Hüftgurte

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Allgemein

Hüftgurte stellen ein wichtiges Glied in der Sicherungskette zwischen Kletterer/Bergsteiger und Seil dar. Deshalb kommt diesem Ausrüstungsgegenstand besondere Bedeutung zu.

Ausführungen

Einige Modelle gibt es als Herren- und Damen-Modell, um der Körperform gerecht zu werden. Es gibt verschiedene Ausführungen, je nach Anforderungen und Tätigkeit.

  • Gurtmaterial gepolstert/ungepolstert: v.a. wichtig bei längeren Sitz/Hängephasen bei Mehrseillängen oder beim "Ausbouldern" von schwierigen Stellen.
  • Materialschlaufen fest oder flexibel: je nach Vorliebe
  • Automatisch sichernde Schnallen oder manuelle (zum Zurückfädeln): moderner sind die Automatik-Schnallen
  • Gewicht
  • Für Sonderanwendungen wie z.B. Canyoning sind besondere Konstruktionen nötig, um dem Wasser und der mechanischen Belastung zu widerstehen.

Für Mehrseil- und alpines Klettern wird der Hüftgurt meist mit einem Brustgurt kombiniert.

Materialschlaufen

Wenn man nur in der Halle oder in Plaisirmäßig erschlossenen Sportkletterrouten unterwegs ist mögen zwei Materialschlaufen vorne ausreichen. Möchte man aber Touren machen in den man viel Material benötigt sind 4 Materialschlaufen zwingend.

Es gibt feste und flexible Materialschlaufen. Feste Materialschlaufen stehen immer etwas ab und erleichtern die Handhabung des Klettermaterials. Allerdings sind diese Gurte etwas unbequem beim tragen eins Rucksacks.

Gurte mit festen Schlaufen vorne und flexiblen hinten sind hier ein guter Kompromiss.

Viele Klettergurte haben hinten noch eine zusätzliche, etwas festere Schlaufe. An dieser kann man ein zweites Seil nachsich ziehen oder den Magnesiabeutel dranhängen.

Die Haltekräfte von Materialschlaufen sind sehr gering, sie dürfen nur für Material genutz werden. Nie in die Sicherungskette mit einbinden!

Beinschlaufen

Es gibts feste und verstellbare Beinschlaufen. Gurte mit verstellbaren Schlaufen breiter nutzbar. Im Winter ist man dicker angezogen als im Sommer, die Beinschlaufen können an die jeweiligen Bedingungen angepasst werden. Allerdings sind diese schwerer und müssen jedesmal neu angepasst werden.


Hinweise und Tips

Regelmässig das Bandmaterial, Nähte und Schnallen auf mechanische Beschädigungen überprüfen. Besonders nach Stürzen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Partnercheck bzw. Partnerkontrolle um Fehler beim Anlegen zu verhindern.


Links

Knoten

Mammut Klettergurtfibel (pdf)