[NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im August

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  • gearfreak
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    • 30.01.2010
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    • Meine Reisen

    [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im August

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Jotunheimen 10.-19. August 2011






    Ich habe diesmal leider keine Notizen gemacht und kann daher nur versuchen, die Tour anhand der Bilder und der Karte zu rekonstruieren. Schließlich ist die Reise schon 18 Monate her..

    Prolog:

    Vor ein paar Tagen erst sind mein Freund und ich von unserer Rundtour Dänemark-Wales-Korsika-Wales-Dänemark zurückgekommen und mir fällt schon die Decke auf den Kopf.
    Mein Freund muß jetzt schon wieder arbeiten, und ich erst Ende August wieder; und ich sehne mich nach einer weiteren Solotour (die letzte ist schon ein Jahr her!), also buche ich kurzentschlossen ein Fährticket nach Larvik mit flexibler Rückreise und kaufe mir das Kartenset "Jotunheimen Aust & Vest" im Maßstab 1:50000.




    Tag 0: 10. August

    Oh, wie schön das ist, einfach ein Auto zu packen für eine Wanderung! Die Gaskartusche darf mit; ein paar Dosen Bier, und ich reise in normaler Kleidung!

    Jotunheimen stand schon länger auf meiner Wunschliste. Früher dachte ich, ich kann sowas nicht, so viel rauf und runter, aber jetzt habe ich ja schließlich gerade den GR20 absolviert, also kann doch nichts mehr schiefgehen!

    Auf dem GR20 hatten wir nur das Nötigste mit und waren wegen Essen aber trotzdem reichlich schwer unterwegs. Jetzt bin ich ja fit, denke ich mir; da kann dann auch der ein oder andere Luxusgegenstand mit wie zum Beispiel ein Mittagspausen-Tarp, ein Buch und Wechselunterwäsche.


    Die Anreise verläuft ereignislos. In Jylland fahre ich in ca. 2h nach Hirtshals und geniesse das günstige Buffet auf der Fähre.
    In Norwegen trödele ich dann mit gefühltem Durchschnittstempo von 60km/h Richtung Norden.
    Völlig unerwartet komme ich an der Utøya vorbei, kapiere erst gar nicht, wo ich bin und warum da soviele Blumen liegen.
    Das Blutbad auf der Insel ist keine drei Wochen her.

    Es ist schon ziemlich am dämmern, als ich die Gegend um Gjendesheim erreiche.
    Ich habe eine Autokarte von 1972; da hatte Norwegen ja knapp erst das ganze Öl entdeckt. Aber soviel hat sich im Strassennetz sicher nicht verändert..

    Irgendwie ist mir aber nicht klar, wie groß die "Hütte" ist. Ich parke darum das Auto, als ich eine kleine Parkbucht und ein DNT-Schild sehe, und mache mich auf die Suche nach einem Zeltplatz.
    Beim Packen in der Dämmerung fällt mir auf, daß ich schlampig gepackt habe; mir fehlt der Verschluß meiner Trinkblase. Mann, das geht ja gut los!



    Ich folge zwar einem Pfad, aber irgendwie stimmt der nicht ganz mit meiner Karte überein. Hmm, ich zücke meinen Kompass und versuche mir, die Abweichung von Karte und Realität zurechtzureden. Sollte man nicht machen..
    Irgendwann erreiche ich den See. Bin schon völlig kaputt, denn ich trage noch eine Dose Bier (seltsamerweise werde ich diesen Fehler noch oft wiederholen…) und bin von der Autofahrt auch recht müde. Mein Rucksack wiegt vermutlich um die 17-18kg.

    Nun ja. Am See angekommen, merke ich, dass ich absolut nicht bin, wo ich sein möchte: Auf der anderen Seite vom See Gjende. Ich kann den erleuchteten Hüttenkomplex gut erkennen.
    Mist!

    Camping-geeignete Plätze habe ich seit dem Auto noch nicht entdeckt, und nun ist es auch schon fast dunkel.
    Ich gehe also ca. eine Stunde wieder zum Auto zurück und schlafe, nachdem ich mein Bier getrunken habe, auf dem Rücksitz meines Renault Clio.
    Zuletzt geändert von gearfreak; 28.01.2013, 22:17.

  • Mario294
    Erfahren
    • 11.12.2011
    • 270

    • Meine Reisen

    #2
    AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

    hey,

    schön das du einen bericht schreibst

    in jotunheimen werde ich im august diesen jahres auch sein vlt kann ich mir ja den ein oder anderen tipp abschauen

    Nun ja. Am See angekommen, merke ich, dass ich absolut nicht bin, wo ich sein möchte: Auf der anderen Seite vom See Gjende. Ich kann den erleuchteten Hüttenkomplex gut erkennen.
    Mist!
    das fängt echt gut an

    Camping-geeignete Plätze habe ich seit dem Auto noch nicht entdeckt, und nun ist es auch schon fast dunkel.
    Ich gehe also ca. eine Stunde wieder zum Auto zurück und schlafe, nachdem ich mein Bier getrunken habe, auf dem Rücksitz meines Renault Clio.
    immerhin nur eine stunde :P

    freue mich auf fortsetzung

    mfg mario

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    • gearfreak
      Erfahren
      • 30.01.2010
      • 272

      • Meine Reisen

      #3
      AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

      Tag 1: Maurvangen - Russvatnet


      An diesem Morgen setzt glücklicherweise mein Gehirn wieder ein, und mit Hilfe des Tageslichts und der Karte finde ich heraus, wo ich bin.

      Ich denke nur alle fünf Minuten "Ach soooo"



      Also fahre ich jetzt mit dem Auto zur Gjendesheim-Hütte. Die "Hütte" ist eher ein Dorf mit einem Riesen-Parkplatz, der 70 NOK am Tag kosten soll. Leider habe ich kein Bargeld.
      Ich fahre also wieder zur Hauptstrasse und stelle mein Auto einfach in einer kleinen Parkbucht ab, wo schon zwei andere Autos stehen. Hoffentlich geht das gut.

      Nun schnalle ich mir meinen Rucksack wieder auf, der trotz (oder wegen?) des Bierkonsums immer noch nicht leichter ist, und gehe die paar Kilometer an der Strasse zur Hütte.
      In der Hütte gehe ich aufs Klo und fülle meine Ersatz-Wasserflasche auf. Irgendwie mag ich so große Hütten nicht. Gerade wenn man allein unterwegs ist finde ich sie wenig einladend.

      Meine Route überlege ich auf dieser Tour eher spontan; eigentlich möchte ich nur mal gerne auf den Galdhøpiggen.
      Allerdings bin ich mir ganz unsicher, wie ich geeignete Zeltplätze finden soll. Aber im Notfall kann man ja immer an den Hütten zelten.

      Überhaupt ist Norwegen meiner Meinung nach das ultimative Rundum-Sorglos-Paket: man folgt immer nur dem roten T (wenn man denn auf dem richtigen Pfad ist, hihi), und für den Notfall gibt es immer die Hütten. Trotzdem hat man so ein Gefühl von absoluter Wildnis!

      Ich laufe los und freue mich an dem schönen Wetter.





      Aber mann, ist mein Rucksack schwer!
      Nach dem GR20 dachte ich, ich sei fit und könnte ein wenig luxuriöser packen. Vielleicht ist es die lange Fahrt oder die Nacht auf dem Rücksitz, ich weiß es nicht. Aber jeder Schritt ist irgendwie wahnsinnig anstrengend..

      Hoch und runter geht es eigentlich auch nicht besonders, aber was solls, ich kann ja bleiben so lange ich möchte.

      Am späten Nachmittag mache ich eine Pause am Russvatn.
      Ich hadere mit meiner Langsamkeit und fühle mich irgendwie blöd, bis ich beschließe, einfach hierzubleiben und mein Buch zu lesen (wie immer Robinson Crusoe, echt wahnsinnig lustig und nur 120g schwer.. )

      Ich baue mein LaserComp direkt am Pfad auf und ergebe mich meinem schönen Schicksal.


      (man beachte die Highend-Trekking-Profi-Flasche im Bild)


      13.5 Kilometer bin ich insgesamt gegangen, das muß ein Negativ-Rekord sein. Egal, es ist schön hier!

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      • Mortias
        Fuchs
        • 10.06.2004
        • 1023

        • Meine Reisen

        #4
        AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

        Na dann hoffe ich mal, dass Du Dich noch an möglichst viel Sachen von Deiner Tour erinnerst. Geht auf jedenfall gut los. Gegen ein paar mehr Bilder hätte ich aber nichts einzuwenden. Soweit ich das überblicke ist Jotunheimen doch eine Gegend die sich auf Bildern durchaus nicht zu verstecken braucht.
        Zuletzt geändert von Mortias; 25.01.2013, 20:54. Grund: Sehe gerade, dass Du zeitgleich mit meinem Beitrag bereits eine Fortsetzung geschrieben hast auf der auch ein paar schöne Bilder zu sehen waren.

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        • gearfreak
          Erfahren
          • 30.01.2010
          • 272

          • Meine Reisen

          #5
          AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

          Zitat von Mario294 Beitrag anzeigen
          in jotunheimen werde ich im august diesen jahres auch sein vlt kann ich mir ja den ein oder anderen tipp abschauen
          Ich hatte schon ewig vor diesen Bericht zu schreiben, und habe mich wegen diesem Thread jetzt endlich mal aufgerafft; da geht es nämlich um eine sehr ähnliche Route.

          Tipps wohl eher in Bezug darauf, was man sein lassen sollte..

          Zitat von Mario294 Beitrag anzeigen
          freue mich auf fortsetzung
          Ich arbeite dran! Bei einem India Pale Ale schreibt es sich recht gut..

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          • gearfreak
            Erfahren
            • 30.01.2010
            • 272

            • Meine Reisen

            #6
            AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

            Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
            Na dann hoffe ich mal, dass Du Dich noch an möglichst viel Sachen von Deiner Tour erinnerst. Geht auf jedenfall gut los. Gegen ein paar mehr Bilder hätte ich aber nichts einzuwenden. Soweit ich das überblicke ist Jotunheimen doch eine Gegend die sich auf Bildern durchaus nicht zu verstecken braucht.
            Keine Sorge, ich habe für diesen Bericht insgesamt 90 Bilder hochgeladen!

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            • Mario294
              Erfahren
              • 11.12.2011
              • 270

              • Meine Reisen

              #7
              AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

              ohh das ging ja schnelle weiter

              wenn das wetter so bleibt sind 90 bilder viel zu wenig :P

              schön zu wissen das das laser competition es auch schon nach norwegen geschafft hatt
              ich traue im immer so wenig zu aber bis jett hatt es bei mir jedem sturm standgehalten hoffe das bleibt auch so, das gewicht ist ohne innenzelt halt echt unschlagbar

              wie ist es den mit innenzelt mit dem kondenswasser hatte es immer nur ohne genutzt und da gabs öfters mal regen im zelt

              mfg mario

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              • gearfreak
                Erfahren
                • 30.01.2010
                • 272

                • Meine Reisen

                #8
                AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                Tag 2: Russvatnet - Skautflye

                Auch an diesem Morgen ist das Wetter wieder wunderschön, und beim Frühstück überlege ich, wie ich den Tag verbringen möchte.

                Ich würde ja gerne auf den Glittertind, aber das würde meine Route durcheinanderbringen. Ursprünglich angedacht war, an Tag 1 von Gjendesheim bis kurz nach Glitterheim zu gehen, um dann an Tag 2 über den Glittertind zu Spiterstulen-Hütte zu gehen. Jetzt bin ich aber ja erst ca. 10km von Gjendesheim entfernt, und auf dem Glittertind kann ich ja schlecht übernachten. Ich weiß nicht recht, was ich machen soll, aber zum Glück habe ich ja noch ein wenig Zeit. Ich gehe also erstmal los und sehe dann, wie es läuft.
                Am Wetter soll es jedenfalls nicht liegen!





                Hach, ist das schön, wieder unterwegs zu sein! Und immer nur dem roten T folgen, einfacher geht es nicht. Aber trotzdem fühlt es sich in Norwegen immer so "wild" an, denn man läuft nicht unbedingt nur auf Pfaden, sondern durch die vielen Steine auch irgendwie "offroad".





                Bei Glitterheim muß ich mich entscheiden, ob ich die nördliche oder die südliche Route einschlage.
                Normalerweise nehme ich die DNT-Laufzeiten-Angaben mal den Faktor 1,5. Bei der Glittertind-Route steht 9 Stunden, das wären dann mit Pausen bei mir 13,5 Stunden. Es scheint nicht, als wären da irgendwo Zeltplätze. Schneeheringe habe ich jedenfalls nicht mit.
                Ich entscheide mich schweren Herzens für die Südroute ohne Glittertind-Besteigung; ich fühle mich einfach heute noch nicht fit genug.
                Auf morgen kann ich die Besteigung auch nicht verschieben, denn die ungefähre Richtung muß ich schon einhalten, wenn ich eine ca. 8-tägige Rundtour machen möchte..
                Und der Berg sieht gerade echt riesig aus, und mein Rucksack mit allen Luxusgütern fühlt sich so schwer an..



                Das Gehen ist anstrengend, und am späten Nachmittag setze ich mich erschöpft hin und mache mir eine Suppe. Plötzlich sehe ich eine Herde Rentiere, die im Schmelzwasser des Veo-Gletschers herumläuft. Ich beobachte die Tiere eine ganze Weile und freue mich, dass sie mir diesen kleinen Tiefpunkt versüssen.





                Ich versuche immer mal wieder, auf der DNT-Karte potentielle Zeltplätze zu entdecken. Veslgupptjønnen wirkt auf mich wie eine gute Stelle. Auf der Karte jedenfalls. Da ist schließlich Wasser, und es scheint auch recht flach zu sein. Mehr Information bekommt man aber von der Turkart leider auch nicht.

                Als ich dort angekomme, habe ich allerdings etwas dazugelernt: So sieht das hier aus: Hübsch, aber wahnsinnig steinig.





                Hmm, hier hätte ich nicht zelten können. Aber das schöne an Norwegen ist ja, dass man im Sommer sehr lange Tageslicht hat und deshalb immer in Ruhe weitersuchen kann.
                Ich laufe also noch ein paar Kilometer weiter und an mehreren steinigen Seen vorbei, bis ich eine schöne Stelle zum Zelten finde.
                Ich fühle mich hier, als hätte ich eine Festung mit einem richtigen Burggraben



                (Ich weiß nicht mehr ganz sicher, wo das war, aber irgendwo um den Lejrtjønne kann man jedenfalls zelten. Sollte aber gerne ein trockener Tag sein)

                An diesem Tag bin ich 22km gegangen.

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                • Gast-Avatar

                  #9
                  AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                  Danke für den Bericht. Mir gefällt der Schreibstil. Macht Spass, das zu lesen.

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                  • gearfreak
                    Erfahren
                    • 30.01.2010
                    • 272

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                    Tag 3: Skautflye - Galdhøpiggen - Visdalen

                    Nach zwei eher langsamen und irgendwie leider auch recht qualvollen Tagen fühle ich mich heute endlich wieder fit und zu allem bereit. Perfekt, denn heute soll Norwegens höchster Berg bestiegen werden, der Galdhøpigg.

                    Zuerst geht es aber zur Spiterstulen-Hütte. Dort frage ich, ob es möglich ist, überflüssige Ausrüstung für ein paar Stunden zu deponieren.
                    Der Hüttenwirt ist zuerst recht unfreundlich (typisch bei Hütten mit Parkplatz und Touristenattraktion), erlaubt mir aber dann doch, einige Packbeutel unter der Treppe zu verstecken.
                    Einen Tagesrucksack habe ich nicht mit, aber mein Exos läßt sich richtig gut komprimieren und fühlt sich eher an wie ein 30l-Rucksack als ein 58er.

                    Halb Norwegen hatte heute scheinbar die gleiche Idee wie ich, und es ist für meinen Geschmack recht voll. Sogar einen Hund im Rucksack sehe ich!





                    Aber was kann man bei so einem Trophäen-Berg auch anderes erwarten..

                    Ich genieße trotzdem die schönen Ausblicke in alle Richtungen.





                    Sagte ich eben, meine Route sei voll? Das sehe ich plötzlich ganz anders, als ich eine geführte Gletscherquerung auf dem Styggebrean sehe. Wie bunte Ameisen sehen die Leute aus..



                    Auf dem Gipfel haben die Norweger doch tatsächlich eine Imbiss-Hütte gebaut!
                    Der Ausblick ist trotzdem schön
                    Ein asiatischer Tourist bietet mir an, ein Photo von mir zu machen. Das freundliche Angebot nehme ich gerne an.

                    Kurz wundere ich mich noch über einen Helikopter und hoffe, dass nichts passiert ist, aber dann erklärt mir jemand, daß die Helikopter die Hütte beliefern. Der Wahnsinn!!







                    Während des Abstiegs überlege ich schon einmal, wo ich heute nacht schlafen soll. An der Hütte möchte ich nicht zelten, da sind mir zu viele Autofahrer.
                    Aber das südliche Vis-Tal sieht eigentlich recht gut geeignet aus; da finde ich bestimmt etwas.



                    Zurück an der Hütte führt mich der Weg über den hütteneigenen Zeltplatz.

                    Aus irgendeinem Grund muß ich bei diesem Pracht-Exemplar an Loriot denken



                    Ich muß nicht besonders weit gehen, bevor ich einen guten Platz für mein Zelt finde.
                    Um viertel vor neun ist es aufgebaut, und nach einer leckeren Mahlzeit gehe ich glücklich ins Bett



                    (Und für die lieben Kinder an dieser Stelle ein Suchspiel: Wer kann das Zelt entdecken?)


                    An diesem Tag bin ich 17.5km gegangen
                    Zuletzt geändert von gearfreak; 27.01.2013, 16:16.

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                    • gearfreak
                      Erfahren
                      • 30.01.2010
                      • 272

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                      Tag 4: Visdalen - Gravdalsdammen


                      Irgendwann mußte ja mal Schluß sein mit dem guten Wetter: Der heutige Tag begrüßt mich mit grauen Wolken und einigen Tupfern Blau (für die gute Hoffnung).



                      Umso mehr freut mich, daß ich für die Gipfeltour gestern gutes Wetter hatte. Es läuft also alles perfekt!

                      Der Weg durch das Vis-Tal ist gut zu gehen, und es gibt auch schöne Berge zu bewundern, aber der ständige Nieselregen nervt schon ein bißchen.

                      Irgendwann fällt mir zum Glück ein, daß ich mit Luxus-Ausstattung unterwegs bin. Wäre ja schon blöd, die ganze Zeit ein Tarp mitzuschleppen und es dann zu vergessen.

                      Es regnet und ich habe ein Tarp. Logische Konsequenz ist eine Mittagspause. Ich habe sowieso gerade wieder keine Lust mehr.
                      Aber nach einem Topf Suppe und leckerer Wurst wirkt wieder der Jotunheimen-Zauber: Auf dieser Tour passiert immer etwas Schönes, wenn ich gerade in einem kleinen Tief hänge.

                      Diesmal ist es ein Regenbogen





                      Eigentlich ist ja so Halb-Regenwetter auch recht schön, finde ich jetzt; und nass bin ich ja nicht.
                      Besser gelaunt gehe ich weiter.



                      Ein paar Kilometer vor der Leirvassbu ist eine größere Furt. Auf der anderen Seite sehe ich eine Frau, die lange zu suchen scheint. Es ist wirklich nicht einfach eine Route zu finden auf der man nicht die Stiefel ausziehen müßte, aber am Ende gelange ich doch trockenen Fußes hinüber.



                      Gegen sechs Uhr erreiche ich die Leirvassbu, die am Fuße der charakteristischen Kyrkja liegt. Wow, was für ein Berg!!



                      Wenn ich an bewirtschafteten Hütten vorbeikomme, nutze ich gerne die Gelegenheit, um einen Kaffee zu trinken und die Toilette zu benutzen. So auch hier.

                      Die Leirvassbu ist eine sehr gemütliche Hütte mit schönen alten Bauernmöbeln und einer netten Atmosphäre.
                      Als ich meinen Kaffee bestelle, fragt mich der Hüttenwirt die üblichen Fragen, die man als Frau auf Tour so zu hören bekommt. Es scheint immer noch eine Seltenheit zu sein (im Forum bekomme ich immer einen anderen Eindruck!), die dann aber oft auch zu besonderer Freundlichkeit führt.
                      So auch in diesem Fall:

                      Zuerst überredet mich der freundliche Mann zu einer Waffel zu meinem Kaffee; die hat er nämlich selbst gebacken! Er schaut kurz auf den großen Stapel Waffeln, dann auf mich und wieder zurück auf den Stapel, und sagt: "Weisst du was, ich gebe dir zwei Waffeln zum Preis von einer!" Während er die Waffeln auf einen Teller legt, sagt er "ach, was solls, hier hast du drei Waffeln zum Preis von einer. Und nimm auch ja viel Sahne und Marmelade!"

                      Bei so viel Freundlichkeit kann ich nicht widerstehen; und tatsächlich, die Waffeln schmecken fast genau wie die, die meine Mutter nach dem Rezept meiner norwegischen Großmutter backt!

                      Pappsatt und bestens gelaunt mache ich mich um halb acht wieder auf den Weg. Erst wollte ich nur bis zur nächsten Zeltgelegenheit gehen, es ist ja schließlich schon recht spät; aber die Waffeln setzen ungeahnte Kräfte in mir frei, und ich marschiere wie wild weiter und weiter.
                      Ich habe Lust auf Speed-Walking, und da eine Art Strasse parallel zum Pfad verläuft, beschließe ich, mir das Über-Stock-und-Stein-Hüpfen zu sparen und stattdessen einfach diesen schönen Abend zu genießen.



                      Das Gravdal gefällt mir wirklich gut; die Stimmung ist irgendwie magisch im Dämmerlicht.

                      Nach ein paar Kilometern zweigt die DNT-Route nach rechts ab, aber auf der Karte sieht es aus, als würden sich die "Straße" und der Pfad am Damm wieder treffen, also bleibe ich einfach auf der Strasse.

                      Am Staudamm angelangt, merke ich, daß das vielleicht ein Fehler gewesen sein könnte.
                      Die Strasse hört nämlich auf, und zwar im Wasser!
                      Etwas weiter sehe ich noch ein Stückchen vom Weg, aber das Ziel war eindeutig eine kleine verschlossene Hütte, die wohl nur genutzt wird, wenn etwas am Staudamm gemacht werden muss.

                      Was nun?
                      Natürlich ist es schon wieder recht dunkel, also sage ich mir, das man Probleme dieser Art am besten aufschieben sollte. Morgen finde ich schon eine Lösung!
                      Zum Glück finde ich wenigstens ein kleines Stückchen Gras für mein Zelt, und sogar mit Aussicht auf diesen verrückten Berg.
                      Da hat doch jemand ein Stück abgesägt, damit er mit dem Helikopter landen kann!





                      Abendessen brauche ich nach der Familienration Waffeln nicht mehr.


                      An diesem Tag bin ich 20km gegangen.
                      Zuletzt geändert von gearfreak; 30.01.2013, 17:50.

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                      • gearfreak
                        Erfahren
                        • 30.01.2010
                        • 272

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                        Tag 5: Gravdalsdammen - unterhalb Mjølkedalspiggan


                        Der Morgen ist grau, und ich weiß nicht so genau, wie ich von hier wegkommen soll.

                        Um ungefähr halb zehn stürze ich mich ins Abenteuer. Ich hatte gehofft, dass ich einfach über den Staudamm spazieren kann, aber das stellt sich bei genauerer Betrachtung als Fehleinschätzung heraus.

                        Nun gut, es ist ja nicht gerade voll von gefährlichen Klippen hier, und mit ein wenig Kraxelei schaffe ich es zurück zum Pfad.
                        Zuvor allerdings entdecke ich eine seltsame Höhle. Sie scheint mir zu rund, um natürlich entstanden zu sein, und ich frage mich, was sie wohl verbirgt. Leider traue ich mich nicht weiter als zwei Meter hinein, und so bleibt dieses Rätsel ungelöst.



                        Froh, wieder auf dem Pfad zu sein, gehe ich weiter Richtung Utladalen. Mein norwegischer Kollege Brynjar hatte mir gesagt, dort müsse ich unbedingt hin.
                        Der Plan sieht im Moment so aus, dass ich zur Hütte Skogadalsbøen im oberen Utla-Tal möchte, und dann nach Osten drehe, um nach ca. vier Tagen wieder beim Auto zu sein.

                        Die genaue Route habe ich aber noch nicht entschieden.


                        Auf der Karte ist eine Sehenswürdigkeit namens "Store Hilleren" eingetragen, und ich bin schon ganz gespannt, was das wohl ist.
                        Es entpuppt sich als alter Jägerunterschlupf, in den man nur geduckt eintreten kann.



                        Je weiter ich ins Tal hinabsteige, desto grüner wird es. Ich folge dem Wasser hinab ins Tal und sehe mehr und mehr Wasserfälle.



                        Leider ist es nicht nur da nass, wo es schön anzugucken ist, sondern auch auf dem Pfad. Heute bekomme ich sicher nasse Füsse, denke ich mir.
                        Im Nachhinein muß ich sagen, daß das wohl die Untertreibung des Jahres war, aber das weiß ich Moment zum Glück noch nicht..

                        Mir kommt ein Pärchen aus Deutschland entgegen und warnt mich auf englisch, daß es in der Richtung, in die ich gehe, sehr nass ist.
                        Ich denke mir, ach, nassere Füße geht gar nicht mehr.

                        Da die beiden englisch sprechen, gebe ich mich nicht als Deutsche zu erkennen. Ich würde mir irgendwie unhöflich vorkommen, denn damit würde ich ja gleichzeitig sagen, daß sie mit deutschem Akzent sprechen. In diesem Dilemna stecke ich öfter.. Hmm, ich mache mir manchmal zuviele Gedanken..



                        Gegen drei Uhr erreiche ich die Hütte. Da sie bedient ist, gehe ich davon aus, daß ich mir dort einen Kaffee kaufen kann.
                        Allerdings hat die Hütte gar kein Café in dem Sinne.
                        Der Hüttenwirt geht trotzdem in die Küche und kommt mit einem heißen Kaffee zurück, für den er noch nicht einmal Geld haben möchte! Ich trinke den Kaffee in der gemütlichen warmen Stube, bevor ich dann leider wieder in meine nassen Socken schlüpfen muss.

                        Toll, da hab ich allen möglichen Mist eingepackt für diese Tour, aber meine SealSkinz liegen natürlich zuhause!


                        Gegen Nachmittag verstehe ich dann, wovon die beiden Wanderer sprachen: Alles steht komplett unter Wasser! Der Pfad ist ein Bach, und drumherum gehen ist auch keine Option, denn da ist nur Sumpf.



                        Ich erreiche also diesen Punkt, den jeder Wanderer hasst: Der Punkt, an dem man sich dem Wasser beugt und einfach quer durch das Wasser stapft, während das Wasser von oben in die Stiefel läuft und jeder Schritt mit einem schmatzenden Geräusch einhergeht.


                        Jotunheimen-Zauber am Tiefpunkt? Fehlanzeige. Es sei denn, man zählt eine reife (zugegebenermassen leckere) Moltebeere und einen blauen Fleck am Himmel.





                        Brynjar, ich könnte Dich jetzt gerade umbringen!!
                        Schnell weg vom grün auf der Karte, denke ich, während ich das Skoga-Tal hinaufgehe.
                        Denn grün bedeutet Vegetation, und das wiederum bedeutet schlammige Pfade.

                        Nach einer Weile wird es wieder steiniger und der Weg ist auch kein Sturzbach mehr.



                        Das bedeutet allerdings auch, dass es immer weniger geeignete Zeltplätze gibt. Nicht daß ich in dem bisherigen Matsch irgendwo hätte zelten können..

                        Es ist inzwischen fünf Uhr, und ich mache mir ein wenig Sorgen um mein Nachtlager.
                        Es soll zunächst auf eine Art Plateau hinaufgehen und dann, je nach eingeschlagener Route, entweder nach Norden über einen 300m höheren Berg und dann zur Olavsbu, oder Richtung Südosten, wo aber keine Hütte und somit auch keine garantierte Zeltmöglichkeit ist.

                        Ich frage ein Paar, das mir entgegenkommt, wie es mit Zeltmöglichkeiten aussieht, und die beiden zeigen auf eine Stelle auf der Karte und sagen, daß es ab der Stelle auf keinen Fall mehr geht.
                        Seltsam, auf der Karte sah das eigentlich vielversprechend aus. Aber so viel Information bekommt man ja leider auf der Karte nicht.

                        Ab jetzt halte ich also Ausschau nach einem geeigneten Zeltplatz.
                        Das ist gar nicht so leicht.
                        Meine Stiefel sind voller Wasser, und die Socken fühlen sich an wie VOR dem Schleudergang in der Waschmaschine. Ich hätte nichts dagegen, diesen Wandertag zu beenden.

                        Mit der Warnung der beiden Wanderung im Hinterkopf habe ich Sorge, zu weit zu gehen. Bis zu Olavsbu möchte ich heute wirklich nicht mehr gehen.
                        Irgendwann finde ich eine Stelle, die akzeptabel scheint. Es gibt Wasser, und es sieht aus, als könnte ich mein LaserComp gerade so eben zwischen die herumliegenden Felsen plazieren.

                        Das dauert eine Weile; das Zelt ist plötzlich riesengroß und immer ist in irgendeiner Ecke ein Stein im Weg.
                        Um halb sieben steht das Ding wundersamerweise, wenn auch schief und krumm auf abschüssigem Boden.
                        Immerhin hat der Regen aufgehört, und ich kann von dem Plateau in viele Richtungen schauen, denke ich.
                        In dem Moment kommt eine Wolke und verschluckt mich und mein Zelt.



                        Heute ist einfach nicht mein Tag.

                        Ich krieche in mein heute recht unbequemes Zelt und lese weiter in meinem Buch. Was soll ich sonst auch machen.


                        An diesem Tag bin ich 16.5km gegangen
                        Zuletzt geändert von gearfreak; 27.01.2013, 13:37.

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                        • gearfreak
                          Erfahren
                          • 30.01.2010
                          • 272

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                          Zitat von Mario294 Beitrag anzeigen
                          wie ist es den mit innenzelt mit dem kondenswasser hatte es immer nur ohne genutzt und da gabs öfters mal regen im zelt

                          mfg mario
                          Ich habe mit Innenzelt bisher nur einmal Kondens im Zelt gehabt, und da war es recht warm.

                          Zitat von fantalingus
                          Immer wieder scön, eure Berichte zu lesen, wenn man selbst die Touren ein wenig vernachlässigt hat.
                          Dann pack mal den Rucksack und mach Dich auf, es lohnt sich!

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                          • gearfreak
                            Erfahren
                            • 30.01.2010
                            • 272

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                            Tag 6: Øvre Mjølkedalen - Gjendebu


                            Ich war gestern sehr früh im Bett und bin heute dementsprechend früh schon wieder unterwegs.
                            Ich bringe es nicht über mich, die nassen Strümpfe wieder anzuziehen, und da die Stiefel doch bestimmt über Nacht getrocknet sind ziehe ich mein trockenes Paar Strümpfe an. Ah, ist das ein schönes Gefühl!!

                            Die Sicht ist heute morgen besser, und meine Route steht fest: Heute geht es nach Gjendebu, morgen nach Memurubu und übermorgen dann über den Beseggen wieder zurück nach Gjendesheim, wo mein Auto steht.

                            Nach einer kurzen Weile sehe ich einen recht guten Zeltplatz und ärgere mich, daß ich gestern auf die beiden Hüttenwanderer gehört habe. Was solls, trockener hätte ich hier auch nicht genächtigt.



                            Wenig später habe ich andere Probleme: Die Sicht beträgt plötzlich nur noch wenige Meter; das jeweils nächste Steinmännchen kann ich nur aufgrund der Form erkennen; die rote Farbe sehe ich nicht!



                            Die Gegend hier oben ist sehr unwirtlich, und mir begegnet den ganzen Tag lang nur eine Familie.
                            Unglaublich, wie sehr sich die Landschaft in nur einem Wandertag ändern kann; im Vergleich zu gestern fühle ich mich wie auf einem anderen Planeten..

                            Der Pfad entlang der Seengruppe Mjølkedalstjørni ist laut Karte sehr flach, und ich hatte mich auf eine leichte Wanderung gefreut. Leider fehlt wieder die entscheidene Information, nämlich die Bodenbeschaffenheit, auf der Karte.
                            Das Gelände um den See ist unglaublich steinig; teilweise sind riesige Felsbrocken zu überqueren.
                            Die Steine sind aufgrund des Regens und der Flechten geradezu schleimig-rutschig, und das Vorankommen ist sehr schwierig. Auch die Trekkingstöcke sind keine Hilfe.
                            Die trockenen Socken von heute morgen sind auch schon wieder nass; die Stiefel waren wohl doch noch nicht trocken..

                            Die Gegend ist wirklich trostlos.







                            Nach einer gefühlten Ewigkeit wird die Landschaft endlich wieder etwas grüner, und jetzt werde ich für mein tagelanges Leiden erstklassig entschädigt: Mir begegnet eine große Herde Rentiere, und sie kommen so dicht an mich heran, daß ich wieder rauszoomen muß mit der Kamera! Ich mache ca. eine Million Bilder und fühle mich, als hätte ich im Lotto gewonnen







                            In bester Laune wandere ich weiter und folge dem Fluß durch das Veslå-Tal, und wenig später kommt der See Gjende, an dem die Gjendebu liegt, in Sicht. Über den See wacht die majestätische Gjendetunga.





                            Ich nähere mich der Baumgrenze, die auf ca. 1100m liegt, und die Landschaft wird erst durch Büsche und Sträucher ergänzt und geht dann sogar in einen kleinen Birkenhain über.
                            Bald erreiche ich Gjendebu, die, wie ich von diesem Schild erfahre, die älteste DNT-Hütte ist.







                            Ich bin zwar nur noch zwei Tage von meinem Auto entfernt, aber meine Füße sind sowas von durchnäßt, daß ich beschließe, an der Hütte zu zelten, damit ich den Trockenraum nutzen kann.

                            Ich bin die einzige Zelterin, aber die Hütte ist rappelvoll. Ich komme pünktlich zum Abendessen (der anderen), aber erst kommen meine Sachen in den Trockenraum. Der ist leider auch völlig überfüllt, und ich bezweifle, daß meine Stiefel und Strümpfe in einer Nacht trocknen.

                            Danach setze ich mich in die Hütte und kaufe mir ein Bier und eine Tüte Paprika-Chips. Ich habe keine Lust, mich zu unterhalten und lese mein Buch. Wie schön es ist, im Warmen zu sein!
                            Nach dem Bier gehe ich zurück in mein nicht besonders einladendes Zelt und lege mich in mein Bett.


                            An diesem Tag bin ich 22km gegangen.
                            Zuletzt geändert von gearfreak; 28.01.2013, 22:30.

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                            • Gast-Avatar

                              #15
                              AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                              "Da die beiden englisch sprechen, gebe ich mich nicht als Deutsche zu erkennen. Ich würde mir irgendwie unhöflich vorkommen, denn damit würde ich ja gleichzeitig sagen, daß sie mit deutschem Akzent sprechen. In diesem Dilemna stecke ich öfter.. Hmm, ich mache mir manchmal zuviele Gedanken."

                              Hast Du auch daran gedacht, dass Du mich mit diesem Satz wieder an meine äußerst unangenehmen Erfahrungen erinnerst, als ich während diverser Urlaube wiederholt gefragt wurde, "ob ich auch Deutscher wäre", nachdem ich jemand auf Englisch angesprochen habe.

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                              • evernorth
                                Fuchs
                                • 22.08.2010
                                • 1509

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                                Schöne Tour und ein unterhaltsamer, flüssiger Schreibstil. Hat Spass gemacht.
                                Die Fotos von den Rentieren gefallen mir besonders gut.
                                My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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                                • gearfreak
                                  Erfahren
                                  • 30.01.2010
                                  • 272

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                                  Zitat von Bergtroll Beitrag anzeigen
                                  "Da die beiden englisch sprechen, gebe ich mich nicht als Deutsche zu erkennen. Ich würde mir irgendwie unhöflich vorkommen, denn damit würde ich ja gleichzeitig sagen, daß sie mit deutschem Akzent sprechen. In diesem Dilemna stecke ich öfter.. Hmm, ich mache mir manchmal zuviele Gedanken."

                                  Hast Du auch daran gedacht, dass Du mich mit diesem Satz wieder an meine äußerst unangenehmen Erfahrungen erinnerst, als ich während diverser Urlaube wiederholt gefragt wurde, "ob ich auch Deutscher wäre", nachdem ich jemand auf Englisch angesprochen habe.


                                  Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
                                  Schöne Tour und ein unterhaltsamer, flüssiger Schreibstil. Hat Spass gemacht.
                                  Die Fotos von den Rentieren gefallen mir besonders gut.
                                  Danke für das Lob! Wie lustig, grad war ich in Deinem fantastischen Bericht! Nach Island muß ich wirklich sehr sehr bald...
                                  Zwei Tage kommen übrigens noch

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                                  • evernorth
                                    Fuchs
                                    • 22.08.2010
                                    • 1509

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                                    Zitat von gearfreak Beitrag anzeigen
                                    Danke für das Lob! Wie lustig, grad war ich in Deinem fantastischen Bericht! Nach Island muß ich wirklich sehr sehr bald...
                                    Zwei Tage kommen übrigens noch
                                    Na ja, das wundert dich jetzt wohl nicht: Ich kann dir Island nur wärmstens empfehlen und " sehr sehr bald " hört sich doch schon mal gut an.
                                    Auf die zwei folgenden Tage freue ich mich schon.
                                    My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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                                    • Rainer Duesmann
                                      Fuchs
                                      • 31.12.2005
                                      • 1640

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                                      Klasse Tour, klasse Bericht, klasse Bilder.
                                      Prima!
                                      LG
                                      Rainer
                                      radioRAW - Der gesellige Fotopodcast

                                      Kommentar


                                      • teuchter
                                        Gerne im Forum
                                        • 06.01.2012
                                        • 53

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        AW: [NO] Was ich von meiner zweiten Solotour noch erinnere.. Jotunheimen im Augu

                                        Schöne Tour, und das Fernweh wird immer grösser! Kanns denn nicht endlich Sommer werden?
                                        Danke für den Bericht.

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