Laugavegur

Aus Outdoor Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

ALLGEMEINE TOURENBESCHREIBUNG

Der Laugavegur ist ein circa 80 Kilometer langer Wanderweg in Island.

1. Etappe Skogar - Fimmvörðuháls (12 km)

Die erste Etappe ist mit eine der anstrengensten. Es müssen 1000 Höhenmeter auf 12 Kilomter Länge überwunden werden. Der Weg startet rechts vom Skogarfoss. Über mehrere Treppen geht es die ersten Höhenmeter hinauf. Im weiteren Verlauf schlängelt dich der Pfad immer neben dem Fluss bergauf und bietet grandiose Blicke in tiefe Canyons. Die Vegetation wird immer karger. Das Gras wird zurückgedrängt. Bald beherschen nur noch Steine und Schnee das Landschaftsbild. Einen Kilometer vor der bewirtschafteten Hütte auf dem Fimmvörðuháls steht die recht runtergekommene Hütte Baldvínskáli. Für die Wasserversorgung auf dem Fimmvörðuháls stehen nur Altschneefelder zur Verfügung.


Fimmvörðuháls - Hütte auf dem Gipfelgrat.

2. Etappe Fimmvörðuháls - Þórsmörk (12 km)

Von Fimmvörðuháls geht es zwischen den beiden Gletschern Eyjafjallajökull und Myrdalsjökull vorbei an einem Gletschersee über schwarze Lava und Alteschneefelder. Bald schon kommt das grüne Tal der Þórsmörk in Sicht . Teilweise ist der Abstieg sehr steil und mehr schlecht als Recht durch Ketten und Kabel gesichert. Die Vegetation nimmt wieder zu. Im Tal geht der Weg durch uralte Birkenwäldchen. Vorbei an der Hütte Basar geht es weiter im Tal der Krossa. Ein Furten dieser ist unmöglich und sollte keinesfalls versucht werden. In der Nähe der Hütte Langidalur läst sie sich aber gefahrlos mithilfe einer Fußgängerbrücke queren.

Abstieg in das Tal der Krossa.

3. Etappe Þórsmörk - Botnar (17 km)

Kurz hinter muss die gefurtet werden. Dabei sollte man sich nicht die schmalste Stelle wählen, da diese auch die tiefste ist. Achtung - Das Wasser hat nur wenige Grad über 0. Das Wasser hat ordentlich Kraft, ist trübe und der Grund sehr verblockt. Stöcke sind Pflicht!

Furt der Þrönga.

4. Etappe Botnar - Álftavatn (16 km)

Die größte Steigung der Etappe gilt es gleich hinter der Hütte Botnar zu bewältigen. Danach ist der Großteil der Etappe flach, bis auf das letzte Stück. Es geht die meiste Zeit durch eine Wüste aus schwarzem Lavasand. Ungefähr auf der Hälfte der Etappe quert man eine Fluß mit einer Brücke. Gegen Ende folgen noch 2 Furten, wovon die erste zwar nicht sehr tief aber dafür lang ist.

Am See Álftavatn.

5. Etappe Álftavatn - Hrafntinnusker (11 km)

Von Álftavatn geht es erst leicht, dann steil einen Schutthang mehrere hundert Höhenmeter bergan. Oben angekommen sieht man die heißen Quellen überall dampfen, es riecht nach Schwefel. Das letzte Stück nach Hrafntinnusker müssen immer wieder kurze An- und Abstiege bewältigt werden. Die Altschneefelder sollten nur vorsichtig gequert werden, da diese meist von unten höhlenartig abgeschmolzen sind sodas die Gefahr des Durchbrechens besteht.

Wenn die Zeit es zulässt sollte man sich abends von Hrafntinnusker aus noch die Eishöhle ansehen. Auch wenn diese nicht so spektakulär ist, die Vielzahl an heißen Quellen ist es auf jeden Fall.

6. Etappe Hrafntinnusker - Landmannalaugar (11 km)

Die Route führt durch schwarze Obsidianfelder ohne große Höhenunterschiede Richtung Landmannalaugar. Unterwegs kommt man wieder an verschiedenen heißen Quellen vorbei. Nach gewisser Zeit wird es etwas hügeliger, das Gestein wechselt in die Färbung welche für die Hänge in Landmannalaugar typisch ist. Kurz vor Landmannalaugar geht es steil bergab. das letzte Stück des Weges schlängelt sich durch den erstarrten Lavastrom.

Besonderheiten technischer Art

  • Schwierigkeitsgrad der Tour und Länge:

mittelschwere Tour, ca. 80 Kilometer, Je nach Etappenwahl sind einige Höhenmeter Aufstieg zu bewältigen. Der Aufstieg von Skogar ist konditionell sehr fordernd. Mehrere eiskalte Furten wollen gemeistert werden. Oft führen die Flüsse nachmittags mehr Wasser als am Morgen. Dies sollte bei der Tourplanung eventuell beachtet werden. Der Weg ist durchgängig mit Holzpfählen markiert, allerdings sind diese bei schlechtem Wetter nicht immer sichtbar.

  • Anfahrt:

Als Startpunkt kann entweder Skogar oder Landmannalaugar wählen. Manch einer läuft auch nur die Strecke Þórsmörk - Landmannalaugar. Alle 3 Orte werden mit Hochlandbussen von Reykjavik aus angefahren. Bezahlt werden kann auch unterwegs direkt im Bus mit Kreditkarte. Die Strecke wird in südlicher Richtung stärker begangen als in nördlicher, weswegen es sich anbietet als Endpunkt Landmannalaugar zu wählen. Außerdem kann man sich dann schön im "Hot Pot" erholen.

  • Nahrungsversorgung:

Das komlette Essen muss mitgeführt werden. Unterwegs gibt es nur in Þórsmörk und Landmannalaugar die Möglichkeit Gas und ein paar Kleinigkeiten zum Essen nachzukaufen. Durch die Buslinien bietet sich die Möglichkeit Essenspakete auf die angefahrenen Hütten zu verschicken.

  • Karten:

Fjallabak Hekla - Laki 1:100000; Serkort; [9979-3-1819-8]

  • Notwendige Ausrüstung:

Kocher (vorteilhaft ist Gas, teilweise besteht die Möglichkeit zum Nachkauf), regenfeste Kleidung, sturmstabiles Zelt, Furtschuhe, Trekkingstöcke für die Furten, Sonnencreme, Karte, Kompass, GPS Gerät

  • Klimainformationen:

Auch im Hochsommer muss man mit Temperaturstürzen und Schnee rechnen. Man kann durchaus 4 Jahreszeiten an einem Tag erleben.

  • Sonstige wichtige Besonderheiten:

Auch wenn der Laugavegur als Einsteigertrek gilt, muss man sich einige Sachen vor Augen halten.

Es gibt immer mal wieder Todesfälle auf dem Trek. 2004 ist ein Israeli im Hochsommer nur ein paar hundert Meter vor der Hütte in einem Schneesturm ums Leben gekommen. In der Eishöhle bei Hrafntinnusker wurde vor ein paar Jahren ein Mann von herabfallenden Eisbrocken getötet. Regelmäßig müssen Rettungsmanschaften ausrücken um Verlaufene zu suchen. Der Nebel kann zur völligen Orientierungslosigkeit führen. Wenn vorhanden sollte ein GPS Gerät mitgeführt werden.

Wichtige GPS-Koordinaten der Tour

Linkliste


Reiseberichte im Forum

Bilder zu dieser Tour

Tourenbilder

Diskussion

Diskussion