Irland

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Radwandern in Irland

Gerade in den letzten Jahren haben Reisen nach Irland in Deutschland immer mehr Zuspruch gefunden. Eine Ursache ist wohl auch darin zu sehen, dass dank der Billigflieger Irland inzwischen sehr schnell und günstig zu erreichen ist. Gleichzeitig übt aber auch die irische Kultur große Faszination aus: den klassischen Irish Pub mit Livemusik und Guinness darf man genauso wenig verpassen, wie Irish Stew oder die urtümlichen Ortschaften und vielerorts aufgeschlossenen Menschen. Neben zahlreichen kulturellen Hinterlassenschaften der Vergangenheit prägen auch die allgegenwärtigen irischen Schafe und Rinder das Landschaftsbild.

Landschaft, Flora und Fauna

Statue von Molly Malone in Dublin, geschmückt für den "Daffodil Day".

Irland (amtlicher deutscher Name; irisch Éire [ˈeːrʲə], engl. Ireland) ist die kleine grüne Insel westlich von Großbritannien. Sie wird im Osten von der Irischen See, im Süden und Westen vom Atlantik umgeben. Politisch ist Irland zweigeteilt: Das zu Großbritannien zählende Nordirland und die Republik Irland (Poblacht na hÉireann) mit der Hauptstadt Dublin.

Berühmt ist Irland durch seine Landschaft. Diese ist im Landesinneren vorwiegend von Ebenen geprägt, die außen von den sanften grünen Hügeln umschlossen werden. In einigen Bereich, so z.B. im Südwesten auf der Beara Halbinsel, bieten sich aber auch schroffere Landschaften. Der Norden kann landschaftlich sogar ein wenig an Schottland erinnern. Das größte zusammenhängende Wassersystem besteht aus dem Lower und Upper Lough Erne im Norden, die über den Shannon-Erne-Kanal mit dem nach Westen fließenden Shannon River verbunden sind. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Flüsse und Seen. Nicht zu vergessen ist aber auch Irlands Küste, welche mit einer Gesamtlänge von ca. 1500 km hauptsächlich aus Steilküste besteht und ein paar spektakuläre Aussichtspunkte bietet.

Klima und Reisezeit

Die Cliffs of Moher. Eine Reise wert, wenn man auch bei schönem Wetter mit vielen anderen Besuchern rechnen muss.
Kühle Sommer und milde Winter mit ganzjährig durchziehenden Tiefdruckgebieten aus dem Westen sorgen in Irland häufig für ausgesprochen wechselhaftes und windiges Wetter. Der Dynamik dieser Tiefdruckgebiete ist es jedoch zu verdanken, dass die Kalt- und Warmfronten mit ihren Niederschlagsfeldern Irland rasch von West nach Ost durchziehen. Lang anhaltende Regenfälle sind deswegen an den Küsten eher selten. Im Landesinneren führt hingegen die Stauwirkung der Gebirgszüge zu deutlich größeren Jahresniederschlagsmengen von bis zu 2500 mm. An der Küste liegen sie meist lediglich zwischen 1000 und 1400 mm.

Auch die jährlichen Schwankungen der Niederschlagssummen sind in Irland recht gering. Generell ist der April als der trockenste Monat anzusehen und statistisch gesehen die beste Reisezeit.

Der extrem maritime Charakter des Klimas in Irland mit seinen ausgeglichenen Temperaturen sorgt dafür, dass man in diesem Land das ganze Jahr über unter etwa gleich bleibenden klimatischen Voraussetzungen rechnen kann. Einen Regenschutz sollte man darum zu keiner Jahreszeit vergessen, wenn die Regengüsse auch meist wie erwähnt speziell in den Küstenregionen nur von kurzer Dauer sind. Vor allem im Winter sollte man allerdings an der nordwestlichen Küste starke Winde einkalkulieren, die eine kräftige Brandung hervorrufen.

Quelle und Klimatabellen unter Top-Wetter.de

Interessante Zusatzinformationen

Sprachen

Irland hat zwei Amtssprachen: Englisch und Irisch bzw. irisches Gälisch. Obwohl Irisch Pflichtfach in der Schule ist, sprechen zumindest unter den jungen Iren nur wenige die Sprache fließend. Daher wird sie einem Reisenden im Alltag hauptsächlich in Ortsnamen und auf Landkarten begegnen. Die Ausnahme stellen die sogenannten Gaeltacht Gebiete dar, in denen das Gälische noch die erste Sprache ist.

Wer nicht nur Irisch lernen möchte sondern auch Strände mag ist auf der Halbinsel Dingle im County Kerry gut aufgehoben.
Die Gaeltacht Gebiete erstrecken sich über weite Teile der Counties Donegal, Mayo, Galway und Kerry sowie kleinere Teile von Waterford, Cork und Meath. Nach dem Zensus von 2006 leben 92.000 Menschen in der Gaeltacht, davon in etwa 12.000 in der Gegend in und um Galway.

Weitere Informationen findet man auf der Internetseite von Údarás na Gaeltachta.

Anreise

Mit dem Flugzeug gelangt man sicher am schnellsten nach Irland. Ryan Air fliegt z.B. regelmäßig den Airport in Dublin an. Mit Aerlingus kann man direkt Dublin, oder über England die Flughäfen Belfast, Cork, Knock und Shannon anfliegen. Aus Westdeutschland bieten auch die niederländischen Flughäfen Eindhoven (Ryanair nach Dublin) und Amsterdam (Aerlingus nach Cork) zusätzliche Alternativen.

Um mit dem Auto nach Irland zu gelangen, muss man einiges an Zeit und Geld einkalkulieren. Von Frankreich oder England aus muss man die Fähre benutzen, wobei für deutsche Reisende Frankreich die günstigere Variante darstellt. Direkte Verbindungen gibt es zwischen dem französischen Roscoff und Rosslader, sowie zwischen Cherbourg und Rosslarre oder Cork. Möchte man trotz längerer Fahrzeit wegen des landschaftlichen Reizes über Südengland fahren, dann empfiehlt sich Wales. Dort nimmt man die Fähre entweder von Pembroke nach Rosslare oder von Holyhead nach Dublin.

Informationen zu den Fähren nach Irland findet man auf: Ferry Know How

Unterkunft

Die übliche Unterkunft in Irland ist das sogenannte Bed & Breakfast, wo man, wie der Name schon sagt, ein Bett und ein Frühstück vorfinden wird. Diese findet man in praktisch allen Orten, wobei die Preise meist sehr vernünftig sind.

Eine (meistens etwas guestigere) Alternative zu den B&B's sind Hostels. Die Preise liegen meist bei 15-20Euro, je nach Lage und Ausstattung. Bei vielen Hostels ist es möglich im eigenem Zelt zu schlafen, der Preis verringert sich dadurch um etwa 30-50%.

Weiterhin ist wildes Zelten in Irland völlig problemlos toleriert, sofern man sich von bewohntem Gelände fern hält oder die Eigentümer um Erlaubnis fragt. Sonderregelungen gelten in den Nationalparks und selbstverständlich in Naturschutzgebieten. Auch in den Nationalparks ist das Biwakieren (auch mit Zelt) in der Regel gestattet, ausgenommen sind Naturschutzgebieten und einige Teilen der Nationalparks, die entweder stark frequentiert sind oder besonderem Schutz bedürfen. Wer sich dort beim Zelten erwischen lässt muss mit Geldstrafen rechnen. Auskunft über die genaue Regelung gibt es meist auf den Internetseiten der Nationalparks.

Mobilität

Deutlich besser ausgebaut als das Zugnetz ist das Netz aus Fernbussen in Irland. Verschiedene Busgesellschaften fahren alle größeren und kleineren Städte an, wobei kleine Dörfer häufig nur ein oder zweimal pro Woche angefahren, wohingegen Verbindungen zwischen den großen Städten teilweise mehrmals täglich bedient werden. Busverbindungen sind vergleichsweise billig in Irland, gerade wenn man plant das Land per Bus zu erkunden gibt es viele interessante Angebote, beispielsweise mit dem Open Road Pass von Bus Éireann.

Für Verbindungen zwischen größeren Städten, insbesondere bei Reisen die von oder nach Dublin (aus)gehen, lohnt es sich häufig auf die Bahn umzusteigen. Die Reisezeit ist in der Regel deutlich kürzer als die mit dem Bus, deutlich weniger verspätungsanfällig und komfortabler. Auch Gepäck kann man in Irischen Zügen gut unterbringen, auf die Gepäckablagen der Irishrail passen im Gegensatz zu denen der Deutschen Bahn auch große Trekkingrucksäcke. Die Standardpreise sind zwar höher als die Standardpreise der Busgesellschaften, wer jedoch früh genug bucht kann für 10 Euro durch das halbe Land reisen. Häufig sind für unbeliebte Zeiten sogar noch ein oder zwei Tage vor der Abreise billige Tickets zu haben.

Trampen funktioniert auch heute noch sehr gut, allerdings braucht man dafür Zeit. Wer diese hat kann sich auf sehr entspannte Begegnungen mit netten Menschen einstellen. Mindestens entwickeln sich lustige Gespräche, manchmal sogar Bekanntschaften die zu einer Essens- und/oder Pubeinladung führen.

Einkaufen

Lebensmittel sind in Irland im Vergleich mit Deutschland relativ teuer. Zu den billigeren Läden gehoeren LIDL, ALDI, TESCO und SAINSBURY'S welche immer öfter in größeren Ortschaften zu finden sind.

Ansonsten sind die Lebensmittel, welche die einheimische Bevölkerung vorwiegend kauft, meist preisgünstiger. Es lohnt sich also, auf die irischen Verzehrgewohnheiten zu achten und mal nach Lebensmitteln zu schauen, welche man hierzulande als eher teuer kennt.

Outdooraktivitäten

Idiotensichere Kennzeichnung auf den Fernwanderwegen.
Irland bietet viele interessante Möglichkeiten zu Outdooraktivitäten. Hauptsächlich von Interesse ist Irland für Wanderer und Radfahrer. Insbesondere Fernwanderer finden in vielen Gegenden markierte Trails, die sehr gut ausgebaut (und in der Hauptsaison wohl leider auch recht überlaufen) sind. Auch für Anfänger sind viele dieser Fernwanderwege gut zu bewältigen, insbesondere diejenigen, bei denen es die Möglichkeit gibt am Ende der Etappe in einem B&B oder einem Hostel zu übernachten. So ist man nicht auf zusätzliches Gepäck wie Zelt und Schlafzeug angewiesen.

Aber auch für Radfahrer bietet sich einiges, wobei man mit dem Rad schnell weite Teile der Insel durchfahren und somit viele Gegenden kennenlernen kann. Auch Kletterer sollen schon in Irland gesichtet worden sein.

Touren

Ein Buch, das viele gut dokumentierte und schön gelegte Routen in ganz Irland beschreibt, ist der Cycling-Guide Ireland von Lonely Planet. Für Wanderer empfiehlt sich ebenfalls von Lonely Planet Hiking in Ireland. Die Beschreibungen stimmen einen ganz gut auf das ein was einen erwartet und die Gehzeiten sind relativ realistisch. Allerdings sind hierin eher Tagestouren beschrieben und nur einige Abschnitte der Fernwanderwege.

Trails

Karten und Literatur

Die offiziellen Irlandkarten werden vom Ordnance Survey Ireland (OSi) erstellt.

Für Wanderer bieten sich hier vor allem die Karten der Discovery Series an, auf denen die Republik Irland auf 89 Einzelkarten im Maßstab 1:50.000 abgebildet ist. Außer im OSi Onlineshop bekommt man diese aber auch in diversen irlandspezifischen deutschen Online-shops.

Für eine grobe Tourplanung zu Hause eignet sich noch die interaktive Online-Karte des OSi.

Dargestellt wird Irland dort in verschiedenen Maßstäben bis runter zum Maßstab 1:2000, auf den Karten 1:10.000 und 1:25.000 sind die großen Weitwanderwege, die waymarked trails, rot eingezeichnet.


Ansonsten:

Reiseberichte im Forum von outdoorseiten.net

Links

Länderinformation des Auswärtigen Amtes

Discover Ireland - Offizielle Seite der Fáilte Ireland National Tourism Development Authority

Visit Ireland - Irisches Reiseportal

Walking in Ireland - Wegbeschreibungen und Tipps

Long-distance trails in the Republic of Ireland - Wegbeschreibungen markierter (Fern)Wanderwege