[SE/NO] Rogen / Femundsmarka - Schöne Solorunde

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    • 20.01.2021
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    • Meine Reisen

    [SE/NO] Rogen / Femundsmarka - Schöne Solorunde

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende

    Weil meine Freundin dieses Jahr leider nicht ganz fit war, ich aber trotzdem gern wandern wollte, zog ich am Ende allein los. Nicht zu weit sollte es sein, und möglichst auch nicht zu kalt. Die Gegend um Rogen hat mir auf einer früheren Tour schon sehr gut gefallen. Warum also nicht noch mal da hin?

    09.09.2020
    Ich reise über Arlanda an. Von dort soll es über Mora mit Zug und Bus nach Grövelsjön gehen. Leider gibt es Probleme mit irgendwelchen Weichen, so dass mein erster Zug schon über eine Stunde Verspätung hat. Da sind die Anschlussverbindungen natürlich schon weg. Aber zum Glück hat SJ einen guten Service, so dass mich eine von ihnen gestellte Taxifahrt (mit einem Festpreis von 4500 SEK die teuerste meines Lebens) am Ende schneller als der ursprünglich gebuchte Bus zur Fjällstation bringt.

    Es ist kalt und windig, als ich für die erste Nacht mein Zelt auf dem Campingplatz der Fjällstation in Grövelsjön aufbaue. Eigentlich hätte ich auch noch abends losmarschieren können, aber mich reizt ein vernünftiges Frühstück und eine warme Dusche.

    10.09.2020
    Das war eine gute Entscheidung! Heute geht es sauber und gestärkt los. Es ist kalt (unter 5 Grad) und windig, aber sonnig, als ich losgehe. Zunächst stiefele ich den Hang hoch. Ich will über den Storvätteshågna Richtung Spångkojan. Der Wind drückt mich immer wieder zur Seite, aber ich komme gut voran.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 01.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,25 MB ID: 3014548
    Övre Fosksjön

    Bei der Brücke am Övre Fosksjön fülle ich meine Flasche nach, und dann geht es gleich den Storvätteshågna hoch. Ich fühle mich fit und steige stetig auf. Man kann schön auf die Seenkette von Särsjön und Hävlingen blicken.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 02.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,38 MB ID: 3014549
    Die Seenkette Särsjön / Hävlingen

    Eigentlich hatte ich mir eine Rast am Santesonstjärnen vorgestellt, doch als ich oben bin, ist es dermaßen windig, dass ich nur noch schnell weiter will. Der Wind schlägt mir schlecht verzurrte Rucksackriemen von hinten ins Gesicht. Und auf dem Santesonstjärnen rollen Wellen samt Schaumkronen ans Ufer. Bei anderen Witterungsbedingungen ist dies sicher ein schöner Rastplatz, aber nicht heute. Also laufe ich zügig weiter. Der Abstieg durch das herbstlich leuchtende Fjäll ist durchaus schön. Hier verstehe ich erst, dass ich wieder in der Natur und auf Tour bin. Es stellt sich ein gewisses Hochgefühl ein.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 03.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,03 MB ID: 3014552
    Abstieg durchs herbstliche Fjäll

    Kurz vor der Spångkojan reißt ein Schnürsenkel meines Schuhs. Das hatte sich abgezeichnet, kam aber am ersten Tag doch etwas früher als erwartet. Ich trotte noch bis zur Hütte und wechsele erstmal die Schnürsenkel. (Ich hatte zum Glück vorab für Ersatz gesorgt.) Eigentlich war die Hütte mein Minimalziel für den ersten Tag. Doch es ist erst 15 Uhr. Nach kurzer Rast beschließe ich, weiterzugehen.

    Ich gehe an der Höhe 892 entlang Richtung Slagufjället. Es geht stetig bergan. Eigentlich ist es nicht steil, aber meine Kräfte haben schon etwas abgenommen, so dass ich mich wundere, wie mühsam mir der Aufstieg fällt. Kurz vor der Rengärde wollte ich ursprünglich weglos schnurstracks nach Norden zur Störrödtjärnstugan gehen. Aber das Terrain sieht mir zu mühsam aus. Stattdessen folge ich nun dem Weg Richtung Hävlingen. Dummerweise bekomme ich nun Knieschmerzen. Ein leichter Schmerz ist mir nicht unbekannt, er geht meist schnell wieder weg. Heute jedoch scheint der Schmerz stärker zu sein. Aber was kann man schon machen? Mühsam setzte ich Schritt vor Schritt, zirkuliere durch grasüberwachsene Steine. Aber es wird nicht besser. Ich brauche also einen Platz für das Nachtlager. Die in der Karte eingezeichnete Hütte und der Windschutz gefallen mir nicht. Ich quäle mich also weiter, runter bis zum Töfsingen. Aber auch da finde ich keinen guten Zeltplatz am Ufer. Es ist mir zu nass. Außerdem ist das Ufer verschilft, und ich hätte gern einen direkten Frischwasserzugang. Am Ende baue ich mein Zelt erschöpft neben der Schutzhütte auf. Die Nacht ist still. Sehr still. Kein Lüftchen geht. Fast etwas unheimlich. Ich schlafe schnell ein.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 04.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,06 MB ID: 3014553
    Töfsingen

    11.09.2020
    Am Morgen bewege ich mein Knie vorsichtig. Es ist tatsächlich etwas besser geworden. Aber jetzt schmerzt zusätzlich ein Band auf dem rechten Fußrücken. Mal sehen, wo das hinführt. Ich tape noch die Anfänge von Blasen und breche auf. (Blasen bekomme ich immer in den ersten Tagen, aber durch regelmäßige Pflege mit Hirschtalgcrème bekomme ich sie in den weiteren Tagen meistens in den Griff.) Meine Strategie bei körperlichen Wehwehchen ist eigentlich immer: ignorieren. So viele Optionen gibt es schließlich nicht. Tourabbruch oder weiterlaufen. Und ein Tourabbruch bedeutet ja meistens auch noch weiterlaufen. Jedenfalls lautet mein Fazit zum ersten Tag: Du hast dich wohl doch etwas übernommen.

    Die Nacht im Fjäll war frostig. Ich bin froh, dass ich sie geschützt in niedrigeren Lagen verbracht habe. Die Sonne scheint, und ich breche gut gelaunt auf. Kurz vor der Abzweigung nach Slagusjön bleibe ich einfach stehen und lausche. Es ist totenstill. Man hört nichts. Außer das Rauschen des Blutes in den eigenen Ohren. Eine Weile lasse ich diese große Stille auf mich wirken, dann setze ich meinen Weg andächtig fort.

    Beim Aufstieg zum Slagusjön bin ich vielleicht deshalb noch in Gedanken. Ich schaffe es tatsächlich kurz, die Wegmarkierungen zu verlieren. Orientierungslos laufe ich hin und her. Das kann doch nicht so schwer sein, einem markierten Wanderweg zu folgen! Nach kurzem Suchen finde ich den Weg zum Glück wieder. Die Sonne scheint, und ich trage mich schon mit dem Gedanken, beim Slajusjön ein Bad zu nehmen. Doch als ich oben ankomme, weht dort ein eisiger Wind, der mir alle Badegedanken schnell austreibt. Beim Windschutz treffe ich einen schwedischen Rentner, der an seinem 76. Tag durch Schweden zieht. Ich glaube, der Start war in Abisko. Ich bin ziemlich beeindruckt. Wenn das nicht tolle Aussichten für die Rente sind...


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 05.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,76 MB ID: 3014550
    Slagusjön

    Nach kurzem Plausch wünschen wir uns gegenseitig eine gute Tour, und ich laufe weiter Richtung Störrödtjärnstugan. Als ich dort ankomme, begrüßt mich eine freundliche Hüttenwartin durch ein geöffnetes Fenster. Leider pfeift der Wind so laut, dass wir uns nicht verstehen können. Also kommt sie nach draußen, und wir reden kurz. Sie fragt etwas besorgt, ob ich noch bis zur Rogenstugan will. Ich entgegne, dass ich ein Zelt dabei habe und heute nicht bis dorthin kommen muss. Das scheint sie zu beruhigen. Sie empfiehlt die Gegend beim Windschutz am südlichen Zipfel des Rogensees als Zeltplatz. Wir verabschieden uns, und ich ziehe weiter.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 06.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,82 MB ID: 3014551
    Störrödtjärnen

    Nun folgt ein wirklich schöner Streckenabschnitt. Unterschiedliche Landschaftstypen wechseln sich bis nach dem Tandsjövålen auf relativ kurzer Strecke ab. Von knorrigem Wald, Sumpf und Seen bis Kahlfjäll ist alles dabei. Auch der empfohlene Zeltplatz ist sehr schön, aber ich will noch ein bißchen weiter.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 07.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,51 MB ID: 3014558
    Auf dem Weg zum Windschutz 1

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 08.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,74 MB ID: 3014559
    Auf dem Weg zum Windschutz 2

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 09.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,49 MB ID: 3014557
    Die Gegend beim Windschutz

    Kurz nach dem Windschutz verliere ich tatsächlich schon wieder die Wegmarkierung. Das Gelände ist zwar etwas unübersichtlich, und manche Markierungen sind ausgewaschen. Aber ich bin doch einigermaßen überrascht, dass mir das schon zum zweiten Mal auf dieser Tour passiert. Tagträume ich zu viel?

    Für den Abend ist Regen angekündigt, und als ich den Tandsjövålen hochsteige, ist das Wetter doch etwas ungemütlich. Der Wind ist sehr stark und hat Wolken herangetrieben, die die Sonne inzwischen komplett bedecken. Beim Aufstieg muss ich mein leichtes T-Shirt gegen ein Fleece tauschen, weil ich sonst empfindlich an Wärme verlieren würde. Der Wind erlaubt oben nur eine kurze Rast, er drückt mich immer wieder kräftig aus meiner Spur. So wird selbst das Fotografieren zur Aufgabe.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 10.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,22 MB ID: 3014555
    Blick vom Tandsjövålen auf Rogen (schief wegen des kräftigen Windes)

    Hier oben zu zelten muss bei gutem Wetter ein Traum sein. Es ließen sich vermutlich phantastische Sonnenauf- oder -untergänge beobachten. Aber das Gelände ist nicht sehr eben, und Wasser scheint es auch nicht zu geben. Ich möchte hier jedenfalls nicht bleiben und hoffe auf geschütztere Plätze in tieferen Lagen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 11.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,42 MB ID: 3014556
    Abstieg Richtung Rogenstugan

    Während meines Abstieges windet es gut weiter, zusätzlich zieht es sich weiter zu. Gerade noch rechtzeitig schaffe ich es, mein Zelt nahe des namenlosen Sees direkt am Wanderweg aufzubauen. Ich wasche mich noch kurz im See, und schon tröpfelt es. Im warmen Schlafsack genieße ich mein Essen und freue mich, dass ich es trocken bis hierher geschafft habe.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 12.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,64 MB ID: 3014554
    Der See am Abend

    12.09.2020
    Ich bin früh wach, die Sonne geht gerade auf. Der Regen hat sich verzogen, so dass ich gleich zusammenpacke, um das gute Wetter zu nutzen.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 13.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,33 MB ID: 3014560
    Sonnenaufgang hinter dem See

    Ich wandere zunächst durch den Wald nach Käringsjön. Von dort weiter am Handskinnvålen entlang Richtung Skedbrostugan. Der Weg ist am Anfang noch einfach, und mir kommen mehrere Menschen entgegen, die vermutlich auf dem Rückweg zu ihren Autos sind. Aber der Abschnitt vor der Skedbrostugan ist recht beschwerlich und zieht sich ganz schön hin. Der Weg führt durch große Felsbrocken, die Markierungen sind zum Glück gut zu sehen, ein ausgetretener Weg ist allerdings nicht immer erkennbar.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 14.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,46 MB ID: 3014564
    Zwei Markierungen ergeben einen Weg?

    Immer wieder erwarte ich hinter der nächsten Wegbiegung das Zusammentreffen meines Wanderweges mit demjenigen, der von Hamra bzw. Tänndalen kommt, aber immer wieder ist es noch nicht so weit. Als ich dann endlich am Skedbrosjön ankomme, bin ich ganz schön erschöpft. Obwohl es erst ca. 13 Uhr ist, beschließe ich, hier mein Lager zu errichten. Ich nutze schnell die Abwesenheit von stärkerem Wind und springe in den saukalten See. Das tut gut, ist aber grenzwertig kalt für eine solche Ganzkörpereinlage. Es dauert eine Weile, bis mir wieder warm wird. Ich schlage mein Zelt auf und trödele rum. Gegen 17 Uhr kommt ein kräftiger Schauer, der mein Zelt mit Hagelmatsch bedeckt. Zum Glück ist der Schauer nur kurz und der Hagel taut bald weg.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 15.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,83 MB ID: 3014562
    Nach dem Schauer

    13.09.2020
    Die Nacht war kalt, der Morgen danach ist es auch, aber er ist herrlich sonnig. Meinem rechten Fuß geht es leider immer noch nicht besser, und auch das linke Knie meldet sich immer wieder. Ich habe mich inzwischen darauf eingestellt, dass der Schmerz auf dieser Tour wohl nicht mehr ganz weggehen wird. Es gilt von daher nur, den richtigen Zeitpunkt für einen Abbruch nicht zu verpassen. Aber zunächst möchte ich weitergehen, es versuchen, so lange es geht. Ich ziehe mich warm an, und gegen 8 Uhr bin ich auf dem Weg. Zunächst an der Skedbrostugan vorbei, dann Richtung Skedbrofjället und Rr 146. Ich schreite gemächlich durch eine morgendliche Ruhe, die mich ganz gelassen macht. Einige Schwäne auf einem namenlosen See registrieren mich zwar, aber lassen sich auch nicht aus der Ruhe bringen.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 16.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,77 MB ID: 3014561
    Entspannte Schwäne

    Der Aufstieg ist nicht so steil und wirklich schön bei diesem Wetter. Der Blick weitet sich immer mehr über die Seen auf der schwedischen Seite.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 17.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,79 MB ID: 3014563
    Die Seen auf schwedischer Seite

    Langsam kommt der Rentierzaun in Sicht, und auf der norwegischen Seite zeigt sich eine andere, deutlich kargere Seenlandschaft.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 18.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,58 MB ID: 3014565
    Blick auf die Seenlandschaft von Volsjøane

    Kurz vor dem Zaun lagert eine Rentierherde, die ich durch meine Anwesenheit störe. Ich verlangsame meinen Schritt und bleibe oft stehen. Doch irgendwann ist der Fluchtmechanismus aktiviert, und trotz ihrer Neugierde weicht die Herde langsam aus. Nur ein Albino bleibt noch vor mir mitten auf dem Weg stehen und guckt mich neugierig an. Ist er der Chef? Ich entschuldige mich brav für die Ruhestörung, und langsam gibt er den Weg frei. Dann passiere ich den Rentierzaun. Direkt danach fallen Schüsse. Die werden doch wohl nicht mir gelten? Ich gehe davon aus, dass es nur Jäger sind und ziehe weiter. Dabei frage ich mich, auf welche Tiere hier wohl Jagd gemacht wird. Ich gehe langsam den Hang hinunter und genieße die karge Landschaft bei bestem Wetter.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,02 MB ID: 3014566
    Schöne Landschaft 1

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,89 MB ID: 3014568
    Schöne Landschaft 2

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 21.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,63 MB ID: 3014567
    Schöne Landschaft 3

    Es geht stetig hinab zu der Seenplatte, und ich komme gut voran. Kurz vor der Weggabelung verliere ich den Weg schon wieder! Zwar führt ein ganz passabel markierter Weg durch das Gelände. Aber es verlaufen hier teils parallel viele weitere Pfade, die teilweise besser ausgetreten sind. Ich laufe mehrfach hin und zurück, steige auf und ab, und am Ende finde ich den richtigen Weg wieder. Er führt unmarkiert durch eine sumpfige Wiese, vermutlich aufgrund des Mangels einer Stelle, an der man die Markierung hätte anbringen können. Das hat mich etwas Zeit und Nerven gekostet! Nach der Gabelung steige ich nach Gråvola auf. Die Sonne scheint weiter von einem wolkenlosen Himmel, und ich komme ganz gut ins Schwitzen. Und so bin ich froh, nach einiger Zeit wieder in den Wald zu gelangen, wo die Sonne nicht ganz so stark ist. Bald komme ich schon in der Gegend um die Seen Langeggtjørnane an. Der Weg schlängelt sich hier direkt am Seeufer oder auf einem Damm zwischen den Seen entlang. Die Landschft gefällt mir ausgesprochen gut, und der Weg ist wirklich attraktiv.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 22.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,76 MB ID: 3014570
    Langeggtjørnane 1

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 23.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,67 MB ID: 3014569
    Langeggtjørnane 2

    Leider verschlechtert sich hier die Situation mit meinen Knie- und Fußschmerzen. Ich überlege schon, hier mein Zelt aufzuschlagen, um eine Notrast oder gar Notübernachtung einzulegen. Schöne Plätze gibt es hier zuhauf. Aber irgendetwas treibt mich weiter, obwohl ich schon müde bin, und der Schmerz bei jedem Schritt stärker wird. Aus irgendeinem Grund quäle ich mich weiter bis zu dem länglichen namenlosen "See" südöstlich der Weggabelung nach Røvollen. Hier schlage ich mein Zelt auf, wasche mich und meine Kleidung und ruhe mich aus.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 24.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,82 MB ID: 3014571
    Der "See" ist eigentlich ein Fließgewässer, über das Øvre Roasten und Nedre Roasten in den Femundsee entwässern.
    Zuletzt geändert von frisch; 04.02.2021, 09:58.

  • Freedom33333
    Dauerbesucher
    • 09.09.2017
    • 637

    • Meine Reisen

    #2
    Sehr schön, passend zum auch aktuellen Packraft-Bericht eine Land-Perspektive, da bekomme ich einen guten Eindruck von einer interessanten Gegend. Tolle Bilder

    Wie war das mit dem Taxi, musstest du das selbst zahlen oder hat das dann die Transportgesellschaft übernommen? Die Kosten sind ja echt heftig.

    Ich sehe ja schon ne Menge Bäume da, wie würdest du das Verhältnis einschätzen von typischer felsiger / Grasiger Landschaft / Wie viel ging es durch Gebüsch und Bäume? Ich kann die Höhenmeter gerade nicht so richtig einschätzen, wie flach / hügelig ist die Gegend? Sprich, wie viele Höhenmeter hattest du so im Schnitt?

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    • frisch
      Anfänger im Forum
      • 20.01.2021
      • 38

      • Meine Reisen

      #3
      Freedom33333

      - Danke für das Feedback!
      - Das Taxi hat SJ organisiert und auch bezahlt. Mir wäre das zu teuer gewesen. Ich wäre einfach einen Tag später gefahren. Aber so war es natürlich besser.
      - Ja, da stehen schon eine Menge Bäume. Aber das mag ich gerade. Wenn du dir die Gegend z. B. unter https://kso.etjanster.lantmateriet.se anschaust, bekommtst du schnell einen Eindruck über die Aufteilung. Grün sind Bäume, weiß ist Kahlfjäll. Mir gefällt gerade diese Abwechslung sehr gut. Wenn du eher der Berg- und Kahlfjälltyp bist, dann solltest du dich lieber an Norrbotten halten. Mir fehlen da oben manchmal die Bäume...
      - Zu den Höhenmetern kann ich leider nichts sagen, da ich das nicht tracke. Aber grob kannst du das ja auch über die Karte abschätzen.

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      • 5-oclock-charlie

        Dauerbesucher
        • 23.11.2008
        • 713

        • Meine Reisen

        #4
        Ach, das macht Fernweh ... toller Reisebericht vom Rogen zu einer interessanten Zeit.

        Ich hatte den Weg mal in Komoot nachverfolgt und die App kalkuliert bis zum Nedre Roasten ca. 1600 Höhenmeter
        Das Leben ist kein Ponyhof!

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        • frisch
          Anfänger im Forum
          • 20.01.2021
          • 38

          • Meine Reisen

          #5
          14.09.2020
          Die Ruhe in der Nacht ist erholsam für mein Knie und meinen Fuß, aber sie ist offensichtlich nicht ausreichend für eine komplette Heilung. Nichtsdestotrotz geht es mir morgens bis jetzt so gut, dass ich nicht ernsthaft an einen Abbruch der Tour denke. Als ich mich heute auf den Weg mache, ist es bedeckt. Eine Stimmung, die ich auch sehr gern mag, solange es nicht regnet. Ich folge dem Weg bis zur Brücke, danach geht es sanft bergan zu den Seen Røveltjørnane. Es ist fast windstill, und die graue Herbststimmung zusammen mit der rauen und einsamen Landschaft versetzt mich in einen melancholischen Zustand.


          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 25.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,04 MB ID: 3014860
          Aufstieg zu den Seen

          Als ich bei den Seen ankomme, raste ich kurz und beobachte eine Herde von Rentieren, die langsam vorbeizieht. Die herbstliche Gräue ist hier besonders reizvoll.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 26.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,08 MB ID: 3014857
          Bei den Seen 1

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 27.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,78 MB ID: 3014856
          Bei den Seen 2

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 28.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,10 MB ID: 3014858
          Stor-Svuku im Hintergrund

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 29.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,35 MB ID: 3014861
          Farbtupfer in der Gräue

          Nun folgt der Anstieg zur Falkfangarhøgda, ein kilometerlanger, schnurgerader Weg durch karges Gelände. Als ich aufsteige, lebt der Wind auf, so dass ich mich warm anziehen muss.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 30.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,68 MB ID: 3014859
          Blick zurück zu den Seen

          Als ich oben angekommen bin, liebäugele ich mit der Idee, den Stor-Svuku direkt von hier zu besteigen. Eigentlich wollte ich dies erst morgen von der Südseite tun, aber erstens ist das Wetter gar nicht so schlecht. Und zweitens ist der Anstieg von dieser Seite zwar unmarkiert und steiler, dafür aber etwas kürzer. Doch leider machen wir wieder mal mein linkes Knie und mein rechter Fuß zu schaffen. Nach längerem Hin- und Herüberlegen beschließe ich, weiter nach Svukuriset zu gehen.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 31.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,39 MB ID: 3014863
          Abstieg Richtung Svukuriset, im Hintergrund der Femundsee

          Der Abstieg ist eigentlich einfach, aber er zieht sich ganz schön hin. Und leider geht es nicht wirklich besser mit Fuß und Knie. So raste ich noch einmal kurz vor der Baumgrenze, bevor ich in Svukuriset ankomme. Die Saison ist hier schon beendet, die Hütten sind alle verschlossen und für schlechtes Wetter vorbereitet. Ich durchquere den Ort und folge dem Aufstiegsweg zum Stor-Svuku, in der Hoffnung dort einen Zeltplatz mit Wasser zu finden. Dabei treffe ich zwei Norwegerinnen, die von einen Tagesausflug auf den Stor-Svuku zurückkommen. Sie fragen mich, wo ich herkomme und wo ich hingehe. Ich frage sie, wie die Aussicht war. Dann verabschieden wir uns. Der Weg kreuzt im weiteren Verlauf einen kleinen Bach. Und dort finde ich eine schöne Stelle mitten im Gras. Auf den Stor-Svuku schaffe ich es heute aber leider nicht mehr, dazu sind die Schmerzen zu groß. Also ruhe ich mich aus und erhole mich.

          Als ich nachmittags kurz wegnicke, schreckt mich ein Geklapper, Geschnaufe und Gestöber auf. Ich schaue aus dem Zelt, und direkt neben meinem Zelteingang, nur ca. 2 Meter entfernt, stampft ein junges Rentier wild auf den Boden, schüttelt seinen Kopf und rupft irgendwelche Wurzeln aus dem Boden, aber nicht um sie zu fressen. Das Ganze sieht mir eher nach einer Balzseinlage aus als nach Nahrungssuche bzw. -aufnahme. Oder gibt es tollwütige Rentiere? Ich bin etwas verunsichert. Ich kenne Rentiere bisher als scheue, wenn auch neugierige Fluchttiere. So nah habe ich noch kein Wildtier an Menschen herankommen sehen. Außerdem gebärdet sich dieses Tier etwas sonderbar für meinen Geschmack. Ich beschließe, es mit vorsichtigen Schlägen meiner Wanderstöcke auf den Boden zu vertreiben. Erst als ich die Schläge intensiviere, zieht das Tier ab.

          15.09.2020
          Heute möchte ich gern auf den Stor-Svuku. Aber als ich aus dem Zelt schaue, ist sein Gipfel wolkenverhangen. Leider sieht es nicht nach einer Wetterbesserung aus. Ich warte noch eine Weile, aber immer wieder drückt ein schwacher Wind vom Femundsee Wolken gegen die Berghänge.


          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 32.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,98 MB ID: 3014862
          Stor-Svuku in Wolken

          Zu allem Überfluss ist ab Mittag auch noch Regen und Starkwind für 24 Stunden angekündigt. Aus meinen Plänen einer Stor-Svuku-Besteigung wird leider nichts. Ich beschließe, zumindest noch ein bißchen Strecke zu machen, damit ich nicht zwei Mal an der selben Stelle übernachten muss. Tage, an denen ich gar nicht wandere, kommen mir immer irgendwie verloren vor. So mache ich mich auf den Weg, mein Ziel ist Rønsjøen. Ich hoffe, dass ich vor dem Sturm ankomme und ihn in der dortigen Baumzone aussitzen kann.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 33.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,92 MB ID: 3014864
          Auf dem Weg zum Rønsjøen 1

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 34.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,14 MB ID: 3014865
          Auf dem Weg zum Rønsjøen 2

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 35.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,26 MB ID: 3014866
          Rønsjøen vor dem Sturm

          Als ich gegen Mittag beim Rønsjøen ankomme, fängt es schon an zu regnen. Ich muss schnell einen guten Platz für mein Lager finden, denn ich weiß, dass der Wind zunächst aus Norden kommen soll, aber dann auf Süd drehen wird. Der Baumwuchs ist hier sehr spärlich und reicht nicht, um mich vor dem Wind zu schützen. Die Suche ist also gar nicht so einfach. Doch am Ende schaffe ich es, einen Platz in einer Senke zu finden, die zumindest etwas in beide Himmelsrichtungen abschirmt. Ich eile noch schnell runter zum See, um mich zu waschen und mein Wasser aufzufüllen. Dann verkrieche ich mich für die nächsten 24 Stunden in meinem Zelt. In dieser Zeit prasselt der Regen auf mein Dach, und der Wind treibt periodisch seine Böen auf die Zeltplane. Es rüttelt stark, und immer wieder drückt sich die Zeltseite nach innen ein, bis die Bö das Zelt wieder freigibt. Mitten in der Nacht ändert sich die Windrichtung wie angekündigt. Der Höhepunkt ist zwischen 5 Uhr nachts und 10 Uhr morgens. Trotz des Getöses finde ich ausreichend Schlaf. Durch das viele Rumliegen ist ja zusätzlich für Erholung gesorgt.

          16.09.2020
          Erst gegen Mittag hört es auf zu regnen. Der Wind pustet aber weiter kräftig. Trotzdem habe ich nach 24 Stunden im Zelt keine Lust mehr, nur träge herumzuliegen. Ich mache mich also daran einzupacken. Dabei unterläuft mir ein wirklich dummer Fehler. Bis auf das Zelt sind schon alle Sachen sicher und trocken im Rucksack verstaut, als ich gewohnheitsmäßig mit dem Zeltabbau beginne. Aber wie schlau ist es bitte, bei starkem Wind einfach den letzten Hering zu ziehen? Eine plötzliche Windbö übernimmt die Aufgabe, mich zu belehren, indem sie kräftig unter die Zeltplane greift und mein Zelt davonfliegen lässt! Es landet erst nach ca. 15 Metern wieder das nächste Mal am Boden. Reflexartig springe ich auf und hechte dem Zelt nach. Dabei stolpere ich über einen Stein und falle längs hin. Geistesgegenwärtig rappele ich mich wieder hoch und nehme meinen Spurt wieder auf. Gerade als der Wind es erneut in die Luft katapultieren will, erreiche ich das Zelt und schnappe mir einen Zipfel der Plane. Durchatmen, der Schreck sitzt tief. Als ich mich wieder etwas beruhigt habe, begutachte ich den Schaden. Eigentlich habe ich nur etwas Schmutz abbekommen und ein paar Kratzer davongetragen. Ich habe noch mal verdammtes Glück gehabt!

          Nach dieser filmreifen Episode steige ich den Sylvola hoch nach Sylen. Der Wind ist immer noch sehr stark, aber zunehmend kommt die Sonne raus und schickt ihr Licht über das herbstliche Fjäll.


          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 36.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,69 MB ID: 3014867
          Blick ins herbstliche Fjäll nach dem Sturm

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          Blick auf den See Grövelsjön (windschiefes Bild)

          Nach einer guten Stunde bin ich schon in Sylen und stelle mein Zelt exakt an eine schöne Stelle neben dem Fluss Röa, wo es auch schon mal bei einer vorherigen Tour stand. Es ist ein seltsames, aber schönes Gefühl, wenn man in vertrauter Umgebung ein zweites Mal zeltet.

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          Blick auf den Röa vor meinem Zeltplatz

          Durch Wind und Sonne bieten sich ideale Bedingungen, Kleidung und Ausrüstung zu trocknen. Und da ich ohnehin schon fast am Ziel bin, habe ich heute keine Eile, noch weiterzugehen. Lieber lasse ich hier meine Tour ausklingen als bei der Fjällstation in Grövelsjön.

          17.09.2020
          Am nächsten Morgen versuche ich mir, bei allem besonders viel Zeit zu lassen. Ich möchte eigentlich nicht schon vor Mittag in Grövelsjön sein. Aber irgendwann schlendere ich dann doch los. Das Wetter ist gut, immer noch windig, aber etwas sonnig. Gemächlich durchschreite ich Sylen und mache mich an den Anstieg Richtung Salsfjellet. Der letzte Wandertag ist meistens von einer besonderen Stimmung geprägt. Einerseits ist man traurig, dass eine schöne Tour bald schon vorbei ist, andererseits ist man erleichtert, dass alles halbwegs gut geklappt hat.


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          Blick zurück auf Sylen

          Als ich bei der Weggabelung beim Salsfjellet ankomme, habe ich eine Idee. Warum nicht zumindest kurz diesem Weg Richtung Forborgen folgen? Dann hätte ich vielleicht noch einen schönen Blick auf meine ursprünglich geplante Route. Eigentlich wollte ich nämlich von Svukuriset über Revlingsjøane und Forborgen gehen. Aber dann habe ich mich wegen des Sturms für die Route über Rønsjøen entschieden. Ich überlege nicht lange und schlage den Weg ein. Dabei denke ich mir, ochja, warum dann nicht gleich hoch aufs Salsfjellet? Und so stiefele ich da munter hoch. Nach knapp dreißig Minuten bin ich oben angekommen und kann einen herrlichen 360°-Blick genießen.

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          Blick vom Salsfjellet zum Rønsjøen

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          Blick Richtung Grøvelåa-Ebene

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          Blick über den See Grövelsjön Richtung Hävlingen

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 43.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,58 MB ID: 3014874
          Blick Richtung Ortschaft Grövelsjön

          Nachdem ich mich satt gesehen habe, mache ich mich an den Abstieg. Und dabei meldet sich auch mein Knie wieder. Aber das ist jetzt auch egal, das kann mir das Ende meiner Tour auch nicht mehr versauen. Die Zivilisation ist nahe, es kommen mir viele Tagesausflügler aus Grövelsjön entgegen. Gegen frühen Nachmittag bin ich dann trotz meiner kleinen Gipfeltour schon an der Fjällstation. Ich schlage für eine letzte Nacht mein Zelt auf und genieße erstmal ausgiebig die warme Dusche. Die Sauna ist wegen Corona leider geschlossen.

          Fazit:
          Etwas kalt und windig war es leider doch. Aber insgesamt habe ich Glück gehabt mit dem Wetter. Der Körper zickte mehr rum als gewöhnlich, aber am Ende habe ich durchgehalten. Landschaftlich sehr abwechslungsreich und reizvoll. Eine schöne Tour, die ich uneingeschränkt empfehlen kann!
          Zuletzt geändert von frisch; 04.02.2021, 10:11.

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          • Fjellfex
            Dauerbesucher
            • 02.09.2016
            • 551

            • Meine Reisen

            #6
            Danke für den schönen Bericht!
            Und mit Blick auf den Stor-Svuku kann ich dich trösten: ich habe das Gipfelpanorama bei bestem Wetter als relativ langweilig empfunden. Der Berg erhebt sich so weit über die übrige Landschaft, daß man das Gefühl hat man sitzt im Flugzeug, wo dann alles recht flach erscheint.
            Gipfelbesteigungen finde ich in Skandinavien bloß in "alpinen" Gegenden lohnend, in "weitläufigen" Gegenden à la Femundsmarka/ Rogen langen schon wenige Höhenmeter für die schönsten Ausblicke. (Aber das ist natürlich Geschmackssache.)

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            • frisch
              Anfänger im Forum
              • 20.01.2021
              • 38

              • Meine Reisen

              #7
              Fjellfex

              Vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Trost! Ich kann dir voll zustimmen. Als ich dann auf dem Gipfel vom Salsfjellet stand und rüber zum Stor-Svuku schaute, dachte ich mir auch: naja, viel beeindruckender wäre der Blick von dort wohl auch nicht gewesen. Abgesehen vielleicht von der Aussicht auf den Femundsee...

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              • Blahake

                Dauerbesucher
                • 18.06.2014
                • 847

                • Meine Reisen

                #8
                Danke für den schönen Bericht und die wundervollen Bilder. Macht ganz schön Fernweh!

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                • evernorth
                  Fuchs
                  • 22.08.2010
                  • 1496

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Moin frisch,

                  herzlich willkommen im Forum und vielen Dank für den gelungenen Reisebericht und die
                  tollen Fotos.

                  Dir ist aber schon bewusst, dass du nach deinem Grenzübertritt von Schweden nach Norwegen gegen die dortigen (damaligen), norwegischen Einreise - Bestimmungen (Quarantäne - Pflicht nach erfolgter Einreise) verstoßen hast?
                  Ich finde es deshalb etwas „unglücklich“, da du durch deinen Reisebericht auch noch auf diesen Verstoß
                  aufmerksam machst.
                  Im Zuge dessen hast du dem Ansehen der deutschen Trekker und Touristen in Norwegen leider einen
                  Bärendienst erwiesen.
                  Ich weiß, dass hört sich etwas nach „Korinthenkackerei“ an. Wir (Borgman und evernorth) waren auch in der Zeit in genau der Gegend unterwegs und hatten ebenfalls (ganz kurz!) überlegt, ob wir „mal schnell“ über die Grenze
                  nach Norwegen „rübermachen“, haben dass aber ganz fix aus den bekannten Gründen wieder verworfen.
                  My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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                  • Knuttchen
                    Anfänger im Forum
                    • 10.02.2013
                    • 27

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Super und danke für diesen gut und offen geschriebenen Bericht.

                    sehr schöne Bilder das tut sehr gut!

                    am 13.09. auf dem Bild sind Schwäne, waren das Singschwäne? gelber Schnabel.(haben wir am Femunden schon gesehen)

                    Wir standen vor Jahren auf dem Bjørnberget und dem Elgåhogna und schätzen diese Landschaft.

                    Wir waren im August in Schweden und trafen einige Norweger zum Beispiel in Östervallskog,
                    es gab da von keiner Seite irgendwelche Bedenken, hei hei und 2m Abstand, das wars;
                    wir trafen einige Wohnmobilisten, die problemlos von Norwegen, von Finnland kommend, eingereist waren,
                    das Thema Quarantäne wurde nicht erwähnt, es häbe zwischen Finnland und Norwegen keine Grenzkontrollen gegeben.

                    Nochmals danke für die Eindrücke

                    Knuttchen

                    Kommentar


                    • DerNeueHeiko
                      Fuchs
                      • 07.03.2014
                      • 2195

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Ja, vielen Dank für die Bilder und den Bericht!

                      Ich hab mal den Routenplaner angeworfen, wenn ich dieses Jahr wegen Corona nicht Bahn fahren will, wär das eine gute Alternative zu Lappland oder Dovrefjell/Rondane (auch eine Grenzüberquerung weniger als letzeres). Und es ist lange her, dass ich dort war...

                      Viele Grüße,
                      Heiko

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                      • frisch
                        Anfänger im Forum
                        • 20.01.2021
                        • 38

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Blahake

                        Vielen Dank für deinen netten Kommentar!

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                        • frisch
                          Anfänger im Forum
                          • 20.01.2021
                          • 38

                          • Meine Reisen

                          #13
                          evernorth

                          Vielen Dank für die Willkommenswünsche und deine netten Worte!

                          Zu der Sache mit den Grenzübertritten: Das ist eine gute und wichtige Frage, die du stellst. Und ich kann deine Position durchaus verstehen. Tatsächlich habe ich mir dazu auch meine Gedanken gemacht. Aber ich bin der Ansicht, dass dieser Reisebericht nicht der Ort sein sollte, solche Fragen zu diskutieren.

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                          • frisch
                            Anfänger im Forum
                            • 20.01.2021
                            • 38

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Knuttchen

                            Vielen Dank für die freundlichen Kommentare!

                            Leider kann ich nicht sagen, ob es sich um Singschwäne gehandelt hat. Dazu war ich nicht dicht genug dran. Und ich kenne mich auch nicht gut genug aus.

                            Zu der Sache mit den Grenzübertritten: siehe den Kommentar oben bei evernorth.
                            Zuletzt geändert von frisch; 23.01.2021, 00:49.

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                            • frisch
                              Anfänger im Forum
                              • 20.01.2021
                              • 38

                              • Meine Reisen

                              #15
                              DerNeueHeiko

                              Danke auch dir für die netten Worte! Wie im Fazit geschrieben, ich kann die Gegend nur wärmstens empfehlen. Also auf geht's!

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                              • frisch
                                Anfänger im Forum
                                • 20.01.2021
                                • 38

                                • Meine Reisen

                                #16
                                5-oclock-charlie

                                Vielen Dank für deinen Kommentar und das Nachschauen wegen der Höhenmeter!

                                Kommentar


                                • evernorth
                                  Fuchs
                                  • 22.08.2010
                                  • 1496

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  Zitat von frisch Beitrag anzeigen
                                  evernorth

                                  Vielen Dank für die Willkommenswünsche und deine netten Worte!

                                  Zu der Sache mit den Grenzübertritten: Das ist eine gute und wichtige Frage, die du stellst. Und ich kann deine Position durchaus verstehen. Tatsächlich habe ich mir dazu auch meine Gedanken gemacht. Aber ich bin der Ansicht, dass dieser Reisebericht nicht der Ort sein sollte, solche Fragen zu diskutieren.

                                  Das kann ich gut verstehen. In deinem Reisebericht suche ich in der Tat vergeblich nach deinen Gedanken,
                                  die du dir zu dem Thema gemacht hast. Diese Gelegenheit hast du leider nicht genutzt.
                                  Ich schlage vor, dass du einen gesonderten Thread eröffnest, in dem du einmal deine Gedanken dazu
                                  vorstellst.
                                  Daran wäre ich wirklich sehr interessiert, und ich kann mir gut vorstellen: Ein paar andere auch.
                                  My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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                                  • Mika Hautamaeki
                                    Alter Hase
                                    • 30.05.2007
                                    • 3943

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    Vielen Dank für den Bericht. Im Grunde bist Du eine Runde gegangen, die ich vor einigen Jahren schonmal gegangen bin. Es ist einfach schön zu sehen, wie die Landschaft immer noch aussieht und ich schwelge gerade in Erinnerungen.
                                    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
                                    A. v. Humboldt.

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                                      Anfänger im Forum
                                      • 20.01.2021
                                      • 38

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      Mika Hautamaeki

                                      Danke für deinen Kommentar! Es freut mich, dass ich bei dir ein paar Erinnerungen auffrischen konnte...

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                                      • agricolina
                                        Erfahren
                                        • 05.05.2016
                                        • 146

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        Hallo frisch,
                                        vielen Dank noch für den schönen Bericht über diese tolle Runde. Ich bin gerade auf der Karte mitmarschiert. Kein Wunder, dass dir die Knie und Füße geschmerzt haben, das tut mir ja schon beim Lesen weh. Respekt, strammes Pensum und Tempo hattest du da. Ich bin ein bisschen empört, wie schnell du da doch ziemlich große Strecken absolviert hast. 20 km in diesem zum Teil mühsamen Steingelände finde ich schon sportlich. Da komme ich mir ja noch mehr vor wie eine Schnecke. Aber du warst da ja wohl nicht zum ersten Mal! Hattest du auch überlegt, über Reva zu gehen?

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