Fouta-Djalon Gebirgswanderung

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Felsformationen bei Madina Kouta

Die Tour ist durchweg außergewöhnlich zu nennen. Zum einen gibt es in diesem Teil Afrikas keine "bekannten" Wanderwege, noch gibt es verlässliche Karten. Trotzdem sollte man bei genügender Kondition diese Tour wagen. Der Ansprechpartner für die Tour (und für eine afrikanische Unterkunft) ist der Direktor der Schule bei Donghol Tinsira, der in Mali-Ville ein inoffizielles "Touristenbüro" und einen Schreibwarenladen betreibt. Es ist zu empfehlen, erst mit ihm in das Dorf Donghol Tinsira zu gehen, um da eine Nacht zu übernachten und am nächsten Tag in aller Frühe die Tour mit einem afrikanischen Guide (unbedingt nötig) anzutreten.

Der Pfad aus dem Gebirge ins Flachland ist sehr steil und schwierig, jedoch ist die Landschaft atemberaubend. Man kommt ab und zu durch winzige Dörfchen mit einem Brunnen, wo man sich neues Wasser filtern kann. Je tiefer man aus dem Gebirge steigt, desto wärmer wird es, bis man auf der Ebene dann gewöhnlich etwa 40°C hat. Man sollte unbedingt versuchen, das Tagesetappenziel, das Dorf Madina Kouta, um 12 Uhr zu erreichen, da sonst das Wandern zur Qual werden könnte. Madina Kouta liegt 25 km von Donghol Tinsira entfernt. Wenn man sehr fit ist braucht man dafür 6 Stunden, da der Weg sehr schwer ist. Der Dorfchef bringt einen dann für die Nacht unter. Die Umgebung von Madina Kouta ist sehr reizvoll: Etwa 2 km entfernt gibt es ein lauschiges Plätzchen mit einer unterirdischen Moschee, eigentlich eher einer riesigen Höhle und sehr interessante Felsformationen an einem Bach.

Am nächsten Tag geht es dann die letzten ca. 25 km nach Dindefello in den Senegal. Hier gibt es nicht mehr so gewaltige Höhenunterschiede, jedoch ist die Hitze ein wahres Problem. 10 km vor Dindefello ist dann der unproblematische Grenzübergang, da der Senegal für Deutsche kein Visum verlangt und die Grenzposten froh sind, wenn sie überhaupt jemanden sehen. In Dindefello gibt es dann ein kleine Touristencamp, wo man sich ausruhen kann.

Sollte auf dieser schweren Tour das Gepäck wegen der Hitze zu schwer werden finden sich in den Dörfern für wenig Geld auch Träger, die gerne helfen. Französisch hilft da oft nicht mehr, wird aber meistens noch in Ansätzen von wenigen verstanden. Diese Tour ist nicht in Büchern beschrieben. Für weitere Informationen kann man auf meiner Homepage nachlesen oder mich kontaktieren.

Es handelt sich aber um eine wirklich lohnende Tour durch Guinea's herrlichem Gebirge, die viel Abwechslung bietet!

Besonderheiten technischer Art

  • Schwierigkeitsgrad der Tour und Länge: Wegen Hitze und Weg sehr schwer, ca. 55km lang
  • Anreise: Buschtaxi von Labe nach Mali-Ville von da mit dem Direktor der Schule bei Donghol Tinsira, der in Mali-Ville ein inoffizielles "Touristenbüro" und einen Schreibwarenladen betreibt zu seinem Dorf Donghol Tinsira, wo er auch eine Unterkunft hat. Von Dindefello mit Buschtaxi nach Kedougou.
  • Nahrungsversorgung: Ausser Mangos von Bäumen, kann man nichts essen, da alles in Kontakt mit Ratten ist. Proviant von Mali-Ville mitnehmen und Wasser filtern.
  • Karten und Links zu den Kaufhilfen: Es existieren keine brauchbaren Karten
  • Notwendige Ausrüstung (nur wesentliches): Filter
  • Klimainformationen: Im Gebirge schön kühl, nachher in der Ebene fürchterlich heiß.
  • Sonstige wichtige Besonderheiten: Können mit mir persönlich besprochen werden...

Wichtige GPS-Koordinaten der Tour

Ich bin damals ohne GPS gelaufen, deswegen stammen die Punkte nicht von mir und sind nur auf etwa einen km genau.

  • N12 04 56.0 W12 17 50.0 Mali Ville
  • N12 06 00.0 W12 14 37.0 Dongol Tinsira
  • N12 15 30.0 W12 11 41.0 Madina Kouta
  • N12 23 08.0 W12 18 25.0 Dindefello

Weitere Informationen

  • Autor(en): Simeon Lange (Buschtrommler)
  • Informationsseite(n):

Reisefieberseite -> Afrika -> Guinea

Guinea

(Senegal)

Bilder zu dieser Tour

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