[IS] Öskjuvegur - How you like lava?

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  • anja13

    Alter Hase
    • 28.07.2010
    • 4233

    • Meine Reisen

    #21
    Schöner Bericht - bitte schnell weiter schreiben!

    Kommentar


    • Dieter

      Dauerbesucher
      • 26.05.2002
      • 518

      • Meine Reisen

      #22
      Ha, was für ein schöner Bericht! Bei jedem Bild kommen mir die Erinnerungen an das Erlebte wieder hoch und ich erkenne die Situation, das Gefühl und meist sogar genau den Ort wieder. Obwohl es nun 22 Jahre her ist, als ich dort unterwegs war.

      Ein kleiner Gedanke für alle, die es so eilig haben ihre alle Projekte möglichst schnell zu verwirklichen, und die sich aktuell so ungerecht ausgebremst fühlen:
      Die Landschaft läuft Dir nicht davon - sie ist auch in 20 Jahren noch da und wenn Du dort zum ersten Mal gehst, dann erlebst Du sie auch wie kein anderer vor Dir.

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      • fimbulwinter
        Erfahren
        • 15.03.2005
        • 142

        • Meine Reisen

        #23
        Vielen Dank für deine lesenswerte Beschreibung und die vielen schönen Fotos! Bin gespannt wie ihr die eher unspektakulären letzten Etappen empfunden habt.
        Eine Besteigung der Herðubreið mit Übernachtung am Bergfuß wäre wohl möglich gewesen wenn ihr von oben ein wenig Wasser (oder Schnee) mitgenommen hättet...
        Ódáðahraun

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        • Lhor
          Gerne im Forum
          • 01.10.2020
          • 72

          • Meine Reisen

          #24
          5. Tag Die Sudurà Quelle

          Heute konnten wir 12 km von insgesamt 21 km auf der Piste zurücklegen.

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          - Blick zurück -

          Auf dieser Strecke konnten wir für einmal einen 4 km Schnitt einhalten und waren zirka 3 Stunden später an der Abzweigung zur Botni Hütte.

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          Das Wetter zeigte sich erneut von seiner sonnigen Seite. Wir bekamen den Lokatindur aus einer anderen Perspektive noch einmal zu Gesicht.

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          - Die Brüder -

          Vor allem aber eröffneten sich uns beachtliche Fernblicke. Einmal quer über das gesamte Odadahraun hinweg. In mehr als 30 km Entfernung tauchten plötzlich der Herdubreid und Kollottadyngja wieder auf.

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          • Lhor
            Gerne im Forum
            • 01.10.2020
            • 72

            • Meine Reisen

            #25
            - Fortsetzung 5. Tag -

            Bevor wir uns in das Lavafeld des Frambruni wagten, gab es erst einmal Mittagspause. Wir schauten einem einsamen Töff Fahrer zu wie er auf der Piste ins Dyngjudalur verschwand. Das war das einzige Fahrzeug dass wir an diesem Tag sahen. Nicht gerade der Ort an dem sich die Touristenmassen versammelten.

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            - Herzlich -

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ID: 3008739

            Nach einigen Metern auf dem Lavafeld konnten wir feststellen dass die Begehbarkeit hier gar nicht so schlecht war. Das liess uns etwas aufatmen. Zwischendurch stiessen wir auch immer wieder auf Teilstücke einer Piste. Diese wurde offenbar nicht mehr genutzt, denn die schwach sichtbaren Spuren lösten sich immer wieder ins Nichts auf.

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            Die Strecke bis zur Hütte zog sich doch noch in die Länge. Da keine Orientierungspunkte zur Verfügung standen, waren wir auf die Markierungspfosten angewiesen. Diese waren jedoch nur spärlich vorhanden und oft übersah man sie. Manchmal folgten wir auch einem dieser Pistenfragmente, nur um wenig später, in einiger Entfernung den nächsten Markierungspfosten zu entdecken und mühsam zu diesem hinüberzuqueren. Wenigstens liess uns diese Herumsucherei die Schmerzen ein wenig vergessen. Dann endlich kam die Hütte in Sicht.

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            Der Teich neben der Hütte hatte einen sehr niedrigen Wasserstand. Dies gab uns die Möglichkeit auf diesem trockengelegten Bereich ein schönes Plätzchen für unser Zelt zu finden.

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            Lang ruhten wir uns nicht aus. Das Wasser war uns seit einiger Zeit schon ausgegangen und wir mussten bald wieder neues finden. Die Trockenheit, die wir in den letzten Tagen vorfanden, liess uns nicht allzu unbesorgt sein. Wir konnten ja nicht wissen was für ein Schauspiel wir bald an der Sudurà Quelle vorfinden würden.

            Mit dem Trinkbeutel in der Hand spazierten wir in Richtung Quelle.

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            Als wir das Geräusch von fliessendem Wasser hörten, aber noch nichts sehen konnten, stieg ich auf eine Lavakuppe hoch.

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            Ich rief meinem Bruder zu: “Keine Angst, wir haben Wasser gefunden“. Aufgeregt eilten wir das letzte Stück bis dorthin und kamen nicht schlecht ins Staunen als wir vor der Quelle standen.

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            An mehreren Stellen sprudelte Wasser aus einem Loch im Boden empor. Der Kanal der die Paar Becken verband, ging wenige Meter weiter direkt in einen breiten Fluss über. Jaja klar doch, Island wieder..;)

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            Es handelt sich um Regenwasser, das durch das poröse Lavagestein sickert und Millionen (habe ich glaube so gelesen) Jahre später durch diese Löcher im Boden, seinen Weg zurück an die Erdoberfläche findet. Wir füllten unsere Beutel mit diesem fantastisch schmeckenden Wasser und kehrten zum Zelt zurück.

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            Zum Abschluss des Tages schoben sich ein paar Wolken vor die untergehende Sonne und erlaubten mir, aus dem Zelt heraus, ein paar stimmungsvolle Fotos zu schiessen.

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            Später frischte der Wind gehörig auf, so dass ich die paar grossen Steine über den Heringen nochmals sorgfältig platzierte.

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            • Lhor
              Gerne im Forum
              • 01.10.2020
              • 72

              • Meine Reisen

              #26
              6. Tag Sellandafjall (Dieters Camp)

              Als Endpunkt der Tour gab es zwei Optionen. Ein Tagesmarsch entfernt, der Svartarkot-See, oder in zwei Tagen erreichbar, die Bushaltestelle am Myvatn. Unsere Option lautete Myvatn. An diesem Tag war das Wetter zur Abwechslung mal weniger schön. Zwischendurch kam etwas Wind auf und etwa eine Stunde lang nieselte etwas Regen herunter.

              Mittlerweile war uns klar dass die Schmerzen an den Füssen nur noch schlimmer werden konnten. Die Fusssohlen wurden wegen des harten Untergrunds zu Siedfleisch gegart, und die entzündeten Sehnen der Fersen würden sich nur noch durch eine längere Ruhephase erholen können. Wahrscheinlich hätten wir durch allabendliche Dehnübungen diesem Problem ein bisschen entgegenwirken können, doch wir waren meistens zu platt dafür. Allerdings blieben wir am Morgen, über einen längeren Zeitraum, von den Schmerzen verschont und mussten sie jeweils immer erst am Nachmittag wieder begrüssen.

              Zu Beginn des Tages folgten wir etwa eine Stunde lang dem Sudurà.

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              Dann bogen wir Richtung Sellandafjall ab und es ging auf der Piste weiter. Die Landschaft wurde immer sanfter und einladender. “Wie langweilig“ dachten wir. Es war deutlich dass wir uns der Zivilisation näherten.

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              Aus einiger Entfernung erhob sich ein Vogelschwarm in die Luft. Na gut, wiedermal Vögel zu sehen war doch OK. Die Begegnungen mit Schafen nahmen zu. Mücken hingegen bekamen wir während der gesamten Wanderung nicht eine zu Gesicht. Erstaunlich, angesichts der warmen Temperaturen.

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              - Tektonik -

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Name: skjuvegur (1527).JPG
Ansichten: 232
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ID: 3008775

              Der Sellandafjall näherte sich nur langsam.

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Name: skjuvegur (1531).JPG
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              Überall dort wo die eingefurchte Piste einen Absatz entstehen liess, oder wo am Wegesrand grosse Steine lagen, setzten wir uns hin ohne den Rucksack abzusetzen. Es ging nur darum einen Moment lang die Füsse zu entlasten. Als wir ein kleines Flüsschen furten mussten, blieben wir einen kurzen Augenblick darin stehen, damit die Schuhe mit Wasser volllaufen konnten. Die sofortige Abkühlung, aber auch, den dank der Verdunstungskälte noch etwas länger anhaltenden Kühlungseffekt, betäubten die Füsse ein wenig. Ein kleiner Vorteil für die letzten 8 km bis zum Camp.

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Name: skjuvegur (1536).JPG
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ID: 3008778

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ID: 3008779

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Name: skjuvegur (1543).JPG
Ansichten: 228
Größe: 2,06 MB
ID: 3008780

              Wir hatten die Koordinaten von Dieters Camp am Fusse des Sellandafjall gespeichert. Als wir endlich den Bergfuss in etwa erreicht hatten, blickten wir auf das GPS.

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Name: skjuvegur (1544).JPG
Ansichten: 229
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ID: 3008781

              Wir sollten wohl bis ungefähr zur Mitte des Berges weitergehen. Dort würde auch ein Fluss nahe dem Weg vorbeifliessen. Bei diesen letzten zwei-drei Kilometer machten wir den Fehler dass wir immer wieder aufs GPS schauten. Wir wollten nur noch ankommen. 500 m fühlten sich an wie 5 km. Der Schmerz liess die Nerven blank stehen. Wir dachten uns, lieber Dieter konntest du nicht etwas früher dein Camp aufschlagen? Aber aufgrund der Wasserfrage machte es schon Sinn in der Nähe des Baches zu campieren.

              Am Schluss ging ich Teilweise sogar Rückwärts, bloss um die Füsse etwas anders zu belasten. Dann aber hatten wir es geschafft. Rechts vom Weg, ein bisschen erhöht, fanden wir auf einem sandigen Hügel ein prima Plätzchen.

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Name: skjuvegur (1547).JPG
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ID: 3008782

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Name: skjuvegur (1549).JPG
Ansichten: 230
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              Die Koordinate auf dem GPS zeigte hingegen auf einen Fleck mit hohem Buschwerk auf der anderen Seite der Piste.

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              • Lhor
                Gerne im Forum
                • 01.10.2020
                • 72

                • Meine Reisen

                #27
                7. Tag Myvatn (Reykjahlid)

                Ein letzter Effort war gefragt. Diese letzte Etappe hatte nichts mehr zu bieten und in Gedanken waren wir bereits auf dem schönen Zeltplatz in Reykjahlid, beziehungsweise im nahegelegenen Thermalbad.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1555).JPG Ansichten: 0 Größe: 2,01 MB ID: 3008794
                - Guckst du ? -

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1564).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,90 MB ID: 3008795

                Als die Piste über ein Hügel führte, konnten wir in der Ferne die ersten Höfe ausmachen. Der Busfahrplan interessierte uns nicht. Wir waren sicher, dass sich an der Ringstrasse sehr schnell eine Mitfahrgelegenheit nach Reykjahlid bieten würde. Mit der Aussicht, unseren gemarterten Füssen bald die verdiente Ruhe zu gewähren, setzten wir noch einmal all unsere Energie darin, den Schmerz auszublenden und ein hohes Tempo einzuhalten. Die Verschnaufpausen beschränkten wir auf ein Minimum.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1569).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,70 MB ID: 3008796

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1571).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,86 MB ID: 3008797
                - Blick zurück -

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1575).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,92 MB ID: 3008798

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1590).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,88 MB ID: 3008799

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1592).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,66 MB ID: 3008800

                Als wir ein Zubringersträsschen erreichten, welches schnurgerade auf die Ringstrasse führte, wähnten wir uns bereits im Schlussspurt.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1597).JPG Ansichten: 0 Größe: 2,24 MB ID: 3008801

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1600).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,95 MB ID: 3008802

                Ein Auto mit Touristenpärchen hatte sich verfahren und kehrte zur Ringstrasse zurück. Ich begann schon zu träumen... Ich stellte mir vor wie sie anhand unserer Gesichter erkannten wie wir uns fühlten, und uns fragten ob wir die knapp 2 km bis zur Strasse mitfahren wollten.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1610).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,38 MB ID: 3008803
                - Graenavatn -

                Schliesslich hatten wir es auch aus eigener Kraft noch geschafft und die Ringstrasse erreicht. Wir beglückwünschten uns und gingen noch ein kleines Stück weiter, bis wir aus der langgezogenen Kurve waren. Die Strasse war gut frequentiert, doch leider wollte auch nach längerer Zeit niemand anhalten. Irgendwann meinte ich: “Weisst du was, lass uns zur Bushaltestelle gehen wo auch der Dieter seine Tour beendete“. Wir hofften nach wie vor auf eine Mitfahrgelegenheit aber gleichzeitig wanderten wir weiter auf der Ringstrasse Richtung Reykjahlid. Nach gut zwei Kilometer kamen mir Zweifel bezüglich unserer Gehrichtung. Was wenn wir, um die Bushaltestelle zu erreichen, hätten links anstatt rechts abbiegen müssen? Genauso war es!
                Super genervt kehrten wir um und marschierten wie in Trans nach Skutustadargigar.

                Nach insgesamt 8 km auf der Ringstrasse, welche uns zwangen di Grenze der ertragbaren Schmerzen immer wieder nach hinten zu verschieben, hatten wir endlich diese gesegnete Bushaltestelle erreicht. Etwa zeitgleich hielt ein Reise Car an. Unzählige Touristen, viele mit Kamera um den Hals, stiegen aus und eilten zu einer Reihe Mini-Krater, die sich gleich neben dem Parkplatz befand. Anscheinend eine Touristenattraktion. Als einige davon uns ebenfalls wie eine Attraktion anstarrten, brachten wir ihnen ein paar hochachtungsvolle Begrüssungsrufe entgegen.

                Mit einer Bierdose und Zigarette in der Hand, konnten wir endlich wieder lachen und diesmal mit gutem Gewissen entspannen. Ein Pärchen dass uns reden hörte, sprach uns ebenfalls mit schweizerdeutsch an und fragte ob wir denn immer noch nach Reykjahlid wollten. Sie hatten uns zuvor auf der Ringstrasse gesehen und würden jetzt wieder zurück zu ihrem Campingplatz fahren. Diese Mitfahrgelegenheit hatten wir uns redlich verdient.

                Am späteren Nachmittag, nachdem wir unseren Zeltplatz bezogen hatten, spazierten wir in Richtung Thermalbad.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1611).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,61 MB ID: 3008804

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1612).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,97 MB ID: 3008805

                Als wir von weitem die Dampfsäulen entdeckten, konnten wir es kaum erwarten ins warme Wasser einzutauchen. Ein Thermalbad mit isländischem Touch und vulkanischem Ambiente, wow! Das war die Krönung einer unvergesslichen Wanderung durch die einsame Wüste des Odadahrauns.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1613).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,39 MB ID: 3008806

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1614).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,64 MB ID: 3008807

                Mit einem Bierbecher in der Hand, stieg ich vorsichtig ins Wasser. Ich war nochmals umgekehrt um die Kamera in der Umkleidekabine zu holen. Mein Bruder hatte bereits eine besonders warme Stelle im Becken gefunden und winkte mich zu sich. Im Einstiegsbereich war der Boden noch mit Gummimatten belegt. Als ich nach einigen Schritten mit meinen schmerzenden Füssen den kiesigen Untergrund berührte, wollte ich vor Glück weinen. Eine Fussmassage hatte ich nicht erwartet. Eines der besten Gefühle ever!

                Ich stiess mit meinem Bruder an: “Jawohl! Ganz schöner Moment!“

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1615).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,53 MB ID: 3008808
                - Bruderherz -

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1616).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,54 MB ID: 3008809

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1617).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,44 MB ID: 3008810
                - Genuss pur -

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1618).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,28 MB ID: 3008811

                Selten hatte sich Baden so gut angefühlt, und nach stundenlangem Entspannen waren die grobsten Schmerzen der letzten Tage schon wieder verschwunden.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1622).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,40 MB ID: 3008812

                Auf dem Rückweg zum Zeltplatz klappte es besser mit der Mitfahrgelegenheit. Wir mussten nicht mal die Hand rausstrecken. Ein VW Bus mit zwei netten deutschen Girls fuhr neben uns heran. Die Fahrerin rief uns zu wir könnten einsteigen. Sie meinte wir sollten uns das Bad nicht durch den Rückmarsch vermiesen lassen. Eine sehr nette Geste!

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1624).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,21 MB ID: 3008813

                Am nächsten Tag begann es zu regnen. Wir verbrachten noch ein paar Tage in Akureyri.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: skjuvegur (1642).JPG Ansichten: 0 Größe: 1,61 MB ID: 3008814

                Einige Tage später, konnten wir von zuhause auf der Webcam sehen, wie der erste Schnee, Reykjahlid bereits in eine Winterlandschaft verwandelt hatte. Der Vorhang war gefallen.

                Bis bald mein Island
                Zuletzt geändert von Lhor; 30.12.2020, 22:12.

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                • Dieter

                  Dauerbesucher
                  • 26.05.2002
                  • 518

                  • Meine Reisen

                  #28
                  Wir dachten uns, lieber Dieter konntest du nicht etwas früher dein Camp aufschlagen?
                  ... Tschuldigung - ich konnte ja nicht wissen ...

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                  • Intihuitana
                    Fuchs
                    • 19.06.2014
                    • 1654

                    • Meine Reisen

                    #29
                    Das ist wirklich eine beindruckende Wüstenlandschaft durch die ihr da gewandert seid.
                    Wie viel Wasser habt ihr jeweils als Reserve mitgeschleppt, falls ich das nicht überlesen habe und was war ca. euer täglicher Wasserverbauch?

                    edit: Ich hab es gefunden. Ihr hattet nur diese 3 L Wasserbeutel ? Würdet ihr nachträglich sagen, das war genug gewesen, oder hättet ihr gerne mehr Wasskapazität gehabt ?
                    Zuletzt geändert von Intihuitana; 30.12.2020, 10:58.
                    Russian Roulette is not the same without a gun. - Lady Gaga

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                    • Lhor
                      Gerne im Forum
                      • 01.10.2020
                      • 72

                      • Meine Reisen

                      #30
                      Zitat von Dieter Beitrag anzeigen
                      Ha, was für ein schöner Bericht! Bei jedem Bild kommen mir die Erinnerungen an das Erlebte wieder hoch und ich erkenne die Situation, das Gefühl und meist sogar genau den Ort wieder. Obwohl es nun 22 Jahre her ist, als ich dort unterwegs war.

                      Ein kleiner Gedanke für alle, die es so eilig haben ihre alle Projekte möglichst schnell zu verwirklichen, und die sich aktuell so ungerecht ausgebremst fühlen:
                      Die Landschaft läuft Dir nicht davon - sie ist auch in 20 Jahren noch da und wenn Du dort zum ersten Mal gehst, dann erlebst Du sie auch wie kein anderer vor Dir.
                      Hallo Dieter

                      Nachdem wir unter anderem dein Bericht gelesen hatten, wollten wir unbedingt auch dorthin. Nur befürchteten wir, dass ein einsames Erlebnis wie das bei dir der Fall gewesen war, heutzutage vielleicht nicht mehr möglich ist. Du hattest auf meine E-Mail geantwortet und mir versichert, dass wir unsere Befürchtungen vergessen konnten. Wir hatten ja tatsächlich nur eine einzige Begegnung.

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                      • Lhor
                        Gerne im Forum
                        • 01.10.2020
                        • 72

                        • Meine Reisen

                        #31
                        Zitat von fimbulwinter Beitrag anzeigen
                        Vielen Dank für deine lesenswerte Beschreibung und die vielen schönen Fotos! Bin gespannt wie ihr die eher unspektakulären letzten Etappen empfunden habt.
                        Eine Besteigung der Herðubreið mit Übernachtung am Bergfuß wäre wohl möglich gewesen wenn ihr von oben ein wenig Wasser (oder Schnee) mitgenommen hättet...
                        Hallo Fimbulwinter

                        Vielen Dank, dass du das ansprichst. Sehr wohl empfinde ich Reue dafür, den Herdubreid nicht bestiegen zu haben.

                        Schnee wäre auf dem Gipfel reichlich vorhanden gewesen. Im Idealfall hätte man weiter oben fliessendes Wasser gefunden. Oder zumindest ein Rinnsal. Mittels Becher hätten wir dann unsere Wasserbeutel wieder auffüllen können.

                        Die Tatsache dass ich soeben die Konjunktiv Form benutzen musste, erklärt jedoch schon alles. Wir waren auf einen solchen Faktor der Ungewissheit, vor allem mental, einfach nicht vorbereitet.

                        Insgeheim hatte ich gehofft, dass uns die Hüttenwärtin bestätigen würde, dass irgendwo am Bergfuss ein Bach mit fliessendem Wasser zu finden war.

                        Hätte ich mich im Vorfeld mehr mit diesem Thema auseinandergesetzt, hätte es sicherlich anders ausschauen können.

                        Selber musste ich mich noch nie ernsthaft mit Wasserknappheit und der Suche nach Trinkwasser befassen. Aus Erfahrung weiss ich, dass Schnee im Topf schmelzen, höchst ineffizient ist. Ich blieb immer enttäuscht wenn ich sah, wie lange der Schmelzvorgang dauerte und wie wenig Wasser zusammenkam, obwohl ich den Schnee ordentlich in den Topf presste und dabei noch zusätzlich etwas Wasser dazugab.

                        Wohlgemerkt, die niedrige Temperatur, bei der ich dies jeweils versucht habe, war sicher auch ein wesentlicher Faktor. Jedoch bleibe ich dabei, dass das Schmelzen sehr viel Gas “kostet“.

                        Und wir hatten leider nur unsere standardmässigen zwei Kartuschen dabei.


                        Mein Bruder und ich wollen aber bald wieder den Odadahraun unsicher machen.

                        Bei unserer nächsten Tour möchten wir etwas länger unterwegs sein und uns vor allem zwischendurch auch mal mehrere Tage weglos durchschlagen müssen.

                        Für dieses Unterfangen werde ich mich intensiv mit der Wasserfrage auseinandersetzen, bzw. habe schon damit angefangen.

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                        • Lhor
                          Gerne im Forum
                          • 01.10.2020
                          • 72

                          • Meine Reisen

                          #32
                          Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
                          Das ist wirklich eine beindruckende Wüstenlandschaft durch die ihr da gewandert seid.
                          Wie viel Wasser habt ihr jeweils als Reserve mitgeschleppt, falls ich das nicht überlesen habe und was war ca. euer täglicher Wasserverbauch?

                          edit: Ich hab es gefunden. Ihr hattet nur diese 3 L Wasserbeutel ? Würdet ihr nachträglich sagen, das war genug gewesen, oder hättet ihr gerne mehr Wasskapazität gehabt ?
                          Hallo Intihuitana

                          Ich habe einige deiner interessanten Berichte gelesen und weiss, dass dir, unter anderem, die Wüstengegenden gut gefallen.

                          Zumal wir einem offiziellen Trek gefolgt sind, war die Wasserfrage eigentlich kein Problem. Nur an der Dyngjufjell Hütte wurde es etwas knapp. Wegen der trockenen Verhältnissen war der Fluss, der neben der Hütte fliesst, ausgetrocknet.

                          Wenn wir frei verfügen können, dann ist unser täglicher Wasserverbrauch mindestens 4 L (trinken & essen).

                          Falls wir in Zukunft unser Weglos-Projekt durch diese Wüste umsetzen möchten, müssten wir entsprechend flexibel an die Sache herangehen und den Verbrauch bei Bedarf anpassen.

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                          • Meer Berge
                            Fuchs
                            • 10.07.2008
                            • 2319

                            • Meine Reisen

                            #33
                            Ganz super toller Bericht und beeindruckende Bilder!
                            Danke!
                            Irgendwann ...

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                            • fimbulwinter
                              Erfahren
                              • 15.03.2005
                              • 142

                              • Meine Reisen

                              #34
                              Zitat von Lhor Beitrag anzeigen
                              Schnee wäre auf dem Gipfel reichlich vorhanden gewesen. Im Idealfall hätte man weiter oben fliessendes Wasser gefunden. Oder zumindest ein Rinnsal. Mittels Becher hätten wir dann unsere Wasserbeutel wieder auffüllen können.
                              Tagsüber bis in die späten Abendstunden gibt es normalerweise bei Schneefeldern auch kleine Rinnsäle. Mit Becher und Kaffeefilter(!) wegen der Schwebstoffe ist dann mit etwas Geduld genug köstliches Wasser zu erhalten. Aber besser nicht darauf verlassen das eine Wasserquelle am Morgen noch da ist, über Nacht gefriert es meistens und es dauert doch länger bis das Wasser wieder tröpfelt.

                              Zitat von Lhor Beitrag anzeigen
                              Insgeheim hatte ich gehofft, dass uns die Hüttenwärtin bestätigen würde, dass irgendwo am Bergfuss ein Bach mit fliessendem Wasser zu finden war.
                              Bei der Schneelage während eurer Tour hättet ihr vom Gipfelplateau viele kleine Wasserfälle herabrauschen sehen müssen, diese versickern aber bereits im höheren Hangschutt. Wirklich fließendes Wasser im Sinne eines munter sprudelnden Bächleins gibt es in der umliegenden Wüste normalerweise nur zur Schneeschmelze bis ca. Ende Juni. Nach langen Regenfälle werden auch hin und wieder trockene Bachbetten an Berghängen reaktiviert. So schnell wie das Wasser kam ist es dann aber auch wieder weg.

                              Zitat von Lhor Beitrag anzeigen
                              Mein Bruder und ich wollen aber bald wieder den Odadahraun unsicher machen.

                              Bei unserer nächsten Tour möchten wir etwas länger unterwegs sein und uns vor allem zwischendurch auch mal mehrere Tage weglos durchschlagen müssen.

                              Für dieses Unterfangen werde ich mich intensiv mit der Wasserfrage auseinandersetzen, bzw. habe schon damit angefangen.
                              Das ist eine gute Idee. Hoffe nur das es dort so ruhig bleibt wie bisher...

                              Grüße, Jens
                              Ódáðahraun

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                              • evernorth
                                Fuchs
                                • 22.08.2010
                                • 1496

                                • Meine Reisen

                                #35
                                Sehr schöner und toller Bericht. Vielen Dank dafür. Ihr habt aber auch unverschämtes Wetterglück gehabt.
                                My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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                                • Lhor
                                  Gerne im Forum
                                  • 01.10.2020
                                  • 72

                                  • Meine Reisen

                                  #36
                                  Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
                                  Ganz super toller Bericht und beeindruckende Bilder!
                                  Danke!
                                  Irgendwann ...
                                  Liebe Silvia

                                  Froh dass dir der Bericht gefiel

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                                  • Lhor
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                                    • 01.10.2020
                                    • 72

                                    • Meine Reisen

                                    #37
                                    Zitat von fimbulwinter Beitrag anzeigen
                                    Tagsüber bis in die späten Abendstunden gibt es normalerweise bei Schneefeldern auch kleine Rinnsäle. Mit Becher und Kaffeefilter(!) wegen der Schwebstoffe ist dann mit etwas Geduld genug köstliches Wasser zu erhalten. Aber besser nicht darauf verlassen das eine Wasserquelle am Morgen noch da ist, über Nacht gefriert es meistens und es dauert doch länger bis das Wasser wieder tröpfelt.


                                    Bei der Schneelage während eurer Tour hättet ihr vom Gipfelplateau viele kleine Wasserfälle herabrauschen sehen müssen, diese versickern aber bereits im höheren Hangschutt. Wirklich fließendes Wasser im Sinne eines munter sprudelnden Bächleins gibt es in der umliegenden Wüste normalerweise nur zur Schneeschmelze bis ca. Ende Juni. Nach langen Regenfälle werden auch hin und wieder trockene Bachbetten an Berghängen reaktiviert. So schnell wie das Wasser kam ist es dann aber auch wieder weg.


                                    Das ist eine gute Idee. Hoffe nur das es dort so ruhig bleibt wie bisher...

                                    Grüße, Jens
                                    Haha Jens

                                    vielen Dank für diese wertvollen Info's.

                                    Ruhig im geologischen Sinne?
                                    Ok, für mein Projekt wäre ein Erwachen in der Region nicht gerade förderlich. Aber für dich könnte es sich durchaus wiedermal lohnen?

                                    Guss
                                    Lhor

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                                    • Lhor
                                      Gerne im Forum
                                      • 01.10.2020
                                      • 72

                                      • Meine Reisen

                                      #38
                                      Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
                                      Sehr schöner und toller Bericht. Vielen Dank dafür. Ihr habt aber auch unverschämtes Wetterglück gehabt.
                                      Hi Evernorth

                                      Danke sehr!

                                      Unverschämt gutes Wetter ja

                                      In dem Sinne tut es mir leid für dich, dass du diesbezüglich so pech hattest bei deinem letzten Island Besuch. Wobei, 180 km/h Wind? Krass
                                      Wir hatten immerhin mal eine Nacht mit 120 km/h erleben dürfen. Doch dies dürfte nur etwa halb so heftig gewesen sein wie deine 180.

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                                      • Blahake

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                                        • Meine Reisen

                                        #39
                                        Wow, ich war zwar schon zu Fuß auf Island unterwegs, aber nicht in so unwirtlichem Gelände. Das habe ich nur mit dem Allradwohnmobil gestreift, hätte mich aber im Leben nicht zu Fuß weiter getraut. Umso schöner, dass ich bei Euch zwei Tapferen jetzt virtuell mitreisen durfte - hab' Dank dafür. Und auch fürs mutige Ausprobieren der neuen Software.

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