[NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

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    • 22.07.2013
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    • Meine Reisen

    [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Land:Norwegen
    Reisezeit: Juli / August 2014
    Dauer: 16 Tage

    Anreise

    Meine Anreise geschah ganz gewöhnlich mit Flugzeug und Zug. So bin ich am 18 Juli morgens früh aufgestanden um von meinen Eltern dann nach Frankfurt gefahren zu werden. Mein Flug ging um 10 Uhr, also sind wir so um 7 bei mir zu Hause losgefahren. Am Flughafen war zwar alles etwas chaotisch, aber das Flugticket war schnell gedruckt und mein Gepäck war auch schnell aufgegeben. So hatte ich noch genug zeit und konnte mich dann auch in Ruhe von meinen Eltern verabschieden. Der Flug verlief relativ unspektakulär. Auch in Oslo am Flughafen verlief alles gut, da ich auch genug Zeit hatte bis mein Zug nach Otta kam. Die Zugfahrt zog sich dann zwar etwas dahin aber am späten Nachmittag war ich dann in Otta. Jetzt musste ich nur noch ein Paar Kleinigkeiten besorgen. Also zunächst in den nächsten Supermarkt und noch die letzten paar Sachen, wie Klopapier und Deo gekauft. Dann musste ich nur noch Spiritus finden. Im Europris war dies dann nach einigem suchen gefunden. Nachdem ich jetzt alles hatte konnte es ja am nächsten morgen losgehen mit dem Bus nach Gjendesheim. Dort kam ich dann um kurz nach 9 Uhr morgens am nächsten Tag an. Zu meiner Verpflegung: Morgens gab es 150g Müsli, Mittags 150g meiner Nussmischung und Abends ein Fertiggericht. Am gleichen tag ging es dann auch schon los...



    Etappe 1: Von Gjendesheim - Russvatnet

    Da der heutige Tag eigentlich noch zu meiner Anreise gehörte wollte ich eigentlich nur bis zum Bessvatnet laufen, dennoch bin ich noch ein Stück weiter bis zum Russvatnet. Aber erst wieder an den Anfang. Der Buss hatte mich und ein Paar andere Wanderer direkt am See unten herausgelassen. Ich suchte dann erst mal den richtigen Weg. Dieser war schnell gefunden einfach quer über den Parkplatz und dann den Hang hoch. Nach einer halben Stunde habe ich dann erst einmal gefrühstückt und noch die schöne Aussicht genossen. Aber dann ging es auch schon weiter den Hang hoch. Durch meinen für mich schweren Rucksack kam ich nicht so schnell voran und so überholten mich ein paar Leute. Das für mich noch am Anfang etwas ungewöhnliche „Hey“ das ich immer mal wieder von hinter mir von Norwegern hörte erschreckte mich anfangs noch aber ich gewöhnte mich rest schnell daran.



    Als ich dann am Abzweig zum Besseggen angekommen war gingen viele der Leute in diese Richtung, ich wollte aber Richtung Glitterheim. Auf meinem Weg ging es dann weiter nach oben und das Rucksackgewicht machte sich des öfteren bemerkbar und so setzte ich mich auch immer mal wieder hin. In dieser Zeit überholten mich auch des öfteren Leute. Aber als ich dann oben ankam sah ich dann den Bessvatnet wo ich eigentlich mein Zelt aufschlagen wollte. Aber hier war es doch sehr windig. Mittlerweile hatte ich meine Jacke angezogen, weil es mir ein bisschen kalt wurde. Ich lief dann weiter weil es auch noch zu früh für eine Mittagspause war.











    Ab hier ging es dann zum Glück erst mal etwas ebener weiter und dann nachdem ich die Bessheimrundhoe umrundet hatte nach unten. Jedoch kam ich trotzdem nicht so gut voran wie ich mir das vorgestellt hatte. An die Teils doch recht vielen Steine auf dem Weg, im Gegensatz zu den Alpen, musste ich mich erst einmal mal gewöhnen. Und so war ich doch recht fertig als ich dann am Russvatnet angekommen bin. Hier hatte ich dann erst mal eine Mittagspause gemacht. Die Sonne kam auch mal wieder heraus und so konnte ich die Pause genießen während ich an der Brücke saß. Hier machten auch noch mehr Leute eine Pause und manche schlugen schon ihr Zelt direkt am See auf.
    Ich wollte aber noch weiter laufen, auch wenn ich mich etwas schlapp nach der Pause fühlte. Der Weg führte dann weiter am See entlang. Es ging immer wieder ein paar Meter hoch und dann ein paar Meter runter. Aber noch relativ kurz nach meiner Pause fühlte ich mich langsam aber sicher sehr schlapp und ich hatte angefangen nach einem Platz für mein Zelt zu suchen, was garnicht so einfach. Ich dachte mir warum ich nicht auch am Anfang des Sees mein Zelt aufgeschlagen hatte. Ich fand dann aber zum Glück kurz nach einem Kiesstrand einen Platz für mein Zelt. Insgesamt hatte ich für diese Strecke fast 4 Stunden gebraucht. Aufgebaut war es dann schnell un dnachdem ich dann später etwas gegessen hatte ging ich recht schnell ins. In der Nacht wurde es dann windiger und es gab ein Gewitter. Das fängt ja toll an dachte ich.









    Etappe 2: Russvatnet bis Glitterheim

    Über Nacht wurde es ziemlich kühl und auch die Temperatur am nächsten morgen war recht frisch. Nach dem Frühstück und dem zusammenpacken zog ich dann los. Immerhin am Anfang als ich noch am See entlang gewandert bin hatte ich immer mal wieder die Sonne gesehen, aber es wurde im Laufe des Tages immer garuer und ich sah nur noch manchmal den blauen Himmel. Laut Karte sollte es relativ schnell am Hang entlang nach oben gehen. Jedoch sties ich auf ein Schild, dass mich ein bisschen anders leitete und so bin ich den roten Bändern gefolgt die mich dann auch den hang hoch führten. Nach einer Stunde machte ich dann eine erste kurze Pause. In dieser sah ich recht viele Wanderer die von oben auf die andere Seite des Baches gingen. Ich wollte den gleichen Weg hoch wie diese runter kamen da ich auch das nächste rote Band nicht sah. Ich versuchte über den Bach zu kommen sah dann aber dann das nächste rote Band und folgte dann zum Glück diesem. An der Stelle wo der Weg laut Karte den Bach überqueren sollte war die Brücke kaputt und so war ich doch ganz froh, dass ich den Bändern gefolgt war. Jetzt ging es dann weiger Steil quer zum Hang weiter. Hier zog langsam ein frischer Wind auf, der mich auch noch relativ lang begleitete.











    Von hier ging es dann in ein kurzes Hochtal und ich sah schon von weitem den Pass den ich hoch musste. Der Weg wurde auch langsam immer steiniger. Aber ich hatte die ganze Zeit einen sehr schönen Ausblick auf die 2000er und die Gletscher die weslich von mir lagen. Hier begegneten mir dann auch wieder Menschen die mir entgegenkamen. In meine Richtung sah ich erst später am Tag zwei männer laufen. Der Weg zog sich dann etwas, weil ich immer noch nicht so richtig flott über die Steine kam und ich wegen meinem Rucksack etwas langsamer unterwegs war und mich immer mal wieder setzte. Langsam aber stätig näherte ich mich dem Pass und es wurde auch weider etwas kühler. Ein paar Schafe sah ich hier auch. Dann direkt am Pass ging es dann über Schotter und Steine nach oben.Auch hier machte ich ein paar Stehpausen, weil ich doch außer Atem kam. Von oben hatte ich aber eine wunderebare Sicht auf den Glittertinden. Wobei sich die Spitze noch in Wolken verbarg. Dies änderte sich aber im Laufe meiner Pause, die ich dort oben machte.


















    Von oben sah ich schon das erste mal Glitterheim, aber ich wusste, dass ich noch ein bisschen brauchen werde. Nach unten hin wurde es wieder weniger steinig. Zum Glück und ich kam wieder etwas flotter voran. Aber ich war froh als die Hütte dann endlich wirklich in der Nähe war und ich suchte mir dann einen Platz für mein Zelt. Auch der zweite tag hatte mich ziemlich fertig gemacht und so war ich doch recht froh als ich nach dem Essen in meinem Zelt lag. 5:30 Stunden hatte ich gebraucht. Mir war zu diesem Zeitpunkt völlig unklar wie man diese Strecke in sieben Stunden, von Gjendesheim, schaffen sollte.

    Etappe 3: Glitterheim bis Spiterstulen

    Heute sollte es meist grau bleiben und sehr steinig werden, aber erst mal ging es sehr angenehm in Glitterheim los. Um 8 Uhr waren es gerade mal fünf Grad. Schon sehr kühl wenn man die Temperatur weiß. Nichts desto trotz ging ich dann um 9 Uhr in Kurzen Hosen und Jacke los. Ich dachte ja mir wird schon warm genug werden, wenn ich mal los laufe. Der Weg durch das Tal war erstmal sehr angenehm. Es ging gut sichtbar auf einem Pfad durch das Tal. Nur manchmal waren ein paar Steine auf dem Weg und so kam ich gut voran. Der Entschluss die Talroute zu nehmen und nicht über den Glittertinden, erfolgte dadurch das das Wetter schlecht aus sah und mir das ganze auch so schon schwer genug vorkam, mit dem Rucksack. Als es dann langsam steiniger wurde und ich den heutigen Pass schon sah fing es an zu regnen und die Temperatur kam mir nun noch kälter vor. In dieser Zeit überholten mich dann auch die einzigen zwei Leute die ich bis kurz vor Ende des Weges heute traf. In meiner zweiten Pause zog ich mir dann auch lange Hosen an. Jetz ging es den Pass hoch. Dieser war sehr steinig, aber der Weg war leicht durch zu finden und man konnte schön auf einen Wasserfall schauen während man aufstieg. Dieser Aufstieg wiederum fiel mir schon leichter als die tage davor auch wenn es noch anstrengend genug war. Im laufe des Aufstieges kam auch immer wieder die Sonne heraus, auch als ich oben ankam und so hatte ich eine schöne Ausscicht zurück und auf die vor mir liegenden Seen.















    So angenehm es erstmal war, dass ich oben war, so schnell wurde es zu einer Tortur an den Seen entlang über Steine zu klettern. Da dachte ich schon wie Zeitraubend das ganze ist, aber zum glück endeten immerhin nach den Seen diese wirklich großen Steine und es ging in ein Steinfeld über bei dem ich erst mal nicht das Ende absehen konnte, also lief ich einfach drauf los. Immer von Stein zu Stein und immer hoffend ein Ende zu sehen. Da das aber erst mal nicht geschah, lief ich von T zu T ohne wirklich ein Gefühl dafür zu haben, ob ich schnell oder langsam vorankomme. Im Laufe des Steinfeldes hatte ich dann uach noch eine größere und ein paar kleine Sitzpausen gemacht. Psychisch empfand ich das ganze anstrengender als körperlich, weil ich einfach nicht wirklich gesehen hatte, dass ich vorankomme. Aber es entstanden im Nachhinein ein paar sehr schöne Bilder.







    Kaum ein Blick für Rechts und Links ging ich über das Steinfeld und machte auch kaum Bilder. Als ich dann den Leirtjonne sah wurde der Weg langsam angenehmer und ich sah auch am See ein Zelt und ein paar Menschen. Hier gab es immmerhin wieder einmal Flächen zwischen den Steinen und ich kam auch wieder etwas flotter voran. Aber es dauerte noch bis zum ersten Schild Richtung Glittertinden bis ich das Steinfeld endgültig verlassen hatte. Hier in der nähe sah ich auch meine ersten Rentiere. es waren drei Stück. Leider war ich noch viel zu weit weg um wirklich gute Fotos zu machen. Ab hier war es dann nicht mehr allzu weit bis nach Spiterstulen. Der Galdhopigge hing leider in Wolken, so dass ich ihn nicht sehen konnte. Aber als ich dann ins Tal runter schauen konnnte kam endlich der letzte finale Abstieg nach Spiterstulen. Hier traf ich auch wieder ein paar andere Wanderer. Sechs Stunden hatte ich heute gebraucht.







    Hier beschloss ich dann erst einmal zwei Pausentage einzulegen, teils um mein Rucksackgewicht zu verringern, aber auch um auf ein bisschen besseres Wetter zu hoffen. Für 70 KR ging das noch völlig in Ordnung und duschen konnte ich auch mal wieder. Leider verbesserte sich das Wetter nicht wirklich es wurde nur noch regnerischer. Also ging es nach zwei Tagen immernoch grau nach Leirvassbu weiter. Hier noch ein paar Fotos aus Spiterstulen.







    Etappe 4: Spiterstulen bis Leirvassbu

    Frisch und voller Motivation ging es nach den Pausentagen weiter. Das Wetter war zwar immer noch nicht schöner aber der Rucksack kam mir schon merklich leichter vor. Leider wurde es heute ziemlich matschig und nass durch den Regen der letzten zwei Tage. Aber trotzdem kam ich zunächst sehr gut voran und ich hatte nicht mehr so schnell das Bedürfnis meinen Rucksack absetzen zu müssen. Erst einmal konnte ich einem norwegischen Paar vom Tempo folgen, die aber irgendwann in eine andere Richtung liefen als ich und somit war ich erst einmal wieder alleine. Ich kam trotzem weiter gut voran. Es war sehr angenehm zu gehen. Es ging leicht bergan und auf einem guten Pfad, durch das Tal. Denoch hatte ich zwiemal ein bisschen nasse Füße bekommen las ich durch zwei Bäche musste.











    So ungefähr bei der Hälfte des Weges traf ich eine nette frau mit der ich kurz erählte und die mich darauf hinwies, dass am Talende eine überflutete Stelle komme die quer über den Weg ging. Bis dahin war es aber noch hin und kurz darauf fing es erst mal an zu regnen. Dieser währte aber zum Glück nicht lang, aber es wurd eeben alles nass und ein wenig rutschig. Hier sah ich auch meine erste größere Herde Rentiere die ich ausgiebig fotografierte ohne sie wirklich hoffentlich zu stören, dank Teleobjektiv. Auch ein paar schöne Blumen sah ich wieder des öfteren heute auf dem Weg, sie sind weis und wuschig.











    Nach der kurzen Fotopause ging es auch schon weiter. Die Kyrkja, die ein ziemliches Ende meines heutigen Tages markierte, sah ich schon recht früh aber ise war ein guter Marker dafür wie weit ich schon war. Ziemlich am Ende des Tals, bevor es hoch zu den Seen ging, kam dann auch die überflutete Stelle. Es war ein ganzes überflutetes Areal. So ging es rund 10 Meter über Steine die Teils im Wasser lagen und manche die herausschauten weiter. Den kleinen Pass kam ich dann relativ schnell hoch und oben an einem der Seen machte ich erst mal meine Mittagspause . Leider war es nicht sehr angenehm weil es sehr windig wurde und mir selbst in meinen komplett langen Sachen leicht kalt war. Deswegen zog ich auch schnell weiter. So weit war es ja nicht mehr bis zur Hütte. So war es auch, ich sah schon bald die Hütte. Jetzt musste ich nur noch den See umrunden, das zog sich zwar etwas, aber letzendlich als ich an der Hütte war hatte ich nur 4:30 Stunden gebraucht. Hier war es gar nicht so leicht einen Platz für mein Zelt zu finden, weil alles sehr uneben war. Auch hier wollte ich einen tag bleiben um am nächsten Tag auf die Kyrkja zu steigen. Jedoch sollte es einfach nicht so sein es regnete den ganzen nächsten Tag und so las ich wieder viel in meinem Buch.







    Zuletzt geändert von Alpentrekker; 20.08.2014, 14:30.
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    #2
    AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

    Etappe 5: Leirvassbu bis Skogadalsboen

    Auch der heutige Tag begrüßte mich erst mal wieder grau und kalt. Durch den fast Dauerregen des letzten Tages war alles nass und beim abbauen meines Zeltes bekam ich erst mal wieder sehr kalte Finger. Aber es sah so aus, dass die Sonne heute herauskommen sollte. So war es dann auch. Aber erst mal war es noch kühl. An diesem Morgen gingen viele Leute los, aber in alle möglichen Richtungen, nur ein paar wenige gingen in meine Richtung. Auf der Karte sah ich, dass ich erst mal einem Forstweg folgen konnte und dann später auf den DNT Weg queren kann. Kurz bevor ich dann startete um kurz nach 9 schien dann auch das erste mal nach Tagen wieder die Sonne. Was für ein Segen. Der Rucksack hatte mittlerweile ein sehr gut tragbares Gewicht. So kam ich dann die esrten 1,5 Stunden sehr gut voran. Anfangs ging es noch ein bisschen bergauf. Hier zerstreuten sich auch langsam die anderen Gruppen. Aber dann ging es bergab. Bis ich dann meine erste Pause machte nach 1,5 Stunden blieb ich auf dem Forstweg. Nach der pause querte ich dann auf den normalen Weg.







    Ab hier musste ich dann wieder etwas mehr auf den Weg achten weil manchmal Steine darauf lagen. Nach kurzem laufen kam ich dann über eine Brücke und machte noch eine kurze Fotopause. Hier setzte sich langsam mehr und mehr die Sonne durch und es wurde auch wärmer. Die Vegetation nahm auch langsam immer mehr zu. Hier sah ich dann auch einen kleinen Staudamm an dem ich kurz nach dem nächsten T suchte den Weg aber dann schnell fand. Leider wurde es ab hier auch immer matschiger. Kurz nach dem Damm kam eine kleiner Steiler Abstieg der manchmal durch Nässe oder Matsch erschwert wurde. Der Matsch begleitete mich dann leider noch den ganzen weiteren Tag. Nach dem vielen grau der letzten Tage war das Tal hier der reinste Tropendschungle. Circa bei der Hälfte des Weges kamen mir dann auch ein paar Leute entgegen, die wesentlich sommmerlicher gekleidet waren als ich. Aber mittlerweile war es auch relativ angenhem warm. Bis ich dann aber bei der zweiten Brücke ankam dauerte länger als ich gedacht hatte. Ich kam nicht so gut voran weil ich nicht immer quer durch den Matsch gehen wollte und ich auch heute schon bis über den Knöchel im Matsch stand.















    Die Pflanzen um mich herum überragten langsam meinen Kopf und mir wurde immer wärmer. Es wurden alle Luken an der Hose und ich kam mir als ich dann meine letzte wirkliche Pause machte wirklich vor wie in einem tropischen Wald. Der weg war hier dann nur noch ein schmaler Pfad durch das grün. Teilweise wurde er auch recht steil, aber ich war schon sehr nah an der Hütte. Kurz davor setzte ich mich noch mal auf einen Stein. Ich schwitzte so sehr. Hier redete ich noch ein bisschen mit eine Norweger. Es waren noch 10 Minuten bis zur Hütte, wo ich dann auch campte. ich zog erst mal,als ich mein Zelt aufgebaut hatte kurze Sachen an. Jetzt war es angenehm. 5:30 Stunden hatte ich gebraucht.











    Am nächsten genoss ich einfach nur das schöne Wetter und fotografierte ein bisschen...









    Etappe 6: Skogadalsboen in Richtung Gjendebu

    Nach dem Tag Pause startete ich wieder frisch und bei guten Wetter zu einem langen Tag. Anfangs war das Wetter sehr gut und so startete ich in kurzen Hosen. Es ging das Tal hoch, anfangs noch durch Brikenwald und dann nach kurzem über freier werdende Fläche. Ich sah auch schon recht früh die Stufe im Gelände die es zu überwinden galt. Der Pfad war gut sichtbar und nur manchmal waren Steine auf dem Weg und so kam ich gut voran. Als ich an der Stufe angekommen war sah ich, dass auch hier ein Damm ist. 20 Minuten brauchte ich dann nach oben. Von hier hatte man dann eine wunderbare Aussicht zurück ins Tal und auf das Hurrungane-Massiv. Aber mittlerweile war es auch schon wieder kühler geworden und ich wollte dann in der nächsten Pause lange Sachen anziehen. Hier oben ging es dann erst einmal lange Zeit über einen sehr guten Pfad. Mal auf und mal ab, aber immer steigend.





















    Der weitere Weg zog sich dann ziemlich dahin, auch weil es zunehmend steiniger wurde. Als ich dann an die Seen kam an denen man entlang laufen muss fing es auch kurzzeitig an zu regnen. Aber immerin sah ich schon bald den Pass. Zum Glück regnete es hier nicht mehr und so schleppte ich mich hinauf. Oben traf ich dann eine Familie und eine zweite Gruppe. Auf dem Pass ging es dann noch ein Stück auf gleicher höhe weiter bis der abstieg beginnt. Hier geht es erst mal relativ steil abwärts zu einem See, von dem ich schon früh sah, dass es sehr steinig wird. Aber es wurde so eine Tortur, ziemlich entnervend nach 5 Stunden laufen. So kraxelte ich über eine Stunde an dem See entlang der gar kein Ende zu nehmen schien. Meine Füße taten mir auf den Steinen auch langsam weh, aber ich musste ja weiter. Als dann endlich ein Ende auszumachen war kam ich auf eine Hochebene mit vielen kleinen Seen, hier hielt ich auch nach einem Zeltplatz ausschau und fand nach fast 7 Stunden wandern auch einen. Meine Füße waren ziemlich fertig.









    Es war zwar alles etwas uneben, aber dafür war es sehr windstill und ich konnte recht gut schlafen.
    Zuletzt geändert von Alpentrekker; 26.08.2014, 13:31.
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      #3
      AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

      Etappe 7: Nach Gjendebu

      Ich wusste, dass es heute nur noch eine kurze Etappe werden würde, denoch bin ich auf Grund des guten Wetters wieder um 9 Uhr gestartet. Heute morgen war es immer noch so schön windstill und so konnte ich in aller Ruhe meine Sachen zusammen packen. Die Sonne beglückte mich fast den ganzen Weg und mit guter Laune stieg ich weiter ab. Anfangs ging es noch immer mal wieder über Steine und kleine Steinfelder, die jedoch immer weniger wurden. Circa eine halbe Stunde nach meinem Zelplatz entdeckte ich noch einen viel besseren, dieser war wesentlich ebener. Nach und nach ging es mehr und mehr in Wiese über. Es war sehr angenehm zu laufen und so schlenderte ich dahin, mit einer wunderbaren Aussicht auf die umliegenden Berge, da es relativ klar war und ich blauen Himmel hatte.











      Viel Anspruch hatte der Teil des Weges mir nicht mehr gestellt auch dadurch, dass ich immer nur abwerts gehen musste. Kurz nach dem ich dann das erste mal den Gjendesee sehen konnte kamen mir auch die ersten Menschen entgegen, die immer mehr wurden. Da ich mich nicht hetzen musste hatte ich auch genug Zeit zum fotografiern.









      Der See schien noch ein Stück entfernt zu sein, aber es dauerte weniger lang als ich dachte. Das letzte Stück führte dann durch ein Brikenwäldchen. In dem der Pfad sehr gur ausgebaut war und das vorankommen so noch leichter war. Schlammig war es heute zum Glück auch schon wieder wesentlich weniger. Kurz nach der Hütte hatte ich dann kostenpflichtig gezeltet und die restliche Zeit des Tages in der Sonne verbracht. 2:30 Stunden hatte ich noch gebraucht mit einigen Fotoapusen.





      Zuletzt geändert von Alpentrekker; 01.09.2014, 14:08.
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      • Julia
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        #4
        AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

        Zitat von Alpentrekker Beitrag anzeigen
        Mir war zu diesem Zeitpunkt völlig unklar wie man diese Strecke in sieben Stunden, von Gjendesheim, schaffen sollte.
        Wenn man von Hütte zu Hütte mit leichtem (Tages-)Gepäck unterwegs ist, wie die Norweger das traditionell machen und vom DNT, der ja die Pfade und Hütten unterhält, auch "vorgesehen" ist, ist das absolut gut machbar. Es sind reine Gehzeitangaben - Pausen kommen noch dazu. Ausserdem sind die Norweger ja ein sportliches Völkchen und flott unterwegs .

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        • Alpentrekker
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          #5
          AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

          Ja das hatte ich mir später dann auch gedacht. Als ich mich dann mehr dann gewöhnt hatte fand ich die zeiten völlig machbar
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            #6
            AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

            Fortsetzung folgt
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              #7
              AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

              Nächster Teil ist online... Für Bukklaegret und Besseggen kommt auchwieder etwas mehr Text
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                #8
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                Etappe 8: Gjendebu bis Memurubu

                Ich wusste, dass es heute wieder anstrengend werden würde, aber das Wetter begrüßte mich mit Sonnenschein und blauem Himmel und so ging ich guter Dinge los. Über den Bukkelaegret sollte es heute nach Memurubu gehen. Gleich mehr dazu.
                Anfangs ging es erst einmal direkt am See entlang und nachdem man die Anlegestelle hinter sich hat geht auf einem gewohntem Pfad durch die dichte Vegetation. Es war ein einfaches durchkommen mit manchen Aufs und Abs. Aber die Steine waren hier unten leider wesentlich rutschiger als ich bisher gewohnt war obwohl sie einen trockenen Eindruck machten.
                Schon gleich nach dem Start traf ich immer mal wieder ein Paar Leute die ich dann nach und nach überholte. Der Anfang zum Aufstieg ist nicht zu verfehlen, weil sich der weg wie eine Schneise durch die Vegetation zieht. Aufwärts geht es Anfangs über einen schmalen Pfad im zick-zack nach oben. Mir war es durch die Sonneneinstrahlung recht warm und so schwitzte ich auch ordenlich. Man muss immer wieder seine hände benutzen. Die erste richtige Kraxelstelle erreichte ich dann recht schnell. Hier wurde dann erstmal mein Stock an den Rucksack gehäftet.
                Allgemein zu den Kraxelstellen am Bukkelaegret ist zu sagen, dass sie ersten auch alle mit einem schwereren Rucksack machbar sind. Meiner hatte zu diesem Zeitpunkt noch 21 Kilogramm dewogen. Und zweitens sie alle mit Ketten gesichert sind. Soweit die Steine an den Kraxelstellen nicht sonderlich nass sind, sind sie sehr gut machbar. Bei mir waren sie etwas nass, aber es ging trotzdem recht gut. Trittsicherheit sollte man natürlich haben.











                Weiter oben wird die Vegetation wieder kleiner und der Weg bewegt sich auch öfters wieder über Geröll. Insgesamt sind es meine ich drei Kraxelstellen gewesen die alle jeweils mit einer Kette gesichert waren an der man sich gut festhalten konnte. Diese waren meistens nicht unbedingt notwendig, aber gewiss praktisch und sie verleihen eine gewisse Sicherheit. Wenn der Hauptteil des Anstieges gepackt ist dann wird der Weg etwas flacher und man sieht schon das Ende des Bukkelaegret kommen.
                Nach ein paar Steh und kurzen Trinkpausen wa rich dann auch oben auf dem vermeindlichem Plateau. Es ging nochmal kurz hoch und dann kam man erst auf das Plateau. hier machte ich dann aber erst mal eine schöne Pause. Mit einer wunderbaren Aussicht zurück und nach vorne. Auch wenn langsam ein starker Wind aufzog konnte ich die Pause und die Landschaft geniesen. Hier oben versammelten sich gleich ein paar Leute die auch Pause machten.





                Nach der Pause ging es dann nochmal ein Stück nach oben und dann war ich auf dem richtigen Plateau. Die Aussicht war noch besser und ich kam kaum voran weil ich dauernd Fotos machen wollte. Der Wind ist geblieben und wollte mich auch so bald nicht verlassen aber immerhin scheinte noch eine ganze Zeit die Sonne, aber sich schon langsam eine Wolkenfront kommen.
                Den Weg oben auf dem Plateau fand ich anfags sehr schön. Die Aussicht überwältigte mich geradezu, aber irgewndwann hatte mich dass auf und ab über kleinere und größere Hügel doch etwas genervt, auch weil das Wetter langsam schlechter wurde. Ich hoffte immer, dass doch jetzt endlich der finale Abstieg beginnen musste. Kurz vor dem Abstieg machte ich dann nochmal eine Pause in der ich mir dann auch lange Sachen angezogen hatte. Mittlerweile war es doch wieder kühl, da die Sonne hinter Wolken war und der Wind noch stärker wurde.















                Der richtige Abstieg dann war recht steil und es gab immer so viele Wege nebeneinander, dass man gar nicht wusste welcher der richtige war. Leider erschwerte mir der Wind den Abstieg noch dazu, weil mich manche Böen aus dem Gleichgewihct brachten und ich so umso mehr aufpassen musste. So war ich dann froh als ich endlich unten war und die Hütten von Memurubu sah. 4:20 Stunden hatte ich gebraucht. Der Wind hatte nicht wie ich hoffte nachgelassen sondern wurde nur leicht durch die lichte Vegetation gedämpft. An der Hütte bezahlte ich dann für den Campingplatz und hatte dann auch leichte Probleme mein Zelt bei dem Wind aufzustellen. Da es auch kaum wirklich geschützte Plätze gab. Es wurde dann auch eine sehr stürmige Nacht, aber mein Zelt und die Herringe hielten.

                Etappe 9: Memurubu bis Gjendesheim

                Eigentlich wollte ich heute auf den Surtningssue steigen. Das heutige Wetter war gut es war wieder Sonnenschein und blauer Himmerl. Der Wind hatte zwar gedreht, war aber immer noch genauso stark wie am Vortag. In der Hütte sah ich dann den Wetterbericht und sah, dass es ab morgen sehr schlechtes Wetter geben sollte. Grau und immer wieder Regen. So musste ich mich entscheiden entweder noch einer 2000er hier zu besteigen oder den Besseggen bei gutem Wetter zu überqueren. Wie der Tagestitel schon sagt, habe ich mich für den Besseggen entschieden. Das war im nachhinein gesehen auch die richtige Entscheidung, weil es den Tag drauf auch wirklich oft geregnet hatte und die zwei folgenden Tage auch. So baute ich dann mein Zelt ab und schloss mich der Menge die Richtung Besseggen ging an.





                Der erste Austieg war anstrengend und der Wind machte es nicht gerade leichter, trotzdem kam ich in einem gleichmäßigem Tempo immer weiter nach oben. Für mich es fast bis zum wirklichen Grad schwierig Bilder zu machen, weil der Wind sie sehr leicht verwackelte und immer wenn ich mich umdrehte meine Augen sofort anfingen zu tränen. Ich folgte dem beispiel der anderen Leute und zog meine Sonnenbrille nur auf damit ich auch mal zurück schauen konnte ohne das meine Augen tränten, wegen dem Wind. Trotz Sonne war es durch den Wind recht kühl und sso sah ich doch etwas krotesk aus mit meinen kurzer Hosen, einer Jacke, einer Sonnenbrille und einer Wollmütze. Am Nächsten tag hatte ich dann auch festgestellt, dass ich leichten Sonnenbrant auf der Nase bekommen hatte obwohl die Sonne nur die Hälfte des tages geschienen hatte.
                Jetzt ging es erst mal noch längere Zeit immer wieder auf und ab bis dann über einen etwas steileren Abstieg zum Bandet kam. Dem Stück, dass die beiden Seen Bessvatnet und Gjende trennt hier machte ich dann auch eine Pause.



















                Ein wunderschöner Platz zum pausieren auch wenn das natürlich kein Geheimnis ist.
                Der eigentliche Besseggen beginnt ja erst jetzt. Da der Weg ja allseitz bekannt ist möchte ich gar keine großen Wegbeschreibungen geben. Der Grat an sich ist zwar steil, aber immer so breit, dass wenn man in der Mitte ist man Rechts und Links immer genug Platz hat selbst, wenn man mal kurz mit dem Fuß abrutschen sollte. Man muss zwar seine Hände benutzen aber technisch anspruchsvoll ist er nicht. Dennoch hatte er mir konditionell doch einiges mit dem Rucksack abverlangt, aber die anderen Leute mit ihren Tagesrucksäcken waren auch nicht wirklich viel schneller als ich. Mit ein paar Sitz und Fotografierpausen ging es dann trotzdem recht gut voran. Ich hatte von der Anzahl der menschen die wirklich unterwegs waren noch relativ viel Glück, auch wenn es natürlich ein Schock zu meien anderen Etappen in jotunheimen war.









                Der Wind hatte zum Glück als ich dann wirklich am Grat war nachgelassen. Das letzte Stück nach dem Grat, zum Gipfel zog sich dann noch dahin auch weil ich langsam etwas fertig war und so machte ich des öfteren mal ein paar kurze Sitzpausen. Hier hatte ich auch einen kurzen Tiefpunkt, aber ein Mann der ein wenig besorgt um mich schien raffte mich mental wieder auf und so wanderte ich hinter ihm her zum Gipfel. Oben hatte ich dann eine schöne Aussicht und zog mir dann auch noch meine langen Hosen an. Nach einer Pause ging es dann den Abstieg in einem Stück runter. Bis auf ein paar glitschige Felsen war dieser Problemlos und einfach machbar.









                In Gejendesheim angekommen war ich dann doch etwas fertig. Fast 6 Stunden hatte ich eingerechnet Foto und Sitzpausen gebraucht. Unten am See saß ich dann noch ein bisschen und aß eine ganze Packung Kekse bevor ich dann einen Zeltplatz am Hang suchte.
                Die nächsten Tage verbrachte ich noch mit ein paar Ausflügen in der Umgebung, so weit es mal nicht regnete. Einmal ein bisschen am See entlang und einmal noch nach Bessheim und zurück. Hier noch ein paar Bilder.



















                Fazit:

                Anfangs hatte ich eine sehr anstrengende Zeit. Der Rucksack war gefühlt sehr schwer, das Wetter war schlecht und ich konnte mir das eigentlich nicht vorstelllen, dass ich hier 16 Tage bleiben wollte. Aber die Zeiten wurden besser und das Wetter auch. Ich hatte mich nach ein paar Tagen an die Wege gewöhnt, die sich doch von Alpenwegen in mancher hinsicht stark unterscheiden. Teils gezwungener Maßen und Teils aus anderen Gründen änderte ich meine Route, die ich doch sehr leistungsorientiert geplant hatte. Aber als dann auch mal das Wetter besser wurde und der Rucksack leichter wurde meine Motivation immer größer und am letzten Abend ist mir der Abschied doch recht schwer gefallen.
                Ich konnte viel von dieser, meiner wirklich ersten Trekkingtour mitnehmen, so zum Beispiel, dass ich weniger leistungsorientiert planen sollte oder auch insgesammt ein wenig kürzer und auch das ich vorher ein bisschen mehr mit dem Rucksack trainieren muss. Aber das wichtigste, dass ich mir für Mittags etwas anderes als 150 g Nüsse überlegen muss, weil sie mir schon schnell zum Hals raushingen
                Jotunheimen verabschiedete mich am Abend aber noch mit einem schönen Sonnenuntergang...



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                • findkfn
                  Dauerbesucher
                  • 15.12.2012
                  • 591

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                  Danke für den schönen Bericht.

                  Zitat von Alpentrekker Beitrag anzeigen
                  Etappe 8: Gjendebu bis Memurubu
                  Ich konnte viel von dieser, meiner wirklich ersten Trekkingtour mitnehmen, so zum Beispiel, dass ich weniger leistungsorientiert planen sollte oder auch insgesammt ein wenig kürzer und auch das ich vorher ein bisschen mehr mit dem Rucksack trainieren muss.
                  Nehm ich mir während einer Tour auch immer vor aber ein paar Wochen danach ist längst wieder vergessen wie anstrengend alles war und man steht im nächsten Jahr vor dem selben Problem....

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                  • Alpentrekker
                    Erfahren
                    • 22.07.2013
                    • 119

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                    Zitat von findkfn Beitrag anzeigen
                    Danke für den schönen Bericht.



                    Nehm ich mir während einer Tour auch immer vor aber ein paar Wochen danach ist längst wieder vergessen wie anstrengend alles war und man steht im nächsten Jahr vor dem selben Problem....
                    Gerne. Ich glaube ja irwgendwie auch, dass es bei mir nächstes Jahr nicht so viel anders werden wird
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                    • Mortias
                      Fuchs
                      • 10.06.2004
                      • 1018

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                      Hat mir auch gut gefallen Dein Bericht. Sehe ich das richtig, dass die Rentiere, die Du fotografiert hast, keine Halsbänder tragen, sprich wilde Rentiere sind? Weil die Sami leben ja eigentlich nicht so weit im Süden. War nur etwas verwirrt, weil ich mal gelesen habe, dass die einzige wilde Rentierherde Skandinaviens eher im Dovrefjell lebt. Aber kann mich da auch irren.

                      Die gezeigte Landschaft hat mir auch sehr gut gefallen, schöne Hochgebrigslandschaften (wenn auch teilweise etwas steinig ). Was mich mal interessieren würde wäre wie hoch so das Wandereraufkommen in der Gegend ist. Auf Deinen Bildern waren ja teilweise schon einige Menschen oder auch breitere Wanderwege zu sehen. Da würd ich natürlich schon gerne erfahren ob man in der Gegend auch unterwegs sein kann ohne besonders viele andere Wanderer zu treffen.

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                      • Julia
                        Fuchs
                        • 08.01.2004
                        • 1384

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                        Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
                        Hat mir auch gut gefallen Dein Bericht. Sehe ich das richtig, dass die Rentiere, die Du fotografiert hast, keine Halsbänder tragen, sprich wilde Rentiere sind? Weil die Sami leben ja eigentlich nicht so weit im Süden. War nur etwas verwirrt, weil ich mal gelesen habe, dass die einzige wilde Rentierherde Skandinaviens eher im Dovrefjell lebt. Aber kann mich da auch irren.
                        Hier stimmen mehrere Sachen nicht so ganz.
                        Erstes: Es gibt auch Südsamen, deren Gebiet sich traditionell bis zum Femunden hinunter erstreckt(e).
                        Zweitens: Der genetisch wichtigste (das heißt unverdorbenste) wilde Rentierbestand lebt in Rondane/Dovrefjell. Diese haben einen besonderen Schutzstatus. Darüberhinaus lebt eine große Wildrenherde auf der Hardangervidda (im Westen), und auch in Jotunheimen gibt einen Wildrenstamm, der aber auch hier im Westen (Richtung Hurrungane und Berdalsbandet/Gravdalenregion) ansässig ist. Ob die bis ins Visdalen ziehen weiß ich nicht, aber Zahmrene haben auch keine Halsbänder, sondern Ohrenmarken. Ist hier auf dem Foto etwas schwer zu sehen, ob die welche haben. Jungtiere werden eh erst im Herbst markiert.

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                        • Mortias
                          Fuchs
                          • 10.06.2004
                          • 1018

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                          Zitat von Julia Beitrag anzeigen
                          Es gibt auch Südsamen, deren Gebiet sich traditionell bis zum Femunden hinunter erstreckt(e).
                          OT: Das stimmt, nur liegt Jotunheimen ja auch etwas südlich vom Femund, sollte somit eigentlich nicht mehr Siedlungsgebiet der Samen sein.

                          Zitat von Julia Beitrag anzeigen
                          aber Zahmrene haben auch keine Halsbänder, sondern Ohrenmarken.
                          OT: Naja, hab ich Lappland oft genug auch Rentiere mit Halsbändern gesehen. Laufen zwar nicht alle damit rum, aber in größeren Gruppen finden sich immer ein paar. Weiss jetzt aber nicht nach welchem Verfahren die vergeben werden.

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                          • Alpentrekker
                            Erfahren
                            • 22.07.2013
                            • 119

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                            Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
                            Hat mir auch gut gefallen Dein Bericht. Sehe ich das richtig, dass die Rentiere, die Du fotografiert hast, keine Halsbänder tragen, sprich wilde Rentiere sind?

                            Die gezeigte Landschaft hat mir auch sehr gut gefallen, schöne Hochgebrigslandschaften (wenn auch teilweise etwas steinig ). Was mich mal interessieren würde wäre wie hoch so das Wandereraufkommen in der Gegend ist. Auf Deinen Bildern waren ja teilweise schon einige Menschen oder auch breitere Wanderwege zu sehen. Da würd ich natürlich schon gerne erfahren ob man in der Gegend auch unterwegs sein kann ohne besonders viele andere Wanderer zu treffen.
                            Danke. Zu den Renteiren: Ich hab noch mal auf anderen Bildern von der Gruppe nach geschaut und da hatten manche definitiv einen Chip am Ohr. Leider keine wilden Rentiere ;)
                            Ein paar Leute hatte ich eigentlich immer gesehen mit ein paar Ausnahmen waren es aber eigentlich immer weniger als 5 Leute über den Tag verteilt. Die Ausnahmen sind die Umgebung des Gjende. Dort trifft man durch die gute Erreichbarkeit schon mehr Menschen. Genauso am Abstieg vom Glittertinden Richtung Spiterstulen. Aber oftmals hatte ich in den Tälern mehrere Stunden gar niemanden gesehen. Zum Beispiel auf der Talroute von Glitterheim nach Spieterstulen hatte ich erst zum Schluss Leute gesehen, auch war es bei mir von Spiterstulen nach Liervassbu und von skogadalsboen, durch das Skogadola, Richtung Gjendebu sehr leer. Hier hatte ich erst nach 5 Stunden oben auf dem Pass die ersren Menschen aus der anderen Richtung getroffen.
                            Das kann natürlich je nach dem wann man dort ist ein bisschen varieren denke ich mal, meistens waren es nicht mehr als 5 und die doch recht gebündelt so das man die meiste Zeit eigentlich keinen sieht.
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                            • Julia
                              Fuchs
                              • 08.01.2004
                              • 1384

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                              Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
                              OT: Das stimmt, nur liegt Jotunheimen ja auch etwas südlich vom Femund, sollte somit eigentlich nicht mehr Siedlungsgebiet der Samen sein.
                              OT: OK, in Valdres/Jotunheimen sind es halt "reinlag" - so was wie Eignergenossenschaften, die die Herden besitzen. Mit anderen Worten: nicht nur Samen besitzen Rentierherden. Aber ein Samencamp gibt es am Bygdin auch, nur dass die dort keine Herde sondern nur Einzeltiere haben .

                              OT: Naja, hab ich Lappland oft genug auch Rentiere mit Halsbändern gesehen. Laufen zwar nicht alle damit rum, aber in größeren Gruppen finden sich immer ein paar. Weiss jetzt aber nicht nach welchem Verfahren die vergeben werden.
                              OT: Nun, das kann natürlich sein, aber die in Jotunheimen haben halt Ohrenmarken (ich hab da noch nie Halsbänder gesehen). Das handhaben die unterschiedlichen Eigentümer sicher auch etwas unterschiedlich. Meine Antwort war ja auf das Bild gemünzt, wo man nicht so genau sehen konnte, ob es sich um Zahm- oder Wildren handelt.

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                              • Julia
                                Fuchs
                                • 08.01.2004
                                • 1384

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                                Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
                                Die gezeigte Landschaft hat mir auch sehr gut gefallen, schöne Hochgebrigslandschaften (wenn auch teilweise etwas steinig ).
                                Jotunheimen ist das höchste Gebirge in Nordeuropa und hat klimatisch vergleichbare Verhältnissen wie auf 3000-4000 m in den Alpen (als Daumenregel kann man die Formel 1 Höhenmeter = 1 km nach Norden anwenden, d.h. 1000 m Höhe in Norwegen entsprechen ca. 2500 m Höhe in den Alpen). Da man in Jotunheimen oft auch in den Tälern auf gut 1500 m Höhe kommt (also Verhältnisse wie auf 3000 m in den Alpen), muss man schon mit Steinwüsten und alpiner Tundra rechnen! Entsprechend ist ja auch das Gletschervorkommen. Das hat natürlich seinen eigenen Reiz (für die, die es mögen). D.h., wer gern im Wald wandert, fährt ja dafür nicht unbedingt nach Jotunheimen, wobei man halt dort auch bewaldete Talabschnitte findet.

                                Der größte Reiz von Jotunheimen für mich persönlich sind eben die Berge - deren volle Schönheit man halt auch von oben ohne Höhenkrankheit genießen kann. Bergwanderungen ohne technische Ansprüche, Klettern, alpine Touren, Kammtouren, schroffe Bergwände, Gletscher - es gibt unzählige Möglichkeiten auch für (spontane) Tagestouren in die Höhe, ohne dass man sich dafür akkliamtisieren müsste (und viele 2000er sind halt auch ohne technische Ausrüstung und mit Höhenangst super gut machbar , was in den Alpen bei den 3- und 4000ern auch schon schwieriger ist). Außerdem sind die Täler nicht besiedelt wie in den Alpen, so dass man ein weit größeres Wildnisgefühl bekommt, als wenn man von einem 4000er runter ins Dorf oder auf die Seilbahnen schaut. Aufgrund der großen Beliebtheit Jotunheimens (vor allem bei den Norwegern) gibt es natürlich da auch andere Wanderer, aber wie Alpentrekker schon gesagt hat, verläuft es sich abseits der zugänglichen Randzonen sehr schnell. Und wenn man dann auch mal in die Höhe steigt (abgesehen vom Glittertinden und Galdøpiggen natürlich), ist man noch mehr allein.
                                Und was den Besseggen anbelangt - nun, beim Prekestolen z.B. rechnet man ja auch nicht damit, allein zu gehen. Man kann aber auch den Besseggen ganz für sich allein haben - wenn man es möchte. Denn großartig ist er einfach!

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                                • Alpentrekker
                                  Erfahren
                                  • 22.07.2013
                                  • 119

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                                  Julia hat es ja auch schon geschrieben. Wer alpine Landschaft in nicht all zu großer Höhe sucht ist in in Jotunheimen bestimmt richtig. Dementsprechend ist der Untergrund eben auch manchmal etwas speziell / steinig
                                  - Walk, Walk, Walk ... -
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                                  • Mortias
                                    Fuchs
                                    • 10.06.2004
                                    • 1018

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                                    Jo das ist wohl ganz gut beschrieben. Dass es klimatisch im Norden bei gleicher Höhenlage natürlich deutlich rauer ist als in den Alpen war mir schon klar. Was ich nur halt nicht wusste war, dass viele Täler in Jotunheimen auf 1500 Metern Höhe liegen. Das erklärt natürlich auch die recht steinige Landschaft. Hatte halt eher gedacht, dass die Täler, ähnlich wie im Sarek, eher so auf 800 Meter liegen. Und dann wäre das schon ziemlich steinig gewesen (zumal Jotunheimen ja noch etwa 1000 km weiter südlich liegt).
                                    Aber mal schaun, vielleicht verschlägt es mich eines Tages auch mal in die Gegend. Sieht landschafltich jedenfalls echt schick aus, und wenn sich da auch relativ einsame Touren planen lassen, warum eigentlich nicht...

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                                    • Julia
                                      Fuchs
                                      • 08.01.2004
                                      • 1384

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: [NO] Norwegen 2014: Jotunheimen-Runde

                                      Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
                                      Was ich nur halt nicht wusste war, dass viele Täler in Jotunheimen auf 1500 Metern Höhe liegen. Das erklärt natürlich auch die recht steinige Landschaft.
                                      Das war vielleicht auch ein wenig undeutlich - die Täler liegen so grob zwischen 1000 und 1500 m, wobei es die höchsten Punkte sind (d.h. Sattel, Übergänge von einem Tal zum anderen), die bis auf 1500 m (in Ausnahmefällen auch drüber) gehen. Einzelne Stichtäler liegen auch tiefer, wie z.B das Utladalen, das von 400 m bis fast auf Meereshöhe runter geht. Entsprechend ist auch nicht immer alles steinig , aber abschnittweise halt schon. Und abschnittweise hat man auch alpien Rasenmatten oder eben Fjellbirkenwald (vorzugsweise in den tiefer gelegenen Randzonen). Es ist sehr abwechslungsreich.

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