[CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

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  • Libertist
    Fuchs
    • 11.10.2008
    • 2061

    • Meine Reisen

    #61
    AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

    Tilmann hat's schon angedeutet, es gibt wieder Nachschub:

    Vor zwei Wochen waren Elias (Sofias Bruder), Timo (von Wild Out) und ich auf der Muota. Elias ist im roten Boot, Timo im grünen und ich wie immer im schwarz-roten.

    Die Schlüsselstellen der Muota liegen am Muotastein, im Video zu sehen zwischen 0:13 und 1:20. Timo hat die Stelle umtragen. Ich bin ganz links gefahren, Elias eher zentral. Man sieht bei 1:11 sehr schön, wie er eigentlich das richtige tut: Nach vorn lehnen und Paddel auf der flussabwärts gewandten Seite ins Wasser halten. Leider ist es da bereits zu spät, sein Paddel bekommt aufgrund der vielen Luft im Wasser keinen Druck und so fällt er (wie fast immer, wenn man fällt) flussaufwärts aus dem Boot. Wiedereinstieg haben wir mehrfach geübt, das war also kein Problem. Timo hat trotzdem mal das Seil geworfen.


    (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )


    Elias und ich sind direkt im Anschluss noch zur Fukareuss gefahren, die über dem Gotthardtunnel fließt. Timo hatte erstmal genug, er paddelt ansonsten eher ruhigere Gewässer.

    An der Fukareuss lag noch viel Schnee, die Frühjahrsschmelze hatte noch nicht richtig eingesetzt. Entsprechend niedrig war der Wasserstand, es ging gerade so... An einer Stelle blockierte eine Schneebrücke den ganzen Fluss, die mussten wir klarerweise umtragen (im Video bei 0:30), ansonsten konnten wir alles paddeln.

    Gleich danach kam die Schlüsselstelle. Diese sind wir beide zweimal gefahren, man sieht sehr schön den Unterschied zwischen Helmkamera und Filmen "von draußen": Von der Helmkamera sieht alles viel einfacher aus, finde ich... oder?

    Die Fukareuss möchte ich unbedingt noch mal befahren, wenn mehr Wasser drauf ist, so bei 30m³/s wär's bestimmt perfekt.


    (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )


    Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
    (Aber ein heiles Knie mit voller Beugung ist wohl leider auch dafür notwendig)
    Woher hat du die Vorab-Infos über die Flüsse? (Fliessgeschwindigkeit...)
    Hatte Sofia bei ihren Ausstiegen in der Simme die Schenkelgurte an?
    Hi Tilmann,

    die Knie werden beim Paddeln eigentlich nicht so belastet. Im Wildwasser fährt man halt dauerhaft mit ca. 90° angewinkelten Knien, damit die Schenkelgurte besser greifen. Ansonsten könnte man die Beine auch ausstrecken (so fahre ich auf Fjorden ).

    Fast alle wildwassertechnisch interessanten Flüsse im Alpenraum sind auf der Rivermap eingezeichnet. Dort sieht man auch die Schwierigkeitsgrade und aktuelle Pegelstände. Wenn ich dann genauere Infos zu einem Fluss haben möchte, schau ich in der Regel auf kajaktour.de oder 4-paddlers.

    Zur Info: Ich fahre aktuell WW-Grade II-III, III und III-IV. Ein paar IVer Stellen sind manchmal dabei, aber dann nur bei niedrigen Wasserständen. Die Stelle bei 0:40 im Fukareuss-Video ist bei Mittelwasser wohl Grad IV, bei diesem Wasserstand aber eher III-IV, wenn überhaupt.

    Ja, wir fahren wenn möglich immer mit Schenkelgurten. Wenn ich mit Sofia UND Elias unterwegs bin (wie auf Sense und Simme), bekommt Elias mein altes grünes Boot, da muss er ohne Gurte auskommen. Geht auch. Zum Kanten (also nach rechts oder links lehnen) sind Schenkelgurte halt super, man hat einfach mehr Kontrolle über's Boot und kann präziser fahren.

    Die Schenkelgurte sind beim Ausstieg kein Problem. Einfach Beine ausstrecken und schon lösen sie sich.

    Übrigens habe ich gute Verbindungen zum Packrafting Store, wer Rat braucht oder zur Bestellung gern einen kleinen Bonus hätte, darf sich vorher gern bei mir melden.
    Regelmäßige Updates auf Facebook: Outventurous || Galerie und Weltkarte gibt's auf der Outventurous Webseite.

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    • walnut
      Dauerbesucher
      • 01.04.2014
      • 751

      • Meine Reisen

      #62
      AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

      "Man sieht bei 1:11 sehr schön, wie er eigentlich das richtige tut: Nach vorn lehnen und Paddel auf der flussabwärts gewandten Seite ins Wasser halten. Leider ist es da bereits zu spät, sein Paddel bekommt aufgrund der vielen Luft im Wasser keinen Druck und so fällt er (wie fast immer, wenn man fällt) flussaufwärts aus dem Boot. "

      Na wenn man quer in die Walze kommt ists halt schon schwer und bei euren Booten wird halt dann die Breite zum Nachteil, da kriegt man nicht nicht so einfach die stromzugewandte Kante hoch.

      War da eigentlich noch mehr Strömung oder 3wart ihr bisserl eiliger unterwegs, in den Videos vorher hast du viel mehr Kehrwässer mitgenommen?
      Schöner Bach! Schöne Videos

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      • Libertist
        Fuchs
        • 11.10.2008
        • 2061

        • Meine Reisen

        #63
        AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

        Zitat von walnut Beitrag anzeigen
        "Man sieht bei 1:11 sehr schön, wie er eigentlich das richtige tut: Nach vorn lehnen und Paddel auf der flussabwärts gewandten Seite ins Wasser halten. Leider ist es da bereits zu spät, sein Paddel bekommt aufgrund der vielen Luft im Wasser keinen Druck und so fällt er (wie fast immer, wenn man fällt) flussaufwärts aus dem Boot. "

        Na wenn man quer in die Walze kommt ists halt schon schwer und bei euren Booten wird halt dann die Breite zum Nachteil, da kriegt man nicht nicht so einfach die stromzugewandte Kante hoch.

        War da eigentlich noch mehr Strömung oder 3wart ihr bisserl eiliger unterwegs, in den Videos vorher hast du viel mehr Kehrwässer mitgenommen?
        Schöner Bach! Schöne Videos
        Hi walnut,

        das stimmt schon, Kanten ist im Packraft nicht so einfach. Aber absolut machbar, wir müssen nur mehr üben. Wenn ich mir da die Experten auf Youtube anschaue... Ich werde das demnächst mal gezielter machen, also versuchen, quer die Walzen entlangzufahren.

        Es gab in der Tat weniger Kehrwasser, als zum Beispiel auf der Albula oder der Koritnica. Trotzdem versuche ich, möglichst viele Kehrwasser mitzunehmen, ich nehm das nur meistens nicht mit ins Video.
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        • earlyworm

          Erfahren
          • 07.03.2007
          • 386

          • Meine Reisen

          #64
          AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

          Sehr schön die vier neuen Videos. Ich schaue mir die echt gerne an und dein Input wie du verschiedene Situationen einschätzt finde ich ebenfalls sehr hilfreich. Aber eigentlich sollte ich ebenfalls viel mehr üben anstatt Kommentare in Foren abzugeben

          Auf Tagestouren kann man durch das leichte Gepäck immer so schön spielen mit den Packrafts, das macht echt Laune. Auf einer Mehrtagestour ist das dann immer etwas schwerfälliger da man halt zum Teil das ganze Equipment für eine Woche oder mehr noch im oder am Packraft hat. Da sind Richtungsänderungen, Wiedereinstieg (Packraft flippen) usw. immer etwas aufwendiger als mit dem leeren Packraft. Und dann kommen Stellen welche man sich mit einem Tagestour-Packraft zutrauen würde, aber dann doch umträgt. Gefühlt traue ich mir mit voll beladenem Packraft immer so 0,5 bis eine WW Grad weniger zu. Oder wie ist das bei Dir?

          Zu den Schuhen. Ich selbst verwende im Kanu seit Jahren die Crocs-mit-Schnallen-Neoprensocken Kombination und halte sie ebenfalls für sehr geeignet. Im Packraft selber sind sie etwas zu globig. Obwohl wir ungefähr die selbe Grösse haben hab ich im Alligator wenig Platz bei den Füßen.
          Auf der nächsten Tour versuche ich es daher mal mit richtigen Paddel Boots (Palm Gradient). Damit ich diese dann auch abends im Lager tragen kann nehme ich noch Goretex Socken mit. Dann kann ich die Schuhe auch mit normalen Socken tragen ohne das man ständig nasse Füsse bekommt. Mal sehen wie diese Kombination dann in der Mehrtages Praxis sich bewährt.
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          • walnut
            Dauerbesucher
            • 01.04.2014
            • 751

            • Meine Reisen

            #65
            AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

            Meine Bemerkung mit den Crocs bezog sich auch rein aufs Wildwasserpaddeln, und da auch darauf wenn man sich halt nicht sicher ist ob man mal schwimmen geht.
            In einigen WW-Spielbooten paddeln Leute teils nen 3-4er barfuß weil sie keinen Platz für Schuhe haben, die wissen dann aber auch daß sie der Schwierigkeit gewachsen sind oder hochrollen können.
            Wenn beides nicht der Fall ist und man wie Sophia aussteigen muß und den Croc verliert hat man ne richtig gute Chance auf nen kaputten Fuß, nicht alles im Flußbett ist glatt und rund geschliffen.
            Und mir persönlich wären die Crocs halt auch zu gut geeignet um mal zwischen Steinen, Ästen damit hängen zu bleiben, ich bevorzuge eher was mit glatter geschloßener Oberfläche, aber das ist Geschmackssache, Schuh verlieren ist halt Scheiße im Wildwasser.
            Ich versteh den Punkt daß wenn man Touren fährt wo man das Packraft längere Strecken aufm Rückrn transportiert man nicht noch Paddelschuhe mitschleppen mag für die man sonst keinen Nutzen hat, würd ich genauso machen.
            Aber das hier waren doch fast schon regelmäßige Veranstaltungen mit, ich geh mal spielen aufm Bach ohne großartige logistische Herausforderungen.
            Und ich mag ganz sicher nicht belehren, mag jeder nach seiner Facon glücklich werden.

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            • Libertist
              Fuchs
              • 11.10.2008
              • 2061

              • Meine Reisen

              #66
              AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

              Zitat von earlyworm Beitrag anzeigen
              Gefühlt traue ich mir mit voll beladenem Packraft immer so 0,5 bis eine WW Grad weniger zu. Oder wie ist das bei Dir?
              Hi earlyworm, ehrlich gesagt bin ich in diesem Jahr erstmalig darum bemüht, richtig Technik zu erlernen und ein (technisch) besserer Packrafter zu werden. Ich kann noch gar nicht sagen, welche Flüsse ich nach all dem Training, das ich gerade habe, paddeln werde. Mein Ziel ist es für diesen Jahr, sicher im WW III zu sein, das heißt, auch nicht ins Wasser zu fallen, wenn man mal in einer Walze hängen bleibt (wie die am Muotastein). Einen WW IV Bach will ich einigermaßen paddeln können, aber bis ich da mit den Schwierigkeiten "spielen" kann, wird es noch dauern... Wie es dann mit Gepäck ist, muss ich mal abwarten.


              Zitat von earlyworm Beitrag anzeigen
              Ich selbst verwende im Kanu seit Jahren die Crocs-mit-Schnallen-Neoprensocken Kombination und halte sie ebenfalls für sehr geeignet.
              Hm, ich trage einen Trockenanzug von Anfibio mit angenähten Gewebesocken. Da sind die Füße schon wasserdicht verpackt, Neoprensocken sind für mich also nicht nötig.


              Zitat von walnut Beitrag anzeigen
              Meine Bemerkung mit den Crocs bezog sich auch rein aufs Wildwasserpaddeln, und da auch darauf wenn man sich halt nicht sicher ist ob man mal schwimmen geht. [...] Und ich mag ganz sicher nicht belehren, mag jeder nach seiner Facon glücklich werden.
              Nein, walnut, du hast schon Recht, es müssen ordentliche Schuhe her. Überlege gerade, ob billige Neoprenfüßlinge reichen, oder ob es etwas Besseres sein soll. Hast du eine Empfehlung?
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              • walnut
                Dauerbesucher
                • 01.04.2014
                • 751

                • Meine Reisen

                #67
                AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                Wenn Du eh schon Füßlinge hast, schau dir mal die Paddelschuhe von Five Ten, haben ne geile Sohle.

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                • Libertist
                  Fuchs
                  • 11.10.2008
                  • 2061

                  • Meine Reisen

                  #68
                  AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                  Wir waren am vergangenen Wochenende wieder im Berner Oberland (Schweiz) unterwegs, gepaddelt wurden Simme, Kander und Saane.

                  Die Simme ist erst WW II und wird dann zu WW III. Wir sind sie ja schon einmal bei höherem Wasserstand gefahren, diesmal kamen uns die Schlüsselstellen überraschend leicht vor. Für uns genau der richtige Fluss zum Warmpaddeln und für den Start ins Wochenende.

                  Von Boltigen bis Erlenbach bei 24 m³/s


                  (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )


                  Die Kander (WW III) ist deutlich kürzer und eigentlich auch nicht so schön, wie ich finde. Wir haben sie am späten Nachmittag noch mitgenommen. Bei Minute 1:22 sieht man mich ins Wasser fallen und gleich wieder einsteigen. Am Ende gab's dann noch ein Gewitter, das war eher unerfreulich.

                  Man kann die Kander auch weiter oben fahren, da ist sie mit WW IV-V beschrieben. Wir haben uns die Stellen angeschaut und entschieden, dass uns das noch etwas zu heikel ist. Vielleicht nächstes Jahr.

                  Von Kandergrund bis Frutigen bei 18 m³/s


                  (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )


                  Am Sonntag sind wir dann die Saane auf einer Länge von 26 km gepaddelt. Ein wunderschöner Fluss, mein schwierigster bisher, war sogar eine IV+ Stelle dabei. Das Video folgt wahrscheinlich in der nächsten Woche.
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                  • GemeinsamDraussen
                    Fuchs
                    • 02.01.2015
                    • 1714

                    • Meine Reisen

                    #69
                    AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                    Also, wenn ich nicht schon ein Gumotex Orinoco für Wildwassertouren hätte und nicht ohnehin meist zu zweit unterwegs wäre, so ein Packraft würde mich schon interessieren. Ist wirklich faszinierend, was die so aushalten...

                    Drei kleine Fragen am Rande: gibt es die Packrafts auch für sehr lange und ggf. auch schwere Menschen? Worauf sitzt man da eigentlich, gibt es ein Sitzkissen im Boot oder gibt es gelegentlich Grundberührung mit dem Allerwertesten? Gab es schon Bootsschäden und wenn ja, lassen die sich gut flicken?

                    Viele Grüße
                    Ralf
                    (www.)gemeinsam-draussen.de = Susi & Ralf. Der User "GemeinsamDraussen" ist Ralf.

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                    • Libertist
                      Fuchs
                      • 11.10.2008
                      • 2061

                      • Meine Reisen

                      #70
                      AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                      Zitat von GemeinsamDraussen Beitrag anzeigen
                      Also, wenn ich nicht schon ein Gumotex Orinoco für Wildwassertouren hätte und nicht ohnehin meist zu zweit unterwegs wäre, so ein Packraft würde mich schon interessieren. Ist wirklich faszinierend, was die so aushalten...
                      Hi Ralf, es gibt auch voll wildwassertaugliche 2er Packrafts, mit Spritzdecke und allem drum und dran.


                      Zitat von GemeinsamDraussen Beitrag anzeigen
                      Drei kleine Fragen am Rande: gibt es die Packrafts auch für sehr lange und ggf. auch schwere Menschen? Worauf sitzt man da eigentlich, gibt es ein Sitzkissen im Boot oder gibt es gelegentlich Grundberührung mit dem Allerwertesten? Gab es schon Bootsschäden und wenn ja, lassen die sich gut flicken?
                      - Ja, gibt es, schau mal hier. Das MRS Adventure X2 ist beispielsweise ein 2er, wird aber auch von Personen mit Hund oder extrem viel Gepäck verwendet. Zum Jagen wär's auch super, die Amerikaner nutzen ihre 2er Packrafts ja, um das Fleisch eines Karibous oder Elchs aus der Wildnis herauszuschiffen. Bis 1.95 m (oder sogar mehr?) und 140 kg solltest du aber auch in einem normalen wildwassertauglichen Packraft unterkommen.

                      - Es gibt einen aufblasbaren Sitz und eine aufblasbare Rückenlehne. Grundberührungen sind damit gut abgepolstert.

                      - Ja, erst an diesem Sonntag bin ich mit recht hoher Geschwindigkeit in ein (zu) kleines Kehrwasser gefahren und habe mir am Heck einen Riss zugezogen, weil das Ufer scharfe Schieferplatten hatte. Die Feldreparatur dauerte 15 Minuten: Stelle trocknen und auf die Innen- und Aussenseite Tesa-Tape (Isofix 2) draufkleben. Durch den Gepäck-Reissverschluss ("ISS", Internal Storage system), kommt man gut an das Innere der Schläuche, was die Reparatur erleichtert. Der Riss war dann gut abgedichtet, konnte den ganzen restlichen Tag damit WW III und IV fahren, ohne Luft zu verlieren. Demnächst sollte ich das dann mal ordentlich versorgen, also einen richtigen Patch mit Kontaktkleber draufgeben.
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                      • Libertist
                        Fuchs
                        • 11.10.2008
                        • 2061

                        • Meine Reisen

                        #71
                        AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                        So, ein Inhaltsverzeichnis ist nun im ersten Beitrag eingefügt.
                        Regelmäßige Updates auf Facebook: Outventurous || Galerie und Weltkarte gibt's auf der Outventurous Webseite.

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                        • geige284
                          Dauerbesucher
                          • 11.10.2014
                          • 825

                          • Meine Reisen

                          #72
                          AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                          Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
                          - Ja, erst an diesem Sonntag bin ich mit recht hoher Geschwindigkeit in ein (zu) kleines Kehrwasser gefahren und habe mir am Heck einen Riss zugezogen, weil das Ufer scharfe Schieferplatten hatte. Die Feldreparatur dauerte 15 Minuten: Stelle trocknen und auf die Innen- und Aussenseite Tesa-Tape (Isofix 2) draufkleben. Durch den Gepäck-Reissverschluss ("ISS", Internal Storage system), kommt man gut an das Innere der Schläuche, was die Reparatur erleichtert. Der Riss war dann gut abgedichtet, konnte den ganzen restlichen Tag damit WW III und IV fahren, ohne Luft zu verlieren. Demnächst sollte ich das dann mal ordentlich versorgen, also einen richtigen Patch mit Kontaktkleber draufgeben.
                          Und wie siehts in dem Moment aus, wo der Riss entsteht? Strömt sofort viel Wasser rein (aber nur so viel, dass das Packraft noch weiterschwimmt)? Oder, wenn der Riss über Wasser ist, fällt das Boot quasi in sich zusammen oder kann man sich zum nächsten Ufer retten ohne komplett im Wasser zu sitzen?

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                          • earlyworm

                            Erfahren
                            • 07.03.2007
                            • 386

                            • Meine Reisen

                            #73
                            AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                            Zitat von geige284 Beitrag anzeigen
                            Und wie siehts in dem Moment aus, wo der Riss entsteht? Strömt sofort viel Wasser rein (aber nur so viel, dass das Packraft noch weiterschwimmt)? Oder, wenn der Riss über Wasser ist, fällt das Boot quasi in sich zusammen oder kann man sich zum nächsten Ufer retten ohne komplett im Wasser zu sitzen?
                            Ich kann bei dem Thema etwas zur Einschätzung beitragen. Wir hatten letztes Jahr auf der Tour verschiedene Situationen mit Rissen im Packraft (Sehr scharfe Steine). Zur besseren Erläuterung erst mal ein Bild:


                            Wir vermuten das der Riss entstanden sind als wir die Enge an dem Haus gepaddelt sind (Siehe Hintergrund). Das haben wir nicht sofort bemerkt und paddelten gemütlich weiter. Nach ca. 1 Minute waren ungefähr auf Höhe von: oberes Bild rechter Rand Mitte. Dort hat Jens (Paddelpartner mit dem Loch im Packraft) bemerkt das er Luft verliert.
                            Als wir das bemerkt haben sind wir sofort Richtung nächstes Ufer gepaddelt. Dieses ist auf dem Bild zu sehen. Dieses haben wir gerade noch trocken erreicht und sind dort ausgestiegen. Das Packraft war kurz vor dem Ufer gerade noch paddelbar aber schon extrem lommelig. Wir schätzen das es nur noch ein paar Sekunden steuerbar gewesen wäre. Der Riss, unter der Wasserlinie sah so aus:



                            Geflickt haben wir das ganze dann mit Patch and Go. War kein Problem, aber ich empfehle eindeutig noch Alkoholpads dabei zu haben um die Stellen immer sauber zu machen bevor der Flicken drauf kommt.

                            Natürlich kommt es immer auf die Größe des Risses bzw. Loch an. Aber bei einer Luftkammer ist man schon relativ schnell manövrierunfähig falls man sich ein Beschädigung abholt im Wasser.

                            Hoffe die Beschreibung der Situation hilft etwas um Auswirkungen einschätzen zu können.
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                            • earlyworm

                              Erfahren
                              • 07.03.2007
                              • 386

                              • Meine Reisen

                              #74
                              AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                              Zitat von GemeinsamDraussen Beitrag anzeigen

                              Drei kleine Fragen am Rande: gibt es die Packrafts auch für sehr lange und ggf. auch schwere Menschen? Worauf sitzt man da eigentlich, gibt es ein Sitzkissen im Boot oder gibt es gelegentlich Grundberührung mit dem Allerwertesten? Gab es schon Bootsschäden und wenn ja, lassen die sich gut flicken?
                              Ein Freund von mir hat das selbe Problem. Der ist knapp 2 Meter gross und hat sich daher ein Sonderanfertigung machen lassen. Und zwar in Russland von der Firma Time Trial (https://timetrial.ru ). Das Ergebnis siehst du hier:


                              Bild: Unten ist das Alligator 2 S welches auch Libertists paddelt und oben das Time Trial Packraft.

                              Einen direkten Vergleich zu machen ist etwas unfähr da das Time Trial 400 Dollar gekostet hat und das Alligator bei ca. 1350 Euro liegt. Da ist es klar da das Time Trial nicht in der selben Liga spielt bezüglich Gewicht, Packmass und Robustheit. Für spassige Tageausflüge in WWW I bis II ist es aber ok.
                              Allerdings war die Bestellung etwas schwierig, hat am ende nur mit einer russisch sprechenden Kollegin geklappt.

                              Zum Löcher flicken.
                              Wir haben auf der letzten Tour am Piteälven insgesamt 4 Löcher gehabt. Wurden alle schnell und Problemlos mit Patch and Go geflickt:
                              https://www.packrafting-store.de/Rep...7mbb62a63e1852
                              Das war dann die Lösung bis zum Ende der Tour (mehrere Tage)

                              Zuhause wurden die Löcher dann mit Ersatzmaterial und Kleber "professionell" dicht gemacht.
                              ------------------------------------------------
                              http://www.canoeguide.net
                              Only the early worm catches the fish
                              ------------------------------------------------

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                              • Libertist
                                Fuchs
                                • 11.10.2008
                                • 2061

                                • Meine Reisen

                                #75
                                AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                                Zitat von geige284 Beitrag anzeigen
                                Und wie siehts in dem Moment aus, wo der Riss entsteht? Strömt sofort viel Wasser rein (aber nur so viel, dass das Packraft noch weiterschwimmt)? Oder, wenn der Riss über Wasser ist, fällt das Boot quasi in sich zusammen oder kann man sich zum nächsten Ufer retten ohne komplett im Wasser zu sitzen?
                                Ich hatte bisher nur Löcher/Risse im Schlauch, nie im Boden. Bei kleinen Löchern merkt man erst nach einigen Minuten, dass der Druck langsam abnimmt und hat dann genügend Zeit, an Land zu paddeln. Auf Fjorden, wo man nicht ohne weiteres anlanden kann, bläst jemand anderes nach, wenn nötig mehrmals, bis man an Land ist. Ist man allein, kann man auch selbst nachblasen, nur muss man sich dafür im Boot drehen, was mit Spritzdecke etwas mühsam sein kann.

                                Der Riss, den ich neulich hatte, war etwas grösser. Da liess innerhalb einer halben Minute der Druck deutlich nach, das Boot sackte in sich zusammen und ich musste direkt am Rand des Flusses aussteigen. Ob der Riss unter oder über Wasser ist, spielt wahrscheinlich erstmal keine so grosse Rolle. Wasser im Inneren der Schläuche hatte ich noch nie.
                                Regelmäßige Updates auf Facebook: Outventurous || Galerie und Weltkarte gibt's auf der Outventurous Webseite.

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                                • Libertist
                                  Fuchs
                                  • 11.10.2008
                                  • 2061

                                  • Meine Reisen

                                  #76
                                  AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                                  Zitat von earlyworm Beitrag anzeigen
                                  Zuhause wurden die Löcher dann mit Ersatzmaterial und Kleber "professionell" dicht gemacht.
                                  Hallo Holger, eine solche Reparatur steht bei mir auch noch aus. Hab das noch nie zuvor gemacht, hat es bei dir recht gut funktioniert? Ich habe vom Tesa-Tape erhebliche Kleberückstände auf dem Schlauch, allein das Säubern wird wahrscheinlich schon ziemlich mühsam...
                                  Regelmäßige Updates auf Facebook: Outventurous || Galerie und Weltkarte gibt's auf der Outventurous Webseite.

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                                  • Libertist
                                    Fuchs
                                    • 11.10.2008
                                    • 2061

                                    • Meine Reisen

                                    #77
                                    AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                                    Hier nun das Video von der Saane, gepaddelt am 27. Mai bei gutem Wasserstand (leicht über Mittelwasser). Wir konnten an der höchstmöglichen Stelle einsetzen, bei Gsteig, was nur während der Schneeschmelze oder nach Regen möglich ist. Von dort aus haben wir den Fluss auf eine Länge von über 26 km gepaddelt, bis zum Ausstieg in Chateau-d´Oex.

                                    Man sieht Elias im roten Boot, mich im schwarzen.

                                    Die Saane ist mit einer Schwierigkeit von WW III-IV angegeben, wobei die Schlüsselstelle (das „Saane-S“) mit IV+ bewertet wird. Zuvor kommt eine schöne Klamm, im Video ab Minute 3:20 zu sehen. Elias ist leider gleich am Klammeingang baden gegangen, stieg aber sofort wieder ein und konnte den Rest der Klamm paddeln.

                                    Ziemlich anspruchsvoll war dann das Saane-S, im Video ab Minute 4:13 zu sehen. Ich bin recht gut durchgekommen, Elias hat mich gefilmt. Im Anschluss hat er die Helmkamera übernommen und ist leider gleich in der ersten Walze ins Wasser gefallen, was dazu führte, dass er die halbe Schlucht durchschwimmen musste. Nicht weiter tragisch, aber erstmal ein kleiner Schock.

                                    Die Saane ist der schönste und abwechslungsreichste Fluss, den ich bisher gepaddelt bin; mit dem Saane-S bestimmt auch der schwierigste. Habe mich während der gesamten 26 km eigentlich ziemlich sicher gefühlt und bin auch kein einziges Mal schwimmen gegangen. Das ist aber sehr Tagesform-abhängig: Es hätte genauso gut ich sein können, der am Saane-S baden geht.


                                    (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )
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                                    • Antracis
                                      Fuchs
                                      • 29.05.2010
                                      • 1267

                                      • Meine Reisen

                                      #78
                                      AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                                      Da gehts ja mächtig zur Sache.

                                      Wie ist eigentlich Dein Eindruck zum Thema Packraft-Tour und Totalverlust der Ausrüstung beim Kentern ?
                                      Du stehst ja sicher mit vielen Leuten im Dialog bzw. Bekommst einiges mit auf Packraftmeeting und Co. Soweit ich mich erinnere, ist Dir das ja auch schon mal passiert ?

                                      Sicher muss man auf sowas vorbereitet sein, vor allem Solo, aber auch in der Gruppe. Würde mich interessieren, ob es da Erfahrungsberichte gibt, Vorkehrungen (vom "Mini-Survival-Set" bis hin zu der Frage, wie man eigentlich die Ausrüstung aufteilt ect.


                                      Wir haben die Anschaffung ja bisher leider immer noch nicht gewuppt ( Für zwei Leute sind Boot, Drysuit und Paddel echt ein Posten, irgendwie floss dass Geld immer woanders hin. ) , aber ich rechne fest mit Anfang nächsten Jahres.

                                      Die erste Tour werden wir dann vermutlich im gefürchteten Wildwasser der finnischen Seen absolvieren.

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                                      • Libertist
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                                        • 11.10.2008
                                        • 2061

                                        • Meine Reisen

                                        #79
                                        AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                                        Hi Sascha,

                                        zum Thema Survival und Totalverlust kann ich dir leider nicht viel sagen. Ich hab einmal ein Paddel verloren und musste deshalb die Tour abbrechen und in zwei Tagen zurück Straße marschieren, aber Schlimmeres hab ich noch nicht erlebt. Am Körper trägt man ein paar Gegenstände, die der Sicherheit im Wildwasser dienen, aber eigentlich nichts, was im Zweifel auch die im Boot verstaute Ausrüstung ersetzen könnte. Naja, Streichhölzer und ein Messer vielleicht, aber wer will schon davon leben... Wenn ich mal wieder eine längere, anspruchsvolle Tour mit schwierigem Wildwasser plane, werde ich deine Frage mal ordentlich angehen.

                                        Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
                                        Wir haben die Anschaffung ja bisher leider immer noch nicht gewuppt ( Für zwei Leute sind Boot, Drysuit und Paddel echt ein Posten, irgendwie floss dass Geld immer woanders hin. ) , aber ich rechne fest mit Anfang nächsten Jahres.
                                        Cool, lass mich wissen, wenn du irgendwie Hilfe brauchst. Und wenn du beim Packrafting Store in Deutschland bestellst und meinen Namen erwähnst, bekommst du sogar ein kleines Geschenk dazu.
                                        Regelmäßige Updates auf Facebook: Outventurous || Galerie und Weltkarte gibt's auf der Outventurous Webseite.

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                                        • Antracis
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                                          • 29.05.2010
                                          • 1267

                                          • Meine Reisen

                                          #80
                                          AW: [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge

                                          Zitat von Libertist Beitrag anzeigen

                                          Cool, lass mich wissen, wenn du irgendwie Hilfe brauchst. Und wenn du beim Packrafting Store in Deutschland bestellst und meinen Namen erwähnst, bekommst du sogar ein kleines Geschenk dazu.
                                          Danke für das Angebot, Gabriel. Wir schwanken aktuell noch zwischen Alpacka und MRS. Für ersteren spricht aus meiner Sicht die immense Erfahrung, andererseits ist Leipzig nicht weit und da könnte man alles ausprobieren. Bei der Summe, die bei Booten, Suit, Paddeln und Schwimmweste für zwei Personen zusammen kommt, überlegt man schon mal länger.

                                          Vorbehalte gegen Made in Fernost sind ja so eine Sache, wenn ich so schaue, was alles von meiner überteuerten Ausrüstung dort gefertigt wurde.

                                          Ich komme aber gerne nochmal auf Dich zurück, wenn es konkreter wird. Im Februar bin ich wahrscheinlich beruflich auch einige Tage in Wien, vielleicht ergibt sich ein Kaffee, falls Du dann nicht auf der anderen Seite der Erdkugel bist.

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