[UK] Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

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  • Schlammschnecke
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    • 28.08.2012
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    [UK] Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

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    Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

    Nachdem mein letzter Versuch eines Reiseberichts ungefähr so interessant war wie eingeschlafene Füße, habe ich ihn irgendwann abgebrochen. Wenn es diesmal nicht besser wird - an der Tour lag es nicht.

    Was bisher geschah… Wie bei so einigen anderen, begann meine Schottland-Wandersucht vor vielen Jahren mit dem West Highland Way. Mehrtägige Wandertouren hatte ich vorher schon gemacht, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, sowas in Europa zu machen. Bis ich dann vom WHW hörte. Später habe ich dann noch den Great Glen Way drangehängt. Letztes Jahr hatte ich dann die Idee, da anzuknüpfen und von Inverness aus weiterzulaufen. Zuerst ein gutes Stück die Küste entlang und dann auf dem Speyside Way nach Aviemore. Dieses Jahr ging es dann von Aviemore aus weiter – zurück nach Drymen, dem ersten Ort in dem ich damals auf der West Highland Tour übernachtet habe.

    Prolog:
    Nach nur ungefähr vier Stunden Schlaf mache ich mich auf den Weg zum Flughafen. *gähn* Ich wäre ja gerne nach Schottland geflogen, das gaben aber die Flugpläne bzw. der Geldbeutel nicht her. Letztendlich war dann die einzig sinnvolle Variante der Flug nach London und der Nachtzug nach Aviemore.
    Und so stehe ich also am Sonntagnachmittag in London anstatt in Schottland. Ich hab ja an sich nichts gegen London, aber heute kann ich mich für die Stadt einfach nicht begeistern. Ich bestaune die ewige Schlange am London Eye, nehme zur Kenntnis, dass Westminster und Big Ben noch da sind, und will eigentlich einfach nur noch weg. Zu viele Menschen, zu viele Autos, viel zu viel Trubel.





    Das Schlafwagen-Abteil habe ich zum Glück für mich allein. So richtig viel Platz ist da nämlich nicht, vor allem wenn man mehr Gepäck hat als ein Handtäschchen. Und dann falle ich ziemlich schnell ins Bett und schlafe ein. Morgen, wenn ich aufwache, bin ich in Schottland, hurra!

    Montag 14. Juli, Tag 1: von Aviemore ins Glen Feshie

    Ich wache viel zu früh auf. Es ist gerade mal sechs Uhr. Die Vernunft sagt: Leg dich wieder hin und schlaf weiter! Leider kann sie sich nicht durchsetzen, nach dem Motto: Schnauze liebe Vernunft, ich habe Urlaub!

    Als der Zug in Pitlochry hält, bekomme ich Panik. Pitlochry? Dann sind wir doch beinahe schon fast so gut wie da. Okay, der Fahrplan und die Uhr sagen, es wären noch 1 ½ Stunden – aber, aber, aber - wir sind doch schon in Pitlochry!!! Hektisch fange ich an meinen Rucksack unsystematisch aus, um und wieder einzupacken. Und wieder aus, und nochmal von vorne. Puh, so wird das nichts. Doch lieber erst mal frühstücken. Ich schlinge hastig meine Brote runter. Immer mit prüfendem Blick aus dem Fenster. So, aber jetzt ganz schnell packen. Fertig! Ha!
    Tja, ich würde mir dann doch gerne noch die Zähne putzen. Leider ist die Zahnbürste jetzt ziemlich weit unten im fix und fertig gepackten Rucksack. Höre ich die Vernunft da irgendwo im Hintergrund, ganz leise hämisch lachen? Schnauze! Dann packe ich eben wieder aus, wir sind ja erst in, wo sind wir denn gerade, ah in Newtonmore. Waaah – was heißt hier ‚erst‘?

    Als der Zug endlich in Aviemore ankommt, bin ich fertig. Mit den Nerven. Mit dem packen aber auch. Jetzt geht es endlich los. Aus Aviemore raus, durch Inverdrui durch und zum Lochan Mor. Irgendwo steht mir ein Kissing Gate im Weg, dass zu klein ist für mich und meinen Rucksack. Aber irgendwie geht das auch.

    Am Lochan Mor lege ich erst mal eine kleine Verschnaufpause ein. Der Adrenalinpegel sinkt. Es sickert langsam durch. Ich bin in Schottland. Ich habe gaaanz viel Zeit. Der Proviant reicht für fünf Tage, wenn es sein muss auch für sechs. In der Zeit sollte ich es doch wirklich bequem bis Blair Atholl schaffen. Ich muss nicht rennen. Ich muss mich nicht beeilen. Durchatmen. Runterkommen. Dann geht es weiter zum Loch an Eilein.







    Wieso renne ich eigentlich schon wieder? Hier ist es doch schön. Ich würde ja gerne noch ein Päuschen einlegen – aber die Midges sind dagegen. Dann halt nicht. Also weiter zum Loch Gamhna.



    In gebührendem Abstand zu irgendwelchen Lochs und den dazugehörigen Midges mache ich dann nochmal Pause. Ups – bin ich gerade wirklich im Sitzen eingeschlafen? Kommt davon, wenn man quasi mitten in der Nacht aus dem Bett fällt. Ich bin einfach kein Frühaufsteher.





    Der River Feshie. Leider wird das Wetter immer schlechter. Kurz hinter Feshiebridge fängt es an zu regnen. Zuerst denke ich mir, ach so ein kleines bisschen Nieselregen, merkt man ja kaum. Bis ich aus dem Wald rauskomme. Ich drehe ganz schnell wieder um und ziehe mir im Schutz der Bäume die Regenhose an. Dann laufe ich in Regenklamotten weiter. Und irgendwann im Halbschlaf. Irgendwo schaffe ich es auch noch, falsch abzubiegen. Ich stehe nie wieder so früh auf! Kann ja nicht gesund sein, sowas.
    Was mir zunehmend Sorgen macht, ist weniger der Regen als vielmehr der starke, böige Wind. Der gefällt mir gar nicht. Dann stehe ich plötzlich vor diesem Schild und mein müdes Hirn kann sich erst mal nicht entscheiden wo Westen und Osten ist.



    Jetzt aber, aufwachen, nachdenken, Entscheidung fällen. Bis zur Bothy wären es von hier aus noch ca. 4 Kilometer. Ein Dach über dem Kopf klingt natürlich sehr verführerisch. Allerdings müsste ich die vier Kilometer morgen wieder zurück, weil es die Brücke weiter südlich nicht mehr gibt. Aber auf Verdacht auf der Westseite weiterzulaufen, nur um möglicherweise nach etlichen Kilometern festzustellen, dass der Wind nicht nachlässt und es keinen geeigneten Platz zum Zelten gibt? Dafür hab ich heute irgendwie nicht mehr genug Reserven. Und wo ist jetzt eigentlich Osten? Okay, Osten ist auf der Seite wo die Bothy ist, und wo ich eigentlich nicht hin will. Andererseits sieht es von hier wirklich nicht so aus, als gäbe es auf der Westseite irgendwo einen windgeschützten Platz für das Zelt.

    Ich laufe dann doch los Richtung Bothy. Auf eine unruhige Nacht im Zelt kann ich jetzt wirklich verzichten. Vier Kilometer klingt ja an sich nicht nach viel. Aber ich falle fast im Gehen über meine eigenen Füße. Nein, aus mir wird kein Frühaufsteher mehr. Der frühe Vogel kann seinen Wurm von mir aus gerne behalten.

    Nach ca. einem Kilometer stehe ich vor dem Alt Garbhlach. Der wäre an sich kein Hindernis. Schon gleich gar nicht weil es eine Brücke gibt. Aber ich bin müde. Und die Brücke ist nass. Und irgendwie habe ich gerade das dumpfe Gefühl, dass das keine gute Kombination ist. Dann fällt mir auf, dass hier etwas fehlt: der Wind. Okay, ich habe hier Wasser und ein windgeschütztes Fleckchen. Jedes brauche ich nur noch einen halbwegs ebenen Platz, der groß genug ist für mein Zelt. Hm, ist knapp, aber – passt! Juhuu.

    Ich baue das Zelt auf, packe meinen Krempel aus, mache ganz kurz die Augen zu – und wache ein paar Stunden später wieder auf. Nur gut, dass es im Sommer so lange hell ist. Essen wollte ich eigentlich schon noch was. Ich entscheide mich für Couscous mit Tomatensoße. Heißes Wasser drüber und fertig. Kriege ich heute grad noch hin.
    Zuletzt geändert von Schlammschnecke; 07.08.2014, 15:23.
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    #2
    AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

    Tag 2 Glen Feshie - Carn Dearg Beag (694m) – Carn Dearg Mor (857m) – Allt na Cuilce

    Der nächste Tag begrüßt mich mit Sonne. Und Windstille. Und Midges. Mistviecher! Bis das Wasser kocht, laufe ich rum und mache Fotos. Mit dem Netz über dem Kopf. Sieht vielleicht blöd aus, aber mich sieht ja keiner.





    Dann verziehe ich mich mit meinem heißen Wasser ins Zelt und frühstücke erst mal gemütlich. Heute will ich nur ein kurzes Stück weiter, dann das Zelt aufbauen und hinterher ohne Gepäck auf den Carn Dearg Mor rauf. Und vielleicht noch auf den Leathad an Taobhain. Mal schauen.

    Beim Zelt abbauen passiert es dann. Ich bringe es tatsächliche fertig, mir mit der Zeltstange die Brille von der Nase zu schlagen. Ohne Brille sehe ich ziemlich wenig. Jedenfalls nicht genug, um die Brille zu finden. Mist. Ich taste das Gestrüpp ab, in das sie meiner Meinung nach geflogen ist. Finde aber nichts. Vielleicht liegt sie doch wo anders? Aber auch auf dem Zelt und in im Gras finde ich nichts. Keine Panik, keine Panik. Aber langsam werde ich doch nervös. Ich durchkämme noch mal das Gestrüpp. Systematisch von einem Ende zum anderen. Da ist sie. Puh. Das brauche ich auch nicht nochmal. Aber ich hab sie wieder. Nur ist sie leider etwas verbogen und droht mir jedes Mal von der Nase zu rutschen wenn ich nach unten schaue. Das beschert mir vor allem beim Schuhe zubinden noch viele interessante Momente.

    Dann aber los. Erst mal einen Kilometer zurück nach Norden, zur Brücke. Und dann auf der anderen Seite des Flusses nach Süden. Auf der Teerstraße. Irgendwie habe ich heute so überhaupt gar keine Lust auf Teer.



    Hm, da zweigt ein netter Weg rechts ab. Ist aber leider nicht meiner. Ein kurzer Blick auf die Karte, das ist der Weg ‚hintenrum‘, z.B. über der Carn Dearg Beag auf den Carn Dearg Mor. Da will ich aber nicht hin. Eigentlich. Ich überlege noch mal kurz und drehe dann um. Na gut, dann schleppe ich mein Gepäck eben auf den Carn Dearg Mor rauf. Alles besser als Teer.

    Der Weg geht erst mal relativ steil nach oben. Und nach Norden. Kurze Zeit später stelle ich dann fest, ich bin heute bis jetzt ungefähr sechs Kilometer gelaufen und Luftlinie ziemlich genau einen Kilometer von meinem Übernachtungsplatz weg. *seufz*




    Aber egal. Die Sonne scheint. Und die Aussicht wird immer besser. Und ich denke mir noch: Wow, ist das da hinten wirklich Glen Tromie? In dem Moment fallen mir zwei Sachen auf: Erstens, die neue Kamera funktioniert zwar, die Bilder lassen aber etwas zu wünschen übrig. Und zweitens: Wenn das da drüben Glen Tromie ist, wo bin ich dann eigentlich? Noch mal ein Blick auf die Karte. Wenn ich den Weg weiter gehe, komme ich zwar zum Allt na Cuilce, laufe aber Kilometerweit am Carn Dearg Mor vorbei. Mist. Habe ich irgendwo eine Abzweigung verpasst?





    Ich gehe nochmal ein Stück zurück, nach Norden. Vielleicht sollte ich mir lieber ein Hamsterrad kaufen? Komischer Tag ist das heute. Und weit und breit keine Abzweigung. Und da drüben ist der Carn Dearg Beag. Also ein ‚finde deinen eigenen Weg‘-Hügel! Nun denn, ich verlasse also den breiten Weg und ungefähr fünf Sekunden später erlebt mein linker Schuh seine Bog hole Taufe. Herzlichen Dank. Etwas vorsichtiger mache ich mich auf den Weg nach oben. Kurz vor dem Gipfel finde ich ein halbwegs windgeschütztes Fleckchen und mache nochmal Pause.







    Der Weg von einem Gipfel zum anderen ist dann einfach und nicht zu verfehlen. Ein kurzer Blick zurück:



    Leider sind die Bilder nicht halb so schön wie die tatsächliche Aussicht. Schade eigentlich. Ja, ja, das kommt davon wenn man eine billige Kamera kauft. Aber nachdem ich schon Geld für neue Schuhe hinlegen musste, und ich an den Schuhen nun wirklich nicht sparen wollte, blieb für die neue Kamera eben nicht viel übrig. Warum muss auch immer alles gleichzeitig kaputt gehen?
    Ich komme jedenfalls aus dem ‚wow ist das toll‘ gar nicht mehr raus. Müsst ihr mir jetzt einfach mal so glauben.







    Irgendwann muss ich dann doch wieder runter, hilft ja alles nichts. Da oben hat es zu viel Wind und zu wenig Wasser. Beim Abstieg kommen mir zwei Wanderer entgegen. Bin ich doch nicht der einzige Mensch, der hier unterwegs ist. Ich bin relativ schnell unten. Und jetzt? Für den Leathad an Taobhain ist es mir jetzt schon etwas zu spät. Außerdem müsste ich dafür wieder ein großes Stück nach Westen, und Zick-Zack hatte ich heute eigentlich schon genug. Also weiter zum Allt na Cuilce.



    Damit klärt sich dann auch heute noch die Frage: existiert der Weg am Waldstück vorbei, oder nicht? Die Antwort: eher nicht. Zum Glück ist es hier aber sehr, sehr trocken. Trocken wie in:



    Bei normalem, also nassem Wetter, ist das hier wahrscheinlich kein Spaß, wenn ich mir die Löcher im Boden so anschaue, die meine Vorgänger hinterlassen haben. Aber heute ist es kein Problem. Ich scheuche einen großen Vogel auf. Ein Bussard? Bzw. sind es zwei. Oder zweimal der selbe. Dann nur noch den Hang runter und schon stehe ich am Fluss. Ist das schön hier! Und es geht gerade genug Wind um die Midges zu vertreiben. Traumhaft. Vor lauter Begeisterung habe ich aber anscheinend vergessen Bilder zu machen.

    Nachdem das Zelt steht, stelle ich mich testweise in den Fluss. Fazit: angenehm und nicht mal wirklich kalt. Ich hole die Faltschüssel und es gibt ganz-Körper-Kneipp-Güsse oder so ähnlich. Großartig. Kann ich bitte mehr Tage von der Sorte haben? Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich Luftlinie nur ungefähr 8 Kilometer von meinem letzten Übernachtungsplatz weg bin.

    Ich mache mir eine Portion Nudeln und falle nach dem Essen ins Fresskoma. Irgendwann fällt mir ein, dass ich den Topf noch abwaschen müsste. Ich schnappe mir also den Topf, krabble aus dem Zelt und – stehe in einer großen Wolke Midges. Waaah! Der Wind hat mich verlassen. Da nützt alles um mich schlagen nichts. Ohne Netz ist es hier draußen nicht mehr auszuhalten. Das liegt aber natürlich im Zelt.

    Also Zelt nochmal auf, ein paar Midges mit reinnehmen, Netz aus dem Rucksack holen, Zelt nochmal auf, noch ein paar Midges reinlassen, Topf abwaschen und Zelt noch drittes Mal aufmachen und die restlichen Midges auch noch reinlassen. Meine Abendbeschäftigung heißt also heute: Midges im Zelt erschlagen. Drecksviecher!
    Zuletzt geändert von Schlammschnecke; 07.08.2014, 15:26.
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      #3
      AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

      Tag 3 Allt na Cuilce – Minigaig – Glen Bruar

      Am nächsten Morgen ist von dem schönen Wetter leider nichts mehr übrig. Ich mache erst mal ohne Gepäck einen kurzen Erkundungsgang, um rauszufinden ob ich direkt am Fluss weiterkomme oder ob ich den Hang wieder hochkrabbeln muss. Antwort: Sowohl aus auch. Ein kleines Stück muss ich wieder hoch, aber nicht weit.





      Ich hole mein Gepäck, nehme nochmal ein Fußbad im Fluss und schon bin ich auf der anderen Seite. Ich bin später wirklich froh über mein GPS. Der Trampelpfad macht sich immer wieder unsichtbar, die umliegenden Gipfel fallen heute als Orientierungshilfe aus, weil man sie nicht sieht, und dann fängt es auch noch an zu regnen. Auch mit GPS ist es noch ‚interessant‘ genug.



      Gegen Mittag nehme ich mal wieder eine falsche Abzweigung und ende in einer Sackgasse am Fluss. Ich denke mir noch, ach nö, bin ich also den Hang umsonst runter gekrabbelt? Da kommt plötzlich die Sonne raus. Mittagspause.



      Danach sehe ich leider die Sonne so schnell nicht wieder. Umso höher ich komme, desto schlechter wird das Wetter. Kurz vor dem Pass bin ich mir dann nicht mehr sicher: Ist das, was mir da ins Gesicht peitscht, extrem kalter, harter Regen oder ist das schon Hagel? Da es hier keinen Schutz vor dem Wetter gibt, mache ist das einzig mögliche: Ich drehe mich um, ziehe den Kopf ein und ‚was auch immer‘ prasselt auf meinen Rucksack, dem tut es wenigstens nicht weh. Ich warte bis der Schauer vorbei ist und gehe dann weiter, nur um das Ganze ein paar Minuten später nochmal zu wiederholen. Dreckswetter.



      Dann bin ich oben. Hm, bei schönem Wetter ist es hier bestimmt schön. Nützt mir aber heute auch nichts. Na gut, dann mache ich mich eben wieder auf den Weg nach unten. Hier gäbe es sogar einen Weg. Der ist nur leider im Moment ein nettes Bächlein.





      Rund um den Bach/Weg ist alles völlig aufgeweicht. Das Geräusch des Tages: Squelch. Genau so hört sich jeder Schritt von jetzt an an. Aber das Wetter wird wenigstens etwas besser und es hört auf zu regnen. Laufe ich jetzt heute noch bis zur Bothy oder nicht? Immer diese schwierigen Fragen. Dann landet plötzlich die Bauchtasche mit der Kamera auf dem Boden. Ups, wenn man die Schnalle aufmacht, sollte man die Tasche vielleicht festhalten. Ein paar Minuten später setze ich mich überraschend und unsanft auf den Hosenboden. Nochmal ups. Okay, ich habe verstanden. Wenn ich ein passendes Fleckchen finde, stelle ich das Zelt auf. Die Bothy ist morgen auch noch da.

      Hm, ein klitzekleines, ebenes Fleckchen zu finden ist schon schwierig genug. Was mir etwas Sorgen macht, ist der total aufgeweichte Boden. Ich habe noch nie auf einem nassen Schwamm gezeltet. Aber irgendwann ist immer das erste Mal. Mein Handtuch hängt sowieso immer griffbereit am Zelteingang, das ist heute sehr praktisch. Jedes Mal wenn ich aus dem Zelt krabble, bekomme ich eine Fußwäsche. Squelch.



      Heute gibt es Kartoffelpü mit Würstchen. Wieso gibt es eigentlich kein deutsches Wort für Soulfood?
      Ach ja, Entfernung Luftlinie zum Allt na Cuilce: ungefähr 8,5 Kilometer.
      Zuletzt geändert von Schlammschnecke; 07.08.2014, 15:30.
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        #4
        AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

        Tag 4 Glen Bruar – Beinn Dearg (1008m) –Bothy

        Am nächsten Tag scheint die Sonne wieder. Ich brauche am Morgen ewig bis ich in die Gänge komme, aber egal, ich hab ja Zeit.
        Ich mache mich auf den Weg durchs Glen Bruar, an der Bruar Lodge vorbei, Richtung Bothy.









        Apropos Bothy, wo ist sie denn? Hier irgendwo müsste sie doch – ah!





        In der Bothy steht ein Fahrrad, ansonsten wirkt sie aber ‚unbewohnt‘. Ich lassen meinen Ballast da, also das Zelt, den Schlafsack und den Proviant, weiche eine Portion Reis ein, fürs Abendessen, mache noch eine kurze Pause vor der Bothy und dann geht es weiter Richtung Beinn Dearg.





        Unterwegs kommt mir der ‚Radfahrer‘ entgegen. Schön, mal wieder jemand zu treffen. Er ist mit dem Rad von Blair Atholl aus rauf zur Bothy, war gerade auf dem Beinn Dearg und ist jetzt auf dem Rückweg. Wir plaudern etwas, dann ziehen wir weiter.

        Und dann bin ich oben. Juhu! Mein erster Munro. Leider habe ich wieder mal das Gefühl, dass meine Kamera mit der Aussicht etwas überfordert ist.







        Ich mache eine lange Pause auf dem Gipfel – ich hab ja heute nicht mehr wirklich viel vor. Ist das schön hier! Ein Stück unterhalb des Gipfels steht dieser Steinhaufen, ich konnte leider nicht rausfinden, warum.





        Auf dem Rückweg begegnet mir dann noch der praktische Wasserspender. Die Bothy habe ich für mich alleine. Welch ein Luxus! Ich mache mir meinen Reis (mit roten Linsen, Kurkuma, Ingwer) und setze mich zum Essen vor die Hütte. Aber irgendwann treiben mich dann die Viecher nach innen.

        Entfernung zum letzten Übernachtungsplatz: weniger als acht Kilometer. Vielleicht sollte ich langsam hochrechnen wie weit ich noch komme wenn ich weitermache?
        Zuletzt geändert von Schlammschnecke; 07.08.2014, 15:19.
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        • Schlammschnecke
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          #5
          AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

          Tag 5 Bothy – Blair Atholl (- Aberfeldy)



          Am nächsten Tag hinterlasse ich die Bothy 'besenrein', viel Arbeit macht das nicht, es ist eh alles sehr sauber. An der Stuhlauflage hängt ein Zettel: 'Carlesness causes fire'. Echt? Und ich müh mich immer mit den Streichhölzern ab! Muss einem doch mal gesagt werden.





          Noch ein letzter Blick zurück und dann bin ich auf dem Weg nach Blair Atholl. Huch, schon wieder schönes Wetter. Und das zwei Tage hintereinander. Bald schon bin ich am Lady March Cairn angekommen. Der hat keine besondere Bedeutung, der steht da einfach so rum. Und bietet eine gute Ausrede für ein Päuschen.

          Und dann sind da auch schon die Atholl Estates. Ui, Bäume! Und gleich so viele. Schön!





          Schimmert da nicht schon etwas weißes durch die Bäume?





          Tatsächlich, es ist Blair Castle. Den Weg von Blair Atholl bis Aberfeldy bin ich letztes Jahr schon gelaufen. War zwar sehr schön, aber zweimal hintereinander muss ja nicht sein. Irgendwann kriegt auch der Ben Vrackie eine zweite Chance, der Gipfel hatte sich letztes Jahr in den Wolken versteckt, aber dieses Jahr nicht. Deshalb wollte ich den Bus nach Aberfeldy nehmen. Nur gibt es leider den Bus von Pitlochry nach Aberfeldy nicht mehr. Also muss ich zuerst mit dem Zug bis Birnam fahren, damit ich von dort aus den Bus nach Aberfeldy nehmen kann.

          Im Zug kaufe ich mir leichtsinnigerweise einen Kaffee. Ürgs. Da schmeckt ja meine morgendliche Instant-Plörre besser.
          Der Zug hat leider ziemlich Verspätung. In Birnam stürme ich aus dem Zug, und wo ist jetzt die Bushaltestelle? In der Nähe vom Bahnhof jedenfalls nicht, da ist – gar nichts. Also renne ich los, von Birnam Bahnhof, nach Birnam Ort. Sicherheitshalber frage ich unterwegs nochmal ob ich in die richtige Richtung renne. Doch die Richtung stimmt. Ich frage noch, ob ich das in zwei Minuten schaffe. Die Anwort? 'Run, run!' Tu ich ja, ist aber mit dem Gewicht auf dem Rücken nicht ganz so einfach. Ein paar Sekunden bevor ich an der Bushaltestelle ankomme, fährt mein Bus an eben dieser vorbei. Mist. Zum Glück bemerkt aber der Busfahrer meinen entsetzten Gesichtsausdruck und hält noch mal an. Uff. Und dann schaukelt mich der Bus gemütlich nach Aberfeldy.

          Auf dem Campingplatz in Aberfeldy ist diesmal richtig was los. Letztes Jahr im September, war mein Zelt das einzige. Diesmal ist der Platz schon halb voll als ich am Nachmittag ankomme, und im laufe des Abends kommen noch einige Zelte dazu.
          Ich baue schnell mein Zelt auf und gönne mir danach erst mal eine sehr ausgiebige Dusche. Großartig! Warmes Wasser – und so viel davon. Was will man mehr?

          Hm, was zu Essen? Okay, nach dem Duschen gehe ich einkaufen. Auf dem Plan stehen z.B. Nudeln und Porridge. Oh, was seh ich da? Obst! Hm, alles was ich kaufe, muss ich dann morgen mitschleppen. Aber da sind Kekse! Ja, aber alles was ich kaufe... Und Chips! Ha, ich habe eine ganz einfache Lösung für das Dilemma: Ich esse einfach heute alles auf, dann muss ich morgen nichts schleppen. Also kaufe ich Obst, und Chips, und Kekse. Nudeln und Porridge natürlich auch. Und eine Dose Linsensuppe fürs Abendessen. Und eine Zeitung.
          Die Linsensuppe schmeckt dann mehr nach Gemüse-Tomatensuppe. Aber nicht unbedingt schlecht. Die Chips und das Obst verschwinden spurlos, nur von den Keksen bleiben ein paar übrig.

          Außerdem leiste ich mir noch den Luxus und werfe meine paar Klamotten in die Waschmaschine.
          Und danach in den Trockner. Man gönnt sich ja sonst nix.
          Und wenn ich gewusst hätte, was am nächsten Tag auf mich zukommt, wäre ich einfach in Aberfeldy im Zelt sitzen geblieben. Aber sagt einem ja immer keiner vorher...
          Zuletzt geändert von Schlammschnecke; 07.08.2014, 15:16.
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          • Nordlandpirat
            Erfahren
            • 03.02.2013
            • 146

            • Meine Reisen

            #6
            AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

            Herrlich, deine Selbstironie
            Du hast mir gerade die Mittagspause versüßt. Bin gespannt wie es weitergeht.
            Jos ei viina, terva tai sauna auttaa, tauti on kuolemaksi (Finnisches Sprichwort)

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            • Schlammschnecke
              Erfahren
              • 28.08.2012
              • 353

              • Meine Reisen

              #7
              AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

              Tag 6 Aberfeldy – Glen Lochan

              Den Weg von Amulree nach Aberfeldy bin ich vor ungefähr 10 Jahren schon mal gelaufen. Im
              dicksten Nebel, Sichtweite ungefähr 2 Meter, sprich, ich konnte gerade noch meine Füße sehen,
              aber sehr viel mehr nicht. Ich wollte immer schon mal gerne wissen, wo ich damals eigentlich
              stundenlang lang gelaufen bin. Also mache ich dieses Jahr einen zweiten Versuch.
              Es beginnt nicht besonders viel versprechend, ich verlasse Aberfeldy bei leichtem Nieselregen.



              Dann geht es los Richtung 'Birks of Aberfeldy' und ich muss an die alte Übersetzung denken: 'Mädel
              willst du mit mir gehen, ins Gebüsch von Aberfeldy'. Ähm, ja, könnte man Burns fast zutrauen.
              Puh, war hier immer schon so viele Stufen? Rucksack + kurze Beine + Treppen = nicht gut. Ich
              hoffe die Leute, die mir entgegenkommen, halten das was mir von der Stirn tropft, für Regenwasser.
              Aber schön ist es hier, trotzdem.



              Dann lasse ich Aberfeldy endgültig hinter mir und bin auf dem Weg zum Loch Freuchie. Leider
              macht mir das Wetter keine Freude. Es nieselt, es nebelt, willkommen in Schottland. Kann ja nur
              besser werden, denke ich mir. Und irgendwann denke ich mir, wo bleibt eigentlich die Bothy? Oder
              besser: Wo bleibt meine Mittagspause?



              Ah, da ist sie ja endlich. Die Bothy sieht noch so aus wie damals, nur hat sie mittlerweile
              anscheinend ein Taubenproblem. Erstens sind die Viecher sau laut und zweitens – es müffelt. Aber
              egal, jetzt bin ich endlich da und meine Pause lasse ich mir nicht so einfach vermiesen. Ich setze
              mich nah an die Tür und lasse sie einfach offen. Dann ist es nicht ganz so schlimm.
              Nach einer lange Pause mache ich mich und meinen Rucksack wasserfest und dann geht es weiter.
              Kurz hinter der Bothy hört es auf zu regnen, und ich überlege ernsthaft ob ich die Regenhose wieder
              ausziehe. Aber dann müsste ich den Rucksack 'auspacken', damit ich die Hose einpacken kann. Ach
              ne, denke ich mir, es fängt bestimmt eh gleich wieder an. Tut es auch, und diesmal hört es nicht
              mehr auf. Oder jedenfalls sehr lange nicht.
              Und so stapfe ich durch den Regen bis ich an eine Straße komme. War die früher auch schon da? Ich
              bin mir fast sicher, dass hier früher nur ein Weg war. Der Sinn des 'Umwegs' über Amulree war ja
              hauptsächlich, die ewigen Straßenkilometer von Ardtalnaig nach Acharn zu umgehen. Aber gut,
              wenn ich schon stundenlang durch den Regen laufen muss, warum dann nicht auf einer
              schnurgeraden Teerstraße? Dann ist der Tag wenigstens richtig im Eimer.
              Zwischendurch reißt es kurz auf und ich kann sogar Loch Freuchie sehen. Hurra!



              Ich entschließe mich, nicht bis Amulree zu laufen, sondern am Loch Freuchie gleich abzubiegen ins
              Glen Lochan. Und dann stehe ich vor einem Tor, daran hängt ein Schild, dass mir mitteilt, dass der
              Weg durch das Glen Lochan offen ist. Schön. Was nicht offen ist, ist das Tor. Und ich bekomme es
              auch nicht auf. Und es regnet. Irgendwann mag ich nicht mehr und steige einfach drüber.
              Eigentlich wollte ich heute noch ein gutes Stück weiter, aber ganz ehrlich, ich habe keine Lust mehr.
              Wo bleibt eigentlich Lochan Mhuilinn? Ups, noch ein paar Schritte weiter und ich wäre drin
              gestanden. Ich will mittlerweile einfach nur noch auf dem ewigen Regen raus. Der einzige halbwegs
              ebene Fleck ist voller Schafsdreck, aber das ist mir mittlerweile auch schon egal. Ich beschließe, das
              Zelt genau jetzt und hier aufzubauen, basta. Als ich das Gestänge aus dem Beutel ziehen will,
              verheddert es sich in der Schnur vom Beutel. Kennt ihr diese Geduldspiele, bei denen man
              irgendeine Kugel durch ein viel zu kleines Loch bugsieren soll? So ungefähr komme ich mir vor. Es
              ist völlig unmöglich, dass sich das Gestänge so in der Schnur verheddert, das geht eigentlich gar
              nicht. Und wie um mich zu ärgern, regnet es noch etwas stärker. Aber bitte – das Gestänge ist ja
              eigentlich gerade, wenn es nicht zusammengefaltet ist. Also muss ich nur das Gestänge
              zusammenpuzzeln, mitsamt dem daran hängenden Beutel, und dann kann ich es aus der Schlaufe
              ziehen. Uff.
              Dann steht das Zelt endlich, etwas schief zwar, aber es steht. Also rein ins Zelt und raus aus dem
              Regen. Endlich. Und ich denke mir, wenn es dann aufhört zu regnen, kann ich das Zelt ja etwas
              gerader hinstellen. Wenn es aufhört. Es hört nur nicht auf.
              Irgendwann stelle ich den Kocher raus in den Regen, damit ich wenigstens was warmes zu essen
              habe. Spiritus bzw. Bio-Ethanol brennt auch im Regen, wenn er mal brennt. Aber zum Glück
              machen die 'Sturm-Streichhölzer' ihrem Namen alle Ehre. Wenigstens das Abendessen ist gerettet.
              Gegen Neun gebe ich die Hoffnung langsam auf, dass es jemals aufhört zu regnen. Vielleicht ist das
              der Beginn der nächsten Sintflut? Es regnet jetzt schon seit mindestens sieben Stunden! Egal, dann
              bleibt das Zelt halt so schief stehen, so lange es nicht auch noch windig wird, geht das auch. Gute
              Nacht!
              Zuletzt geändert von Schlammschnecke; 07.08.2014, 15:11.
              Caelum crebris imbribus ac nebulis foedum - Das Klima ist durch die häufigen Regenfälle und Nebel widerlich
              Tacitus (über das Wetter in Britannien)

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              • Suederelben
                Neu im Forum
                • 03.08.2014
                • 2

                • Meine Reisen

                #8
                Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                Ein sehr schöner Reisebericht, vielen Dank.
                Ich bin neu im Forum und mache vielleicht was falsch. In der Regel kann ich bei den postings auch die Bilder sehen, hier leider nicht. Muss ich was einstellen, damit die richtig eingebunden werden? Die Links selbst scheinen ok zu sein ...

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                • Schlammschnecke
                  Erfahren
                  • 28.08.2012
                  • 353

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                  Ups, da ich auch keine Ahnung habe, könnte es auch an mir liegen. Kann irgendjemand außer mir die Bilder sehen? Ich hab es jetzt mit zwei verschiedenen Browsern probiert, bei mir sieht es gut aus?
                  Caelum crebris imbribus ac nebulis foedum - Das Klima ist durch die häufigen Regenfälle und Nebel widerlich
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                  • codenascher

                    Alter Hase
                    • 30.06.2009
                    • 4301

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                    Bei mir werden die Bilder in Tapatalk nicht angezeigt, im Browser allerdings schon...

                    Vielen Dank für das teilen der Erlebnisse Hach ja, der erste Munro ist schon ein Erlebnis

                    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

                    meine Weltkarte

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                    • Suederelben
                      Neu im Forum
                      • 03.08.2014
                      • 2

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                      Genau, Browser ok - tapatalk nicht. Danke für die Hinweise, so komme ich an die Bilder ran, super.

                      Kommentar


                      • Stippvisite
                        Erfahren
                        • 13.05.2013
                        • 139

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                        Zitat von Schlammschnecke Beitrag anzeigen
                        Kann irgendjemand außer mir die Bilder sehen?
                        Ja ... und lesen geht auch

                        Danke für's teilen

                        Kommentar


                        • Schlammschnecke
                          Erfahren
                          • 28.08.2012
                          • 353

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                          Puh, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was Tapatalk ist oder was ich da tun könnte oder müsste???
                          Es geht jetzt leider eh erst mal nicht weiter, in meiner Bilder-Linkliste ist irgendwo der Wurm drin.
                          Caelum crebris imbribus ac nebulis foedum - Das Klima ist durch die häufigen Regenfälle und Nebel widerlich
                          Tacitus (über das Wetter in Britannien)

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                          • Igelstroem
                            Fuchs
                            • 30.01.2013
                            • 1422

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                            Zitat von Schlammschnecke Beitrag anzeigen
                            Wieso gibt es eigentlich kein deutsches Wort für Soulfood?
                            OT: Ein paar Vorschläge:

                            Seelenzehrung (kann aber als Gegenteil missverstanden werden)
                            Seelenatzung (vereinzelt im 19. Jahrhundert)
                            Seelenkirrung (neu)
                            Glücksklysma (auch neu)

                            Dann noch zwei hässliche Varianten für User aus technischen Berufen bzw. aus dem mittleren Management (falls angenommen wird, dass sich der Mensch aus Kopf und Bauch zusammensetzt):

                            Kopfnahrung
                            Mentalfutter

                            Der englische Ausdruck bleibt wegen der dunklen Vokale klanglich leicht im Vorteil.
                            Zuletzt geändert von Igelstroem; 07.08.2014, 14:29.
                            Lebe Deine Albträume und irre umher

                            Kommentar


                            • GandalftheGrey
                              Dauerbesucher
                              • 19.05.2011
                              • 614

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                              Sehr schöner Reisebericht! Macht Spaß, den zu lesen.

                              OT: Zu den Bildern:

                              mit IMG-L


                              ohne -L

                              im Browser sind zwei Bilder zu sehen... wie sieht es mit Tapatalk aus?
                              jgr-photo.com

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                              • Rattus
                                Lebt im Forum
                                • 15.09.2011
                                • 5177

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                                Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
                                Ein paar Vorschläge:
                                Seelenatzung
                                Wie schön

                                Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
                                Kopfnahrung
                                Mentalfutter[/OT]
                                Wirklich grässlich. Und in meinen Augen was völlig anderes.
                                Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

                                Kommentar


                                • codenascher

                                  Alter Hase
                                  • 30.06.2009
                                  • 4301

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                                  Zitat von GandalftheGrey Beitrag anzeigen


                                  ohne -L

                                  im Browser sind zwei Bilder zu sehen... wie sieht es mit Tapatalk aus?[/OT]
                                  In Tapatalk ist das Bild ohne "L" zu sehen. Also liegts daran

                                  Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

                                  meine Weltkarte

                                  Kommentar


                                  • Schlammschnecke
                                    Erfahren
                                    • 28.08.2012
                                    • 353

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                                    Dann sollte Tag6 jetzt bei jedem 4 Bilder haben? Dieses -L Zeug war mir schon immer sehr suspekt. ;)
                                    Caelum crebris imbribus ac nebulis foedum - Das Klima ist durch die häufigen Regenfälle und Nebel widerlich
                                    Tacitus (über das Wetter in Britannien)

                                    Kommentar


                                    • Korre
                                      Neu im Forum
                                      • 07.08.2014
                                      • 1

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                                      Hallo,

                                      bin auch neu hier und hab gerade deinen tollen Bericht gelesen. Die Bilder sind doch ganz toll. In Natura ist`s halt immer beeindruckender! Vielen Dank für deine amüsanten Texte!

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                                      • Schlammschnecke
                                        Erfahren
                                        • 28.08.2012
                                        • 353

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        AW: Ich bin Whisky, äh, rum – von Aviemore zurück nach Drymen

                                        So, jetzt sollten hoffentlich alle, alles sehen können. Ganz, ganz herzlichen Dank an GandalftheGrey, da wär ich im Leben nicht draufgekommen. Again what learned, sag ich da nur.

                                        Und die Kamera hat leider eindeutig ein Problem mit Kontrasten - sobald sie zu groß werden, steuert sie dagegen. Leider. Und damit waren gerade die Bilder, die am besten aussehen hätten sollen, für den Papierkorb. Ich werd die Anleitung noch mal durchforsten ob man das irgendwie ausstellen kann - für den nächsten Trip wenigstens.
                                        Caelum crebris imbribus ac nebulis foedum - Das Klima ist durch die häufigen Regenfälle und Nebel widerlich
                                        Tacitus (über das Wetter in Britannien)

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