Benzinkocher Anleitung

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Diese Anleitung bezieht sich auf "klassische" Benzinkocher mit Selbsterregung - der Tank sitzt starr verbunden in Brennernähe, und es ist nicht notwendigerweise eine Pumpe vorhanden.

ZUERST EINE WARNUNG

Den Benutzer vor seiner eigenen Dummheit zu schützen ist wahrlich nicht die Stärke des Benzinkochers.
Wer seine Aufmerksamkeit nicht dem Kocher zuwenden kann oder will, sollte sich lieber einen Gaskocher besorgen ...

TEILE IDENTIFIZIEREN

Am Tank sitzt die Verschlusskappe zum Benzin einfüllen, darin integriert meist ein Überdruckventil das bei 2-3 Bar öffnen sollte. Da es nur aus einer Kugel und einem Federchen besteht kann mans zerlegen und reinigen - sollte es nämlich verpickt sein könnte der Tank bei zu hohem Druck bersten ...
Manche Tanks sind zusätzlich mit einem Hitzeschutzblech ausgerüstet, damit der Tank nicht zu heiß wird und ständig das Überdruckventil geht. Zum Vorheizen und im Winter sollte man das wegtun, im Sommer und bei längerer Kocherei tut mans besser drauf.
Manche Kocher haben am Tank noch eine Pumpe - das ist komfortabel. Sie dient der Erhöhung des Drucks im Tank, womit sich die Vorwärmzeit deutlich verkürzt und auch bei kleiner Flamme und bei sehr tiefen Temperaturen gekocht werden kann.
Zwischen Tank und Brennerkopf sitzt das Ventil und die Vorheizung - bei einfachen Modellen ist das nur eine Mulde im Tank. Zur Betätigung des Ventils ist meist ein eigener abnehmbarer Schlüssel nötig, der auf den Vierkant geschoben wird.
Manche Kocher haben eine Reinigungsvorrichtung eingebaut - wenn Du das Ventil ganz nach links aufdrehst (gegen Uhrzeigersinn), dann schiebt sich von unten eine Reinigungsnadel durch die Düse - das sieht man auch von außen.
Dabei erlischt dann auch die Flamme. Wirklich zu und dicht wird die Sache nur rechtsrum. So eine Vorrichtung besitzen die oben gezeigten Optimus-Kocher und deren Nachbauten, sowie die Phoebusse. Der Juwel hat sowas nicht, da liegt eine Reinigungsnadel bei. Man schraubt die Düse raus, sticht sie von innen ein paarmal durch, baut wieder zusammen - und hat jetzt rußige Finger ...
Wer die Reinigungsvorrichtung zerlegen muss: sie besteht aus einem Zahnrad (auf der Ventilwelle) und einer Reinigungsnadel mit Zahnstange. Selbige bekommt man raus wenn man das Ventil - bei abgeschraubter Düse - ganz aufdreht. Beim Einbau muss man aber die richtige Postition der Zahnstange zur Ventilöffnung finden, weil das zwei unabhängige Systeme sind - das Ventil ist hier der Konus am Wellenende.. Die Zahnstange muss fast ganz unten sein, wenn das Ventil schließt!

  • Sitzt sie zu tief, dann blockiert sie die Welle bevor das Ventil zu ist - der Kocher lässt sich nicht mehr ganz abdrehen.
  • Sitzt sie zu hoch, dann blockiert die Reinigungsnadel die Düse, bevor das Ventil ganz geöffnet ist - Der Kocher hat keine Leistung mehr.
Der Brennerkopf kann unterschiedlich ausgebildet sein:
Entweder er hat viele kleine Löcher, dann handelt es sich um einen "Silent Burner", der leise brennt weil das Gasgemisch innerhalb der Brennerglocke beruhigt wird und "flächig" ausströmt (Phoebus 625, Optimus 111C, Optimus 111C, Enders 9061, ...).

Oder es ist ein "Roarer", der recht geräuschintensiv ist - hier wird das Benzingas nur auf eine Prallplatte geleitet (Optimus 8R und Nachbauten, Juwel, Phoebus 725, ...).
Bei beiden Systemen muss man den Brenneraufsatz abnehmen um zur Düse zu gelangen (zwecks Reinigung).
Manche Kocher haben auch eine zusätzliche Vorheizleitung die über, neben oder im Brenner vorbeiführt (Coleman, Enders ...).
Oft ist über die ganze Brennerei auch noch ein Windschutz gestülpt, der beim Vorheizen auch für eine schnellere Erwärmung der gewünschten Teile sorgt.

ÜBERPRÜFUNG BEI ERSTINBETRIEBNAHME

Zustand checken, ob der Kocher anscheinend OK ist.Ist der Tank fest mit dem Brenner verschraubt? Die Verbindung kann sich beim Transport gelockert haben - dann festziehen.
Das Ventil ist mit einer Mutter im Brenner verschraubt (dahinter sitzt eine Stopfbuchse aus Graphit oder anderem hitzebeständigen Material zur Dichtung) - wenn man den Ventilschlüssel drehen kann ist es gut, öffnen der Mutter zerstört eventuell die Dichtung. Sollte am Ventil Gas austreten, kann mans mit nachziehen versuchen. Wenn das nicht reicht, muss Ersatz her. Entweder Original-Graphitbuchse, oder ein paar möglichst hitzefeste O-Ringe hintereinander, oder Glasfaser-Dichtschnur (aus dem Ofenbau). Die Düse würde ich erst raustun wenn die Inbetriebnahme nicht funktioniert - und dann beim ersten Mal nicht mit dem beigelegten Pressblechschlüsselchen, sondern im Schraubstock mit einem ordentlichen Werkzeug! Es zahlt sich aus das Sicherheitsventil im Tankdeckel zu überprüfen. Einfach mal aufschrauben und schauen ob es steckt/festgerostet/vorhanden ist und wieder zusammenbauen. Bei der Gelegenheit sieht man auch gleich, ob der Dichtungsgummi im Tankdeckel rissig oder spröde ist - in diesem Fall erneuern (kann man meist aus benzinfestem Gummi selber schneiden). Notfalls Fahrradschlauch schlachten - der kann über die Zeit aber aufquellen).
Pumpe: das sind einfache Kolbenpumpen. Man kann die Pumpe meist aufschrauben und zerlegen. Zur Abdichtung des Pumpenkolbens gegen das Pumpengehäuse wird häufig Leder als Dichtung verwendet. Herkömmliche Benzinbeständige Dichtungen sind im Einsatz bei kalten Temperaturen (unter -23°C) nur bedingt einsetzbar. Dieses sogenannte Pumpenleder verträgt hin und wieder etwas Fett (Vaseline, Nähmaschinenöl, Motoröl geht ebenso) damit es geschmeidig bleibt. Die Pumpe schnarrt öfter mal am Anfang, dann sollte sie nach ein paar Hüben aber Druck aufbauen - sonst ist das Leder hinüber/trocken oder das Pumpenventil hängt.
Pumpenleder kann man sich auch selber bauen. Hier liegt eine Anleitung dazu aus dem englischen Kocherforum:
Making Pump washers.pdf (0,5 MB)
Dann Brennstoff organisieren - am besten Kocherbenzin ("Coleman Fuel") aus dem Campingbedarf. Bedenkenlosere Menschen verwenden problemlos Waschbenzin (=Reinigungsbenzin aus der Farbenhandlung.
Notfalls geht auch möglichst niedrigoktaniges bleifreies Tankstellenbenzin - ich habe meine Kocher auf Reisen immer damit gefüttert und nie Probleme gehabt außer dass der Tankstellensprit deutlich mehr rußt. Petroleum geht auch, braucht aber eine größere Düse.
Andere Brennstoffe würde ich persönlich nicht nehmen.
Waschbenzin enthält meist auch Aromatische Kohlenwasserstoffe die zur Rußbildung und zur Entstehung von krebserregenden Substanzen beitragen.

Hingegen COLEMAN FUEL (Auszug aus dem Datenblatt):
Specifications: Coleman Fuel is a complex mixture of light hydrocarbons (primarily aliphatic) produced by distillation of petroleum. Carbon number range is C5 to C9. Coleman Fuel is fully hydrotreated to remove aromatics, and contains less than 0.001% benzene. The boiling point range is 100-350° F (Goldsmith, 2002). Coleman Fuel contains up to 25% n-hexane and up to 15% cyclohexane by weight.


Zündmittel: Zum Anzünden sind normale Feuerzeuge eher ungeeignet, zumindest bei den Optimussen - man muss da tief unten in der Blechschachtel etwas anzünden, und das gibt heiße Daumen oder ggf. eine Teilenthaarung wenn der Vorheizsprit verpufft. Besser man besorgt sich ein Stabfeuerzeug oder nimmt klassische Zündhölzer ...

SICHERHEITSMASSNAHMEN

Speziell beim Erstversuch und bei unbekanntem Kocherzustand gelten folgende Hinweise:
Nur wenig Benzin in den Tank tun - ein Finger hoch genügt. Außerdem bitte im Freien auf einer unbrennbaren Fläche arbeiten (Parkplatz ...). Man glaubt es kaum, aber es gab schon Leute die das in der Badewanne oder am Balkon gemacht haben und - wegen eines defekten Kochers oder Bedienungsfehlers - fast abgebrannt sind dabei.
Ein großer Topf - der über den Kocher passt - ist hilfreich für Notfälle - einfach drüberstülpen und warten. Wegen Luftmangel sollte der Kocher bald mal ausgehen - und wenn er Benzin spritzt oder es ihn zerreisst, ist so ein Topf ein prima Schutz. Dampfkochtöpfe passen da gut ...
Weiters sollte eine Kombizange und Handschuhe bereitliegen. Wenn man im Betrieb merkt dass das Ventil undicht ist oder die Verschlusskappe nicht ganz zu, hat man sonst gaanz schlechte Karten.
Feuerlöscher ist natürlich auch kein Fehler - zur Not tuts auch ein Gartenschlauch oder ein Eimer Wasser. Theoretisch schwimmt das brennende Benzin zwar obenauf, aber praktisch sind 20 Liter oder mehr Wasser sehr effektiv gegen 0,1 Liter Benzin :-).

AUFFÜLLEN

Am Besten immer vor dem Kochen den Tank auffüllen, dann passts schon.
Im Normalbetrieb füllst Du den Tank etwa zu 3/4 voll - es muss jedenfalls noch Luft drin sein für den Druckaufbau. Dann den Tankdeckel gut zuschrauben, der muss dicht sein. Zum Nachfüllen ist ein kleiner Trichter hilfreich. Notfalls rollt man sich einen aus Papier oder einem Stück Tetrapack.

AUFSTELLEN

Auf einer möglichst unbrennbaren ebenen Fläche stabil hinstellen. Manche Kocher (Optimus) werden an der Unterseite des Blechgehäuses recht heiß, da kann trockene Wiese schon mal zu brennen beginnen oder ein Holztisch ankokeln.
Nicht Zubauen! Windschutz kann eine feine Sache sein, aber NUR einseitig verwenden. Ansonsten kann eventuell durchs Überdruckventil ausströmendes Benzingas sich sammeln und irgendwann --- BUMM. Etwas Abstand (obenrum)zu brennbaren Gegenständen wie Zelten ist auch nie verkehrt. Zur Nachfüll-Benzinflasche sollte auch ein paar Meter Respektabstand sein - nicht weil der Kocher gefährlich wäre, sondern weil eventuell jemand die Flasche aufmacht ohne nachzudenken ...

VORHEIZEN

Den Hitzeschild vor dem Tank beim Vorheizen hochklappen, damit der Tank dann heiß wird und Druck aufbaut.
Zum Vorheizen eignet sich Spiritus, irgendein Trockenbrennstoff wie Esbit, eine Brennpaste wie fürs Fondue oder etwas Ähnliches. Notfalls auch Benzin - rußt aber. Spiritus/Esbit ist das sauberste, hat aber auch einen halb so großen Heizwert wie Benzin und lässt sich unter null Grad nur mühsam entzünden.
Esbit oder Brennpaste (=gelierter Spiritus) hat den Vorteil, dass es beim Anzünden nicht verpuffen kann. Dafür verbrennts aber auch nicht rückstandsfrei.
Wer eine Pumpe am Kocher hat, pumpt den Tank kräftig auf - so 20-30 Hübe dürfens sein. Faule Leute denen etwas Ruß nix ausmacht öffnen danach kurz das Ventil - und Benzin rinnt aus dem Brenner nach unten in die Vorheizschale ...

Das mit dem Spiritus klappt angeblich besser, wenn man in die Vorwärmschale ein Stück Glaswolle mit Draht fixiert, die den Spiritus schön aufsaugt (besser anzuzünden). Spiritus mit etwas Wasser versetzen sorgt für weniger Ruß.

Ventil gegen Uhrzeigersinn ganz aufmachen und dann im Uhrzeigersinn wieder ganz zumachen - wie bei Heizkörper oder Wasserhahn. (linksrum schauts bei manchen Kochern auch auch "zu" aus, ist es aber nicht, siehe weiter unten).Die kleine Vorheizschale unter dem Brenner mit Brennstoff randvoll machen und anzünden(macht auch nix wenn etwas danebengeht).
Warten bis der Brennstoff komplett verbrannt ist
. Eventuell (wenns sehr kalt ist) noch ein zweites Mal vorheizen. Der Kocher fängt dabei evt. etwas zu fauchen an, das sind Benzinreste im Brenner - ist normal. Wenn das Ventil während dem Vorheizen offen ist, entweicht der Druck gleich wieder, und der Brenner wird nicht funktionieren.
ACHTUNG: Wenn man während des Vorheizens zu früh das Ventil öffnet, können halbmeterhohe Stichflammen das Resultat sein! Der Tank hat schon Druck, aber der Brenner ist noch nicht heiß genug zum Vergasen - also wird flüssiges Benzin entweichen und sich an der Vorheizflamme entzünden ...

ANZÜNDEN

Hitzeschutz wieder runterklappen, das Ventil öffnen bis du das Benzingas zischen hörst und anzünden wie einen Gaskocher. Der Brenner arbeitet mit deutlicher Geräuschentwicklung, anfangs etwas schwächlicher, später dann deutlich stärker. Das ist die Selbstverstärkung (Abwärme des Kochers erhitzt Tank, der mehr Druck aufbaut und damit mehr Brennstoff liefert etc).

BETRIEB

Wenn man das Ventil zu weit aufdreht kann die Flamme bei Kochern mit Reinigungseinrichtung wieder kleiner werden - sollte man vermeiden.</font>

Wenn man den Kocher mit zu kleiner Flamme betreibt reicht die Abwärme nicht aus für die Erhaltung der Vorheiztemperatur und des Druckaufbaues - die Leistung nimmt stetig ab bis er ausgeht. Auf kleiner Flamme etwas länger zu köcheln ist bei manchen Modellen daher sehr schwer - die Domäne dieses Benzinkochertyps ist das kraftvolle schnelle Erhitzen, Braten, Kochen und nicht das stundenlange Dahingaren. Das gilt umso eher, je kleiner der Kocher ist (Juwel und Optimus 8R, auch Phoebus 725). Bei Modellen mit Pumpe kann man hier etwas nachpumpen, und die größeren Kocher reagieren da auch nicht so empfindlich (Enders 9061, Phoebus 625, Optimus 111).

In den ersten paar Betriebsminuten steigt die Leistung meist noch etwas an (außer man hat exzessiv vorgeheizt) bis sich ein Gleichgewicht aus Verbrennungshitze und Vorheizenergie eingestellt hat. Dabei kanns auch noch den einen oder anderen Tropfen unvergastes Benzin mitreissen - der Kocher hat dann fallweise gelbe Stichflammen in der ansonsten blauen Brennerflamme. Das sollte sich dann geben wenn der Kocher tatsächlich "warmgelaufen" ist.

Die Flamme ist sehr heiß und konzentriert (vor allem beim Brennertyp "Roarer"), weshalb die Speisen in den dünnen Campingtöpfen gerne etwas festbraten (auch zB beim Milch erhitzen). Das geht besser mit den leisen Kochern mit "Silent Burner"-Kopf.

So ein Kocher brennt bei voller Kraft etwa 15-30 Minuten pro 0,1 Liter Benzin.
Gegen Ende steigt die Leistung bei manchen Typen nochmal etwas an ("mageres Gemisch") und lässt bei allen Modellen irgendwann deutlich nach, bevor der Kocher von selber ausgeht.

Überdruckventil: wenn man größere Töpfe verwendet, oder Pfannen, dann bekommt der Kocher mehr Abstrahlungshitze als er braucht, und irgendwann schlägt eine kleine gelbe Flamme aus dem Überdruckventil. Das ist normal und ungefährlich, aber lästig (aufgrund der Rußentwicklung). Etwas zurückdrehen oder Topf/Pfanne mit mehr Abstand zur Flamme verwenden.

Benzinkocher sollte man nicht in geschlossenen Räumen verwenden, da die Abgase nicht besonders gesund sind. Das gilt sinngemäß auch für Zelte.

ABSTELLEN UND WIEDER ANWERFEN

Abstellen ist jederzeit möglich - einfach das Ventil zudrehen.

Auskühlen lassen und wegpacken.

Lästig bei diesen Kochern ist es, dass sie recht schnell Hitze und Druck verlieren wenn man sie abdreht (beispielsweise um Benzin nachzufüllen). Eine Minute später ist es schon Essig mit nochmal anzünden, da spuckts nur noch große gelbe Stichflammen aus. Das ist unvergastes Benzin, und immer ein Zeichen dafür dass der Kocher zu wenig vorgeheizt ist und/oder zu wenig Druck im Tank

Hier ist nochmaliges Vorheizen erforderlich. Bei Modellen mit Pumpe kann es allerdings auch reichen, kräftig Druck aufzubauen - wenn der Brennerkopf noch heiß genug ist gibts beim Anzünden ein paar Stichflammen und dann läuft der Kocher wieder.

Manche Leute sagen man solle den Tank vor dem Wegpacken nochmal kurz öffnen um Überdruck abzulassen. Mach ich nie und hatte keine Probleme damit bisher.

TRANSPORT

Benzin bekommst Du praktisch überall auf der ganzen Welt. Die meisten Motorradfahrer habens immer dabei, und können über die Ablassschraube des Vergasers mit einem passenden Schlauch nachfüllen. Sehr günstig gibts den passenden Sprit übrigens in Frankreich in jedem größeren Supermarkt ("Essence blanc"). In englischsprachigen Ländernunter "White Gas" oder "Coleman Fuel" erhältlich. Mehr Bezeichnungen findet man hier: Internationale Bezeichnungen für Kocherbrennstoffe

Mitführen des Kochers im Flugzeug kann Schwierigkeiten geben.
Am sichersten funktioniert es wenn der Kochertank mehrmals mit Wasser und Spülmittel gespült und anschließend mit Wasser randvoll gefüllt wird, damit ist jede Explosion ausgeschlossen - und man kann im Notfall am Flughafen einen Schluck nehmen um das Sicherheitspersonal zu überzeugen. Jedenfalls sollte der Kocher sauber sein und nicht nach Benzin müffeln.
Achtung: Manche Kocher haben einen Docht im Tank (Optimus 8R jedenfalls), und wenn der mal mit Wasser voll ist wirds mühselig!
Später dann entleeren, ein paar Mal mit etwas Spiritus ausschwenken (entfernt das Wasser) und gut trocknen (Fön). Mit ein wenig Kriechöl behandeln (Gewinde, Ventil, …) und zusammenbauen).
Flugtransport von Benzin ist überall verboten.
Zum Landtransport nimm nicht irgendwas, sondern einen passenden und geeigneten Behälter - entweder die Dose/Flasche in der der Sprit verkauft wird (ist aber nicht sehr stabil), oder eine Brennstoffflasche (Campingzubehör), oder einen kleinen Reservekanister (ab 0,5 Liter im Motorradzubehör).

ZUM SCHLUSS

Keine Angst, ist eigentlich alles sehr simpel. Explodieren tun die Dinger nicht (obwohl man von Leuten die noch nie so ein Ding hatten ständig davor gewarnt wird). Der einzige mir bekannte Fall: jemand hatte sich ein Umgehäuse um den Juwel-Benzinkocher (Hersteller: Gustav Barthel) gebaut (Windschutz) und ne große Pfanne draufgestellt und ordentlich gekocht. Die resultierende Überhitzung ließ das Überdruckventil aktiv werden, wo Benzingas unverbrannt ausströmte. Als sich davon in der Blechschachtel genug gesammelt hatte - Bumm. Eine eigentlich recht harmlose Verpuffung, wenn da nicht das heiße Essen in der Pfanne gewesen wäre ...
Das scheint früher aber manchmal vorgekommen zu sein (Windschutz schließt dicht mit dem Tank ab, Überdruckventil weit von Flamme entfernt), daher der Spitzname "Barthelbombe" ...
Die Wartung beschränkt sich auf gelegentliches Putzen (Entfernen des Rußes) und Fetten des Pumpenleders (falls vorhanden).
Wenn man seinen "Benziner" mal kennt, benützt man ihn fast wie einen Gas-Kartuschenkocher ...

Siehe auch

motorangs Benzinkocherseite