Leitfaden für Anfänger

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Dieser Leitfaden für Anfänger richtet sich an alle, die sich gerne in der Natur bewegen (möchten). Wir wollen Tipps geben, wie man sich in der Natur verhalten sollte, welche Ausrüstung notwendig ist, wie man sich auf Touren vorbereitet, und was sonst noch zu beachten ist.
Der Artikel bietet nicht auf jede individuelle Frage eine Antwort und ist auch keine Checkliste, bei der man einen Punkt nach dem anderen abhakt. Statt dessen soll er die häufigsten Fallstricke aufzeigen, um auch unerfahrenen Outdoorern einen möglichst angenehmen Einstieg in ein anstrengendes, spektakuläres, manchmal auch frustrierendes, aber auf jeden Fall immer wunderschönes Hobby zu ermöglichen.

An dieser Stelle soll nur eine generelle Übersicht gegeben werden. Die spezifischen Anforderungen der verschiedenen Outdoorsportarten werden zusätzlich in den jeweiligen Einsteiger-Einträgen im Wiki genauer erläutert, da sie sich zum Teil stark voneinander unterscheiden.

Den eigenen Erfahrungsstand einschätzen

Zu Beginn gilt es zwei Dinge zu beachten: Sich nicht zu überschätzen und keinen übertriebenen Ehrgeiz zu entwickeln. Wenn ihr gerade erst mit dem Outdoorsport beginnt, solltet ihr dies nicht mit einer mehrtägigen, langen Tour in anspruchsvollem Gelände tun. Nur in wenigen Fällen stellt eine solche Überschätzung eine ernsthafte Gefahr dar, es macht jedoch auch in den wenigsten Fällen wirklich Spaß.

Es empfiehlt sich daher, mit kurzen oder mittellangen Unternehmungen in gemäßigten Gegenden zu beginnen. Wer eine halb- oder ganztägige Tour ohne Probleme meistert, kann sich danach Stück für Stück an größere Projekte herantasten: Von Wochenendtouren mit wenig Gepäck über vier- oder fünftägige Touren bis hin zu mehrwöchigen, autarken Unternehmungen.

Doch auch der Abbruch einer Tour oder eine Plan-Änderung ist keine Schande. Unabhängig vom Erfahrungsgrad mussten viele von uns schon einmal Touren abbrechen. Dies kann an falscher Planung, Krankheit, richtig schlechtem Wetter oder einer Vielzahl anderer Dingen liegen. Rechtzeitig einzusehen, dass es nicht so geht, wie ursprünglich geplant, ist daher kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortungsbewusstsein.

Herangehensweise

Nur in den wenigsten Fällen empfiehlt es sich, direkt mit einer mehrwöchigen Tour zu beginnen. Dies liegt an verschiedenen Dingen.

Bereits erwähnt wurde, dass es wichtig ist, dass man den eigenen Leistungsstand möglichst realistisch einschätzen können sollte, bevor man sich auf eine längere Tour begibt. Die Anforderungen bei einer langen Trekking-/Fahrrad-/Paddeltour sind meist höher als die, welche bei einem Tagesausflug an eine Person gestellt werden.

Zum Einen muss in der Regel bei längeren Touren mehr Gepäck transportiert werden. Je nach Art der Tour müssen nicht nur eine Regenjacke, eine Trinkflasche und ein paar Snacks mitgenommen werden, sondern zusätzlich ein Zelt, Schlafsachen, Verpflegung und eine Menge anderer Dinge. Egal ob man diese Dinge auf dem Rücken, dem Fahrrad, im Boot oder in der Pulka transportiert, ist der Transport von zusätzlichen Gegenständen mit einer höheren Anstrengung verbunden.

Alleine daraus ergibt sich, dass eine längere Tour deutlich mehr Vorbereitungszeit bedarf als eine Tagestour. Außer der Strecke müssen Überlegungen dazu angestellt werden wo man wie übernachtet, wie es um den Lebensmittelnachschub bestellt ist, wie man zum Startpunkt der Tour kommt, ob es Abkürzungen gibt, wenn sich die ursprünglich geplante Route als zu lang erweist, etc.

Auch ist der Abbruch einer längeren Tour in der Regel ärgerlicher als der Abbruch einer kurzen. Meist investiert man mehr Geld und Zeit und opfert obendrein noch Urlaubstage. Alleine aus diesem Grund sollte man die eigene Planung so realistisch wie möglich halten, was einem wiederum nur dann gelingt, wenn man die eigene Kondition und Leistungsbereitschaft gut einschätzen kann. Was für den einen eine kurze, erholsame Etappe ist, kann für einen anderen die Leistungsgrenze bedeuten.

Man ist gut damit beraten, die eigenen Leistungsgrenzen in einer Form auszutesten, die es einem erlaubt, zu jeder Zeit auszusteigen. Dies bedeutet zum Beispiel, die ersten Touren in besiedelten Gebieten oder zivilisationsnah durchzuführen, um von weniger anspruchsvollen Unternehmungen schrittweise auf höhere Schwierigkeitsgrade zu kommen.

Idealerweise ist man bei der ersten längeren Tour nicht alleine. Ein (erfahrenerer) Partner macht vieles leichter. Angefangen bei der gemeinsamen Planung (irgendetwas vergisst man fast immer, zu zweit aber weniger) bis hin zur Motivation während der Tour.

Ausrüstung

Je nachdem für welchen Outdoorsport ihr euch interessiert, fallen unterschiedliche Ansprüche an die minimal benötigte Ausrüstung an. Die spezifischen Hinweise für Paddel-, Wander- und Trekkingtouren findet ihr in den spezifischen Leitfäden für den jeweiligen Sport. Einige Empfehlungen lassen sich jedoch ganz allgemein geben.

Wenn ihr gerade erst anfangt und noch nicht wisst, ob euch der Outdoorsport gefällt, ist es ideal, wenn ihr euch, für die erste Tages- oder Wochentour mit Zelt, bei Freunden oder Bekannten alles Nötige ausleihen könnt. Wenn ihr danach immer noch begeistert seid, müsst ihr euch bei Sommertouren nicht gleich hohe Kosten aufbürden. Es gibt im Internet immer gute Sonderangebote, und auch bei www.outdoorseiten.net gibt es hilfreiche Tipps, wie man günstig an eine taugliche Ausrüstung heran kommt. Gleichzeitig bieten die großen Discounter regelmäßig Funktionsbekleidung und Outdoorausrüstung an. Diese reicht zwar nicht immer an die Qualität der Markenprodukte heran, ist aber für den Einsteig in der Regel vollkommen ausreichend. Auch spezialisierte Outdoorausrüster verfügen über ein großes Preisspektrum. Bei Schlafsäcken, Isomatten und Zelten sollte man darüber nachdenken, ob sich die Investition in höherwertige Ware nicht doch lohnt.

Bevor ihr mit eurer neuen Ausrüstung auf die erste größere Reise geht, empfiehlt es sich, selbige auszuprobieren. Dies kann sowohl auf einer Tagestour als auch im heimischen Garten oder Hinterhof, oder auf einem Campingplatz erfolgen, der Ausweichmöglichkeiten bietet, falls irgendein Teil der eigenen Ausrüstung auf ganzer Linie versagen sollte.

Welche Ausrüstung ist nötig?

Logischer Weise gilt: Je weniger Gepäck man dabei hat, desto weniger muss man transportieren, was immer angenehm ist. Auf der anderen Seite können bestimmte "Luxusgegenstände" ihr zusätzliches Gewicht durch den subjektiven Nutzen den der Träger durch sie hat ausgleichen. Das Gleichgewicht zu finden zwischen Gewicht und gewonnenem sonstigen Komfort ist eine sehr persönlicher Prozess, den jeder selbst durchlaufen muss. Jedoch sollte man nie auf Kosten der Sicherheit sparen. Unsere Basispacklisten geben einen guten Überblick über die Dinge die man mit auf Tour nehmen sollte. Wie bei allen Tipps gilt auch hier, das eine solche Aufstellung den gesunden Menschenverstand nicht ersetzen kann!

Natur und Gesetz

Hinterlasse keinen Müll in der Natur und zerstöre diese auch nicht. Es wollen sich noch andere Leute daran erfreuen. Bei Trockenheit und/oder Waldbrandgefahr kein Feuer machen. Meist ist offenes Feuer komplett verboten.

In vielen Ländern ist Wildzelten verboten. Man sollte sich genau informieren, sonst drohen möglicherweise hohe Strafen.

Notfall

Man sollte sich vorher über mögliche Unfallszenarien Gedanken machen. Eine Schnittwunde oder ein Bruch sind schnell passiert. Daher sollte ein Handy mit vollem Akku sowie Notrufnummern des jeweiligen Landes immer dabei sein. Ein Erste Hilfe Kurs für Trekking ist nützlich. Für die meisten sollte jedoch der Erste Hilfe Lehrgang für den Führerschein ausreichen. Diesen ab und zu zu wiederholen kann auch für den Alltag wichtig sein.

Wichtig: Medikamente dürfen anderen Personen nur von ausgebildeten Medizinern verordnet werden.

Ein kleines Erste Hilfe Set gehört immer zur Grundausstattung. Tipp: Ein alter Kfz-Kasten bietet eine gute Grundausstattung.

In allen Staaten der EU gibt es die einheitliche und kostenlose Notrufnummer 112, die entweder die Leitstelle der Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr alarmiert, die dann je nach Art des Notfalls die zuständigen Organisationen informiert.

Tipps für verschiedene Outdoor-Aktivitäten

Nützliches

Die Seiten Tipps und Tricks für Outdoorer sowie die Liste kleiner Dämlichkeiten basieren auf Erfahrungen vieler Outdoorer und können sehr nützlich sein. Wer soweit ist, seine erst Tour zu wagen, bekommt hier mehr Informationen: Tourenplanung

Links ins Forum von outdoorseiten.net

  • Im Forum wird euch zu spezifischen Fragen sehr gern geholfen.

Viel Spaß in der Natur.