EPTFE

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expanded PolyTetraFluorEthylene ist quasi ein gerecktes "Teflon" (PTFE) mit multidirektional orientierter, also filzartiger, Faserstruktur.

Einige Materialeigenschaften:

Farbe weiß
Polymerbasis Polytetrafluorethylen
Temperaturbeständigkeit -240°C bis 260°C (kurzzeitig 315°C)
Chemikalienbeständigkeit gegen alle Medien bei pH 0 - 14
Zugfestigkeit 16N/mm²
Härte ≈25° Shore
Dichte 0,6 bis 0,8g/cm³
Porengröße 0,02µm bis 3µm
Alterung keine

Nicht brennbar, zersetzt sich ab 400°C unter Bildung giftiger Dämpfe (u.a. Fluorphosgen (COF2).
Schmelzpunkt 327°C (glasartig transparent, schweißbar)
Witterungs- und UV-beständig, kein Verspröden.

ePTFE ist physiologisch unbedenklich und entspricht den Anforderungen der FDA und dem Einsatz im Nahrungsmittel- und Pharmaziebereich. Das Material enthält keinerlei lungengängige Stoffe und allergische Reaktionen sind selbst bei Implantaten bisher unbekannt (Gore Medical).

Die Membran wird in Stärken von 5 bis 500µm angeboten. Die Porosität beträgt 30-90% bei einer Porengröße von 0,02-3µm.

Es wird verwendet als Isolator bei Hochfrequenzkabeln, Filtermaterial, Gefäß- und Netzimplantat, in der Prothetik, als Zahnseide, Piercingstick, Dichtungsmaterial und natürlich in Funktionskleidung.

Das bei Funktionsbekleidung verwendete ePTFE hat enger gefaßte Eigenschaften als die oben genannten technischen Werte. Als physiologisch unbedenklich wird ein Temperaturbereich von -230°C bis 260°C gesehen, die Dichte liegt bei 0,7g/cm³ mit einer Porosität von 50-80% und einer Porengröße von 0,1-0,5µm. (WIPO) Gore nennt einen gemittelten Wert von 0,2 µm. Auf einem Quadratzentimeter befinden sich zwischen etwa 14 und 22.000.000 Poren. (Gore-Tex USA (auf der deutschen Seite findet sich ein Umrechnungsfehler)) Die Membran ist 50 bis 300 µm dick.

Entdeckt, also nicht erfunden, wurde ePTFE 1969 von Bob Gore und so enthalten die Patentschriften US 3,953, 566 und US 4,187, 390 ein Verfahren zur Herstellung aber eben nicht zu ePTFE selbst. Darum kann ePTFE heute auch von vielen anderen Herstellern produziert werden, wie z. B. eben BHA.