Bekleidungskonzepte

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In der Trekking-Praxis haben sich im Laufe der Jahre verschiedene Bekleidungskonzepte entwickelt. Die Konzepte zielen hauptsächlich darauf ab, möglichst viele Situationen (Kälte, Hitze, Regen, Wind) mit einem möglichst kleinen Fundus aus Grundbekleidungsstücken abdecken zu können. Hierzu werden einerseits hoch Spezialisierte Materialien eingesetzt und andererseits die verschiedenen Kleidungsstücke untereinander kombiniert um unterschiedliche Wirkungen zu erzielen. Populär ist es dabei die einzelnen Funktionseinheiten gemäß dem bekannten Zwiebelprinzip zu kombinieren und je nach Funktion den einzelnen Schichten der Zwiebel zuzuordnen.

Das Zwiebelprinzip

1. Schicht (Baselayer)

Die erste Schicht ist die Schicht die direkt auf der Haut getragen wird. Ihr kommt neben einem guten Feuchtigkeitstransport, auch die Funktion der Grundisolierung gegen Kälte zu. Üblicherweise kommt hier Funktionswäsche zum Einsatz. Je nach Temperaturbereich können hier Kleidungsstücke unterschiedlicher Arm und Beinlängen sowie unterschiedlicher Materialstärke eingesetzt werden. Mit dem Funktionsshirt bildet die 1. Schicht in warmen Regionen auch gleichzeitig oft die äußere Schicht.

2. Schicht (Isolationsschicht)

Die zweite Schicht wird über der ersten getragen und ist in der Regel ausschliesslich für die Wärmeisolierung zuständig. Hier kommen vor allem Materialien wie Fleece, Kunstfaser und Daune zum Einsatz. Die zweite Schicht verbleibt beim aktiven Bewegen oft im Rucksack und wird bei Pausen und Abends im Lager angezogen. Dies gilt natürlich nicht bei Winteraktivitäten bei extremen Minusgraden, wo der zweiten Bekleidungsschicht sicherlich die Hauptrolle zufällt.

3. Schicht (Wetterschutz)

Die Aufgabe der dritten Bekleidungsschicht ist es, vor Wettereinflüssen wie Wind und Regen zu schützen. Klassische Vertreter dieser Schicht sind sog. Hardshell-Bekleidungsstücke, die meist aus einer wasserdichten aber dampfdurchlässigen Membran wie (Gore-Tex oder Event) gefertigt werden. Es kommen aber durchaus auch hybride Kleidungsstücke wie reine Windstopper (winddicht aber meist nicht vollständig wasserdicht) oder Softshell (oft wind-, aber nicht wasserdicht) zum Einsatz.

Allgemeine Hinweise

Um dieses Prinzip optimal einsetzen zu können ist es wichtig darauf zu achten, das gewählte Konzept vollständig umzusetzen. legt man beispielsweise erhöhten Wert darauf möglichst trockene Bekleidung zu tragen, macht es wenig Sinn zwischen einer atmungsaktiven Hardshell und High-Tech Funktionsunterwäsche einen Baumwollpullover zu tragen.