Harzer-Hexen-Stieg

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Auf dem Weg zum Brocken folgt der Hexen-Stieg dem Goetheweg neben der Brockenbahn
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Der 95 km lange Harzer-Hexen-Stieg durchquert den Harz in fünf Tagesetappen von West nach Ost. Der Harz ist das höchste norddeutsche Mittelgebirge. Ausgangspunkt der Wanderung auf dem Harzer-Hexen-Stieg ist das niedersächsische Osterode am Westharz. Der Weg führt über den höchsten Berg des Harzes, den 1141 m hohen Brocken. Der Brocken liegt im Nationalpark Harz, der immerhin ca. 10% der gesamten Harzfläche umfasst. Nach dem Brockenan- und Brockenabstieg folgt der Harzer-Hexen-Stieg dem Tal der Bode bis zum Ort Thale, dem Wanderungsziel am anhaltinischen Ostrand des Harzes.

Der 110 km lange und 30 bis 40 km breite Harz nimmt eine Sonderstellung unter den Mittelgebirgen Norddeutschlands ein. Harzberge wie Brocken (1141m), Heinrichshöhe (1.044 m), Königsberg (1.023 m), Acker-Bruchberg-Höhenzug (927 m), Achtermannshöhe (925 m) oder auch der Wurmberg (971 m) überragen die sonstigen norddeutschen Mittelgebirge beträchtlich. Als Konsequenz ist der Harz regen- und scheereicher. Der Brocken selbst zeichnet sich durch extreme Witterungsbedingungen aus (ca. 300 Tage/Jahr Nebel, 100 Tage/Jahr eisbedeckt, 176 Tage/Jahr schneebedeckt). Und im Gegensatz zu sonstigen Mittelgebirgen ist im Harz und im Harzvorland nahezu jeder Ort touristisch geprägt. So führt z.B. auf den mit Museum, Hotel und Restaurants bestandenen Brockengipfel eine Schmalspurbahn, die je Jahr mehr als 650.000 Touristen auf den Berggipfel bringt. Und vom Ort Schierke aus führt eine asphaltierte Straße auf den Brockengipfel, die wegen ihrer Lage im Nationalpark von Pkws zwar nur mit Sondergenehmigung befahren werden darf, über die aber Fußgänger, Mountainbiker und auch Touristen-Pferdefuhrwerke den Brockengipfel erreichen. Insgesamt wird die Anzahl der Gipfelbesucher auf jährlich ca. 1,5 Mio. Menschen geschätzt. Harzwanderer kann solch überbordender Tourismus nicht abschrecken, weil der Harz schon wenige hundert Meter von touristischen Brennpunkten entfernt mit Ruhe und einzigartiger Landschaft, Flora und Fauna belohnt.

Auf dem Harzer-Hexen-Stieg sind in fünf Tagesetappen insgesamt ca. + 2818 / - 2871 Höhenmeter (Anstieg/Gefälle) zurückzulegen. Der max. Anstieg in einer Etappe beträgt aber nur ca. 681 Höhenmeter (Buntenbock bis Torfhaus). Hier wird deutlich, dass der Harzer-Hexen-Stieg hinsichtlich der Anstiegs-Anforderungen an Wanderer hinter sonstigen norddeutschen Fernwanderwegen wie dem Weserberglandweg (max. 857 Hm/Tag), dem Wittekindsweg (max. 750 Hm/Tag) oder dem Wesergebirgsweg (max. 733 Hm/Tag) zurückfällt und in Norddeutschland lediglich mit größeren Herausforderungen als z.B. der Bückeberg-Weg (max. 649 Hm/Tag) oder eine Deisterwanderung auf E1 (max. 456 Hm/Tag) aufwarten kann.


Streckenverlauf

  • Etappe 1: Osterode bis Buntenbock, 10,1 km, + 533 / - 145 Höhenmeter
  • Etappe 2: Buntenbock bis Torfhaus, 22,9 km, + 681 / - 500 Höhenmeter
  • Etappe 3: Torfhaus bis Königshütte, 24,9 km, + 476 / - 843 Höhenmeter
  • Etappe 4: Königshütte über Rübeland bis Altenbrak, 22,9 km, + 662 / - 784 Höhenmeter
  • Etappe 5: Altenbrak bis Thale, 12,9 km, + 466 / - 598 Höhenmeter

Brockenumgehung und Südroute

Da der Brockengipfel früher bei extremen Witterungsverhältnisse zeitweise nur sehr erschwert erreicht werden konnte, wurde der Harzer-Hexen-Stieg um eine südliche Brockenumgehung an St. Andreasberg vorbei über die Orte Braunlage und Elend bis Königshütte ergänzt, die den Gesamtweg bis Thale dann um ca. 12 km verlängert.

Seit dem Ausbau des "Neuen Goetheweges" im Jahr 2009 allerdings ist der Brocken von Torfhaus bei praktisch jedem Wetter erreichbar. Von Drei Annen-Hohne zum Brocken ist in schneereichen Winterm der einzige möglicherweise problematische Abschnitt der "Glashüttenweg" zwischen der Kreuzung "Spinne" und Brockenbett. Sinnvoll dürfte dann eine Umgehung von der "Spinne" über Bahnhof Schierke-Bahnparallelweg-Alte Bobbahn bis zur Brockenstraße sein. Diese Wege sind stark frequentiert und meistens gut ausgetrampelt. Die Wege der offiziellen Brockenumgehung sind weit weniger frequentiert.

Und direkt hinter Königshütte verzweigt sich der Hexen-Stieg in eine Nordroute Rübeland - Wendefurth - Altenbrak (geologisch/bergbaulich interesant) und eine alternative Südroute Hasselfelde - Köhlerhütten - Altenbrak (die Einblicke ins Köhlerhandwerk ermöglicht). Nord- und Südroute unterscheiden sich hinsichtlich Anstieg/Gefälle und Länge nur unwesentlich und werden zum Ende der Tagesetappe noch vor Altenbrak wieder zusammengeführt.

Markierung

Der Harzer-Hexen-Stieg ist einschließlich seiner Zubringer und Verzweigungen mit einem stilisierten grünen Hexensymbol gekennzeichnet.

Versorgung

Im Harz existieren zwar ca. 80 Trinkwasserquellen, Oberflächenwasser hat ansonsten aber keine Trinkwasserqualität und bedarf der Aufbereitung. Wenn der Hexen-Stieg als Mehrtageswanderung gegangen wird, lassen sich Wasservorräte in den auf und am Weg liegenden Ortschaften problemlos ergänzen. Ob Nahrungsmittel in Orten wie Buntenbock, Altenau oder Schierke verläßlich nachgekauft werden können, sollte unmittelbar vor Reisebeginn geprüft werden.

Anreise

Mit der Eisenbahn bis "Thale Hbf" oder "Osterode am Harz Mitte".

Die Fahrpläne der Busse im Harz sind überwiegend auf Schüler- und Berufsverkehr ausgerichtet. Folgende Linien verkehren aber täglich: Elbingerode-Rübeland-Blankenburg, Hasselfelde-Königshütte-Elbingerode-Wernigerode, Wernigerode-Drei Annen-Hohne-Schierke Braunlage, Braunlage-Torfhaus-Bad Harzburg, Torfhaus--Riefensbeek-Osterode, Altenau-Goslar, Clausthal-Zellerfeld-Goslar. In Hasselfelde, Drei Annen-Hohne und auf dem Brocken hat der Hexenstieg Anschluss an die Harzer Schmalspurbahnen. Alle Bus- und Bahnlinien sind im Auskunftssystem der Deutschen Bahn enthalten.

Karten und Literatur

Wandern im Harz, Kartenset mit Begleitheft. Diese offizielle Wanderkarte des Harzklub e.V. basiert auf den amtlichen topographischen Karten der Landesvermessungsämter Niedersachsen (Westharz) und Sachsen-Anhalt (Ostharz). Für GPS-Anwender wurde ein UTM-Gitter eingedruckt. Ein Suchgitter erleichtert das Auffinden von Informationen aus dem Begleitheft. Das Kartenset besteht aus:

  1. Wandern im Westharz, Karte I des Wanderkarten-Sets, Maßstab 1:50 000, Landesvermessungsamt Niedersachsen (bis Ilsenburg, Schierke, Ellrich)
  2. Wandern im Ostharz, Karte II des Wanderkarten-Sets, Maßstab 1:50 000, Landesvermessungsamt Sachsen-Anhalt (ab Bad Harzburg, Bad Sachsa)
  3. Wandern im Harz, Begleitheft zum Wanderkarten-Set, 91 Seiten, Tips & Infos zur Region, Landesvermessungsamt Niedersachsen

Route, Höhenprofil und Track

Weitere Informationen

Reiseberichte und Tourenbilder