[SE] Südliches Lappland – Die Plan B Tour

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • andrea2
    antwortet
    Hallo Matthias, auch von mir viele herzlichen Dank für deinen schönen Bericht. Für mich ist die Ecke noch völlig unbekannt, ich weiß auch nicht, ob es mich da hinziehen würde. Hohe Berge müssen es nicht sein, aber ich bin doch immer lieber über der Baumgrenze.
    Wie schade, dass der Wettergott so wenig entgegenkommend war, dafür reißen die herrliche Herbstfarben einiges wieder raus.
    Wir haben, seit wir nicht mehr auf dem Trangia kochen, immer einen Backupkocher dabei. Im ersten Jahr einen Picgrill 85 und im letzten Jahr einen zweiten Brenner. Jeweils 80g aber dafür immer sicher warmes Essen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    Zitat von weisseruebe Beitrag anzeigen
    Wie schön - mal was aus dieser unbekannten Ecke zu lesen, und so schöne Bilder dazu.
    Ich war da mal mit1996, die erste eigene Tour nach Norden. Die Auswahl der Wandergegend kam eigentlich daher, dass es die passende Karte im Kartenladen gab. Der Rest ergab sich dann. Die Gegend um Slipsikstugan ist toll, es gab damals eine ganze Menge offener Renvaktarstugor. Wir hatten auch hartes Wetter und haben das genossen, mal in die Hütte zu kommen.
    Vielen Dank. Ja und natürlich cool zu lesen, wenn Du auch mal in der Ecke warst. Vor allem wenn es ein solch simpler pragmatischer Grund war, der Dich dahin verschlagen hat. Wie lange warst Du denn da unterwegs? Und wo genau bist Du lang gelaufen? Also auf irgendwelche offenen Renvaktarugor bin ich nämlich bei meiner Tour nicht gestoßen. Sprich entweder gab es sie nicht mehr oder Du bist schlicht woanders lang gelaufen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • weisseruebe
    antwortet
    Wie schön - mal was aus dieser unbekannten Ecke zu lesen, und so schöne Bilder dazu.
    Ich war da mal mit1996, die erste eigene Tour nach Norden. Die Auswahl der Wandergegend kam eigentlich daher, dass es die passende Karte im Kartenladen gab. Der Rest ergab sich dann. Die Gegend um Slipsikstugan ist toll, es gab damals eine ganze Menge offener Renvaktarstugor. Wir hatten auch hartes Wetter und haben das genossen, mal in die Hütte zu kommen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    Zitat von dreambig
    WOW! Es ist echt toll diesen Bericht mit Bilder zu lesen und zu sehen! Große Inspiration
    Danke danke. Sowas freut mich natürlich immer zu lesen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    Zitat von Vintervik Beitrag anzeigen

    Das ist eine Funkrelaisstation für die umliegenden Hilfstelefon(e) (das ist auch die Funktion des baugleichen Teils auf dem Helagsgipfel), in diesem Fall wohl für das Telefon der Hütte bei Arevattnet.

    Edit: So, jetzt habe ich auch den ganzen Bericht durchgelesen. War den März über Stugvärd in Tjäktja, da habe ich die ganzen Abschnitte nicht mitbekommen.
    Schönen Dank für den anschaulichen Bericht über eine spannende Gegend! Dort möchte ich bald auch hin.
    Danke für die Info. 👍 Das klingt ja doch ziemlich plausibel. Und so habe ich auch gleich was dazugelernt. Hatte mich unterwegs echt gefragt, was denn der blöde Turm da sollte. Und krass, dass Du als Stugvärd gearbeitet hast. Das ist bestimmt auch mal eine tolle Erfahrung. Aber wenn dann käme sowas für mich allerhöchstens im Sonner in Frage.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    Zitat von HikeInLaponia Beitrag anzeigen
    Hallo Matthias,

    dann möchte ich auch noch für Deinen wirklich authentischen Bericht danken. Ich habe noch keine langjährige Erfahrung mit dem Fjäll im Norden, habe mich aber nach meiner Tour im letzten Jahr verliebt.

    Du hast wirklich Pech mit dem Wetter gehabt und ich habe mitgelitten. Die ganze Zeit habe ich darauf gewartet, was es wohl für ein Ersatzkocher wird. Aber irgendwann gewöhnt man sich wohl auch an trockene Nudeln. Habe mir zwischendrin überlegt, ob Nudeln wohl in kaltem Wasser irgendwann weich werden 😀.

    Viele Grüße; hoffen wir, dass die Freiheit diesen Sommer nicht noch stärker beschnitten wird als schon 2020.

    Marcus
    Moin Marcus, vielen Dank auch. Ja die Idee mit dem Einweichen der Nudeln hatte ich zwischenzeitlich auch gehabt. Aber spätestens nachdem ich in Kittelfjäll Knäcke kaufen konnte (und dadurch meine Versorgung wieder gesichert war), fand ich die Idee dann doch nicht mehr so appetlich. Und was das Reisen angeht, so bin ich immerhin vorsichtig optistisch, dass im Spätsommer zumindest in Schweden doch hoffentlich wieder etwas gehen könnte.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Vintervik
    antwortet
    Zitat von Mortias Beitrag anzeigen

    Auf dem Luvlie Stoeretjåhke. Vielleicht kann mir hier ja jemand erklären, wozu diese Konstruktion genau gut war. 🙄
    Das ist eine Funkrelaisstation für die umliegenden Hilfstelefon(e) (das ist auch die Funktion des baugleichen Teils auf dem Helagsgipfel), in diesem Fall wohl für das Telefon der Hütte bei Arevattnet.

    Edit: So, jetzt habe ich auch den ganzen Bericht durchgelesen. War den März über Stugvärd in Tjäktja, da habe ich die ganzen Abschnitte nicht mitbekommen.
    Schönen Dank für den anschaulichen Bericht über eine spannende Gegend! Dort möchte ich bald auch hin.
    Zuletzt geändert von Vintervik; 12.04.2021, 20:27.

    Einen Kommentar schreiben:


  • HikeInLaponia
    antwortet
    Hallo Matthias,

    dann möchte ich auch noch für Deinen wirklich authentischen Bericht danken. Ich habe noch keine langjährige Erfahrung mit dem Fjäll im Norden, habe mich aber nach meiner Tour im letzten Jahr verliebt.

    Du hast wirklich Pech mit dem Wetter gehabt und ich habe mitgelitten. Die ganze Zeit habe ich darauf gewartet, was es wohl für ein Ersatzkocher wird. Aber irgendwann gewöhnt man sich wohl auch an trockene Nudeln. Habe mir zwischendrin überlegt, ob Nudeln wohl in kaltem Wasser irgendwann weich werden 😀.

    Viele Grüße; hoffen wir, dass die Freiheit diesen Sommer nicht noch stärker beschnitten wird als schon 2020.

    Marcus

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    So, nach einer kleinen Osterpause habe ich jetzt endlich mal wieder hier reingeguckt. Schonmal vielen Dank nochmal für die vielen positiven und wohlwollenden Kommentare. Ist ja immer sehr schön zu der ganzen Schreiberei auch eine entsprechende Rückmeldung zu erhalten. Und wenn ich schon unterwegs manchmal nicht soviel Spaß hatte, so ist es doch immerhin ein kleiner Trost, wenn die Bilder dann wenigstens entsprechend ansehnlich rüberkommen.

    Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    Danke Matthias für den klasse B-Bericht . So stelle ich mir diese mittelschwedischen Landschaften vor, nicht so bergig wie im Norden aber doch noch deutlich hügeliger als in Finnland. Tolle Herbstfarben, aber ein wenig viele Wege für meinen Geschmack waren dabei - und das Wetter hatte ja auch nur B-Werte .
    Moin Volker, danke nochmal. Das mit den Wegen sehe ich ähnlich. Grundsätzlich hätte es ruhig auch etwas häufiger querfeldein gehen können. Bei besserem Wetter wäre das auch paarmal häufiger der Fall gewesen. Und zum Ende hin war ich in den waldigen Abschnitten gar nicht so unglücklich über die vielen Wege.

    Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
    Auch von mir nochmal ein dankeschön! Gerade im Herbst mag ich die Übergänge zwischen Birken und Kahlfjell (oder Lärchen und Hochgebirge) besonder gern, und das hast du hier superschön präsentiert! Die warmen Herbstfarben haben viel herausgerissen, in diesen beklemmenden Corona-Frühling passen sie irgendwie auch gut.
    Ich hoffe, wir sind alle bald wieder freier unterwegs!
    Grüße von Tilmann
    Danke Tilmann. Das mit den farblichen Übergängen zwischen Birken und Kahlfjäll sehe ich ganz genauso wie Du. Von daher eignete sich die Route wirklich super als Herbsttour, während es im Sommer vermutlich allein schon wegen den Mücken echt ätzend gewesen wäre. Dann werd ich mir jetzt demnächst nochmal in Ruhe Deinen Rondane Bericht zu Gemüte führen.

    Zitat von Blahake Beitrag anzeigen
    Also zum Lesen war's kein B-Bericht! 😅 Lieben Dank, dass Du uns hast teilhaben lassen, ohne dass wir selbst nass werden mussten! Den Frust über das Wetter kann ich gut nachvollziehen. Mit das Übelste dabei - schreibst Du ja auch - ist, dass man keine Pausen machen, innehalten und die Landschaft genießen kann. Gehört doch unbedingt dazu, dass man im Fjäll auf einem Stein sitzt, in die Gegend guckt und einfach da ist. Solche Momente machen eine Tour doch maßgeblich aus. Davon hätte ich Dir mehr gegönnt.
    Danke für Deine Rückmeldung Anne. Ja das mit der Plan-B Tour lädt natürlich zu einigen lustigen Wortspielchen ein. Vor allem, weil das Wetter wirklich maximal eine B-Note hatte. Und die Pausen habe ich in der Tat echt vermisst. So wie die Pausen zu einem guten Musikstück gehören, sind sie in meinen Augen auch ein fester Bestandteil einer gelungenen Tour. Nächstes Mal wird es in der Hinsicht sicherlich auch wieder besser werden.

    Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für diesen sehr gelungenen Bericht aus einer Gegend, in die es mich eher nicht verschlagen wird.
    Es gibt da weiter oben einfach noch viel zu viel Unentdecktes.
    Aber wer weiß.....in diesen ungewissen Zeiten?
    Für meinen Geschmack war es sogar vom Wetter doch völlig in Ordnung, insbesondere, wenn ich bedenke, in welcher Jahreszeit du dort unterwegs warst.
    Und immer nur Schönwetter mit praller Sonne, kaum Wolken, da wären ja die Fotos auch in NullkommaNix
    fast schon mega - langweilig. Ist es nicht so?
    Ja die Thematik mit dem Reiz des Unentdeckten kenne ich nur zu gut. Gibt einfach etliche schöne Ecken da oben und alle wird man sicherlich niemals sehen können. Aber ich fand es echt gut, eben eine mir noch völlig unbekannte Gegend zu durchwandern. Das hat für mich schon einen höheren Reiz, als erneut durch eine bereits bekannte Region zu kommen. Aber beim Wetter hätte ich schon nichts gegen ein bisschen mehr Sonne und etwas weniger Regen gehabt. Kannte ich von früheren Herbsttouren auch anders. Da gab's zumindest immer wenigstens ein paar ordentliche Schönwettertage. Natürlich sehen die Fotos bei dauerhaftem Schönwetter irgendwann etwas "langweilig" aus, aber primär geht es mir um den Landschaftsgenuß vor Ort und nicht um das Betrachten der Fotos im Nachhinein. Da stört mich dann zuviel Sonne nicht im geringsten.

    Einen Kommentar schreiben:


  • evernorth
    antwortet
    Vielen Dank für diesen sehr gelungenen Bericht aus einer Gegend, in die es mich eher nicht verschlagen wird.
    Es gibt da weiter oben einfach noch viel zu viel Unentdecktes.
    Aber wer weiß.....in diesen ungewissen Zeiten?
    Für meinen Geschmack war es sogar vom Wetter doch völlig in Ordnung, insbesondere, wenn ich bedenke, in welcher Jahreszeit du dort unterwegs warst.
    Und immer nur Schönwetter mit praller Sonne, kaum Wolken, da wären ja die Fotos auch in NullkommaNix
    fast schon mega - langweilig. Ist es nicht so?

    Einen Kommentar schreiben:


  • Blahake
    antwortet
    Also zum Lesen war's kein B-Bericht! 😅 Lieben Dank, dass Du uns hast teilhaben lassen, ohne dass wir selbst nass werden mussten! Den Frust über das Wetter kann ich gut nachvollziehen. Mit das Übelste dabei - schreibst Du ja auch - ist, dass man keine Pausen machen, innehalten und die Landschaft genießen kann. Gehört doch unbedingt dazu, dass man im Fjäll auf einem Stein sitzt, in die Gegend guckt und einfach da ist. Solche Momente machen eine Tour doch maßgeblich aus. Davon hätte ich Dir mehr gegönnt.

    Einen Kommentar schreiben:


  • TilmannG
    antwortet
    Auch von mir nochmal ein dankeschön! Gerade im Herbst mag ich die Übergänge zwischen Birken und Kahlfjell (oder Lärchen und Hochgebirge) besonder gern, und das hast du hier superschön präsentiert! Die warmen Herbstfarben haben viel herausgerissen, in diesen beklemmenden Corona-Frühling passen sie irgendwie auch gut.
    Ich hoffe, wir sind alle bald wieder freier unterwegs!
    Grüße von Tilmann

    Einen Kommentar schreiben:


  • vobo
    antwortet
    Danke Matthias für den klasse B-Bericht . So stelle ich mir diese mittelschwedischen Landschaften vor, nicht so bergig wie im Norden aber doch noch deutlich hügeliger als in Finnland. Tolle Herbstfarben, aber ein wenig viele Wege für meinen Geschmack waren dabei - und das Wetter hatte ja auch nur B-Werte .

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    Fazit
    Bei dieser Tour sind mir im Wesentlichen zwei Dinge klar geworden. Zum einen, dass man auch spontan innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums eine schöne Tour auf die Beine stellen kann und zum anderen, wie stark der Genuss solcher Unternehmungen doch vom Wetter abhängt. So schlechtes Wetter wie auf dieser Tour hatte ich bisher noch nie gehabt. Zwar konnte ich die geplante Strecke größtenteils, so wie geplant durchziehen, aber der Preis dafür war eine häufig empfundene Unentspanntheit.

    Mein Tag sah meist so aus bis zum späten Vormittag im Zelt zu bleiben (da es draußen einfach zu ungemütlich war) um mich dann aufzuraffen und ohne häufige und lange Pausen mein Tagespensum abzuspulen. Abends wurde dann das Zelt aufgestellt, drinnen gegessen, ein bisschen gelesen oder Hörbuch gehört bevor ich mich dann wieder Schlafen legte. Was ich bei dem Ganzen oft vermisst habe waren die Momente des Innehaltens und des intensiven Naturgenusses. Etwas, was ich beispielsweise sonst in den vielen Pausen unterwegs oft erlebt hatte, wenn ich mich einfach sorglos hingesetzt habe, die warme Sonne auf der Haut spürte und mich an der Schönheit der Landschaft erfreuen konnte. Zwar gab es auch dieses Mal einige solcher Glücksmomente, doch waren diese deutlich seltener gesät. Viel zu häufig überwog der Frust oder einfach die Lustlosigkeit. Sowas ist natürlich schade.

    Landschaftlich war die Tour dafür mal eine angenehme Abwechslung. Eben weil viel Wald dabei war und ich auch durch eine mir noch völlig unbekannte Gegend gelaufen bin. Sowas ist für mich immer viel wert. Andererseits hätte ich mir manchmal schon auch längere Abschnitte durchs Kahlfjäll gewünscht. Zum Ende hin merkte ich, wie mich die regelmäßigen Abstecher durch die bewaldeten Täler dann doch etwas genervt haben (gerade beim Querfeldeinwandern). Ein weiterer Aspekt war noch, dass die Gegend grundsätzlich nicht ganz so wild und unberührt war wie viele Regionen weiter im Norden. Ok, das war mir natürlich im Vornherein klar gewesen, somit wusste ich, was mich erwarten würde. Nur ist für mich das Wildnisempfinden halt schon ein anderes, wenn ich weiß, dass die nächste Straße eben nicht nur ein paar Kilometer weit weg ist.

    Positiv überrascht war ich aber davon wie wenig Wanderer ich unterwegs getroffen habe. Abgesehen von der Schulklasse und ein paar Tagestourenwanderern bei Klimpfjäll habe ich unterwegs keinen einzigen anderen Wanderer getroffen. Anscheinend ist die Gegend auch bei den Schweden deutlich weniger frequentiert als gedacht.

    Und trotz all der geschilderten Strapazen, in der Summe bin ich glücklich darüber die Tour gemacht zu haben und einfach dankbar, dass sich mir die Möglichkeit dazu ergeben hat. Wo es dieses Jahr hingeht, muss ich noch schauen. Natürlich reizt es mich ungemein meine eigentliche Plan A Tour nachzuholen. Aber aktuell lässt sich ja noch gar nicht abschätzen wie das mit dem Reisen im Sommer aussehen wird. Es bleibt also spannend.


    Ende

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    Tag 16 (15.09.)
    Kaum zu glauben, aber heute schien doch tatsächlich mal die Sonne. Was für eine Begrüßung. Richtig freundlich und wunderbar idyllisch sah es nun im herbstlichen Birkenwald aus. Und ich konnte endlich mal wieder ganz genüsslich außerhalb des Zeltes sitzen und mein Frühstück verzehren. Auf dieser Tour war dies tatsächlich erst das zweite Mal. Da saß ich also nun in der milden Herbstsonne und blickte auf den kleinen Wasserfall vor mir. Welch eine herrliche Szenerie, die eigentlich Lust darauf machte aufzubrechen und die Natur zu durchstreifen. Aber nun war ich leider am Ende der Tour angekommen und musste somit auch von dem Gedanken Abschied nehmen.


    Herrlicher Morgen


    Zwar hingen immer noch ein paar dunkle Wolken über den Bergen, aber insgesamt sah es doch deutlich freundlicher aus als die Tage zuvor.


    Wirklich ein Genuss hier mein Frühstück zu verzehren. 😎

    Da ich bis zur Abfahrt des Busses am frühen Nachmittag noch ausreichend Zeit hatte, beschloss ich noch ein wenig durch die Gegend zu spazieren. Ich wollte einfach nochmal intensiv die herbstliche Landschaft und die ganze Stimmung in mich aufnehmen. Das tat echt gut. Was hätte ich darum gegeben häufiger morgens solche Bedingungen vorzufinden. Aber andererseits war ich echt dankbar dafür es wenigstens jetzt zum Abschluss nochmal zu haben.


    Herbstlicher Birkenwald


    Durrienjohke (mit Blick nach Süden)


    Sumpflandschaft

    Gemütlich packte ich anschließend meine Sachen zusammen und setzte mir um halb 12 zum letzten Mal den Rucksack auf. Gerade mal zwei Kilometer hatte ich heute noch zu laufen. Und trotzdem bin ich auf dem Abschnitt mehr Leuten begegnet als auf der gesamten Tour (die Schulklasse mal ausgenommen).


    Trollstigen


    Letzter Blick auf den Durrienjohke

    Und dann war ich schon wieder in Klimpfjäll. Im Dorfladen kaufte ich nochmal bisschen Essen ein und warte dann draußen auf den Bus, der demnächst dort ankommen würde. Ich war froh jetzt immerhin bei sonnigem Wetter hier sitzen zu können. Aber ebenso war ich erleichtert, dass die Tour nun zu Ende war. Es war in der Summe doch sehr kraftraubend und am Ende freute ich mich endlich im Bus sitzen zu können und die Landschaft an mir vorbeiziehen zu sehen. Nun ging es wieder der Heimat entgegen.


    Back to Klimpfjäll


    Jetzt hieß es nur noch bisschen auf den Bus zu warten.


    Letzter Blick zum Autjoklimpen


    Pünktlich um 14 Uhr kam der Bus und nahm mich als einzigen Passagier mit.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    Tag 15 (14.09.)
    Den gestern gefassten Plan konnte ich leider begraben. Wirklich viel geändert hat sich nämlich nicht am Wetter. Falls überhaupt, dann hat der Wind lediglich nur geringfügig nachgelassen. Aber die Regenwolken waren immer noch da. Und bei den Bedingungen hatte ich wirklich keine Lust auf nen Gewaltmarsch. Also kam nur noch Plan B in Frage, und zwar die Rückkehr nach Klimpfjäll. Zum Glück hatte ich in weiser Voraussicht die Busfahrt bereits ab dort gebucht. So war es jetzt echt angenehm eine sichere und leicht zu schaffende Alternative vor Augen zu haben.


    Nächster Morgen, gleiches Wetter


    Aber immerhin Wind war nicht mehr ganz so stark wie gestern.


    Und ab und zu ließ sich auch mal die Sonne blicken.

    Da ich jetzt aber auch mehr als ausreichend Zeit hatte, beschloss ich mit dem Aufbruch erstmal abzuwarten. Vielleicht würde sich das Wetter ja noch etwas bessern. Und Zeitdruck hatte ich nun bei weitem nicht. Um mir die Zeit zu vertreiben hackte ich im Nebengebäude ein wenig Holz. Da ich ja eh einiges verfeuert hatte, war es nur recht und billig hier für Nachschub zu sorgen. Und ehrlich gesagt machte das richtig Spaß. Am späten Vormittag zeichnete es sich dann langsam ab, dass der Sturm sich legte und es wurde ein wenig freundlicher. Ich verzehrte noch mein Mittagsessen, putzte gründlich und verließ dann gegen halb 3 die Hütte.


    Wenn die Sonne in die Hütte hinein scheint fällt mir der Aufbruch doch gleich viel leichter. 😉

    Nun ging es also den gleichen Weg zurück den ich gestern hergekommen bin. Allerdings in deutlich entspannterer Stimmung. Es regnete kaum noch und stürmte auch nur noch moderat. Hin und wieder ließ sich sogar die Sonne sehen. Aber was das angenehmste war: Ich hatte keinerlei Druck mehr, sondern ein leichtes Ziel vor Augen mit der Aussicht, dass die Plackerei dann bald ein Ende haben würde. So konnte ich die Landschaft jetzt mit ganz anderen Augen sehen und mir ausmalen wie es wohl gewesen wäre bei „normalen“ Bedingungen diese Hochebene zu durchwandern. Hätte sicherlich Spaß gemacht. Und ein wenig nagte dann schon der verletzte Ehrgeiz an mir die Tour nicht bis zum Ende durchgezogen zu haben. Aber auch wirklich nur ein klein wenig.


    Los geht's.


    Sjliptjehke im Sonnenlicht


    Regenschauer übern Sjliptjehke. Währte aber zum Glück nur kurz.


    Und der Regenbogen ließ auch nicht lange auf sich warten.


    Blick nach Norden


    Direkter Vergleich zu gestern: Sonniger war es zwar schon, aber wirkliche Fernsicht hatte ich trotzdem nicht.

    Von daher genoss ich meine letzten Kilometer durchs Kahlfjäll (ein bisschen Melancholie macht sich schon breit), bevor es dann wieder in den Wald ging. Dieser zeigte mir an einigen Stellen dann nochmal die ganze Schönheit des Herbstes, bevor es dann auf die Straße ging. Gegen 17 Uhr war ich wieder zurück in Klimpfjäll, wo morgen der Bus abfahren würde. So ganz ausgelastet fühlte ich mich aber grad nicht. Also beschloss ich noch einen kleinen Abstecher auf den Vajeklimpen, den Hausberg von Klimpfjäll, zu machen.


    Teilweise war der Wanderweg durch die starken Regenfälle doch etwas überschwemmt.


    Herbstlicher Birkenwald. Interessant ist der direkte Kontrast zu dem Südhang auf der gegenüberliegenden Seite, wo die Bäume noch deutlich grüner sind.


    An so nem Anblick kann ich mich eigentlich nie sattsehen.


    Vor allem noch in Kombination mit einer kleinen Sumpffläche. Wunderschön. 😎


    Blick Richtung Klimpfjäll

    Der Hügel selbst war schnell bestiegen und oben wurde ich dann von einem herrlichen Ausblick über den Kultsjön überrascht, während die tiefer stehende Sonne ihr wärmendes Licht durch die Wolken warf und nochmal für eine zauberhafte Stimmung sorgte. Ich muss sagen das war mehr als ich erwartet hätte. Ein sehr versöhnlicher Abschluss, besonders nach den vielen Enttäuschungen zuvor. Ich fand, dass ich das durchaus verdient hatte. 😁


    Ausblick vom Vajeklimpen auf den Kultsjön. Hat nochmal für gute Stimmung gesorgt.


    Rasthütte kurz unterhalb des Gipfels. Hatte aber geschlossen.


    Hier übrigens nochmal die letztens erwähnten Windräder von Nahem.


    Einen kleinen Skilift gab's hier auch. Klimpfjäll ist halt ein Wintersportgebiet.


    Tolle Lichtstimmung


    Abendsonne gegen 18:20 Uhr

    Nachdem ich mich an dem Ausblick ausgiebig satt gesehen hatte, beschloss ich am Osthang abzusteigen, um dann irgendwo am Durrienjohke außerhalb des Ortes mein Zelt aufzuschlagen. Wenigstens ein bisschen Wildnisgefühl wollte ich jetzt noch genießen, bevor es wieder zurück in die Zivilisation ging.


    Blick Richtung Östra Fjällfjället


    Abstieg entlang der Skipiste


    Durrienjohke

    Am Fluss hat es dann noch recht lange gedauert, bis ich endlich eine halbwegs geeignete Stelle ohne zuviel Unterholz gefunden hatte. Erst gegen halb 8 stellte ich mein Zelt auf und als ich endlich alles fertig hatte, war es bereits dunkel. Aber egal, ich hatte es geschafft und freute mich nur darüber jetzt endlich fertig zu sein. Mit dieser Etappe und auch im Großen und Ganzen mit der Tour.


    Durrienjohke im Abendlicht


    Letzter Zeltplatz auf dieser Tour

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    Zitat von Fjaellraev Beitrag anzeigen
    Die Hütte ist übrigens, wie alle Hütten entlang des Lapplandsleden, das ganze Jahr ohne Bewartung offen und der Preis für die Übernachtung so günstig dass ich wenn immer möglich die Hütten genutzt und mein Akto eingepackt gelassen habe.
    Da ich ja selber von der Slipsikstuga rüber nach Saxnäs gelaufen bin - und von dort dann mehr oder weniger nach Fatmomakke getrampt - interessiert es mich natürlich welche Route du dir da überlegt hattest. Ich bin, auch weil eine Frage danach auf Utsidan im Raum stand, dem Pfad gefolgt der auf der Karte bis zum Övre Fiskonsjön eingezeichnet ist, es sind eigentlich nur alte Röser, der von dort aber noch weiter geht bis er auf den "Pfad" südlich des Rukiesvaartoe trifft. Ich bin dann dem Satsån entlang bis zum Weg von Borgafjäll und so nach Saxnäs
    Ja über den Preis kann ich mich echt nicht beschweren. Hat gerade mal 100 SEK gekostet. Meines Wissens ist das für schwedische Verhältnisse echt günstig. Von der Route her war mein Plan übrigens diesem Trampelfpad beim Övre Fiskonsjön zu folgen. Nur wollte ich ursprünglich bereits vor der Slipsikstuga nach Osten abbiegen und übern Vinhtsegovre Pass laufen um dann am Südufer des Aavtoejaevrie auf den Pfad stoßen. Anschließend wollte ich weiter östlich, wenn der Pfad sich gabelt, die südliche Variante nehmen, die länger durchs Kahlfjäll führt und darüber dann nach Saxnäs. Naja, wer sich zu Beginn meines Berichts die Route angeschaut hat, wird feststellen, dass daraus wohl nichts geworden ist.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mortias
    antwortet
    Zitat von oesine63 Beitrag anzeigen
    Oi oi oi, da leidet man ja richtig mit beim Lesen!
    Oh danke danke. Dann ist es mir beim Schreiben anscheinend ganz gut gelungen mein Leiden glaubwürdig rüberzubringen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Fjaellraev
    antwortet
    Oh Mann dir bleibt ja auch gar nichts erspart.
    Ich hatte da ja auch nicht gerade Bombenwetter - sprich Nebel, Regen und Wind - aber doch noch deutlich besser als bei dir.
    Auf den eigentlich angedachten Nachmittagsausflug auf den Avtseje habe ich dann auch verzichtet und den Nachmittag lieber in der Slipsikstuga verbracht.
    Die Hütte ist übrigens, wie alle Hütten entlang des Lapplandsleden, das ganze Jahr ohne Bewartung offen und der Preis für die Übernachtung so günstig dass ich wenn immer möglich die Hütten genutzt und mein Akto eingepackt gelassen habe.
    Da ich ja selber von der Slipsikstuga rüber nach Saxnäs gelaufen bin - und von dort dann mehr oder weniger nach Fatmomakke getrampt - interessiert es mich natürlich welche Route du dir da überlegt hattest. Ich bin, auch weil eine Frage danach auf Utsidan im Raum stand, dem Pfad gefolgt der auf der Karte bis zum Övre Fiskonsjön eingezeichnet ist, es sind eigentlich nur alte Röser, der von dort aber noch weiter geht bis er auf den "Pfad" südlich des Rukiesvaartoe trifft. Ich bin dann dem Satsån entlang bis zum Weg von Borgafjäll und so nach Saxnäs

    Gruss
    Henning

    Einen Kommentar schreiben:


  • oesine63
    antwortet
    Oi oi oi, da leidet man ja richtig mit beim Lesen!

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X