Eifgenbachtal

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Das Eifgenbachtal zieht sich von der Quelle des Eifgenbachs in Wermelskirschen bis zur Mündung in die Dhünn zwischen Altenberg und Blecher. Der Weg ist durchgängig vom SGV Markiert und ist gleichzeit auch Teil des Jakobsweg Wuppertal - Aachen. Die direkte Strecke von der Quelle bis zur Mündung ist ca. 15km lang.

Streckenverlauf

Der Streckenverlauf läst sich hier durch die interessante Umgebung flexibel anpassen. Wer einfach nur das Haupttal sehen möchte folgt einfach dem Bachlauf. Hier sei vorerst eine Mehrteilige Variante unter Einbeziehung der Umgebung vorgestellt.

Eifgenbachtal und Umgebung in zwei und einem halben Akt

Von Dom, Linnef und der Dhünn

Der erste Akt ist eine Variation eines Vorschlags von naturarena.org, dem Tourismus Arms des Bergischen Lands.

Startpunkt ist der Altenberger Dom. Ein Fahrrad läst sich z.B. gut im direkten Umfeld der Klostermauer parken. Von hier aus folgt man dem Weg in Richtung Märchenwald. Der Wegverlauf folgt hier direkt dem Bachlauf des Eifgenbaches. Wir folgen der Wegmarkierung >10 und passieren das Bodendenkmal Eifgenburg (Ringwall). Dort befindet sich u.A. eine Informationstafel. Hinter der Eifgenburg zweigt die Wegmarkierung auf der Orographisch rechten Seite des Eifgenbach ab und wir folgen dem Weg bis zur Käserei Thomashof folgend den Markierungen >10, A1, A2. Hinter dem Thomashof wurde der Weiterweg mitlerweile als A4 neu markiert. Wir folgen dem Weg über eine Weide (bitte Tore schliessen!) und gelangen so auf einem schmalen Pfad mit durchaus alpinem Charakter zurück an den Eifgenbach. Hier ist der unterste Pfad auf der orographisch rechten Seite bei zu behalten. Der Pfad ist vielfältig markiert u.a. auch mit A2.

In der Nähe des eingezeichneten Hoehenpunktes 138,0 wechseln wir ueber eine Betonbrücke auf die orographisch linke Seite und folgen der Markierung A2 bis zum Abzweig nach Limmring. Der Weiterweg hoch nach Limmring ist mit den Markierungen A3, X29 versehen. In Limmring wird es kurz Asphalt lastig und wir queren die L101 um die Markierung auf der anderen Strassenseite weiter zu verfolgen und in das Linneftal ab zu steigen. Hier folgen wir einem definitiv nicht Kinderwagen und nur sehr, sehr eingeschränkt Mountainbike tauglichen Pfad meist einige wenige Meter oberhalb der Linnef. Dieser Wegteil ist mit >8, N markiert. Wir folgen dem Wegverlauf weiter auf orographisch rechter Seite und gelangen so langsam zurück in Richtung Schöllerhof und dem Altenberger Dom. Die letzten 3km geht es jetzt leider auf Asphalt weiter wobei der letzte Kilometer zwischen Schöllerhof und dem Dom direkt an der L101 entlang führt.'

Von der Markusmühle bis Im Berg

Startpunkt des zweiten Aktes ist die Markusmühle. Die Steile Abfahrt von der B51 hinunter ist für Radfahrer nicht besonders empfehlenswert da der Radweg aufhört bevohr die Kehren besonders spitz und steil werden. Eine Umfahrung ist über ein Abbiegen von der L294 nach Eschhausen auf den Markierten Wanderweg X29 gut möglich.

Der Einstieg befindet sich auf der orographisch rechten Seiten des Eifgenbaches (die Markusmühle befindet sich auf der anderen Bach- und Strassenseite) und ist mit den Markierungen Raute 8, Pilgerweg versehen. Schon nach kurzer Zeit queren wir die K18. Wer mag kann auch hier einen nicht offiziellen Abstecher über Beschhausen einlegen. Entweder liese sich hier das Bonusmaterial dieser Tour einbinden oder einfach ein Schlenker über die Weiden (vorsicht sehr Sumpfig) einlegen. Ein alter Landwirtschaftlich genutzer Weg verläuft im oberen Teil parallel zur K18.

Der übliche Weg quert die K18 und führt kurze Zeit später am Ausflugslokal Rausmühle vorbei. Wir folgen weiter der Markierung Raute 8, Pilgerweg bis kurz vor die Neuenmühle und wechseln dort auf die orographisch linke Bachseite und laufen hoch zum Wanderparkplatz. Dort die Strassenseite wechseln und einige Meter später auf einen Weg mit der Markierung - nach Kreckersmeg abzweigen.

In Kreckersmeg tangieren wir die L101 kurz und wechseln aber gleich auf dem Weg mit der Markierung A1 über Wöllersberg zurück in das Eifgenbachtal wo wir unten angekommen die L157 überqueren. Wir folgen dem Weg und schwenken kurz vor dem Abzweig Asmannskotten auf die Markierung A2 in Richtung Im Berg um und folgenden so weiter dem Verlauf des Eifgenbachs. Bei Im Berg passieren wir eine kleine Brücke und wechseln zurück auf die orographisch rechte Seite des Eifgenbachs. Dieser Punkt ist der Wendepunkt für meine persönliche Erwanderung des Eifgenbachtals.

Der Rückweg zum Ausgangspunkt gestaltet sich denkbar einfach: Folge dem Bachverlauf auf direktem Weg.

Wer mag kann z.B. noch einen Schlenker in das Seitental zwischen Herlinghausen und Vorderhufe einbauen. Der Weg führt hier beidseits des Baches bis zum Wendepunkt am Ende des Tälchens auch wenn er nicht in den Karten verzeichnet ist und auf der orographisch linken Seite zeitweise zu einem im Sommer vermutlich kaum sichtbaren Pfad wird.

Bonus: Alte Dampfziegelei Hilgen und Naturschutzgebiet

Wer mag kann einen Abstecher zur Dampfziegelei in Hilgen unternehmen. Besonders sehenswert ist das Naturschutzgebiet rund um den Fördersee unterhalb der Ziegelei. Ein schmaler Pfad mit stellenweise alpinem Charakter führt vom Plateau auf der Suedseite bis unter die Lorestrecke.

Von einem Betreten des Geländes der Ziegelei selber ist Abstand zu nehmen. Die derzeitigen Besitzer sind Besuchern gegenüber nicht sehr aufgeschlossen und machen einem dies auch unmissverständlich klar.

Übernachtung

Grundsätzlich ist auf Grund der Länge der Touren sicherlich keine Übernachtung notwendig. Alle Tourenvorschläge sind als Tagestouren konzipiert. Die wenigen Schutzhütten sind auch eher nicht für Übernachtungen geeignet. und sehr klein. Der geneigte Schlafsack Tourist mag allerdings ein geeignetes Plätzchen in einem der Nebentälchen finden wie z.B. zwischen Herrlinghausen und Vorderhufe. Von einer Übernachtung im Haupttal selber ist eher abstand zu nehmen da die Gegend v.a. an Wochenenden von Spaziergängern, Joggern und nicht zuletzt Mountainbikern hoch frequentiert ist.

Versorgung

Offene Trinkwasserquellen sind keine bekannt. Von der Wasserentnahme aus den Wasserläufen ist auf Grund vieler lokaler Kläranlagen abzusehen. Allerdings sind folgende Ausflugslokale auf der Strecke bekannt:

  • Altenberger Dom
  • Käserei Thomashof
  • Markusmühle
  • Rausmühle
  • Neuenmühle

Ausrüstung

Es empfiehlt sich auf Grund des kulturell tief verwurtzelten Schamgefühls in Europa mit einem jahreszeitlich zu varierenden Minimum an Bekleidung, nach eigenem Ermessen, zu wandern.

Schwierigkeit

Die Wege sind überwiegend markiert, der Weg durch das Haupttal weist keine bedeutenden Anstiege auf. Kinderwagentauglichkeit ist allerdings nicht durchgängig gewährleistet wenn gleich auch schon Kinderwagen gesichtet wurden.

Anfahrt und Rückreise

Es empfiehlt sich für die Anreise http://www.vrsinfo.de zu rate zu ziehen. Bushaltestellen an der B51 sind gegeben z.B. Oberhalb der Hilgener Dampfziegelei. Für die Lokals empfiehlt sich allerdings die An- und Abreise mit dem Fahrrad. Weiter gereiste können auch einen der Wanderparkplätze nutzen z.B:

  • Altenberger Dom
  • Schöllerhof
  • Oberhalb Rausmühle
  • Alte Ziegelei / Bechhausen
  • Eifgenanlage

An schönen Wochenden wird die Parkplatzsituation direkt im Tal allerdings schnell unübersichtlich bis chaotisch.


Karten und Literatur

Die Region wird von der LVMA Karte 2 "Wermelskirchen mit bergischen Talsperren" abgedeckt. Früher u.a. über den SGV erhältlich.In Zukunft sollen die Karten als "GeoMap" neu aufgelegt werden, siehe diesen Foren Thread

Die vorgeschlagenen Touren werden auch von der Karte 1 (Wermelskirchen, Burscheid, Kürten, Remscheid, Solingen, Hückeswagen) abgedeckt die von Naturarena BL herausgegeben wird. Das Kartenbild ist identisch mit dem der GeoMap Karten.

dumont Reiseführer Bergisches Land Schildert u.a. Touren die den hier geschilderten sehr ähnlich sind.

Weblinks