Karnischer Höhenweg

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Der Karnische Höhenweg (Weg-Nr.403/03) führt über dem Hauptkamm der Karnischen Alpen. Er verläuft weiten Teils auf der Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien. Er ist außerdem Teil des uropäischen Fernwanderwegnetzes (E10) und der Via Alpina (roter Weg).

Der Karnische Höhenweg stellt für schwindelfreie und trittsichere Wanderer kein Problem da. Es gibt nur einige wenige seilversicherte Passagen mit kleinen Kletterstellen. Die Etappenlängen sind zwischen 6km und 21km lang. Man sollte ausreichend Kondition für Wanderungen bis zu 9 Stunden haben. Bei Gewitter sollte man sich schnell in Sicherheit bringen und nicht zögern, die Absteigswege vom Kamm zu wählen. Ansonsten ist man erhöhter Blitzschlaggefahr durch die exponierte Lage ausgesetzt! Die Wanderung sollte von West nach Ost unternommen werden, denn bei Sonnenschein läuft man sonst am Nachmittag gegen die Sonne. Außerdem sollte bei der Tour genügend Wasser mitgenommen werden, da es wenige Wasserstellen gibt.

Etappen:

Sillian -> Sillianer Hütte.

Der Aufstieg zur Sillianer Hütte beginnt in Sillian an der Brücke über die Drau. Man folgt der Forststraße bis zum Geschwendter Kreuz und wandert nun durch den Bergwald bis zu Leckfeldhütte. Von dort geht es über eine alte Versorgungsstraße des Weissen Krieges hinauf zum Leckfeldsattel. Ab hier sind es nur noch wenige Höhenmeter bis zur Sillianer Hütte (2447m). Die Etappenlänge beträgt ca. 7km und hat eine Gehzeit von ca. 4 Stunden.


Sillianer Hütte -> Obstanzer-See-Hütte

Der Weg führt hinauf entlang des Hauptkammes zur Hollbrucker Spitze. Man passiert sie unterhalb und steigt nun zum Hochgrätenjoch hinab. Dort ist ein kleiner Soldatenfriedhof des Ersten Weltkrieges. Außerdem sieht man dort noch Zeugnisse der Stellungen und alte Hütten (alte Hölzer der Hütten). Es geht nun steil den Hang des Demut hinauf. Man bewegt sich dann auf dem Grat weiter zur Schöntalhöhe und zum Gipfel des Eisenreich. Danach geht es wieder abwärts auf dem Grat, bis man die Obstanzer-See-Hütte im Talkessel sieht. Man steigt nun in einem steilen Hang hinunter zur Hütte, die schön gelegen am Obstantersee liegt. Die Etappenlänge beträgt ca. 9km und hat eine Gehzeit von ca. 4 Stunden.


Obstanzer-See-Hütte -> Neue Porzehütte

Der Weg führt hinter der Hütte hinauf zum Roßkopftörl. Nach kurzer Zeit kommt die Abzweigung zur Pfannenspitze. Man steigt durch ein Tal hinauf zum Obstanzer Sattel und weiter über den Grat hinauf zur Pfannenspitze. Es folgt nun eine lange Stecke über den Grat bis zum Kleinen und Großen Kinigat. Diese passiert man südlich bis zum Hintersattel. Von dort sind es nur noch wenige hundert Meter bis zur Fillmoor Standschützen-Hütte. Von hieraus geht es hinunter bis zum Oberen Stuckensee. Man steigt nun wieder hinauf zum Heretriegel. Hat man diesen erreicht, geht es in einem Bogen zu einer Scharte bei einem E-Mast weiter. Es folgt ein kleines, mit Seil versichertes steiles Abstiegsstück. Hat man diese und die folgenden Serpentien hinter sich gebracht, muss man nur noch einen weiten Bogen unterhalb der Porze entlang laufen und gelangt zur Porzehütte. Die Etappenlänge beträgt ca. 9km und hat eine Gehzeit von ca. 6 Stunden.


Neue Porzehütte -> Hochweißsteinhaus

Der Aufstieg beginnt genau hinter der Hütte hinauf zum Tilliacher Joch. Man steigt erst durch eine Almwiese auf und kommt dann auf die alte Militär- und Nachschubstraße die bis zum Joch führt. Es geht nun hinauf zum Bärenbadegg. Man folgt nun wieder den Grad und überschreitet Stollen, Reiterkarspitze, kommt zum Winkler Joch und erreicht später die Hochspitzsenke. Ab hier geht es ein Stück mit Seil versichert den Hang hinauf zur Hochspitze. Der Weg führt ca. 150 Höhenmeter unterhalb des Gipfels vorbei weiter in Richtung Luggauer Törl. Es geht nun nördlich unterhalb der Tokarspitze im deren Geröllfeld hinab bis zum Luggauer Törl. Nun sieht man das Hochweißsteinhaus, dass man in einem weiteren weiten Bogen erreicht. Die Etappenlänge beträgt ca. 16km und man hat eine Gehzeit von ca. 8 Stunden.


Hochweißsteinhaus -> Wolayer-See-Hütte

Ab der Hütte steigt man ca 100 Höhenmeter zum Öfner Joch hinauf. Von dort an geht es hinab ins Val di Rio Fleons. Man läuft hier durch einen schönen Bergwald weiter zur Alm "Cra Fleons di Sotto". Es geht hinauf in Richtung des Giramondopass durch Almwiesen und kleinen Abschnitten Bergwaldes. Man erreicht einen kleinen See und geht nun weiter südlich durch das Geröllfeld des Kreuzen. Nach erreichen des Giramondopass geht es hinab zur Oberen Wolayer Alm. Auf der Forststraße geht es nun die letzten beiden Kilometer hinauf zur Wolayer See Hütte. Die Etappenlänge beträgt ca. 13km und man hat eine Gehzeit von ca. 6 Stunden.


Wolayer-See-Hütte -> Valentin-Alm

Am See entlag führt der Weg durch Blockwerk hinauf zum Valentin Törl. Hat man diese erreicht, geht es hinab ins Valentin-Tal. Es geht vorbei an der Wand der Kunzköpfe und Kellerwand hinunter durch die Geröllhalden des Abbruchgesteins. Oberhalb liegt nicht sichtbar das südlichste Eisfeld von Österreich. Man erreicht eine Hochalm, die man in Richtung Oberer Valentin-Alm passiert. Danach geht es über die Forststraße hinab zu Valentin-Alm. Hier gibt es die Möglichkeit, die Tour zu beenden und sich mit dem Taxi hinunter nach Kötschach-Maunten und zurück nach Sillian bringen zu lassen (Kosten ca. 100 Euro). Die Etappenlänge beträgt ca. 6km und hat eine Gehzeit von ca. 2,5 Stunden.


Valentin-Alm -> Zollnersee-Hütte

Von der Alm lässt man sich am besten bis zum Plöckenhaus fahren, danach kann man nun über die Forststraße bis hinter den Grünsee laufen. Danach zweigt der 403 ab hinauf durch den Bergwald bis zur Oberen Spielbodenalm. Es geht nun über eine Almwiese weiter bis unterhalb Köderhöhe. Dort steigt man durch Krüpelkeifer hinauf bis zum Sattel der Köderhöhe. Man steigt nun in einem großen Linksbogen ins Kronhofer Tal hinab, bis man auf die Forststraße zur Oberen Bischofsalm stößt. Ab hier geht es dann wieder bergauf in Richtung Zollnersee-Hütte (ehm. Dr.-Steinwender-Hütte). Am Schlussanstieg geht es nochmal durch einen Graben den Hang hinauf, bis man die Ebene der Hütte erreicht. Die Etappenlänge beträgt ca. 12,5km und hat eine Gehzeit von ca. 6,5 Stunden.


Zollnersee-Hütte -> Nassfeldpass

Von der Hütte geht der Weg leich bergan zum See und quert nun den Hang nördlich des Findenigköfel. Es geht dann hinunter zur Strainger Alm. Man folgt nun der Forststrasse zur Kleinen Kodin-Alm. Der Weg zweigt wieder von der Forststraße ab und man gelangt auf den Weg zum Rattendorfer Sattel. Es geht vorbei an alten Schützengräben weiter zum Trogkofel und an ihm südlich entlang bis zur Treßdorfer Höhe. Nun hat man nur noch einen Absteig hinab durch die Skipisten bis zum Naßfeldpass vor sich. Die Etappenlänge beträgt ca. 21km und hat eine Gehzeit von ca. 7 Stunden.


Wanderkarten & Führer

  • Kompaß Wander-, Rad- und Skitourenkarte Nr. 47. Lienzer Dolomiten, Lesachtal 1:50.000. ISBN: 3-85491-053-3.
  • Kompaß Wander-, Rad- und Skitourenkarte Nr. 60. Gailtaler Alpen, Karnische Alpen, Oberdrautal 1:50.000. ISBN: 3-85491-067-3.
  • Kompaß Wander-, Rad- und Skitourenkarte Nr. 64. Villacher Alpe, Unterdrautal 1:50.000. ISBN: 3-85491-071-1.
  • Kompaß Wanderführer 982 Gailtal-Lesachtal - KHW. Wanderungen im Gailtal-Lesachtal. ISBN: 3-85491-500-4.

Weblinks

Private Seite über Mehrtagestouren in den Alpen (E5, Karnischer Höhenweg, Stubaier Höhenweg)