereins sind letztere qualitativ deutlich bescheidener. Zusammen mit der guten Wegmarkierung des Weges jedoch ausreichend.

Notwendige Ausrüstung: Regenzeug
Klimainformationen: Typisch deutsches Mittelgebirgsklima
Sonstige wichtige Besonderheiten: keine
Kennzeichnung des Matthiasweges – sonst eigentlich eindeutig

Unterkünfte

Jugendherbergen

Campingplätze

  • Wild Campen ist in der Eifel nicht erlaubt. Berichten zu folge sind die „Eifel-Ranger“ zwar freundlich aber bestimmt.
  • Entlang des Weges gibt es viele Campingplätze, die auf den Karten des Eifelvereins und von GeoMap verzeichnet sind.

Pensionen/Gasthäuser/Gästezimmer

Auch wenn viele Eifeldörfer zwar keine Lebensmittelläden mehr haben, so gibt es in vielen kleine Gaststätten oder Einwohner bieten Gästezimmer an. Die Preise pro Übernachtung inkl. Frühstück liegen zwischen 22 und 30 EUR. Da nicht in jedem Dorf eine Übernachtungsmöglichkeit besteht und die Informationen der Karten unvollständig und zum Teil sogar falsch sind, empfiehlt es sich während des Tages nachzufragen, in welchen Dörfern man wo übernachten kann. Meist bekommt man sogar eine Empfehlung für ein bestimmtes Gasthaus, gelegentlich auch mit dem Hinweis auf lokale, kulinarische Besonderheiten.

Verkehrsverbindungen

  • Die Deutsche Bahn hat die Eifel nicht erschlossen und auch die Rurtalbahn hilft einem nicht weiter.
  • Zwischen Aachen und Dedenborn können die Busse der ASEAG genutzt werden.
  • Ab Hellenthal gibt es einige Linienbusse und das AST (Anruf-Sammel-Taxi), Informationen können über die Hompage der Deutschen Bahn abgerufen werden.
  • Ab Bleialf hilft die Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes Trier.
  • Von Aachener HBF zum Trierer HBF gibt es einen Bus durch die Eifel, der allerdings nur in Hollerath und Hellenthal den Matthiasweg kreuzt. Der Bus verkehrt in jede Richtung nur 1x pro Tag und nicht an allen Tagen.
Rotwildherde auf dem Matthiasweg

Streckenführung

Ausgehend von Aachen verläuft er häufig nahe den Grenzen zu Belgien und Luxemburg. Zunächst führt der Weg entlang des E8 und des Krönungsweges durch die Vennlandschaft bei Aachen bevor ca. bei Mullartshütte die Rureifel erreicht wird. Kurz danach trennt er sich auch vom Körnungsweg und des E8. Ab Hellenthal geht es weiter durch die Schnee-Eifel. Zwischen Ormont und Bleialf läuft die Streckenführung über den gesamten Höhenzug der Schneifel von Norden nach Süden. Hier erreicht der Weg beim „Schwarzen Mann“ mit 697m seinen höchsten Punkt. Nach der Schnee-Eifel geht weiter Richtung Südwesten nach Dasburg. Von Dasburg bis Gemünd folgt der Matthiasweg meist der Our, um dann über einen Bergrücken abzukürzen nach Bollendorf an der Sauer. Dem Flusslauf folgend jedoch immer wieder in Schlangenlinien in die Berge hinauf, geht es an skurrilen Felsformationen bis nach Wintersdorf. Dort verlässt der Weg die Sauer und führt erneut über einen Bergrücken auf direktem Wege nach Trier.

Wichtige GPS-Koordinaten der Tour

  • N 050° 46´ 28.2´´ E 006° 05´ 02.1´´ Aachen Dom (Anfang eigentlich: Aachen Soers)
  • N 050° 29´ 18.4´´ E 006° 25´ 59.4´´ Hellenthal
  • N 050° 15´ 24.7´´ E 006° 21´ 33.7´´ „Schwarzer Mann“
  • N 050° 02´ 54.8´´ E 006° 07´ 56.3´´ Dasburg
  • N 049° 48´ 47.0´´ E 006° 25´ 38.8´´ Echternacherbrück
  • N 049° 44´ 21.3´´ E 006° 37´ 52.1´´ Trier (Basilika)
Felsformationen nahe der Sauer

Weitere Informationen